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Thema: (?) (3ß) Marken bestimmen: Mauritius
Das Thema hat 28 Beiträge:
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petzlaff Am: 14.11.2009 20:07:08 Gelesen: 21184# 4 @  
Hallo Harald,

die linke Marke ist eine nicht zur Ausgabe gelangte Michel IV, 6d blau auf bläulich von 1859. Der Wert beträgt etwa 10 % des offiziell ausgegebenen Exemplars Mi #13.

Die "cancelled" ist eine Mi #30. Cancelled Exemplare sind sehr häufig und werden ebenfalls zu ca. 10 % des Wertes der unüberdruckten Marke gehandelt. Wing Margins sind ebenso wie bei Großbritannien nichts Besonderes. Ich würde aber einen Wing Margin immer aufheben, da die meisten überbreiten Marken nachgezähnt wurden.

#112 für die untere Marke passt - leider sind die Mauritius-Marken mit denselben wasserlöslichen Farben gedruckt wie die zeitgleichen QV und QEII Marken des Mutterlandes. Die gezeigte #112 ist entsprechend verfärbt.
 
Harald Zierock Am: 15.11.2009 09:34:21 Gelesen: 21162# 5 @  
@ petzlaff [#18]

Hallo,

Ich danke Dir für Deine Erklärungen. Es ist gut wenn man überhaupt eine Antwort erhält. Es ist mir dennoch klar, das nicht alle Sammler weltweit sammeln.

Ich habe bei den Marken auch nichts besonderes erwartet, weil Sammler wie wir nicht das nötige Geld für die Prachtstücke haben, uns aber trotzdem freuen.
Ich suchte nur eine Erklärung, das ist nämlich meine Krankheit. Ich muss immer wissen wieso und warum, sonst kann ich oftmals nicht schlafen. Vielleicht müsste ich einmal zu einem Psychologen, aber ob dies etwas nutzen würde ist zweifelhaft.

Schönen Tag,

Harald


Briefträger
 
Harald Zierock Am: 15.11.2009 10:08:00 Gelesen: 21157# 6 @  
Ich habe hier noch etwas interessantes für Sammler dieses Gebietes. Es handelt sich um Stempel.

Ich hoffe es hilft einigen weiter !

Harald

MAURITIUS From 1848 through 1860, seventeen post offices opened in Mauritius, all using ringed numerical oblits identified as the following towns (and postal districts). Several of the numerical oblits are considered as being rare: "7", "9", "10", "13", "15", and "17".

1 Mahébourg (Grand Port)
2 Centre de Flacq (Flacq)
3 Pamplemousses (Pamplemous)
4 Souillac (Savanna)
5 Plaines Wilhelms (Plaines Wilhelm)
6 Curepipe (Plaines Wilhelm)
7 Petite Riviére (Black River)[1851]
8 Ville Bague (Flacq)
9 Poudre d’Or (Riviere du Remp)
10 Grand Bay (Pamplemous)
11 Moka (Moka)
12 Black River (Black River)
13 Grand River S.E. (Grand Port)
14 Riviére du Rempart (Riviére du Remp)
15 Plaine Magnien (Grand Port)
16 Riviére Seche (Grand Port)
17 Mare d’Albert (Grand Port)

In 1869, the number of post offices were increased and reorganized. They were given a new numerical obliterator, with the designated post office number being enclosed by a lozenge of bars. These new oblits were of two types: (1) with 3 bars above and below the number, and (2) with four bars above and below the number.

The numerical designations ran from "1" through "43", then preceded by the letter "B" running from "B44" though "65". Only several of the new oblits have been identified as to their origin, as the postal system of the time was very primitive, and record keeping was practically non-existent. Those post offices that have been identified include the following;

1 Port Louis
2 Flacq
4 St. Pierre
5 Plaine Wilhelms
7 Mapou
8 Poudre d’Or
9 Riviére du Rempart
14 Mahébourg
15 Union Vale
16 Rose Belle
20 Cluny
21 Curepipe
22 Vacoas
24 Quatre Bornes
25 Rose Hill
26 Moka
27 Beau Bassin
28 Petite Riviére
32 Pailles
33 Riviére Dragon
34 Riviére des Anguilles
35 Chemin Grenier
37 Curepipe Road
38 Midlands
43 Quartier Militaire
B45 Camp du Masque
B47 St. Julien
B48 Forest Side
B49 Réduit
B53 Port Louis
B64 Seychelles (a Dependency)
B65 Rodriguez Island (a Dependency)
 
petzlaff Am: 15.11.2009 10:18:49 Gelesen: 21155# 7 @  
@ Harald Zierock [#6]

Lieber Harald - das ist wirklich interessant und vor allen Dingen lehrreich.
ich selbst hatte das große Glück, vor 10 Jahren einige Wochen beruflich auf Mauritius verbringen zu dürfen.

Natürlich habe während dieser Zeit versucht, die postalischen Spuren nachzuvollziehen. Leider hatte das dortige Postmuseum in Port Louis zwar Repliken der legendären blauen und roten Mauritius in der Ausstellung (und natürlich auch im touristischen Souvenierangebot), konnte aber ansonsten keinerlei Hintergrundinformationen vermitteln.

Vielen herzlichen Dank für deine Info.

LG
Stefan
 
Harald Zierock Am: 15.11.2009 10:20:38 Gelesen: 21153# 8 @  
Ich habe den Bericht, zwecks der Stempel deswegen eingestellt, weil ich selbst Michel Nummer 16 mit dem Ringstempel 9 habe und darüber Bescheid wissen wollte.



Ich habe auch noch diese Antwort von den Philatelic Auction Agents dazu erhalten:

Well according to the last Stanley Gibbons catalogue, a used copy is worth £42 (if unwatermarked), or £9 (if watermarked, for both of two shades possible). As it has a good cancellation, it should get a good percentage of those catalogue values, depending on which one it is.

Hope hat helps.

Regards,

Sanjit
 
petzlaff Am: 15.11.2009 10:23:53 Gelesen: 21148# 9 @  
Lieber Harald,

"which one it is" bezieht sich auf die Frage "6" oder "9".

Ich persönlich tendiere auf "6", also Curepipe, kann das aber leider nicht beweisen.

LG
Stefan
 
Harald Zierock Am: 15.11.2009 10:34:58 Gelesen: 21146# 10 @  
@ petzlaff [#9]

Hallo Stephan,

Schwere Frage! Du magst auch recht haben.

Ich werde mich befragen.

Harald
 
Infla Frank Am: 25.05.2013 20:34:56 Gelesen: 18970# 11 @  
Briefmarkenausgabe die nicht zur Ausgabe gelangte

Guten Abend,

ich möchte eine Briefmarke einer nicht verausgabten Markenserie von Mauritius aus dem Jahr 1859 vorstellen.

Es handelt sich um die Ausgabe „Sitzende Britannia ohne Wertangabe“ - Landesname MAURITIUS in brauner Farbe.

Hier ein Block von zwölf Marken mit oben und rechten breiten Bogenrand. Die Marken sind mit einem Vierkreisstempel versehen.

Wer weiß mehr zu dieser Ausgabe, wer kann Auskunft geben?


 
Lars Boettger Am: 26.05.2013 12:44:48 Gelesen: 18895# 12 @  
@ Infla Frank [#11]

Hallo Frank,

m.E. sind das Fälschungen der Spiro-Brüder. Der Stempel ist typisch und das Druckverfahren höchstwahrscheinlich Steindruck. Das Markenbild ist eine primitive Nachbildung. In Bogenform findet man diese Fälschungen nicht sonderlich häufig.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
himmelsaffe Am: 09.06.2013 15:23:46 Gelesen: 18817# 13 @  
Mauritius Aufdruck SPECIMEN

Hallo zusammen,

ich möchte abgebildete Marke bei ebay einstellen. Kann mir bitte jemand die Katalognummer, Ausgabejahr und den Katalogwert nennen? Die Marke ist ohne Gummi. Ist sie so ausgegeben?

Vielen Dank für die Mühe,

mit vielen Sammlergrüßen

Christian.


 
taro Am: 23.10.2013 07:58:29 Gelesen: 18293# 14 @  
@ himmelsaffe [#13]

Nachdem das Thema nach oben gerutscht ist und die Frage auch nach über 4 Monaten nicht beantwortet ist, kann ich dir folgende Information bereitstellen:

Es sollte sich hier um Michel Nr. 86 / SG Nr. 132 handeln. Ausgabejahr 1895. Einen Hinweis auf die Ausgabe ohne Gummi finde ich nicht. Der Katalogwert für ** liegt bei 9 €. Inwiefern der "SPECIMEN"-Aufdruck wertsteigernd oder mindernd ist, ist mir nicht bekannt, hier ist evtl. mehr im SG zu finden, welcher mir aber leider nicht vor liegt. Gesammelt werden sie aber definitiv, siehe auch hier [1].

Viele Grüße
Sven

[1] http://www.specimenstamps.com/countries/mauritius.php
 
Maru Am: 17.12.2013 19:31:50 Gelesen: 18106# 15 @  
Mauritius Bordeaux Brief

Hallo liebe Mitglieder,

ich bin neu hier im Forum und hätte da eine Frage? Und zwar geht es um den Bordeaux Brief mit der Blauen und der Roten Mauritius. Ich habe einen Solchen und wollte euch fragen was ihr dazu sagt. Hier ein paar Bilder von dem Brief. Die Briefmarken sind echt, also aufgeklebt und nicht gedruckt oder so.

Tut mir leid das ich vielleicht ein vorhandenes Thema eröffnet habe. :-)

Danke schon mal im voraus für die Antworten. :-)


 
bayern klassisch Am: 17.12.2013 20:02:03 Gelesen: 18072# 16 @  
@ Maru [#15]

Hallo,

Die Briefmarken sind echt, also aufgeklebt und nicht gedruckt oder so.

Ist das dein Ernst? Man kann auch auf Toilettenpapier, vorher sorgsam blau und rot gefärbt, "Mauritius" schreiben, zurecht schneiden und mit Prittstift aufkleben; ist das dann auch "echt"?

Grüsse von bayern klassisch
 
Mondorff Am: 17.12.2013 20:04:43 Gelesen: 18071# 17 @  
Und ich glaubte immer, dass nur einen gibt.

Wie man sich irren kann!

Das Philaseiten Forum hat wirklich steinreiche Mitglieder.

DiDi
 
Maru Am: 17.12.2013 20:15:58 Gelesen: 18064# 18 @  
Hallo,

da ich keine Ahnung von dieser Materie habe, wollte ich ja eben hier nachfragen, weil ich den Brief geschenkt bekommen habe.

Es hätte doch gereicht, wenn man einfach schreibt, das ist eine Fälschung oder Kopie.

MfG
 
ginonadgolm Am: 17.12.2013 20:24:01 Gelesen: 18054# 19 @  
@ Maru [#18]

Hallo,

nimm's nicht so schwer!

Manche Philatelisten vergessen halt, daß es auch Neuanfänger gibt. Laß dich dadurch nicht abschrecken, hier deine Fragen zu stellen.

Ein herzliches Willkommen von
Ingo aus dem Norden
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.12.2013 20:46:24 Gelesen: 18034# 20 @  
@ Maru [#18]

Herzlich Willkommen bei den Philaseiten!

Lass dich von Ingo wie schon gesagt nicht abschrecken hier Fragen zu stellen. Dafür ist das Forum ja da.

Ich hoffe, dass du trotzdem einen guten Eindruck von dieser Seite hast und wünsche Dir noch einen schönen Restabend!

Mfg

Kevin
 
muemmel Am: 17.12.2013 21:08:02 Gelesen: 18023# 21 @  
@ bayern klassisch [#16]
@ Mondorff [#17]

Bravo, so vergrault man Leute.

Mümmel
 
7968willi Am: 17.12.2013 21:16:25 Gelesen: 18012# 22 @  
@ muemmel [#21]

Ganz meine Meinung!

@ Maru [#18]

Herzlich Willkommen, es gibt hier meistens nette und hilfreiche Antworten, sogar von den zwei heute anscheinend schlecht gelaunten! :-)

Gruß Willi
 
Hornblower Am: 17.12.2013 21:22:17 Gelesen: 18003# 23 @  
@ Maru [#15]

Hallo Maru,

es handelt sich hier um ein Faksimile, das 1998 zum 150. Geburtstag der Marken von der Firma Borek in Braunschweig hergestellt wurde. Es war in einem sehr gut gemachten Infoheft, das sich ausführlich mit den berühmten Mauritius-Marken befasst und ist als Faksimile sehr gut gemacht (zumindest besser als alle anderen, die ich kenne). Auf der Rückseite ist in grau klein "Richard Borek - Faksimile" eingedruckt. Hergestellt wurden davon m. W. 50.000 Stück, die meist verschenkt oder zu einem relativ geringen Preis (ich glaube 10 DM) verkauft wurden. Da niemand von uns das Original erwerben kann, ein nettes Sammlerstück, bei dem zudem sogar der Inhalt enthalten ist.

Beste Grüße
Hornblower
 
LOGO58 Am: 18.12.2013 14:40:47 Gelesen: 17970# 24 @  
@ Maru [#15]

Hallo Maru,

auch ich besitze eine Faksimile-Ausgabe des Bordeaux-Briefes, die wohl mal in irgendeiner erworbenen Sammlung war. Ich kann bestätigen, dass die Marken nicht aufgedruckt sind, sondern dass man einen kleinen Absatz fühlen kann, wenn man mit dem Finger darüber streicht. Was uns beide aber leider nicht reicher macht! Hier das gesamte Ensemble:




Noch einmal herzlich willkommen bei Philaseiten.de
und viele Grüße aus dem Norden
Lothar
 
Göttinger Am: 18.12.2013 15:29:44 Gelesen: 17956# 25 @  
Was mich wundert: Die in den Beiträgen [#15] und [#24] gezeigten Reproduktionen sind nicht identisch! Die Marken sind an einer anderen Stelle aufgeklebt, und der Stempel 26.12.47 steht in einem anderen Winkel. Kann jemand etwas dazu sagen? Borek würde doch nicht individuelle Reproduktionen unter die Leute bringen!

Gruß Göttinger
 
LK Am: 18.12.2013 16:31:10 Gelesen: 17933# 26 @  
Hallo zusammen,

1. Hätte ich von einigen Personen hier im Forum etwas mehr Feingefühl in Bezug auf die Frage des Neulings erwartet.

2. Sind bei diesen Nachdrucken auch die Marken vorderseitig mit reprint gekennzeichnet.

Rechte untere Ecke von unten nach oben.

Gruß

LK


 
Hornblower Am: 19.12.2013 07:56:45 Gelesen: 17876# 27 @  
@ Göttinger [#25]

So genau habe ich offen gestanden nicht auf diese Einzelheiten geachtet. Möglich ist natürlich, dass auch von anderer Seite ein solches Faksimile unters Volk gebracht wurde, ich selbst kenne nur das von Borek.

Gruß
Hornblower
 
Richard Am: 19.12.2013 09:35:31 Gelesen: 17865# 28 @  
@ Maru [#15]

Hallo Maru,

einige ergänzende Informationen:

Die Reproduktion ist zuletzt bei Ebay mit rund 3 Euro gehandelt worden, gestern blieb aber auch ein Bordeaux Brief mit 1 Euro unverkauft:

http://www.ebay.de/sch/Briefmarken-/260/i.html?_from=R40&_nkw=Bordeaux-Brief&LH_Complete=1&rt=nc

Das Original hat einen Wert von rund 5 Millionen Euro:

Der Bordeaux-Brief ist das teuerste philatelistische Sammlerstück der Welt. Es ist ein Faltbrief mit je einer Blauen und Roten Mauritius. Philatelistisch interessant machen diesen Brief nicht nur die wertvollen Briefmarken, sondern auch die Stempel, wovon sich allein vier Poststempel auf der Rückseite von verschiedenen Stationen der Route befinden. Entwertet sind die Marken mit einem „Penny Post“-Kastenstempel. Außerdem ist auf der Rückseite ein „Mauritius Post Office“-Doppelkreisstempel vom 4. Oktober 1847. Empfänger des Briefes waren die „Messieurs Ducan & Lurguie“ in Bordeaux.

(Quelle und weiter lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bordeaux-Brief )

Schöne Grüsse, Richard
 

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