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Thema: DDR: Selbstbedienungspostämter
Dudley Am: 26.11.2009 23:26:01 Gelesen: 5694# 1 @  
Hier eine etwas exotische, eingeschriebene Drucksache aus der Wendezeit, die mit 70 Pfg. frankiert ist, 3 SB-Zettel als Einschreibegebühr enthält und den Stempel des Palastes der Republik drauf hat.



Ist dieser Beleg portogerecht?

Zumindest sieht man sowas nicht alle Tage, wenns auch stark philatelistisch angehaucht ist.

Gruß Gerhard
 
Richard Am: 29.11.2009 11:30:02 Gelesen: 5571# 2 @  
@ Dudley [#1]

Hallo Gerhard,

gab es Gründe, drei Einschreibezettel aufzukleben ?

Schöne Grüsse, Richard
 
Pete Am: 29.11.2009 16:29:30 Gelesen: 5546# 3 @  
@ Richard [#2]

Der Beleg wurde am 31.07.1990 aufgeliefert. Dem Datum nach fällt die benötigte Frankatur in die Zeit des VGO (Verkehrsgebiet Ost). Für die Drucksache bis 100g waren 70Pf nötig (1x 50Pf und 4x 5Pf), für die zusätzliche Einschreibegebühr 150Pf (3x 50Pf vom Einschreibezettel für Selbstauflieferer) = 220Pf, zahlbar wahlweise in Mark oder DM (letzteres ab 01.07.1990).

Bei einer Aufgabe einen Monat zuvor (bis spätestens 30.06.1990) hätte der Spaß bei einem Brief von 20g 5Pf bzw. bis 100g 15Pf Drucksachenporto + 50Pf Einschreibegebühr gekostet, zahlbar in Mark (der DDR).

Gruß
Pete
 
drmoeller_neuss Am: 29.11.2009 17:57:17 Gelesen: 5537# 4 @  
Bekomme ich bei so einem Brief auch drei Benachrichtigungszettel, wenn ich nicht zu Hause bin? Schließlich habe ich die Gebühr ja auch dreimal gezahlt.

Für mich eindeutig Spielerei, ich hätte ja noch einen Zettel und 1,-- M Zusatzfrankatur verstanden.

Spaß beiseite, wie lange waren die Selbstbedienungspostämter nach der Wende noch im Einsatz?
 
Martinus Am: 09.11.2013 22:26:58 Gelesen: 3499# 5 @  
Versuchspostamt in Berlin

Irgendwann hat alles seinen Anfang! So auch die Selbstbedienungspostämer (SbPA) den Beleg, den ich hier heute vorstelle habe ich durch Glück in einer Motiv Kiste gefunden.

Luther Einzelfrankatur - hatte ich bisher in meiner Sammlung nicht. Erst zuhause machte ich mich an den Brief und muss nun feststellen, dass ich da doch was besonderes in Händen halte!



Der Gebühr bezahlt T.P. Stempel sollte eigentlich nur auf Auslandsbriefen zur Verwendung kommen um dem Empfänger zusätzliche Nachgebühren zu vermeiden (lt. Michel). Hier auf dem Brief ist er mit dem Versuchspostamt von Berlin 1135 abgeschlagen! Und nach Berlin oder in die BRD sollte er nicht abgeschlagen werden, aber er wurde auch hier angebracht!

Kleine Anmerkung am Rande, Absender des Beleges ist Felix Bouman, Berlin (DDR) der bekannt ist!

mit Sammlergruß Martinus
 
Totalo-Flauti Am: 23.04.2017 09:02:59 Gelesen: 2120# 6 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die folgende eingeschriebene Postkarte aus Leipzig nach München wurde am Postamt 17 mit einem Selbstbedienungs-Einschreibezettel aus der Versuchszeit (April 1967 bis Februar 1968) für die Einschreibegebühr von 50 Pfennig frei gemacht. Auf dem Einlieferungsschein ist die Prozedur der Nutzung des Selbstbedienungsautomaten für den Postkunden beschrieben.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.





[Redaktionell kopiert aus dem Thema "DDR: Einschreiben"]
 
volkimal Am: 17.08.2019 17:36:15 Gelesen: 248# 7 @  
Hallo zusammen,

zu diesem Einschreibebrief vom 03.10.1975 habe ich eine Frage:





Der Brief trägt einen Stempel aus Potsdam. Der Einschreibe-Gebührenzettel für SbPÄ (Selbstbedienungspostämter) kommt dagegen aus Dresden. Konnte man diese Einschreibe-Gebührenzettel in jedem Ort verwenden, das ein Selbstbedienungspostamt hatte (unabhängig davon wo er gekauft worden ist)?

Viele Grüße
Volkmar
 
jmh67 Am: 17.08.2019 17:50:31 Gelesen: 246# 8 @  
@ volkimal [#7]

Zur Gültigkeit der SB-Einschreibezettel kann ich nichts sagen, aber vielleicht wurde dieser Brief als Einschreiben vorbereitet und zusammen mit dem Einlieferungsschein unter Umschlag an das Potsdamer Postamt zur Stempelung und Weiterbehandlung gesandt? Steht ein Absender drauf, und wenn ja, ist der vielleicht aus dem Raum Dresden?

-jmh
 
Altmerker Am: 17.08.2019 17:58:40 Gelesen: 244# 9 @  
@ volkimal [#7]

Nach meiner Kenntnis waren die Selbstbedienungs-R-Zettel finanztechnisch gesehen Wertmarken. So konnte ich mir halt einen Vorrat aus dem Automaten leiern und nutzen, wenn es nötig wird. So konnte ich im Ort X die Dinger ziehen und an meinem Heimatort, der so einen Kurbelautomaten nicht besaß, trotzdem Selbstbedienungsbriefe in den Kasten stecken. Wobei Potsdam und Dresden eher gegen die Theorie sprechen, aber vielleicht stammt der Absender aus einem Ortsteil nur mit Poststelle.

Gruß
Uwe

[Beiträge [#7] bis [#9] redaktionell verschoben]
 
volkimal Am: 18.08.2019 10:54:56 Gelesen: 176# 10 @  
Hallo zusammen,

gestern habe ich in meiner Sammlung noch einen Sondereinschreibezettel gefunden, einen Einschreibe-Gebührenzettel für SbPÄ (Selbstbedienungspostämter) aus der DDR:



Es ist ein Sondereinschreibezettel aus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) zur Briefmarkenausstellung "Frieden und Kultur" im Jahr 1987.



Diesen Ersttagsumschlag mit den Marken zum "Kampf gegen die Apartheit" schickte der Absender am 12.07.1987 nach Lüchow-Dannenberg. Von dort wurde er zurückgeschickt und kam am 24.07. wieder in Karl-Marx-Stadt an. Interessant sind die Unterscheidungsbuchstaben "aP" auf dem Ankunftsstempel. Klein- und Großschreibung gemischt sieht man nicht so oft. Ich sehe gerade, dass es vermutlich ein kleines "ap" sein soll. Schaut einmal hier [2]:

Weshalb der Brief zurückgeschickt wurde, erkennt man an dem zweiten Brief:





Beide Briefe gehören damit zum Thema "Postkrieg DDR/Bundesrepublik". Die vier Sondereinschreibe-Gebührenzettel der DDR (und vier weitere) sind gerade bei Delcampe im Angebot [1]

Viele Grüße
Volkmar

[1] Delcampe.net Suchwort "DDR, 4 Sonder-Sb-R-Zettel"
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/113489
 
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