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Thema: Kolumbien Private Postdienste, die so-genannten Private Carriers
Das Thema hat 121 Beiträge:
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22028 Am: 05.03.2025 15:49:23 Gelesen: 20960# 97 @  
@ Martin de Matin [#96]

Ja, der andere Bogen ist genauso.
 
22028 Am: 05.03.2025 17:23:25 Gelesen: 20946# 98 @  
Und damit man hier auch einen Brief mit den Marken der Transportes Economicas Ignacio Rojas C. & Cia. Sieht, hier ist einer, auch dieser ist in der bekannten Literatur abgebildet, dort beschrieben mit „derzeit der einzige bekannte“, mir ist aber noch ein weiter Brief bekannt, auch in der Sammlung wo auch der andere Bogen ist.

Interessanterweise ist der Stempel mit welchem die Marken der Kolumbianischen Staatspost entwertet wurden auch ein Stempel der Transportes Economicas Ignacio Rojas C. & Cia., dieser ist aber nicht im Handbuch abgebildet.


 
22028 Am: 20.04.2025 11:56:57 Gelesen: 19199# 99 @  
Nun gehört er mir, den Brief habe ich hier schon in der Kolumbien Briefe Diskussion gezeigt, da hatte ich aber eine Frage zum Adressaten.

Der Brief kommt in mein Exponat, er hat einen der sehr seltenen Einschreibezettel der Correo Del Comercio. Den R-Zettel gibt es in 3 Farben (Blau, braun, schwarz, insgesamt waren nur 10 E-Briefe verteilt auf die Zettel in 3 Farben bekannt, das ist nun der 11, leider ist mir der aktuelle Besitzer von 7 der 10 Briefen nicht bekannt, ich habe so eine Vermutung, dass die in Medellín in einer Sammlung sitzen, die anderen 3 bekannten Briefe sind bei mir.

Zum Porto, es ist ein Brief der 2. Gewichtsstufe je 15 Gramm.

20+15 Porto der Kolumbianischen Post / Correo Del Comercio, 20 Centavos Einschreiben


 
22028 Am: 14.06.2025 11:30:44 Gelesen: 17640# 100 @  
@ 22028 [#66]

Zu der im zitierten Beitrag gezeigten Firma / Marken habe ich nun was Tolles geschossen.

Eine Marke der Expreso Colombiano Ribon, die letzte nicht mehr verwendete Ausgabe die im Deutschen Reich, vermutlich in Danzig, gedruckt wurde. Hier der vermutlich 1 Peso Wert, rechts ungezähmt und ohne Wertstufe. Muss die Marke mal nach Eintreffen mit meinem Bogensatz den ich besitze mal farblich vergleichen. Es könnte auch der 3 Pesos Wert sein.


 
22028 Am: 11.07.2025 16:52:53 Gelesen: 16851# 101 @  
Ich habe diesen Brief der Correo del Comercio gekauft, er ist nicht schön, dafür war er nicht teuer und Briefe mit dem Stempel der Type B sind nicht häufig.
Was ich nicht verstehen sind die Stempel auf der Rückseite.

Zum einen der Firmenstempel des Absenders „SOTO & BENÖHR / SAN JOSE DE CUCUTA, Diciembre 27, 1889, dazu der Ankunftsstempel von Hamburg/Alemania, 30 Januar 1891.

War der Brief für über einem Jahr irgendwo festgehangen oder war entweder der Firmenstempel oder der Hamburg Stempel mit dem falschen Jahr eingestellt? Die Laufzeit vom 27. Dezember bis 30 Januar (ohne Berücksichtigung der Jahre, könnte passen.


 
22028 Am: 11.11.2025 15:48:03 Gelesen: 13298# 102 @  
Eine der sehr kleinen und kurzlebigen Privaten Postdienst von Kolumbien war die „Compania Colombo Venezolana de Transportes - Correos Rapidos COLVEN Cucuta“.

Keinerlei weiteren Details zu dieser Privatpost-Gesellschaft sind bisher bekannt, außer dass sie in gemäß Markeninschrift in Cúcuta, der Grenzstadt von Kolumbien und Venezuela, ihren Sitz hatte und gemäß den Stempeln auf den Marken 1929 in Betrieb war.

Von dieser Privatpostanstalt ist nur eine Markenausgabe bekannt, davon waren gemäß Literatur zwei Exemplare bekannt, von einer der beiden war nur einen schwarz/weiß Abbildung bekannt, die andere ist in meiner Sammlung. Nun tauchte ein 3. Exemplar auf und das zeigt, dass die Rahmenornamente in den Ecken unterschiedliche Anordnungen haben.

Hier die beiden Briefmarken:



Und so wird das dann im Exponat aussehen, die angedeuteten Rahmen sind nur in der Entwurfsversion sichtbar, auf dem Exponatsblatt nicht.


 
saeckingen Am: 11.11.2025 15:53:10 Gelesen: 13294# 103 @  
@ 22028 [#102]

Ich glaube Du hast die Zudordung der Marken und der Vergrößerungen verwechselt.

Grüße
Harald
 
saeckingen Am: 11.11.2025 15:55:53 Gelesen: 13292# 104 @  
@ saeckingen [#103]

Anscheinend hast Du es selbst schon gemerkt und korrigiert.

Grüße
Harald
 
22028 Am: 11.11.2025 16:04:42 Gelesen: 13289# 105 @  
@ saeckingen [#104]

Ich dachte es ich htte den Beitrag editiert noch bevor Deine Antwort(en) kam...
 
saeckingen Am: 11.11.2025 16:12:56 Gelesen: 13288# 106 @  
Ich war schneller als Du! ;-)
 
DL8AAM Am: 11.11.2025 17:22:16 Gelesen: 13272# 107 @  
@ 22028 [#105]

Und nur auf die Schnelle:

Im Entwurf steht "Only one stamp from this private is known carrier ....", dass
sollte aber wohl "Only one stamp from this private carrier is known ...." heissen?

Passiert mir aber auch oft, "Copy and paste" und dann meint man immer ganz schnell etwas zu lesen, was man sich dabei dachte und nicht, dass was dort dann steht ;-)

Ansonsten GLÜCKWUNSCH! Von so etwas träumt jeder.

LG
Thomas
 
22028 Am: 11.11.2025 17:37:59 Gelesen: 13269# 108 @  
@ DL8AAM [#107]

Danke und auch für die Korrekturmeldung das heist aber dass die Beiträge auch gelesen werden. Habe es bei mir korrigiert.
 
Ilves2020 Am: 11.11.2025 19:55:39 Gelesen: 13239# 109 @  
Ich glaube, da ist noch ein weiterer kleiner Schreibfehler in der Zeile ziemlich in der Mitte des Textes.

Es soll sicherlich

„The stamps have been perforated but only between the stamps and not on the margins of the sheet“

statt

„The stamps have been perforated but only between the stamps on not on the margins of the sheet“

heißen.

Ist ja nur eine Kleinigkeit. Dafür ist die ganze Sammlung und jedes neues Detail verdammt interessant!!
 
22028 Am: 11.11.2025 20:19:46 Gelesen: 13228# 110 @  
@ Ilves2020 [#109]

Auch Dir vielen Dank, da sieht man mal, dass man selbst kein proof reading machen sollte, das Hirn ignoriert die Fehler.
 
22028 Am: 30.11.2025 06:57:59 Gelesen: 12376# 111 @  
Ist schon toll, was nach gut 100 Jahren noch so auftaucht. Von der Expreso Ribon, der letzten verausgabten Serie, habe ich hier schon einiges gezeigt, nun tauchte dieses schöne Stück der 10 Peso Marke vom oberen Bogenrand, oben ungezähnt, auf. Mal sehen, wie ich das auf den doch schon recht gut gefüllten Exponatsblättern unterbringe.


 
22028 Am: 15.04.2026 23:41:13 Gelesen: 7734# 112 @  
Hier was Feines das ich heute bei einem Briefmarken-Bekannten hier in Bogota bekommen habe.

Ein Brief der 1. Gewichtsstufe von Cartago, Provinz, Valle del Cauca über Manizales nach Cartagena. Der Brief wurde von Cartago aus mit der Privatpost CORREO DIARIO Entre Cali y Manizales (Tägliche Post zwischen Cali & Manizales) transportiert, in Manizales der SCADTA übergeben welche die Marken entwertete und mit der SCADTA Luftpost nach Cartagena transportierte und dort von der Kolumbianischen Post zugestellt wurde.

Der SCADTA Stempel von Manizales datiert auf den 14.10.1925, der rückseitige Ankunftsstempel der SCADTA in Cartagena ist datiert 17.10.1925.

Zusätzlich auf der Vorderseite der Stempel der Prvatpost „ CORREO DIARIO Entre Cali y Manizales / Propietario TOBON & BOTERO / Oficina de Pereira”. Pereira liegt an der Straße zwischen Cartago und Manizales so dass der Brief vermutlich in Pereira mal kurz Station machte oder das Auto gewechselt wurde.

Der erste und einzige Beleg der die Existenz dieser Privatpost, die bisher nicht bekannt war belegt. Wie und ob für den Brief gesonderte Gebühren der Privatpost welche zu der Zeit eigentlich noch obligatorisch waren erhoben wurden ist nicht ersichtlich.




 
22028 Am: 21.04.2026 23:37:21 Gelesen: 7276# 113 @  
Hier ein weiteres kleines Sahnestückchen das ich heute bei einem Bekannten im Album fand und wir auch die Modalitäten schnell und einfach regeln konnten.

Die 3. Ausgabe der Correo Rapido de Norte de Santander, die 4 Centavos Wertstufe als ungezähmtes Paar. So in der Literatur nicht bekannt. Nun muss ich noch einen Platz dafür auf meinem Exponatsblatt finden.


 
HWS-NRW Am: 22.04.2026 11:13:39 Gelesen: 7231# 114 @  
@ 22028 [#112 + 113]

Hallo Rainer,

einfach nur herrlich und sensationell zugleich !

Es macht einfach immer wieder Freude, auf "Deine" Seite zu gehen.

mit Sammlergruß
Werner
 
22028 Am: 22.04.2026 16:12:21 Gelesen: 7202# 115 @  
@ HWS-NRW [#114]

Danke, mich wundert immer was hier in Kolumbien in den Alben schlummert wo die Sammler zwar wissen was sie haben, und auch konkrete Wert- und Preisvorstellungen haben, aber die Relevanz der Stücke doch nicht erkennen oder es sie nicht interessiert.
 
22028 Am: 24.04.2026 23:06:31 Gelesen: 6962# 116 @  
@ 22028 [#5]

In verlinkten Beitrag habe ich einen der beiden bekannten Briefe der Kolumbianischen Privatpost „La Vanguardia Liberal“ gezeigt.

Nun bekam ich auch den zweiten bekannten Brief dieser Firma der schöner ist als der ist welchen ich schon hatte.

Undatierter Brief von Bucaramanga nach Cúcuta, Briefmarke mit zweizeiligem Handstempel "Suscribase Ud. a La Vanguardia Liberal" (Abonniere die (Zeitung) La Vanguardia Liberal) entwertet. Dazu die Leitwegangabe „CORREO RÁPIDO DE LA VANGUARDIA LIBERAL“


 
22028 Am: 29.04.2026 00:15:54 Gelesen: 6570# 117 @  
Hier ein weiterer schöner Brief, den ich hier in Bogotá erwerben konnte.

Expreso Caribe:

Einem zeitgenössischen Zeitungsausschnitt aus der kolumbianischen Tageszeitung „El Tiempo“ vom 4. Mai 1931 zufolge hatte das Unternehmen einen Vertreter in Bogotá und bot Verbindungen nach Fusagasugá sowie über Cambao und andere Strecken an.

Der einzige bekannte Brief, der mit einem Poststempel von EXPRESO CARIBE abgestempelt wurde.

Sowohl der Absenderort als auch der Empfängerort bestätigen, dass dieser Briefumschlag, wie im Zeitungsausschnitt angegeben, von EXPRESO CARIBE befördert wurde.

Briefumschlag von Armero (9. Juli 1934) nach Bogotá. Briefmarke der kolumbianischen Staatspost, entwertet mit einem einzeiligen Stempel von EXPRESO CARIBE. Briefmarken privater Expressunternehmen waren zum Zeitpunkt der Aufgabe nicht mehr zulässig.



Es sind etwa 5 rote Dreiecksmarken mit dem Namen EXPRESO CARIBE bekannt, aber ich kann nicht bestätigen, dass diese Marken ebenfalls mit diesem Unternehmen in Verbindung stehen.

Siehe auch hier:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=293739

Die Absenderstadt ARMERO ist bekannt, allerdings ist dies eine traurige, ja eher traurige Geschichte. Für diejenigen, die die Tragödie von Armero nicht kennen, siehe hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Armero#Die_Trag%C3%B6die_von_Armero
 
22028 Am: 01.05.2026 16:26:51 Gelesen: 6241# 118 @  
Zur „El Gran Expreso“ (Ich glaube es gibt 2 Firmen mit diesem Namen, siehe mein derzeitiges Exponatsblatt) habe ich ein, wie ich meine recht nettes Exponatsblatt erstellt. Hier in Bogota bekam ich nun noch einige tolle Stücke, darunter auch den einzig bekannten kompletten Brief dieser Firma sowie Abstempelungen welche fast alles die einzig bekannten Abstempelungen der Firma sind. Seltsamerweise sind es Großteils alles unterschiedliche Stempelten und Stempelfarben, die muss ich zuhause alle mal hochauflösend scannen und vermessen und dann eine neue Landkarte mit den Orten erstellen.







 
22028 Am: 09.05.2026 10:28:32 Gelesen: 5796# 119 @  
Briefe der Correo del Comercio sind nicht häufig, diese mit dem Stempel der Type A sind ausgesprochene Raritäten und ich schätze da sind nur 5-8 Stück bekannt. Ich habe den frühesten bekannten in meinem Exponat.
Den hier gezeigten Brief mit Stempel der Type A brauche ich eigentlich nicht, er ist aber sehr klein und nach Sachsen adressiert, da konnte ich in Bogota nicht widerstehen. Ach ja, seit gestern Abend von ich wieder zuhause.
Der Brief lief von Cúcuta über Maracaibo (Venezuela), New York nach Oelsnitz in Sachsen, damals, im Jahr 1890, genügte offensichtlich noch Sachsen als Zielland…

Evtl. kann @Altsax was zu dem Empfänger (Herrn Theodor Patz???) sagen?


 
22028 Am: 17.08.2026 12:27:09 Gelesen: 2422# 120 @  
Ja ist denn schon Weihnachten? Zumindest habe ich das Gefühl. Diese beiden Briefe habe ich bekommen, nur bei mir ankommen müssen sie noch.

Es sind 2 Briefe der Kolumbianischen Privatpost „Compania de Transportes Terrestres“, frankiert mit je einer gelben Marke der 1. Ausgabe von 1927, ohne Angabe der Wertstufe. Mit diesen beiden Briefen sind nun 6 Briefe mit dieser Ausgabe frankiert bekannt und es dürfte nun sicher sein, dass die Firma bereits ab der 1. Ausgabe 2 Portostufen hatte. 4 Centavos für Orte näher an Bogota and 8 Centavos für die weiter entfernte Orte, jeweils je 20 Gramm. Bisher konnte ich das erst ab der 2. Ausgabe als gesichert sagen.

Die beiden Briefe sind versandt von Tunja (9. August 19274) respektive Velez (20 Oktober 1927), jeweils nach Bogota an den damaligen Präsidenten von Kolumbien, Dr. Miguel Abadía Méndez. Er regierte das Land von 1926 bis 1930 (in dessen Verantwortung fiel u.a. auch das s.g. Bananenmassaker) was schließlich zur Gründung unter anderem der Rebellengruppe FARC, führte. Eines deren Mitglieder war nach dem (sehr brüchigen) Friedensabkommen und Amnestie bis vor kurzem Präsident von Kolumbien, wurde nun aber durch einen Ultrarechten abgelöst.




 
22028 Am: 01.10.2026 19:42:35 Gelesen: 724# 121 @  
Heute eingetroffen:

Gebrauchte Aeromisivas (Luftpost-Vordruckbriefe, der Text wurde auf der Rückseite des Vordrucks geschrieben und der Vordruck dann gefaltet und verklebt) der SCADTA sind an sich schon nicht häufig, gebraucht im Zusammenhang mit der COSADA, und dann auch noch mit der 1. Ausgabe in der blauen Farbe, adressiert nach Panama, dürfte es eine kleine Rarität sein.

Versandt von Cúcuta am 18.IX.1926, Durchgangsstempel Bucaramanga 20.IX.1926, rückseitig Durchgangsstempel Barranquilla 24.IX.1926 und Abgangsstempel der Kolumbianischen Post in Barranquilla, 25.IX.1926

Im Handbuch der Privaten Postanstalten von Kolumbien ist ein normaler Brief von Cucuta nach Bogota, ebenfalls mit Durchgangsstempel Bucaramanga vom 20.9.1926 abgebildet, beschrieben mit „sehr früher Brief…“…


 

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