Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Grossbritannien: Prüfzeichen oder Signatur ?
Sherlock Am: 22.01.2022 22:19:17 Gelesen: 989# 1 @  
Prüfzeichen oder Signatur

Hallo,

auf einer Michel Nr. 40 entdeckte ich diese Markierung. Hatte bislang wenig mit Prüfzeichen zu tun und fand auch online keine Beispiele. Vielleicht weiß hier ja jemand Bescheid. Würde mich freuen.

Danke!


 
Quincy Am: 22.01.2022 23:01:32 Gelesen: 966# 2 @  
Hallo Sherlock,

Michel Nr. 40 gibt es gar viele. Verrätst du uns auch noch, um welches Land bzw. um welche Periode es sich bei deiner Marke handelt?

Danke im Voraus und viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Lars Boettger Am: 22.01.2022 23:20:36 Gelesen: 955# 3 @  
@ Sherlock [#1]

Das ist m.E. eine private Signatur.

Beste Grüße!

Lars
 
Koban Am: 23.01.2022 00:22:32 Gelesen: 936# 4 @  
@ Sherlock [#1]
@ Quincy [#2]

Der durchscheinende Stempel ist ein französischer Nummernstempel (Gros Chiffres). Verwendet zwischen 1863 und 1876.

Gelegentlich kommen diese Stempel zwar auch auf nichtfranzösischen Marken vor, da es sich aber sehr wahrscheinlich um eine Marke aus Frankreich handelt, wäre Deine Bestimmung als Mi 40 nicht korrekt. Diese Marke wurde nur ungezähnt ausgegeben.

Prinzipiell vorkommende Privatzähnungen liegen in diesem Fall nicht vor.

Am naheliegendsten wäre, vorausgesetzt Du hast Dich bei Farbe, Wertstufe und Kopf nicht vertan, eine Verwechslung mit Mi 33.

Prüfzeichen würde ich ebenfalls ausschliessen. Als Signatur, mir jedenfalls, nicht bekannt.

Vielleicht zeigst Du ja noch die Vorderseite der Marke.

Gruß,
Koban
 
Sherlock Am: 23.01.2022 06:21:22 Gelesen: 916# 5 @  
Sorry, hatte Großbritannien unter Ländersuche aufgerufen gehabt und dort dann den Beitrag verfasst. Scheint in der betreffenden Rubrik leider nicht eingestellt worden zu sein.

Also: Großbritannien Michel Nr. 40 bzw. SG Nr. 143 oder 144.

Würde die Signatur als ein G ansehen, doch der Bogen ist unterbrochen. Gibt es online eine Übersicht von Stempeln der Prüfer oder ein paar Beispiele? Meist wird wohl der vollständige Nachname verwendet. Wie sieht so ein Stempel aus? Kenne Bleilettern, die sich wohl ähnlich verwenden lassen.

Und vielen Dank für die Nachsicht mit der fehlenden Länderbezeichnung.

Sherlock


 
Lars Boettger Am: 23.01.2022 10:25:57 Gelesen: 870# 6 @  
@ Sherlock [#5]

Natürlich: [1]

Mein Tipp: Starte auf [2] und nutze dort die Ländersuchefunktion.

Prüfer verwenden alle möglichen Stempel bzw. Stifte (Einzelbuchstaben, Tierumrisse, Bleistifte) bzw. Stempelfarben. Aber Besitzer können genau das gleiche machen. Wenn die Marken dein Eigentum sind, dann kannst Du damit machen, was Du willst. Keiner hindert Dich daran. Darum würde ich das Zeichen auf der Marke ignorieren. Welcher Erkenntnisgewinn liegt schon in einem Prüf- oder Besitzerzeichen? Eventuell eine Provenienz, aber das ist schon alles.

Beste Grüße!

Lars

[1] https://briefmarken-pruefer.de/de/ bzw. http://www.filatelia.fi
[2] http://www.filatelie.fi
 
Koban Am: 23.01.2022 15:25:53 Gelesen: 817# 7 @  
@ Sherlock [#5]

Deine Marke befand sich vermutlich auf einem an Bord eines Schiffes geschriebenen Brief, und wurde bei dessen Ankunft in Le Havre mit dem Nummernstempel 1769 gestempelt.

Ich hatte Los #373854713244 auch unter Beobachtung, aber versäumt rechtzeitig zu bieten.

Sofern es da keine kürzlichen Änderungen in der Katalogisierung gab, wäre es allerdings Mi 41 von GB.

Gruß,

Koban
 
Sherlock Am: 23.01.2022 22:45:02 Gelesen: 759# 8 @  
Danke für die Antworten.

@ Lars

Selbstverständlich bleibt es dem Eigentümer überlassen, was er mit seinen Marken anstellt. Nur wenn ich in meiner Sammlung solch ein Objekt aufnehme, sind solche für mich eher seltene Markierungen schon ein Grund, etwas mehr darüber erfahren zu wollen. Leider finden es viele Sammler erforderlich, Markierungen auf der Rückseite zu hinterlassen. Solch eine Kennzeichnung ist etwas ungewöhnlicher, handelt es sich hier um eine eher professionelle Vorgehensweise.

@ koban

Spannend, was der Stempel erzählt. Hatte das Los nur wegen einer Marke ersteigert, die mir fehlte. Wird wohl dann die Mi. 41 sein. Habe sie noch nicht katalogisiert gehabt, da mir die Signatur wichtiger ist.

Grüße,
Sherlock
 
Lars Boettger Am: 24.01.2022 07:11:55 Gelesen: 713# 9 @  
@ Sherlock [#8]

Solch eine Kennzeichnung ist etwas ungewöhnlicher, handelt es sich hier um eine eher professionelle Vorgehensweise.

Die Aussage überrascht mich jetzt! Signaturen sind ein Ärgernis, weil man hier nach 100 Jahren in vielen Fällen nachgrübelt, wer einem so ein Ei ins Nest gelegt hat.

Beste Grüße!

Lars
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.