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Thema: Deutsches Reich Feldpost 2. Weltkrieg
Das Thema hat 303 Beiträge:
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Lars Boettger Am: 15.01.2020 22:38:34 Gelesen: 31368# 279 @  
@ BeNeLuxFux [#278]

Hi Stefan,

schöne Karte! Der Nebenstempel lautet "unrichtige Feldpostnummer".

Die unten anhängende Paketkarte ist zwar frankiert, geht aber an einen Soldaten der 4. MG-Kompagnie in Luxemburg-Stadt. Ich hoffe, Ihr lasst das gelten.

Beste Grüße!

Lars


 
skribent Am: 21.02.2020 10:24:15 Gelesen: 28161# 280 @  
Guten Morgen,

heute ein Feldpostbrief des Gefreiten Alfred an seine Freundin, das Fräulein Olga, wohnhaft in Freilassing.

Alfred war bei der Wehrmacht und sandte diesen Brief am 25.8.1940 von LOWICZ ausgehend, deklariert als "Dienstpost Wehrmacht".



Leider ist nicht erkennbar, wann der Brief bei Olga ankam, denn unterwegs wurde der Bahnpostwagen von polnischen Banditen beraubt.



Trotz widriger Umstände hat der Brief seine Empfängerin erreicht.

MfG >Franz<
 
Pierre Am: 29.03.2020 09:23:23 Gelesen: 7416# 281 @  
Feldpost

Hallo,

kennt ihr diese Marke ?


 
Richard Am: 02.04.2020 09:58:04 Gelesen: 7371# 282 @  
@ Pierre [#281]

Hallo Pierre,

wenn Du alles um die Marke weglässt, sowohl das weisse Feld als auch die schwarze Einsteckkarte rund um die Marke elektronisch entfernst, wäre die Marke besser zu bestimmen.

Bitte zeige sie nochmals.

Ich kann jedenfalls zu wenig erkennen um irgendeine Aussage treffen zu können.

Schöne Grüsse, Richard
 
Lars Boettger Am: 02.04.2020 10:54:03 Gelesen: 7348# 283 @  
@ Pierre [#281]

Auf dem Stück Papier steht “REICHSNACHRICHTENDIENST”. Das ist keine Briefmarke oder Vignette, sondern m.E. eine Absenderbezeichnung. Ansonsten gilt das von Richard gesagte, Bild ausschneiden, damit man nicht raten muss. Außerdem macht es auch Sinn, den Thread mit einem aussagekräftigen Titel zu versehen.

Beste Grüße!

Lars
 
dietbeck Am: 16.05.2020 07:20:48 Gelesen: 22002# 284 @  
Feldpostkarte 1939 - was wurde hier zurückgezogen ?

Hallo,

kann mir jemand sagen worauf sich der "Zurückgezogen-Stempel" bezieht

Danke
Dieter


 
saeckingen Am: 16.05.2020 08:11:29 Gelesen: 21993# 285 @  
Das dürfte ein interner Bearbeitungsvermerk des Verlages sein, an den die Karte ging.

Grüße
Harald
 
dietbeck Am: 30.05.2020 07:26:39 Gelesen: 20822# 286 @  
Feldpoststempel

Kann mir jemand sagen, ob der Feldpoststempel zuweisbar ist ? Ich bin da absolut ahnungslos. Worauf weist die 523 hin ?

Danke
Dieter


 
skribent Am: 30.05.2020 11:45:32 Gelesen: 20774# 287 @  
@ dietbeck [#286]

Hallo Dieter,

da die Nummer 523 der einzige Stempelbestandteil ist aufgrund dessen irgend etwas ermittelbar ist, habe ich einfach bei Wiki "Feldpostnummer 523" eingegeben und die Antwort könnte befriedigend sein.

Es handelt sich um das Nachschub-Bataillon 523, das am 26. August 1939 im Wehrkreis XVIII aufgestellt wurde. Es wurde zuerst im Polenfeldzug eingesetzt. Der begann am 1.9.39 - Dein Stempel ist vom 5.9.39.

Aber das kannst Du alles haarklein lesen [1].

MfG >Franz<

[1] http:/http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/NachschubBat/NachschubBat523-R.htm
 
charly999 Am: 03.06.2020 16:11:46 Gelesen: 20265# 288 @  
@ dietbeck [#286]

Die Zahl 523 ist entweder die taktische (militärisiche) Nr des FpA, oder die sog Kennnummer. Das war eine zugeteilte Nr, die feldpostalischen Zwecken diente. Da offene Anschriften verboten waren, wurde die Post der Einheiten, die von diesem FpA bedient wurden, über die Kennnummer geleitet. Ein nicht ganz unkompliziertes System, das denn auch zu Kriegsbeginn einige Wochen Einarbeitungszeit der Post benötigte. Die Verwendung der Kennummer im FpStempel sollte nur bei nachzuweisenden Sendungen erfolgen, aber im Polenfeldzug hatte sich das noch nicht eingespielt. Später kam die vorschriftswidrige Stempelung selten vor.

Die Kennnummer 523 wurde erst April 1943 ausgegeben,kommt hier also nicht in Betracht. Mir fehlt die Literatur, um das FpA ausfindig zu machen. Evtl zeigst Du die ganze Karte und man kann über die FpNr des Absenders dessen Einheit und Einsatzort ermitteln. Das könnte Dir weiterhelfen.

Der Beitrag von skribent ist nicht nur irreführend, sondern auch falsch, Die FpNr waren fünfstellig (mit einer Ausnahme), die Suche nach der Feldpostnummer 523 also unsinnig.

charly999
 
Seku Am: 18.06.2020 20:48:23 Gelesen: 4397# 289 @  
Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 [1] floh im Februar 1871 die französische Ostarmee in die Schweiz und wurde dort interniert [2]. Dies wurde im Bourbaki-Panorama [3] zu Luzern festgehalten. Hier eine Szene mit einem Lazarett-Zug.



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Arm%C3%A9e_de_l%E2%80%99Est#Internierung
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Bourbaki-Panorama

[Beitrag redaktionell verschoben aus dem Thema "Lazarettzüge"]
 
Ichschonwieder Am: 12.07.2020 18:54:08 Gelesen: 18165# 290 @  
Zunächst vielen Dank an Werner, der mich zu diesem Beleg umfassend informiert hat.

Das ist ein Brief, den ein Angehöriger der 3. Batterie der Flakscheinwerfer-Abteilung 308 geschrieben hat, die damals wohl in Paris "stationiert" war.

Das L.G.P.A. ist die Abkürzung für das "Luftgaupostamt", das erkennst Du auch bei dem "L" vor der FP-Nummer (L = Luftfahrt).

Die Reserve-Flakscheinwerfer-Abteilung 308 (v) wurde am 26. August 1939 in Gotha aus Teilen der I. / Flak-Regiment 3 mit drei Batterien aufgestellt und anschließend im Luftgau IV eingesetzt. Im Juli 1942 wurde die Abteilung in Frankreich in Flakscheinwerfer-Abteilung 308 (v) umbenannt. Ende 1942 wurde für die Abteilung eine 4. Batterie aufgestellt. Ab 1942 wurde die Abteilung in Bordeaux eingesetzt. Im Sommer 1944 nahm die Abteilung am Rückzug nach Deutschland teil und wurde im November 1944 zur leichten Flak-Abteilung 935.



VG Klaus Peter
 
charly999 Am: 13.07.2020 09:13:41 Gelesen: 18067# 291 @  
Hallo,

eine kleine Ergänzung zu [#290]:

L bedeutet Luftwaffe, nicht Luftfahrt.

Die Post lief über das LGPA Paris, was nicht bedeutet, daß der Absender in Paris stationiert war. Das LGPA Paris war für die gesamte Post von LwEinheiten im Bereich des Militärbefehlhabers Frankreich zuständig.

Die Abt selbst war im April 1944 in Bordeaux stationiert und unterstand dort dem Flakregiment 45, 11. Flakdivision (Angaben nach Tessin, Band 9).
 
Captain Damuck Am: 07.08.2020 10:26:24 Gelesen: 15913# 292 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich euch diese Feldpostkarte zeigen. Im Text kann man noch eine gewisse Euphorie herauslesen (29. Mai 1940). Der Empfänger war anscheinend ein Markensammler. Nun ist die Karte wieder bei einem Markensammler gelandet.

Schöne Grüsse,
Manuel


 
charly999 Am: 07.08.2020 10:40:59 Gelesen: 15910# 293 @  
Die FpNr auf der Karte gehörte zur 2. Kompanie, Luftverteidigungs-Nachrichten-Abteilung 5, die sich mit dem Bau von Telegraphenleitungen für die Luftwaffe beschäftigte. Das paßt zum Inhalt der Karte, die ich persönlich allerdings wegen der schlechten Erhaltung nicht für sammelwürdig halte.
 
Captain Damuck Am: 07.08.2020 10:47:42 Gelesen: 15905# 294 @  
@ charly999 [#293]

Danke für die Info, immer wieder faszinierend.

Gruss
 
volkimal Am: 28.10.2020 12:17:42 Gelesen: 8629# 295 @  
Hallo zusammen,

von der Familie eines früheren Vereinsmitglieds stammt dieser Feldpostbrief:





Die Feldpostnummer 04440 war vom 12.7.1941-26.1.1942 an die 9. Batterie Marine-Flak-Abteilung 246 vergeben [1].

Die Marine-Flak-Abteilung Harlingen wurde am 1. November 1940 in Harlingen aufgestellt. Die Abteilung unterstand dem Kommandanten im Abschnitt Emden und fungierte gleichzeitig auch als "Flak-Kommandeur Harlingen". 1942 unterstand die Abteilung mit Stabsbatterie und 7 Batterien dem Kommandanten der Seeverteidigung von Nordholland. Die Soldaten waren sowohl auf dem Festland (Harlingen, Lemmer, Groningen) als auch auf den westfriesischen Inseln (Vieland, Terschilling, Ameland) stationiert. [2].

Der Brief trägt den Briefstempel der Dienststelle Feldpostnummer 04440 und einen Tarnstempel vom 5.12.1941 mit den Unterscheidungsbuchstaben "yy".

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.axishistory.com/books/383-germany-military-other/feldpost/8929-feldpost-numbers-04000-04999
[2] http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marineflak/MFlakRgt6.htm
 
volkimal Am: 10.11.2020 09:48:02 Gelesen: 7547# 296 @  
Hallo zusammen,

ich habe Hilfe angeboten, für eine Dissertation ein paar Feldpostbriefe aus dem "Sütterlin" zu übersetzen.

Als Ortsangabe kommen u.a. vor im Osten, im Felde und "O.A.". Ich vermute, dass "O.A." = "Ohne Angabe" bedeutet. Liege ich mit der Vermutung richtig oder was steckt hinter der Abkürzung?

Viele Grüße
Volkmar
 
Lars Boettger Am: 15.11.2020 12:10:27 Gelesen: 7088# 297 @  
Ein Ebay-Verkäufer bietet eine Päckchen-Zulassungsmarke der Krim vom November 1943 an [1]. Es fällt auf, dass der Durchstich schon regelmässig ist. Dafür ist die Druckausführung bei der oberen Marke deutlich stärker, bei der unteren deutlich schwächer. Ein echtes und attestiertes Exemplar habe ich beim Auktionshaus Felzmann gefunden [2]. Ein Vergleichsbild hängt unten an. Eine echte MiNr. 15I steht ungebraucht bei 1.600 Euro. Man kann bei Ebay sicher auch echte und ungeprüfte Exemplare der Marke finden, es ist aber nicht sehr wahrscheinlich, dass das einem gelingt.

Beste Grüße!

Lars



[1] https://www.ebay.de/itm/Krim-1943-Zulassungsmarken-fur-Feldpostpackchen-Deutsche-Feldpost-2-WK/184534254187

[2] https://auktionen.felzmann.de/Auktion/KatalogArchiv?intAuktionsId=428&los=1259848
 
bovi11 Am: 15.11.2020 12:21:23 Gelesen: 7084# 298 @  
@ Lars Boettger [#297]

Der Durchstich sieht bei mir ganz anders aus.

Das ist doch der Verkäufer, zu dem ich geschrieben hatte, daß der MICHEL-Spezial von 2016 echt ist. ;-)

Der hat doch fast nur Altpapier im Angebot.
 
Lars Boettger Am: 15.11.2020 12:38:28 Gelesen: 7074# 299 @  
@ bovi11 [#298]

Genau, der russische Ebay-Anbieter. Der Michel-Spezialkatalog ist ja keine schlechte Basis, um darin nachzusehen, um welche Marken es sich handeln könnte. Aber, und das ist m.E. genauso wichtig, man sollte dann weiterlesen und auch die weiteren Vermerke beachten. So endet der Katalogeintrag mit dem Wort "FALSCH" im Kästchen. Fälschungen sind also bekannt. Die zwei Hasardeure, die darauf bieten, haben anscheinend den Katalogeintrag auch nicht zu Ende gelesen.

Beste Grüße!

Lars
 
Quincy Am: 15.11.2020 13:14:51 Gelesen: 7058# 300 @  
@ Lars Boettger [#299]

Hasardeure

Wenn es keine Strohbieter sind. ;-)

Gruß
Hans-Jürgen
 
Lars Boettger Am: 15.11.2020 13:24:32 Gelesen: 7053# 301 @  
@ Quincy [#300]

Hallo Hans-Jürgen,

das würde ich in dem Fall überhaupt nicht ausschliessen wollen.

Beste Grüße!

Lars
 
fogerty Am: 09.01.2021 22:27:28 Gelesen: 845# 302 @  
Aus dem Südtiroler Unterland stammt dieser Faltbrief, die Feldpostnummer 48558 war vom 2.1.1940-11.3.1943 an den Stab II u. 5.-8. Kompanie Gebirgsjager-Regiment 756 vergeben. Für den Weg von Afrika nach Südtirol benötigte der Brief 23 Tage, schneller geht es manchmal auch heute nicht.

Vielleicht kann mir jemand noch die Bedeutung der auf dem Brief ersichtlichen Zahlen 4189 und 28 erklären.




Grüße
Ivo
 
Fips002 Am: 14.01.2021 18:41:31 Gelesen: 296# 303 @  
@ fogerty [#302]

Hallo Ivo,

der Brief wurde in der Auslandsprüfstelle München geprüft. Ab Februar 1940 weisen alle geprüften Poststücke einen Prüfstempel in Form eines Rechteckstempels in rot mit einer drei- oder vierstelligen Zahl auf. Diese Prüferstempel sind charakteristisch für die Dienststelle in München.
Von 1941 bis 1944 sind weitere Kennzeichen einer speziellen Prüfung, so 6-stelligen Numeratorabschlag in grüner Farbe und Rechteck-Prüferstempel im Zahlengebiet über 5000. Weiterhin kommen Prüferstücke von 1943 - 1945 mit farbstrichen vor.

Es kommen auch Stempel verschiedenster Art vor, so auch Kreisstempel mit 1- oder 2-stelligen Zahlen. Diese Stempel immer in blauer Farbe, rechts unten auf dem Brief.

Gruß Dieter
 

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