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Thema: Internationale Briefmarken Börse Ulm vom 27. bis 29.10.2022
Das Thema hat 142 Beiträge:
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Stefan Am: 27.10.2022 09:58:05 Gelesen: 4015# 118 @  
Der Stand Nummer 80 ist auf der Messe in Ulm eingerichtet, aktuell noch etwas improvisiert:



Die Besucher können kommen!

Schöne Grüße Brigitte, Richard und Stefan
 
drmoeller_neuss Am: 29.10.2022 22:03:03 Gelesen: 3622# 119 @  
Nun sitze ich im Zug von der Rückfahrt aus Ulm und die Bahn ist bis jetzt pünktlich (das kommt bisweilen auch vor). Das Thema ist aber nicht die Bahn, sondern die Briefmarkenmesse Ulm, und dort hat alles reibungslos geklappt, sieht man einmal von der Deutschen Post ab, der die Briefmarken am ersten Tag ausgegangen sind. Zum Glück wurde aus Weiden schnell Nachschub besorgt.

Die Händler waren mit dem Andrang und dem Umsatz sehr zufrieden, auch wenn der Freitag und Samstag deutlich ruhiger waren als der erste Tag. Richard, Stefan und Brigitte hatten an ihrem Stand immer viel Besucher, aber Richards Vortrag über die Zukunft der Philaseiten war entgegen aller Befürchtungen und Planungen nicht überfüllt. Viel Neues wurde aber verlautet, wer nicht da war, hat nichts versäumt, ausser die von Richard spendierten Getränke.

Auch "mein" zweiter Vortrag von Jürgen Olschimke über die modernen Fälschungen von Briefmarken und die Gegenmaßnahmen der Deutschen Post war nicht überlaufen, dabei wäre das Thema gerade für Frankaturhändler sehr wichtig. Das Salz in der Suppe waren die persönlichen Gespräche mit anderen Philaseiten-Mitgliedern. Ich habe mich gefreut, einige Gesprächs- und Handelspartner einmal persönlich kennenzulernen.

Der Standort "Messe Ulm" ist ideal und niemand dürfte das Verkehrschaos von Sindelfingen nach der Abreise vermisst haben. Die Hotelpreise sind aber ähnlich gesalzen, wenn man in der Nähe der Messe logiert hatte. Einige Besucher haben schon für das nächste Jahr vorgemerkt.

Die Messe ist absolut barrierefrei und Parkplätze und die Straßenbahn sind fast direkt vor der Haustür. Im Übrigen ist Ulm selbst eine Reise wert, nicht nur wegen des höchsten Kirchturmes der Welt, sondern auch wegen der Altstadt und des Fischerviertels mit dem berühmten "schiefen Haus". Baupfusch gab es schon vor hunderten von Jahren.

Die Postverwaltungen hatten deutlich abgespeckt, die meisten Länder waren durch Agenturen vertreten oder hatten einen Gemeinschaftsstand. Ansonsten waren die üblichen Verdächtigen da: Katalog- und Albenverlage und Auktionshäuser. Die meisten Händler sind von Tauschtagen bekannt, leider ist die Messe nicht mehr so international wie früher. Außer einem australischen Auktionshaus waren alle anderen Händler vom Kontinent. Die Reisekosten sind inzwischen ein erheblicher Kostenfaktor, was auch den ein oder anderen Händler aus Norddeutschland abgeschreckt haben dürfte. Das Sortiment nähert sich immer mehr einem großen Tauschtag, an den meisten Ständen gab es Wühlkisten mit Belegen und Kartons mit Restsammlungen.

Die Ausstellung war gut organisiert und bot viel interessante Exponate. Wie üblich interessierten sich dafür nur wenige Besucher. Die Arbeitsgemeinschaften konnten sich hingegen nicht beschweren: es wurde viel Literatur verkauft und das ein oder andere neue Mitglied konnte gewonnen werden.

Wirklich zu kritisieren gibt es wenig: die Prozedur am Eingang mit einem Stempel auf den Handrücken erinnert mich eher an eine Jugend-Dorfdisco als an eine internationale Messe. Beim Ablauf in der Cafeteria ist auch noch Luft nach oben, und der 5-Euro-Gutschein wurde nicht von allen Händler akzeptiert (warum ist das eigentlich nicht verpflichtend, oder warum subventionieren einige Händler ihre anderen Kollegen?).
 
22028 Am: 30.10.2022 10:59:05 Gelesen: 3379# 120 @  
@ drmoeller_neuss [#119]

Ich stimme absolut zu, ich könnte auch was negatives sagen

Ironie-Schalter an:
Das Essen, insbesondere die Currywurst hat mir nicht geschmeckt, die Kaffeetassen waren zu klein gewesen, die Händler hatten nichts für meine Sammelgebiete, die Auktionatoren, die bräuchte ich auch nicht, die kann man anschreiben, und wie sagte ein gefühlt 80 jähriges Ehepaar, "in Sindelfingen vor 3 Jahren war das Essen billiger und es kostete keinen Eintritt". Mein Einwand dass man den Eintritt meist beim Händler rückerstattet bekomme, wurde gekontert, dass man dann ja dort kaufen muss. Nun, warum geht man auf eine Messe?
Ironie-Schalter aus:

Bei der REMSMA 2022 und den Postgeschichtlichen Tagen wurde vieles und tolles geleistet. Auch die Arbeitsgemeinschaften waren zahlreich vertreten.

In Kürze, auch wenn ich nichts für meine Sammlungen gefunden habe, ich war 2 mal dort, fast 1000 km Auto gefahren, die persönlichen Kontakte "unbezahlbar".
 
Nordluchs Am: 30.10.2022 11:33:11 Gelesen: 3346# 121 @  
Hallo zusammen,

nach der Rückkehr von der Ulmer Messe, auf der wir (Angelika2603 und Nordluchs) etliche Forumsmitglieder persönlich kennenlernten. Es waren Brigitte, Richard, Drmoeller_neuss, Edwin (epem7081), Volkimal, Journalist, Heinrich, TeeKay, Brandhuber und Stefan den wir aber anderweitig schon kannten. Jürgen Witkowski und Jürgen Zalaszewski gehören natürlich auch zur Aufstellung.

Vielen Dank an die beiden erstgenannten für den schönen Abend am Donnerstag.

Viele Grüße
Angelika und
Hajo
 
TeeKay Am: 30.10.2022 13:55:02 Gelesen: 3252# 122 @  
Die Messe war für mich sehr ergiebig. Für meinen Auftraggeber Norbert G. konnte ich ein umfassendes Dossier über Richard anlegen. Vermutlich wird Guido Knopp das Material für eine neue Doku-Reihe "Ebert - Wie er wirklich war!" verwenden. Nach einem Gespräch mit Stefan habe ich am darauffolgenden Tag meinen Bestand an Mischfrankaturen von Freistempler+Marke versechsfacht. Ich konnte in Erfahrung bringen, dass Dr. Möller-Neuss gar nicht Dr. Möller-Neuss heißt, sondern aus Neuss kommt. Die im Forum ausgetragenen Zwistigkeiten konnten endlich persönlich ausgekämpft werden, woraufhin er mit seinem Fahrrad Reißaus nahm und seine Fluchtroute nur anhand der aufgewirbelten Blätter nachvollzogen werden konnte. Und mit Frankenjogger konnte vereinbart werden, dass wir durch subversive Absprache künftig Seltenheiten abwechselnd zum Untergebot kaufen werden, statt uns gegenseitig hochzubieten. Bis Essen trainiere ich nun täglich für den Showdown mit bovi, dem ultimativen Endboss.

[Redaktionelle Anmerkung; dieser Beitrag ist humorvoll gemeint]
 
BeNeLuxFux Am: 30.10.2022 14:02:17 Gelesen: 3245# 123 @  
Hallo,

ich sitze gerade im Zug nach Hause und wollte auch mein Fazit teilen.

Wir verbrachten eine Urlaubswoche in Ulm und hatten so genug Zeit, um Stadt und Umgebung wandernd und per Velo zu erkunden. Nebenbei wurde auch noch dem Geocoaching gefrönt. Von der Warte aus gesehen, ist der Standort Ulm, zumindest für mich und meine bessere Hälfte gut gewählt. Es gibt nebenbei einfach viel zu erkunden und zu erwandern.

Doch komme ich mal zum Wichtigsten, der Messe. Diese war für mich die erste, die ich besuchte und so war ich gespannt, wie es sein würde. Vorneweg, ich wurde nicht enttäuscht. Für die Exponate hatte ich genügend Zeit eingeplant, und kam letztlich doch nicht dazu, alles in aller Tiefe anzuschauen. Trotzdem war ich begeistert über das Gezeigte. Die Vorfreude auf Essen '23 hat sich so bei mir schonmal gesteigert.

Die Händler vor Ort hatten für jeden Geldbeutel etwas dabei und so konnte ich auch in Belegwühlkisten einige schöne Schnäppchen ergattern. Mir macht es jedenfalls Spaß, auch in solchen Kisten zu suchen. Jäger und Sammler.

Das Beste aber war letztlich der Austausch mit anderen Sammlern und das Kennenlernen von Personen hier aus dem Forum. So konnte ich mich endlich mal kurz mit Richard und Stefan unterhalten und auch Eric Scherer für sein Bemühen um die Zoom-Sessions Dank und Respekt zollen. An den Arge-Ständen kam ich mit einigen ins Gespräch und habe mich mit etwas Literatur versorgt. Auch der Austausch mit ‚meinen‘ Argen vor Ort war wirklich herzlich und so hat mich ‘Journalist‘ Jürgen Olschimke gleich zum weiteren Austausch an den Stand geholt. Daneben habe ich endlich auch mal Lars Böttger persönlich kennengelernt.

All diese persönlichen Kontakte und der Spaß und die Hingabe dabei, haben mir auf jeden Fall nochmal einen weiteren Anstoss zum Sammeln gegeben.

Danke an alle, beste Grüße und bis zum nächsten Mal,
Stefan

Edit: Das Einzige, was mich etwas enttäuscht hat, waren fehlende Messepreise bspw. bei Michel. Da habe ich auf ein Schnäppchen gehofft. Ich bekomme zwar wöchentlich in deren Newsletter gut vergünstigte Angebote, aber auf der Messe gab es alles nur zum Originalpreis.
 
drmoeller_neuss Am: 30.10.2022 14:24:52 Gelesen: 3221# 124 @  
@ TeeKay [#122]

Ich habe mich wirklich gefreut, abends am Tisch mit jungen Sammlern zu sitzen, die nicht nur philatelistisch mit beiden Beinen im Leben stehen ("selbst und ständig" im Gegensatz zu mir als reiner Gehaltsabholer, der die Kravatte in die Schreibtischschublade klemmt, damit er beim Einschlafen nicht mit dem Kopf auf die Tastatur knallt). Endlich habe ich TeeKay einmal persönlich kennen gelernt.

Der Abend war ein Lehrbeispiel von "Social Philately": Eigentlich wollte Stefan die Heimatsammlung von Burghaun präsentieren. Burghaun liegt im Hessischen, im früheren Zonenrandgebiet und ist die Geburtsstadt des Gründers der Philaseiten Richard Ebert. Gezeigt wurde aber eine Heimatsammlung "Richard Ebert"; bei jeder Postkarte konnte Richard eine Geschichte erzählen, manche der Empfänger kannte er noch persönlich und das ein oder andere Poststück aus der Firmengeschichte der Richard Ebert AG war auch dabei, wie nicht eingelöste Schecks mit dem Abdruck rostiger Büroklammern (das Glück hatte ich nie im Leben, dass der Empfänger meinen Scheck nicht eingelöst hatte). Zum Glück war Wolfgang Maassen nicht mit am Tisch, sonst würde im nächsten Jahr zur IBRA ein 426-seitiges Werk über die Geschichte der Philaseiten und ihrer Protagonisten erscheinen.

Die Kontakte sind das wichtigste an der Messe, das heisst, Gespräche mit Leuten, die man nicht an den eigenen Tauschtagen trifft und die den eigenen Horizont erweitern. So habe ich alles mögliche über die nordischen Staaten gelernt.

Das Angebot der Händler lohnt nicht die weite Reise, aber die Wühlkisten kann man sich ja zwischen den Gesprächen anschauen.

Man sieht sich zur IBRA 2023. :)
 
Student Am: 30.10.2022 15:36:21 Gelesen: 3153# 125 @  
Ich war mit 8 Vereinsmitgliedern am 27.10 in Ulm. Mein Fazit: An Sindelfingen kommt diese Messe nicht. Zu klein, überwiegend nur Belege. Der Poststand minimalistisch, kein vernünftiges Angebot. Für reine Briefmarkensammler wie mich keine Sitzgelegenheiten um in Ruhe zu suchen.

Von einem Händler (kein kleiner) wurde ich wegen den Marken die ich wollte gar nicht bedient. Zur Gastronomie, naja, anstellen zum bezahlen, dann anstellen um seine Getränke abzuholen, bekomme eine halb eingeschenkte Tasse, werde dann dumm angeschaut weil ich eine volle wollte.

Und dann der Hammer, auf die Tasse und den Gläsern zahlst du 1 € Pfand. Kein Problem, das kommt erst wenn die Tasse oder das Glas leer ist. Es gehen Mädels umher, die die leeren Gläser, Tassen ohne Pfandrückgabe mitnehmen wollen. Das sind keine Fremden sondern Angestellte, die die Tische auch reinigen. Fazit nie mehr Ulm.
 
Altsax Am: 30.10.2022 16:24:30 Gelesen: 3095# 126 @  
@ Student [#125]

Du hast noch einiges vergessen:

- die Außentemperaturen waren zu hoch, die Sonne zu grell
- die Kuchenstücke zu klein
- die Sofas im Eingang zu hart
- ...
 
22028 Am: 30.10.2022 16:30:30 Gelesen: 3090# 127 @  
@ Student [#125]

Kunden wie Dich hat auch keine Messe verdient.

Ich vermute mal die Ausstellungen hast Du Dir auch nicht angesehen.
 
TeeKay Am: 30.10.2022 16:39:29 Gelesen: 3072# 128 @  
@ Student [#125]

Der Post-Stand kommt nicht an Sindelfingen heran, weil die Post ihren Service für Philatelisten insgesamt auf ein Minimum zusammenschrumpfte und das ganze eher ein Alibi-Service ist. Sitzgelegenheiten könnten bei einer Veranstaltung, deren Besucher überwiegend 60+ sind, in der Tat ausgebaut werden. Das denke ich mir auch jedesmal, wenn ich eine Weile vor Ausstellungsrahmen stehe. Wenn mir das Stehen mit <40 Jahre schon nach einer Weile lästig wird, kann ich verstehen, warum beim Durchschnittsalter der Messebesucher nicht mehr Menschen vor den Rahmen stehen: es geht einfach rein körperlich nicht.

Keine Ahnung, welche Einzelmarken du haben wolltest. Ein Händler zahlt für einen 30 m² Stand (also etwa die Größe von 1,5 Parkplätzen - das ist nicht viel) 3.400 Euro. Dazu vielleicht 1.000 km Anfahrt mit Transporter = 800 Euro Vollkosten. Dazu mindestens 2 Personen à 4 Tage inkl. Hotel, Essen = min. 2.000, eher 3.000 Euro. In der Zeit ist ein eventuelles Ladengeschäft zu und/oder der Versandhandel ruht. Macht also zwischen 6.000 und 7.000 Euro Kosten für einen Mini-Stand - Schwund/Diebstahl und Umsatzausfall durch geschlossenen Laden-/Versandhandel nicht mitgerechnet. Bei größeren Ständen dürften die Kosten linear skalieren, da mehr Mitarbeiter und größere Transporter benötigt werden und Stände teurer werden, je mehr Seiten zugänglich sind. Dann kriegen viele Kunden mit mehr als 50 Euro schon rabattierten Umsatz 5 Euro Extra-Rabatt, weil sie den Gutschein von der Eintrittskarte einlösen wollen. Also pro Messetag konservativ gerechnet 2.000 Euro Kosten ohne Rabatte, die wieder hereingeholt werden müssen. Es müssen also 2.000 Euro Marge (nicht Umsatz) gemacht werden, bevor der erste Cent verdient wird. Wenn dann nach einer postfrischen 5 Pf. Bund Sehenswürdigkeiten gefragt wird, während an der anderen Ecke des Standes Interesse an DR Block 2 besteht und an der dritten Ecke jemand aussieht, als wolle er stehlen, kann ich verstehen, dass man dir den Verkauf der Einzelmarke verweigert.

Wenn dir das Gastro-Angebot nicht passt, kannst du dir etwas selbst mitbringen. Führt auch dazu, dass sich der Messebetreiber irgendwann fragen muss, wie er den Service verbessert.
 
nagel.d Am: 30.10.2022 16:43:05 Gelesen: 3061# 129 @  
@ Nordluchs [#121]

Meine Wenigkeit hast du vergessen. Ich war auch da, aber ok ich bin nicht wirklich der Typ, der gern öffentlich darum wirbelt.

Resümee der Messe:

Es gab positives und negatives zur Veranstaltung, ich denke von beiden Seiten (Aussteller und Händler). Hier habe ich in der ein oder anderen Veranstaltung in den Konferenzräumen schon Veränderungen gehört. Positiv war wohl auch, dass man mal wieder neue Kontakte knüpfen konnte und sich mit vorhandenen Kontakten austauschen konnte und das von Angesicht zu Angesicht.

Hier auch mal an Richard nebst Team ein großes Lob.
 
Baber Am: 30.10.2022 17:57:32 Gelesen: 2962# 130 @  
Ich war auch auf der Messe und habe bei der REMSMA ausgestellt. In der Postgeschichte mit dem Titel: "Von Südrhodesien nach Simbabwe, der lange Weg zur Unabhängigkeit 1964-1980". Wie immer hauptsächlich für die Juroren, die mich mit Gold bewertet haben. Obwohl mein Titel im Katalog und auf dem Ausstellungsrahmen verhunzt war. Statt Südrhodesien stand dort Südhodesien.

Im anschließenden Jurorengespräch konnte in viel konstruktive Kritik und Tips mitnehmen.

Mit wundert die Nörglerei viele Mitglieder über Ulm. Ich finde die Räumlichkeiten und die Lichtverhältnisse waren viel besser als in Sindelfingen. Besonders für die Händler war es sicher eine Erleichterung, dass sie ebenerdig mit den Transportwagen bis zum Stand rollen konnten und das Auto direkt vor der Tür stand. Die Verkehrsanbindung ist auch 100 mal besser, denn die Straßenbahn fährt alle 10 Minuten vom Hauptbahnhof bis vor die Eingangstür.

Ich war mit dem Gastronomieangebot zufrieden. Es gab immer frei Sitzplätze an Tischen und ein besseres Angebot als in Sindelfingen, wo ich immer auswärts zum Essen gegangen bin.

Richards Sorge, dass der Raum für sein Treffen am Freitag nicht ausreicht, war unbegründet. Viel Neues gegenüber den Ankündigungen in den Philaseiten hat man allerdings nicht erfahren.

Ich hoffe, dass sich die Messe für die Veranstalter gelohnt hat und im nächsten Jahr wieder in Ulm stattfindet.

Gruß
Bernd
 
22028 Am: 30.10.2022 18:21:21 Gelesen: 2926# 131 @  
@ Baber [#130]

Bernd,

absolute Zustimmung was die Nörgler betrifft und Glückwunsch zu Deinem Ergebnis. Ich hatte auch ein Jurorengespräch und konnte danach, trotz der 93 Punkten die mein Exponat erhielt, einige Fragen bzw. Unsicherheiten meinerseits, geklärt bekommen.

Nun gehts hoffentlich gleich weiter bei der NAPOSTA 2023 in Trier, Lars Böttger, der in Ulm bei der Postgeschichte Live jurierte, hat mich davon "überzeugt".

Hier noch Bilder des Exponates und der Preisverleihung nachreichen.


 
Stefan Am: 30.10.2022 21:23:23 Gelesen: 2719# 132 @  
Ich bin nun auch heute wieder zuhause eingetroffen. Vieles zur Messe ist hier bereits geschrieben worden. Ich habe mich ebenfalls auf das Wiedersehen gefreut. Drei Jahre Abwesenheit seit 2019 waren eine lange Zeit. Ich hoffe, dass die Corona-Pandemie nicht allzu viele Nachwirkungen nach dieser Messe nach sich ziehen wird. Auch die Philatelie ist an manchen Stellen wie ein großes Dorf und Messen wie in Ulm bieten sich an, sich persönlich kennenzulernen und zu treffen.

Am Tag des Aufbaus (Mittwoch, 26.10.2022) sah es um 15:00 Uhr nachmittags noch wie folgt aus:



Eine Stunde später standen die Tische und das Sideboard war an der rückseitigen Stellwand befestigt, gegen 18 Uhr ein Teil der bestellten Stühle vorhanden. Brigitte und Richard wollten um 16 Uhr eintreffen und mit der Einrichtung des Messestandes beginnen.

Zwischenzeitlich war Herr Schaile vom Landesverband Südwest (wiederholt) in der Halle herumgegangen und hatte sich einen Überblick zum Stand der Dinge verschafft. Der Landesverband Südwest war für den nichtkommerziellen Teil der Briefmarkenmesse in Ulm zuständig. Auch bei sonstigen Dingen rund um den Stand war Herr Schaile der Ansprechpartner, welcher dafür sorgte, dass die Problemchen meist zeitnah geklärt werden konnten. An dieser Stelle sei Dieter Schaile vom Landesverband Südwest nochmals ausdrücklich für seine Hilfe gedankt!



Der fertig eingerichtete Stand am Donnerstag (erster Messetag) - Richard im Gespräch mit Mitglied Heinz_7 vertieft.

Für Brigitte und Richard war die Messe mit Sicherheit auch ein großes Wiedersehen. Speziell für Richard war es wichtig gewesen, Mitglieder zu treffen, alte Bekanntschaften zu erneuern und diese zu pflegen. Die diesjährige Messe in Ulm war auch eine großartige Gelegenheit, das Thema zukünftiger Werbung im Forum persönlich anzusprechen und potentielle Kunden in einem direkten Gespräch zu akquirieren. Üblicherweise war Richard an allen drei Messetagen immer mit einem Messeteilnehmer (Sammler, Verbandsmitglied oder Händler) in einem Gespräch vertieft.

Ich fand die Messe in Ulm kleiner und kompakter als in Sindelfingen, allerdings war bspw. auch das Angebot der Händler gut gewesen. Die ArGen hatten meinem Empfinden nach sehr viel zu tun gehabt.

@ drmoeller_neuss [#124]

Der Abend war ein Lehrbeispiel von "Social Philately": eigentlich wollte Stefan die Heimatsammlung von Burghaun präsentieren.

Als Ergänzung zum besseren Verständnis für die Leser im Forum: Ich hatte im vergangenen Jahr einige Kartons Material bei Richard abgeholt, u.a. viele Belegekisten. Richard ist spätestens seit 1987 auch Heimatsammler von Burghaun und hat viel gekauft, allerdings allgemein wenig Zeit gehabt, dieses Material vernünftig aufzuarbeiten (das war spätestens für die Zeit im Ruhestand geplant gewesen). Da Richards Firma auch mehr als drei Jahrzehnte in Burghaun ansässig war, hat Richard entsprechend Post bekommen bzw. unzustellbare Sendungen seiner Firma zurückerhalten; ein Teil dieser Sendungen (teils mit Briefinhalt) ist erhalten geblieben. Sämtliche Belege, lose Briefmarken mit einer Stempelentwertung sowie Ansichtskarten, welche irgend einen Bezug zu Burghaun enthalten, wurden entsprechend aufbereitet in einem dicken Aktenordner vorsortiert. Richard hat sich am letzten Messeabend (Freitag) nach dem Abendessen den Ordner angesehen und viele enthaltene Stücke vor anwesenden Gästen erklären können. Einige Belege waren auch an seine Mutter bzw. seinen Vater adressiert. :)

Gruß
Stefan
 
drmoeller_neuss Am: 30.10.2022 21:36:56 Gelesen: 2700# 133 @  
@ TeeKay [#128]

Danke für die kaufmännische Rechnung. Die Standgebühren in Deutschland sind in der Tat eine Herausforderung für Händler. Damit es sich wirklich lohnt, muss man schon 50.000 EUR und mehr umsetzen. Das setzt aber voraus, dass man ein vielfaches an Ware mitbringt, denn es wird nicht alles verkauft. Viele kleine Händler haben gar nicht so viel Material, und können einen Messestand nicht wirtschaftlich betreiben. Der APHV-Gemeinschaftsstand ist sicher ein guter Kompromiss, richtet sich aber nur an Verbandsmitglieder.

Die Antwerpfila im belgischen Antwerpen ist von der Aufmachung und Umfang her mit der Messe Ulm zu vergleichen. Die Stände sind aber fast ausschliesslich von Händlern belegt, es war lediglich die belgische Post vertreten und wenige Auktionshäuser. Die Standgebühren betragen etwa ein Fünftel der einer deutschen Briefmarkenmesse, die Hotel- und Reisespesen dürften vergleichbar sein.

Die Antwerpfila ist aber eine reine Verkaufsmesse ohne angeschlossene Ausstellung und Ständen von Arbeitsgemeinschaften. Es wird also die ganze Fläche an vollzahlende Händler verkauft.

Hier gab es übrigens genügend Stühle. Keine Luxuspolstersessel, sondern Camping-Klappstühle. Das wäre in Ulm auch machbar, zumal die Gänge zwischen den Ständen recht breit sind.

Zum Thema Cafeteria in Ulm: Dazu habe ich mich bereits geäussert. Ich habe aber für die Pfandregelung Verständnis, als Betreiber hätte ich auch keine Lust, nach Feierabend mein Geschirr in den Messehallen und im Donaupark einsammeln zu dürfen.

Aber wem es nicht passt, der bringt seine eigene Vesper mit und hat umso mehr Zeit an den Ständen.
 
Heinz 7 Am: 31.10.2022 08:06:54 Gelesen: 2468# 134 @  
@ Stefan [#132]

Lieber Stefan,

es war mir eine besondere Freude, auch mit Dir einmal die Gespräche vertiefen zu können und Dich (und Brigitte!) besser kennen lernen zu können. Richard kenne ich ja seit Gotha persönlich und wir sind uns schon gelegentlich "über den Weg gelaufen". Meistens aber war und ist Richard "schwer beschäftigt", und so ergaben sich selten ausführliche Gespräche. Schön, dass es dieses Mal wieder einmal geklappt hat.

Dein Angebot, die "Burghaun"-Sammlung von Richard mit mir genauer anzusehen, habe ich gerne wahrgenommen. Da sind, im langen Sammlerleben, doch ganz schön viele Belege zusammengekommen! Nicht ganz überraschend gefielen mir die ganz alten Belege am besten, aber auch aus der Moderne gibt es sehr viel Schönes! Ich denke hier vor allem an die alten Ansichtskarten oder an den Infla-Beleg mit der Massenfrankatur von 58'000'000'000 Mark.

Ich hoffe sehr, dass Euer sehr arbeitsreiches Geschäftsjahr ein gutes Ende findet und Ihr die Philaseiten neu so ausrichten könnt, dass einerseits nicht zu viel verloren geht, was Richard aufgebaut hat, aber andererseits auch, dass der Aufwand dafür (zeitlich UND finanziell) sich reduzieren lässt, damit er überhaupt geleistet werden kann. Ich danke Dir, Stefan, bereits heute sehr herzlich für Deinen grossen Einsatz, den Du leistest, um dieses phantastische Forum weiterhin betreiben zu können. Selbstredend geht mein Dank auch an Richard und Brigitte.

Euch allen alles Gute und auf baldiges Wiedersehen!
Heinz
 
Jürgen Häsler Am: 31.10.2022 11:48:50 Gelesen: 2305# 135 @  
Hallo an alle,

nochmals ein kurzer Bericht von der Messe in Ulm.

Positiver Gesamteindruck

Obwohl berufsbedingt am Donnerstag erst gegen 12.45 Uhr eingetroffen, konnte ich erfreulicherweise gleich im Foyer beim Verein für Briefmarkenkunde Ulm/Neu-Ulm 1883 e.V. für EUR 10,-- eine Messe-Ganzsache ohne Matrixcode erwerben. Nach diesem "Schnäppchen" steuerte ich zielsicher den Stand der Deutschen Post AG an, um noch einige Exemplare der Ganzsache mit Matrixcode zu erwerben.

Doch meine Enttäuschung war groß, als ich von Sammlerfreunden in der Schlange vor dem Post-Stand erfahren musste, dass die Messe-Ganzsache schon um 12.50 Uhr, also noch nicht einmal 3 Stunden nach der Messe-Eröffnung, bereits ausverkauft war.

Überhaupt war das Angebot der Post mehr als dürftig. Konnte man in Sindelfingen noch nach Herzenslust im gesamten Angebot an "Kartonphilatelie" (Erinnerungsblättern, Gedenkblättern, Jubiläumsbriefen und ähnlichen Produkten) stöbern, so war das Angebot der Deutschen Post in Ulm mehr als überschaubar. Kritisiert wurde auch, dass keine Briefkästen aufgestellt waren, um bereits fertige Belege ohne Schlangestehen mit den entsprechenden Sonderstempeln versehen zu lassen.

Trotzdem war am Donnerstag in Ulm aus meiner Sicht sehr viel Positives zu vermelden. Sofort einen Parkplatz zugewiesen bekommen, die Messe war sehr gut besucht, alles war ebenerdig zu erreichen, auch die Toiletten, das Catering war für meinen Geschmack auch OK. Jede Menge Leute getroffen, gute Gespräche geführt, Kontakte gepflegt, dem Landesring Süd-West eine Briefmarken-Spende für die Jugend übergeben.

Für die Besichtigung der phantastischen Exponate blieb mir leider viel zu wenig Zeit.

Der Empfang des Landesverbandes Südwest war eine echte Bereicherung und hätte mehr Besucher verdient gehabt, die nicht nur das ein oder andere Glas Trollinger und die Butterbrezeln verpasst haben, die nach dem Empfang serviert wurden.

Bernd Meyer, Abteilungsleiter Produktmanagement Frankierung in der Zentrale im Posttower in Bonn, war ebenfalls zu Gast und stand bereitwillig für Auskünfte, Anregungen und Kritik zur Verfügung. Die Bandbreite der behandelten Themen war lang, von dem personell und materiell mager ausgestatteten Post-Stand in der Messe, den fehlenden Briefkästen, den von der Deutschen Post AG nicht gewürdigten aktuellen potentiellen Briefmarken-Themen (z.B. Corona, dem Hochwasser an der Ahr und der Ukraine-Hilfe), der Gestaltung neuer Postwertzeichen wie der David-Bowie-Marke bis hin zu einer klaren Absage an eine Frankaturungültigkeit der Nicht-Matrixcode-Marken der Bundesrepublik Deutschland.

Gerade das letztgenannte Thema war offensichtlich nicht nur mir sehr wichtig, sondern beschäftigte auch eine ganze Reihe anderer Teilnehmer des Empfangs. Dieses "Interview" mit Herrn Meyer hätte gerne noch länger dauern können, denn es gestaltete sich hochinteressant.

Schon vor der Abwicklung der Formalien wie der Verleihung der Urkunden an die Teilnehmervereine zum "Tag der Briefmarke" konnte man übrigens erfreut zur Kenntnis nehmen, dass die Querelen zwischen LV Bayern und LV Südwest offenbar beseitigt sind. Der Wechsel an der Spitze des LV Bayern hat eine Annäherung beider Verbände ermöglicht, die auf ein Wiederaufleben des früheren, sehr herzlichen Verhältnisses beider Verbände schließen lässt. Und das ist eine wirklich gute Nachricht, die neben einem gelungenen, wenn auch nicht perfekten Neustart im Jahr 2022 auf eine erfolgreiche Zukunft der Internationalen Briefmarkenbörse Ulm in den kommenden Jahren hoffen lässt.

Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste IBB Ulm vom 26.-28. Oktober 2023.

Jürgen Häsler
 
Richard Am: 01.11.2022 09:24:33 Gelesen: 1933# 136 @  
Gelungener Neustart: Briefmarken-Börse Ulm begeisterte Tausende Briefmarken-Fans

Lange Schlangen am Eingang und an den Verkaufsständen: Der Neustart der Internationalen Briefmarken-Börse vom 27. bis 29. Oktober 2022 in der schönen Donaustadt Ulm war ein voller Erfolg! Tausende Briefmarkensammler aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland strömten an drei Tagen in die Hallen 1 und 2 der Ulm-Messe und sorgten für zufriedene Gesichter bei den rund 80 Händlern, Postverwaltungen und Zubehörherstellern. Kaum jemand, der nicht von guten bis sehr guten Umsätzen sprach. Am Stand der Deutschen Post waren die Briefmarken zeitweise sogar ausverkauft.

Gefragt waren aber nicht nur neue und alte Briefmarken, sondern auch Belege aller Sammelgebiete. Gerne genommen wurden die fünf Sonderstempel der Deutschen Post und die Messeprodukte der teilnehmenden ausländischen Postverwaltungen.

Einen Ansturm gab es auch auf die Beratungsstände in Halle 2. Experten der Verbände beantworteten alle Fragen rund um das Hobby und nahmen auch Bewertungen vor. Die Infostände der knapp 40 Arbeitsgemeinschaften boten tiefere Einblicke in einzelne Sammelgebiete, und mehrere Fachvorträge erfreuten vor allem postgeschichtliche Sammler.

Mit Spannung wurden die Ergebnisse der internationalen Wettbewerbsausstellung „Postgeschichte LIVE“ erwartet. „Goldene Posthörner“ gingen an Karlfried Krauß (D), Angelo Teruzzi (I), Dr. Wolfgang Leupold (D), Jürgen Herbst (D), Luc Selis (BE) und Willy Monfils (BE). Jürgen Herbst erhielt darüber hinaus den DASV-Literaturpreis für sein Handbuch über sächsische Freimarken und deren Entwertungen. [1][2]

Der Termin der nächsten Internationalen Briefmarken-Börse steht bereits fest: Sie findet vom 26. bis 28. Oktober 2023 wieder in der Ulm-Messe statt.

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=17204&CP=0&F=1
[1] https://www.philaseiten.de/philabuch/show/352
 
22028 Am: 01.11.2022 10:24:50 Gelesen: 1869# 137 @  
POSTGESCHICHTE LIVE 2022 in Ulm, 27. bis 29. Oktober 2022

Jury: Dr. Eckart Bergmann, Dr. Gerald Heschl, Dr. Claude Montandon, Thomas Höpfner (Jury-Präsident), Lars Böttger (Eleve), Alfred Schmidt (Eleve)

4.1 Postgeschichtliche Sammlungen vor der UPU-Gründung, Vormarkenzeit
Goldenes Posthorn: Krauß, Karlfried, Prussia and The German-Austrian Mail with Belgium 1830-1875,
Silbernes Posthorn: Mathà, Thomas, Die Postbeziehungen zwischen dem Kirchenstaat und Lombardei Venetien 1814-1852
Bronzenes Posthorn: Huber, Karl, Bayern – Transitpost der Souveränitätsperiode von 1808 bis 1833

4.2 Postgeschichtliche Sammlungen vor der UPU-Gründung, Markenzeit
Goldenes Posthorn: Teruzzi, Angelo, The Foreign Mail in the Kingdom of Sardinia 1851-1861
Silbernes Posthorn: Dr. Camerer, Martin, Der Briefpostverkehr zwischen den Deutsch-Österreichischen Postgebieten und den Elbherzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg 1850-1867
Bronzenes Posthorn: Weis, Klaus, Interkontinentale Postrouten für Australien & Neuseeland 1837-1880

4.3 Postgeschichtliche Sammlungen nach der UPU-Gründung, 1875 bis 1945
Goldenes Posthorn: Dr. Leupold, Wolfgang, Inflation in Sowjetrussland,
Silbernes Posthorn: Bader, Jvo, Inflation in Polen ab dem 15. April 1920 bis zum 30. April 1924
Bronzenes Posthorn: Dr. Scherer, Eric (DASV), Prepaid Reply Cards in International Mail, 8

4.4 Stempelstudien, Regionale und Heimat-Sammlungen
Goldenes Posthorn: Herbst, Jürgen, Die sächsischen Nummerngitterstempel
Silbernes Posthorn: Knapp, Arnim, Sachsen: Entwicklung postalischer Vermerke auf Briefpost, Herkunft, 1te Taxierungen, Postaufgabe- und Entwertungsstempel
Bronzenes Posthorn: Roth, Juerg, The Postal History oft the Wynental, Swirtzerland 1813- 1908

4.5 Historische Sammlungen und Spezialsammlungen
Goldenes Posthorn: Selis, Luc, The Ocean Letter (Der Ozeanbrief)
Silbernes Posthorn: Kinard, Francis, L’Italie Francaise (1792-1815)
Bronzenes Posthorn: Fuchs, Wilfried, Postzensuren während und nach dem II. Weltkrieg auf Liechtenstein-Ganzsachen

4.6 Postgeschichtliche 1-Rahmen-Exponate
Goldenes Posthorn: Monfils, Willy, Courrier de Namur – Aout-septembre 1914
Silbernes Posthorn: Mimberg, Heinrich, Der Herzoglich Sachsen-Eisenachische und Fürstlich Hessen-Darmstädtische Samtwagenkurs
Bronzenes Posthorn: Olschimke, Jürgen, Die postalischen Nebenstempel der Deutschen Post zur Kennzeichnung von gefälschten Euro-Briefmarken

Der DASV-Literaturpreis wurde an Jürgen Herbst für sein „Handbuch der sächsischen Frankomarken sowie deren Entwertungen“ vergeben.
 
Danziger Am: 01.11.2022 15:28:05 Gelesen: 1724# 138 @  
Hallo,

Waren denn auch Firmen wie z.B. Delcampe vertreten?

MfG
 
22028 Am: 01.11.2022 15:35:19 Gelesen: 1713# 139 @  
@ Danziger [#138]

Ja, Delcampe war mit einem recht großen Stand da.
 
Deutsche Philatelisten-Jugend e. V. Am: 05.11.2022 22:14:50 Gelesen: 1148# 140 @  
Die Briefmarken-Detektiv-Tage haben ihre Ermittlungen abgeschlossen

„Endlich…!“ so war es oft beim Neustart der Internationalen Briefmarkenbörse vom 27. bis 29. Oktober in der Messe Ulm zu hören. Groß war die Freude, Bekanntes und Bewährtes am neuen Messestandort wieder zu entdecken. Natürlich waren auch die Briefmarken-Detektiv-Tagen dabei: Ein Team von über zehn Ehrenamtlichen aus Süd-West und Bayern arbeitete an drei Tagen um Fragen zu beantworten und ein vielseitiges Kinder- und Jugendprogramm anzubieten.



Neben der legendären Messe-Rallye konnten samstags alle jugendlichen Besucher sich einen Detektiv-Ausweis erarbeiten. Dazu war es notwendig die Stationen „Der besondere Beleg“, „Analyse des Matrix-Code“, „Recherche mit dem MICHEL-Katalog“, „Briefmarken ablösen“ und „Identifikationsmerkmale ermitteln“ zu besuchen und bei den Aktivitäten mitzumachen. Darüber hinaus gab es auf der Jugendbühne Quizrunden und die große Tatort-Auktion sowie zahlreiche Informationen rund um den Landesring und die Deutsche Philatelisten-Jugend. Mit einem Spendenbarometer wies der Landesring auf die angespannte finanzielle Situation der Jugendarbeit hin.



Auf Einladung des Heinrich Köhler Auktionshauses besuchten Jugendliche den dortigen Stand und bekamen den VSC 8000 präsentiert. Dieses hochmoderne System stellt dank Multiwellenlängen-LED-Technologie das Nonplusultra für Echtheits- und Qualitätsuntersuchungen dar. Anhand von Briefmarken und Banknoten wurden die vielen Möglichkeiten dieses „Fälschungserkennungsautomaten“ eindrucksvoll demonstriert. Ein besonderer Dank geht an Tobias Huylmans, der sehr anschaulich und geduldig die Funktionen dieser „Supermaschine“ erläuterte.



Bei der angeschlossenen Regionalen Ausstellung (REMSMA 2022) wurden 7 Gold-, 6 Vermeil- und 2 Silbermedaillen an jugendliche Aussteller vergeben. Das beste Jugendexponat war „Dauermarkenserie Blumen, Motive mit Erstausgabedatum 2017 und 2018“ von Cora-Marie Schmidt. Es erhielt mit 84 Punkten eine Goldmedaille mit Ehrenpreis. Die Sammlungen waren direkt am Jugendstand des Landesringes aufgebaut und fanden ein großes Interesse bei den Besuchern.

Dank zahlreicher Unterstützer (u. a. Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte und Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG) konnten die Briefmarken-Detektiv-Tage durchgeführt werden. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an „unseren“ Landesverband Südwest, der für die Bereitstellung des großzügig bemessenen Jugendstands und den reibungslosen Aufbau der „Briefmarken-Detektiv-Tage“ verantwortlich zeichnete.


 
rosteins69 Am: 06.11.2022 00:07:53 Gelesen: 1088# 141 @  
@ Deutsche Philatelisten-Jugend e. V. [#140]

Interessant wäre es nun aber noch, zu erfahren, wie viele Kinder und Jugendliche sich denn an den „Briefmarken-Detektiv-Tagen“ beteiligt haben.
 
Journalist Am: 10.11.2022 11:35:59 Gelesen: 860# 142 @  
Nun aber auch noch eine Info zur Stempelung vor Ort in Ulm beim Erlebnisteam. Die Sendungen wurden scheinbar von der Versandstelle Weiden am Dienstag den 8. November dem BZ Amberg übergeben und waren zumindest bei mir am nächsten Tag den 9.11.2022 im Briefkasten.

Die dortigen zwei Stempelkräfte, die keine sehr guten Deutschkenntnisse besaßen, den bei dem rechten Stempelplatz konnte ich mich bezüglich des gewünschten Stempels nur über die Zahl 1 bis 5 verständlich machen, nachdem mir hier ein mehr oder weniger sauberes Vorlageblatt gezeigt wurde und dann wurde mir dazu eine Zahl zwischen 1 und 5 genannt.

Abgestempelt wurde scheinbar aber alles ab, egal ob richtig frankiert oder nicht - vermutlich hätten Sie auch die Queen oder das "Braune Band" abgestempelt. Gestempelt wurde mehr oder weniger lustlos aus dem Handgelenk heraus, die gewünschte Platzierung wurde nicht besonders beachtet oder man musste hier sehr schnell eingreifen, bevor der Stempel halt irgendwie abgeschlagen wurde.

Aufgrund dieser ungeschulten Kräfte wurden natürlich dort auch die Ganzsachen ohne Matrixcode mit den dort vorhandenen Stempeln entwertet und befördert, wie das folgende Beispiel zeigt:



Wer seine Post allerdings nach Weiden geschickt hatte, bekam hier Schwierigkeiten mit der Stempelung dieser Ganzsachen ohne Datamatrixcode.

Soweit für heute eine weitere Ergänzung zu diesem Thema.

Viele Grüße Jürgen

[Erlebnisse mit dem Erlebnisteam - Redaktionell teilkopiert aus dem Thema "Messeganzsache Ulm mit Badenfehldruck als Fehldruck ohne Matrixcode"]
 

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