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Thema: (?) (92/93) UdSSR / Sowjetunion: Bestimmung von Marken und Belegen
Das Thema hat 94 Beiträge:
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Altmerker Am: 25.01.2021 19:37:59 Gelesen: 11382# 70 @  
Hallo,

mit Näherem kann ich da nicht dienen. Das ist eine Ministeriumsnummer, eine Zahl länger als die der Westgruppe. Der Brief ging aus dem Stab der Westgruppe, die bekannte Nummer wie oben, an die Hauptverwaltung Kader des Ministeriums in Moskau.

Gruß
Uwe
 
Altmerker Am: 25.01.2021 20:19:39 Gelesen: 11374# 71 @  
Es ging doch etwas schneller. Es ist nicht die Feldpostnummer. Es ist die Postleitzahl 103160, Moskau, K-160. Korrekt heißt es: Hauptdirektion für Personal- und Militärbildung des RF-Verteidigungsministeriums.

Es gibt da noch einen spannenden Hintergrund, den ein Kollege von mir für sein Buch über die Militärmissionen in der DDR recherchiert hat. Zur Zeit Deines Briefes hieß das offiziell noch Militärdiplomatische Akademie. Die Feldpostnummer war damals 22177. Der Tarnname lautete "Konservatorium". An dieser geheimen Lehranstalt bildet die GRU ihre Kader aus. Russisch hieß das Главное разведывательное управление (ГРУ), wir sagten "Hauptverwaltung für Aufklärung".

Gruß
Uwe
 
Briefuhu Am: 21.08.2021 16:39:39 Gelesen: 7889# 72 @  
Habe hier einen Beleg der am 06.05.1991 in Broceni/Lettland abgestempelt wurde. Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Postanweisung handelt. Der Stempelt sieht noch nach UdSSR aus. Gehört der Beleg noch zur UdSSR oder schon zu Lettland. Habe Nachporto noch weitere solche Postanweisungen und auch zwei Telegramme aus dieser Zeit.



Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 21.08.2021 17:05:36 Gelesen: 7882# 73 @  
@ Briefuhu [#72]

Hier das erwähnte Telegramm vom 11.03.1991 aus Broceni



Schönen Gruß
Sepp
 
Altmerker Am: 21.08.2021 19:50:25 Gelesen: 7868# 74 @  
@ Briefuhu [#72]

Hallo,

Ich würde den Schlussstrich der Lettischen Sowjetrepublik, auf dem Stempel deutlich zu lesen, im August 1991 ziehen: Unabhängigkeitserklärung von Moskau am 21. August 1991.

Das ist aber Ansichtssache, am 4. Mai 1990 erklärte der Oberste Sowjet die Wiederherstellung der Unabhängigkeit und die Umbenennung der lettischen Sowjetrepublik in Republik Lettland.

Schöne Belege übrigens, keine Massenwaren heute. Noch dazu aus so einem 3000-Seelennest wie Brotzen.

Gruß
Uwe
 
Briefuhu Am: 22.08.2021 08:05:28 Gelesen: 7842# 75 @  
@ Altmerker [#74]

Auch hier schönen Dank.

Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 28.08.2021 10:14:24 Gelesen: 7692# 76 @  
Hier ein Brief aus Moskau nach Ferlach/Kärnten/Österreich vom 28.01.1936 frankiert mit 3 Kopeken. Oben links und unten recht sind zwei Stempel in kyrillisch angebracht die ich nicht lesen kann.



Schönen Gruß
Sepp
 
jmh67 Am: 28.08.2021 11:09:14 Gelesen: 7681# 77 @  
@ Briefuhu [#76]

Австрия = Avstrija = Österreich

Печатное = Petschatnoje = Gedrucktes, Drucksache

Zwei Linktips: https://russian.typeit.org/ zum Schreiben kyrillischer Buchstaben, https://www.deepl.com zum Übersetzen.
 
Briefuhu Am: 28.08.2021 11:19:56 Gelesen: 7680# 78 @  
@ jmh67 [#77]

Vielen Dank für die prompte Hilfe und die beiden links.

Schönen Gruß
Sepp
 
bernie_r Am: 07.01.2022 11:51:38 Gelesen: 5622# 79 @  
Sowetunion Cosmonautic days 1973

Hallo zusammen.

Ich besitze diese beiden Sätze. Beide Sowjetunion Cosmonautic days 1973 beide bis auf die Farben identisch.



Zu dem linken, violetten Satz habe ich Informationen gefunden, u.a. auf Colnect.

Zu dem rechten, grünen Satz finde ich gar nichts.

Kann mir jemand etwas dazu sagen ? Warum gibt es diese Marken in 2 Farben, gibt es evtl. sogar noch mehr Farbvarianten, etc.

Vorab schon mal vielen Dank!
Bernie
 
Briefuhu Am: 07.01.2022 12:17:45 Gelesen: 5614# 80 @  
@ bernie_r [#79]

Hallo Bernie,

es handelt sich hier um zwei verschiedene Blöcke laut Michel 2010/2011 Block Nr. 85 (schwarblaugrün) und der Block Nr. 86 (dunkelviolett) beide je mit 2,60 Euro bewertet.

Schönen Gruß
Sepp
 
bernie_r Am: 07.01.2022 12:48:03 Gelesen: 5604# 81 @  
Danke schon mal!

Hier noch ein paar Infos aus Colnect: Bei den Violetten Marken handelt es sich lt. Colnect um die Michelnummern SU 4112, 4113, 4114

Auf Colnect finde ich auch noch 2 blaue Marken, mit diesen Motiven Michel SU 4109, 4110

Die grünen Marken kann ich aber nicht finden. Kennt jemand die Michelnummern dieser Marken?

Gruß Bernie
 
BeNeLuxFux Am: 07.01.2022 13:08:03 Gelesen: 5600# 82 @  
@ bernie_r [#81]

Hallo,

die 4109/11 sind nach Michel schwarzblaugrün/dunkelkarminbraun/gold. Bei Colnect steht dort nur mehrfarbig. Die Marken sind aber die gleichen.

Grüße, Stefan
 
Briefuhu Am: 08.02.2022 14:47:59 Gelesen: 4966# 83 @  
Habe hier einen Brief vom 02.12.1954 von Klaipeda (Memel) nach Lehndorf in Thüringen. Frankiert wurde mit (glaube ich) 40 Kopeken Michel Nr. 1335. Von dieser Marke gibt es verschiedene Typen und Druckverfahren. Vielleicht kann mir ja jemand dabei helfen die Marke zu bestimmen, mein Anfängerwissen reicht da nicht mehr. Acht Bänder um die linke Ähre konnte ich ja noch zählen aber bei den Sonnenstrahlen und den Druckverfahren komme ich nicht mehr klar.



Schönen Gruß
Sepp
 
Markdo Am: 08.02.2022 15:08:14 Gelesen: 4960# 84 @  
@ Briefeuhu

1335 I, die anderen sind erst 1957/58 erschienen. Bleibt die Frage ob a dunkelorangerot oder b zinoberrot.

Nachtrag: Ich sehe gerade es gibt sie auch noch im Buchdruck, sieht für mich aber nicht so aus.
 
Briefuhu Am: 08.02.2022 15:18:36 Gelesen: 4953# 85 @  
@ Markdo [#84]

Danke für die Hilfe. Ich tendiere auch zu der 1335 I. Aber vielleicht kann ja noch jemand was zum Druckverfahren sagen ?

Schönen Gruß
Sepp
 
Markdo Am: 08.02.2022 15:30:04 Gelesen: 4951# 86 @  
Aufgrund der Ausgabedaten kann es die 2 schon einmal nicht sein. ;)
 
Briefuhu Am: 08.02.2022 16:16:01 Gelesen: 4941# 87 @  
@ Markdo [#86]

Nur um Mißverständnisse vorzubeugen.

Die 1335 I Type I erschien am 16.10.1948
die 1335 I Type II erschien im März 1957
dann gibt es noch die 1335 II vom November 1949 in Buchdruck

Habe ich alles aus dem Michel Osteuropa 2010/2011.

Schönen Gruß
Sepp
 
Markdo Am: 08.02.2022 16:37:28 Gelesen: 4937# 88 @  
1335 I a 1948
1335 I b 1950
1335 II I 1957
1335 II II 1959
1335 II BDR II 1949
1335 IV RaTdr 1958

Sowjetunion spezial 2017.

Auf die Angabe der Tagesdaten verzichte ich mal.
 
Briefuhu Am: 08.02.2022 21:53:52 Gelesen: 4903# 89 @  
@ Markdo [#88]

Danke für Deine Bemühungen und die ausführlichen Auszüge aus dem Katalog. Jetzt geht es nur noch darum ob Offsetdruck oder Buchdruck. Ich tendiere zu Offset.

Schönen Gruß
Sepp
 
philaspass Am: 12.02.2022 14:35:24 Gelesen: 4796# 90 @  
@ Briefuhu [#83]
@ Markdo [#88]

Hallo an Euch,

will mal etwas tiefer graben um eine genauere Typenbestimmung zu ermöglichen. Gehe ich vom Bild aus so ist es nach Michel Spezial 2017 eine 1335 I/I b. Wobei eine genaue Farbbestimmung aufgrund des Ausgabezeitraums (Töne) sehr schwer ist.

Nach mir vorliegenden Kataloghandbüchern [1][2] unterscheidet man 3 bzw. 5 verschiedene Typen die sich durch kleine Unterschiede im Klischee unterscheiden.
In Deinem Fall wäre es hier der Typ 4. Dieser unterscheidet sich zusätzlich noch in 3 Untertypen die sich in der Größe voneinander unterscheiden:

Typ 1 = 14,8x21,6
Typ 2 = 14,5x21,5
Typ 3 = 14,3x21,3


Du müsstest die Marke also mal messen um festzustellen um welchen Untertyp es sich handelt.

Lege ich jetzt die Katalogisierung nach Michel zu Grunde, so müsste die genaue Katalognummer lauten:

1335 I/I b - 4/?

Auch im Ausgabejahr unterscheiden sich hier die Unterlagen. Laut Katalog 1950; nach Kataloghandbüchern 1951.

Die 1335 II (Buchdruck ist es auf keinen Fall (fehlendes Detail im Klischee).

Wünsche Euch ein schönes Wochenende und grüße aus Hagen,
philaspass (Karl - Heinz)

[1] = Handbuch der ARGE Russland/UdSSR "die Erst- und Nachauflagen von 1945 - 1957"
[2] = UdSSR - Spezialkatalog von Rolf Weinbrecht Ausg. 1995
 
Briefuhu Am: 12.02.2022 15:29:01 Gelesen: 4787# 91 @  
@ philaspass [#90]

Hallo Karl - Heinz,

vielen Dank für deine umfangreichen Erläuterungen. Da werde ich mir den Beleg nochmals vornehmen und zu messen anfangen.

Ebenfalls ein schönes Wochenende, bei uns scheint voll die Sonne,

schöne Grüße
Sepp
 
Altmerker Am: 13.04.2022 13:43:00 Gelesen: 3250# 92 @  
@ Koban [#68]

Hallo,

ich hoffe, es stößt hier nicht ob der weltpolitischen Lage auf Kritik, wenn ich paar Feldpostbriefe aus DDR-Friedenszeiten zeige, die ich mir mal für einen Sammler anschauen sollte.



Der unspektakuläre Brief von 1971 ging nach Leningrad und hatte als Zudruck den Leningrader Smolny. Kurios, oder? Der Brief hat ja nur den Tagesstempel, der einen Feldpostvermerk besitzt und den Gratisversandstempel. Woher also? Die Recherchen führen dazu, dass er mit der Feldpostnummer 30225 aus Magdeburg abgeschickt wurde.

Bei der Suche im Bundesarchiv ergibt sich: Die Feldpostnummer wird der Stadtkommandantur der heutigen Landeshauptstadt zugeordnet, die am Ende 1994 (?) als 60. Kommandantur der Westgruppe betitelt wurde. Für Insider: Nähe des Hasselbachplatzes.

Gruß
Uwe
 
volkimal Am: 19.07.2022 17:40:43 Gelesen: 739# 93 @  
Hallo zusammen,

in einem meiner Album zur Zeitgeschichte hatte ich hinter der Devisenkontrolle 1933-1939 drei Karten einsortiert und vorhin wiedergefunden. Hier die erste:



Da ich kaum etwas dazu sagen konnte, habe ich versucht, die Texte auf der Karte zu entziffern. Hier das Ergebnis. Falls etwas falsch ist bitte korrigieren. Zum Teil bin ich nicht sicher, welche Übersetzung von Google bzw. Leo.org richtig ist. Diese Stellen habe ich durch (?) gekennzeichnet und zum Teil zwei Versionen angegeben.

Vorderseite:

Заказное = Einschreiben
Место для марки = Platz für die Briefmarke
извещение о вручении = Benachrichtigung über die Einlieferung/Aushändigung (?)
Москва 16 = Moskau 16
Неглинная ул., 12 = Neglinnaya Str., 12
Банку для Внешней Торговли СССР = Bank für Auswärtigen Handel UDSSR
Отдел иностранных переводов = Abteilung für ausländische Überweisungen

Rückseite:

Банк для Внешней Торговли СССР = Bank für Auswärtigen Handel UDSSR
№ ярлыка почтовой конторы = Postnummer Aufkleber/№ Aufkleber der Post (?)
Торгсин Житомир = Torgsin Schitomir [1], [2]
Сумма Герм. Мрк.: = Summe deutsche Währung/Geld(?)
9,10 (девять ГМ I0 пф) = 9,10 (neun RM 10 Pf)

Перевод от: = Sendung aus/Absender (?)
И.Г.Шнейдер = I.G. Schneider
Верлин- Бритц = Berlin-Britz
Градештр. 91-107 = Gradestraße 91-107

Адресованный: = Anschrift
Эиски Ланггаус = Emil Langhaus/Langhans (?)
Пулинск. р-н = Pulyny (Rajon oder Stadt (?))
Киевск. обл. = Oblast Kiew

Получил лично = persönlich erhalten
Получил по доверию = durch Vertrauen erhalten (?)

Torgsin (russisch Торгсин) war eine Handelskette mit gleichnamiger konvertierbarer Währung in der Sowjetunion zwischen 1929 und 1936. [1]
Schytomyr ist eine Großstadt in der Ukraine. [2]

Auf der Karte befinden sich mehrere Daten:
17.6.24 (Rückseite)
22.8.34 (blauer Stempel, Vorderseite)
7.9.34 Quittung abgesandt

Wenn ich es richtig sehe, hat Herr/Firma Schneider aus Berlin-Britz am 27.6.1934 den Betrag von 9 Reichsmark und 10 Pfennig an den Empfänger Emil Langhaus/Langhans in Puluny geschickt. Dieser hat das Geld auch erhalten und dieses durch seine Unterschrift quittiert. Leider hat er kein Datum angegeben. Der Zettel wurde von Puluny aus an die Bank für Auswärtigen Handel UDSSR in Moskau geschickt. Was es mit den beiden Daten Daten auf der Vorderseite auf sich hat verstehe ich nicht. Wieso sind sie in deutscher Sprache und nicht in russisch? Auch mit den beiden Stempeln auf der Rückseite kann ich nichts anfangen.



Die Karte wurde offensichtlich in einen Brief eingelegt und so nach Moskau geschickt. Sie trägt zumindest keinerlei postalischen Hinweis/Stempel. Ich hatte die Karte hinter der Devisenkontrolle abgelegt, da es Privatpersonen damals untersagt war Geld bzw. Devisen ins Ausland zu senden. Devisenbanken war es dagegen erlaubt.

Wenn jemand noch etwas zu der Karte sagen kann, würde ich mich freuen. Hier noch die zweite Karte:



Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Torgsin
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Schytomyr
 
Altmerker Am: 04.08.2022 11:53:06 Gelesen: 258# 94 @  
Leider ist der Dreieckstempel etwas dürftig abgeschlagen. Dafür steht im Tagesstempel klar Feldpost. Der Absender lag im Lazarett (oder war dort beschäftigt?) Das Lazarett der 20. Armee der Sowjetstreitkräfte befand sich in der DDR in Prenzlau, wo aber auch das Sanitätsbataillon der 25. Panzerdivision stationiert war, das eine andere Feldpostnummer hatte (47389).

Freundliche Grüße
Uwe


 

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