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Thema: Trinidad und Tobago: Freimarken Ausgabe King George V. (KGV) 1922-28
doktorstamp Am: 16.10.2009 17:21:02 Gelesen: 9399# 1 @  
Die Marken

Diese Ausgabe läuft von Stanley Gibbons 216-229 (221 entfällt). Alle Nominale ab einschließlich 4d. sind auf Kreidepapier. SG 216 und 217 (4d. und 1/- haben das Wasserzeichen Krone CA mehrfach, ab SG 218 Krone CA in Schrift mehrfach).
Die Marken waren bis zum Anfang des Jahres 1936 in Verwendung (In diesem Jahr Umstellung auf B.W.I Dollar-Währung).

Einsicht in die Akten der Druckerei De La Rue ist noch nicht gewonnen worden, daher ist einiges Konjunktiv oder Vermutung auf bereits bekannte Vorhergehensweise des Gebietes.

Die Marken waren am Schalter in Bogen zu je 60 Marken erhältlich, gedruckt wurde in Bogen zu 120 oder auch 240 (dies mag etwas komisch vorkommen ist aber dem Pfund Sterling zu verdanken £1 = 20/- = je zu 12 Pence, ergibt 240 Pence)

Vier der Nominale sind mit kopfstehendem Wasserzeichen bekannt 1d., 1½d. (gelistet), 2d. und 4d. [SG 216] (Auflistung wird vorgenommen. Den Spezialisten bereits 10 oder mehr Jahre bekannt!)

Druck

Zwei Platten wurden für den Druck der einen Marke verwendet. Bild und Nominal/ Kopf.

Verwendung

Die Marken waren auf Trinidad sowie Tobago am Schalter erhältlich, sie genossen Gültigkeit auf die andern Inseln der B.W.I. sofern diese noch Pfund Sterling im Umlauf hatten.

Entwertung

Auf Trinidad gab es mehrere Postämter, teils sind die Abschläge der kleineren Orte selten. Mit Abschlägen der Postämter Tobagos sind die Marken mit einem Aufschlag zu berechnen (mindestens € 8). Oft gehen sie aus Unkenntnis billig weg zu meinem Vorteil.

Auf Trinidad kommen mehrere Werbestempel vor. Auf Tobago hat es nie (?) welche gegeben.

Fiskalische Entwertungen kommen vor.

Höhere Nominale sind meist mit Stempelabschlägen aus Port of Spain bekannt. Die £1 Marke ist gebraucht nur mit Attest zu erwerben, es gibt nämlich hier lauter Stempelfälschungen aus der Werkstatt der Madam Joseph.

Für die Forschung dieser Marken ist die £1 Nominale entbehrlich.

Postgeschichte

Zur Unterteilung hier gehe ich wie folgt vor

Inland

Übersee (Commonwealth)

Ausland (W.P.V.)

Flugpost

Bereits nach anderthalb Jahren Sammeltätigkeit ist folgendes festzustellen:
Inland, hier ist es schwierig Belege aufzutreiben.

Ausland, nach den Staaten sind geographisch bedingt jede Menge gelaufen, sonstwo ist nicht leicht zu finden.

Flugpost, hier gibt es zuhauf Belege, auch von den Erstflügen, typisch für das Sammelgebiet Flugpost werden sie oft überteuert angeboten. Zugegeben es gibt Seltenheiten hier DOX z.B. Zeppelin Belege habe ich noch nicht gesehen, es existieren aber sicher welche.
 
petzlaff Am: 16.10.2009 17:30:52 Gelesen: 9394# 2 @  
@ doktorstamp [#1]

Super, Nigel - jetzt geht das los, was du neulich schon angekündigt hast!

Gibt es eigentlich auch ebenso Interessantes von den kleinformatigen "Britannia"-Freimarken zu berichten?

Ich persönlich sehe beide Ausgaben eigentlich in einem direkten Zusammenhang.

LG
Stefan
 
doktorstamp Am: 16.10.2009 17:40:45 Gelesen: 9391# 3 @  


Es hat vermutlich bei der 1/- zwei Ausgaben gegeben. SG 216 und 217.



In ungebrauchter Erhaltung



Und gebraucht



Mit kopfstehendem Wasserzeichen



Randmerkmale, sie sind für alle Werte gleich. Wohl ist noch einiges hier zu entdecken!



Vierblock mit Steg aus einem ungetrennten Druckbogen (selten)



Entwertungen des Postämtes Port of Spain und andere Ämter (noch nicht sortiert)



Aus dem Postamt zu San Fernando (Oft sind nur Vorderseiten erhältlich, an sich nicht sammelwürdig, aber um Stempelabschläge zu verdeutlichen haben sie auch ihren Platz gefunden.)



Weitere Entwertungen aus San Fernando, bemerkenswert hier ist die Verwendung der 5/- Marke



Aus Tuna Puna



Werbestempel. Der Beleg oben ist rein philatelistisch (überfrankiert) dient aber zum Vorzeigen des Werbestempels.



Weitere Werbestempel (sie werden noch erfasst)



Entwertungen aus Tobago wobei am häufigsten ist Scarborough zu finden. Roxborough, Moriah und Plymouth sind schwieriger.



Fiskalische Verwendung.

Mit Erweiterung der Sammlung werde ich hier noch zusätzliche einstellen.

BK Belege kommen noch!

mfG

Nigel
 
doktorstamp Am: 16.10.2009 18:25:54 Gelesen: 9377# 4 @  
Kurze Verwendungszeiten haben folgende Marken:

SG 216 4d.)
SG 217 1/-) Wohl ist das Papier für diese beiden Marken mit Wasserzeichen Krone CA mehrfach bei dem Druck aufgebraucht worden. 4d. in gebrauchter Erhaltung (besonders mit lesbarem Stempel) schwer aufzutreiben.

SG 225 6d. purpur u. magenta (bereits Anfang 1924 durch SG 226 6d. grün und rot/ grün ersetzt.

Begründet durch ihre hohen Nominalen sind die 5/- und £1 Marken in gebrauchter Erhaltung schwierig. Natürlich findet man die 5/- leichter als die Pfund Marke.

Alle Marken mit kopfstehendem Wasserzeichen in gebrauchter Erhaltung gelten als selten, und sind dementsprechend (wo Preise vorhanden) im Katalog bewertet.

Literatur ist auch nicht reichlich. Lediglich muß man auf die Auflistungen in Stanley GGibbons, oder Bridger & Kaye berufen, letztere ist hier mit den vielen Farbnuancen mehr handelsbedingt als es den Tatsachen entspricht. Einsicht in die Akten von De La Rue könnten welches bestätigen oder widerrufen.

The Postal History of Trindad & Tobago, Ted Proud Mit lauter Fehlern

mfG

Nigel
 
doktorstamp Am: 11.12.2009 16:41:08 Gelesen: 9285# 5 @  
Porto Tarife für die Verwendungszeit dieser Dauerserie

Inland

Briefe
1.1.20-30.6.22 1.7.22-31.12.27 1.1.28-31-12-38
1d. je Unze* 1½d. je Unze 1d. je Unze
1d. jede weitere Unze

Postkarten
1.1.20-30.6.22 1.7.22-31.12.27 1.1.28-31-12-38
½d. 1d. ½d

Drucksachen
15.02.03-31.12.38
½d je vier Unzen

Drucksachen Sendungen dürften höchstens 2lb (Pfund) wiegen. Büchersendungen dagegen bis zu 5lb. Tarife gleich. Dieselben Gewichte galten auch für das Ausland.

Zeitungen
ab 1.7.1884
wie Drucksachen Sendungen

Zusatzleistungen
Einschreiben

1.8.1882-30.6.22 1.7.22-31.12.38
2d. 3d.

Rückschein
1.1.20-31.12.57
3d.

Weltpostverein

Briefe
1.12.21-31.12.38
3d. nach den Vereinigten Staaten existierte ein ermässigtes Porto von 2d.
Daten sind aus den 20er Jahren belegt


Postkarten
1.12.21-31.12.38
1½d.

Drucksachen:
1.12.21-31-12-38
Bis Anfang 1928 sind Belege mit 1½d. bekannt, ab 1929 ist dies, zumindest was die Staaten betrifft auf 1d. herabgesenkt
Wohl haben andere Länder Vereinbarungen hier getroffen, es mangelt an Belegen

Commonwealth

Briefe
1.1.20-30.11.21 1.12.21-31.12.27 1.1.28-31-12-28 1.1.29-31-12-31
2d. je Unze 2.d 1½d. je Unze 1d. je Unze
jede weitere Unze jede weitere Unze jede weitere Unze
½d. 1½d. 1d.

1.1.32-31-12-38
1½d. je Unze
jede weitere Unze
1d.

Postkarten
1.12.21-31.12.28 1.1.29-31-1238
1½d. 1d.

Zeitungen
ab 1.1.1892-30.11.21 1.12.21-1.12.38
½d je zwei Unzen 3d. je 6 Unzen
Mindestens 2½d. 1d. jede weiter 2 Unzen

Luftpostgebühren

Erst ab 1929 waren solche geregelt, allerdings nach jedem Bestimmungsland einzelnt berechnet. Ferner nach dem FAM (Foreign Armail Contract) waren dieser US Dollar abhängig was zu häufigen Änderungen geführt hat (bis zu dreimal im Jahre). Nach 1933 hat es sich ausgeglichen und die Gebührentabellen konnten erheblich vereinfacht werden. Über die Leitwege der FAM Verträge wird noch berichtet.

*Die Englische Unze beträgt 28gm

16oz.= 1lb= 454gm

Information in kursiv ist nur zum Teil belegt bzw Beweise liegen noch nicht vor.

mfG

Nigel
 


 

petzlaff Am: 11.12.2009 17:34:09 Gelesen: 9274# 6 @  
@Nigel

eine "blitzsaubere" Arbeit - vielen Dank dafür.

LG
Stefan
 
muemmel Am: 11.12.2009 17:48:37 Gelesen: 9264# 7 @  
@ doktorstamp [#5]

Nigel,

auch wenn ich ausländische Marken nie gesammelt habe, Gratulation zu dieser ausführlichen Darstellung. Wie petzlaff schon schrieb, eine blitzsaubere Arbeit.

Schönen Gruß
Harald
 
Harald Zierock Am: 19.12.2009 16:26:28 Gelesen: 9224# 8 @  
@ doktorstamp [#4]

Hallo Nigel,

vielleicht kannst Du diesen Link brauchen?

Viele Grüße,

Harald

http://www.tradewinds-co.com/ttpp/village_cancels.htm
 
doktorstamp Am: 19.12.2009 19:16:51 Gelesen: 9207# 9 @  
@ Harald Zierock [#8]

Er ist mir persönlich bekannt.

Der Händler heisst Ed Barrow.

Danke.

mfG

Nigel
 
Harald Zierock Am: 20.12.2009 17:23:33 Gelesen: 9189# 10 @  
Hier gibt es tolle Sachen, wenn auch nicht billig!

Harald

http://www.postalhistory.com/Worldwide/trinidad.htm

Noch ein Bild aus einer Sammlung dazu! (nicht meine)


 
doktorstamp Am: 20.12.2009 17:57:22 Gelesen: 9183# 11 @  
@ Harald Zierock [#10]

Wenn auch nicht billig ist milde ausgedruckt. Ramsch wird hier überteuert angeboten.

Übrigens die drei fehlenden Stücke aus dieser einfachen Markensammlung werden den neuen Besitzer um die 7.000+ Euronen kosten.

mfG

Nigel
 
Harald Zierock Am: 20.12.2009 19:54:31 Gelesen: 9178# 12 @  
@ doktorstamp [#11]

Hallo Nigel,

Nicht nur für Jürgen habe ich etwas, sondern auch für Dich.

Harald

http://www.bcpsg.com/articles/Trinidad%20Bisect%20by%20E%20Barrow.htm
 
doktorstamp Am: 18.06.2010 16:51:52 Gelesen: 8790# 13 @  
Dank einem Schreiben von einem Sammlerfreund aus den Staaten, und weitere Forschung hoffe ich letztendlich die fehlenden Portostufen darstellen zu können.

Auch dbzgl. habe ich einiges ein zu scannen.

mfG

Nigel
 
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