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Thema: [-> 122] (?) (117) Rumänien Fürstentum Moldau: Marken echt oder falsch ?
Das Thema hat 124 Beiträge:
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10Parale Am: 06.11.2021 22:23:00 Gelesen: 24455# 100 @  
Heute war ich auf einer Sammlerbörse in Basel im Rahmen der berühmten Herbstmesse. Neben allerlei Antiquitäten, Schmuck, Spielzeug, Uhren, Literatur etc. waren auch hochkarätige Schweizer Briefmarkenhändler vor Ort. Diese Sammlerbörse ist auch morgen noch besuchbar, allerdings ist es vorteilhaft, einen Impfnachweis gegen COVID19 mit sich zu führen.

Als ich so durch die Kisten und Angebote stöberte stieß ich bei unterschiedlichen Händlern auf je 1 Briefmarke, denen mir auffiel, dass sich nicht mit einem Preisvorschlag ausgezeichnet waren. Der Grund war einfach: Die Marken waren nicht geprüft und besonders eine Marke aus Bermuda erregte meine Aufmerksamkeit.

Eine Stanley Gibbons #12, 3d (THREE PENCE), schräger Aufdruck on 1 d., rosa-rot, steht bei Michel mit 19.000 € im Katalog. Der Händler wollte keinen Preis nennen, meinte aber, wenn ich ernsthaft Interesse an der Marke hätte, würde er sie einer Prüfung unterziehen. Allerdings ist es sehr schwer, einen Prüfer für Bermuda zu finden, fügte er hinzu. Ein weiterer Gast am Tisch meinte, dass man da in England bestimmt jemand finden würde. Okay, ich ging weiter.

Am nächsten Tisch fand ich in einem Lot klassischer Marken aus Rumänien die 5 Parale Zeitungsmarke. Alle anderen Marken waren mit einem Preis versehen, nur diese Marke nicht (siehe Scan), lediglich eine hohe Notierung des Katalogpreises im 5-stellingen Bereich. Die Verkäuferin war sehr ehrlich und meinte, dass manche Marken zu schön seien, um wahr zu sein. Ich lieh mir eine Pinzette aus und begutachtete die Marke. Das dünne Papier gefiel mir sehr gut, die Zeichnung der Marke ebenfalls und ich erkannte auch sofort einen kleinen Rahmenbruch unter dem A, was für eine Michel Nr. 5 Iy spricht. Zunächst wollte die Verkäuferin 100 Schweizer Franken, dann sagte sie 80 Franken auf Risiko. Ich drehte eine kleine Rund, kehrte zurück und kaufte das Stück auf Risiko nach einer kleinen Verhandlung für 60 Schweizer Franken. Ich erklärte der Verkäuferin, dass ich die Marke für echt halte und zeigte ihr im Katalog den Wert von 300,--Euro, der ja auch in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Ich habe sie nun zu Hause vor mir liegen und glaube, die Marke ist wirklich echt, allerdings ungeprüft.

Ich denke, es ist gut, wenn Händler so wie erlebt, die Wahrheit sagen und es dem Verkäufer überlassen, "ein Risiko" einzugehen. Ein weiterer Herr am Tisch meinte, wenn sie falsch wäre, hätte ich wenigstens eine "gute Fälschung" gekauft.

Ich hoffe, es ergibt sich eines Tages die Gelegenheit, diese Marke Herrn Dr. Gmach oder sonst einem versierten Kenner der Rumänien Philatelie zur Prüfung vorzulegen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 09.11.2021 08:27:03 Gelesen: 24313# 101 @  
@ 10Parale [#100]

Ich freue mich, dass Du Dich erneut aktiv an das Thema "Rumänien" herantastest und dass Du wieder neue Belege und Marken kaufst. Dazu fällt mir ein Sprichwort ein: "Alte Liebe rostet nicht"

Die Möglichkeit, eine Briefmarke Herrn Gmach zur Prüfung vorzulegen, besteht jederzeit. Benötigst Du nochmals seine Postadresse? Siehe Dein e-mail.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 15.10.2022 13:58:56 Gelesen: 16003# 102 @  
Leider werden wieder einmal Fälschungen der Nummer 1,2 + 4 angeboten.



Bei Gärtner wird mit Los 9201 eine Sammlung Rumänien angeboten. Gleich auf Seite 1 sind drei Fälschungen der ersten Ausgabe erhalten.

Heinz
 
10Parale Am: 26.03.2023 19:52:33 Gelesen: 11895# 103 @  
@ Heinz 7 [#102]

Ist diese Marke echt? Trotz eines Attestes von Herrn Dr. jur. Ferdinand Wallner aus dem Jahr 1963, ich habe meine Zweifel. Für 7.900 Euro oder als Preisvorschlag eventuell günstiger bei svenny-foto auf ebay zu haben [1].

Laut Anbieter in Heimbüchler´s Werken nicht gelistet und seit den 1960-er Jahren nicht mehr im Handel. Anpreisung:

RR! Rumänien Nr. 1 Ochsenkopf 27 Parale, rundgeschnitten sonst einwandfrei! Ein in Heimbüchlers Literatur völlig unbekanntes Stück, das seit den 60er Jahren nicht mehr im Handel war! Attest Wallner. Michel normalerweise 25.000 Euro, für rundgeschnitten ca. 12.500 Euro.

Hätte gerne mal Eure Meinung dazu?

Liebe Grüße

10Parale

[1] https://www.ebay.de/itm/334607448749
 
Lars Boettger Am: 26.03.2023 22:29:14 Gelesen: 11873# 104 @  
@ 10Parale [#103]

Reden wir von einem Attest des selben Herrn Dr. Wallner, der Atteste für die Fälschungen der "Alpenvorland Adria"-Serie ausgestellt hat? [1]

Beste Grüße!

Lars

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=3287&full=1
 
Martin de Matin Am: 27.03.2023 12:10:18 Gelesen: 11837# 105 @  
@ Lars Boettger [#104]

Reden wir von einem Attest des selben Herrn Dr. Wallner, der Atteste für die Fälschungen der "Alpenvorland Adria"-Serie ausgestellt hat?

Das wird er wohl sein, aber nicht alles was Wallner geprüft hat ist schlecht. Im Österreichbereich trifft man gelegentlich Stücke, die von ihm geprüft sind und einer neuen Nachprüfung standgehalten haben.

@ 10Parale [#103]

Das Stück sieht auf den ersten Blick recht gut aus. Ich habe das Stück mit einem Bildbearbeitungsprogramm über ein Original gelegt und man sieht eigentlich keinen deutlichen Unterschied. Natürlich muss man den Durchmesser des Stücks nachmessen, da ich das Stück mit einem Original auf gleiche Grösse gebracht habe. Natürlich ist auch das Papier zu überprüfen. Es wäre vermutlich die einzige rundgeschnittene Marke mit Stempel von Tekutsch. Sie kann auch von einem Sammler früher rund geschnitten worden sein.

Der Preis wäre mir für ein rund geschnittenes Stück zu hoch.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 27.03.2023 22:26:38 Gelesen: 11798# 106 @  
@ Martin de Matin [#105]

Das Papier gefällt mir auch, die Zeichnung und die kyrillischen Buchstaben sind sehr originell. Der Durchmesser sollte 19,5 mm sein.

Sollte es sich um ein Original handeln mit einem so seltenen Stempel von Tekutsch, wäre der Preis angemessen und meiner Meinung nach zu niedrig angesetzt. Es wundert mich tatsächlich, dass noch kein Vermögender zugeschlagen hat. Der Verkäufer täte gut daran, das Stück noch einmal prüfen zu lassen.

Es ist auch noch eine 108 Parale Marke im Angebot, und diese halte ich eher für eine Fälschung.

Liebe Grüße

10Parale
 
Lars Boettger Am: 27.03.2023 22:33:25 Gelesen: 11790# 107 @  
@ Martin de Matin [#105]

Hallo Martin,

eine echte Marke mutiert nicht zu einer Fälschung, auch wenn der Prüfer so einen Lapsus (Alpenland Adria) begangen hat.

@ 10Parale [#106]

Warum sollte der Ebay-Anbieter noch einmal Geld für ein Attest ausgeben? Die Marke ist doch schon vor Urzeiten einmal geprüft worden? Gut, ich schalte den Ironie-Modus wieder aus, aber das ist ein Argument, dass ich von so vielen Internet-Verkäufern von fraglichen Marken oder Marken mit falschem Prüfzeichen bereits gehört habe. Ja, die Marke gehört aktuell geprüft und ja, das kostet Geld aber sie wäre besser verkäuflich (oder als Fälschung vom Markt).

Beste Grüße!

Lars
 
10Parale Am: 28.03.2023 10:28:28 Gelesen: 11762# 108 @  
@ Lars Boettger [#107]

ganz Deiner Meinung.

Ein in Heimbüchlers Literatur völlig unbekanntes Stück, das seit den 60er Jahren nicht mehr im Handel war!

Dieser Satz, mit dem sowohl die 27 Parale als auch die 108 Parale Marke angepriesen werden, sollte uns zum Nachdenken auffordern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herrn Heimbüchler (die 1960-er Jahre waren wohl mit seine Zeit!) im Handel etwas entgangen wäre. Solche Marken wurden wohl nicht unter der Ladentheke gehandelt.

Völlige Unkenntnis kann ich mir einfach nicht vorstellen. Der illustre Kreis rund um den ehemaligen Vorsitzenden der ARGE Rumänien hätte dieses Stück irgendwie geahndet. Na, vielleicht täusche ich mich auch und wir haben es hier mit weiteren, echten rundgeschnittenen Cap de Bour zu tun.

Es wäre schön wenn der Verkäufer sich über die Herkunft oder den Handelsplatz der 60er Jahre äußern würde. Ich überlege mir, ihn danach zu fragen = gesagt, getan !

Liebe Grüße

10Parale
 
10Parale Am: 29.03.2023 15:47:04 Gelesen: 11709# 109 @  
@ 10Parale [#108]

Mittlerweile habe ich den Verkäufer angeschrieben und er gab mir die Erlaubnis, dieses Schriftstück zu veröffentlichen. Es beleuchtet noch einmal tiefer den Hintergrund der 27 Parale Marke. Anscheinend besteht eine große Wahrscheinlichkeit, das sie nun doch echt ist. Der Name des Doktors, von dem die Rede ist, habe ich nun doch geschwärzt. Unten links noch ein interessanter Vermerk über einen Kaufpreis für die 27 Parale. Das Briefmarkenhaus Rössl in Salzburg scheint sich sehr mit der Marke beschäftigt zu haben.

Langsam interessiert mich die Marke auch, aber leider ist meine "Kriegs"kasse inflationsbedingt knapp.



Liebe Grüße

10Parale
 
bignell Am: 29.03.2023 19:39:00 Gelesen: 11689# 110 @  
@ 10Parale [#109]

Lieber 10Parale,

wenn die Marke 1965 wie angegeben 4500 Schilling gekostet hat (7 Schilling = 1 DM, also knapp 650 DM), dann hat sie an Wert (oder Preis) zugelegt. Mittelklasse-Neuwagen kosteten über 30.000 Schilling, also das sieben- bis achtfache, und das Briefporto war glaube ich 1,50 Schilling.

Liebe Grüße,
harald
 
Heinz 7 Am: 19.07.2023 00:18:21 Gelesen: 9328# 111 @  
Neue Fälschungen gleich in Serie werden angeboten in einer Sammlung bei Fischer



Die Unterschiede zu den echten Marken sind doch recht gross, sodass hier keine grosse Gefahr ausgeht für die Sammler. Trotzdem habe ich immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich so etwas sehe.

Der Auktionator sagt zwar, die ersten Marken seien nicht berechnet, er bezeichnet sie aber nicht als Fälschungen, wie das wohl wünschenswert wäre.

Grüsse

Heinz
 
10Parale Am: 06.08.2023 03:17:25 Gelesen: 8657# 112 @  
Ich habe so meine Probleme damit. Weitere Angebote finden Sie, wenn sie bei dem Anbieter "Rumänien" als Suchbegriff eingeben.

Liebe Grüße

10Parale

https://www.ebay.de/itm/334607448749
 
zeisler1 Am: 10.01.2024 11:27:39 Gelesen: 4855# 113 @  
RUMÄNIEN - Fürstentum Moldau MiNr 2

Ich habe eine Marke in einem alten Album gefunden, die leider beschädigt ist. Kann mir jemand sagen, ob es sich da um die Rumänien MiNr 2 handelt?

Die Marke hat lt. Michel, wenn sie in Ordnung ist einen KW von 22.000,-- €.

Kann man diese beschädigte Marke preislich einschätzen?

Ich freue mich auf Infos.


 
Martin de Matin Am: 10.01.2024 16:36:39 Gelesen: 4814# 114 @  
@ zeisler1 [#113]

Das Stück sieht auf den ersten Blick, wenn man die Druckausführung betrachtet, schöner als jedes Original aus.

Bei Feldmann wurden mehrere echte Stücke angeboten. Als Vergleichsstück Los 40351 der Auktion vom 23.11. - 9.12.2023.



https://www.philasearch.com/de/i_9346_55123/5405_Rumaenien/9346-A20231123-40351.html?set_sprache=de&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COSUBGRP-20470&set_auktionnr=-1&set_anbieter=0&postype=PH&indexTableId=0&katalog=22&katnr=2&row_nr=0&breadcrumbId=1704900032.351

Bei deinem Stück sind beide Ohren anders, des rechte Horn ist kürzer und die Spitze zeigt auf eine andere Stelle der Randinschrift und unten unterhalb der "54" ist ein rechteckiger Kasten zu sehen. Es sind noch weitere deutliche Abweichungen zu sehen. Da es nur einen unveränderten Druckstempel gab, so ist es eindeutig kein Original.

Gruss
Martin

[2 Beiträge redaktionell verschoben aus dem Ursprungsthema "RUMÄNIEN - Fürstentum Moldau MiNr 2"]
 
zeisler1 Am: 10.01.2024 18:47:10 Gelesen: 4791# 115 @  
Hallo Martin!

Vielen herzlichen Dank - das ist eine profunde Aussage. Besser kann es ein Prüfer auch nicht.

Spitze - Danke

Kurt
 
10Parale Am: 10.01.2024 21:49:28 Gelesen: 4753# 116 @  
@ zeisler1 [#115]

Ja, leider keine echte Marke. Martin de Matin hat alles dazu gesagt.

Gab es denn in dem alten Album noch andere rumänische Marken?

Liebe Grüße

10Parale
 
10Parale Am: 11.02.2024 20:04:45 Gelesen: 4253# 117 @  
Heute schickte mir ein französischer Händler ein Album (recht günstig) mit rumänischen Marken. Ich hatte sie gekauft wegen der Philharmonie-Kleinbogen aus dem Jahr 1945. Nun fand ich auf einer anderen Seite diese recht gut gemachten Fälschungen mit dem recht gut gefälschten Agraffen-Stempel von CRAIOVA. Das Papier ist recht dünn und leicht bläulich und kommt dem Original-Papier sehr nahe.

Es sind auch keine Doppeldrucke, sondern die Stempel wurden wohl tatsächlich händisch aufgetragen.

Ob es sich nun um Mache handelt oder irgendein Muster oder Probedruck damit verbunden ist wage ich nicht zu sagen. Als Mitglied der ARGE Rumänien ist es mir nicht immer möglich, nein zu sagen, denn ich muss wissen, was dahinter steckt.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 12.06.2024 13:35:14 Gelesen: 1369# 118 @  
@ Heinz 7 [#30]

Zu deinen Ausführungen über Fälschungen zeige ich hier passenderweise einen ganzen Bogen einer Fälschung der berühmten Rarität, der Zeitungsmarke zu 5 Parale. Obwohl recht gut gemacht, ist das Papier etwas dicker als beim Original und somit recht einfach als Fälschung auszumachen.

Dieser Block wurde auch bei ebay verkauft, aber im Text schon als Fälschung ausgewiesen. Ich habe es mir mal als Studienobjekt zukommen lassen.

Natürlich können naive Käufer auch auf dieses Angebot hereinfallen und das Angebot an und für sich stellt eine Gefahr dar.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 14.06.2024 15:06:57 Gelesen: 1226# 119 @  
@ 10Parale [#118]

Ja, ich habe auch immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich Fälschungen sehe. Bei diesem - unmöglichen - "Zwölf minus eins = Elferblock" wurde ja bereits eine Marke weggeschnitten, wohl um sie irgend jemandem zu verkaufen?

Diese Marke wurde 1858 in 32-er Bogen gedruckt. Erste 8 Marken aufrecht, zweite Reihe 8 Marken ebenfalls, dann dritte Reihe 8 Marken kopfstehend "TETE-BECHE", und auch die 4. Reihe zu 8 Marken steht auf dem Kopf.

Liebe Grüsse

Heinz
 
Martin de Matin Am: 23.06.2024 03:41:14 Gelesen: 941# 120 @  
@ 10Parale [#118]

Die einzelnen Marken sehen dem Original optisch schon sehr ähnlich; allerdings sieht jede Marke gleich aus. Dies sind man deutlich bei den Unterbrechungen der Randlinie und der gleich starken Druckausführung.

Eine Einheit einer vermeintlichen echten MiNr. 5 yI kann man bei Gärtner im Nachverkauf für 300 Euro erwerben plus Gebühren erwerben. Diese Einheit zeigt so viele Abweichungen (Inschrift, Ohren, Stern und Posthorn) vom Original auf, das man sie direkt als Fälschung erkennen muss, wenn man sie mit einem Original vergleicht. Sie sieht auch eher wie eine 5y aus und nicht wie eine 5yI (Rahmenbruch unterm "A").



https://www.philasearch.com/de/i_9081_728136/5405_Rumaenien/9081-A59-3060.html?treeparent=COSUBGRP-20470&set_sprache=de&set_anbieter=9081&set_auktionnr=10464&postype=PH&breadcrumbId=1719105857.4133&row_nr=0

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 23.06.2024 14:07:39 Gelesen: 890# 121 @  
@ Martin de Matin [#120]

Würde ich als Auktionshaus prüfen lassen. 300 Euro sind viel Geld. Ich möchte mich dazu aber nicht näher äußern. Den Beleg in [#118] habe ich für ca. 5,50 US-Dollar erworben. Das tut nicht weh und der Bogen ist dem Markt entzogen, d.h. man kann keinen weiteren Unfug damit anfangen.

Liebe Grüße

10Parale
 
Auktionshaus Gärtner Am: 24.06.2024 10:42:00 Gelesen: 811# 122 @  
@ Martin de Matin [#120]

Danke für den Hinweis - das Los ist zurückgezogen (dauert noch ein wenig, bis das auch auf Philasearch oder unserer Webseite erscheint).

eine Anmerkung: solche Hinweise bitte direkt an die Auktionshäuser, nicht über Bande eines Forums.

Wenn wir ein Los zurückziehen müssen wir dies in der Regel dem Einlieferer erklären - und da kommt "hat user xyz im Internet gesagt" als Argument nicht wirklich gut. Ein Klarname hilft da schon wesentlich weiter. Mal eben bei Philasearch im Los auf den Knopf "Frage an den Auktionator" gibt uns direkt den Hinweis, den Klarnamen und die Möglichkeit direkt mit dem Hinweisgeber in Kontakt zu treten. Wenn jemand nicht mit seinem Klarnamen zu seiner (philatelistischen) Meinung stehen kann hat dies immer ein Geschmäckle.

Natürlich sind wir als APHV - Mitglied an dessen Grundsätze gebunden und nehmen Lose aus dem Verkauf, von denen wir wissen, dass sie eine Fälschung sind. Aber: wenn ich auf der einen Seite einen "renommierten", ausländischen Briefmarkenhändler und auf der anderen Seite einen anonymen User auf einem kleinen Internet-Forum habe - die Entscheidung fällt nicht leicht. Macht es uns leichter indem ihr solche Sachen direkt an uns meldet. Besten Dank an den BPP Prüfer, der diesen Thread mitliest und uns direkt informiert hat.

@ Richard

Trotz der Abmahnung von Rauhut scheint dieses Forum, was die Verwendung von Bildern von Auktionshausseiten bzw. Philasearch angeht, nicht lernfähig zu sein. CG ist immer recht großzügig mit der Erteilung von Nutzungsgenehmigungen von Bildrechten für journalistische Zwecke - knüpft dies aber an die Bedingung als Bilduhrheber erwähnt zu werden. (A la: Verwendung der Bilder mit freundlicher Genehmigung von ...) - nicht nur als Selbstzweck - sondern durchaus auch mit dem Willen aus den Belegexemplaren philatelistissches Wissen zu ziehen.

Die AGBs von Philasearch schließen die Verwendung durch Dritte von Bildern explizit aus:
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III. Rechte, Bilder

1. Die Informationen und Bilder auf dem Portal bzw. in den Auktionen sind rechtlich geschützt und Eigentum der jeweiligen Urheber.

2. Es ist nicht gestattet, diese Informationen und Bilder herunterzuladen, zu kopieren oder anderweitig wieder zu verwenden.

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Warum soll ich jemandem seine philatelistischen Hinweise glauben, der sich in so eklatanter Weise über unsere (Eigentums)rechte hinweg setzt? Wie gesagt - das Los ist zurückgezogen - aber Fairness unter Philatelisten sieht anders aus, als einfach Bilder zu klauen und anonym zu posten.
 
Martin de Matin Am: 24.06.2024 18:55:53 Gelesen: 725# 123 @  
@ Martin de Matin [#120]
@ Auktionshaus Gärtner [#122]

Die Bilder aus meinem oben genannten Beitrag, wurden durch mich nicht in diesem Beitrag eingefügt, sondern durch die Redaktion der Philaseiten ergänzt. Von mir wurde nur der Link zu Philasearch zu dem Los von Auktionshaus Gärtner eingefügt.

Ich erwarte das die Redaktion der Philaseiten dies auch klarstellt.


"...aber Fairness unter Philatelisten sieht anders aus, als einfach Bilder zu klauen und anonym zu posten."

Das ist aber eine komische Fairness wenn man so eine Wortwahl wie "Bilder zu klauen" verwendet.

"Aber: wenn ich auf der einen Seite einen "renommierten", ausländischen Briefmarkenhändler und auf der anderen Seite einen anonymen User auf einem kleinen Internet-Forum habe -"

Da stelle ich mir die grundsätzliche Frage ob Lose mit einer eindeutigen Katalognummer (keine besonderen Einzelstücke oder Briefe) bei einer Auktion nur nach den Aussagen des Einlieferers beschrieben und nicht selbst überprüft werden?

Ich danke für die Information über den "renommierten", ausländischen Briefmarkenhändler". Somit weiss ich, das ich bei "renommierten", ausländischen Briefmarkenhändler keine Marken kaufen werde.

In diesen Zusammenhang fällt mir der Schriftverkehr zweier vestorbener Briefmarkenprüfer ein (ein grosser Teil eines der beiden Prüfer, mit auch seinen Forschungsunterlagen, befindet sich in meinem Besitz). Es geht darin ob ein grosser Briefmarkenhändler als Prüfer aufgenommen werden soll. Man äusserte sich darin, so das der Händler nicht für das ganze Land geeignet sei, da er im klassischen Bereich sein Wissen nicht ausreicht (freundlich ausgedrückt), aber man ihn auf Grund seines grossen Lagerbestands für den moderneren Bereich zulassen könnte.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 24.06.2024 19:59:48 Gelesen: 697# 124 @  
Ich habe einen Satz gelesen von Lars Boettger, der mir sehr gefällt. Im Kontext der Fälschungsbekämpfung war die Sprache davon, dass eine Signatur auf der Rückseite "den Verstand ausschaltet". Ich möchte das einmal ins Positive wenden und alle Briefmarkensammler bitten, ihren Verstand zu benutzen. Ich möchte hier nur für dieses Gebiet für mich beanspruchen, sehr gut zwischen Originalen und Fälschungen unterscheiden zu können, sofern mir eine Marke vorliegt.

Dennoch würde ich nie, - auch wenn ich mir sicher wäre -, eine nicht originale Marke oder ein nicht originales philatelistisches Produkt beanstanden wollen. Den Button "Frage an den Auktionator" bei philasearch zu nutzen, sollte man tatsächlich Fragen an ein Auktionshaus haben, halte ich für sinnvoll (siehe [#122]).

Mich besorgt es sehr und ich verfolge mit großer Sorge viele Themenkreise, die sich hier mit Fälschungen, missbräuchliche Nutzungen und folgerichtigen oder nicht folgerichtigen Abmahnungen und dergleichen beschäftigen. Die Diskussion ist lehrreich.

Ich freue mich im Gegenteil, dass es Laden- und Online-Händler gibt, renommierte Auktionshäuser, die uns die Möglichkeit geben, unsere Sammelleidenschaft zu vervollständigen und zu vertiefen. Ohne diese Anbieter wäre mein Leben ärmer.

Es hat alles ein Für und Wider. Ich für mein Teil verlasse mich auf meinen Verstand und auch das beste Prüfzeichen ist für mich (auf diesem Gebiet) kein Garant für Echtheit.

Liebe Grüße

10Parale
 

Das Thema hat 124 Beiträge:
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