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Thema: Ukraine: Philatelie 9 Monate nach Putins Angriffskrieg
Das Thema hat 112 Beiträge:
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Stefan Am: 26.07.2022 19:54:48 Gelesen: 4415# 88 @  
Am 13.03.2022 wurde in den Beiträgen [#23] und [#24] die Briefmarkenausgabe des Briefdienstleisters Brief und Mehr aus Münster zugunsten der Ukraine vorgestellt [1]. Seinerzeit wurde ein Satz Zuschlagsmarken verausgabt, bestehend aus drei Nominalen.

Gemäß der Info eines Sammlerkollegen vor Ort in Münster ist diese Briefmarkenausgabe lediglich online bestellbar [1] und nicht in den örtlichen Partnershops von Brief und Mehr erhältlich (warum eigentlich nicht?). Der Sammlerfreund hat sich ein paar Briefmarken besorgt und ein paar Belege laufen lassen:



Sendung vom XX.07.2022 aus Münster nach Herzogenrath bei Aachen

Das Datum der Einlieferung ist aufgrund des schwarzen Bildhintergrundes der zur Frankatur verwendeten Briefmarke nicht lesbar. Der Brief selbst ist in der vorletzten Woche beim Empfänger zugestellt worden. Die Sendung lief von Brief und Mehr Münster (ma4792) über den Hub 3 der Mail Alliance nach Brief- und Paketdienst Aachen [2] (ma5271) und wurde über einen kleineren Zustellpartner (anderer BPD-Dienst?) in der Nachbarstadt Herzogenrath zugestellt. Die Laufzeit liegt bei dieser Strecke üblicherweise bei E+3 (anstelle wie geplant E+2).

Gruß
Stefan

[1] https://www.briefundmehr.de/webshop/briefmarken/standardbrief/245/80-5-cent-10er-bogen-frieden-fuer-die-ukraine-spendenmarke
[2] https://euregio-boten.de/
 
filunski Am: 28.07.2022 00:47:38 Gelesen: 4313# 89 @  
Hallo zusammen,

vorweg ein kleiner Hinweis, die hier vorzustellende Zuschlagsmarke aus Litauen passt nicht zur "humanitären Hilfe" aber wie ich meine sehr wohl auch in dieses Thema.

Seit 9.6.2022 ist an Schaltern der litauischen Post und auch in deren Online-Shop eine selbstklebende Marke mit der Abbildung einer Drohne zum Verkauf angeboten (Gesamtauflage 40.000). Hier die Marke (Einzelmarke aus dem aus 20 Marken bestehenden Folienblatt):



Bei der abgebildeten Drohne handelt es sich um die aus türkischer Produktion stammende Kampf- und Aufklärungsdrohne (UCAV - unmanned combat aerial vehicle) Bayraktar TB 2. Verkaufspreis der Marke 2 Euro, die Hälfte davon geht als Spende an die Blau-Gelbe NGO zur Unterstützung der Ukraine. Wie kam es zu der Marke und welche Geschichte steckt dahinter?

Auf Initiative eines litauischen Journalisten, zusammen mit Laisvės TV wurden in einer einmaligen Spendenaktion bei der Bevölkerung Litauens in nur 3,5 Tagen 5 Millionen Euro gesammelt um eine solche Drohne für die Ukraine zu kaufen. In der Ukraine sind Drohnen dieses Typs bereits seit 2021 im Einsatz und mit ihnen erzielten die ukrainischen Streitkräfte im Krieg gegen die russischen Invasoren schon spektakuläre Erfolge. Auch bei der Versenkung des russischen Kriegsschiffs Moskwa spielte eine solche Drohne eine wichtige Rolle. In der Ukraine und insbesondere in der Bevölkerung hat diese Drohne inzwischen einen schon mythischen Status bekommen.

Die Visualisierung einer möglichen Briefmarke, die in den sozialen Netzwerken und bei „Laisvės TV“ geteilt wird, erregte die Aufmerksamkeit der litauischen Post und es wurde beschlossen, die Idee umzusetzen. Das Briefmarkendesign wurde vom Team der Agentur für digitales Marketing What about erstellt.

Zusammen mit der Briefmarke wurde in Litauen von Journalisten, Schriftstellern und weiteren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eine Kampagne gestartet bei der die Bevölkerung aufgerufen wird Briefe an Staatsoberhäupter und Vertreter internationaler Institutionen zu schreiben, u.a. auch an den Bundeskanzler Olaf Scholz und den französischen Präsidenten Emanuel Macron. Vordrucke dafür werden auch auf der Internetseite der litauischen Post zum Download angeboten. Dies soll eine Botschaft senden, dem Beispiel des zwar kleinen, aber geeinten Litauen zu folgen und mehr Initiativen zu ergreifen um einen Beitrag zur Hilfe für die Ukraine zu leisten.

"Wenn die Menschen in Litauen es können, können Sie es auch"
, sagte dazu Asta Sungailienė, Generaldirektorin der litauischen Post .

Die bestellte Drohne wurde am 6. Juli im Beisein des litauischen Verteidigungsministers und des ukrainischen Botschafters auf dem Militärflugplatz Silauliai der Öffentlichkeit präsentiert. Hier im Original zu sehen:



Die Drohne trägt sowohl das Wappen Litauens wie auch der Ukraine und erhielt auch einen eigenen Namen:



VANAGAS (litauisch) und Яструб (Yastrub - ukrainisch) für Falke, ein solcher dargestellt in den Landesfarben Litauens und der Ukraine.

Inzwischen gab es auch in weiteren Staaten solche Spendenaktionen in der Bevölkerung um weitere Drohnen für die Ukraine zu kaufen. Ein ukrainischer Liedermacher besingt die Drohne u.a. mit diesen Worten "aus russischen Verbrechern Geister zu machen".

In diesem Sinne,
Peter
 
Bendix Gruenlich Am: 30.07.2022 14:00:05 Gelesen: 4095# 90 @  
Wenige Dinge haben mich bisher so geärgert wie der Angriff der verbrecherischen russischen autokratischen Geheimdienstdiktatur auf den 40 Millionen-Staat Ukraine.

Das ist vielleicht gar nicht die Kriegshandlung alleine selbst, da erinnere ich mich eines Bismarck-Wortes (Fortführung von Politik mit anderen Mitteln) und mache mir keine Illusionen über die menschliche Natur. Sondern es ist der Angriff auf die Freiheit (in Russland und der Ukraine), die Intensität des Terrors, dass sich In-den-Dienststellen des offenkundig Bösen für eine Hand voll Rubel oder aus blöder Lust an Gewalt.

Wer ist da noch sicher?

Deswegen habe ich (nachdem klar war, dass die Kasse der Post dem Russen nicht sofort in die Hände fällt) Anfang März massiv bei Ukrposhta bestellt.

Das ist aber schiefgegangen. Die seinerzeitige Bestellmaske soll durch eine Hackerangriff zerstört worden sein. Auf alle Fälle ist sie abgestellt (sehr schade, sie war nicht topmodern, der Auftritt hat mir aber gut gefallen, und es ging einige Jahre zurück, was das bestellbare Material angeht - immer vorteilhaft bei inflationären Währungen wie der ukrainischen).

Im Mai / Juni war ich immer mal wieder auf der website. Und ich konnte sehen, man hat einen neuen Auftritt gebastelt.

Verkauft werden neueste Marken und offenbar das, was noch an altem Material aus den letzten Jahren vorhanden ist.

Viel Neues kommt nicht heraus. Seit Kriegsbeginn habe ich vier Ausgaben gezählt:

a) die Marke mit dem Soldaten und dem Schiff und der obszönen Geste
b) die Marke mit dem Soldaten ohne Schiff (kam nach der Versenkung der Moskwa raus - Witz haben Sie, die Ukrainer, das muss man Ihnen lassen)
c) Ukrainischer Traum - eine liebenswerte (weil farben- und lebensfrohe, kriegsfreie) Zeichnung eines Mädchens
d) Und jetzt - habe ich gerade entdeckt – „Guten Abend, wir sind aus der Ukraine“, Motiv: Trecker, der bei Dämmerung einen Panzer abschleppt



Die Auflagen wurden deutlich erhöht und liegen statt um die 100.000 für Marken im Inlandstarif oder 20.000 für Gedenkblocks vor dem Krieg, bei zwei bis drei Millionen für die Neuausgaben.

Die neuen Marken sind rasch vergriffen, den ukrainischen Traum habe ich glatt verpasst.

Von den neuesten konnte man immer nur einen Bogen bestellen, von den anderen Ausgaben bis zu 50 oder 100 Stück auf einmal.

Aber ich wollte erst einmal den Erfolg meiner ersten Bestellung abwarten.

Die Bestellung selbst war kinderleicht und stabil. Ruckzuck war der Warenkorb voll, er hat sich auch nicht unbeabsichtigt geleert, wie mir das schon bei mancher ausländischen Website geschehen ist. Habe einfach mal alles angeklickt, was mich angesprochen hat. 40 verschiedene Sachen, werden auf lediglich drei Seiten angeboten (das war vor dem Krieg wirklich reichhaltiger, aber man musste wohl improvisieren).

Ein paar begleitende Umschläge und Postkarten mit passenden Motiven werden zum wirklich kleinen Preis (Karte EUR 0,25, Umschlag EUR 0,18) angeboten. Hätte da gerne vorratsmäßig beim „Ukrainischen Traum“ für meine Bedarfspost zugeschlagen, war aber leider zu spät.

Dann wird nur das notwendigste an Adresse eingegeben. Knopf drücken, Kreditkartenfenster poppt auf, Daten eingeben. Fertig. Rechnung kommt per e-mail.

Transportgebühren sind USD 6,00 umgerechnet in UAH. Man hat die Möglichkeit zusätzlich einen Betrag zu spenden (für die Armee), man muss es aber nicht. Dann habe ich gewartet. Nun, diesmal war die Kreditkartenabrechnung umgehend sichtbar. Am 18.06. hatte ich bestellt, am 28.06. hat Ukrposhta die Sendung auf den Weg gebracht. Am 18.07. hat mein Postbote an meiner Tür geklingelt (kam als Einschreiben, A5-Umschlag.).

Leider war ich an dem Tag Arbeiten. An der Benachrichtigung konnte ich schon sehen. mein Staat will Geld von mir. EUR 17,48 Einfuhrabgaben und DHL EUR 6,00 Ausgabepauschale. Natürlich war die Sendung falsch tarifiert (im Zweifel gegen den Abgabepflichtigen), der Zoll hat 19% berechnet statt 7% für Briefmarken. Ist aber auch Ukrposhta Schuld, die haben das als „Mark’s shop products“ bezeichnet was übersetzt bedeutet „Produkte aus dem Shop einer Person, die Mark heißt“.

Jetzt wollte ich natürlich wissen, ob alles drin war, was ich bestellt hatte. Die Öffnungszeiten der Post waren auf der Benachrichtigung angegeben (bis 18h30 - leider zwingt mich die Struktur meiner Schlafstadt immer kilometerweit zu fahren, um mal zur „Hauptpost“ zu kommen). Hätte mich gefreut, die hätten es in meiner Agenturfiliale deponiert.

• Am Tag 1 nach der Benachrichtigung konnte ich mir nicht freimachen
• Am Tag 2 wartete ich zwei Stunden auf einen Zug, der mich von Düsseldorf nach Hause bringen sollte, als er endlich kam, war die Post nicht mehr zu erreichen
• Am Tag 3 stand ich um 17h10 vor der Post, um festzustellen, dass die wegen Personalmangels die Öffnungszeiten (Überraschung!) auf 17h00 verkürzt haben. Habe furchtbare Verwünschungen ausgestoßen.
• Am Tag 4, mittlerweile zur Überzeugung gekommen, dass auf der Bestellung ein Fluch liegt, habe ich mir dann entschlossen mittags frei gemacht (sicher ist sicher). Bin bei Zeiten angekommen, habe mich in eine lange Schlange eingereiht und musste mit ansehen, wie eine Person vor mir sieben Einschreiben eigenhändig Rückschein mit Labeln freimachen ließ (für mich die pure Folter, was wäre da an Marken möglich gewesen - ist auch nicht modern, Freimachung am Schalter war ja vor 1840 üblich, aber alles kommt ja wieder).

Habe brav meine Abgaben gezahlt (mal gucken, ob ich noch die Rechnung ggü. der Zollverwaltung wieder aufmache) und die Beute nach Hause geschleppt (habe noch Glück gehabt, hinter mir standen nachher 20 Leute). Die Lieferung selbst war tadellos.

So, dann hätte ich dann meinen Beitrag für Juni erbracht, und die Spendenvignetten, pardon, die Briefmarken, kommen ins Album. Man kann auch direkt spenden, z.B. auf der website der Nationalbank, auch für humanitäre Zwecke, aber steuerlich absetzen kann man die in Deutschland wohl nicht. Habe erst angefangen mich in die Materie einzuarbeiten, sieht aber so aus, als ob nur Spenden an inländische anerkannte Institutionen akzeptiert werden.

Dabei habe ich auch ein paar Marken mit Buchstaben statt Nominale gekauft. Die „W“-Briefmarken (W wohl für world bzw. USD 1,00) sind jedenfalls indexiert, da kann die lokale Inflation machen, was sie will.

Und wenn Frieden ist, dann fahre ich da hin und werde die Marken benutzen und hoffentlich ein Glas auf die Freiheit trinken können.
 
Martin de Matin Am: 30.07.2022 15:10:30 Gelesen: 4079# 91 @  
@ Bendix Gruenlich [#90]

"Das ist vielleicht gar nicht die Kriegshandlung alleine selbst, da erinnere ich mich eines Bismarck-Wortes (Fortführung von Politik mit anderen Mitteln)"

Dieser Spruch kommt eher von Clausewitz siehe Wikipedia.

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“

– Clausewitz: Vom Kriege, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 24

Gruss
Martin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Clausewitz
 
Bendix Gruenlich Am: 30.07.2022 15:50:49 Gelesen: 4065# 92 @  
....also, links: richtig / rechts: falsch....

...oder sollte Bismarck etwa Clausewitz zitiert haben...



Schön, dass man immer etwas Passendes in der Sammlung findet.
 
filunski Am: 03.08.2022 12:56:53 Gelesen: 3902# 93 @  
@ filunski [#89]

Weitere Solidaritätsausgaben aus dem Baltikum

Hallo zusammen,

außer der Marke mit der Bayraktar Drohne gab es insbesondere aus dem Baltikum, wo die Bedrohung durch den russischen Nachbarn sehr stark empfunden wird, bereits vorher schon weitere Marken- und Blockausgaben zur Unterstützung der Ukraine.

Friedhelm Doell, der Webmaster der ArGe Baltikum e.V. sandte uns dazu weitere Informationen, dafür herzlichen Dank an dieser Stelle.

Auf der folgenden Abbildung sehen wir drei dieser Ausgaben aus Estland, Lettland und Litauen.



Links aus Estland "Слава Україне" - Slava Ukrayine = Ehre der Ukraine
Mitte aus Lettland Blockausgabe "Слава Україне" - Slava Ukrainai!
Rechts aus Litauen Spendenmarke zugunsten der Organisation Blau und Gelb

Die Organisation „Mėlyna ir Geltona“, Blue/Yellow oder Blau/Gelb (die Ukrainischen Nationalfarben die für den strahlend blauen Himmel über den goldgelben Weizenfeldern stehen) ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die seit 2014 "den bewaffneten Widerstand der Ukraine gegen die russische Aggression" unterstützt (in ihren eigenen Worten). Sie versorgt ukrainische Soldaten und Freiwillige mit Ausrüstungsgegenständen, bei denen es sich zwar nicht um Waffen handelt, die aber eindeutig im Kampf eingesetzt und dort benötigt werden. Die Organisation hat ukrainische Auszeichnungen und liefert gepanzerte Westen, Helme, Fahrzeuge, Optiken, Nachtsichtgeräte, Drohnen, Bekleidung und Medizin.

Viele Grüße,
Peter
 
DL8AAM Am: 05.08.2022 19:20:50 Gelesen: 3776# 94 @  
Passt nicht ganz in das Thema (vielleicht müsste man diesen Topic mal entsprechend "bereinigen", sorry), trotzdem vielleicht kleine eine interessant Randnotiz:

Der Logistikkonzern Deutsche Post wird sein nationales Geschäft in Russland nicht fortführen

(Die) Deutsche Post stellt (ihr) nationales Geschäft in Russland ein. (...) Die nun getroffene Entscheidung bezieht sich zunächst (nur) auf das nationale Geschäft in Russland, also Sendungen (...) innerhalb des Landes. (...) Im Im- und Exportgeschäft bestünden (hingegen) noch vertragliche Verpflichtungen (...)
[1].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/bonn-der-logistikkonzern-deutsche-post-wird-sein-nationales-geschaeft-in/62916505
 
asmodeus Am: 09.09.2022 17:03:44 Gelesen: 3195# 95 @  
Am 06.09. erreichte mich dieses Einschreiben mit der Blockausgabe "Free, Unbreakable, Invincible". Der Block erschien am 24.08.2022.

Nun habe ich diesen Block als Ersttag auf gelaufenem R-Brief nach Deutschland.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ukraine: Echt gelaufene Belege"]
 
Seku Am: 08.10.2022 15:25:21 Gelesen: 2641# 96 @  
Ukraine plant Briefmarke mit explodierender Krim-Brücke

Am Morgen kommt es auf der Krim-Brücke zu einer Explosion, der Rauch des nachfolgenden Brandes ist kilometerweit zu sehen. Die Schäden an der Brücke, die die Krim mit dem russischen Festland verbindet, sind erheblich. Teile des Bauwerks stürzen ein.

Kaum war das Ereignis bekannt, plant die ukrainische Post schon eine Briefmarke. Näheres hier [1]

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende

Günther, der sich irgendwie riesig freut

[1] https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_100063258/ukraine-plant-briefmarke-mit-brennender-krim-bruecke.html
 
asmodeus Am: 08.10.2022 16:26:28 Gelesen: 2612# 97 @  
Habe es von meinen Tauschpartner aus der Ukraine dieses Bild bekommen:


 
22028 Am: 08.10.2022 16:31:54 Gelesen: 2608# 98 @  
@ Seku [#96]

Schaust Du hier:


 
asmodeus Am: 08.10.2022 16:38:46 Gelesen: 2599# 99 @  
Es gibt eine Ganzsache: "Welcome to hell"


 
asmodeus Am: 13.10.2022 13:11:35 Gelesen: 2235# 100 @  
Eine weitere Ausgabe, welches die ukrainische Armee honoriert. Mein ukrainischer Tauschpartner hat mir dies zugeschickt.


 
Redfranko Am: 04.11.2022 16:14:46 Gelesen: 1591# 101 @  
Laut Spiegel-Online [1] gibt es die nächste Briefmarke aus der Ukraine, die den Krieg zu Thema hat. Diesmal eine satirische Marke zu dem Anschlag auf die Kertsch-Brücke zwischen Russland und der Krim.

[1] https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-russland-krieg-ukrainische-post-bringt-briefmarke-zum-anschlag-auf-kertsch-bruecke-raus-a-a3ba5f20-8d65-404a-91b9-6fab50c62f4f
 
Bendix Gruenlich Am: 05.11.2022 22:34:16 Gelesen: 1382# 102 @  
Liebe Sammler,

heute konnte ich die dritte Sendung von Ukrposhta bei meinem lokalen Postamt abholen (Postlaufzeit 1 Monat).

Wieder alles bestens angekommen. Mit Marken des „ukrainischen Traums“, wie schön.

Sendung 1 kam mit Fiskalrechnung 19% - die Übertarifierung von 12% habe ich mir zurückgeholt. Das ging vergleichsweise unkompliziert. Ich habe das brieflich abgewickelt (Sondermarke mit Zuschlag, man muss auch gönnen können). Sendung 2 wurde ohne Anforderung von Einfuhrumsatzsteuer und einer DHL-Bearbeitungsgebühr einfach eingeworfen. Danke! Sendung 3 wieder mit Einfuhrumsatzsteuer, natürlich wieder falsch mit 19%, tarifiert. Oh Mann!

Die Frankaturkraft der „W“-Briefmarke habe ich zuletzt in meinem Beitrag übrigens mit USD 1,00 falsch angegeben, es sind USD 1,50.

Wer Probleme mit dem Buchstabensalat auf ukrainischen Briefmarken hat, schaue hier [1].

Jetzt werde ich mal Bestellung Nr. 4 aufgeben und mir den Streitkräfte-Block sichern. Die tragen einen Zuschlag von UAH 8,00 pro Marke. Ich zahl‘s gern - die kämpfen tapfer!

Heute las ich von einem Geschehnis in einer 15.000-Einwohner-Stadt im Cherson-Distrikt. Da hat eine Dame wiederholt verbal auf den Putz gehauen, die besetzte Stadt gehöre doch zur Ukraine. Nun, „Sicherheitskräfte“ haben sie zu Hause aufgesucht, sie aus dem Haus gezerrt und aufgehängt (Financial Times vom 05.11., die neigen eigentlich nicht zu Übertreibungen).

Da schluckt Ihr? Ging mir auch so - Propaganda? Sicher ist die Berichterstattung im Westen einseitig, aber seit 1917 wird die Bevölkerung im ehemaligen zaristischen Rußland in einem grotesken Ausmaß terrorisiert, für das Worte schwer zu finden sind. Der Gründer des Mörder-Geheimdienstes Russlands ist übrigens philatelistisch geehrt worden:



Was macht eigentlich die Russische Postverwaltung? Gibt es da Ausgaben zum Thema Ukraine-Krieg (oha, mit dieser Wortwahl hab ich jetzt schon wieder ein Ticket für den russischen Knast gebucht)? Wer kann da mal berichten?

[1] https://www.ukrposhta.ua/ru/taryfy-literni-poshtovi-marky
 
Seku Am: 06.11.2022 06:43:16 Gelesen: 1338# 103 @  
Ich habe hier [1] einen Brief gezeigt, der zurückging. Die Absenderin schickt die fünf Briefmarken erneut. Ich frage mich nun schon, warum der deutsche Zoll bei Sendungen aus der Ukraine nicht ein Auge zudrückt.

Ich wünsche einen schönen Sonntag.

Günther

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=304839
 
henning1000 Am: 07.11.2022 15:15:42 Gelesen: 1137# 104 @  
Hallo,

hier reiche ich mal die beiden zurückgezogenen Ausgaben nach, die nach der russischen Invasion wegen der verwendeten Wertangabe "V" vernichtet wurden. Das "V" ist wie das bekanntere "Z" ein Symbol des russischen Angriffs.

Oben der Block "Naturschutzgebiet Medobory" vom 25.02.22, mit diversen Tier und Pflanzenmotiven.

Unten ein Kleinbogen der Ausgabe "150. Geburtstag Oleksa Nowakiwskyj", ausgegeben am 14.03.22.

Mittlerweile hat Ukrposchta auch die Verkaufszahlen mitgeteilt:

Block: 1466 Stück
Nowakiwskyj: 29270 Stück (= ca. 4878 Kleinbogen)

Die Restmengen wurden verbrannt.

Die Wertentwicklung bleibt abzuwarten.


 
Richard Am: 11.11.2022 09:14:27 Gelesen: 995# 105 @  
@ henning1000 [#104]

Mittlerweile hat Ukrposchta auch die Verkaufszahlen mitgeteilt: Block: 1466 Stück / Nowakiwskyj: 29.270 Stück (= ca. 4.878 Kleinbogen)

Auf Anfrage hat mir Henning seine Beobachtung von Marktpreisen im Handel mitgeteilt:

in der Michel-Rundschau von November wurden die Ausgaben ab Nowakiwskyj erfasst.

Nowakiwskyj: MiNr. 2033

Der Block wurde noch freigelassen, müsste aber die Nummer Bl. 185 bekommen.

Handelspreise wird schwieriger.

Der Block Medobory wird zwischen 150 und 200 € angeboten, und auch verkauft.

Nowakiwskyj so zwischen 10 und 30 € pro Klb.

Die Preise schwanken stark. Die Nachfrage ist derzeit recht groß.

 
BeNeLuxFux Am: 11.11.2022 15:35:54 Gelesen: 942# 106 @  
Hallo,

das ging schnell. Gerade flatterte folgende Mail, die eine Marke zur Befreiung Khersons ankündigt, in mein Postfach ein.

"Wir kündigen die Postausgabe an "Kherson ist die Ukraine!"

Natürlich haben wir uns vorher vorbereitet. Wir bewunderten das unbesiegte Cherson-Volk, kommentierten und verbesserten die Skizze, verfolgten mit sinkendem Herzen den Fortschritt der Streitkräfte, hofften, scrollten endlos durch den Newsfeed, träumten vom Tag, an dem die ukrainische Flagge wieder in der Stadt wehen würde – und jetzt, mit unbeschreiblicher Liebe zu unseren Menschen präsentieren wir ein neues Produkt.

Das Set beinhaltet einen Briefmarkenbogen, einen Kunstumschlag und eine Postkarte.

Das Hauptelement der Briefmarke ist eine Scheibe Wassermelone, die die Szenen darstellt, die die vorübergehende Besetzung der Stadt begleiteten: friedliche Kundgebungen, brennende Gebäude, Folter. Die Samen sehen aus wie Raketen, mit denen die russischen Invasoren die Cherson-Region gnadenlos bombardieren. Das Blatt zeigt eine Karte mit der Markierung von Cherson, einer von den Streitkräften der Ukraine befreiten Heldenstadt. Auf dem künstlerischen Umschlag und der Postkarte sind die Proteste der Anwohner abgebildet.

☝ Die Auflage des Briefmarkenbogens beträgt 150.000 Exemplare. Der Nennwert beträgt U. Das Datum des Inverkehrbringens wird später bekannt gegeben.

Autor der Postausgabe ist Andrii Sagach."




Grüße, Stefan
 
asmodeus Am: 11.11.2022 16:49:19 Gelesen: 924# 107 @  
henning1000 Am: 11.11.2022 20:48:02 Gelesen: 897# 108 @  
@ asmodeus [#107]

Ihr habt beide Recht, 900.000 Stück Einzelmarken, entspricht 150.000 Kleinbogen.

Ukrposchta ist im Moment sehr schnell, um auf das aktuelle Kriegsgeschehen zu reagieren. Die Marke zum Anschlag auf die Krimbrücke wurde auch am nächsten Tag angekündigt, und konnte vorbestellt werden.

Gruß Henning
 
henning1000 Am: 14.11.2022 20:10:43 Gelesen: 754# 109 @  
Kurze Info: Der Vorverkauf für die Cherson-Marke wurde heute beendet.

Grund: Ausverkauft, nach nur vier Tagen.

Allerdings hat Ukrposchte wohl noch welche auf Seite gelegt, am Ausgabetag sollen auch welche an die Postschalter kommen.
 
Seku Am: 23.11.2022 06:17:23 Gelesen: 499# 110 @  
@ Leo11 [#51]
@ Sherlock [#52]

Guten Morgen,

den "Stinkefinger" kann man jetzt auch auf einer Marke aus Sierra Leone sehen [1].

Ich wünsche einen schönen Tag

Günther

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=306989
 
asmodeus Am: 01.12.2022 18:36:00 Gelesen: 165# 111 @  
Am 06.12.2022 soll eine neue Ausgabe erscheinen: "Weapons of Victory"- Waffen des Sieges


 
henning1000 Am: 02.12.2022 13:37:48 Gelesen: 116# 112 @  
Am 22.11. bereits erschienen: Europa-CEPT 2022

Auflage hier: 150.000 Stück = 30.000 Klb.


 

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