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Thema: Die Verwaltungswertpost in der DDR
Das Thema hat 28 Beiträge:
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Richard Am: 08.09.2024 21:02:16 Gelesen: 3079# 4 @  
Liebe Mitglieder,

diese Versandart aus der DDR ist bisher im Forum in allen möglichen Themen verstreut genannt worden. Heute wollte ich wissen, was genau hinter Verwaltungswertpost der DDR steckt und habe vergeblich gegoogelt, mit einer Ausnahme, die ich hier vorstellen möchte:

Die Verwaltungswertpost der DDR

(Arge "DDR Spezial") - Mit diesem Heft (siehe unten), das der Verwaltungswertpost gewidmet ist, wird ein Thema aus dem Bereich der Dienstpost der DDR behandelt. Mit der Öffnung der Archive nach dem Untergang der DDR stehen umfangreiche Quellen zur Verfügung.

Die Verwaltungswertpost entstand aus der Verwaltungspost, die solche Versendungsformen wie Behördenpost, Geschäftspost und Bankpost beinhaltete. Um dabei aufgetretenen Mängeln entgegenzuwirken, wurde mit Anordnung vom 31. Juli 1952 zwischen Dienststellen der Regierung der DDR und den Bezirken einerseits sowie zwischen den Bezirken und den Räten der Kreise andererseits die Beförderung der Verwaltungswertpost über Kurierverbindungen eingeführt.

Die Beförderung der Verwaltungswertpost zwischen den Räten der Landkreise, den Räten der Städte und Gemeinden, sonstigen staatlicher Einrichtungen und volkseigenen Betrieben erfolgte auf dem Postweg. Mit Einführung des Zentralen Kurierdienstes endete die Verwaltungswertpost am 31. März 1956.


Die Arbeitsgemeinschaft hat dazu ausführliche Informationen veröffentlicht:

Die Verwaltungswertpost in der DDR
Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft “DDR-Spezial” im Philatelisten-Club Berlin-Mitte e. V.
zum Sammelgebiet DDR, Heft 11
Verfasser: Gerhard Simon
80 Seiten im Format DIN A 4, geheftet

Mit schriftlicher Bestellung (Mail oder Post) zu beziehen über:

Henry Biebaß, c/o Dresdner Briefmarken-Auktion, Oschatzer Str. 32, 01127 Dresden
E-Mail: biebass@DDR-Spezial.de
Preis: 7,50 € (für Mitglieder des Philatelisten-Clubs Berlin-Mitte mit der Arge DDR-Spezial), bzw. 10 € (für Nichtmitglieder), bei Postversand zzgl. 3 € Versandkosten.
Zahlung per Überweisung auf folgendes Konto bei der Berliner Volksbank
Empfänger: Phil-Club Berlin-Mitte e.V. IBAN DE61 1009 0000 5892 0000 01 – BIC BEVODEBB

Sollten unsere Mitglieder oder die der Arge DDR Spezial weitere Belege aus dem nur vier Jahre währenden Zeitraum dieser besonderen Versandform zeigen können, wäre hier der richtige Platz.

Schöne Grüsse aus dem Allgäu, Richard
 
HWS-NRW Am: 08.09.2024 22:09:44 Gelesen: 3052# 5 @  
Hallo in die Runde,

heute zwei neue, interessante Belege:



In der Portostufe zu 70 Pfg. lässt sich aus der frühen Zeit der DDR eine "Verwaltungswertpost" darstellen. Im Gegensatz zu den normalen Wertbriefen durfte hier die Wertsumme nicht aufgeführt werden und die Rückseite erforderte keine Siegelung.



Großformatiger und etwas schwerer Brief, abgesandt in BERLIN-KARLSHORST an die VEB-Fluorwerke in Dohna, für mich interessant die Nutzung eines Absenderfreistempels, jetzt fehlt nur noch ein Beleg mit einem AFS der Gebührenstufe zu 88 Pfg.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 20.09.2024 12:32:43 Gelesen: 2904# 6 @  
Ups, beim unteren Beleg ist ein Schreibfehler, muss natürlich "Gebührenstufe zu 100 Pfennigen" heißen.



Gerade neu eingetroffen eine weitere Verwaltungswertpost von 1954, nun wieder in der Gebührenstufe zu 80 Pfennigen, aufgegeben in Karl-Marx-Stadt, es wurde noch ein alter R-Zettel genutzt und mit einem Einzeiler versehen.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 30.12.2024 17:38:10 Gelesen: 2664# 7 @  
Hallo,

kurz vor dem Jahreswechsel ein neuer Beleg:



Der VEB "Berliner Lilie" präsentiert auf dieser Verwaltungswertpost in der Gebührenstufe zu 80 Pfg ihr Werbe-Signet einer modisch gekleideten Dame vor einem modernen Gebäude.

Der V-Wertzettel von Berlin-Oberschöneweide wurde mit einem Einzeilstempel BERLIN C 2 überstempelt und mit etwas viel Kleber auf dem Umschlag angebracht, der Beleg ging 1955 in Richtung Eisenach.

Ein zweiter Beleg in der gleichen Gebührenstufe (20+60) ging im Januar 1956 von Magdeburg aus in Richtung Erfurt, hier gab es wohl eine Aptierung der alten Postleitzahl im Ortsstempel, abgeschlagen zusätzlich zweimal ein Rechteck-Einzeilstempel.

Euch Allen ein gutes Neues Jahr
Werner
 
HWS-NRW Am: 02.01.2025 13:51:24 Gelesen: 2600# 8 @  
Hallo und ein gutes Neues Jahr.

Inzwischen konnte ich auch einen Beleg in der 64 Pfg-Stufe bekommen, er erwies sich aber als Fehllieferung, da ich für einen anderen geboten habe, er geht wieder zurück an die Lieferadresse, trotzdem zeige ich ihn erst einmal.



Die Behandlungsgebühr von 40 Pfg wurde zusätzlich zum Briefporto von 24 Pfg am 3.3.1954 erhoben. „Verwaltungswertpost“ in der Gebühr von 64 Pfennigen, aufgeliefert in NEUGERSDORF, der Beleg ging nach Dresden. Der kleine violette Kreistempel kam auch auf der Rückseite zur Anwendung.

mit Sammlergruß
Werner
 
Stefan Am: 02.01.2025 16:56:21 Gelesen: 2571# 9 @  
@ HWS-NRW [#8]

Nicht ganz uninteressant bzw. auch nicht so häufig dürfte der Zustellhinweis "Postlagernd" sein.

Gruß
Stefan
 
HWS-NRW Am: 06.01.2025 14:48:25 Gelesen: 2496# 10 @  
Hallo,

heute kam der "richtige" Beleg rein:



Im Mai 1953 versandte man diesen Brief im Gewicht von 9 g, versehen mit einem AFS der "Regierung der DDR, in dieser Form hatte ich ihn mit gewünscht, wenn auch der vorher gezeigte interessante gut war, nur leider oben am Rand beschädigt. Nun kann ich das gute Stück in mein geplantes Buch aufnehmen.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 06.01.2025 15:44:20 Gelesen: 2480# 11 @  
Jetzt kommt tatsächlich noch ein weiterer Beleg:



Verwaltungs-Fernbrief, aufgegeben in MAGDEBURG im Januar 1956, interessant hier die Aptierung der alten Postleitzahl im Ortsstempel.

Die Gebühr (20+60) belegt mit einem violetten Absenderfreistempel.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 10.01.2025 13:37:57 Gelesen: 2401# 12 @  
Hallo in die werte Runde,

und noch weitere tolle Belege:





mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 12.01.2025 18:57:34 Gelesen: 2317# 13 @  
Hallo an diesem Abend,

ich habe einen Beleg entdeckt, der Fragen aufwirft:



Der Brief wurde am 27.8.1955 aufgegeben und mit 6 Dienstmarken à 10 Pfg beklebt, ich finde aber in meiner Literatur keinen Hinweis, wie sich das Gesamtporto von 60 Pfg zusammensetzt. Mein Hinweis, es ist ein Beleg aus dem Internet, nicht meiner. Ich würde ihn, wenn das Porto passt, natürlich gerne mit einem AFS finden.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 07.02.2025 18:03:20 Gelesen: 2199# 14 @  
Hallo in die Runde,

heute ein toller Neuzugang:



Dieser Beleg wurde im Ortspostbetrieb von EISENACH im März 1954 versandt, die Gesamtgebühr von 56 Pfg setzt sich aus dem Ortsporto von 16 Pfg sowie der Wertpostgebühr von 40 Pfg zusammen, hier verrechnet mit einem Absenderfreistempel.

Jetzt fehlt mir tatsächlich nur noch die Wertstufe zu 108 Pfg.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 19.10.2025 22:09:05 Gelesen: 1297# 15 @  
Hallo am Abend.

Nachdem Richard diese Versandform gut beschrieben hat, möchte ich noch ein paar weitere Belege aus meiner Sammlung vorstellen.



Orts-Verwaltungswertpost, aufgegeben im März 1954 in EISENACH, das Entgelt (Porto 16 Pfg + Gebühr 40 Pfg) entrichtet mit Absenderfreistempel.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 20.10.2025 08:49:43 Gelesen: 1262# 16 @  
Hallo am Morgen.

Wie gewünscht zeige ich nacheinander meine Belege zu 64 Pfennigen.



Die Poststelle der "Regierung der DDR" in BERLIN sandte im Mai 1953 diesen Beleg zur VEB Farbenfabrik Wolfen, das Entgelt (Porto 24 + Gebühr 40 Pfg) entrichtet auf ihrer AFS-Maschine, hinzugesetzt ein violetter Dienststempel.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 20.10.2025 20:42:58 Gelesen: 1220# 17 @  
Hallo am Abend.



Interessant bei diesem Beleg vom Januar 1954 ist der verwendete R-Zettel auf weissem Papier vom Postamt DRESDEN 1, aufgegeben wurde der Brief von der Deutschen Notenbank, ferner wurde ein Rechteck-Stempel "Verwaltungswertpost" sowie ein violettes Dienstsiegel des Absenders aufgedruckt.

mit Sammlergruß
Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 20.10.2025 21:59:20 Gelesen: 1210# 18 @  
@ HWS-NRW [#17]

Hallo Werner,

befindet sich der "R-Zettel auf weissem Papier" auf der Rückseite? Vorderseitig ist wohl ein V-Zettel auf weißem Papier mit einem zusätzlichen Handstempel zu erkennen. Was mag es damit auf sich haben?

Mit suchenden Sammlergrüßen
Jürgen
 
HWS-NRW Am: 21.10.2025 08:29:01 Gelesen: 1182# 19 @  
@ Jürgen Witkowski [#18]

Hallo Jürgen,

wenn Du Dir die anderen Belege ansieht, wirst Du erkennen, dass überall rote R-Zettel verklebt wurden, warum beim Beleg [#17] aus Dresden nun ein weißer R-Zettel mit viol. Stp. prangt, konnte ich noch nicht herausfinden. Rückseitig sind bei solchen Belegen immer nur Dienststempel abgeschlagen worden.



Und hier nun mein dritter Beleg in der Entgeltstufe zu 64 Pfg (Porto 24 + Gebühr 40 Pfg), jetzt kam wieder, gut zu sehen, ein roter R-Zettel zum Einsatz.

Dieser wurde im August 1954 vom VEB Starkstrom-Anlagenbau in Leipzig versandt.

Leider weiß auch ich nicht alles bei solchen speziellen Themen.

mit Sammlergruß
Werner
 
becker04 Am: 21.10.2025 09:23:11 Gelesen: 1167# 20 @  
@ HWS-NRW [#14]
@ HWS-NRW [#15]
@ HWS-NRW [#19]

Hallo Werner,

Du solltest mal zum Optiker gehen. Zwei Mal hintereinander das gleiche Bild eingestellt und ständig ein V als R angesehen deutet auf verminderte Sehstärke.

MfG
Klaus
 
HWS-NRW Am: 21.10.2025 11:22:57 Gelesen: 1142# 21 @  
@ becker04 [#20]

Hallo Klaus,

Danke für den Hinweis, tut mir leid, natürlich ist es ein V-Zettel !

mit Sammlergruß
Werner
 
stempel Am: 21.10.2025 11:52:33 Gelesen: 1132# 22 @  
@ HWS-NRW [#13]

Hallo Werner,

auf Deine Frage im Beitrag 13 vom 12.01.1925 möchte ich wie folgt antworten:

Verwaltungswertpost Fernbrief bis 20 g kostete vom 01.10.1954 bis 31.03.1956 80 Pfennige, die sich aus 60 Pfennige Gebühr für die Wertpost und 20 Pfg Porto für einen Fernbrief bis 20 g zusammensetzt. Die auf Deinem gezeigten Beleg verklebten 60 Pfennige passen nicht.

Grüße
Dieter
 
HWS-NRW Am: 21.10.2025 17:41:19 Gelesen: 1091# 23 @  
Hallo am Abend.



Heute der vorletzte, hier noch nicht vorgestellte Beleg, diesmal aufgegeben im Oktober 1955 in BERLIN als Orts-Wertbrief, natürlich versehen mit dem "normalen" roten V-Zettel vom Berlin 8. Das Gesamtentgelt setzt sich aus dem Ortsbriefporto und der Wertgebühr von 60 Pfg (ab 1.7.1954 gültig) zusammen.

Und noch einmal Entschulding für meinen mehrfachen Tippfehler (ja,ja, das Alter) mit den "R".

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 22.10.2025 16:54:09 Gelesen: 1040# 24 @  
Hallo in die Runde.

heute erst einmal mein letzte Beleg:



Das Gesamtentgelt (Porto 20 + Gebühr 60 Pfg) entrichtet im November 1954 vom Ministerium für Maschinenbau auf einer AFS-Maschine, der rote V-Zettel weist die Unterscheidungsbchstaben "dd" auf.

In meiner Sammlung habe ich derzeit alle Entgelt-Stufen, mal sehen, ob noch etwas Besonderes auftaucht.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 22.11.2025 10:03:35 Gelesen: 760# 25 @  
Hallo am Morgen.



Entgegen der Vorschrift (ab 15.8.1954 gültig), die AFS für die Verwaltungswertpost nur in blauer Farbe aufzudrucken, wurde hier noch rote Farbe genutzt, dementsprechend wurde der Einzeilstempel von der Post gestrichen und der Beleg nur per Einschreiben weitergeleitet, rückseitig kam leider auch kein Ankunftsstempel zum Einsatz.

mit Sammlergruß
Werner
 
Araneus Am: 22.11.2025 15:10:20 Gelesen: 714# 26 @  
@ HWS-NRW [#25]

Hallo Werner,

deine Theorie erscheint mir sehr gewagt und durch nichts belegt.

Bei früher von dir gezeigten Verwaltungswertpost-Briefen aus der Zeit vor dem 01.10.1954 betrug die Gebühr jeweils 64 Pfennig (laut Beitrag [#19]: „Entgeltstufe zu 64 Pfg (Porto 24 + Gebühr 40 Pfg)“).

84 Pfennig war damals meines Wissens das Porto für einen Einschreib-Fernbrief. Das würde aber bedeuten, dass der Brief als Einschreibbrief freigemacht wurde, bevor ein Postmitarbeiter hier mit dem Rotstift tätig werden konnte. Ich vermute deshalb, dass schon in der Poststelle des VEB EKM der Stempel "Verwaltungswertpost" als unrichtig erkannt und deshalb durchgestrichen wurde.

Der von dir hergestellte Bezug zur Freistempelfarbe (“wurde hier noch rote Farbe genutzt, dementsprechend wurde der Einzeilstempel von der Post gestrichen“) kann mich nicht überzeugen.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
HWS-NRW Am: 08.01.2026 18:58:46 Gelesen: 311# 27 @  
Hallo am Abend.



Fernbrief im Gesamtentgelt (Porto 20 + Gebühr 60 Pfg) von 80 Pfg, verschickt im Januar 1956 vom Postamt LAUCHHAMMER aus, interressant der V-Zettel ohne Angabe des Aufgabepostamtes.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 10.01.2026 11:11:56 Gelesen: 221# 28 @  
Hallo,

ein weiterer Beleg in diesem Thread.



Diesen tollen Beleg hätte ich gerne vor Jahren in meinem Exponat "Kautschuk" vorgestellt.

Fernbrief im Gewicht von 10 g, aufgegeben im Januar 1956, interessant der "Selbstbucher"-V-Zettel" mit Inschrift "SCHKOPAU 1 üb. Merseburg Buna-Werk".

Das "Ersatz-Material" BUNA-Kautschuk wurde in den Chemischen Werken Buna weiterentwickelt und für den überwiegend osteuropäischen Markt hergestellt und verkauft.

mit Sammlergruß
Werner
 

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