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Thema: Schweiz: Pro Juventute Briefli 1926-1960
Heinz 7 Am: 22.05.2021 21:56:32 Gelesen: 1485# 1 @  
Der Organisation "Pro Juventute" wurde das Privileg zuteil, dass die Post schon früh Briefmarken zu ihren Gunsten herausgab. Neben dem Frankaturwert ist vom Käufer ein Zuschlag zu bezahlen, welcher der Organisation zugute kam. Die Pro Juventute-Marken waren jahrzehntelang sehr beliebt in der Schweiz. In den 60er-Jahren hatten die Briefmarken Auflagezahlen von (meist) über 10 Millionen Stück; sie wurden emsig gekauft.

Weniger bekannt sind die Pro Juventute Briefli, die 1926-1960 herauskamen. Im Format von "Damenbriefchen" erschienen kleine Briefchen mit Kärtchen als Inhalt. Sie tragen Zierränder oder Spezialzeichnungen.

Die Pro Juventute Briefli 1926-1960 sind in den Katalogen des Händlerverbandes katalogisiert.

Die Briefli der Jahre 1926-1929 werden recht hoch gehandelt, besonders, wenn die Briefli eine Pro Juventute-Frankatur tragen.



Hier zeige ich ein Briefli von 1930 mit dem Sujet "Zierrand mit Rahmen" und Frankatur Michel Nr. 241.

Dieses hübsche Brieflein hat dank der Pro Juventute Frankatur einen Katalogwert von CHF 60. Da jedoch das Brieflein heute ohne Inhalt (Kärtchen) ist, sollten ca. 50% Abschlag gerechnet werden (das ist viel!).

Heinz
 
Heinz 7 Am: 22.07.2021 12:22:14 Gelesen: 1354# 2 @  
@ Heinz 7 [#1]

Ich möchte anbei ein zweites "Briefli" vorstellen.



Es wurde verwendet 1929 von Rifferswil nach Aeugst (zwei Gemeinden des Bezirks Affoltern am Albis, bei Zürich).

Freigemacht wurde das Briefli mit einer Pro Juventute-Marke 5 Rappen der Ausgabe 1928, Zumstein Nr. J45, Michel Nr. 229.

Solche "Briefli" der Jahre 1926-1929 sind selten. Die Briefli der Jahre 1930-1960 findet man öfter.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 25.07.2021 08:22:24 Gelesen: 1313# 3 @  
@ Heinz 7 [#2]

Leider ist mein Bestand an Schweiz Pro Juventute Briefli sehr überschaubar, sodass ich Euch nicht mehr lange unterhalten kann mit dem Zeigen neuer Varianten ...



Hier aber noch ein - wie ich finde - wirklich schönes Briefchen. Es wurde frankiert mit einer Marke Tell Brustbild, 30 Rappen. Warum die Frankatur so hoch war, vermag ich im Moment nicht zu begründen. Zwar lief das Brieflein ins Ausland, nach Italien (Florenz / Firenze), dennoch hätte ich 1934 keine 30 Rappen erwartet.

Die Briefmarke wurde sehr schön gestempelt "3. Januar 1934".

Allen einen schönen Sonntag wünscht...

Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.10.2021 14:30:18 Gelesen: 1216# 4 @  
@ Heinz 7 [#2]

Die Pro Juventute Briefli sind erst ganz komplett, wenn das Glückwunsch-Kärtli, das mitgliefert wurde, noch dabei sind.

Anbei kann ich ein komplettes "Set" zeigen von 1930. Besonders schön ist, wenn das "Damenbriefli" eine "Pro Juventute"-Marke-Frankatur trägt.



Das Briefli wurde am 31.12.1930 von Launsanne versandt und erreichte die Empfängerin in Thundorf im neuen Jahr 1931.



Heinz
 
Heinz 7 Am: 18.11.2021 19:19:47 Gelesen: 1077# 5 @  
@ Heinz 7 [#1]

"Weihnachtsmann mit Tannenbaum", dieses Motiv wird im Katalog für die Pro Juventute Briefli für das Jahr 1950 genannt (Nr. 45).

Das stimmt!



Dieses schöne Briefli wurde nach Italien gesandt, der Ankunftsstempel "NAPOLI" zeigt, dass das Schreiben noch vor Silvester ankam, obwohl es erst am 29.12.1950 aufgegeben wurde, in Amriswil: "NAPOLI / 3112.950-X" (X = unleserliche Zahl, evtl. 9).

Besonders schön sind diese Briefli mit Pro Juventute-Frankaturen.

Heinz
 
Gernesammler Am: 18.07.2022 17:06:37 Gelesen: 777# 6 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Einschreiben aus St.Gallen vom 4.12.1933 an Herrn Pastor Betz in Fürstenwalde, wann der Brief ankam kann man Aufgrund fehlenden Ankunftsstempels nicht sagen.

Für das Franko verklebte man den gesamten Satz "Schweizer Frauentrachten und Bildnis von Gregoire Girads" Mi.Nr. 266-269, davon die 266 2x, gesamt 80 Rappen.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel mit Segment oben und unten von St.Gallen 1 - Briefaufgabe, für das Einschreiben wurde der Klebezettel mit der Manualnummer 584 verklebt sowie oben handschriftlich ausgewiesen.

Der Brief sollte in der 2.Gewichtsstufe gewesen sein, bis 20 Gramm 30 Rappen, weitere 20 Gramm nochmals 20 Rappen somit 50 Rappen für den Brief sowie 30 Rappen für die Reco Gebühr.

Gruß Rainer


 
10Parale Am: 30.11.2022 20:13:10 Gelesen: 440# 7 @  
@ Heinz 7 [#1]

das sind ja sehr schöne Brieflein, da muss ich die Augen offen halten.

Liebe Grüße

10Parale
 
remstal Am: 01.12.2022 08:51:15 Gelesen: 415# 8 @  
Nicht ganz passt dieser Brief zu der Überschrift PJ Briefli, ist er doch deutlich größer. Evtl. weiß Heinz 7 wie der Umschlag einzuordnen ist. Von Basel am 19.12.1949 nach Lörrach, also ins Ausland. Da Grenzrayon, frankiert nur mit 25 Rappen statt 40 Rappen. Rückseitig nur Absender.

Grüße remstal


 
johanneshoffner Am: 01.12.2022 21:49:41 Gelesen: 369# 9 @  
Als Lokalpatriot habe ich noch ein Pro Juventute Briefli mit dem Wappen von Baselland von 1926.

Leider ist die Marke nicht in Baselland abgestempelt.


 
Gernesammler Am: 23.01.2023 12:07:21 Gelesen: 116# 10 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postkarte vom 31.12.1926 aus Basel spediert nach Müllheim in Baden mit schönen Grüßen zum Jahreswechsel.

Verklebt wurde eine Zumstein 39 der Pro Juve Serie von 1926 dem Kantons-Landeswappen von Aargau.

Gestempelt wurde mit Maschinenstempel von Basel 2 und 7 Wellenlinien.

Die Postkarte zeigt die Ansicht "Winter am Landquartberg", schön ist aber auch der Hinweis vorn auf der Karte "Heimat".

Gruß Rainer


 
Heinz 7 Am: 23.01.2023 23:03:17 Gelesen: 88# 11 @  
@ remstal [#8]

Guten Abend, remstal,

Dein Brief kommt ganz offensichtlich auch aus der "Küche" der Pro Juventute-Organisation, ist aber kein PJ "Briefli". Ob diese Art von "Normalbriefen" (Format) mit Sujet "Pro Juventute" auch irgendwo katalogisiert wurden, kann ich Dir leider nicht sagen.

@ Gernesammler [#6]
@ Gernesammler [#10]

Die zwei gezeigten Poststücke sind auch klar KEINE "Briefli", von denen es nur 66 Stück gibt, gemäss Katalog des Schweizer Briefmarken-Händler-Verbandes. Dein Brief 1933 ist ein normaler Einschreibe-Brief mit Pro Juventute-Marken-Frankatur ("Satzbrief"), die Karte von 1926 ist eine Karte, die den offiziellen "Pro Juventute Karten" zwar einigermassen gleicht, aber doch keine ist. Die offiziellen Pro Juventute-Karten tragen die Inschrift "Pro Juventute", diese sind im oben erwähnten Katalog auch (separat) katalogisiert, für die Jahre 1912-1960 kommen wir immerhin auf 299 verschiedene solcher Karten, im Durchschnitt pro Jahr also mehr als fünf (!).

Diese Karten (und auch die Pro Juventute-Briefmarken) waren früher sehr beliebt, aber auch sehr verbreitet und meist nicht sehr selten.

Um zum Thema zurückzukehren; die "Briefli" hingegen sind alle nicht häufig und, komplett (also mit inliegendem Glückwunsch-Kärtli) und mit passender PJ-Frankatur alle nicht billig: die "Briefli" haben so Katalogwerte alle zwischen CHF 60 und CHF 800.

Heinz
 
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