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Thema: Deutsches Reich Infla: Stempel echt oder falsch ?
Das Thema hat 409 Beiträge:
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LK Am: 24.04.2024 20:16:07 Gelesen: 71637# 385 @  
@ Barna [#384]

Die Frage wurde doch schon mehrfach beantwortet.

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1788&CP=0&F=1

#382 und #383
 
muemmel (RIP) Am: 24.04.2024 20:29:45 Gelesen: 71625# 386 @  
@ Barna [#384]

Hallo Barna,

die obere Marke ist eine 319 BP. Stempel nicht prüfbar.

Bei der unteren Marke handelt es sich um eine 319 A. Ob es sich um AP (Plattendruck) oder AW (Walzendruck) handelt, kann ich anhand der Abbildung nicht erkennen. 319 AP gibt es nur in der a-Farbe, 319 AW sowohl in a- als auch in b-Farbe. Hier liegt aber eindeutig a-Farbe vor.

Den Stempel BERLIN SW / * 11 i halte ich für echt, er wurde allerdings auch für Falschabstempelungen benutzt.

Gruß
Mümmel
 
Barna Am: 24.04.2024 20:43:10 Gelesen: 71616# 387 @  
Vilen Dake für alles.
 
Barna Am: 10.05.2024 19:20:21 Gelesen: 69303# 388 @  
Deutches Reich Milliardenwerte echt oder falsch ?





Mich. 330 B und Mich 334 B. Die Stempel und die Briefmarken, sind sie echt oder falsch? Ich fand sie in der Sammlung mains Vaters. Danke für alles.
 
Lars Boettger Am: 10.05.2024 19:55:08 Gelesen: 69285# 389 @  
@ Barna [#388]

Briefmarken echt, Stempel sind leider Fälschungen.

Beste Grüsse!

Lars
 
erron Am: 10.05.2024 19:56:39 Gelesen: 69285# 390 @  
@ Barna [#388]

Die 5 Millarden Marke hat einen Falschstempelabschlag, ebenso die 50 Milliarden Marke.

mfg

erron
 
Kreisel Am: 09.10.2024 18:32:43 Gelesen: 58655# 391 @  
Hallo

Habe diese Dienst Mi. Nr. 65 schon über 30 Jahre im Album stecken.

Im Buch der Inflabücherei ist der Benrath-Stempel nicht als Falschstempel vermerkt.

Was ist von diesem Stempel zu halten?

Danke für die Meinungen


 
inflamicha Am: 09.10.2024 19:07:47 Gelesen: 58635# 392 @  
@ Kreisel [#391]

Hallo,

so wie der Stempel abgeschlagen ist (was wahrscheinlich so gewollt war) ist der Stempel zumindest nicht prüfbar, da kein Jahr erkennbar ist. Aber so wie die tiefschwarze ölige Stempelfarbe aussieht handelt es sich um eine Nachstempelung, somit falsch.

Gruß Michael
 
Kreisel Am: 09.10.2024 22:46:40 Gelesen: 58574# 393 @  
Danke Michael für deine Meinung.

Gruss Markus
 
chris63 Am: 15.12.2024 23:15:59 Gelesen: 54874# 394 @  
Hallo,

Stempel echt oder falsch oder bekannt ?

Aus Ebay 3 Briefe mit dem KBS Offenbach * (Main) 1 g, Katalogwerte immerhin 1500,-/500,-/1200,-

Gesehen habe ich den Stempel bisher nur 1x auf Briefstück in unüblicher schwarzer Stempelfarbe.



Hier ein Brief mit dem üblicherweise benutztem Sonderstempel, weitere Beispiele mit Abschlägen aus Nov. siehe Inflaseiten.



grüsse Christof
 
JoshSGD Am: 16.12.2024 12:10:39 Gelesen: 54765# 395 @  
@ chris63 [#394]

Ich lehne mich ganz weit aus dem Fenster und falle trotzdem nicht raus; alle drei Belege sind mit Falschstempel bzw. nach der Inflationszeit entstanden.

Ich behaupte auch, dass die Handschrift im Adressfeld nicht in dieser Zeit so üblich war. Eher 40-50 Jahre später.
 
erron Am: 16.12.2024 17:52:45 Gelesen: 54623# 396 @  
@ JoshSGD [#395]
@ chris63 [#394]

Da lehne ich mich mit JoshSGD auch ganz weit aus dem Fenster.

Diese Stempelabschläge von Offenbach (Infla: Stempeltype 3) auf den drei Bankbriefen nach Offenbach, Leipzig und Berlin sind höchtswarscheinlich nach der Inflationszeit abgeschlagen worden.

mfg

erron
 
chris63 Am: 16.12.2024 21:43:48 Gelesen: 54559# 397 @  
@ JoshSGD [#395]
@ erron [#396]

Hallo,

ja neben einigen Merkwürdigkeiten wie Bankbrief mit Stempeldatum am Sonntag, Drucksache ohne Vermerk, Sütterlin zu früh, war mein K.o. Kriterium die Adressangaben Leipzig, Berlin und Siegmund Merzbach/Offenbach mit Bleistift.

Ob es drei weitere Bank zu Bank Briefe mit Bleistift gibt, wage ich zu bezweifeln. Da die Echtheitsprüfung eher über eine Stempelprüfung geht, hatte ich die Hoffnung jemand kennt den Stempel.

Ein weiterer Kandidat ist der K1 CHAM (OPF) *, wie der Offenbacher Stempel trotz langer Suche unauffindbar?



Immerhin im Stempelhandbuch von Helbig als Nr.18 verzeichnet, verwendet ab 1920. Fraglich ist der Stempel, weil ich habe noch einen zweiten OR-Vierer Block mit dem Stempel, allerdings mit Gummierung?

grüsse Christof
 
EDMI Am: 02.07.2026 22:24:24 Gelesen: 1788# 398 @  
Guten Abend,

was haltet ihr von diesem Stempel bzgl. Echtheit.


 
inflamicha Am: 02.07.2026 22:41:49 Gelesen: 1774# 399 @  
@ EDMI [#398]

Guten Abend!

Dieser Stempel ist im Infla-Band 13 als Falschstempel aufgeführt.

Sieht auch zu schön aus, um zeitgerecht zu sein.

Gruß Michael
 
EDMI Am: 03.07.2026 09:30:25 Gelesen: 1684# 400 @  
Danke, hast mich vor einem Fehlkauf bewahrt.

VG Michael
 
Lars Boettger Am: 03.07.2026 14:41:47 Gelesen: 1620# 401 @  
@ EDMI [#398]

Hallo Michael,

ist es ein Angebot bei Ebay? Wenn ja, dann gerne die Artikel-Nr. nennen.

Beste Grüsse!

Lars
 
EDMI Am: 03.07.2026 16:05:45 Gelesen: 1589# 402 @  
Stefan Am: 04.07.2026 09:58:40 Gelesen: 1500# 403 @  
@ EDMI [#398][#402]

Als Ergänzung: der Artikel mit dem fraglichen Stempelabschlag aus Jössnitz (Vogtland) ist bei ebay für 7,63 Euro zuzüglich Porto/Versand verkauft worden:



Gruß
Stefan
 
inflamicha Am: 04.07.2026 10:39:18 Gelesen: 1483# 404 @  
Hallo,

mal abgesehen davon, dass der Stempelort Gössnitz und nicht Jössnitz heißt - das Endergebnis ist für einen Lückenfüller gerade noch angemessen.

Mehr als ein Lückenfüller ist die Marke jedoch nicht, wenn auch optisch attraktiv.

Gruß Michael
 
Stefan Am: 04.07.2026 12:35:04 Gelesen: 1458# 405 @  
@ inflamicha [#404]

mal abgesehen davon dass der Stempelort Gössnitz und nicht Jössnitz heißt-[...]

Es ist tatsächlich der Ortsstempel JÖSSNITZ (VOGTLAND), seit 1999 ein Stadtteil von Plauen im Vogtland in Sachsen [1] ;-)

Das angesprochene Gößnitz liegt wenige Kilometer südlich von Altenburg in Thüringen und ca. 50 km nördlich von Jößnitz. Von der Einwohnerzahl her betrachtet unterscheiden sich Gößnitz und Jößnitz eher wenig.

Die Briefmarke ist sehr sauber als Vollstempel entwertet worden - optisch ein ansprechender Lückenfüller.

Gruß
Stefan

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6%C3%9Fnitz
 
inflamicha Am: 04.07.2026 15:00:47 Gelesen: 1410# 406 @  
@ Stefan [#405]

Da ließ sich trefflich drüber streiten. Es gibt sowohl den Stempel Gössnitz (Vogtland) als auch den Stempel Jössnitz (Vogtland) in Type 4, beide als Falschstempel gelistet. Ich würde nach wie vor eher zu Gössnitz tendieren.

Gruß Michael
 
Stefan Am: 04.07.2026 15:29:07 Gelesen: 1394# 407 @  
@ inflamicha [#406]

Da ließ sich trefflich drüber streiten. Es gibt sowohl den Stempel Gössnitz (Vogtland) als auch den Stempel Jössnitz (Vogtland) in Type 4, beide als Falschstempel gelistet. Ich würde nach wie vor eher zu Gössnitz tendieren.

Die Kleinstadt Gößnitz im Landkreis Altenburger Land in Thüringen gelegen, passt geographisch definitiv nicht zum sächsischen Vogtland. Im Vogtland liegt neben Jößnitz auch der Ort Oelsnitz, zumindest schlägt mir Google diesen Ort als mögliche Alternative vor.

Machen wir es einfach: nenne du mir bitte die heutige Postleitzahl von Gößnitz bzw. Gössnitz (als Ort oder eingegliederter Ortsteil von einem anderen Ort) im Vogtland. Ich finde über Google beim besten Willen nichts Passendes.

Der Infla-Band 13 [1] ist inhaltlich leider nur bedingt aussagekräftig, da hier kein Unterschied zwischen Rückdatierungen echter Stempel und Ganzfälschungen (= Stempelimitate) gemacht wird und leider zum besseren Verständnis notwendige Abbildungen der darin gelisteten Stempel fehlen (auch wenn das Buch dann um ein Mehrfaches dicker wäre). Bei der Masse an Orten und Stempeln (vermutlich um die 4000 Einträge) sind vereinzelte (Tipp-)Fehler zwangsläufig nicht auszuschließen.

Gruß
Stefan

[1] https://www.infla-berlin.de/wp-content/uploads/2026/01/band-13.pdf
 
Stefan Am: 10.07.2026 20:19:39 Gelesen: 726# 408 @  
Im Beitrag [#407] schrieb ich:

Der Infla-Band 13 [1] ist inhaltlich leider nur bedingt aussagekräftig, da hier kein Unterschied zwischen Rückdatierungen echter Stempel und Ganzfälschungen (= Stempelimitate) gemacht wird und leider zum besseren Verständnis notwendige Abbildungen der darin gelisteten Stempel fehlen (auch wenn das Buch dann um ein Mehrfaches dicker wäre).

Kurzum, das Thema ließ mir keine Ruhe und ich habe aus einer meiner Sammlung ein Beispiel herausgesucht. Es ist zufällig der Fall, welcher mich jahrelang rätseln ließ, weshalb dieser Handstempel in dem Infla-Band 13 [1] aufgeführt wird. Vor einigen Wochen erwarb ich ein Lagerbuch Stempelfälschungen, worin sich ein passendes Belegexemplar befand.

Torgau an der Elbe, heute als Kreishauptstadt mit etwas weniger als 20.000 Einwohnern im Landkreis Nordsachsen gelegen (PLZ 04860), verfügte jahrzehntelang über ein Postamt, welches auch erst im vergangenen Jahr als Postbank mit angegliederter Post geschlossen wurde. Anfang der 1920er Jahre dürften weniger als zehn Handstempel gleichzeitig in Gebrauch gewesen sein. Belegbar sind Handstempelgeräte bis zu dem Unterscheidungsbuchstaben e. Die Verwendung von Maschinenstempeln ist vor 1945 nicht nachgewiesen. Eben jenes Stempelgerät war vor allem in den Jahren 1921-1928 der vermutlich am häufigsten vorkommende Tagesstempel. Es scheint im Postamt in Torgau üblich gewesen, ein Stempelgerät einige Jahre lang für die normale Tagespost zu verwenden. Dann wurde auf ein anderes Stempelgerät mit einem anderen Unterscheidungsbuchstaben (UB) gewechselt. In meiner Sammlung sieht es für den UB e wie folgt aus (sortiert nach Stempeldatum):



Ergänzend dazu ein paar Belege als Beispiele:



Sendungen vom 01.09.1921 und 05.10.1922, Handstempelabschlag TORGAU **e



Sendungen vom 08.03.1923 und 19.05.1924 (als Posteingansstempelung einer nichtnachweispflichtigen Sendung aus Dänemark), Handstempelabschlag TORGAU **e

Die losen Marken und die Belege schauen allesamt unverdächtig aus. Warum zum Kuckuck taucht dieses Handstempelgerät im Infla-Band 13 auf der Seite 78 auf? In diesem Buch wird der fragliche Stempel als Stempelform 3 beschrieben. Dies entspricht in der Stempeldatenbank Philastempel der Form "Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten" [2]. Diese Beschreibung passt also auf die zuvor gezeigten Stempelabschläge TORGAU **e.

Im Jahr 2012 erhielt ich Scans eines zweier ebay-Artikel (Deutsches Reich Mi-Nr. 179 und 188), welche als Stempelfälschung gemeldet worden waren:




2021 erhielt ich einen Scan einer Deutsches Reich Dienst Mi-Nr. 88 (rechte Briefmarke) aus einem weiteren als Stempelfälschung gemeldeten ebay-Artikel:



Wenn man sich die offensichtlichen Originale auf den Belegen und die Fälschungen anschaut, was fällt auf? Nicht nur die Stempelfarbe ist abweichend, auch die Beschriftung im unteren Segment ist abweichend ausgerichtet und schräg stehend (parallel verlaufend ausgerichtet zum äußeren Stempelkreis). Dies fällt vor allem am Unterscheidungsbuchstaben e auf. Auch der Stempelausbruch der unteren waagerecht verlaufenden Sehne passt nicht zum Original, wo die obere Sehne ausgebrochen ist.

Vor kurzem fand ich das nachfolgende, als Fälschung signierte Exemplar:



Auch hier sind die Sternchen und der Unterscheidungsbuchstabe e schräg gestellt. Allerdings ist (noch) kein Ausbruch der Sehne ersichtlich.

Sicher, nur weil ein Stempelgerät in dem Infla-Band 13 gelistet wird, muss dieser nicht generell falsch sein. Eine Auflistung in dem Buch [1] darf allerdings ausdrücklich kein pauschales Kriterum sein, dass ein vorliegender Stempelabschlag per Definition falsch wäre oder falsch sein könnte (wie in manchen Forenbeiträgen vereinzelt suggeriert), nur weil dieser zufällig gelistet ist. Es mag nun allerdings deutlicher werden, warum ich persönlich mit dem Infla-Band 13 inhaltlich eher wenig etwas anfangen kann, zumindest solange zur tabellarischen Auflistung keine näheren Beschreibungen oder alternativ Abbildungen vorhanden sind.

Das hier gezeigte originale Stempelgerät TORGAU **e als 12h-Stempel (mit V und N als Tagesangabe für Vormittag und Nachmittag) ist in meiner Sammlung aktuell bis März 1928 belegt. Ab derzeit Anfang Januar 1929 lässt sich der Nachfolger **e als 24h-Stempel (ohne Tagesangabe) nachweisen (bis aktuell November 1936). Zwischenzeitlich wurde (Anfang der 1930er Jahre) vom Reichspostministerium in Berlin eine neue Stempelnormung herausgegeben, welche die Gestaltung neu anzufertigender Tagesstempel als Zweikreisstegstempel vorsah. Diese Type mit Unterscheidungsbuchstaben e ist bei mir derzeit von April 1938 bis August 1943 belegt. Danach wechselte man anscheinend auf der Post auf ein Stempelgerät mit einem anderem Unterscheidungsbuchstaben (UB i) zur Briefmarkenentwertung normaler, nicht nachweispflichtiger Tagespost.

Gruß
Stefan

[1] Rolf Tworek: "Deutsches Reich / Falschstempel der Inflation 1919-1923" (zweite Auflage), bestellbar unter https://www.infla-berlin.de/wp-content/uploads/2026/01/band-13.pdf
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/411773
 
inflamicha Am: 10.07.2026 21:04:17 Gelesen: 695# 409 @  
@ Stefan [#408]

Hallo Stefan,

interessante Dokumentation. Wer sich mit der Inflazeit näher beschäftigt weiß allerdings, dass die aufgelisteten Stempel dort zum Teil nur ein erster Anhaltspunkt sind und ebensogut auch echt sein können. Wie jeder Sammler dieser Zeit habe auch ich als echt geprüfte Belege oder Marken, die in diesem Band auftauchen.

Man sollte also schon den Inflaband 48 dazu nehmen, hier wird u.a. auf die Stempelfarbe hingewiesen, die nach der Inflazeit ein anderes Aussehen hatte. Der oben gezeigte Jössnitz-Stempel (ja da wirst du schon recht haben mit, auch wenn der erste Buchstabe des Ortsnamens eher an ein G denken lässt) passt von der Stempelfarbe einfach nicht in die Inflazeit.

Na das weißt du ja sicher auch. Warum Gössnitz (Vogtland) in der Liste auftaucht weiss ich nicht, da musst du schon die Verfasser des Büchleins fragen. Aber man sollte bedenken, dass es auch Fälschungen von Stempelgeräten gibt, vielleicht teils absichtlich ohne geografische Äquivalente.

Mit dem Stempel des thüringischen Gössnitz kann man obigen Abschlag jedenfalls nicht verwechseln, der hatte den Zusatz Sachs.-Altenb. und sah so aus:



In den letzten Monaten habe ich etliche Wertbriefe mit diesem Stempel als Ankunftsstempel in der Rubrik Inflationsbelege vorgestellt, den Einschreibbrief mit diesem Stempel hier zeige ich gleich noch an dortiger Stelle.

Gruß Michael
 

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