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Thema: Altdeutschland Postscheine
Das Thema hat 87 Beiträge:
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Fips002 Am: 18.12.2018 20:02:20 Gelesen: 9971# 63 @  
Postschein der Königlichen Sächsischen Post, zu einem Brief von Zittau 13.März 1858, an das K.K. Bezirksgericht zu Wien.



Dieter
 
Fips002 Am: 05.07.2020 20:28:28 Gelesen: 3084# 64 @  
Postschein der Königlich Sächsische Post von Zittau, 15. Mai 1852, zu einem Brief nach Berlin.



Dieter
 
Magdeburger Am: 22.09.2020 12:01:28 Gelesen: 1593# 65 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein netter Posteinlieferungsschein:



Erteilt wurde er am 29.05.1867 in Dessau für eine Kiste von 36 Pfund 19 Loth mit einem Wert von 14 Thaler nach Loburg.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
sentawau Am: 25.09.2020 11:00:57 Gelesen: 1555# 66 @  
Ich möchte auf eine Neuerscheinung Postscheine betreffend aufmerksam machen. Das 84 Seiten starke Heft versucht eine Erfassung aller Postscheine der thüringischen Staaten. Sämtliche Scheine werden in Farbe abgebildet. Preis: 18,00, für Mitglieder des BGSV 12,00.

Ein zweites Heft, das sämtliche Scheine aus dem heutigen Hessen sowie aus Hohenzollern und Lippe in gleicher Weise zu verzeichnen versucht, ist im Druck und erscheint in Kürze.-

Zusammen mit Hans A. Weidlichs Handbuch der württembergischen Postscheine werden dann erstmals sämtliche Thurn&Taxis-Scheine der Zeit von 1815-1867 ansatzweise erfasst sein.


 
Fips002 Am: 01.11.2020 17:39:51 Gelesen: 933# 67 @  
Postschein vom Königlich Sächsischen Postamt Zittau 05.März 1863 zu einem Brief nach Breslau.



Dieter
 
Magdeburger Am: 01.11.2020 18:08:21 Gelesen: 927# 68 @  
@ Fips002 [#67]

Hallo Dieter,

es war genau genommen für einen Wertbrief von 15/20 Loth Gewicht mit einem Inhalt von 100 Reichsthaler Courant.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
siegfried spiegel Am: 02.11.2020 18:31:46 Gelesen: 816# 69 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige ein paar Postscheine aus meiner Heimat.

Zunächst aus Langenfeld.

Beste Grüße, Siegfried




 
siegfried spiegel Am: 02.11.2020 19:00:20 Gelesen: 809# 70 @  
Dann noch kleine Besonderheiten aus Scheinfeld.




 
bayern klassisch Am: 02.11.2020 19:17:16 Gelesen: 805# 71 @  
@ siegfried spiegel [#70]

Hallo Siegfried,

welche Besonderheit(en) denn?

Erklär doch mal etwas zu deinen Stücken.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
siegfried spiegel Am: 02.11.2020 19:32:19 Gelesen: 802# 72 @  
Postschein der "Königl. bayer. Expedition fahrender Posten" vom 8. Januar 1869 für ein "Geldpacket an die gräfl. Creditkasse Castell", versehen sowohl mit dem Halbkreisstempel in Antiquaschrift von Scheinfeld, als auch mit dem offenen Mühlradstempel "617", was eine Besonderheit der Scheinfelder Postexpedition darstellt.

Ein ähnlicher Beleg wechselte bei Ebay vor einiger Zeit für 225,-- € den Besitzer



... und zwar dieser Beleg hier, hatte ich mir seinerzeit notiert.


 
bayern klassisch Am: 02.11.2020 20:05:29 Gelesen: 794# 73 @  
@ siegfried spiegel [#72]

Hallo Siegfried,

was hatte denn ein Mühlradstempel bei der Fahrpost für einen Zweck?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
siegfried spiegel Am: 02.11.2020 21:49:56 Gelesen: 785# 74 @  
Hallo Ralph,
ich kann dich gerne zitieren:

Zitat:"ein schönes Stück - Glückwunsch zu dieser Rosine, von der ich einige wenige Stücke kenne.

Du hast natürlich Recht - hier hat der Expeditor "gespielt", denn sein Mühlradstempel war wohl sein Hobby Nr. 1, wie wir anhand zahlreicher Vorausentwertungen wissen.

Er hat diese Postscheine, die ja zur Fahrpost gehörten, welche damals eh nicht mit Marken frankiert werden durfte, vermutlich zu Hunderten vorabgestempelt und dann, wenn es Bedarf gab, verwendet.

Daher gibt es auch diese Scheine mit Daten nach dem 10.3.1869 noch. Oberschlaue, die etwas weniger Ahnung von der damaligen Postmanipulation in den Expeditionen haben, versuchten dann große Mühlradstempelsammler zu ködern, in dem sie suggerierten, dass diese Postscheine mit späten März oder April - Daten auch Spätverwendungen des Mühlradstempels darstellen müssten, was natürlich falsch ist.

Die Benutzung von Markenkillerstempeln auf Postscheinen war natürlich sinnlos, aber in Scheinfeld hat das niemanden gestört ..." Zitat Ende.

Zwei Fragen hätte ich doch noch dazu: ist so eine "Spielerei" auch von anderen Expeditionen bekannt? Und wie passt dann der Postschein ohne den Mühlradstempel in die Reihe, wenn Hunderte Scheine damit abgestempelt wurden?

Beste Grüße, Siegfried
 
bayern klassisch Am: 02.11.2020 22:53:21 Gelesen: 767# 75 @  
@ siegfried spiegel [#74]

Hallo Siegfried,

sehr gut zitiert. :-)

Ja, der Scheinfelder hat seine Liebe zum offenen Mühlradstempel überall dort ausgedrückt, wo es eigentlich verboten war. Auch Vorausentwertungen waren ja nicht erlaubt, wurden aber von Dutzenden von Expeditoren angefertigt. Bei der Fahrpost hatte der Markenstempel 617 natürlich nichts zu suchen, weil die Fahrpost erst ab 1.2.1874 überhaupt mit Marken frankierbar war und da gab es Nummernstempel schon lange nicht mehr.

Der Schein ohne Mühlrad wird einer sein, den ein Kunde wollte, als sein letzter Mühlradschein verbraucht war - ist doch schön, beide Varianten zeigen zu können.

Es gab mehrere Orte, die mit ihren Mühlrädern gespielt haben, da war der Scheinfelder nicht allein. Von einigen Expeditionen sind aber nur ganz wenige, teils nur Einzelstücke bekannt, während Scheinfeld sicher Dutzende von diesen Scheinen hinterlassen hat.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Erdinger Am: 03.11.2020 11:47:34 Gelesen: 729# 76 @  
@ siegfried spiegel [#69]

Hallo Siegfried,

Langenfeld und Scheinfeld sind interessant, weil in unmittelbarer Nachbarschaft die ansonsten vorwiegend in Böhmen und Österreich aktive Adelsfamilie Schwarzenberg am alten Stammsitz ein Herrschaftsgericht unterhielt und über umfangreiche Ländereien verfügte. Dieser Tatsache verdanken wir eine Reihe von Fahrpostscheinen mit bisweilen kolossalen Wertangaben und entsprechend hohen Gebühren, für innerbayerischen Versand wie grenzüberschreitend.

Mir gefällt aus diesem Posting besonders der erste Schein von 1812 für einen eingeschriebenen Brief mit Rückschein – von 1812 noch eine echte Seltenheit (da war die entsprechende Regelung gerade einmal ein Jahr in Kraft). Dann alle Gebühren auch noch vor Addition sauber nach Einzelposten aufgeschlüsselt, das sieht man ebenfalls selten so deutlich.

Es lohnt sich bei Postscheinen stets, das „Kleingeschriebene“ zu studieren. Während Scheine mit Mühlradstempelabschlägen natürlich etwas fürs Auge sind und häufig teuer gehandelt werden, sind ihre unscheinbareren Verwandten postgeschichtlich oft viel interessanter (und wesentlich preisgünstiger).

Viele Grüße
Dietmar
 
siegfried spiegel Am: 03.11.2020 12:52:00 Gelesen: 718# 77 @  
@ Erdinger [#76]

Hallo Dietmar,

über Schloß Schwarzenberg und die Adelsfamilie erfährt man bei Wikipedia so Einiges, ich schicke einfach mal den Link [1]

Die Post etc. von Schwarzenberg lief bis zur Eröffnung der Expedition Markt Bibart über Langenfeld, ab 1.7.1851 war dann Markt Bibart zuständig, ab 15.4.1858 hatte Scheinfeld/Schwarzenberg eine eigene Expedition.

Dass der Adel große Geldmengen bewegte, davon zeugt der abgebildete Geldbegleitbrief (hat jetzt allerdings nichts mit Postscheinen zu tun).

Das Studium des "Kleingeschriebenen" ist selbstverständlich lohnend, scheitert bei mir allerdings häufig an der "Sauklaue" der Schreiber.

Ich danke deshalb für die klasse Hinweise hier im Forum.

Viele Grüße aus Mittelfranken,
Siegfried






[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Schwarzenberg_(Scheinfeld)
 
Erdinger Am: 03.11.2020 13:46:44 Gelesen: 705# 78 @  
@ siegfried spiegel [#77]

Hallo Siegfried,

feiner Brief und hübsche Karte.

Meiner Einschätzung nach steht die Eröffnung der Expedition Scheinfeld in einem engen Zusammenhang mit den Schwarzenbergs. Da wurde im Hintergrund wahrscheinlich ausdauernd Lobbyarbeit verrichtet.



Hier kann ich einen Postschein für eine Wertsendung mit 4400 Gulden in vier Säcken mit insgesamt 147 Pfund Gewicht zeigen, die ans fürstlich Schwarzenbergische Hauptzahlamt in Wien aufgegeben wurde.

Das geschah im März 1851 noch in Langenfeld, ehe Markt Bibart die Zuständigkeit übernahm. Bei der Ermittlung der Gebühren für diese Postvereinssendung hat sich der Expeditor wahrscheinlich zu Ungunsten der Post verrechnet, wie Freund Magdeburger mir einmal dargelegt hat.

Viele Grüße
Dietmar
 
siegfried spiegel Am: 03.11.2020 15:19:45 Gelesen: 694# 79 @  
@ Erdinger [#78]

Oder er hat wieder in die eigene Tasche abgezweigt.

"Kommisar Ralph" hat ihn schonmal überführt.


 
siegfried spiegel Am: 03.11.2020 15:47:26 Gelesen: 689# 80 @  
@ Erdinger [#78]

Ein paar Postscheine von der "Königl. bayer. Expedition fahrender Posten" aus Langenfeld kann ich auch noch zeigen.

Der Langenfelder Posthalter von 1820-1852 war übrigens Herr Georg Moritz Stöcker, bzw. vertretungsweise seine Frau Johanna (Posthaltertochter aus Emskirchen).

Am Langenfelder Rathaus hängt eine Informationstafel zur Postgeschichte des Ortes, ich zitiere daraus:

"Georg Moritz Stöcker (1797-1852) Sohn von David Stöcker tritt mit 23 Jahren das Amt an. Der umtriebige Posthalter bringt nicht nur sein Geschäft zum blühen, sondern wird zu einem aufrechten und unerschrockenem Streiter für Meinungsfreiheit, Bürgerrechte und Demokratie. Moritz Stöcker ist der berühmteste Sohn des Ortes. Er gilt als Mitbegründer der Sparkasse im Landkreis, sitzt insgesamt neun Jahre im Bayerischen Landtag und gehört der Frankfurter Nationalversammlung von 1848/49 an, dem ersten deutschen Parlament"




 
Magdeburger Am: 03.11.2020 16:09:18 Gelesen: 683# 81 @  
@ Erdinger [#78]

Hallo Dietmar

meine damalige Rechnung wird nicht ganz richtig gewesen sein, denn soweit ich mich erinnere, habe ich damals falsch gedacht, dass in Österreich im 21Gulden-Fuß gerechnet wurde. Tatsächlich ist es der 20Gulden-Fuß.

@ siegfried spiegel [#77]

Hallo Siegfried

Ich komme auf 5f 48 Kreuzer je Paket, also 9 Kreuzer mehr.

Die Gebühr für ein Paket errechnet sich so (Bayern):

7/12 Kreuzer * 37 Pfund * 6 (25-30 Meilen) = 129,5 aufgerundet = 130 Kreuzer.
Die Wertgebühr betrug 4 Kreuzer je 100 Gulden, also 44 Kreuzer, in Summe so 174 Kreuzer.

Die gleiche Gebühr sollte auch in Österreich so sein. Nur so ergeben sich 2* 174 = 348 Kreuzer = 5f 48 Kreuzer.

Wird mit nur 36 Pfund gerechnet, ergeben sich nur 170 Kreuzer, jedoch auch noch 2* 170 = 340 = 5f 40 Kreuzer.

Ich kann es also so nicht nachvollziehen. Die einzige Frage ist, wieso noch 3 Kreuzer in Österreich anfielen. Hat man dort korrigiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Rechnet man nun so:
Bayern: Paket 130 Kreuzer + 44 Kreuzer = 174 Kreuzer
Österreich: Paket 130 Kreuzer + 45 Kreuzer = 175 Kreuzer
Gesamt 174 + 175 = 349
 
Manne Am: 03.11.2020 17:02:05 Gelesen: 671# 82 @  
Hallo,

heute ein weiterer Postschein aus Sachsen vom 16.10.1851.

Gruß
Manne


 
Cantus Am: 12.11.2020 00:14:29 Gelesen: 364# 83 @  
@ Manne [#82]

Hallo Manne,

ein sehr schöner Postschein, nur leider kann auch ich nicht den Aufgabeort lesen. Da habe ich es bei meinem Beispiel leichter, denn im Postamt wurde ein Stempel verwendet statt einer Handschrift. Ich zeige einen Aufgabeschein, der am 30.7.1865 in Osterode für ein Einschreiben mit Ziel in Hannover ausgegeben wurde.



Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 12.11.2020 01:40:37 Gelesen: 357# 84 @  
@ Manne [#82]

Hallo Manne,

der Aufgabeort ist Reichenbach.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Manne Am: 12.11.2020 10:01:40 Gelesen: 341# 85 @  
@ bayern klassisch [#84]

Hallo Ralph,

danke für die Beschreibung des Ortes.

Heute ein Einzahlungsschein aus Sachsen vom 07.05.1856. Den Ort kann ich nicht entziffern.

Hänge mal als Ergänzung die Münzen an, die eventuell zur Einzahlung benutzt wurden.

Gruß
Manne










 
Roda127 Am: 12.11.2020 10:46:49 Gelesen: 337# 86 @  
@ Manne [#85]

Hallo,

der Ort ist Markranstädt.

Viele Grüße Roda127 (Matthias)
 
Manne Am: 12.11.2020 11:46:43 Gelesen: 331# 87 @  
@ Roda127 [#86]

Danke für die Ortsangabe.

Gruß
Manne
 

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