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Thema: (?) (139) (149) Postleitzahlen - eine etwas andere Sammlung
Das Thema hat 149 Beiträge:
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Christoph 1 Am: 17.08.2019 17:08:26 Gelesen: 95904# 125 @  
@ volkimal [#124]

Hallo Volkmar,

es handelt sich hier nicht um Leipzig, sondern um Leisnig (ca. 50 km von Leipzig entfernt) [1].

Viele Grüße
Christoph

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Leisnig
 
volkimal Am: 18.08.2019 15:34:35 Gelesen: 95785# 126 @  
@ Christoph 1 [#125]

Hallo Christoph,

danke für die Korrektur. Die Stadt Leisnig kannte ich bisher nicht - und wenn man dann nicht genau hinschaut - schon ist die Verwechselung mit Leipzig passiert.



Die Frage zum Beitrag [#124] bzw. diesem Nebenstempel lautet also jetzt "Der Stempel kann vom Postamt Leisnig stammen oder ist auf dem Weg nach Leisnig in der DDR abgeschlagen worden." Wer kennt den Stempel von anderen Postämtern?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.08.2019 16:42:49 Gelesen: 95544# 127 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Brief aus Backnang nach Liebenau in der DDR hat der Absender keine Postleitzahl angegeben. Vermutlich wurde unterwegs von einem Postbeamten die Postleitzahl mit dem zugehörigen "X" ergänzt.



Es fällt noch etwas bei diesem Stempelabschlag auf. Der obere Strich in der "5" der Postleitzahl ist verstümmelt. Hier noch zwei weitere Abschläge aus den Datenbanken:



Nachdem der Stempel stärker abgenutzt war, ist der Strich wieder fast vollständig. Dafür fehlt der senkrechte Strich der 5. Anhand der Abnutzungen des äußeren Kreises ist erkennbar, dass es derselbe Stempel ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.07.2021 16:34:02 Gelesen: 74949# 128 @  
Hallo zusammen,

am 3. November 1961 wurden die vierstelligen Postleitzahlen im Amtsblatt des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen Nr. 126 bekanntgegeben. Am 23. März 1962 wurden sie offiziell eingeführt [1].

Bei Orten, deren Postleitzahlen am Enden Nullen hatten, wurden die Postleitzahlen zunächst ein-, zwei- oder dreistellig angegeben. Die ein- bis dreistelligen Postleitzahlen wurden 1975 durch angehängte Nullen einheitlich auf vierstellige Zahlen gebracht [2].

Es gibt aber Stempel, bei denen die Postleitzahlen durch eine Null schon vorher zur vierstelligen PLZ aufgefüllt worden sind. Hier ein Beispiel aus Lüdinghausen:





Als Beweis dafür, dass der Stempel wirklich aus dem Jahr 1969 stammt, zeige ich auch noch den eingelegten Zettel. Der Fehler (aufgefüllte PLZ) wurde später behoben. Beim Stempel aus dem Jahr 1976 ist die PLZ wieder dreistellig.

Heute fand ich ein weiteres Pärchen, bei dem die PLZ zunächst vier- und dann wieder dreistellig ist:



Ich gehe davon aus, dass die Stempeldaten richtig eingestellt sind, denn das Briefporto wurde am 1.1.1979 von 50 Pfg. auf 60 Pfg. erhöht. Wie es in diesem Fall dazu kommt, dass der Stempel von 1977 eine vierstellige und der von 1979 eine dreistellige PLZ hat weiß ich nicht. Die einfachste Erklärung ist vielleicht, dass es in Krefeld mehrere Absenderfreistempelmaschinen gab, und die Stempel von zwei verschiedenen Geräten stammen.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Postleitzahl_(Deutschland)#Die_Systeme_in_der_Bundesrepublik_und_in_der_DDR
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=28606
 
Briefuhu Am: 09.08.2021 08:32:13 Gelesen: 74554# 129 @  
Bei der Sortierung meiner Belege sind mir zwei Briefe aus Bückeburg aufgefallen die ein mal die PLZ 4967 und einmal die PLZ 3062 haben.

Bei ersten Brief handelt es sich um einen Expressbrief vom 27.02.1963 mit AFS Bückeburg Tor zum Weserbergland nach Hanover. Beim AFS steht noch die PLZ 20a und beim Poststempel die 4967, bei dieser PLZ bin ich im Internet nicht fündig geworden. Allerdings gibt es in der Stempeldatenbank einen Stempel Achum (Bückeburg) mit der PLZ 4961.



Der zweite Beleg ist nicht echt gelaufen und wurde anläßlich 40 Jahre Deutsche Hubschrauber, Helicopter Museum Bückeburg, am 24.07.1980 gestempelt. Hier lautet die alte PLZ 3062



Kann es sein, das Bückeburg zwei verschiedene PLZ hatte bzw. die PLZ geändert wurde?? Oder habe ich da einen Denkfehler bei der Google Suche?

Schönen Gruß
Sepp
 
volkimal Am: 09.08.2021 09:33:23 Gelesen: 74533# 130 @  
@ Briefuhu [#129]

Hallo Sepp,

du hast recht, Bückeburg hatte zwei verschiedene vierstellige PLZ. In den Verzeichnissen von 1962 und 1973 ist es die PLZ 4967. Im Postleitzahlverzeichnis von 1979 ist dagegen die neue PLZ 3062 angegeben.

Noch genauer lässt sich der Zeitraum mit Philastempel feststellen. Ein Abschlag vom 09.06.1975 hat die PLZ 4967, der nächste Abschlag vom 06.11.1975 dagegen die PLZ 3062.

Wenn die Stempeldaten richtig eingestellt sind (wovon ich ausgehe) muss in diesem Zeitraum z.B. eine Gebietsreform stattgefunden haben, bei der sich die PLZ änderte.

Im PLZ-Verzeichnis von 1979 steht dazu: "In Auswirkung von kommunalen Neugliederungen und betrieblichen Maßnahmen erforderlich werdende Änderungen von Postleitzahlen und postamtlichen Namen werden vierteljährlich (Ende März, Juni, September und Dezember) im Amtsblatt des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesens veröffentlicht."

Bei Wikipedia habe ich gerade noch gefunden: "Ein wichtiges Jahr war 1974: Durch die Gebietsreform wuchs das Stadtgebiet von 1000 auf annähernd 7000 Hektar an." Vielleicht geht die Änderung der PLZ auf diese Gebietsreform zurück.

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefuhu Am: 09.08.2021 09:54:41 Gelesen: 74529# 131 @  
Hallo Volkmar,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Habe mir schon so was gedacht, bin aber leider nicht so fündig geworden wie Du. Habe leider übersehen, dass es bei Philastempel mehrere Seiten gibt.

Schönen Gruß
Sepp
 
volkimal Am: 09.08.2021 10:23:14 Gelesen: 74519# 132 @  
@ Briefuhu [#131]

Hallo Sepp,

bei Philastempel würde ich Dir die Kombisuche empfehlen. Wenn Du bei Bückeburg den Zeitraum auf 1973 bis 1980 einschränkst, sind es insgesamt nur 19 Stempel (auf einer Seite).

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefuhu Am: 09.08.2021 10:31:31 Gelesen: 74515# 133 @  
@ volkimal [#132]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für den Hinweis. Hätte auch über die PLZ suchen können und wäre dann fündig geworden. Man lernt nie aus.

Schöne Grüße
Sepp
 
Christoph 1 Am: 09.08.2021 22:07:02 Gelesen: 74447# 134 @  
@ volkimal [#130]

Hallo Volkmar,
hallo Sepp,

ich glaube nicht, dass die Umstellung der PLZ unmittelbar mit einer kommunalen Gebietsreform oder einer größeren Eingemeindung zusammenhängt. Vielmehr glaube ich, dass es sich um eine größere Umstellung bei der Post handelte.

Denn Bückeburg ist bei weitem nicht der einzige Ort mit einer PLZ-Umstellung in dieser fraglichen Zeit (1975).

Beispiel: Stadthagen
PLZ 4960 - bei philastempel nachgewiesen bis November 1974
PLZ 3060 - bei philastempel nachgewiesen ab Dezember 1975

Beispiel: Obernkirchen
PLZ 4962 - bei philastempel nachgewiesen bis Juli 1972
PLZ 3063 - bei philastempel nachgewiesen ab November 1975

Beispiel: Bad Eilsen
PLZ 4963 - bei philastempel nachgewiesen bis März 1973
PLZ 3064 - bei philastempel nachgewiesen ab August 1977

Beispiel: Sachsenhagen
PLZ 4966 - bei philastempel nachgewiesen bis Dezember 1970
PLZ 3051 - bei philastempel nachgewiesen ab April 1978

Aber bei Bückeburg lässt sich der Zeitpunkt der Umstellung am besten eingrenzen, wie von Volkmar beschrieben.

Viele Grüße
Christoph
 
Briefuhu Am: 10.08.2021 08:39:41 Gelesen: 74326# 135 @  
@ Christoph 1 [#134]

Hallo Christoph,

vielen Dank für Deine ausführliche Recherche und Antwort.

Schönen Gruß
Sepp
 
Shinokuma Am: 06.11.2022 19:12:41 Gelesen: 56172# 136 @  
@ Christoph 1 [#134]
@ volkimal [#130]
@ Briefuhu [#129]

Hallo ihr drei!

ich kann noch mit einem weiteren Beispiel einer PLZ-Änderung aufwarten. Es handelt sich um die 3200-Seelen-Gemeinde Scharnebeck im Landkreis Lüneburg. Beide nachstehenden Gelegenheitsstempel wurden schon in der Stempeldatenbank eingestellt.



Der erste datiert vom 11.3.1977, der zweite vom 13.5.1984. Irgendwann dazwischen muss es also zumindest eine postalische Gebietsreform gegeben haben. Leider konnte ich bei Wikipedia nichts dazu finden. Vielleicht weiß einer von Euch mehr darüber.

Mit herzlichen Grüßen

Gunther
 
volkimal Am: 06.11.2022 22:53:09 Gelesen: 56127# 137 @  
@ Shinokuma [#136]

Hallo Gunther,

im PLZ Verzeichnis von 1979 hat Scharnebeck schon die PLZ 2127. Die Umstellung muss also zwischen 1977 und 1979 gewesen sein.

Jetzt habe ich gerade noch bei StampsX nachgesehen. Dort ist ein Stempel aus Scharnebeck mit der neuen PLZ vom 1.1.1978. Damit reduziert sich der Umstellungszeitraum auf März 1977 bis Januar 1978.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 06.11.2022 23:15:53 Gelesen: 56122# 138 @  
@ Shinokuma [#136]
@ volkimal [#137]

Hallo Gunther und Volkmar,

ich vermute, dass die Umstellung der PLZ von Scharnebeck zeitgleich mit der Umstellung der PLZ des Leitpostamts Lüneburg von 3140 auf 2120 erfolgte.

Der Stichtag war vermutlich der Jahreswechsel 1977/1978. Denn von Lüneburg liegen Abschläge mit PLZ 314 aus Dezember 1977 und mit PLZ 212 aus Januar 1978 vor.

Der bei stampsX gelistete Stempel von Scharnebeck vom 1.1.1978 wäre somit der erste Verwendungstag des neuen Stempels.

Beste Grüße
Christoph
 
mumpipuck Am: 01.03.2023 02:48:22 Gelesen: 50464# 139 @  
@ rumburak [#103]

Guten Abend, liegt Dir das zitierte Werk von Herrn Pötzsch vor ?

Wärest Du vielleicht so freundlich mal hineinzusehen, ob die folgenden Poststellen einen Tagesstempel (zeitweise) führten nach 1964 und ggf. wie lange:

2821 Lassahn, Schadeland, Techin, Testorf
2731 Dechow, Groß Thurow, Schlagsdorf

Für Schlagsdorf (ex Poststelle I) liegt mir eine unbestätigte Aussage einer ehemaligen Postlerin vor, dass das der Fall gewesen sei. Bei den Übrigen kommt am Ehesten Lassahn als ehemalige Poststelle I in Frage. Alle anderen waren Poststellen II.

Du würdest mir sehr helfen. Als Heimatsammler eines großen Gebiets über alle Epochen kann ich mir leider nicht alle Literatur selbst anschaffen.

Viele Grüße
Burkhard
 
wheilmann Am: 01.03.2023 17:53:42 Gelesen: 50436# 140 @  
@ mumpipuck [#139]

Hallo Burkhard,

ich habe einmal in dem Beitrag von Herrn Pötzsch im Poststempel-Gildebrief Nr. 257/2019 nachgeschaut, in Schlagsdorf - auch in den anderen Orten - gab es keinen Metall-Tagesstempel.

Gruß Wolfgang
 
Jürgen Witkowski Am: 27.02.2025 21:20:07 Gelesen: 27242# 141 @  
@ filunski [#48]

Die geographische Nähe zu Berlin, lässt vermuten, dass der Stempel (2) Potsdam 1 i vom 21. November 1944 von der Firma Gleichmann hergestellt wurde, wobei zu erwähnen ist, dass die Postleitgebietszahl aptiert wurde.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
volkimal Am: 17.09.2025 22:22:11 Gelesen: 15772# 142 @  
Hallo zusammen,

ich habe wieder eine Änderung der Postleitzahl gefunden:



Beim Absenderfreistempel vom 21.07.1980 hat Tögging am Inn die Postleitzahl 8261, beim Stempel vom 04.03.1982 dagegen die Postleitzahl 8266.

Im Postleitzahlverzeichnis von 1979 ist es noch die alte Postleitzahl 8261, im Verzeichnis vom Juni 1981 schon die neue Postleitzahl 8266.

Viele Grüße
Volkmar
 
wheilmann Am: 18.09.2025 11:11:40 Gelesen: 15658# 143 @  
@ volkimal [#142]

Hallo Volkmar,

ich habe aus meinen Aufzeichnungen die beiden Datenzeilen herausgezogen:



Das könnte man für die ganze Bundesrepublik Deutschland (4-stellige PLZn) aus meinen Excel-Listen einmal anfertigen.

Mit Sortieren nach meiner Excel-Kopfzeile "Stempelkopfzeile" müssten all die Fälle untereinander stehen, und wenn es dann noch einen Excel-Makro-Experten unter den Mitlesenden dieses Forums gibt, könnte man die Orte in einer Extra-Liste herausfiltern und auflisten lassen.

Sicher ein interessantes Thema, wer geht es an?

Meine Excel-Listen stelle ich gerne zur Verfügung.

Gruß Wolfgang
 
volkimal Am: 21.09.2025 11:39:49 Gelesen: 15352# 144 @  
@ wheilmann [#143]

Hallo Wolfgang,

danke für die Ergänzung. Habe gestern noch ein weiteren interessanten Fall gefunden, als ich einen Käsestempel der Firma Kraft eingestellt habe:



Mir ist aufgefallen, dass mein Stempel aus Lindenberg die Postleitgebietszahl "14b" hat (1952), wogegen der Stempel aus der Datenbank die Postleitgebietszahl "13b" hat (1954).

Das hat natürlich meine Neugierde geweckt. Im Werk von Peter Griese [1] habe ich gesehen, dass der Kreis Lindau - zu dem auch Lindenberg gehört - eine wechselvolle Geschichte hat.

Ursprünglich gehörte der Kreis Lindau zu Bayern und hatte die PLGZ 13b. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1946) wurde das Gebiet des Landkreises der französischen Besatzungszone zugeschlagen und gemeinsam mit Württemberg-Hohenzollern verwaltet, während der Rest Bayerns zur amerikanischen Besatzungszone gehörte [2].

Dadurch bekam der Kreis Lindau die PLGZ 14b.

Irgendwann bekam der Kreis aber wieder die alte PLGZ 13b. Ich konnte aber bisher nicht finden, wann das genau war. Hier noch vier Stempel dazu aus der Datenbank:

28.02.1949 - 13b: Bei StampsX findet man die PLGZ schon ab 1947.

13.08.1949 - 14b:

28.05.1953 - 14b:

05.09.1953 - 13b: Bei StampsX findet man die 13b bis 1960.

Das Problem ist, dass sich die Zeiten mit 13b und 14b aufgrund der langen Verwendungsdauer der Stempel überschneiden. Außerdem weiß ich nicht, ob die ürsprüngliche 13b in den Stempeln zur 14b veränder wurde (Aptierung) oder ob die alten Stempel die ganze Zeit unverändert weiterbenutzt wurden.

Wer kann mir genauere Daten geben, wann der Kreis Lindau die PLGZ 13b bzw. 14b hatte?

Viele Grüße
Volkmar

[1] Poststempelgilde Band 181: Postleitzahlen 1945 - 1965 (Peter Griese)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Lindau_(Bodensee)
 
wheilmann Am: 22.09.2025 13:46:23 Gelesen: 15109# 145 @  
@ volkimal [#144]

Hallo Volkmar,

hier ein Auszug aus meinen Aufzeichnungen:



Gruß Wolfgang
 
volkimal Am: 22.09.2025 19:17:04 Gelesen: 15023# 146 @  
@ wheilmann [#145]

Hallo Wolfgang,

von rumburak bekam ich per Mail auch noch eine Information zu diesem Thema - dankeschön an euch beide!

Bei dem Text von rumburak heißt es "Mit der neuen PLGZ (14b) nahm es die Lindauer Post jedoch nicht genau und benutzte weiterhin (13b)-Poststempel".

Um das Datum des zweiten Wechsels, d.h. den Übergang von der PLGZ (14b) zur (13b) festzustellen sind Tagesstempel also nur bedingt tauglich. Jetzt habe ich aber noch etwas gefunden:



Den Gelegenheitsstempel zur Internationalen Spielbank Lindau gibt es wie man sieht mit beiden Postleitgebietszahlen. Dank Philastempel kann ich beide zeigen.

Im Bochmann sieht man den Übergang erst dann, wenn man zwei Hefte zu Rate zuieht:



Da die unterschiedlichen PLGZ in zwei verschiedenen Heften stehen fällt der Übergang überhaupt nicht auf. Im Jahr 1953 gab es beide PLGZ im Stempel. Am 08.06.1953 habe ich noch die (14b) gefunden. Von der (13b) habe ich bisher noch keinen Stempel von 1953 gefunden.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.09.2025 09:53:21 Gelesen: 14909# 147 @  
Hallo zusammen,

rumburak hat jetzt noch mehr herausgefunden - ganz herzlichen Dank!

1953 - wurde diese Maßnahme rückgängig gemacht und die Ämter des Kreises Lindau wieder der OPD München unterstellt.

Die entsprechende Verfügung ist im Amtsblatt Nummer 60 vom 5.6.1953 veröffentlicht:

Allgemeines
Nr. 315/1953. Zuweisung der Ämter und Amtsstellen sowie der sonstigen Dienststellen des Post- und Fernmeldewesens im bayerischen Kreis Lindau an die OPD München
Am 1. Juli 1953 werden die Ämter und Amtsstellen sowie die sonstigen Dienststellen des Post- und Fernmeldedienstes im bayerischen Kreis Lindau aus dem Bezirk der OPD Tübingen in den der OPD München übergeführt


Viele Grüße
Volkmar
 
wheilmann Am: 23.09.2025 10:20:39 Gelesen: 14899# 148 @  
@ volkimal [#147]

Hallo Volkmar,

also von 14b wieder zurück nach 13b?

Das passt dann gut zu dem Satz von "rumburak": "...jedoch nicht genau und benutzte weiterhin (13b)-Poststempel."

Gruß Wolfgang
 
Schimmel Am: 12.11.2025 13:04:02 Gelesen: 12994# 149 @  
Seit einiger Zeit habe ich mich auch auf das Thema Heimat gestürzt. Bei mir ist es der ehemalige Postleitbereich 48 (Bielefeld). Dabei gehe ich auch vor die Zeit der Postleitzahlen zurück. Umstrukturierungen der beschriebenen Arten gibt es auch hier reichlich, so daß man sich manchmal entscheiden muß, was nimmt man dazu und was nicht. Spontan fällt mir Bockhorst ein, daß wenn ich es richtig in Erinnerung habe, zweimal das Leitpostamt wechselte, Borgholzhausen bekam zwischendurch auch eine eigene vierstellige Postleitzahl, erst war es halt die "Sammelnummer" 4801, dann 4807.

Stehe forschungstechnisch noch am Anfang, und das ist gerade bei den Landpoststempeln gar nicht so einfach, welche Orte da einen hatten und von wann bis wann. Bei den vierstelligen hatte ich das Glück, einige Kartons Krankenkassenpost der 60er Jahre durchstöbern zu können, da waren doch einige auch gut Abschläge von dann verschwundenen Orten dabei.

Aber auch heute, wo die Filialpartner häufiger wechseln, ist das Nachhalten der eingestzten Stempel so seine Sache. Mal wird er "weitervererbt", mal gibt es zur Neueröffnung einen neuen. Und dann ist immer noch die Frage, ob die Mitarbeiter dort ihn überhaupt nutzen...

Bin jedenfalls für Tipps in Sachen Nachforschung dankbar.

Hatte auch erst überlegt, nach Postleitzahlen zu ordnen, aber die Sammelpostleitzahlen xxx1 für viele kleine Orte haben mich das verwerfen lassen. Nun geht es altkreis-bzw. ortsweise, wobei die Zuordnung von heutigen Stadtteilen oder Bauerschaften manchmal echt spaßig ist, vor allem, weil ich ja auch nicht hier aufgewachsen bin...


 

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