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Thema: Gemälde von Eugène Delacroix
10Parale Am: 29.12.2023 22:38:27 Gelesen: 608# 1 @  
Ferdinand Victor Eugène Delacroix (26.4.1798 - 13.08.1863) war ein französischer Maler und Impressionist.

Ich kenne mich mit Malerei wenig aus, aber das Bild hat es mir sehr angetan, denn es zeigt eine biblische Szene aus dem Pentateuch (Altes Testament, Moses Buch 1 - 5). Der Mann, der mit einem Engel kämpft ist Jakob, der Zwillingssohn von Isaak. Er hatte 2 Frauen und nach etlichen Jahren harter Arbeit bei seinem Schwiegervater kehrt er eines Tages in sein Elternhaus zurück, um seinem Bruder Esau zu begegnen. Unterwegs und in der Nacht trifft er auf diesen Mann, gegen den er die ganze Nacht kämpft. Am nächsten Morgen ist seine Hüfte lädiert, aber er hat den Kampf gewonnen und lässt seinen ebenbürtigen Gegner erst dann gehen, nachdem ihn dieser gesegnet hat. Und gleichzeitig bekommt er einen neuen Namen, Israel.

Dies mit dem neuen Namen hat mir sehr zu denken gegeben. Es gibt buddhistische Gemeinschaften, die ihren Schülern nach erfolgreicher Initiation einen neuen Namen geben. Ein Mönch bekam im Mittelter einen einfachen Namen wie z.B. Bruder Klaus etc.

Vordem steht jedoch ein Kampf, der in dieser Bibelgeschichte wunderbar erzählt wird. Man kann auch seinen alten Namen wirklich nicht ablegen. Aber ein neuer Name, einem neuen Anfang steht zu keinem Zeitpunkt etwas im Wege.

Der Engel (manche sagen, es wäre Gott selbst gewesen) scheint auf dem Bild mit Jakob zu tanzen. Vielleicht ist es der Augenblick, als die Hüfte in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Diese französische Marke ist sehr eindrucksvoll.

Liebe Grüße

10Parale


 
Bendix Gruenlich Am: 30.08.2026 11:44:48 Gelesen: 112# 2 @  
Delacroix hat die Kreidefelsen von Étretat mit ihren markanten Bögen gemalt.



Sonderausgabe Étretat Mi Nr. 2611 von 1987 zu FRF 2,20 (EUR 0,34) zu Ehren der Küste bei Éntretat in Nordfrankreich

Ich bin überhaupt erst durch die Briefmarke auf den Ort und das Motiv aufmerksam geworden.

Und kurz nach der Veröffentlichung unten gezeigten Karte unter dem Thema „Abenteuer auf der Reise“ schlage ich die FAZ auf und die kündigten eine Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ an und bildeten drei Bilder ab (ich hatte da wieder mal ein Aha-Erlebnis, denn das Motiv kenne ich doch, da war doch was…).

Sage und schreibe 170 Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Dokumente wurden zum Thema gezeigt. Da wurde mir erst klar, wie bedeutend das Motiv für die Künstler ihrer Epoche gewesen sein muss, die seinerzeit bewusst dorthin reisten und arbeiteten. Erstaunlich!

Die Ausstellung endete am 04.07.26.

Damit nicht genug: Tage später gab es eine französische Dokumentation im TV (arte – Étretat forever – bis 14.09.26 in der Mediathek verfügbar), in die ich zufällig hineinzappte. Zum Schmunzeln: ich fragte mich: ist das Zufall, ist das Gehirnwäsche, lebe ich vielleicht doch in der „Matrix“ (denn seit fast 40 Jahren habe ich das Motiv auf meiner Bio-Festplatte gespeichert, ohne dass das jenseits meiner Frankreich-Sammlung irgendwann mal in meine Leben aufgetaucht wäre und jetzt diese Intensität an Beiträgen)?

Jedenfalls wir Briefmarkensammler können dieses Werk mit Leichtigkeit (Auflage 15.214.784) in unsere Sammlung aufnehmen und immer dann betrachten, wenn uns danach ist.

Benutzen kann man den Kultur- und Gebrauchsgegenstand Briefmarke natürlich auch – hier ein Vorschlag:



Ich finde, wir Sammler sind schon reiche Menschen, ohne Millionen horten zu müssen, denn Kultur und Grafik sind für uns Alltag.

Übrigens: Stand 2024 notiert Michel für Frankreich über 8.600 Nummern, ich behaupte, da sind noch viele Kulturstichwörter zu finden.
 
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