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Thema: Bund: Unterschiedliche Ersttagsbrief-Typen (FDC)
Das Thema hat 32 Beiträge:
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TheJack1968 Am: 07.11.2009 13:32:31 Gelesen: 20483# 8 @  
Ok,

aber was ist mit den Ertstagskarten z.B. Österreich und Liechtenstein, eben nicht auf einem Umschlag (Brief) sonsdern auf einer Karte ?

Sind diese auch als FDCs anzusehen oder einfach nur als Karte mit Marke und Erstagsstempel?

Viele Grüße

Mario
 
HEFO58 Am: 07.11.2009 15:44:54 Gelesen: 20468# 9 @  
@ TheJack1968 [#8]

Hallo

Lese mal im Vorwort eines Michel nach, da steht alles drin.

Gruß
Helmut
 
Henry Am: 09.11.2009 09:27:23 Gelesen: 20417# 10 @  
@ Concordia CA [#7]
@ HEFO58 [#9]

Im MICHEL-Vorwort muss man an mehreren Stellen lesen. Unter "Ersttagsbrief (FDC) steht u.a. nur, dass einige Postverwaltungen besondere /Schmuck-)Umschläge herausgeben. Und dass zwischen amtlichen und privaten (Schmuck-)Umschlägen nur ausnahmsweise unterschieden wird.

Unter "Marken auf Brief" werden die Ersttagsstempel angeführt. Die Bewertung "Ersttag" bezieht sich auf alle Ersttagsabstempelungen, egal ob auf amtlichen oder privaten Belegen. Allerdings wird nur auf Belegabstempelungen abgehoben, die Stempel auf losen Marken fallen nicht darunter.

Eine andere Sache ist die, wie Sammler die Prioritäten für sich setzen. Dem einen sind die amtlichen Belege wichtiger als die privaten, bei anderen ist es umgekehrt. Ich habe bereits beide Vorlieben in Anzeigen gesehen. Und je nach Interesse wird hier preislich auch anders gewertet.

HEFO58:

Bitte gebe doch die Zielstellen genauer an. Das Vorwort ist doch umfangreich und die suche zeitaufwendig, auch wenn es sicher nicht schadet, alle Informationen zur Kenntnis zu nehmen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
meint Henry
 
TheJack1968 Am: 14.11.2009 13:53:53 Gelesen: 20388# 11 @  
Hallo,

was ist mit Schmuck-FDC, die eine Anschrift und einen Absender haben, also echt gelaufen, wie werden diese bewertet?

Gruß

TheJack
 
Henry Am: 14.11.2009 16:26:31 Gelesen: 20378# 12 @  
@ TheJack1968 [#11]

Im Gegensatz zum Michel Deutschland-Spezial, in dem unter "Marken auf Brief" die Ersttagsstempel auf Belegen bewertet werden, ist in meinem MICHEL-Briefe-Katalog nichts davon zu lesen.

Daraus kann gelesen werden, dass im MICHEL-Spezial die Bewertung zwar nur Marken auf Brief umfasst, die Belege müssen aber nicht echt gelaufen sein.

Der MICHEL-Briefe-Katalog dagegen bewertet Belege aller Art, wobei nur die Art der Frankatur, die Porto- und Zeitrichtigkeit sowie der Echtlauf als Kriterien zugrunde gelegt werden. Daraus ist abzuleiten, dass auch Schmuck-FDC, die alle genannten Merkmale erfüllen, die Bewertung des Briefe-Katalogs erfahren. Und zwar ungeachtet, ob ein normaler Tagesstempel, ein Ersttagsstempel oder ein Sonderstempel vorliegt. Gegebenenfalls würden hier gesonderte Preisangaben gemacht.

Unabhängig davon kann es natürlich dem einen oder anderen Spezialisten durchaus einen höheren Preis wert sein, wenn er so eine Besonderheit wünscht. Das ist Verhandlungssache,

meint Henry
 
Martinus Am: 10.05.2010 20:56:58 Gelesen: 20008# 13 @  
Also ich stelle immer wieder fest, das es Sammler gibt, die sich "reich" rechnen! Das ist z.b. dann der Fall, wenn da eine Briefmarke mit Ersttagsstempel auf einem Blanko Brief oder Postkarte abgestempelt ist. Denn hier handelt es sich nicht um einen FDC! Auch wenn dies immer den Anschein hat. Es sind einfach nur abgestempelte Massenware. Hier bleibt auch bei Ebay z.b. nicht viel Spielraum! Würde mich freuen, zu erfahren, wie Ihr so darüber denkt? Ich selbst gebe diese Stempel i.d.R. für 1,- Euro ab! lg Martinus
 
Henry Am: 11.05.2010 08:43:56 Gelesen: 19988# 14 @  
@ Martinus [#13]

Ich stimme dir so nicht zu. Ein FDC liegt immer vor, wenn ein Ersttagsstempel auf Brief oder Karte abgeschlagen wurde. Eine andere Frage ist dann die Bewertung. Ein echtgelaufenerFDC ist natürlich anders zu bewerten als ein Dokumentations-FDC ohne postalische Verwendung.

Wenn du die "Massenware" so negativ siehst, liegst Du mit 1 Euro Verkaufspreis eindeutig zu hoch. Falls du sie zum Verkauf beschaffen solltest, liegst Du m.E. zu niedrig. Kann mir aber auch egal sein, der Markt zeigt die richtige Bahn.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Sheldrake Am: 25.09.2012 08:50:02 Gelesen: 15328# 15 @  
Moin zusammen,

habe diesen Umschlag beim Zigarrenkistendurchstöbern gefunden. :-)

Nun die Frage: Gilt dies als Ersttagsbrief oder ist das nur eine Gefälligkeitsstempelung?

Falls man es nicht sieht, es ist ein komplett unbeschrifteter DIN C6 Umschlag.

Wie kann man das bewerten? FDC lt. Michel 1700 €.

Wäre über einen Hinweis dankbar.

-rainer-


 
Silesia-Archiv Am: 10.03.2016 19:43:08 Gelesen: 11736# 16 @  
@ Sheldrake [#15]

Diesen Brief sehe ich als Ersttagsbrief. Die heutigen FDC's sind ja in der Regel nicht echt gelaufen, haben nur noch einen Schmuckzudruck zum Thema.

Gruß Michael
 
wajdz Am: 10.03.2016 21:21:40 Gelesen: 11715# 17 @  
@ Silesia-Archiv [#16]

Wie kommst Du auf den Begriff Brief ? Keine Anschrift, kein Absender, kein amtlicher Hinweis, keine Portostufe.

Der komplette Satz MiNr 117 - 120 verklebt und mit dem Ersttagssonderstempel entwertet ist für mich ein schlichter Sonderstempelbeleg, da postalisch gesehen bis auf die Abstempelung (Gefälligkeit) keinerlei Bearbeitung stattgefunden hat. Im Mi-Briefe-Katalog 003 wird eine Buntfrankierung gar nicht gelistet und von FDC oder Satzbrief, der ja stark überfrankiert wäre, ist da auch keine Rede.

Trotzdem nicht ganz billig, auch im Mi-Deutschland-Katalog 03/04 wird als Satzpreis gestempelt ein Betrag von 200,00€ genannt.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Rainer HH Am: 11.03.2016 03:31:21 Gelesen: 11695# 18 @  
Ein Blick in das Vorwort des Michel-Kataloges klärt auf:

Die FDC-Bewertungen gelten für Belege mit Abstempelung vom 1. Gültigkeitstag, ohne Rücksicht auf die Portogerechtheit der Frankatur.

Der 14. Dezember ist ohne Zweifel der 1. Gültigkeitstag - also FDC.

Ob Sheldrake nach fast 4 Jahren noch eine Antwort erwartete? ;)

Gruß Rainer
 
Silesia-Archiv Am: 11.03.2016 12:10:03 Gelesen: 11649# 19 @  
@ wajdz [#17]
@ Rainer HH [#18]

Hallo Jürgen,

ich sehe das anders und kann mich nur den Ausführungen von Rainer mit Nachdruck anschließen.

Ob man für einen Ersttag den Begriff Beleg oder Brief verwendet, bleibt sich dabei gleich. Richtiger finde ich den Begriff Brief, denn es heißt ja auch FDC, also First Day Cover.

Beste Sammlergrüße

Michael
 
Martinus Am: 19.03.2016 11:19:41 Gelesen: 11523# 20 @  
@ Silesia-Archiv [#19]

Wert ist doch relativ - da regelt die Nachfrage den Preis! Katalogpreise sind nur dazu da, einen Tauschwert zu ermitteln. Was so etwas dann in Euro ist kann doch niemand sagen.

Wenn ich den Markt auf ebay so verfolge - kaufen manche Händler die FDC der letzten Jahre als Kiloware auf! :( traurig aber wahr!

Da gibt es dann noch die Motiv Sammler, die für ihre Motive mehr bezahlen - aber der Rest ist überschaubar - zwischen 0,20 Euro und 0,50 Euro das Stück!

Gruß Martinus
 
Hornblower Am: 14.09.2017 15:23:36 Gelesen: 8559# 21 @  
Ich weiß nicht, ob das Thema hundertprozentig passt, aber ein neues wollte ich dafür auch nicht eröffnen. Mir geht es um die unterschiedlichen Hersteller dieser deutschen Schmuck-FDC, die in den 60er-Jahren ja weitverbreitet waren. Zu jeder Markenausgabe hat es da ja mehrere Illustrationen von verschiedenen Firmen gegeben. Kennt jemand eine Liste dieser Firmen? Mich würde auch interessieren, von wann bis wann diese aktiv waren. In den USA war/ist? dieses Sammeln nach Herstellern ja sehr beliebt, und manche sind durchaus teuer, wenn mein Mellone-Katalog stimmt. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann.

Gruß
Michael
 
HWS-NRW Am: 14.09.2017 16:27:40 Gelesen: 8543# 22 @  
@ Hornblower [#21]

Hallo Michael,

meines Wissens gab es einen überregional handelnden Anbieter für Ersttagsbriefe, die Firma "Fidacos", aber ich bezweifle, daß es sehr viele verschiedene Anbieter gab/gibt, da das Sammeln von FDC ziemlich nachgelassen hat. In Berlin gab es mehrere Jahre auch "offizielle" FDC der Post, die etwas höher gehandelt werden.




Hier als Beispiel ein offizieller Berlin-FDC, mal als überfrankierter Brief, einmal in der von mir bevorzugten Version als "portogerechter" Beleg mit Zusatzfrankatur und einmal als Satzbrief, bei dem ich eher dann nur die gestempelte Bewertung im Michel nehmen würde. Habe noch einen portogerecht genutzten FDC der Lortzing-Sonderausgabe hinzugefügt.
 
Hornblower Am: 15.09.2017 11:47:50 Gelesen: 8479# 23 @  
Hallo Hans-Werner,

besten Dank für die Antwort. Mir geht es eigentlich nur um die Mi.-Nr. 569, "100 Jahre Norddeutscher Postbezirk", die ich im Rahmen meiner entsprechenden Sammlung habe. Hier besitze ich über ein Dutzend verschiedene dieser Umschläge, u. a. auch von FIDACOS oder Folio-Print, um nur zwei zu nennen. Ich möchte diese als zeitgenössische Sammelart eben ein bisschen eingehender beschreiben und suche daher diese Infos. Bei den US-Umschlägen kann man viele Hersteller bereits am Stil ziemlich sicher identifizieren, möglicherweise kann man dies auch hier. In manchen Fällen ist in den USA auch ein kleiner, kaum sichtbarer Hinweis im Cachet versteckt, der auf den Hersteller hinweist. Solche Hinweise wären für mich wertvoll. Dass sie finanziell keine Bedeutung haben, macht mir nichts aus, ich sammle zum Vergnügen. :-)

Beste Grüße
Michael
 
Christoph 1 Am: 15.09.2017 12:23:19 Gelesen: 8464# 24 @  
@ Hornblower [#23]

Hallo Michael,

ich meine mich zu erinnern, dass die FDC-Belege, die man direkt bei der Firma Sieger im Abo kaufen konnte, immer ziemlich viel erläuternden Text auf der Rückseite hatten. Das war bei anderen Firmen nicht der Fall. Außerdem meine ich mich zu erinnern, dass die Sieger-Belege des öfteren vom Entwerfer des zugehörigen Postwertzeichens gestaltet wurden, was dann aber irgendwo auch auf dem Umschlag erwähnt war. Noch nebulöser sind meine Erinnerungen, dass es auch von Philswiss und von Borek solche FDC im Abo gab.

Ich fände es schön, wenn Du mal zum Vergleich die unterschiedlichen FDC-Umschläge zu Mi-Nr. 569 hier zeigen könntest.

Viele Grüße
Christoph
 
DL8AAM Am: 15.09.2017 14:31:12 Gelesen: 8445# 25 @  
@ Hornblower [#21]

Mir geht es um die unterschiedlichen Hersteller dieser deutschen Schmuck-FDC, die in den 60er-Jahren ja weitverbreitet waren.

Schönes Thema, hatte mir bereits angewöhnt, wenn ich hier im Forum mal FDC zeige, dass ich - soweit ersichtlich - auch immer den Herausgeber des jeweiligen FDCs in der Bildbeschreibung mit anzugeben.

Auf die Schnelle fällt mir für 1960er "Dill Reports the News" aus Bad Neustadt ein, der neben DL - auch für "weltweite" Ausgaben - Umschlage erstellt hat, siehe http://www.philaseiten.de/beitrag/74694



Gruß
Thomas
 
Hornblower Am: 16.09.2017 12:05:51 Gelesen: 8382# 26 @  
Hallo zusammen,

zunächst einmal vielen Dank für die Hinweise, die schon weiterhelfen. Ich stelle hier einmal einige der FDCs der Marke vor, die ich habe. Bei manchen steht der Hersteller drauf, aber eben leider nicht bei allen. Ich wäre für jeden Hinweis dankbar!

Beste Grüße
Michael








 
Hornblower Am: 03.10.2017 16:42:52 Gelesen: 8247# 27 @  
Hat sich schon jemand mit dem Thema beschäftigen können?

Beste Grüße
Michael
 
Christoph 1 Am: 03.10.2017 18:56:40 Gelesen: 8225# 28 @  
@ Hornblower [#27]

Hallo Michael,

ich glaube, dass der obere Beleg auf Deinem dritten Bild von der Firma Sieger stammt. Aber nicht 100% Sicherheit, nur eine Vermutung aus der Erinnerung heraus, wie diese Belege ausgesehen haben. Stehen denn auf den Rückseiten noch Hinweise?

Gruß,
Christoph
 
Hornblower Am: 04.10.2017 14:36:36 Gelesen: 8159# 29 @  
Hallo Christoph,

danke für den Hinweis, hier werde ich zu Hause mal nachschauen. Ich habe inzwischen herausgefunden, dass der FDC darunter von einem G. Pollex aus Stolp entworfen wurde. Leider weiß ich nichts Näheres über ihn, vielleicht kennt ihn aber jemand hier.

Hat jemand übrigens Hinweise zur Fa. folio print?

Beste Grüße und Danke für jeden Hinweis
Michael
 
Uwe Seif Am: 04.10.2017 17:58:51 Gelesen: 8129# 30 @  
@ Hornblower [#29]

Hallo,

die Fa. Sieger gibt es ja noch - vielleicht mal einfach nachfragen. Wenn ich mich richtig erinnere gab`s auch von Krüger in München und philswiss FDC-Ausgaben. In den 80er (und 90ern?) gab des auch sogenannte Künstler-Ersttagsbriefe; ich glaube, dass diese von Krüger oder philswiss produziert wurden.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
Hornblower Am: 05.10.2017 09:46:39 Gelesen: 8085# 31 @  
Hallo Uwe,

auch hier vielen Dank für die Hinweise auf Krüger bzw. philswiss. Hier setzt nun die Frage ein: Kann man die an irgendeinem Hinweis, Zeichen, Symbol etc. erkennen? Bei den genannten US-amerikanischen Herstellern kann man mit einer gewissen Erfahrung schon auf den ersten Blick sagen, ob sie von Ioor, Staehle, Lowry oder anderen hergestellt wurden. Gibt es das auch hier?

Sieger werde ich noch kontaktieren, sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe.

Der genannte Künstler Pollex hieß übrigens vollständig Günter mit Vornamen und hat sich nach meiner Kenntnis nur mit dem NDP beschäftigt, da er ein großer Verehrer Heinrich von Stephans gewesen ist. Seine Umschläge hat er auf eigene Kosten privat angefertigt, die Auflage soll daher sehr überschaubar (angeblich deutlich weniger als 50 Stück) gewesen sein.

Nochmals Danke, ich hoffe, dass es vielleicht noch gelingt, etwas mehr Licht in das Dunkel zu bringen.

Gruß
Michael
 
Hornblower Am: 06.10.2017 14:46:26 Gelesen: 8020# 32 @  
@ Christoph 1 [#28]

Hallo Christoph,

ich habe nun alle Umschläge auch noch einmal rückseitig betrachtet - alle weiß, ohne jede Inschrift. Folgende Hinweise habe gefunden:

1. G H, dazwischen im Wappenfeld einen aufrechten Bär nach links (Hinweis auf Berlin?)
2. E - B
3. FIDACOS, von von Paul-Heinz Mädler aus Mülheim/Ruhr
4. ein Ahornblatt mit den Buchstaben FDC in Fraktur jeweils in den Blattspitzen angebracht
5. Folio-Print (hier fehlen noch Infos)
6. Hakle, Signet Fernmeldeturm und Posthorn

Kann jemand damit etwas anfangen?

Beste Grüße
Michael
 

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