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Thema: Deutsches Reich Feldpost in Russland: Fälschungen
AndiHessen Am: 26.05.2022 22:14:26 Gelesen: 1170# 1 @  
Deutsche Übersetzung Russland Feldpost

Hallo zusammen,

ich habe ein paar Briefmarken noch von meinem Opa gefunden und wollte fragen wie eure Einschätzung ist bezüglich Stempel echt für mich sieht der Brief beziehungsweise Stempel und Marken eigentlich echt aus

Danke. :)


 
Martin de Matin Am: 26.05.2022 23:02:14 Gelesen: 1160# 2 @  
@ AndiHessen [#1]

Die Marken sind echt und waren bis zur Währungsreform im Dezember 1923 in Russland im Umlauf. Ungebraucht kommen die Marken sehr häufig vor. Warum sollten die Marken mit den für das Jahr 1942 extem hohen Wertstufen verwendet worden sein. Die höchste Wertstufe die ich auf die schnelle unter Sowjetunion zwischen 1924 und 1942 gefunden habe war eine 10 Rubel-Marke. Ich denke es ist wohl klar, was das für den Stempel bedeutet.

Gruss
Martin
 
AndiHessen Am: 26.05.2022 23:20:35 Gelesen: 1153# 3 @  
@ Martin de Matin [#2]

Für mich ist es nicht ganz klar, da ich relativ neu noch bin, aber ist der Stempel eine Fälschung? Und danke schon mal für die Antwort. :)
 
Lars Boettger Am: 27.05.2022 07:49:40 Gelesen: 1129# 4 @  
@ AndiHessen [#3]

Für mich ist es nicht ganz klar, da ich relativ neu noch bin, aber ist der Stempel eine Fälschung?

Nein, der Stempel ist echt. Aber wie Martin de Matin [#2] es schon gesagt hat, der Stempel hat auf den Marken nichts zu suchen. Wenn wir die BPP-Massstäbe anlegen, dann bekommen die Marken das Prüfzeichen "Stempel falsch". Die Marken waren bis 1923 gültig, alle anderen Stempel, die danach darauf kamen, haben nichts darauf zu suchen. Die Marken sind mit diesem Stempel wertlos.

Beste Grüße!

Lars
 
Martin de Matin Am: 27.05.2022 07:57:07 Gelesen: 1128# 5 @  
@ AndiHessen [#1]
@ AndiHessen [#3]

Marken die ausserhalb der Gültigkeit gestempelt werden, werden sicher nicht als echt gestempelt geprüft.

Bei den beiden Briefstücken wurden zufälligerweise, oder doch gewollt, das Wort "Feld" auf der Unterlage nicht mit den Marken überklebt, damit es einen "echten" Eindruck ergibt.

Der Stempel ist gleichmässig aufgebracht mit sehr dünnen Linien und hat eine einheitlich tiefschwarze Farbe.

An dem Stempel sind auch keine Quetschränder ersichtlich. Quetschränder sind Farbansammlungen am Rand der aufgestempelten Stempelfläche, also bei dem Ring, Zahlen oder Buchstaben. Die Farbe die beim stempeln auf das Stempelgerät aufgebracht, wird beim aufdrücken auf das Papier zum Rand verdrängt und erscheint als intensivere dünne Linie um die aufgestempelten Elemente (Ring, Zahlen oder Buchstaben). Die Quetschränder erscheinen nicht überall gleichmässig verteilt, sondern können auf manchen Stempelbereichen nicht ersichtlich sein, da der Stempel nie exakt gleich eingefärbt wird und er auch nicht gleichmässig aufgebracht wird.

Da diese Merkmale bei den Briefstücken nicht erkennbar sind, kann man wohl von einem nicht originalen Stempelgerät ausgehen. Meine persönliche Meinung zu solchen Stempeln ist, zu schön um echt zu sein. Man kann mich gerne eines besseren belehren.

Zu Vergleich sehe ich mir gerne Vergleichsstücke von Auktionen auf Philasearch an, wobei man immer auch bedenken muss, das es auch dort um Fälschungen handeln kann, aber die Vergleichsauswahl ist dort sehr gross.

Gruss
Martin
 
AndiHessen Am: 27.05.2022 10:46:32 Gelesen: 1108# 6 @  
@ Martin de Matin [#5]

Hallo vielen Dank für eure Antworten.

Damit kann ich schon mal einiges anfangen, ich werde die Briefmarken dennoch einsortieren mit dem Hinweis sehr wahrscheinlich Fälschungen.

Wünsche allen ein schönes Wochenende
 
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