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Thema: Statistik von 14 Tagen Posteingang
MichaelS Am: 28.06.2022 19:53:47 Gelesen: 601# 1 @  
Hallo,

ich habe das große Glück, dass ich nach wie vor den kompletten Posteingang unserer Firma bekomme. Wir sind ein lokaler Wasserversorger mit ca. 80.000 Kunden. Daher bekommen wir noch relativ viel Post von Privatkunden, aber das Postaufkommen wird deutlich weniger.

Nach meiner Rückkehr aus einem 14-tägigen Urlaub lag ein Berg von 291 Briefumschlägen auf meinem Schreibtisch. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, diese nach den unterschiedlichen Frankaturarten zu sortieren. Dies ist dabei heraus gekommen:

Anzahl Belege
Selbstklebende Marken 95
gezähnte Marken 47
Marken Individuell 2
Automatenmarken 4
Frankit/FR 85
Internetmarken 3
Frankatur im Fenster 29
FI-Label 8 davon 7 Einschreiben, 1*H (Prio)
Frankierservice 3
Dialogpost 3
Handyporto 10
fehlende Frankatur
ohne Nachgebühr 1
Ganzsachen 1
 

Das Postaufkommen ist natürlich deutlich höher, wenn wir Rechnungen verschicken, aber diese 2 Wochen bilden einen guten Durchschnitt der übrigen Zeit ab.

Schönen Gruß,
Michael
 

rosteins69 Am: 29.06.2022 23:43:47 Gelesen: 469# 2 @  
Danke für die schöne Statistik. Wenn Du mit „gezähnte Marken“ Nassklebende meinst, ist der prozentuale Anteil beachtlich. Bei meiner Firmen-Eingangspost ist er weit geringer. Wenn man dann noch betrachtet, wie viele nassklebende Marken die Postverarbeitung nicht überleben, tendiert er gegen Null.

Perfekt bedarfsgestempelte (für mich bei losen Marken nur mit Briefzentrumsstempel nachweisbar), vollkommen unbeschädigte Nassklebende der letzten 20 Jahre sind für mich moderne Raritäten. Vollkommen unverständlich, dass der Michel im Preisansatz nach wie vor keinen Unterschied zwischen Nass- und Selbstklebenden macht.

Mich würde interessieren: Wie viele der 47 Nassklebenden aus Deiner Post befinden sich in einem sammelwürdigen Zustand?

Roberto
 
uli Am: 30.06.2022 09:22:17 Gelesen: 405# 3 @  
@ rosteins69 [#2]

Ich gehe davon aus, dass du weisst, wie es zu den Preisen im Michel kommt. Die Notierung von "jungen" Bund-Marken - und vor allem von noch gültigen - gibt den Aufwand wieder, den ein Händler hat, um diese Marken von der Post (Versandstelle) zu beziehen und zu verkaufen. Michel unterscheidet (leider?) nicht zwischen gelaufenen Stücken aus dem Bedarf und aus Gefälligkeit gestempelten.

Ansonsten stimme ich dir voll zu.

Gruß
Uli
 
MichaelS Am: 30.06.2022 19:46:19 Gelesen: 310# 4 @  
@ rosteins69 [#2]

Hallo Roberto,

mit "gezähnten Marken" sind tatsächlich nassklebende Marken gemeint. Davon sind 15 Marken nicht beschädigt, leider oft schwach gestempelt, sodass das Datum/BZ nicht lesbar ist. Ich gebe Dir recht, dass die Sortiermaschinen häufig die nassklebenden Marken zerstören. Allerdings sind insgesamt 8 Nassklebende von Hand gestempelt worden und liefen nicht noch einmal durch die Maschine.

Schönen Gruß,
Michael
 
rosteins69 Am: 01.07.2022 03:26:38 Gelesen: 247# 5 @  
@ MichaelS [#4]

Also „überlebt“ aktuell nur rund ein Drittel der nassklebenden Marken die Postverarbeitung unbeschädigt. Das deckt sich ziemlich exakt mit meiner Posteingangs-Statistik der letzten 4 Jahre.

Davon nochmal abgezogen:

- die „totgestempelten“ (sicher über 50 %)
- die vom Empfänger in den Papierkorb entsorgten (Wie viele das heutzutage wohl sein mögen? Sicher weit mehr als zu Hochzeiten des Briefmarkensammelns.)
- die unsachgemäß abgelösten (verfärbt oder mit dünnen Stellen)
- und natürlich die niemals verschickten, in den Sammleralben postfrisch gelagerten Marken…

Dann bleibt bei einer Auflage von beispielsweise 1,8 Millionen der „Fix und Foxi“-Marke nicht mehr allzuviel wirklich sammelwürdiges, echtgelaufenes Material übrig.

Ich würde glatt eine Wette eingehen, dass selbst in diesem Sammlerforum insgesamt keine 30 Stück dieser Marke (Briefzentrumsgestempelt! Mit mindestens Teil-Datum und Briefzentrumsnummer auf der Briefmarke! Unbeschädigt!) gezeigt werden könnten.

Robert
 
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