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Thema: Neuheiten aus Deutschland
Das Thema hat 422 Beiträge:
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Brigitte Am: 29.12.2017 07:08:00 Gelesen: 92533# 398 @  
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Thema: „200 Jahre Gründung Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn“

Sieben Fakultäten, 120 Studiengänge, 36.000 Studierende, über 370 Universitätsgebäude sowie 70 Partneruniversitäten weltweit. Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität ist – seit sie 1818 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gegründet wurde – aus Bonn nicht mehr wegzudenken. Hier forscht und studiert es sich exzellent. In der 200jährigen Geschichte der Alma Mater lehrten hier schon der Philologe und Übersetzer August Wilhelm von Schlegel, der Dichter Ernst Moritz Arndt, der Physiker Heinrich Hertz sowie Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI. Die Schar der Studierenden, die später Berühmtheit erlangten, reicht von Konrad Duden, Heinrich Heine, Karl Marx und Friedrich Nietzsche bis Konrad Adenauer, um nur einige zu nennen. Heute zählt die Bonner Hochschule zu den wichtigsten Universitäten Deutschlands. Weltweit anerkannte Spitzenforschung und das historische Ambiente prägen ihr Bild. Zwei Hochschulen hatte Friedrich Wilhelm III. bereits gegründet (Berlin, 1810) bzw. neugegründet (Breslau, 1811).

Am 18. Oktober 1818 hob der Monarch mit Bonn die dritte Universität aus der Taufe. Damit beabsichtigte der Preußenkönig, seinen Herrschaftsanspruch im neu erworbenen Rheinland zu untermauern. Gegenwärtig gehört die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zu den bedeutendsten Forschungsuniversitäten Deutschlands und genießt weltweit Anerkennung.

Die Universität warb seit 2006 zwei Exzellenzcluster (in Mathematik und Immunologie) sowie zwei Graduiertenschulen (in Physik/Astromomie und Ökonomie) ein. Sie ist die einzige deutsche Hochschule, die in den letzten drei Jahrzehnten gleich zwei Nobelpreisträger hervorgebracht hat. So erhielt der Physiker Wolfgang Paul 1989 den Nobelpreis, 1994 wurde der Volkswirt und Mathematiker Reinhard Selten mit dem Preis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Deutschlandweit belegt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität im Hochschul-Vergleich derzeit Platz acht, in einem weltweiten Ranking nimmt sie aktuell Platz 94 ein.



Ausgabetag: 01.02.2018
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv: Gründungsurkunde, Dienstsiegel und Teil des Hauptgebäudes
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andreas Hoch, Baltmannsweiler
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3360
 
Brigitte Am: 06.01.2018 07:01:00 Gelesen: 89497# 399 @  
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Thema: „25 Jahre Tafel in Deutschland“

Das Bonmot des französischen Dichters Victor Hugo (1802–1885), dass nichts so kraftvoll sei, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, gilt auch für die Tafeln. 25 Jahre ist es her, dass 1993 die erste deutsche Tafel von der Initiativgruppe Berliner Frauen e.V. aus der Taufe gehoben wurde – heute machen etwa 60 000 ehrenamtliche Helfer die mittlerweile 934 deutschen Tafeln zu einer der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit. Grundgedanke ist es, die nach den Gesetzen der Marktlogik „überschüssigen“ Lebensmittel einzusammeln und sie kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag an sozial benachteiligte Menschen zu verteilen. Neben den materiellen Aspekten sind Tafeln auch immer Orte des Dialogs und des Miteinanders.

Als die Berliner Sozialsenatorin Ingrid Stahmer 1993 einen eindringlichen Vortrag über die Situation der Obdachlosen hielt, kam aus dem Zuhörerkreis die Anregung, das Konzept der New Yorker City Harvest („Stadt-Ernte“) auf Deutschland zu übertragen.

Die US-amerikanische Non-Profit-Organisation hatte 1983 damit begonnen, überschüssige, aber noch einwandfreie Esswaren in Hotels und bei Gemüsegroßhändlern oder etwa Bäckereien einzusammeln und in Verpflegungsprogrammen zu verteilen. Auch in Deutschland bestätigten Obdachloseneinrichtungen großen Bedarf an Lebensmittelspenden, so dass am 22. Februar 1993 in Berlin mit einer Pressekonferenz die Geschichte der Tafeln in Deutschland ihren Anfang nahm.

Nach Berlin folgten 1994 Gründungen in München, Neumünster und Hamburg, wobei die mediale Berichterstattung über die Projekte immer mehr zunahm und sich in der Folge in immer mehr Städten Tafeln bildeten. Am 15. September 1995 schlossen sich die damals existierenden 35 Tafeln zum „Dachverband Deutsche Tafelrunde zusammen“, der sich im Jahr darauf in „Bundesverband Deutsche Tafel e.V.“ umbenannte. Der gemeinnützige Verband, der sich seit Juni 2017 „Tafel Deutschland e.V.“ nennt, dient als Servicezentrale für die Mitglieder und vertritt deren Interessen nach innen und außen.



Ausgabetag: 01.02.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Apfel mit Aufschrift
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Susann Stefanizen, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk
Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3361
 
Brigitte Am: 24.01.2018 09:01:07 Gelesen: 77858# 400 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Alpenveilchen“

Ob als winterliche Dekoration im Haus oder als Highlight im Garten: Alpenveilchen erfreuen uns rund ums Jahr in den schönsten Farben – von pastelligen Lachs- und Rottönen bis hin zu reinem Weiß, samtigem Rot oder leuchtendem Purpur. Voraussetzung sind gute Kenntnisse über die verschiedenen Arten und ihre Bedürfnisse. Die Naturform der Alpenveilchen (Cyclamen) hat ihre Wurzeln in den Gebirgsregionen Kleinasiens, von wo aus sie im 17. Jahrhundert nach Europa kam. Ein Großteil der heutigen 22 Arten aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae) ist im Mittelmeerraum und im Nahen Osten beheimatet. In Deutschland ist nur das Europäische Alpenveilchen heimisch. Der wissenschaftliche Name des Cyclamens leitet sich von dem griechischen Wort „kyklos“ ab, welches „Kreis“ bedeutet und sich auf die runde, flache Form seiner Knollen bezieht. Alpenveilchen erreichen eine durchschnittliche Höhe von 10 bis 15 Zentimetern.

Ihre herz- bis pfeilförmigen Blätter sind meist dunkelgrün und weisen auf der Oberfläche eine attraktive helle Zeichnung auf. Die Blüten stehen auf einzelnen, nach unten zeigenden Stielen, während die fünf ovalen Kronblätter stark nach oben gebogen sind. Am besten entfalten können sich Cyclamen bei Standorten in der Sonne oder im Halbschatten auf lockeren, humosen, kalkhaltigen und eher trockenen Böden. Staunässe ist bei allen Arten zu vermeiden, da die Knollen schnell faulen.

Wenn die Blütezeit vorüber ist und die Samenkapseln heranreifen, drehen sich die Stiele einiger Arten spiralförmig ein, um die reifen Samen im Boden zu versenken. Je nach Sorte können die Blumen frostempfindlich oder winterhart sein, außerdem immer-, sommer- oder wintergrün. Um in unseren Gärten der Kälte zu trotzen, snd das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum), das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) sowie das efeublättrige Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) besonders geeignet. Als häuslicher Winterklassiker gilt das Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum), das hierzulande ausschließlich in Zuchtformen angeboten wird.



Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): 100
Motiv: Alpenveilchen
Foto: © Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3365
 
Brigitte Am: 26.01.2018 07:08:00 Gelesen: 76226# 401 @  
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Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Friedenstein Gotha“

Landschaftsüberragend erhebt sich auf einem Hügel über der Gothaer Altstadt, umringt von Park und Orangeriegarten, das imposante Schloss Friedenstein. Der größte Schlossbau Thüringens ist zugleich eines der am besten erhaltenen Baudenkmäler des Frühbarocks. Von 1643 bis 1918 war Friedenstein Residenz und Verwaltungssitz des Herzogtums Sachsen-Gotha und seiner Folgeherzogtümer. Als „Barockes Universum Gotha“ locken die herausragende Architektur, die prunkvollen Einrichtungen und weltbekannten Sammlungen jährlich Hunderttausende Besucher an.

Im Jahre 1640 erhielt Ernst I. (1601–1675) aus dem Hause Wettin infolge einer Erbteilung das Herzogtum Sachsen-Gotha und erhob Gotha zur Residenzstadt. Noch während des Dreißigjährigen Krieges ließ er auf den Ruinen der Burg Grimmenstein den Grundstein für ein neues Schloss legen. Zwischen 1643 und 1654 entstand nach den Plänen des Architekten Caspar Vogel (ca. 1600–1663) eine mächtige Anlage. Angesichts der Zerstörungen des langen und grausamen Krieges gab Ernst I., genannt der Fromme, seiner neuen Residenz den symbolträchtigen Namen Friedenstein“. Von Beginn an hatte das Gebäude beträchtliche Ausmaße, sodass in den folgenden Jahrhunderten keine baulichen Erweiterungen notwendig waren. Bis heute befindet sich das Schloss innen wie außen weitestgehend im Originalzustand. Weltweit einzigartig sind die vielfältigen wie umfangreichen kunstgeschichtlichen, historischen und naturkundlichen Bestände.

Zu sehen sind sie im Schlossmuseum, dem Historischen Museum sowie dem Museum der Natur. Betreut von der 2004 gegründeten Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ist ein Teil der Gothaer Kunstsammlungen im separat erbauten Herzoglichen Museum untergebracht. Das berühmteste Exponat der Ausstellung ist das „Gothaer Liebespaar“, das erste großformatige Doppelbildnis der deutschen Tafelmalerei. Glanzstück auf Schloss Friedenstein ist das Ekhof-Theater, das älteste Barocktheater der Welt mit noch existierender und funktionierender Bühnenmaschinerie.



Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Schloss Friedenstein Gotha
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten/Constantin Beyer
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Frank Fienbork, Utting am Ammersee
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3366 / selbstklebend: MiNr. 3388
 
Brigitte Am: 29.01.2018 07:01:00 Gelesen: 73906# 402 @  
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Serie: „Klassische deutsche Automobile“
Thema: „Audi quattro“ und „Wartburg 1.3“

Der eine kommt, der andere geht: Während der Audi quattro für den Beginn einer revolutionären Technologie steht, kennzeichnet der Wartburg 1.3 das Ende einer Ära. Bekannt wurde der Audi quattro insbesondere durch den Rallyesport. Mit seinem überlegenen Allradantrieb fuhr der Ingolstädter in den 1980er Jahren – getreu dem Slogan „Vorsprung durch Technik“ – allen davon. Ein Finale erlebte auch der Wartburg 1.3, allerdings ein endgültiges: 1991 schloss dessen Produktionsstätte, das traditionsreiche Eisenacher Automobilwerk, seine Pforten. Heute hat der ostdeutsche Oldtimer, der wie kaum ein anderes Auto die Zeitenwende markiert, einen hohen Erinnerungswert.

Der legendäre Ur-quattro wurde 1980 auf dem Genfer Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert und als Sensation gefeiert. Das Besondere war nicht der Allradantrieb selbst, sondern der erstmalige Einsatz einer Hohlwelle im Getriebe. Über diese floss die Kraft sowohl an die Vorder- als auch an die Hinterachse, was für mehr Stabilität sorgte. Außerdem war der Antrieb leicht, kompakt und effizient, sodass er die Fertigung in großen Serien und vor allem sportlicher Pkw ermöglichte. Das Coupé beschleunigte bei 200 PS in nur 7,1 Sekunden auf Tempo 100. Bis heute ist der Ur-quattro, dessen Produktion 1991 endete, der am längsten gebaute Serienwagen der Audi-Geschichte.

Eines der wenigen Statussymbole der DDR war der in Eisenach produzierte Wartburg. 1984 erwarb die DDR-Führung bei der westdeutschen Volkswagenwerk AG die Lizenz für einen 58 PS-starken Viertaktmotor, der den neuen Wartburg 1.3 antreiben sollte. Nach Anpassungsarbeiten für den größeren Motor ging das neue Modell am 12. Oktober 1988 in Serienproduktion. Bereits zwei Jahre nach der Markteinführung kam mit der deutschen Wiedervereinigung eine Flut von moderneren Angeboten aus dem gesamten internationalen Automarkt. Der Verlust der treuen Kundschaft hatte die Schließung des renommierten Automobilwerks Eisenach zur Folge. Am 10. April 1991 lief der letzte Wartburg 1.3 vom Band.





Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): „Audi quattro“ 145 / „Wartburg 1.3“ 145
Motiv 1: Audi quattro, Baujahr 1989 © Unternehmensarchiv der AUDI AG / Motiv 2: Wartburg 1.3, Baujahr 1988 © Volkswagen Aktiengesellschaft
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3367 selbstklebend: MiNr. 3379 / Motiv 2: MiNr. 3368 / selbstklebend: MiNr. 3378
 
Brigitte Am: 31.01.2018 07:03:00 Gelesen: 71846# 403 @  
Sonderpostwertzeichen und Philatelieblock„Peanuts“
Thema: „Post für Snoopy“ und „Die Peanuts-Rasselbande“

Charlie Brown, Snoopy, Lucy, Linus, Schroeder und Peppermint Patty: In dieser bunten Truppe findet fast jeder für sich eine Identifikationsfigur. Charles M. Schulz (1922–2000), der US-amerikanische Schöpfer der Comicserie „Die Peanuts“, hat mit seiner jugendlichen Vorstadtclique einen der erfolgreichsten Comicstrips aller Zeiten geschaffen. Am 2. Oktober 1950 ist der Comic das erste Mal erschienen. Über 50 Jahre lang wurden die „Peanuts“ in 2.600 Zeitungen in 75 Ländern und 21 Sprachen der Welt abgedruckt. Erst am 13. Februar 2000, dem Tag nach Schulz’ Tod, wurde die Serie eingestellt. Doch bis heute werden seine archivierten Comicstrips in Hunderten von Zeitungen rund um den Globus veröffentlicht. Erwachsene treten als handelnde Personen in den Comics nicht auf. Dennoch waren diese stets mehr als ein Comic für Kinder.

Sie reflektierten die Seelenwelt auch der Erwachsenen, mit all ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und Beziehungskatastrophen – aber auch den dafür nötigen philosophischen Trost inklusive Galgenhumor. Einer der hervorstechendsten Charaktere und „Publikumsliebling“ der Peanuts ist Snoopy, Charlie Browns Hund. Der Beagle liegt meist auf dem Dach seiner Hundehütte und hängt philosophischen Gedanken nach. Er ist fantasiebegabt und träumt sich mit großer Theatralik in verschiedene Identitäten.

Charlie Brown, die Hauptfigur des Comics, ringt mit dem Schicksal des ewigen Verlierers. Nicht nur, dass er beim Baseball ständig versagt und sein Drachen immer im Baum stecken bleibt, er selbst wird auch regelmäßig Opfer böser Streiche. Besonders hervor tut sich dabei Lucy van Pelt, die einen tyrannischen Charakter hat. Immer wieder narrt sie Charlie Brown, indem sie ihm entgegen ihren Versprechungen den Football vor dem Fuß wegzieht. Ihr jüngerer Bruder Linus ist intellektuell zwar gereift, aber noch immer auf seine „Schmusedecke“ angewiesen. Mit Charlie Brown führt er philosophische Gespräche, in denen unter anderem der Satz fällt: „Von allen Charlie Browns bist du der Charlie Brownste.“







Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Post für Snoopy“ 70 / Motiv 2: „Die Peanuts-Rasselbande“ 90 / Philatelieblock: „Peanuts“ 160
Motiv: Woodstock bringt Snoopy einen Liebesbrief © PEANUTS Worldwide LLC
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Größe Block 116,00 x 80,00 mm
Motiv 1: MiNr. 3369 / selbstklebend: MiNr. 3371 / Motiv 2: MiNr. 3370 / selbstklebend: MiNr. 3372 / Block Nr. 80
 
Brigitte Am: 07.03.2018 08:19:07 Gelesen: 59783# 404 @  
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Thema: 150. Geburtstag Peter Behrens

Kunst und Technik bildeten bei ihm eine feste Verbindung: Der deutsche Maler, Produktgestalter, Typograf und Architekt Peter Behrens (1868–1940) gilt als einer der Begründer des modernen Industriedesigns und der funktionalen Baukunst. Von ihm entworfene Gebrauchsgegenstände waren in ihrer Formgebung wegweisend. Seine Bauten hatten einen weitreichenden Einfluss auf die moderne Architektur. Als freischaffender Gestalter in Berlin tätig, zählte er Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe sowie Le Corbusier zu seinen Schülern, die später zu den führenden Persönlichkeiten der europäischen Klassischen Moderne werden sollten.

Internationale Bekanntheit erlangte Peter Behrens durch seine 1907 aufgenommene Tätigkeit für die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG). Hier arbeitete er in nahezu allen Bereichen der Gestaltung. Von Katalogen und Preislisten über Teekessel und Ventilatoren bis zu Fabrikbauten und Arbeiterwohnsiedlungen entwarf er ein vollständig einheitliches Erscheinungsbild inklusive Firmenzeichen. Auf Basis dieser visuellen Konzerndarstellung, die heute als „Corporate Design“ bezeichnet wird, verhalf er der AEG zu einer frühen Form der Unternehmensidentität. Darüber hinaus legte die 1909 gebaute AEG-Turbinenhalle in Berlin-Moabit den Grundstein zum versachlichten Industriebau in Deutschland.

Als Mitbegründer des Deutschen Werkbundes (1907) setzte sich Behrens für die Verknüpfung von Kunst, Industrie und Handwerkein. Durch Standardisierung und sachliche Formensprache sollte die gleiche hohe Qualität wie bei handwerklich gefertigten.



Ausgabetag: 12.04.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv Portrait Peter Behrens, Industriebauten und Gebrauchsgegenstände
Foto: Portrait Peter Behrens 1908 ©bpk / Kunstbibliothek, SMB / Rudolph Dührkoop
Foto: Linz – Zigarettenfabrik, Fassade, 1929-1935 ©bpk / Staatsbibliothek zu Berlin
Foto: Ventilator ©Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin / Armin Hermann
Foto: Elektrische Uhr 1910 (AEG) ©Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin /
Armin Hermann
Foto: Montagehalle-Innenansicht, AEG, Berlin, Hussitenstraße ©Bildarchiv Foto
Marburg
Foto: Elektrischer Wasserkessel 1909 (AEG) ©Bildarchiv Foto
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3373
 
Brigitte Am: 09.03.2018 07:08:00 Gelesen: 59669# 405 @  
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Thema: 150 Jahre Technische Universität München

Seit ihrer Gründung vor 150 Jahren trägt die Technische Universität München zum technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt bei. In ihrer Geschichte brachte die mit 41.000 Studenten und 177 Studiengängen heute zweitgrößte Technische Hochschule Deutschlands 17 Nobelpreisträger hervor. Auch zahlreiche bekannte Ingenieure und Forscher waren hier tätig, darunter der Erfinder der Kältemaschine Carl von Linde, der Erfinder des selbstzündenden Verbrennungsmotors Rudolf Diesel oder der Flugzeugkonstrukteur Willy Messerschmitt. Im In den aktuellen „QS World University Rankings“, einer der renommiertesten internationalen Hochschulranglisten, belegt die TU München Platz 1 der deutschen Universitäten. 1868 gründete König Ludwig II. die Polytechnische Schule München, die ab dem Studienjahr 1877/78 die Bezeichnung „Technische Hochschule München“ führte. Der erste Direktor der Institution war der Vermessungsingenieur Karl Maximilian von Bauernfeind.

Noch im Gründungsjahr wurde der Neubau in der Arcisstraße bezogen. 1901 erhielt die Einrichtung Promotionsrecht. Während des Zweiten Weltkriegs fielen 80 Prozent der Gebäude auf dem Stammgelände der Zerstörung zum Opfer, dennoch konnte der Lehrbetrieb im April 1946 wiederaufgenommen werden. 1970 wurde der Hochschule die Bezeichnung „Technische Universität München“ verliehen.

Heute hat die Universität vierzehn Fakultäten an vier großen Standorten vorzuweisen: das Stammgelände in München, das Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt in Freising-Weihenstephan, den Campus Garching, das naturwissenschaftlich-technische Zentrum der Universität, und den 2017 begründeten fakultätsübergreifenden Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Auch international ist die TU München zu Hause: 2002 eröffnete sie eine Niederlassung in Singapur, das German Institute of Science and Technology (GIST) – TUM Asia. Weitere Vertretungen und Büros folgten in Peking, Mumbai, São Paulo, Kairo und San Francisco.



Ausgabetag: 12.04.2018
Wert (in Euro Cent): 150
Motiv: Oskar-von-Miller-Turm, Thiersch-Turm und Atom-Ei
Foto links: „Oskar-von-Miller-Turm“ ©ullstein bild – Westend61 / Tom Chance
Foto mittig: „Thiersch-Turm“ ©Albert Scharger / Technische
Entwurf Postwertzeichen und Stempel Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3374
 
Brigitte Am: 12.03.2018 07:03:00 Gelesen: 59303# 406 @  
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Thema: 100. Geburtstag Elisabeth Mann Borgese

Warum sind die Meere der Spiegel unserer Seele, mehr als die Berge, mehr als die Wüsten, mehr als die Waldes- oder Himmelshöhen im Puls ihrer ewigen Rhythmen?“, fragt Elisabeth Mann Borgese zu Beginn ihres naturwissenschaftlichen Werkes „Das Drama der Meere“ (1975). Die jüngste Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann und seiner Frau Katia teilte mit ihrem Vater die Liebe zum Meer. In dessen Fußstapfen treten wollte sie jedoch nicht: Hochbegabt schlug sie ihren eigenen Weg ein, arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Redakteurin, Ökologin und Seerechtsexpertin. Auch die schönen Künste waren ihr nicht fremd – doch ihre Leidenschaft galt der Rettung der Meere.

Elisabeth Veronika Mann, geboren in München am 24. April 1918, war das Lieblingskind ihres Vaters. 1933 folgte sie ihren Eltern ins Schweizer Exil, 1938 siedelten sie in das US-amerikanische Princeton über. Durch ihren Vater lernte Elisabeth Mann den fast 36 Jahre älteren, an der Universität von Chicago lehrenden Italiener Giuseppe Antonio Borgese kennen. Das Paar heiratete 1939 und bekam zwei Kinder. 1952 zog es die Familie nach Florenz, doch schon wenige Monate später starb Borgese an einem Gehirnschlag. Ab 1964 pendelte Elisabeth Mann Borgese als wissenschaftliche Assistentin im kalifornischen Zentrum für Studien demokratischer Institutionen zwischen dem italienischen San Domenico und Santa Barbara.

1967 begann sie ihren Kampf gegen die Verschmutzung und Überfischung der Weltmeere. Elisabeth Mann Borgese war die einzige weibliche Mitbegründerin des Club of Rome und gründete 1972 das International Ocean Institute auf Malta. Dank ihrer Initiative gehören internationale Gewässer heute zum gemeinsamen Erbe der Menschheit. 1980 erhielt sie eine Professur für Internationales Seerecht an der kanadischen Dalhousie University in Halifax. Bis zuletzt lebte sie hier in einem Holzhaus am Meer. 2002 starb die „Lady of the Oceans“ völlig unerwartet infolge einer Lungenentzündung im Ski-Urlaub in Sankt Moritz.



Ausgabetag: 12.04.2018
Wert (in Euro Cent): 370
Motiv: Ansicht des Meeres mit Zitat
Foto: Fotolia / klikk
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3375
 
Brigitte Am: 04.04.2018 17:53:42 Gelesen: 54063# 407 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie „Für den Sport“ zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Thema: Deutsche Sportlegenden – Legendäre Fußballspiele

Anlass 1954

Finale 1954: „Turek, du bist ein Fußballgott!“ 50 Millionen Deutsche sitzen am 4. Juli 1954 vor dem Radio und lauschen dem NWDR-Reporter Herbert Zimmermann. Beim Finale um die Fußball-Weltmeisterschaft im Berner Wankdorf-Stadion stehen sich die Auswahlmannschaften der Bundesrepublik Deutschland und Ungarns gegenüber. Doch wie kommt es überhaupt zu diesem legendären Endspiel? Die seit 1950 ungeschlagenen Magyaren deklassieren in der Vorrunde sowohl Südkorea mit 9:0 als auch den späteren Finalgegner Deutschland mit 8:3. Überlegen siegen Ferenc Puskás und Co. auch gegen Brasilien (4:2) und Uruguay (4:2 n.V.). Für Deutschland stehen vier gute Spiele gegen die Türkei (4:1 und 7:2), Jugoslawien (2:0) und Österreich (6:1) jenem deprimierenden 3:8 gegenüber.

Das Finale beginnt für die Elf von Trainer Sepp Herberger denkbar schlecht: Ein früher Doppelschlag durch Puskás per Weitschuss (6.) und Czibor (8.), nach einem missglückten Rückpass von Kohlmeyer auf Turek, bringt die Ungarn mit 2:0 in Front. Die Antwort der Deutschen erfolgt prompt: Morlock grätscht den von Rahn kommenden Ball mit den Zehenspitzen an Torwart Grosics vorbei: 2:1 (10.). Bereits in der 18. Minute ist es dann Rahn selbst, der einen Eckball von Kapitän Walter volley zum 2:2 verwandelt. Im darauffolgenden Sturmlauf der ungarischen „Wunderelf“ wird Toni Turek, der Torwart der deutschen Elf, zur Legende. Reihenweise verzweifeln Kocsis, Hidegkuti, Puskás und Czibor an seinen Paraden.

Herbert Zimmermann ist nun ganz aus dem Häuschen: „Turek, du bist ein Teufelskerl! Turek, du bist ein Fußballgott! Entschuldigen Sie die Begeisterung, die Fußballlaien werden uns für verrückt erklären …“ In der 84. Minute passiert das Wunder, das Zimmermann emotional kommentiert: „Schäfer nach innen geflankt – Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! Tor! Tor! 3:2 für Deutschland!“ Und nur wenige Minuten später kann er erleichtert vermelden: „Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister …“




Anlass 1974

Finale 1974: „Müller – und 2:1!“ Schauplatz des Nachbarschaftsduells zwischen den Niederlanden und Deutschland vor 75.000 Zuschauern am 7. Juli 1974 um 16 Uhr ist das Münchner Olympiastadion. Die offensiv eingestellten Oranjes sind nach Siegen gegen Argentinien (4:0), die DDR (2:0) sowie Brasilien (2:0) ohne einen einzigen Gegentreffer in das Endspiel marschiert. Die DFB-Elf bezwingt in den Vorrundenspielen Chile mit 1:0 und Australien mit 3:0, muss sich aber im historischen Duell gegen die DDR-Mannschaft mit 0:1 geschlagen geben und belegt nur den 2. Platz in der Gruppe.

In der zweiten Runde kann sich der immer souveräner auftretende Gastgeber mit überzeugenden Siegen gegen Schweden (4:2), Polen (1:0) und Jugoslawien (2:0) für das Finale empfehlen. Im Endspiel sind gerade einmal 53 Sekunden verstrichen, als Schiedsrichter Taylor (England) nach Foul von Hoeneß an Cruyff Elfmeter pfeift. Neeskens schnappt sich den Ball und lässt Tormann Maier mit einem strammen Schuss in die Mitte zum 1:0 keine Chance. In der 26. Minute kann die DFB-Elf dann ausgleichen, als Jansen Hölzenbein foult. Den fälligen Elfmeter zum 1:1 verwandelt Breitner mit einem Schuss in die linke Ecke. Noch vor dem Halbzeitpfiff fällt bereits das entscheidende Tor: Bonhof setzt sich auf der rechten Seite durch, flankt nach innen zu Müller. Der dreht sich um die eigene Achse, erwischt Tormann Jongbloed auf dem falschen Fuß und erzielt den Siegtreffer.

Im Fernsehen begleitet wird dieser Moment durch den für seine Sachlichkeit bekannten Sportjournalisten Rudi Michel. Auch das in typischer Müller-Manier erzielte Tor entlockt dem Pfälzer nur ein fast emotionsloses „Bonhof – Müller – und 2:1!“. Der Sturmlauf der Niederländer in der zweiten Hälfte ändert nichts mehr am Spielstand. Die jederzeit sichere deutsche Abwehr wehrt alle Angriffe ab. Mit dem Schlusspfiff um 17:47 Uhr ist die Fußball-Nationalmannschaft um Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner und Gerd Müller zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister.




Anlass 1990

Finale 1990: „Er gibt Elfmeter!“ Bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien erreicht Deutschland dank eines 4:1 gegen Jugoslawien, eines 5:1 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und eines 1:1 gegen Kolumbien das Achtelfinale. In der folgenden Partie gegen die Niederlande, den Finalkontrahenten der Heim-WM 1974, erzielen Klinsmann (51.) und Brehme (85.) zwei Tore, während den Oranjes nur noch der 1:2-Anschlusstreffer gelingt. Ein verwandelter Elfmeter von Matthäus im Viertelfinale gegen die Tschechoslowakei reicht – und nun wartet England im Halbfinale. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit müssen die Elfmeterschützen ran. 4:3 gewinnen die Deutschen und stehen zum dritten Mal hintereinander in einem WM-Finale.

Gegner der DFB-Elf ist, wie schon vier Jahre zuvor, Argentinien. Die Albiceleste steigern sich im Lauf des Turniers und ziehen nach einer schwachen Vorrunde durch drei Play-Off-Siege gegen Brasilien (1:0), Jugoslawien (3:2 i. E.) und Italien (4:3 i. E.) ins Finale. An jenem 8. Juli im Stadio Olimpico di Roma erleben die 73.603 Zuschauer bis zur alles entscheidenden Szene eine packende Partie. Die deutsche Mannschaft kann jederzeit überzeugen, schießt aber egen die Argentinier um Diego Maradona keine Tore.

In der 84. Minute zeigt der mexikanische Schiedsrichter Méndez nach einer Attacke gegen Völler auf den Punkt. Sportreporter Gerd Rubenbauer kommentiert in der ARD: „Und, was gibt er? Er gibt Elfmeter! Er! Gibt! Elfmeter!“ Brehme läuft an, zielt in die linke Ecke und trifft. Die Fernsehzuschauer hören ein befreites „Jaaaa! Tor für Deutschland! 1:0 durch Andreas Brehme. Alles wie gehabt!“. Andreas Brehme schießt das deutsche Team und DFB-Teamchef Franz Beckenbauer auf den Fußballthron. Deutschland gewinnt seinen dritten WM-Titel. Gerd Rubenbauer beendet seine Reportage vor der Kulisse des Stadions mit den Worten: „Der Kaiser hat die Krone, die deutsche Mannschaft den Pokal und wir hatten Spaß, meine Damen und Herren.“



Ausgabetag: 03.05.2018
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Finale 1954“ 70 + 30 Zuschlag / Motiv 2: „Finale 1974“ 85 + 40 Zuschlag / Motiv 3: „Finale 1990“ 145 + 55 Zuschlag
Motiv Finale 1954 (70+30 Cent Zuschlag)
Finale 1974 (85+40 Cent Zuschlag)
Finale 1990 (145+55 Cent Zuschlag)
Fotovorlage WM 1954 / WM 1974: picture-alliance / dpa
Fotovorlage WM 1990: © Getty Images, Bongarts
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3380 / Motiv 2: MiNr. 3381 / Motiv 3: MiNr. 3382
 
Brigitte Am: 06.04.2018 07:08:00 Gelesen: 53638# 408 @  
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Serie „Europa“
Thema: Brücken

Genau sieben Rheinüberführungen, die zwischen 1951 und 2002 entstanden sind, zählt die Düsseldorfer Brückenfamilie. Fünf davon entsprechen dem Typus der Schrägseilbrücke, der in dieser Form neuartig war und sich rasch in der Welt verbreitete.

Die ursprüngliche Familie umfasste lediglich drei Brücken: die Theodor-Heuss-Brücke, die Oberkasseler Brücke sowie die Rheinkniebrücke. Letztere prägt mit ihrer zeitlosen Ästhetik und dem Rheinturm im Hintergrund in besonderem Maße die Silhouette der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Als beliebtes Motiv vieler Ansichtskarten ist sie nun auch auf dem im Mai erscheinenden Postwertzeichen der Serie „Europa“ zu sehen, die sich 2018 dem Thema „Brücken“ widmet.

1952 vergab das Düsseldorfer Stadtplanungsamt den Auftrag zum Entwurf der „Nordbrücke“ – der späteren Theodor-Heuss-Brücke. Daraufhin konzipierte der Bauingenieur Fritz Leonhardt die erste Schrägseilbrücke Deutschlands, die 1957 dem Verkehr übergeben wurde. Bald darauf folgten die Rheinkniebrücke (1969) und die Oberkasseler Brücke (1976). Ein flaches stählernes Brückendeck, schlanke senkrechte Pylone und wenige, harfenförmig angeordnete Schrägseile wurden zum wiederkehrenden Merkmal der einstigen Düsseldorfer Brückenfamilie. Über viele Jahre beeinflusste das Ensemble die weltweite Entwicklung der Schrägseilbrücken.

Unabhängig von Form, Farbe oder Größe sollen Brücken über trennende Grenzen hinweg verbinden. Wie wichtig auch deren symbolischer Charakter ist, zeigen unsere Euro-Banknoten: Darauf abgebildet sind fiktive Brücken in unterschiedlichen Stilen. Von der Antike bis in die Neuzeit lässt sich der europäische Brückenbau eindrucksvoll nachvollziehen. Als modernes Beispiel dient die Schrägseilbrücke, die sich mit Stützweiten zwischen 200 und 1000 Metern als technisch besonders geeignet und wirtschaftlich erwiesen hat. Gleichzeitig soll der Geist der Offenheit, des Übergangs und der Zusammenarbeit in Europa symbolisiert werden.



Ausgabetag: 03.05.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Düsseldorfer Schrägseil-Rheinbrücken
Foto: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3383
 
Brigitte Am: 09.04.2018 07:03:00 Gelesen: 52901# 409 @  
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Thema: 200. Geburtstag Karl Marx

„Proletarier aller Länder, vereinigt euch.“ Mit diesem Ausspruch gab der Philosoph, Sozialwissenschaftler, Historiker und Revolutionär Karl Marx (1818–1883) der internationalen Arbeiterbewegung den Startschuss für die Entwicklung zu einer ernst zu nehmenden politischen Kraft. Der zweifellos einflussreichste sozialistische Denker des 19. Jahrhunderts analysierte und kritisierte, anknüpfend an die Gedankengebäude deutscher Philosophen, englischer Nationalökonomen und französischer Sozialisten, die kapitalistische Produktionsweise samt ihrer Krisenerscheinungen und entwickelte daraus eine in sich geschlossene Theorie.

Mit Friedrich Engels (1820–1895) verband Marx eine lebenslange Freundschaft. Engels, Sohn eines reichen Wuppertaler Textilfabrikanten, unterstützte ihn bei dessen immensem Arbeitspensum, aber vor allem auch immer wieder finanziell. Beide schrieben für den Bund der Kommunisten das „Manifest der Kommunistischen Partei“, eine radikale Kritik der bürgerlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung und ein Aufruf zum Klassenkampf an das internationale Proletariat. Nach dem Ausbruch der bürgerlich-demokratischen Revolution in Deutschland 1848 übernahm Marx die Redaktion der „Neuen Rheinischen Zeitung“. Als er nach dem Scheitern der Revolution 1849 aus Preußen ausgewiesen wurde, emigrierte Marx mit seiner Familie erst nach Paris und später nach London.

In den 1850er und 60er Jahren schrieb Karl Marx regelmäßig Artikel für verschiedene amerikanische Zeitungen, die seinen exzellenten Stil sehr schätzten. Für die Internationale Arbeiterassoziation – später als „Erste Internationale“ bezeichnet – verfasste er die Statuten. Neben der journalistischen Tätigkeit arbeitete Marx vor allem an seinem ökonomischen Hauptwerk „Das Kapital“.

Das 1867 erschienene Buch prägte wie auch „Das kommunistische Manifest“ maßgeblich die nachfolgende politische Literatur. 2013 wurden beide Werke in die Liste des Weltdokumentenerbes der UNESCO aufgenommen.



Ausgabetag: 03.05.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Schraffiertes stilisiertes Portrait Karl Marx
Foto: John Mayall 1875, mit freundlicher Genehmigung des International Institute of Social History, Amsterdam, The Netherlands
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Mayfried, München
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3384
 
Brigitte Am: 11.04.2018 07:01:00 Gelesen: 52360# 410 @  
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Thema: „Tag der Musik“ – 275 Jahre Gewandhausorchester

Der „Tag der Musik“ findet in diesem Jahr vom 15. bis 17. Juni unter dem Motto „Stadt. Land. Musik.“ statt. Der Deutsche Musikrat möchte mit der bundesweiten Initiative die Bedeutung und den Wert der Musik in Deutschland in kultur-, sozial-, bildungs- und gesellschaftspolitischer Hinsicht verdeutlichen. Am „Tag der Musik“ nehmen Chöre und Orchester ebenso teil wie Theater, Opernhäuser und Kulturämter. Im Jahr 2018 jährt sich die Initiative des Deutschen Musikrats bereits zum zehnten Mal. Ebenfalls in diesem Jahr begeht das Gewandhausorchester in Leipzig als eines der bedeutendsten deutschen Vertreter qualitativ hochwertiger Musikvermittlung sein 275-jähriges Jubiläum.

„Res severa verum gaudium. Wahre Freude ist eine ernste Sache“: Dieser Aphorismus ist der Leitspruch des in Leipzig beheimateten Gewandhausorchesters. Das zunächst aus 16 Stadtmusikern und Studenten bestehende Orchester verdankt seine Existenz dem Kunstsinn und Stolz Leipziger Kaufleute, die im Jahr 1743 eine musikalische Gesellschaft ins Leben riefen. Die erste Aufführung des als „Großes Concert“ gegründeten, ältesten bürgerlichen Orchesters im deutschsprachigen Raum fand am 11. März 1743 statt. Seinen Namen erhielt das Ensemble nach der im Jahr 1781 bezogenen Spielstätte im ehemaligen Messehaus der Tuchhändler.

Vor allem auf das Engagement des Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur (1927–2015) hin erhielt das Orchester 1981 eine neue Heimstatt. Das moderne dreigeschossige Konzerthaus im Leipziger Stadtzentrum wurde mit Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 feierlich eingeweiht. Der terrassenartig angelegte Große Saal mit der ins Zentrum gerückten Bühne bietet Platz für 1.900 Zuhörer; der kleinere Mendelssohn-Saal fasst knapp 500 Gäste. Seit 1840 in städtischer Hand, beweist das Gewandhausorchester seine erstaunliche Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten gleich in drei Spielstätten: als Konzertorchester des Gewandhauses, als Orchester der Oper Leipzig und als musikalische Begleitung des weltberühmten Thomanerchors.



Ausgabetag: 03.05.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Außenansicht Gewandhaus
© Jens Gerber, Frankfurt am Main
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3385
 
Brigitte Am: 13.04.2018 07:07:00 Gelesen: 51874# 411 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Schreibanlässe“
Motive: „Viel Glück“, „Danksagung“

Anlass „Danksagung“

Es ist ein lobenswerter Brauch: Wer was Gutes bekommt, der bedankt sich auch.“ Bei einer empfangenen Hilfeleistung, einer materiellen Zuwendung, einer Einladung oder einem Gefallen gehört es zum guten Ton, sich zu bedanken. Um seine Anerkennung in Worte zu fassen, wird gern auf den Vers Wilhelm Buschs zurückgegriffen. Förmliche Danksagungen sind bei Anlässen angebracht, die sowohl erfreuliche als auch traurige Gründe haben können. Nach der Hochzeit etwa ist es üblich, sich schriftlich bei seinen Gästen zu bedanken; ebenso nach einem Todesfall für die Beileidsbekundungen und die Anteilnahme.

Vor allem bei freudigen Ereignissen wird der Gestaltung viel Mühe beigemessen. Als besondere Aufmerksamkeit kann man einen Dankesbrief ab Mai 2018 sogar mit einer passenden Briefmarke verzieren. Von Angesicht zu Angesicht stehen dafür unmittelbare Emotionen wie Freude und Rührung im Vordergrund. Besonders herzlich wird es mit einem Geschenk wie Blumen, Pralinen oder einem Gutschein. Im Alltag wird dagegen mehr aus Höflichkeit oder Respekt „danke“ gesagt. Handelt es sich bei der erbrachten Leistung um eine berufliche, muss sich nicht zwingend dafür bedankt werden. Dennoch kann man damit seine Wertschätzung ausdrücken – und zum Beispiel dem Postboten an der Tür ein Lächeln entlocken.

Dankbarkeit zu empfinden, stärkt überdies Körper und Geist. Neuere psychologische Forschungen dokumentieren, dass dankbare Menschen glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben sowie weniger depressiv und gestresst sind. Sie zeigen außerdem mehr Empathie, Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft, was den sozialen Beziehungen zugutekommt. So soll schon der römische Philosoph und Politiker Marcus Tullius Cicero gesagt haben, Dankbarkeit sei „nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter aller anderen“. Um daran zu erinnern, wie wichtig es ist, „danke“ zu sagen, gibt es seit dem 21. September 1977 den von der UNO initiierten internationalen Welttag der Dankbarkeit.




Anlass „Viel Glück“

„Es war ein Wort zum Lachen und zum Weinen, ein Wort voll Urzauber und Sinnlichkeit …“ In seiner Betrachtung „Über das Glück“ (1949) erkannte Hermann Hesse, wie vielschichtig und mächtig ein einziges Gefühl sein kann. Was Glück überhaupt ist, fragten sich bereits die alten Philosophen – und wir tun es noch heute.

Dabei handelt es sich nicht nur um esoterische Ratgeber, auch Wissenschaftler – Psychologen, Neurologen, Soziologen – sind dem Glück auf der Spur. Selbst die Politik nimmt sich des Themas an: 2012 veröffentlichte die UNO erstmals einen Weltglücksbericht. Seither erscheint der „World Happiness Report“ jährlich am 20. März – dem internationalen Weltglückstag. Der Sinn des Wortes Glück zeigt sich in drei Deutungsvarianten: Gewinnen wir im Lotto, ist das Zufall und wir „haben“ Glück.

Hören wir ein schönes Musikstück, empfinden wir ein kurzes intensives Vergnügen, „erleben“ das Glück also eher. Sind wir sorgenfrei, „erfahren“ wir dagegen dauerhaftes Glück. Schon der chinesische Philosoph Laotse soll im 6. Jahrhundert vor Christus gesagt haben, dass der Mensch wirklich glücklich sei, wenn er aufhöre, dem Glück oder anderen Zielen hinterherzulaufen. In der Redewendung „Jeder ist seines Glückes Schmied“ wird allerdings deutlich, dass der Mensch eine gewisse Eigenleistung erbringen muss.

Um rundum glücklich zu sein, bedarf es wohl eines Zusammenspiels aus eigenem Zutun und günstiger Fügung. Zum Glücksvermittler kann man auch selbst werden: Steht zum Beispiel eine Prüfung, ein Wettkampf oder ein Vorstellungsgespräch bevor, wirkt ein überzeugendes „Viel Glück!“ wie ein Motivationsschub. Sich von einer höheren Macht begleitet zu fühlen, kann die eigenen Fähigkeiten bestmöglich steigern. Mittels einer zuvor erhaltenen Glückskarte – ab Mai 2018 mit passender Briefmarke – oder eines Glücksbringers werden die Wünsche sogar greifbar. Sind die Prüfungsfragen dann auch noch gut gewählt, wird automatisch resümiert: „Glück gehabt!“



Ausgabetag: 03.05.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Motiv 1 „Danksagung“: Paket in Geschenkverpackung
© Regina Kehn, Hamburg
Motiv 2 „Viel Glück“: Papierschiff auf dem Wasser
© Regina Kehn, Hamburg
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Regina Kehn, Hamburg
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3386 / Motiv 2: MiNr. 3387
 
Brigitte Am: 02.05.2018 08:10:47 Gelesen: 47550# 412 @  
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Serie „Leuchttürme“
Thema: Darßer Ort und Wangerooge

Leuchtturm Darßer Ort
Breite: 54° 28‘ N, Länge: 012° 30‘ O

Schon seit jeher gelten die Sandbänke vor dem Darß als gefährlich für die Schifffahrt. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gab 1845 die Genehmigung zum Bau des Leuchtturms Darßer Ort und bereits 1848 war der Leuchtturm betriebsbereit. Der aus roten Mauerziegeln bestehende Turm besitzt eine runde Form und hat ein kuppelförmiges Kupferdach. Im Jahre 1936 wurde das Leuchtfeuer auf elektrischen Betrieb umgestellt. Die Tragweite des Feuers beträgt 23 Seemeilen (ca. 42,6 Kilometer). Bis 1978 versahen auf dem Turm Leuchtfeuerwärter ihren Dienst. Seitdem wird der Leuchtturm ferngesteuert und überwacht.

134 Treppenstufen sind bis zur Aussichtsgalerie auf 27,8 Metern Höhe zu überwinden. Bei klarer Sicht bietet sich den jährlich über hunderttausend Besuchern ein herrlicher Panoramablick über die Darßlandschaft und die Ostsee bis hin zur Kreideküste der dänischen Insel Møn. Der Leuchtturm und das ihn umgebende Gehöft, beide seit 1986 unter Denkmalschutz, unterstehen heute dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund.




Neuer Leuchtturm Wangerooge
Breite: 53°47,405‘ N, Länge 7°51,431‘ O

Im Jahr 1856 erfolgte der Bau eines 30 Meter hohen Leuchtturms auf Wangerooge, der östlichsten der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. 1969 wurde das Feuer gelöscht und ein Museum eingerichtet. Die Besucher können seitdem von der Galerie aus die gesamte Insel überblicken und bei guter Sicht sogar das 43 Kilometer entfernte Helgoland erspähen. Bereits 1966 begann an der Nordwestküste der Insel der Bau seines Nachfolgers. Am 7. November 1969 nahm der neue Leuchtturm seinen Betrieb auf.

Er erhielt ursprünglich eine Fassade aus roten und weißen Keramikfliesen, die jedoch 1982 durch eine Verkleidung aus Aluminium ersetzt wurde. Sein achteckiger Sockel steht auf 24 Pfählen mit 13 Metern Länge. Der kombinierte Leucht- und Radarturm dient als See-, Leit- und Warnfeuer bei der Ansteuerung von Außenjade und Außenweser sowie der Verkehrssicherung in diesem Bereich. Die Optik des sich 67 Meter über Normalnull befindenden Stahlbetonturms wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven aus ferngesteuert.



Ausgabetag: 07.06.2018
Wert (in Euro Cent): Leuchtturm Darßer Ort 45 / Leuchtturm Wangerooge 70
Motiv 1: Leuchtturm Darßer Ort (45 Cent) / Motiv 2: Leuchtturm Wangerooge (70 Cent)
Fotos: © Reinhard Scheiblich, Norderstedt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Johannes Graf, Dortmund
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 35 x 35 mm
Motiv 1: MiNr. 3391 / Motiv 2: MiNr. 3392 / selbstklebend: MiNr. 3396
 
Brigitte Am: 04.05.2018 07:08:00 Gelesen: 47183# 413 @  
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Serie „Schätze aus deutschen Museen“
Thema: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein – Goethe in der Campagna

„Mein Porträt wird glücklich, es gleicht sehr“, erinnert sich Deutschlands berühmtester Dichter in seiner „Italienischen Reise“ (zwei Bände, 1816/17). Als Johann Wolfgang von Goethe zwischen 1786 und 1788 das „Land, wo die Zitronen blüh’n“ bereiste, verband ihn eine enge Freundschaft zu dem in Rom wohnenden deutschen Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Dieser war ein glühender Verehrer des angesehenen Literaten und ließ es sich nicht nehmen, ihn auf einem lebensgroßen Porträt inmitten der italienischen Landschaft festzuhalten. Jenes um 1787 entstandene Ölgemälde „Goethe in der Campagna“ prägte maßgeblich die Vorstellung von dessen äußerlicher Erscheinung.

Auf dem Gemälde ruht Goethe halb sitzend, halb liegend auf einem zerbrochenen ägyptischen Obelisken und blickt nachdenklich in die Ferne. In der nahen Umgebung ist ein griechisches Marmorrelief zu sehen, auf dem Figuren aus der Iphigenie-Sage abgebildet sind.

Damit verweist Tischbein auf Goethes Bühnenstück „Iphigenie auf Tauris“, das der Dichter während seines Aufenthalts in Versform goss. Neben dem Flachrelief befindet sich ein umgestürztes Kompositkapitell aus römischer Zeit. Im Hintergrund ist eine arkadische Fantasielandschaft dargestellt, darin ein runder Turm – das Grabmal der Caecilia Metella –, die Ruinen eines Aquädukts, Tempelreste, Wohnhäuser und am Horizont eine Bergkette, bei der es sich wohl um die Albaner oder die Sabiner Berge handelt. Die imposante Ausstrahlung des Bildes können auch die viel beschriebenen anatomischen sowie farblichen Mängel nicht mildern.

Rätselhaft sei zum Beispiel die Darstellung des rechten Fußes, der ein linker zu sein scheint. Dennoch gilt es als eines der bekanntesten Gemälde der deutschen Kunstgeschichte und zugleich als ideale Verkörperung des Dichters. Nach mehreren Vorbesitzern gelangte es 1887 als Schenkung der Baronin Adèle von Rothschild in die Sammlung des Frankfurter Städel Museums und regt noch heute zur Entschlüsselung seiner Geheimnisse an.



Ausgabetag: 07.06.2018
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv Gemälde: „Goethe in der römischen Campagna“ von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein
© Städel Museum, Frankfurt am Main
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. 3393 / selbstklebend: MiNr. 3397
 
Brigitte Am: 07.05.2018 07:03:00 Gelesen: 46609# 414 @  
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Thema: „1000 Jahre Weihe Dom zu Worms“

Egal, aus welcher Richtung man auf Worms zukommt: Immer sieht man den Dom die Stadt überragen“, berichtet Propst Tobias Schäfer, Hausherr über den Wormser Dom Sankt Peter. 2018 wird dessen Weihe vor tausend Jahren groß gefeiert. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist eine Festwoche vom 4. bis zum 10. Juni. Mit dem Motto „aufgeschlossen“ will sich die Kirche nicht nur als offene Begegnungsstätte präsentieren, sondern auch Bezug auf den Petrusschlüssel nehmen, der Bestandteil des Stadt- und Domwappens sowie des untergegangenen Wormser Bistums ist. In Erinnerung an ihren früheren Status als Bischofssitz verlieh ihr Papst Pius XI. 1925 den Ehrentitel „Basilica minor“.

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts ließ Bischof Burchard I. binnen fünfzehn Jahren einen mächtigen Dom erbauen. Es entstand eine kreuzförmige romanische Basilika mit zwei halbrunden Chören in Ost-West-Richtung. Noch nicht ganz fertiggestellt, erfolgte die Weihe der neuen Kathedrale am 9. Juni 1018. Selbst der römisch-deutsche Kaiser Heinrich II. nahm an den Feierlichkeiten teil.

Schwere Bauschäden führten innerhalb der nächsten hundert Jahre dazu, dass Bischof Burchard II. das Gotteshaus um 1130 abreißen und durch einen Neubau ersetzen ließ. 1181 wurde der Dom, der im Grundriss schon dem heutigen Bau entsprach, erneut geweiht.

Im Laufe der Zeit waren Worms und sein Dom Schauplatz wichtiger geschichtlicher Ereignisse, aber auch verheerender Katastrophen. 1122 unterzeichnete Kaiser Heinrich V. das „Wormser Konkordat“, das die Verhältnisse zwischen Kaiser- und Papsttum regelte.

1521 trat Martin Luther auf dem Wormser Reichstag vor Kaiser Karl V. – die Weigerung, seinen Thesen abzuschwören, löste die Reformation mit Auswirkungen auf ganz Europa aus. Mehrmalige Besetzungen, Verwüstungen sowie die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg setzten dem Dom schwer zu. Auch Wind und Wetter machen die Kirche zur Dauerbaustelle. Doch Propst Schäfer sieht es gelassen: „Es ist faszinierend, dass jede Zeit ihre Spuren im Dom hinterlassen hat.“



Ausgabetag: 07.06.2018
Wert (in Euro Cent): 90
Motiv Buchvignette: Bischof Burchard vor dem Dom und Darstellung Dom zu Worms
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professorin Annette le Fort und Professor André Heers, Berlin
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3394 / selbstklebend: MiNr. 3398
 
Brigitte Am: 09.05.2018 07:01:00 Gelesen: 46277# 415 @  
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Thema: „800 Jahre Hansestadt Rostock“

Dort, wo die Warnow auseinanderfließt, beginnt die wechselvolle Geschichte Rostocks, das 2018 sein 800-jähriges Jubiläum feiert.

Die Hanse- und Universitätsstadt lockt mit einem kontrastreichen Stadtbild – von gotischen Backsteinmonumenten über Plattenbauten der DDR-Zeit bis hin zu ostseetypischen Reetdachhäusern. Mit dem angrenzenden Küstenwald und dem Seebad Warnemünde lädt Rostock zur Erholung und Entspannung ein. Aufregend wird es dagegen, wenn die großen Traditionssegler vor Anker liegen: Jedes Jahr im August fluten bis zu einer Million Besucher die Stadt, um die Hanse Sail, das größte maritime Ereignis Mecklenburg-Vorpommerns, mitzuerleben.

Im 12. Jahrhundert ließen sich deutsche Handwerker und Kaufleute nieder, wo heute die Petrikirche und der Alte Markt zu finden sind. Schnell bildete sich ein bedeutender Handelsplatz. Am 24. Juni 1218 erhielt Rostock durch Heinrich Borwin I., Fürst zu Mecklenburg, das Lübische Stadtrecht und begann seinen rasanten Aufstieg zur wichtigsten Stadt Mecklenburgs. Zur Sicherung der Handelswege wurde der Wendische Städtebund geschlossen, der als Keimzelle der Deutschen Hanse gilt. Den dauerhaften Zugang zur Ostsee sicherte sich Rostock 1323 durch den Kauf des kleinen Fischerdorfes Warnemünde. 1419 öffnete die erste Universität des gesamten Ostseeraums ihre Pforten und unterstrich damit die weitreichende Bedeutung der Hansestadt.

Der Niedergang der Hanse und der Dreißigjährige Krieg hatten für Rostock verheerende Folgen. Erst im 19. Jahrhundert sorgten der Seehandel sowie die umfassende Industrialisierung für einen erneuten Aufschwung. Im Zweiten Weltkrieg wurde fast die Hälfte der Gebäude in Schutt und Asche gelegt. Zu DDR-Zeiten erwuchs die Stadt zum Schiffbau- und Schifffahrtszentrum. Als Mitglied im Hansebund der Neuzeit richtet Rostock, das sich seit 1990 wieder Hansestadt nennt, anlässlich des Jubiläums 2018 den 38. Internationalen Hansetag aus. Außerdem soll eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen ein buntes Bild der 800 Jahre alten Stadt präsentieren.



Ausgabetag: 07.06.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Stadtsilhouette, Hafenkräne und Ostseewellen
Foto: Ansicht von Rostock nach einer Zeichnung von Vicke Schorler, 1584
© akg-images
Foto: Rostocker Hafenkräne, DDR-Überseehafen Rostock
© akg-images / picture-alliance / ZB / Jürgen Sindermann
Foto: Wellen nach mittelalterlicher Buchillustration
© akg-images / Album / Oronoz
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Matthias Wittig, Berlin
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3395
 
Brigitte Am: 13.06.2018 08:06:48 Gelesen: 18351# 416 @  
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Dauerserie „Blumen“
Thema: Kokardenblume

Die großblumige Kokardenblume (Gaillardia x grandiflora) kommt aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird als unermüdliche Sommerblume gesehen, die ihre herrlich bunten Blüten für viele Monate im Jahr zeigt. Kokardenblumen entwickeln erst in der Gruppe ihre volle Schönheit. Als Zierpflanzen eignen sich Hybriden für große Blumenbeete.





Ausgabetag: 12.07.2018
Wert (in Euro Cent): 379
Motiv: Kokardenblume, Foto © Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,5 x 30,13 mm
MiNr. 3399
 
Brigitte Am: 15.06.2018 07:08:00 Gelesen: 18050# 417 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie „Design aus Deutschland“

Einer der großen deutschen Industriedesigner des 20. Jahrhunderts ist Dieter Rams (* 20. Mai 1932, Wiesbaden), dessen Gestaltung sich durch eine klare Formensprache und einfache Bedienbarkeit auszeichnet. Der studierte Architekt trat Ende 1955 in den Dienst des Elektrogeräteherstellers Braun und stieg schnell zum Leiter der Formgebung auf. Zwischen 1961 und 1995 prägte er entscheidend das Produktdesign des Unternehmens und verhalf dem regionalen Radiohersteller zu internationaler Bekanntheit.Einer seiner frühen Entwürfe war der Weltempfänger T 1000. Übersichtlich aufgebaut und von schlichter Eleganz gilt das tragbare Radio im Aluminiumgehäuse als Meisterleistung des Chefdesigners. Der quaderförmige, geschlossene Gehäusekorpus ließ sich aufklappen und eröffnete ein komplexes Bedienfeld aus Sendeskala, Einstellknöpfen und Anschlussbuchsen. Mit logisch geordneten Bedienknöpfen, einem einheitlich rot dargestellten UKW-Bereich sowie einer präzisen, detaillierten und überschaubar bezifferten Skala stand die Funktionalität des Gerätes im Mittelpunkt.





Ausgabetag: 12.07.2018
Wert (in Euro Cent): 345
Motiv: Braun Weltempfänger T 1000 von 1964 © BRAUN P&G, © systems studio
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Sibylle Haase & Prof. Fritz Haase, Bremen
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3400
 
Brigitte Am: 18.06.2018 07:03:00 Gelesen: 16711# 418 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: Gartenreich Dessau-Wörlitz

Ausgehend von dem kleinen Ackerbürgerstädtchen Wörlitz ließ Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau ab 1765 den ersten englischen Landschaftsgarten auf dem europäischen Festland anlegen. In einem Zeitraum von über vierzig Jahren entstanden weitere Anlagen, die optisch wie gestalterisch miteinander vernetzt wurden. So entwickelte sich in dem kleinen Fürstentum eine europaweit bedeutende Kulturlandschaft, bestehend aus einer Vielzahl von Gärten, Schlössern und Kunstwerken inmitten der naturbelassenen Auen und Wälder.

Im Wörlitzer Park errichtete der Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff zwischen 1769 und 1773 das Wörlitzer Schloss, das erste klassizistische Bauwerk Deutschlands. Bis heute authentisch erlebbar sind auch die Anlagen von Oranienbaum, Mosigkau, Luisium, Georgium und Großkühnau sowie der Waldpark auf dem Sieglitzer Berg. Das in Sachsen-Anhalt gelegene Gartenreich Dessau-Wörlitz umfasst eine Fläche von 142 Quadratkilometern, ist seit 1988 mit dem Biosphärenreservat Mittelelbe verflochten und gehört seit 2000 zum Welterbe der UNESCO.





Ausgabetag: 12.07.2018
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv: Gartenreich Dessau-Wörlitz
Blick über den Wörlitzer See auf Synagoge, Kirche St. Petri und Schloss Wörlitz
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3401 / selbstklebend: MiNr. 3405 / Motiv 2: MiNr. 3402 / selbstklebend: MiNr. 3406
 
Brigitte Am: 20.06.2018 07:01:00 Gelesen: 16562# 419 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: 150. Geburtstag Magnus Hirschfeld

Selbst schwul, hatte der jüdische Arzt und Sexualforscher Magnus Hirschfeld (1868–1935) einen wichtigen Anteil an der aufblühenden Homosexuellenbewegung des 19. Jahrhunderts. Das am 15. Mai 1897 von ihm ins Leben gerufene Wissenschaftlichhumanitäre Komitee war die erste Organisation, die sich für die Bürgerrechte von Homosexuellen einsetzte. Hauptziel war es, den berüchtigten Paragraphen 175 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, um sexuelle Handlungen zwischen Männern zu entkriminalisieren. Hirschfeld vertrat die Auffassung, dass Homosexualität angeboren sei.

Am 6. Juli 1919 eröffnete in Berlin Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft, die erste Einrichtung dieser Art. Im Mai 1933 wurde es von den Nationalsozialisten zerstört und seine Schriften öffentlich verbrannt. Der Sexualreformer befand sich seinerzeit bereits im französischen Exil. 1935 verstarb Magnus Hirschfeld am Tag seines 67. Geburtstags in Nizza. Erst 1994 wurde der Paragraph 175, gegen den er zeit seines Lebens angekämpft hatte, aus dem deutschen Strafgesetzbuch gestrichen.





Ausgabetag: 12.07.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: 150. Geburtstag Magnus Hirschfeld
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3403
 
Brigitte Am: 27.06.2018 08:35:58 Gelesen: 12546# 420 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: 100. Geburtstag Nelson Mandela (Gemeinschaftsmarke mit Südafrika)

Als Gemeinschaftsausgabe Deutschlands und Südafrikas erscheint im Juli 2018 in beiden Ländern eine Briefmarke, die dem 100. Geburtstag des Friedensnobelpreisträgers und ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas Nelson Mandela (1918–2013) gewidmet ist. Die Überwindung des Hasses und die Versöhnung zwischen der schwarzen Mehrheit und der weißen Minderheit in Südafrika sind untrennbar mit dem Namen Nelson Mandelas verbunden. Sein Leben ist geprägt vom Kampf gegen Rassentrennung, gegen soziale Ungerechtigkeit und dem Wunsch nach einer besseren Welt.

Die Mitstreiter, aber auch seine politischen Gegner sind fasziniert von der Kraft und Ausstrahlung Mandelas. Nach drei Jahrzehnten in Gefangenschaft wird er 1990 entlassen und Held der „Regenbogennation“. Als Präsident des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) führt Nelson Mandela mit der Regierung die Verhandlungen zum friedlichen Übergang, über die Beseitigung des Apartheid-Systems und zur Schaffung einer neuen Verfassung. Für diese Arbeit erhält er 1993 gemeinsam mit Frederik Willem de Klerk den Friedensnobelpreis.





Ausgabetag: 12.07.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: 100. Geburtstag Nelson Mandela
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professorin Annette Le Fort und Professor André Heers, Berlin
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3404
 
Brigitte Am: 13.07.2018 15:30:47 Gelesen: 4377# 421 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie „Für die Jugend“
Thema: Pilze (Echter Pfifferling, Echter Steinpilz, Maronen-Röhrling)

Der Echte Pfifferling (Cantharellus cibarius) ist zwischen Juni und November häufig unter Fichten und Rotbuchen zu finden. Früher war er weit verbreitet, heute geht der natürliche Bestand stark zurück. Zu erkennen ist er an seiner charakteristischen dottergelben Farbe. Die Bezeichnung „Pfifferling“ erhielt er wegen seines pfeffrigen und würzig-aromatischen Geschmacks, während sein Duft fruchtigen Aprikosen gleichkommt. Der Hut junger Exemplare ist halbkugelig bis gewölbt, später stülpt er sich um und erhält eine Trichterform. An der Unterseite ist er mit gegabelten Leisten bedeckt, die am Stiel herablaufen und den Pilz als Leistling kennzeichnen.

Der Echte Steinpilz (Boletus edulis) gehört zur Gattung der Dickröhrlinge und wächst vorzugsweise unter Fichten. Gute Voraussetzungen bieten saure Böden, Moosschichten und ein eher schattiger Standort. Sinkende Temperaturen und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigen das Wachstum. In größeren Mengen treten Steinpilze zwischen August und Oktober auf. Ihr Hut ist dickfleischig, bei jüngeren Exemplaren halbkugelig-weiß, später flacht er ab und färbt sich braun. Der Stiel ist in der oberen Hälfte von einem feinen, etwas erhabenen Netz umzogen. Der Name rührt vom harten weißen Fleisch in jungem Alter. Neben einem angenehmen Geruch hat der Pilz einen nussartigen Geschmack und ist überaus gesund.

Ihm sehr ähnlich ist der Maronen-Röhrling (Imleria badia). Er kommt vorrangig im Moos oder Gras bodensaurer Nadelwälder vor, besonders unter Fichten und Kiefern. Vom Steinpilz zu unterscheiden ist er am längs gefaserten Stiel. Außerdem verfärben sich die hellgelben Röhren auf der schwammigen Unterseite auf Druck blau.

Der Hut ist halbkugelig bis flach gewölbt und von dunkelbrauner Farbe, die an Esskastanien erinnert. Im Volksmund wird der Pilz daher einfach Marone genannt. Hauptsaison ist von September bis November. Die Pilze riechen obstartig und schmecken herrlich nussig mit zart säuerlicher Note. 2016 war der Maronen-Röhrling Speisepilz des Jahres.





Ausgabetag: 09.08.2018
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Echter Pfifferling“ 70 + 30 Zuschlag / Motiv 2: „Echter Steinpilz“ 85 + 40 Zuschlag / Motiv 3: „Maronen-Röhrling“ 145 + 55 Zuschlag / Motive 1 – 3 zusammen 425
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Sibylle Haase und Prof. Fritz Haase
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Motiv 1: MiNr. 3407 / Motiv 2: MiNr. 3408 / Motiv 3: MiNr. 3409
 
Brigitte Am: 14.07.2018 07:08:00 Gelesen: 3903# 422 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie „Wildes Deutschland“
Thema: Harz – Bergfichtenwald

„Wanderer, habe Lust, hier vom Wege abzuzweigen! Dieser Steg zeigt dir eine Ur-Welt voll Werden und Vergehen: den Brockenurwald im Nationalpark Harz.“ Begrüßt und begleitet von den Versen des Schriftstellers Bernd Wolff eröffnet sich auf der mit 1142 Metern höchsten Erhebung Norddeutschlands eine unberührte Welt, die uns nur noch selten begegnet. Abzweigend von der Brockenstraße führt der etwa 200 Meter lange Urwaldstieg durch einen der letzten Bergfichtenurwälder des gesamten mitteleuropäischen Raums. Umringt von bis zu 300 Jahre alten Fichten lassen sich sämtliche Entwicklungsstadien eines der Natur überlassenen Waldes beobachten.

Ab Höhenlagen von etwa 800 Metern herrschen extreme Witterungsverhältnisse: Sprühende Regenmassen, hohe Schneeberge, bittere Kälte, tosende Stürme und rund 300 Nebeltage im Jahr kennzeichnen das Wetter des Gebirgsareals. In dieser tundrenartigen Umgebung fühlt sich die Harzer Bergfichte seit Tausenden von Jahren besonders wohl. Die hoch aufragenden Bäume haben schlanke Kronen mit eng anliegenden plattenförmigen Ästen, die dem Wind kaum Angriffsfläche bieten. Auch der viele Schnee findet nur schwer Halt. Bei 1100 Höhenmetern wird es dann selbst der bizarr verbogenen Fichte zu wild. Eine natürliche Waldgrenze markiert den Übergang zur baumlosen Bergheide auf dem Gipfel des Brockens.

Flora und Fauna im Bergfichtenurwald sind ebenfalls an die klimatischen Bedingungen angepasst. Kälteunempfindliche Moospolster und Flechtenkrusten überziehen Baumrinden oder Felsblöcke.

Kniehoch steht ein Teppich aus üppigem Grün. Ende der 1980er Jahre kehrte der lang vermisste kleine Sperlingskauz in die Hochlagen des Mittelgebirges zurück. Um den Brockenurwald zu schützen und weitere Wälder in darunterliegenden Höhenlagen der Wildnis übergeben zu können, gehören etwa zehn Prozent des Harzes zu einem gemeinsamen Nationalpark der Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Bis 2022 soll auf 75 Prozent der Fläche die ureigene biologische Vielfalt zu neuem Leben erwachen.





Ausgabetag: 09.08.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Bergfichtenurwald am Brocken
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
© Norbert Rosing, Naturfotografie
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3410
 

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