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Thema: Wie wird die Papier Dicke gemessen ?
Harald Zierock Am: 26.08.2009 15:56:18 Gelesen: 16687# 1 @  
Wie macht Ihr das um die Dicke des Papiers zu unterscheiden, wenn zum Beispiel steht dünner als 0,1 mm und dicker als 0,1 mm?

Gibt es einen Apparat um so etwas zu messen? Meiner Ansicht nach wird so ein Ding auch teuer sein.

Habt Ihr einen guten Rat?

Harald
 
doktorstamp Am: 26.08.2009 15:59:59 Gelesen: 16685# 2 @  
@ Harald Zierock [#1]

Dickenmessgeräte gibts. Am billigsten sind sie vom Ingenieurbedarf zu erwerben.

Sie sollten bei dem Erwerb schon geeicht werden. Schraubstockartige Geräte sind höchst ungeeignet.

SAFE hat was im Angebot, sind aber wie gesagt billiger woanders zu kaufen.

mfG

Nigel
 
Harald Zierock Am: 26.08.2009 16:01:48 Gelesen: 16683# 3 @  
@ doktorstamp [#2]

Nigel,

hast Du so ein Gerät, oder machst Du das aus dem Gefühl?

Harald
 
Postgeschichte Am: 26.08.2009 16:28:49 Gelesen: 16675# 4 @  
@ Harald Zierock [#3]

Hallo Harald,

ich weiß zwar nicht welches Gerät Nigel hat, meines sieht so aus:



Der "Hammer" wird durch oben angebrachte Rad angehoben und die Marke zwischen den Hammer und den Amboß gelegt. Am Ziffernblatt kannst Du dann die Dicke ablesen. Ein solches Gerät lohnt sich nur, wenn man Gebiete intensiv sammelt oder prüft, wo Papierstärken eine Rolle spielen. Wenn Du Interesse an der Forschung mit Papierstärken Deines Sammelgebietes hast, dann lege Dir es zu. In dem Falle sollte dann der Preis auch keine Rolle spielen. Billige Geräte dürften schon um 40 Euro zu haben sein.

Gruß
Manfred
 
Harald Zierock Am: 26.08.2009 16:41:54 Gelesen: 16671# 5 @  
@ Postgeschichte [#4]

Hallo Manfred,

von wo hast Du Deines her?

Harald
 
Postgeschichte Am: 26.08.2009 16:50:04 Gelesen: 16668# 6 @  
@ Harald Zierock [#5]

Die Firma existiert nicht mehr. Ich versuche mal eine Bezugsquelle zu finden und werde Dir die Adresse mailen.

Gruß
Manfred
 
rostigeschiene Am: 26.08.2009 18:35:59 Gelesen: 16641# 7 @  
@ Harald Zierock [#1]

Hallo Harald

Vor ein paar Jahren habe ich mir im Baumarkt eine Elektronische Schieblehre gekauft.

War ein Sonderangebot und funktioniert heute noch auf den 100stel genau.

Ein Dickenmessgerät, ähnlich dem welches Manfred hier vorgestellt hat, besitze ich auch und die Messergebnisse sind im Vergleich beider Geräte gleich.

Schöne Grüße aus Bochum
Werner
 
Harald Zierock Am: 26.08.2009 19:29:17 Gelesen: 16631# 8 @  
@ rostigeschiene [#7]

Das kann man natürlich auch ausprobieren. Wenn Du sagst, dass das Resultat das selbe ist, gibt es kein Problem.

Schönen Abend,

Harald
 
Postgeschichte Am: 29.08.2009 15:39:17 Gelesen: 16572# 9 @  
@ [#6]

Hier gibt es Dicken-Meßinstrumente mit einer Genauigkeit von 0,01 und 0,001 mm auch für den kleinen Geldbeutel.

http://www.messmittelonline.de/start.htm?dicken_messinstrument.htm

Gruß
Manfred
 
1936manfred Am: 02.09.2009 10:12:03 Gelesen: 16497# 10 @  
Hallo harald,

vielleicht ist ein besseres Stichwort: "Messgerät für Foliendicke".

Im Prinzip ist es ebenfalls eine Messuhr aus der Mechanik, welche den 'Abstand zwischen der "Grundfläche" und dem "Messkopf"' anzeigt. Der wird mittels Hebel angehoben, das Mess-Objekt dazwischen-gelegt und dann wieder herab-gelassen.

Der Abstand ist auf der Skala sofort ablesbar.

"Knackpunkt" ist die Auflagekraft/Anpressdruck des Messkopfes, der auf "nachgebbares" Papier/Folie abgestimmt ist und nicht wie bei Schieblehren jeder Art und auch bei den Messuhren der Mechanik auf nicht-nachgebbares Metall, also dort sehr viel höher ist!

Die Messfläche bei diesen (Folien-)Uhren ist auch "grösser" - einige Quadratmillimeter - bei den "mechanischen Messuhren", bei denen ja "ein Punkt" ausreicht, weil das Messobjekt konstante Dicke hat (theoretisch), während die "Dicke des Papiers" NICHT KONSTANT ist.

"Meine" Briefmarken der "Lagerpost Woldenberg", welche auf den verschiedensten Papieren gedruckt wurden (versch. Schreibpapiere, Zeitungsränder, usw.) wurden beim Druck für das Protokoll nur unterschieden in: dick, mittel, dünn - erst durch das Vermessen gelang es mir, nachvollziehbare Werte zu ermitteln. Dazu habe ich die Marken mehrfach "kreuzweise" durch das Messgerät geführt und dann den "Mittelwert" genommen. Durch Papier-Einschlüsse konnte der Messwert erhebliche Sprünge machen, auch z.B. durch Falz-Reste auf der Rückseite.

Ich meine, dass meine Mess-Ergebnisse "hinlänglich genau" sind, wenn ich z.B. 0,087 bei der einen Marke und 0,099 bei einer anderen und 0,130 bei einer dritten ermittelt habe, welche z.B. alle das Merkmal "weisses Papier" aufweisen, und auch sonst in der Farbe "sehr ähnlich" sind.

Meiner Meinung nach ist diese Methode billig (nur Kosten für die Mess-Uhr, die bei ca. 100 Euro liegen kann)und auch für den Laien reproduzierbar, auch wenn er zu Ergebnissen von z.B. 0,086 oder 0,088 käme.

Ich habe meine Messuhr damals bei einem Auktionshaus in Wiesbaden gekauft, vor ca. einem Jahr sah ich ähnliche bei einem Laden für Spezial-Zubehör. Unter "Folienmessgerät" ist bei ebay oder google mit Sicherheit weiteres zu finden.

Viel Erfolg bei der Arbeit.
 
Harald Zierock Am: 02.09.2009 11:47:17 Gelesen: 16482# 11 @  
Hallo Manfred,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich werde mich daran halten.

Viele Grüsse,

Harald
 
philaspass Am: 29.01.2020 21:38:07 Gelesen: 1429# 12 @  
Ein Hallo an alle,

die Dickenmessung ist eigentlich nicht das Hauptproblem das mich beschäftigt. Ich verwende schon seit Jahren ein Gerät wie es in den Berichten erwähnt wird. Die damit erzielten Werte sind auch sehr genau.

Was mich vielmehr beschäftigt sind die teilweise sehr unterschiedlichen Beschreibungen im Katalog bezüglich der Papierstärke. So wird bei einer Marke die Stärke mit 0,090 mm als "normales Papier" und bei anderen Marken der gleichen Papierstärke schon als "Dickes Papier" bezeichnet.

Das Gleiche im Umkehrschluss 0,06 mm als "Dünnes" und dann wieder auch als "Sehr dünnes" Papier.

Meine Frage: Gibt es keine einheitliche Regelung wann und in welchem Bereich die Bezeichnung der Papierstärke Anwendung findet. Um hier auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen habe ich für mich folgende Regelung getroffen.

- < 0,06 mm = sehr dünnes Papier
- > 0,06 - 0,075 mm = dünnes Papier
- > 0,075 - 0,089 mm = normales Papier
- > 0,09 - 0,11 mm = dickes Papier
- > 0,12mm - = Sehr dickes ( Karton) Papier

Vielleicht hat ja jemand genauere Informationen hierzu und würde sein Wissen mit mir teilen.

Vorab schon mal Dank an alle die mir hier weiterhelfen können

Gruß Philaspass (Karl - Heinz)
 
spain01 Am: 30.01.2020 11:37:04 Gelesen: 1340# 13 @  
@ philaspass [#12]

Hallo Karl-Heinz,

weitere Informationen habe ich nicht, aber es gibt ein weiteres Problem. Meines Erachtens nach beziehen sich die Angaben der Papierstärken auf Marken OHNE Gummierung. Und eine Gummierung, die je nach Markenausgabe unterschiedlich "dick" ist, ergibt wiederum andere Messwerte.

Ein Beispiel: zwei gleiche Marken, je in ** und o, ergeben den selben Messwert. Demzufolge müsste die postfrische Marke dünneres Papier haben als die gestempelte, da ja der (grundsätzlich unbekannte) Faktor der Gummierung noch dazukommt und vom Messwert abgezogen werden muss. Und das wird bei grenzwertigen Ergebnissen problematisch und besonders dann, wenn man keine weiteren gleiche Vergleichsmarken besitzt.

Gruß
Michael
 
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