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Thema: Marken bestimmen: Japanische Besetzung in China
Harald Zierock Am: 23.10.2009 14:36:03 Gelesen: 18745# 1 @  
Hallo,

ich habe dies in einer China Sammlung gefunden.

Wer kann mir etwas dazu sagen?

Harald


 
rostigeschiene Am: 23.10.2009 15:01:34 Gelesen: 18739# 2 @  
@ Harald Zierock [#1]

Sagen kann ich Dir dazu leider nichts. Aber ein ähnliches Problemkind habe ich auch in meinen Beständen.

Die einzige Information die ich aus meiner Karte herauslesen kann ist die, das die Karte aus Japan ist.



Vielleicht kann uns beiden ja geholfen werden?

Werner
 
Harald Zierock Am: 23.10.2009 15:16:28 Gelesen: 18736# 3 @  
@ rostigeschiene [#2]

Werner,

Ich habe schon bei zwei Leuten nachgefragt.

Sobald ich eine Antwort habe, werde ich sie Dir mitteilen.

Harald
 
rostigeschiene Am: 23.10.2009 15:23:18 Gelesen: 18732# 4 @  
@ Harald Zierock [#3]

Danke Harald,

ich wüßte auch keinen in meinem Bekanntenkreis der Japanisch kann.

Werner
 
Harald Zierock Am: 24.10.2009 08:50:51 Gelesen: 18698# 5 @  
@ rostigeschiene [#4]

Guten Morgen Werner,

Hier ist die Antwort die ich erhalten habe:

Betreffs Deiner Karte kann ich Dir nur sagen, dass es sich um PC 10 handelt, also nicht besonders wertvoll. Der Stempel ist ganz nett. Es handelt sich um den sogenannten Kutsuwa-Kreuz-Stempel, der nur in Yokohama im Einsatz war. Im allgemeinen hatte er noch einen Außenkreis, der aber wie bei Deiner Karte durch Abnutzung oftmals fehlt. Er war statt des Negativ-Silben-Nummern-Stempel im Einsatz, d. h. also etwa von 1875 – 1881. Viel Freude mit der Karte!

Ich hoffe, Du kannst mit der Antwort etwas anfangen?

Viele Grüsse,

Harald
 
Lacplesis Am: 24.10.2009 15:00:09 Gelesen: 18681# 6 @  
@ rostigeschiene [#4]

ich wüßte auch keinen in meinem Bekanntenkreis der Japanisch kann.

Wie gut ist dein Sütterlin? Es gibt selbst in Japan kaum noch jemanden, der japanisch aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg lesen kann.

Hatte ich auch schon Probleme mit.
 
Harald Zierock Am: 24.10.2009 15:54:04 Gelesen: 18675# 7 @  
Hallo,

gerade erhielt ich eine Antwort von Didier Maistre aus der französischen China-Philatelie zu meiner Anfrage.

Es handelt sich um einen Stempel in japanischer Kanji Schrift, und bedeutet soviel wie Porto bezahlt.

Diese Art von Stempel wurde in Taïwan während der japanischen Besetzung benutzt.

Die Japanische Besetzung erfolgte 1895 nach dem Abkommen von Shimonoseki. Taiwan ging 1946 nach Japans Niederlage durch den Vertrag von Kaïro an China zurück.

Schönes Wochenende,

Harald
 
rostigeschiene Am: 25.10.2009 19:44:06 Gelesen: 18642# 8 @  
@ Harald Zierock [#5]

Guten Abend Harald,

meinen besten Dank dafür das Du ich für meine Fragen so einsetzt.

Mit dieser Antwort als Text zur Karte, sieht ein Albenblatt doch schon viel freundlicher aus.

Eine japanische Karte habe ich noch, wenn Du Dich noch einmal für mich verwenden würdest, kann ich das Albenblatt auch mit zweiten Karte bestücken.
Es eilt aber nicht.



Schöne Grüße aus Bochum
Werner
 
ligneN Am: 26.10.2009 01:44:13 Gelesen: 18626# 9 @  
Hallo,

1) Briefstück, die Inschrift des Stempels lautet:

"Sapporo-Zentralpostamt
Gebühr getrennt gezahlt."

Es ist eine japanische Standardtype, die bis heute benutzt wird. Da Schreibweise von links, aus der Zeit nach 1949.

Sapporo ist bekanntlich in Japan. Mit China hat der Stempel überhaupt nichts zu tun.

Die Stempelform wurde bis 1945 auch im japanischen Taiwan benutzt - so wie in allen anderen japanischen Territorien ab 1919. Jedoch in der Schreibweise von rechts nach links.

Die Übernahme von Taiwan durch KMT-China erfolgte im Oktober 1945, nicht 1946 wie dargestellt.

2) Karte PC10 mit Hufeisen (das bedeutet nämlich kutsuwa) von Yokohama: diese Sonderform nur benutzt Okt. 1875-Nov. 1876.

3) Die Karte PC12 mit roter Beschriftung ist gestempelt Tokyo-Bota + Yotsuya (Außenkreis Tokyo) Nov. 1887 mit Ankstpl. Yokohama.

Gruß
ligneN
 
Harald Zierock Am: 26.10.2009 08:14:54 Gelesen: 18617# 10 @  
@ rostigeschiene [#8]

Guten Morgen Werner,

hier die Antwort auf Deine zweite Karte:

Da will ich doch schnell noch antworten. Die Stempel sind nicht so gut erkennbar. Ich kann Dir aber sagen, dass die Karte in Tokyo aufgegeben wurde, allerdings nicht im Hauptpstamt, sondern im Zweigpostamt YOTSUYA. Im japanischen Katalog allerdings nur mit 1000 Yen bewertet.

Werner, Du kannst diesen Antworten trauen, da sie von sehr fortgeschrittenen Mitgliedern der International Society of Japanese Philately stammen.

Schönen Tag,

Harald
 
rostigeschiene Am: 26.10.2009 23:27:22 Gelesen: 18601# 11 @  
@ Harald Zierock [#10]
@ ligneN [#9]

Guten Abend zusammen,

es ist für mich immer wieder erstaunlich wo Ihr eure Informationen herholt. Aber das ist ja das schöne an unserem Forum, man hat eine Frage, und ist sie noch so ausgefallen, eine Antwort kommt bestimmt.

Ich bedanke mich nochmal für Eure Bemühungen, und entschuldigt bitte meine späte Antwort. Aber die Firma, bei der ich mein Geld verdiene, möchte von mir auch eine Gegenleistung, das heißt meine Arbeitskraft und meine Zeit. Und die ist in dieser Woche sehr ungünstig eingeteilt.

Werner
 
Harald Zierock Am: 12.01.2010 12:16:27 Gelesen: 18475# 12 @  
Hallo Forum Freunde,

Hier habe ich etwas gefunden. Zwar ist es eher japanische Besetzung von Malaïschen Staaten, aber ich nehme an das stört nicht.

Kann mir jemand sagen was das für ein Dokument ist, und wie es bewertet wird?

Schönen Tag,

Harald


 
ligneN Am: 13.01.2010 13:07:07 Gelesen: 18456# 13 @  
Hallo,

sieht aus wie die Quittung über eine Rechnung. Links oben Datiert Showa 18 5 15 = 15. Mai 43.

Demnach Verwendung als Steuermarken.

Gruß
ligneN
 
Harald Zierock Am: 13.01.2010 13:18:08 Gelesen: 18453# 14 @  
@ ligneN [#13]

Hallo LigneN,

ich danke Dir für die Auskunft. Passt so etwas in eine Sammlung? Was ist Deine Meinung?

Viele Grüße,

Harald
 
ligneN Am: 13.01.2010 13:45:07 Gelesen: 18451# 15 @  
Hallo,

m. E. ist jede Verwendung von Briefmarken auf Bedarfsbeleg sammelwürdig, wenn mans nur umfassend genug anlegt.

Natürlich gibt es Briefmarkensammler, für die ein Beleg nur eine Erhaltungsform ist wie ***, gestempelt, MC.

Für den ist eine Fiskalverwendung ohne Poststempel: ein Graus, "färbottten!"

***

"Das Teil hat Gesicht,
also warum nicht"

Gruß
ligneN
 
Dudley Am: 28.03.2017 22:56:50 Gelesen: 10294# 16 @  
Zu diesem Beleg habe ich zwei Fragen:

Ist dies eine Marke der japanischen Post in China und stimmt die Portostufe von Shanghai ins Gefangenenlager FUKUOKA in Japan?



Für Eure Hilfe besten Dank,
Gruß Gerhard
 
volkimal Am: 29.03.2017 08:08:35 Gelesen: 10251# 17 @  
@ Dudley [#16]

Hallo Gerhard,

es ist die Marke Michel Nr. 18 der japanischen Postanstalten in China. Zum Porto kann ich nichts sagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
ligneN Am: 30.06.2017 09:19:56 Gelesen: 9630# 18 @  
@ Dudley [#16]

Porto stimmt.

Japanische Postanstalten in China <--> Japan seit 1.1.1899 Inlandstarif.

Der Inlandstarif war 1.4.99-31.3.1937 3 Sen.
 
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