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Thema: Ziermusterstempel und Ziermuster-Freistempel Deutsches Reich 1920-1922
Das Thema hat 282 Beiträge:
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andiL Am: 20.07.2026 23:01:26 Gelesen: 2859# 258 @  
Hallo Hajo, guten Abend zusammen.

Vielen Dank für diesen tollen Beleg Hajo = [#257] und tausend Dank für deine Infos zur Seltenheit des Freistempels "DR 500 Pfg".

Dein Archiv ist wirklich sehr umfassend!

Ich freue mich, dass ich dir und den interessierten Sammlern einen Ziermuster-Freistempel "DR 500 Pfg" von Pößneck vom August 1922 zeigen kann. Damit ist dieser Monat auch belegt.

Es handelt sich "leider nur" um einen sehr kleinen Ausschnitt- vielleicht wurde wirklich eine Mif mit einem Freistempel "DR 125 Pf." zerschnitten? Das kann heute niemand mehr sagen.




Hoffe, man kann den Stempel lesen? Pößneck *II* vom 10.8.1922.
 
Nordluchs Am: 23.07.2026 11:21:16 Gelesen: 2697# 259 @  
@ andiL [#258]

Hallo Andreas,

vielen Dank für die Einstellung.

Könnte, wie auch im vorigen Beitrag erwähnt, von einem sammelnden Scherenmann stammen. Aber interessant sind die Angabe eines Monats, der bisher nicht aufgetaucht ist.

Johannes Hoffner hatte mir seinen folgenden Ausschnitt zur Veröffentlichung übermittelt.



Das Datum ist schlecht zu entziffern. Aber passt nach Deiner Veröffentlichung auch hierher.

Die gesammelten Daten sind das Ergebnis der Zusammenarbeit von Jürgen Witkowski, Günther Hieber mit seinem Kompendium und zwei Fundstücke meinerseits.


Ich bin noch beim Überlegen den in Löhne erworbenen seltenen Beleg hier zu zeigen. Musste etwas tiefer in die Brieftasche greifen.

Aber in Kenntnis der Seltenheit hatte ich eine Nacht überschlafen und am nächsten Tag zugeschlagen.

In einem Rahmen der erwähnten Ausstellung wurde ebenfalls auch ein Exemplar entdeckt (Foto per Smartphone liegt vor).

Gruß

Hajo
 
andiL Am: 24.07.2026 17:29:25 Gelesen: 2603# 260 @  
Hallo zusammen,

@ Hajo

Kann man bei [#259] das Datum gar nicht entziffern?

Ich bitte dich höflichst darum, dass du den in Löhne erworbenen Brief hier zeigst!

Das/Der gehört doch hierher?!

Ich habe von diesen super interessanten Freistempel wirklich sehr wenig Ahnung. Von welcher Preisregion sprechen wir denn, wenn du schreibst "musste etwas tiefer in die Tasche greifen"?

Würde mich mal interessieren wie solche Raritäten gehandelt werden/welche Preise da bewilligt werden?

z.B für einen NN 190 Pfg., welche vermutlich ziemlich weit oben auf der nach oben offnenen Preisskala angesiedelt ist.

Ich habe leider keinen Überblick über Auktionsergebnisse.

Doch zurück zum Thema:

Ich habe noch einen 500 Pf + 125 Pf in der Sammlung.



Hoffe man erkennt alles?! Der Abschlag des Freistempels wirkt etwas gestaucht. Die Sendung wurde natürlich in Pößneck aufgegeben. Datiert ist das Stück auf den 17.7.22- also ist das vermutlich nun die laufende Nummer "3" vom 17.7? Oder ist dir Hajo dieser Beleg bekannt ? Ausschnitt des "DR 500 Pf" vergrößert anbei.
Adressiert ist die Auslandsdrucksache nach Barcelona.

Interessant finde ich, dass gemäß "Vordruck des Umschlages", dieser eigentlich für eine Sendung in die Schweiz vorgesehen war. Deswegen ist der Text in deutsch vorgedruckt.

Siehe [#257], ein ähnlicher Umschlag in die USA. Dort ist ein englischer Text vorgedruckt.

Damit bin ich mit den "DR 500 Pf." durch. Ich kann hier nichts mehr zeigen.

Wünsche ein schönes Wochenende. Gruß Andreas
 
Nordluchs Am: 26.07.2026 14:02:37 Gelesen: 2497# 261 @  
@ andiL [#260]

Hallo Andreas,

schöner überraschender Beleg ebenfalls vom 17.7.1922. Somit der dritte vom gleichen Tag und der sechste Kombinationsbeleg insgesamt.

Vor dem Tagesstempel ist eine Falte im Umschlag wohl für den gequetschten Eindruck verantwortlich.

Preisangaben mache ich nicht öffentlich, schreibe Dir per Mail intern.

Wie im Beitrag [#259] erwähnt, fand sich In der Ausstellung in Löhne ein weiteres Exemplar in einer gezeigten Sammlung. Dieses seltene Stück wurde wie es einige Aussteller früher praktizierten, leider überlappend gezeigt.

Der untere Abschnitt mit dem Ziermuster 125 Pf. wurde kopiert und oben mit Erklärung gezeigt. Zumindest ein halbes Blatt wäre bei der Seltenheit eher wünschenswert gewesen.

In der Beschreibung wird erwähnt, dass dieses Streifband nach Holland ging. Aber gehört auf jeden Fall auch hier gezeigt.



Ziermuster Pößneck * II * 500 Pf. und 125 Pf. vom 17. 7.1922 als Zusatzfrankatur – mit der Kopie unten links -auf Streifband

Einen mir seit langer Zeit bekannten Händler machte ich vor Ort darauf aufmerksam. Er erwähnte: „da habe ich wohl etwas für Dich“ und zeigte mir dann ein Exemplar vom gleichen Tag (17.7.1922), welches ich erworben habe. War nicht ganz preiswert, aber konnte nicht daran vorbei gehen.

Ist in der kleinen Zusammenstellung im Beitrag [#257] berücksichtigt worden.

Gruß

Hajo
 
Nordluchs Am: 28.07.2026 15:02:00 Gelesen: 2368# 262 @  
Hallo,

abschließend veröffentliche ich noch den eigenen Kombinationsbeleg vom 17.7.1922. Wie schon im Beitrag [#261] angemerkt der dritte vom gleichen Tag.



Ziermuster Pößneck * II * 500 Pf. und 125 Pf. vom 17. 7.1922 als Zusatzfrankatur unten links auf dem Streifband.

Falls nicht noch etwas überraschendes auftaucht, wende ich mich dann demnächst dem Ziermuster 600 zu. Der ist dann der letzte in dieser Serie.

Gruß

Hajo
 
johanneshoffner Am: 29.07.2026 17:13:14 Gelesen: 2227# 263 @  
Zur Einstimmung auf die Wertstempel 600 zeige ich nochmals den Blankoabschlag, den ich bei 350 gezeigt habe, nun diesmal um 180° gedreht.



Der Abschlag ist vom 7.8.1922 aus Berlin Wilmersdorf * 1 II
 
Nordluchs Am: 31.07.2026 09:29:30 Gelesen: 1884# 264 @  
@ johanneshoffner [#263]

Hallo Johannes,

vielen Dank für Deinen Probeabschlag.

Wie diese öfter zu sehenden Karten an das Licht der Öffentlichkeit kamen, ist bisher unbekannt. Gestempelt mit der zweiten Maschine vor Ort: Berlin-Wilmersdorf * 1 II

Beginne meinerseits mit dem folgenden Beleg des eingesetzten Musters.



Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 I, 600 Pf. vom 5. 10.1922

Übersicht der möglichen Daten:
Fernbrief bis 20 g im Zeitraum 1.10.1922 – 14.11.1922
ebenso Drucksache und Ortsbrief 100 – 250 g

Danach auch möglich: Drucksache 50 - 100 g ab 15.11.1922 - 14.12.1922

Gruß

Hajo
 
johanneshoffner Am: 31.07.2026 17:12:49 Gelesen: 1644# 265 @  
Hier zeige ich mein letztes Stück, denn mehr habe ich nicht:

Einen Brief von Leipzig nach Wiesbaden, gestempelt Wiesbaden *2I am 14.11.22.

Mit dem hier in dieser Diskussion erworbenen Wissen und mit den Büchern von HaJo und Guenther mache ich mich nun an mein Exponat zu den Ziermusterfreistempel.


 
inflamicha Am: 31.07.2026 18:35:38 Gelesen: 1600# 266 @  
Hallo,

auch ich kann nur noch diesen einen Beleg zeigen:



Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 I, 600 Pfg. vom 2.11.1922 auf Fernbrief der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Rentenausschuss Berlin, möglicherweise der selbe Absender wie bei Hajos Beleg? Jedenfalls auch als portopflichtige Dienstsache deklariert.

Gruß Michael
 
andiL Am: 01.08.2026 23:05:42 Gelesen: 1483# 267 @  
Hallo und guten Abend,

ich kann einen Scan eines nie erhaltenen Briefes zeigen, sorry für die schlechte Qualität.



Ziermuster Freistempel "DR 600 Pf" von Leipzig *2I, Datum ist leider nicht komplett zu erkennen. Ich erkenne: "..11.22". Man ahnt: "14.11.22"?! Also ein möglicher Fernbrief bis 20 g.

Hoffe, ich erhalte den Brief noch.
 
Günther Hieber Am: 02.08.2026 17:55:49 Gelesen: 1429# 268 @  
Hallo zusammen,

von mir auch noch ein Probeabschlag. Auch in der Kombination 600/350.

Interessant ist, daß die Kennung im Stempelkopf bei 305 Pfg *1I lautet, anders als bei Johannes [#263].



Da muss jemand viel Zeit auf dem Amt für Spielereien übrig gehabt haben.
 
johanneshoffner Am: 02.08.2026 17:57:40 Gelesen: 1427# 269 @  
@ Günther

Ich nehme an in dieser gesamten Diskussion sind einige neue Belege für deine Registratur aufgetaucht.

Hast Du das pdf deines Buchs nachgeführt?

Gruss

Johannes
 
Günther Hieber Am: 02.08.2026 18:30:17 Gelesen: 1416# 270 @  
@ Johannes

Jürgen Witkowski und ich führen die pdf Liste fort. Da geht nichts verloren.

Wenn ich schon dabei bin, noch ein 600 Beleg von Leipzig mit Kennung *2* vom 30.9.22, Auslandsbrief bis 20 g, Letzttag dieser Portoperiode, einziges Stück mit dieser Kennung



Wenn jemand einen Kommentar dazu geben möchte, dann nur zu.

Gruß Günther
 
wuerttemberger Am: 02.08.2026 18:44:49 Gelesen: 1407# 271 @  
Ich werte gerade die alten Auktionskataloge von Peter Harlos für mein Zensurarchiv aus und bin zufällig über die Ziermusterfreistempel gefallen. Dort sind einige Belege angeboten worden, aber nur 2 sind abgebildet: Einer zu 500 auf Streifband nach Frankreich und ein 250 ebenfalls auf Streifband nach Frankreich. Sind die schon bekannt und braucht ihr eine Abbildung?

Gruß
wuerttemberger

Es ist die 14. Auktion von 1999. Die Bilder sind nicht so besonders.


 
andiL Am: 02.08.2026 19:26:25 Gelesen: 1385# 272 @  
Hallo zusammen.

Ich habe noch einen Ziermuster Briefausschnitt "DR 600 Pf."



Berlin-Wilmersdorf *1I, gestempelt 22.10.22 nach Dorpat/Estland. Ich finde leider keine portogerechte Verwendung für eine Sendung nach Estland für diese Zeitspanne 1.10.22 bis 14.11.22?

Grenzverkehr nach Estland ? Wohl kaum - dann wäre eine 600 Pf. Freimachung richtig.

Alternativ wäre noch ein Nachfrageschreiben wegen einer Einschreibesendung portogerecht. Aufgabemenge 100 Stück? Wohl kaum!

Oder Blindenschriftsendungen zu 1,5 kg - auch die kosteten 600 Pf. Ich vermute, davon kommt keine Sendungsform in Betracht! ;-)

Kann jemand helfen?

Meine einzige Erklärung ist, es gab in Berlin-Wilmersdorf keinen DR 500 Pf. Freistempel- wovon ich ausgehe, denn einen solchen gab es nur in Pößneck- und deshalb wurde der Brief "zwangsüber- oder zwangsunter-frankiert"!?

Hat jemand eine Erklärung für die Beschriftung am Oberrrand? L. 209 Ku/ 22 ?!

Wer kann hier weiterhelfen?

Sonst kann ich nichts mehr zeigen. Gruß Andreas
 
Nordluchs Am: 03.08.2026 17:42:43 Gelesen: 1283# 273 @  
@ johanneshoffner [#265]
@ Günther Hieber [#268]
@ wuerttemberger [#271]
@ andiL [#272]

Hallo zusammen,

sind gestern vom Regionaltreffen der FG-Freistempel aus Roßtal b. Nürnberg zurück.

Es hat sich einiges angesammelt, dafür geht der Dank an Günther, Johannes, Michael und Andreas.

Andreas schau mal auf den Beitrag von Michael [#266], dort findet sich oben links ein ähnlicher Vermerk. Die Rückseite zeigt den Absender.

„Wuerttemberger“ zeigte 2 Kopien aus einem alten Katalog von Harlos [#271].

Von Interesse ist die rechte Abbildung.

Da wäre, wenn erkennbar, das Datum (evtl in der Beschreibung) von Interesse. Es handelt sich um ein Streifband, bei dem die linke Hälfte mit dem 125 vermutlich abgeschnitten ist. Zum Vergleich siehe: [#262]

Wäre natürlich großartig gewesen einen reinen Beleg mit 500 zu entdecken.

Jürgen Witkowski hatte mir schon vor einiger Zeit folgenden Beleg per Mail übermittelt.



Ziermusterfreistempel - 600 Berlin-Wilmersdorf * 1 II vom 6.11.1922

Gruß

Hajo
 
andiL Am: 03.08.2026 18:46:45 Gelesen: 1266# 274 @  
@Nordluchs #273
@wuerttemberger #271

Hallo zusammen,

zuerst zu [#271]:

Es ist spekulativ. Vermutlich handelt es sich um einen weiteren Beleg mit "DR125". Leider ist das Datum nicht zu erkennen/entziffern. Aber interessant finde ich die Tatsache, dass es sich hier um einen Umschlag, der in französischer Sprache gedruckt wurde handelt. Gezeigt wurden bisher Umschläge in "deutsch" und "englisch".

In der Kopfzeile ist zu erkennen ".. XPORTATION". auf dem deutschen Umschlag steht "EXPORT MARKT" was übersetzt "MARCHE D'EXPORTATION" heißt- Treffer! Diese Drucksache ging nach Paris- auch das passt.

Das finde ich schon interessant.

zu [#273]:

Der Hinweis auf den Umschlag [#266] ist leider keine Antwort auf meine Frage. Da stehen oben links auch Abkürzungen der Reichsversicherungsanstalt, die vermutlich niemand deuten kann. Aber meine eigentliche Frage zielte auf die Freimachung! Da hatte ich gehofft, dass Du Hajo helfen kannst ! Wenn dann Du - so hatte ich gedacht! Ich warte mal ab, ob ein Spezialist hier doch noch einen Lösungsansatz hat?!
 
wuerttemberger Am: 03.08.2026 20:18:52 Gelesen: 1248# 275 @  
Hier sind die Beschreibungen aller Ziermusterstempel, die damals angeboten waren.



Und die Abbildungen mit dem smartphone:


 
volkimal Am: 03.08.2026 21:19:37 Gelesen: 1236# 276 @  
Hallo zusammen,

heute kann ich endlich wieder einen Beleg zeigen. Zugleich ist das der letzte Beleg aus meiner Sammlung zu diesem Thema. Es ist ein weiterer Fensterumschlag der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte.



Ziermusterfreistempel - 600 Berlin-Wilmersdorf * 1 I vom 27.10.1922. Der Brief ist ebenfalls als portopflichtige Dienstsache deklariert.

Viele Grüße
Volkmar
 
Nordluchs Am: 04.08.2026 16:02:34 Gelesen: 984# 277 @  
@ wuerttemberger [#275]

Hallo Wuerttemberger,

vielen Dank für Einstellung der Losbeschreibung von Harlos. Auch die Preisangaben von 1999 sind interessant.

Gruß

Hajo
 
Nordluchs Am: 04.08.2026 16:03:41 Gelesen: 983# 278 @  
@ andiL [#274]

Hallo Andreas,

reichen die Angaben unter dem Beleg im Beitrag [#264] nicht aus?

Mehr kann ich auch nicht bieten.

Gruß

Hajo
 
inflamicha Am: 04.08.2026 18:22:20 Gelesen: 950# 279 @  
@ andiL [#272]

Hallo Andreas,

ich halte den Beleg einfach nur für eine Fehlfrankatur, die unbeanstandet durchgerutscht ist. Wahrscheinlich lag der Brief in einem Stapel ganz normaler Fernbriefe, die dann richtig mit 600 Pfg. freigemacht wurden. Unbeanstandete Fehlfrankaturen kommen insbesondere in der Inflationszeit garnicht so selten vor.

Die Beschriftung oben ist schlicht und ergreifend das Aktenzeichen für den jeweiligen Vorgang, auf den sich der Briefinhalt bezieht. Die Endung "22" ist naheliegend für unsere Belege aus 1922. Auf Dienstbelegen jener Zeit (auch ohne Freistempel) sind solche Aktenzeichen durchaus üblich.

Gruß Michael
 
Nordluchs Am: 06.08.2026 11:34:26 Gelesen: 616# 280 @  
Hallo zusammen,

nach den vermutlich letzten eingestellten Ziermuster mit dem Wert 600 komme ich langsam zum Ende meiner Moderation.

Während der letzten Wochen im Herbst 1922 wurde schon langsam die Umstellung der Postfreistempel auf einen einheitlichen Wertrahmen mit Steckziffern betrieben. Aus den eingesehenen Postakten dazu einige Passagen:

Da mit der Gebührenerhöhung zum Oktober, spätestens 1. November zu rechnen ist, müssten bei künftigen Gebührenerhöhungen notwendige Einsatzstücke und neue Umrahmungen für die Wertzahlen geschaffen werden.

Frühes internes Schreiben:

Reichspostminister Berlin W 66, den 9. August 1922

Direktion der Reichsdruckerei

Berlin SW 68

Die Freistempelbilder sollen zukünftig nur eine einzige Art der Umrahmung erhalten. Die Typen werden auswechselbar hergestellt. Als Grundlage für die Umrahmung soll das mit X gekennzeichnete Stempelbild der Anlage dienen, jedoch sollen, um die Zahlen deutlicher hervortreten zu lassen, die Inschrift „Deutsches Reich“ etwas kleiner werden und im unteren Teil eine Linie wegfallen, so daß oben und unten für die Zahl weiterer Raum ausgespart wird. Die Zahlen sollen stets aus drei Typen bestehen, in der Weise, daß sich bei Gebühren von weniger als 10 M und mehr aus einer zweistelligen Zahl und einem Buchstaben M, z.B. 12 M zusammensetzen.



Frankfurt (Main) * 1 I vom 1.10.1922, Fernbriefe bis 20 g 600 Pf. Ex Sammlung Inge Riese (RIP)

Bild von einer frühen Ausführung. In Frankfurt endete die Phase Ziermuster mit dem bekannten Wert 350. Es sind vermutlich wohl die Postämter berücksichtigt worden, die keine Ziermuster mehr bekamen.

Nachfolgend die endgültige allgemeine Verfügung.



1922, Verf. Nr. 1254 - Freistempel. Postnachrichtenblatt Nr.n.b. vom 8.12.1922.

Vielen Dank an Volkmar, da ich seinerzeit seinen Thread schleichend gekapert habe. Vielen Dank an die Mitwirkenden Einsteller und die vielen Leser dieses Themas.

Günther könnte jetzt seine Kombinationsstücke abschließend zeigen.

Gruß

Hajo
 
Günther Hieber Am: 09.08.2026 19:04:23 Gelesen: 276# 281 @  
Hallo Hajo,

den Ball nehme ich gerne auf und beginne mit den Kombifrankaturen 40 +10 Pfg



Diese Frankaturkombination wurde eingesetzt, da der 50 Pfg Wertstempel noch nicht vorhanden war. Andere Orte haben sich mit dem 60 Pfg Provisorium beholfen.

Die 40+10 Behelfsfrankaturen sind seltener als das 60 Pfg Provisorium

Grüße Günther
 
andiL Am: 10.08.2026 20:22:35 Gelesen: 120# 282 @  
Hallo und guten Abend,

vielen Dank noch für die Hilfe/Unterstützung bei dem "DR 600" nach Estland. Mit der Fehlfrankatur kann ich mich sehr gut anfreunden. Das klingt einleuchtend!

Zu den Kombifrankaturen:

Hajo hat unter [#81] einen weiteren Brief 40 Pf + 10 Pf aus Chemnitz vorgestellt- der entstammte der Sammlung von Frau Riese. Genau dieser Brief wurde unlängst beim Auktionshaus Klüttermann angeboten und ging für 60.- plus Aufgeld weg.

Hier die Abbildung aus dem Katalog (Internet):



So viel für heute.
Gruß Andreas
 

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