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Thema: Albert Schweitzer Urwalddoktor, Philosoph und Theologe
10Parale Am: 03.02.2024 23:04:01 Gelesen: 240# 1 @  
Hallo zusammen,

heute kaufte ich in einem Antiquariat eine Handvoll Briefe aus einem Stapel für 5 Euro. Darunter fand ich eine Bildpostkarte aus Gabun, die an einen Professor Albert Streckeisen nach Bern lief. Auf dem Schwarz Weiß Foto ist der Landesteg (am Fluß Ogooué) des berühmten Hospitals von Albert Schweitzer in Lambaréné zu sehen.

Der in Kaysersberg im Elsaß geborene Albert Schweitzer (14. Januar 1875) studierte zuerst in Straßburg Theologie und Philosophie, das Studium der Medizin folgte erst im Alter von 30 Jahren wiederum in Straßburg. Im Jahr 1913 gründete er in Lambaréné ein Hospital im Urwald am 1.200 Kilometer langen Fluss Ogooué in Gabun.

Albert Schweitzer heiratete 1912 Helene Bresslau, die Tochter eines jüdischen Historikers im wilhelminischen Reich. Alber Schweitzer schrieb viele Bücher und gilt als einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts.

Albert Schweitzer starb am 4. September 1965 in Lambaréné.

Nun gut, soviel zum Bild dachte ich und bewunderte die Frankatur, die den ersten Präsidenten von Gabun zeigt, Léon M´ba (1902 - 1967), der von 1960 - 1967 regierte. Die Bildpostkarte wurde am 8.11.1961 in Libreville abgestempelt.

Doch als ich noch mal genauer auf den Text schaute, sah ich unten links neben der 15 F Marke des Präsidenten einen weiteren Gruß, geschrieben mit einem anderen Stift und von einem anderen Menschen.

Mir stockte der Atem, denn mir war sofort klar, dass hier der berühmte Urwalddoktor und Arzt "Albert Schweitzer" einen persönlichen Geburtstagsgruß hinzusetzte. Ich verglich sofort die Autographen und zeigte sie auch meiner Frau und ich bin sicher, hier handelt es sich um die Handschrift des berühmten Denkers.

Liebe Grüße

10Parale


 
Pepe Am: 04.02.2024 02:08:16 Gelesen: 224# 2 @  
@ 10Parale [#1]

Das Erinnerungsblatt Nummer 4546 besteht aus einen Faltkarton 23,3 x 30 cm mit folgenden Seiten.



Deckseite 1



Seite 2



DDR, 1965 01 14, Mi 1084-86



Seite 3, Brief



Rückseite Seite 4, nur die Auftragsnummer

Der Schriftvergleich sieht schon mal gut aus. Ich musste die Seiten beschneiden, der Scanner ist zu klein.

Nette Grüße
der Nachtschwärmer Pepe
 
Seku Am: 04.02.2024 07:16:59 Gelesen: 214# 3 @  
@ 10Parale [#1]

Guten Morgen Stephan,

Glückwunsch zu dieser Karte. Albert Schweitzer war mein großes Vorbild. Als Jugendlicher wollte ich gar als Entwicklungshelfer nach Lambaréné gehen. Das scheiterte aber daran, dass ich nicht tropentauglich war.

1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zuerkannt, den er 1954 entgegennahm.

Frankreich 1975 - 100 Jahre Albert Schweitzer





Mi.-Nr. 1901

Ein Spruch von ihm ist mir im Gedächtnis geblieben: Man muss etwas für diejenigen tun, die Hilfe brauchen, und sei es noch so wenig, etwas das keinen Lohn bringt, sondern die Freude es tun zu dürfen.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Sonntag

Günther
 
volkimal Am: 04.02.2024 11:18:12 Gelesen: 192# 4 @  
Hallo zusammen,

ein Brief aus Lambarene von Albert Schweitzer:



Leider hat er auf der Rückseite nicht selbst unterschrieben. Wenn man aber die Schrift vergleicht, so ist klar zu erkennen, dass er die Adresse selbst geschrieben hat. Vor allem das "W" finde ich sehr charakteristisch:



Im Sommersemester 1908 studierte mein Großvater Hermann Werdermann in Straßburg Theologie. Zweimal in der Woche ging Großvater ins Kolleg zu dem Privatdozenten Lic. Dr. Albert Schweitzer. Einmal besuchte er ihn auch in seiner Stube oben im Stift.

Viele Grüße
Volkmar
 
Manne Am: 04.02.2024 11:32:25 Gelesen: 185# 5 @  
Hallo,

zum 90. Geburtstag von Albert Schweitzer am 14.01.1965 gab es ein Gedenkblatt mit Sonderstempel aus Kaysersberg, das ich hier gerne zeige.




Einen schönen Sonntag wünscht
Manne
 
10Parale Am: 12.02.2024 14:53:36 Gelesen: 77# 6 @  
Da freue ich mich richtig über solch eine starke Beteiligung zu Ehren von Albert Schweitzer. Als Philatelist ist er uns ja nicht bekannt, aber er hat einiges hinterlassen, was auch Briefmarkensammler begeistern kann.

So fand ich die Tage diese Bildpostkarte, die den weisen Arzt in seiner Heimat zeigt, in Gunsbach, wohin die Eltern schon kurz nach seiner Geburt in Kaysersberg gezogen waren. An diesem Ort wirkte sein Vater als Pfarrer (die Unterschrift ist ein Druck).

Die Elsässer sind stolz auf ihren Sohn, wie ich feststellen durfte. In keiner Ansichtskartensammlung darf der Ort und der berühmte Sohn wohl fehlen.

Liebe Grüße

10Parale


 
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