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Thema: Nachgebühr Stempeltypen
Jürgen Witkowski Am: 12.05.2025 21:51:28 Gelesen: 1891# 1 @  
Bei den Nachgebührstempeln gibt es eine ziemliche Typenvielfalt. Man kann den Eindruck gewinnen, dass jedes Postamt sich die Stempel selbst beschaffte. Eine Normierung ist mir nicht bekannt. Ich möchte zunächst eine ganze Serie ähnlicher, aber doch wieder unterscheidbarer Nachgebührstempel vorstellen. Es handelt sich um einzeilige Rechteckstempel mit dem Text Nachgebühr VIII und meistens noch einem Unterscheidungsbuchstaben. Die Stempelfarbe war rotlila. Sie wurden allesamt in Essen verwendet. Bis auf eine Ausnahme befinden sie sich auf portopflichtigen Dienstsachen, die 1952 gelaufen sind. Die Postkarte aus Frankreich stammt aus 1955.



Nachgebühr VIII



Nachgebühr VIII a



Nachgebühr VIII b



Nachgebühr VIII c



Nachgebühr VIII d



Nachgebühr VIII e



Nachgebühr VIII f

Was mag es mit der römischen Zahl VIII auf sich haben? Warum gab es Unterscheidungsbuchstaben?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
bernhard Am: 13.05.2025 21:31:32 Gelesen: 1834# 2 @  
@ Jürgen Witkowski [#1]

Was mag es mit der römischen Zahl VIII auf sich haben? Warum gab es Unterscheidungsbuchstaben?

Hallo Jürgen,

die Zahl VIII ist sicherlich die entsprechende Stelle im Postamt. Die verschiedenen Abteilungen waren mit römischen Zahlen durchnummeriert.

Viele Grüße
Bernhard
 
bovi11 Am: 29.05.2025 16:15:48 Gelesen: 1705# 3 @  
Hier ein Brief mit einem eher ungewöhnlichen Nachgebühr-Stempel.

Es handelt sich um einen Brief per Einschreiben von Wiesbaden an das Amtsgericht Diez/Lahn und dem Stempel "Aus dem Briefkasten".

Vom Absender wurde lediglich eine Notopfermarke 2 BZ aufgeklebt. Diese ist entwertet mit dem Tagesstempel (16) WIESBADEN 02.3.49.

Rückseitig der Dienststempel des Amtsgericht Diez sowie der Ankunftsstempel (22b) DIEZ 3.3.49

Ebenfalls rückseitig die handschriftlichen Hinweise, dass der Inhalt entnommen wurde und der Absender das Porto zu zahlen habe. Außerdem ein Textstempel des Amtsgerichts mit Unterschrift des Justizinspektors.

Der vorderseitig angebrachte Nachgebühr-Stempel ist mir noch nie über den Weg gelaufen. Zudem kriege ich die Nachgebühr von 90 Pfennig nicht sortiert.


 
bernhard Am: 29.05.2025 17:01:28 Gelesen: 1697# 4 @  
@ bovi11 [#3]

Hier der gleiche Stempel auf einer Gebührenpflichtigen Dienstsache (Portopflichtigen Dienstsache). Der Stempel ist wie du schon schreibst nicht häufig, scheint aber in einer gewissen Zeit in Serie gefertigt worden zu sein.



Die eingezogene Gebühr dürfte sich wie folgt zusammengesetzt haben:

40 Pfg. Einschreibegebühr
20 Pfg. Fernbrief über 50g
x 1,5 Strafgebühr = 90 Pfg.

Viele Grüße
Bernhard
 
bovi11 Am: 29.05.2025 17:10:18 Gelesen: 1694# 5 @  
@ bernhard [#4]

Hallo Berhard,

ja, so hatte ich hinsichtlich der Nachgebühr auch gerechnet; dann passt es natürlich.

Nach meiner Kenntnis fällt die Strafgebühr aber nur für den Brief an und nicht für die Zusatzleistungen (Einschreiben).

Viele Grüße

Dieter
 
bernhard Am: 29.05.2025 17:59:29 Gelesen: 1682# 6 @  
@ bovi11 [#5]

Hallo Dieter,

nach der Postordnung vom 30. Januar 1929, welche zur fraglichen Zeit noch Gültigkeit hatte, steht unter § 1 Asatz III:



Viele Grüße
Bernhard
 
bovi11 Am: 29.05.2025 19:08:30 Gelesen: 1668# 7 @  
@ bernhard [#6]

Da hätte ich wohl doch mal den Steven aufschlagen sollen.
 
zonen-andy Am: 27.11.2025 13:16:37 Gelesen: 1132# 8 @  
Hallo,

diese Gebührenpflichtige Dienstsache innerhalb Berlins wurde mit 10 Pf. Nachporto belegt. Was bedeutet im roten Nachgebühr - Stempel unten die 3 c. Für eine Antwort wäre ich dankbar.



Grüße
Andreas
 
Cantus Am: 27.11.2025 16:59:41 Gelesen: 1111# 9 @  
@ Jürgen Witkowski [#1]

Hallo Jürgen,

nach dem Wortlaut deiner Überschrift gehe ich davon aus, dass du weltweit alle entsprechenden Stempeltypen sehen willst. Ich werde mich also auf die Pirsch begeben.

Viele Grüße
Ingo
 
Jürgen Witkowski Am: 27.11.2025 18:37:11 Gelesen: 1085# 10 @  
@ Cantus [#9]

Hallo Ingo,

wenn darin das Wort "Nachgebühr" in deutscher Sprache vorkommt, wird die Anzahl der Länder bestimmt überschaubar sein.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Hatten Am: 27.11.2025 20:48:20 Gelesen: 1062# 11 @  
Hallo,

hier eine Paketkarte mit einem durchgestrichenen Nachgebühr-Stempel.

Ich vermute, der Postbeamte in Dahlenberg hat den schwach abgeschlagenen Bezahlt-Stempel Hamburg-Harburg zu spät bemerkt.



Grüße
Horst
 
Hatten Am: 29.11.2025 08:32:09 Gelesen: 1013# 12 @  
Guten Morgen,

ich zeige Euch heute einen Beleg, abgestempelt am 09.10.1938, mit einem schönen roten Nachgebühr-Stempel.



Ich wünsche allen ein schönes Advent-Wochenende,

Horst
 
wuerttemberger Am: 29.11.2025 12:13:00 Gelesen: 990# 13 @  
@ bernhard [#4]

Ein Einschreiben mit Rückschein hätte 100 Pfennig gekostet. So hat man 10 Pfennig gespart.
 
mumpipuck Am: 23.07.2026 01:35:23 Gelesen: 213# 14 @  
Als Heimatsammler stellt sich mir immer wieder die Frage, ob ein Nachgebühren-Stempel dem Postamt in meinem Sammelgebiet zuzuordnen ist. Bei großen Postämtern kann ich das empirisch ermitteln, da genug Belege vorhanden sind.

Deswegen hier meine Fragen an die Experten unter Euch:

- Wurden die Nachgebühren-Stempel beim absendenden oder beim empfangenden Postamt angebracht oder ist beides möglich ? (Empirisch aus meinen Belegen sehr wahrscheinlich beim empfangenden Postamt).

- Hatten auch die Zweigpostämter und Postagenturen/Poststellen I oder sogar Poststellen (II) Nachgebührenstempel oder erfolgte der Vermerk in deren Leitpostamt ?

Zur Verdeutlichung hänge ich einen Beleg an.
Nachgebühr-Stempel aus Düsseldorf, Ratzeburg oder Gudow (Postagentur) ?

Freue mich auf Eure Antworten!

Burkhard


 
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