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Thema: Moderne Postgeschichte: DHL Paketmarken für alle Kunden
Ichschonwieder Am: 25.08.2021 17:14:14 Gelesen: 2449# 1 @  
Hier eine Paketmarke bis 10 Kg, leider ohne Datum. Habe ich so in diesem Thema nicht gesehen.



Klaus Peter

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Moderne Postgeschichte: Paketaufkleber auf DHL-Inlandspaketen"]
 
lueckel2010 Am: 22.11.2021 23:41:09 Gelesen: 396# 2 @  
Zufallsfund:

Ich hoffe, ich bin hier im richtigen Thema? Habe nichts Passendes gefunden, daher gegebenenfalls bitte richtig einordnen. Handelt es sich bei den abgebildeten DHL-PAKETMARKEN



um Postwertzeichen (wie z. B. Briefmarken, Ganzsachen mit eingedruckten Wertstempeln), mit denen ein Entgelt für "Irgendetwas" im Voraus bezahlt werden kann/ konnte oder lediglich um eine Art Hinweisaufkleber (wie z. B. Luftpost-, Einschreib-, Wertzettel)? Gibt es dazu Katalogisierungen?

Freue mich auf klärende Antworten. Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Deutsche Post DHL: Produkt "Paketmarke Geschäftskunden"]
 
Stefan Am: 24.11.2021 17:16:37 Gelesen: 280# 3 @  
@ lueckel2010 [#2]

Handelt es sich bei den abgebildeten DHL-PAKETMARKEN [...] um Postwertzeichen (wie z. B. Briefmarken, Ganzsachen mit eingedruckten Wertstempeln), mit denen ein Entgelt für "Irgendetwas" im Voraus bezahlt werden kann/ konnte oder lediglich um eine Art Hinweisaufkleber (wie z. B. Luftpost-, Einschreib-, Wertzettel)? Gibt es dazu Katalogisierungen?

Meinem Verständnis nach handelt es sich bei den gezackten Exemplaren aus Beitrag [#1] und [#2] um Wertzeichen, allerdings nicht für Briefe/Karten sondern für Pakete, welche im Voraus in einer Filiale der Post bzw. DHL gekauft werden/wurden und einen Verweis auf die Leistungsart tragen ( "DHL bis 10 kg").

Für andere Länder hat der Schwaneberger Verlag (Michel) Paketmarken katalogisiert, bspw. verschiedene Ausgaben aus frankophonen Staaten mit Aufdruck "Colis postaux", welche im Anhang zum jeweiligen Land gelistet werden (Bsp. Bénin, Elfenbeinküste, Kongo (Kinshasa) und als Sonderlöckchen die Eisenbahnpaketmarken und Zeitungspaketmarken für Belgien).

Zur linken "Paketmarke" aus Beitrag [#2] bin ich überfragt.

Gruß
Stefan
 
lueckel2010 Am: 26.11.2021 00:00:25 Gelesen: 230# 4 @  
@ Stefan [#3]

Guten Abend, Stefan,

vielen Dank für Deine Einschätzung. Auch ich denke, dass man zumindest die rechts abgebildete Paketmarke als Postwertzeichen bezeichnen sollte, da damit doch wohl ein Entgelt für eine Postsendung (hier ein Paket bis zu einem Gewicht von 10 kg) vorausbezahlt wurde.

Michel zeigt in der Tat keine klare Linie:

Rollenservicemarken (mit denen das Zusatzentgelt beim Paket-/ Päckchenversand in Rollenform bezahlt werden kann) sind im Deutschland-Spezialkatalog notiert. Vermutlich dadurch haben sie es auch in die Nachträge zumindest eines Produzenten von Vordruckalben (SAFE) geschafft. Andere Paketmarken wiederum sind im Michel-Ganzsachenkatalog(?) gelistet.

Vielleicht kann ein Spezialist/ Postgeschichtler ja auch noch etwas zu der links abgebildeten Paketmarke [#2] sagen. Lassen wir uns überraschen.

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
Stefan Am: 26.11.2021 11:11:09 Gelesen: 195# 5 @  
@ lueckel2010 [#4]

Michel zeigt in der Tat keine klare Linie:

Ich hatte es nicht so explizit geschrieben, aber ja - dieser Gedanke ging mir ebenfalls durch den Kopf, als ich die Zeilen zum Beitrag [#3] schrieb. Mich irritierte ebenfalls (etwas), dass die Rollenservicemarken im Anhang zur Bundesrepublik im Michel Deutschland-Spezial (hier Ausgabe 2017, Band 2) aufgeführt werden, die Paketmarken aus Beitrag [#1] und [#2] mit der Angabe der Nominale (Serviceart) allerdings nicht.

Die Rollenservicemarken sind meinem Eindruck nicht für Briefe sondern für Pakete gedacht, ergo geht eine bereits bestehende Michel-Katalogisierung für Deutschland bereits Richtung Paket. Ausgaben von DHL als Tochterunternehmen des Konzerns Deutsche Post wären damit katalogisierungsfähig.

Ist einem mitlesenden Sammler ein Argument bekannt, was gegen eine Katalogisierung der gezackten Aufkleber (Wertzeichen) aus Beitrag [#1] und Beitrag [#2] spräche?

Danke.

Gruß
Stefan
 
Araneus Am: 26.11.2021 15:21:13 Gelesen: 162# 6 @  
@ Stefan [#5]

"Die Rollenservicemarken sind meinem Eindruck nicht für Briefe sondern für Pakete gedacht"

Hallo Stefan,

das ist nur teilweise richtig. Rollenservicemarken konnten auch auf Päckchen verklebt werden.

In der Broschüre "Leistungen und Preise - Preisliste Stand 1. Januar 2008" heißt es beispielsweise auf Seite 60 unter der Rubrik DHL-Päckchen:

"Für den Rollenversand ist eine industriell gefertigte quaderförmige Beförderungshilfe notwendig. Beim Versand ohne Beförderungshilfe benötigen Sie eine Rollenservicemarke, die in allen Filialen zum Preis von 1,50 EUR erhältlich ist."

Damit war der Einsatz solcher Marken vielseitiger als der der reinen Paketmarken, sie konnten zum Beispiel auch zusammen mit Postwertzeichen verklebt werden.

In der aktuellen Ausgabe der gleichnamigen Broschüre heißt es:

"Der Versand von Rollen ist nur bei Päckchen M zulässig; es muss zusätzlich ein Rollenzuschlag hinzugebucht werden".

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Richard Am: 27.11.2021 12:09:19 Gelesen: 110# 7 @  
@ Stefan [#5]

Ist einem mitlesenden Sammler ein Argument bekannt, was gegen eine Katalogisierung der gezackten Aufkleber (Wertzeichen) aus Beitrag [#1] und Beitrag [#2] spräche?

Ja, die ständige Aufblähung der Kataloge. Als ich die ersten Erfahrungen als Sammler machen durfte, bestand der Europa Katalog aus einem Band, jetzt sind es 16 Bände.

So wird es auch mit dem Michel Deutschland Spezial sein, in welchen die Paketmarken aufgenommen werden und der in den nächsten Jahren auf 3 Bände erweitert wird.

Schöne Grüsse, Richard
 
Stefan Am: 27.11.2021 20:28:18 Gelesen: 80# 8 @  
@ Richard [#7]

Ja, die ständige Aufblähung der Kataloge.

...

So wird es auch mit dem Michel Deutschland Spezial sein, in welchen die Paketmarken aufgenommen werden und der in den nächsten Jahren auf 3 Bände erweitert wird.


Das "Aufblähen" der Kataloge kommt auch ohne eine Katalogisierung von Paketmarken zustande. ;-)

Als ich die ersten Erfahrungen als Sammler machen durfte, bestand der Europa Katalog aus einem Band, jetzt sind es 16 Bände.

In meiner Anfangszeit waren es drei Europa-Kataloge (2x Europa-West, 1x Europa-Ost). Seinerzeit (sowohl bei dir als auch bei mir) gab es ein paar Staaten weniger in Europa (Bsp. Nachfolger der UdSSR und Jugoslawien) und seinerzeit waren jeweils ein paar Jahrzehnte Briefmarkenausgaben je Land noch nicht emittiert (und damit auch noch nicht erfasst). Selbst hypothetisch angenommen: eine jahrzehntelange sehr moderate Ausgabepolitik je Staat (Bsp. 20 Briefmarkenhauptnummern/Jahr) hätte unweigerlich irgendwann zu einer weiteren Aufteilung der Europa-Kataloge geführt.

Gruß
Stefan
 
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