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Thema: **** Exponat SCADTA: Einschreibmarken oder Einschreibemarken ?
22028 Am: 08.02.2022 13:57:19 Gelesen: 785# 1 @  
Einschreibmarken oder Einschreibemarken

Bin dabei meine Sammlung der provisorischen Einschreibmarken der SCADTA ausstellungsreif zu machen, dazu gehört ja auch ein Exponatspass. Dazu muss aber der Titel "stehen".

Der Titel des Exponats lautet (derzeit):

SCADTA

Die provisorischen Einschreibmarken der Ausgaben 1921 & 1923 und deren Verwendung


Bin nun nicht sicher wie es richtig heißen sollte:

Einschreibmarken oder Einschreibemarken ?

Michel schreibt Einschreibmarken im Katalog, aber hier gibt es ja auch Deutschgelehrte, wie ist Eure Meinung wie es heißt.


 
Detlef Am: 08.02.2022 14:11:49 Gelesen: 777# 2 @  
Hallo,

was sagt denn die Post dazu: aktuell spricht man von Einschreibenmarken. Du hast doch bestimmt auch offizielle Literatur aus der Epoche.

Gruß Detlef
 
Silesia-Archiv Am: 08.02.2022 14:29:49 Gelesen: 773# 3 @  
Hallo,

im Duden ist beides geläufig.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
wer.indja Am: 08.02.2022 15:59:55 Gelesen: 748# 4 @  
@ Silesia-Archiv [#3]

Im Phila-Lexikon ist nur der Begriff "Einschreibemarken" notiert und erläutert. Das sollte als Bezug für den Exponat-Titel ausreichend sein.

Gruß Werner
 
Silesia-Archiv Am: 08.02.2022 20:53:42 Gelesen: 720# 5 @  
@ wer.indja [#4]

Hallo Werner,

das Phila-Lexikon habe ich leider nicht. Ich verwende auch nie den Begriff "Einschreibemarken" sondern den im Sprachgebrauch üblichen Begriff: "R-Zettel".

Beste Sammlergrüße
Michael
 
22028 Am: 08.02.2022 20:57:39 Gelesen: 717# 6 @  
@ Silesia-Archiv [#5]

R-Zettel und Einschreibemarken sind zwei verschiedene Dinge.

Ein R-Zettel ist der Aufkleber mit der Einschreibenummer der auf den Brief geklebt wird. Einschreibemarke ist eine Briefmarke welche speziell für das Einschreibezuschlagsporto aufgeklebt verwendet wurde.

Letzteres war vor vielen Jahren in vielen Ländern der Welt normal, heute gibt es das nicht mehr.

Siehe auch hier:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=217983#M1
 
Silesia-Archiv Am: 08.02.2022 22:03:10 Gelesen: 701# 7 @  
@ 22028 [#6]

Das stimmt, aber für mich sind das im Sprachgebrauch "R-Zettel und "R-Marken" und jeder weiß was ich meine.

Sammlergruß
Michael
 
rosteins69 Am: 09.02.2022 01:31:22 Gelesen: 675# 8 @  
Ullrich Häger schreibt in seinem Lebenswerk, dem „Großen Lexikon der Philatelie“ (2-bändige Ausgabe) von „Einschreibemarken“, genauso wie auch von „Einschreibe-Nummernzettel“, „Einschreibestempel“, „Einschreibeumschläge“ und „Einschreibezettel“. Häger wurde in den 1960/70-Jahren für seine Verdienste um die philatelistische Literatur weltweit mit Preisen „überschüttet“. Ich denke also, dass man sich mit Häger als Quelle nichts vergeben kann.

Meine anderen philatelistischen Lexika lagern momentan leider alle in einem schwer zugänglichen Karton - eben weil ich mich letztlich immer auf „den Häger“ zurückziehe. Sonst hätte ich dort auch noch gerne nachgeschlagen.

Grüße
Robert
 
DL8AAM Am: 09.02.2022 07:52:35 Gelesen: 652# 9 @  
@ 22028 [#6]

Letzteres war vor vielen Jahren in vielen Ländern der Welt normal, heute gibt es das nicht mehr.

Nur kurz zur Info, das ist (inzwischen wieder) falsch. Die Deutsche Post verkauft seit vielen Jahren wieder Einscheiben-"Postwertweichen", siehe u.a.

https://shop.deutschepost.de/einschreibenmarke-national-50er-set

Die sehen zwar in ersten Blick fast so aus, die ganz ordinäre, langweilige Einschreibelabel, aber dieses sind echte Postwertweichen (der DPAG, keine "Deutschland-Postwertzeichen"), die den Einschreiben-"Zuschlag" (zum verklebten Grundpreis des Briefes abdeckt) und vorausbezahlt an den Kunden verkauft werden. Ich meine diese werden auch ganz regulär im MICHEL katalogisiert? (das kann ich aber leider nicht belegen, da ich kein MICHEL-Sammler bin). Faktisch bedeutet das, man verklebt wie üblich z.B. 85 Cent in Briefmarken, klebt so eine Einschreibenmarken (so nennt die Post diese), d.h. ein DPAG-Postwertzeichen, hinzu und man hat somit eine vollbezahlte Einschreibesendung, die man in den nächsten Briefkasten einwerfen (oder im Notfall auch in einer Filiale - gegen einen entsprechenden Einlieferungsbeleg - abgeben werden) kann.

Beste Grüße
Thomas
 
22028 Am: 09.02.2022 09:37:02 Gelesen: 631# 10 @  
@ DL8AAM [#9]

Danke, ich sags ganz ehrlich, ich habe diese Dinger noch nie in meinem Posteingang gesehen, ein Erfolg scheinen sie nicht zu sen.

Macht nichts, ich sammle das nicht.

Trotzdem ändert das nichts an der prinzipiellen Frage: Einschreibmarke(n) oder Einschreibemarke(n).

Aktuelle tendiere ich zu Einschreibemarke, umgangssprachlich mag Einschreibmarke zwar gebräuchlicher sein, aber Einschreibemarke korrekter.
 
saeckingen Am: 09.02.2022 15:08:58 Gelesen: 597# 11 @  
Also für mich hört sich "Einschreibmarke" komisch an. Ich würde sogar zur Variante der Deutschen Post tendieren und "Einschreibenmarke" verwenden - es handelt sich ja um Marken für Einschreiben.

Grüße
Harald
 
MichaelS Am: 09.02.2022 16:06:33 Gelesen: 581# 12 @  
@ 22028 [#6]

Letzteres war vor vielen Jahren in vielen Ländern der Welt normal, heute gibt es das nicht mehr.

In Belgien gibt es nach wie vor Einschreibemarken. Hier mal ein Beispiel:



Die letzte Einschreibemarke ist 2020 erschienen.

Schönen Gruß,
Michael
 
Christoph 1 Am: 09.02.2022 17:21:35 Gelesen: 563# 13 @  
Lustige Diskussion um des Kaisers Bart!

Für mich heißen die Dinger ganz klar Einschreibemarken. Auf die anderen Begriffe (Einschreibmarke oder Einschreibenmarke) wäre ich gar nicht gekommen. Besonders skurril finde ich den Begriff R-Marke. Das habe ich nun wirklich noch nie gehört.

Viel Spaß bei der Begriffsfindung weiterhin wünscht
Christoph
 
22028 Am: 09.02.2022 17:25:00 Gelesen: 560# 14 @  
Ich habe mich nun, auch nachdem ich auch einige Telefonate mit Sammlerfreunden führte, auf Einschreibemarke(n) festgelegt.

Danke den Teilnehmern an der Diskussion.
 
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