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Thema: Britische Kolonien in Kanada: Marken bestimmen
10Parale Am: 27.12.2021 19:31:42 Gelesen: 647# 1 @  
Die folgende Marke hat links oben einen deutlichen, etwa 3 - 5 mm senkrechten Riss neben der Nominalen 2.

Nun, da könnte man ja eine Reparatur vornehmen, also nicht im Sinne einer Fälschung, sondern um die marke "wiederherzustellen", falls dies erlaubt ist.

Dennoch oder vielleicht gerade deshalb ist die Marke auf mein Interesse gestoßen. Erstens konnte ich sie im Michel Online Katalog nicht finden, zweitens hat sie am rechten Rand einen Hinweis auf die Druckerei, wenn ich mich nicht irre. Ich habe das mal vergrößert und ich kann soviel lesen wie:

"American Banc Note C?? New York".

Kann mir jemand etwas über die Katalogisierung der Marke sagen?

Liebe Grüße

10Parale



 
Ilves2020 Am: 27.12.2021 20:37:39 Gelesen: 638# 2 @  
@ 10Parale [#1]

Hallo,

bei der Marke müsste es sich um die Michel-Nr. 11 aus dem Satz mit den Nummern 10-15 von 1859 handeln.

Im MOK sind die Ausgaben der Britischen Kronkolonie von 1851 - 1859 unter Kanada (Britische Kolonien) aufgeführt. Die Dominion of Canada wurde ja erst am 1. Juli 1867 gegründet.

In meinem älteren Michel Nordamerika-Katalog ist als Druckerei die American Bank Note Co., New York angegeben, Das passt dann auch zu Deiner Marke. Wie sich das drucktechnisch verhält, ob die Bögen den Druckereinamen an einem oder mehreren Rändern trugen etc., weiß ich leider nicht.

Einen schönen Abend!



[Beiträge [#1] und [#2] redaktionell verschoben aus dem Thema "Marken bestimmen: Kanada]
 
10Parale Am: 28.12.2021 13:30:11 Gelesen: 589# 3 @  
@ Ilves2020 [#2]

Genau so ist es, vielen Dank für die Hilfe! Ich werde das Thema weiter im Auge behalten und vielleicht bietet sich für den Markenrand auch mal eine Erklärung. Dabei habe ich nun 2 weitere Marken,- auch keine Schönheiten -, aus dem selben Satz ausfindig machen können, demnach die Nr. 10 und 14.

Liebe Grüße

10Parale


 
Holzinger Am: 28.12.2021 14:04:15 Gelesen: 584# 4 @  
@ 10Parale [#1]
@ Ilves2020 [#2]

Sie gehört lt. Scott zu Kanada (Nr. 20) und ist von 1864. Der sonstige Satz (14-19) ist von 1859. Preis - je nach Farbe (rose/deep clared rose) - 250,- bzw. 300,-US-$. Scott-Preise sind "reale" Preise, hier aber für einen einwandfreien (zeitgerechten) Zustand.

Die nachträglichen beiden Bilder sind von 1859 die Nr. 14 und 18, aber deutlich billiger (im 100,- US$-Bereich / auch farbabhängig).

Zur Druckerei: Ja, die ABN (American Bank Note) hat, wie andere US-Druckereien auch - für fremde Staaten gearbeitet. Allerdings habe "ich" eine derartige Kennzeichnung auf einer Marke auch noch nirgendwo gesehen.
 
Martin de Matin Am: 28.12.2021 17:31:56 Gelesen: 558# 5 @  
@ 10Parale [#1]
@ Holzinger [#4]

Druckvermerke auf Marken sind nicht so ungewöhnlich, sie stammen vom Rand des Bogens und sind je nach der Position der Zähnung / des Durchstichs nur teilweise sichtbar. Von anderen Ländern des amerikanischen Kontinent habe ich schon welche gesehen. Von Brasilien habe ich mehrere Stücke von diesen zeige ich unten eine 50 Reis-Marke von 1879. Ich finde solche Stücke schon viel interessanter als eine normale Marke.



Gruss
Martin
 
Atzinator Am: 29.03.2022 23:04:25 Gelesen: 376# 6 @  
Guten Abend allerseits,

Bei folgender Marke sollte es sich eigentlich um Michel Nr. 14 handeln, allerdings ist sie dort ausschließlich mit violett angegeben. Auch wenn auf dem Foto nicht so gut ersichtlich, ist meine eindeutig eher hellblau. Kann die Farbe sich über die Jahre so sehr verändern?



Sollte eine höhere Qualität nötig sein, reiche ich sie gerne nach. Vielen Dank bis hierhin aber wie immer!
 
Lars Boettger Am: 30.03.2022 07:10:09 Gelesen: 361# 7 @  
@ Atzinator [#6]

Ja, ein bis zwei Monate in der Sommersonne reichen aus, damit sich eine Farbe entsprechend verändert. Der Rotanteil müsste aus Deiner Marke fast komplett verschwunden und nur noch die blaue Farbe ist übrig. Wenn man sich noch an Briefmarkengeschäfte zurückerinnert, da gab es die sogenannten "Schaufenstermarken", die sich nach ein paar Wochen farblich veränderten und blasser wurden.

Eventuell gibt es auch chemische Prozesse, die einen entsprechenden Einfluss auf den Farbeindruck haben, aber das wäre schon komplizierter.

Beste Grüße!

Lars
 
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