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Thema: Neuheiten aus Deutschland
Das Thema hat 639 Beiträge:
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Brigitte Am: 15.06.2022 07:30:00 Gelesen: 27600# 615 @  
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Thema: „200. Geburtstag Gregor Mendel“

Johann Mendel wurde am 20. Juli 1822 in Heinzendorf im damaligen Österreich-Schlesien als Sohn von Kleinbauern geboren. Er wuchs mit zwei Schwestern auf dem elterlichen Bauernhof auf und zeigte schon früh ein lebhaftes Interesse an Pflanzen und Tieren. Er studierte Philosophie an der Universität Olmütz und trat 1843 in das Augustinerkloster St. Thomas in Alt Brünn (heute Tschechien) ein. Dort erhielt er den Ordensnamen Gregorius (Gregor) und wurde 1847 zum Priester geweiht. Ab 1845 besuchte er die Brünner Bischöfliche Theologische Lehranstalt und hörte Vorlesungen über Landwirtschaft. Von 1851 bis 1853 studierte er an der Universität Wien Physik und verschiedene Naturwissenschaften. Anschließend wirkte er als Aushilfslehrer in Brünn.

Im Garten des Augustinerklosters züchtete Gregor Mendel systematisch mehrere Jahre lang verschiedene Pflanzen, vor allem die Garten- bzw. Speiseerbse (Pisum sativum), um herauszufinden, wie bestimmte Merkmale – zum Beispiel die Farbe der Blüten oder die Form der Samen – über Generationen hinweg vererbt werden. Nach der statistischen Auswertung seiner Kreuzungsexperimente, aus denen etwa 28.000 Erbsenpflanzen hervorgegangen waren, formulierte er einige Schlussfolgerungen, die heute als „Mendelsche Regeln“ (Uniformitätsregel, Spaltungsregel und Unabhängigkeitsregel) bekannt sind und die Grundlagen der modernen Genetik bilden.

Als Mendel seine Erkenntnisse 1866 unter dem Titel „Versuche über Pflanzen-Hybriden“ publizierte, wurden sie von der gelehrten Welt kaum zur Kenntnis genommen. Ihre bahnbrechende Bedeutung wurde erst um 1900, lange nach Gregor Mendels Tod – er starb am 6. Januar 1884 im Alter von 61 Jahren in Brünn an den Folgen eines Nierenleidens –, erkannt. Seither gilt der Autodidakt unbestritten als „Begründer der Vererbungslehre“ und „Vater der Genetik“. Die von ihm formulierten Regeln spielen bis heute eine wesentliche Rolle in der Pflanzenzucht und in der Analyse von Stammbäumen.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 110 Cent
Motiv: Das „Schöne Mendel-Portrait“ (1862), umrahmt von Stängeln,
Blüten, Staubblättern und Samen der Erbsenpflanze
Mendel-Porträt: © Universität für Bodenkultur Wien
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Julia Warbanow, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 17.06.2022 08:15:00 Gelesen: 27467# 616 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Hans-Jürgen Wischnewski“

Hans-Jürgen Wischnewski kam am 24. Juli 1922 im ostpreußischen Allenstein (heute Olsztyn in Polen) zur Welt. Nachdem er in Berlin das Abitur abgelegt hatte, kämpfte er während des Zweiten Weltkrieges an der Ostfront und geriet 1945 in amerikanische Gefangenschaft. 1946 zog er nach Straubing in Bayern und trat in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) sowie in die Industriegewerkschaft Metall (IG-Metall) ein. Nach einer Ausbildung in Arbeits- und Sozialrecht betreute er Betriebsräte und bekleidete von 1953 bis 1959 das Amt des Gewerkschaftssekretärs der IG-Metall in Köln.

1957 zog Wischnewski in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis 1990 angehörte. Ende der 1950er-Jahre wurde er außerdem zum Vorsitzenden der Kölner SPD gewählt. Wischnewski reiste in nahezu alle europäischen Länder und richtete seinen Blick schon früh nach Afrika und in die arabische Welt. Er war Bundesvorsitzender der Jungsozialisten (JuSos) und Bundesgeschäftsführer der SPD, Mitglied des Vorstands sowie des Präsidiums und ab 1979 stellvertretender Parteivorsitzender. 1966 wurde er zum Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt, zehn Jahre später kam er unter Helmut Schmidt als Staatsminister ins Kanzleramt. Wegen seines Verhandlungsgeschicks und seiner guten Kontakte in die arabische Welt, die ihm die Bezeichnung „Ben Wisch“ eingetragen hatten, betraute man Hans-Jürgen Wischnewski immer wieder mit diplomatischen Sondermissionen.

Besondere Bekanntheit erlangte er 1977, als im Deutschen Herbst der Terrorismus der Roten Armee Fraktion Westdeutschland erschütterte. Im Zusammenhang mit dem von palästinensischen Terroristen in die somalische Hauptstadt Mogadischu entführten Flugzeug „Landshut“ wirkte Wischnewski als Krisenmanager. Durch seine Verhandlungen konnten die Geiseln befreit werden. Auch in den kommenden Jahrzehnten trug er zur Entschärfung und Beilegung von internationalen Konflikten bei. Er starb am 24. Februar 2005 in seiner Wahlheimat Köln.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 100 Cent
Motiv: Porträt von Hans-Jürgen Wischnewski, aufgenommen am 17. Mai 1984
auf dem SPD-Bundesparteitag in Essen
Foto: © picture alliance / dpa | Horst Ossinger
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professorin Daniela Haufe und Professor Detlef Fiedler, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 20.06.2022 07:10:00 Gelesen: 27114# 617 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Kinder malen eine Briefmarke“

Anfang September 2021 rief die Deutsche Post zu einem Briefmarken-Malwettbewerb mit dem Thema „Schutz des Planeten“ auf, der sich an Kinder bis einschließlich 13 Jahre richtete. Der Gedanke dahinter war, praktische Tipps zu erhalten, wie unsere Erde geschützt werden kann. Das auf einer Malvorlage gestaltete Bild musste bis zum 15. Oktober eingereicht und mit einer Kurzbeschreibung, wie die Idee entstanden ist und warum sie zum Schutz der Umwelt beiträgt, versehen werden. Mehr als 6.000 Kinder, von denen die jüngsten gerade einmal zwei Jahre alt waren, folgten dem Appell. In vielen Schulen und Kindergärten wurde die Teilnahme sogar in den Kunst- und Zeichenunterricht integriert. Aus allen Einsendungen wählte eine Jury die zehn schönsten Motive und gab diese für ein Online-Voting frei.

Ende November standen die Gewinner schließlich fest: Mit 14 Prozent der Stimmen errang das Bild „Bienenhotel/Tomaten/Basilikum-Motiv“ der 11-jährigen Alana aus Baden-Württemberg den 3. Platz. „Das soll Basilikum und Tomaten sein, dann kann man sie selbst anbauen und sich Spaghetti mit Tomatensauce machen. So spart man Geld und Plastik. Ist natürlich auch gut für die Bienen“, beschrieb die junge Künstlerin ihre Idee. Auf dem 2. Platz landete die ebenfalls 11-jährige Abril aus Niedersachsen. Ihr Bild „Weltkugel mit Blumenhintergrund“ erhielt 20 Prozent der Stimmen. „Ich dachte, dass wenn man die Welt in ‚Hände‘ schützen kann, wäre vielleicht die Welt besser dran. Die Bienen sind dabei die Blüten zu bestäuben“, ging ihr hierbei durch den Kopf.

Am überzeugendsten aber war das Blumenmotiv des erst 7-jährigen Niklas aus Bayern. Rund 25 Prozent der über 18.000 Umfrageteilnehmer stimmten für das farbenfrohe Bild. Den meisten gefiel die Atmosphäre der Zeichnung besonders gut. Kurz und knackig war auch der Begleittext: „Ich gehe in eine Umweltgruppe und wir säen und pflanzen Blumen für die Insekten.“ Das Siegermotiv erscheint nun als offizielles Postwertzeichen der Bundesrepublik Deutschland.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Blonder Junge an Blumenwiese mit Insekten
© Niklas Dax
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 27.06.2022 19:28:29 Gelesen: 25841# 618 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Briefperle“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Seit am 6. Mai 1840 in Großbritannien mit der One Penny Black die erste Briefmarke der Welt erschien, gehören die kleinen Papierstücke zu den begehrtesten Objekten der Sammelleidenschaft. Viele sind heute allein aufgrund ihres Alters überaus wertvoll. Vor allem aber Platten-, Druck-, Farb-, Gestaltungs- oder Schreibfehler verleihen alten wie neuen Briefmarken einen Seltenheitswert. Manchmal ist es auch einfach die Geschichte hinter der Marke oder dem ganzen Brief, die so faszinierend ist. Eines aber ist ihnen allen gemein: Sie sind die Perlen der Philatelie. Symbolisch dafür steht die „Briefperle“, das neue Postwertzeichen der Dauerserie „Welt der Briefe“.

Selbst Laien ein Begriff ist die Blaue Mauritius, die 1847 zusammen mit ihrer roten Schwester ausgegeben wurde und heute – ebenso wie diverse Briefumschläge – ein Vermögen wert ist. Die derzeit teuerste Einzelbriefmarke ist dagegen die British Guiana 1 Cent magenta, eine Notfallausgabe aus dem Jahr 1856, von der lediglich ein Exemplar bekannt ist. Auch die gelbe Tre Skilling Banco (1855) aus Schweden, die eigentlich blau-grün werden sollte, existiert wohl nur ein Mal. Immerhin vier Briefmarken sind vom Baden-Fehldruck 9 Kreuzer (1851) verzeichnet, der rosa hätte werden sollen, jedoch grün herauskam. Kein Farb-, sondern ein Druckfehler ist die berühmte US-amerikanische Inverted Jenny (1918), die ein auf dem Kopf stehendes Flugzeug zeigt. In Umlauf kamen zudem einige Exemplare der deutschen Audrey Hepburn-Marke, die 2001 vor der Ausgabe zurückgezogen wurde und seither zu den Raritäten zählt, die das Herz eines jeden Philatelisten höherschlagen lassen.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 32 Cent
Motiv: Muschel mit einer Perlen-Briefmarke
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 29.06.2022 07:10:00 Gelesen: 25746# 619 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Briefmühle“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Als wichtiger Kommunikationsträger ist es aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: das Papier. Wir benötigen es für Zeitungen, Bücher und Plakate, für Briefe, Postkarten und Umschläge, aber auch als Zahlungsmittel in Form von Banknoten und Postwertzeichen.

Wie Gemälde, für die es in der Regel ebenfalls Papier braucht, sind Briefmarken kleine Kunstwerke, die Gefühle und Eindrücke vermitteln, Geschichte erlebbar machen, besondere Menschen in Erinnerung rufen, Märchen erzählen, Kindheitserinnerungen wecken, große Momente aufleben lassen, Staunen hervorrufen und unser Allgemeinwissen gehörig aufbessern. Als fantasievoller Baustein der Papierherstellung wie auch philatelistisches Kunstwerk darf das neue Postwertzeichen „Briefmühle“ gelten.

Die Urform des heutigen Papiers stammt aus dem alten China. Im Jahr 105 dokumentierte der kaiserliche Hofbeamte Tsai Lun das Verfahren der Papierherstellung, das im Grunde bis heute gleich geblieben ist, erstmals schriftlich. Von hier aus wanderte das Wissen erst nach Korea und Japan, später in die arabische Welt und schließlich über Spanien nach Europa. In Italien wurde die Methode im 13. Jahrhundert durch Stampfwerke in mit Wasserkraft betriebenen Papiermühlen entscheidend verbessert und breitete sich über Europa aus.

Die erste deutsche derartige Mühle baute 1390 der Nürnberger Handelsherr Ulman Stromer. Und selbst nach all den Fortschritten hin zur modernen Großindustrie gibt es auch heute noch produzierende, jahrhundertealte Papiermühlen sowie das traditionelle Handwerk des Papierschöpfens. Vor allem Künstler schätzen das edle sogenannte Büttenpapier.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 37 Cent
Motiv: Windmühle, deren Flügel aus Briefen bestehen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 01.07.2022 07:20:00 Gelesen: 25621# 620 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Briefbaum“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt. Als wichtiger Kommunikationsträger ist es aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: das Papier. Wir benötigen es für Zeitungen, Bücher und Plakate, für Briefe, Postkarten und Umschläge, aber auch als Zahlungsmittel in Form von Banknoten und Postwertzeichen.

Wie Gemälde, für die es in der Regel ebenfalls Papier braucht, sind Briefmarken kleine Kunstwerke, die Gefühle und Eindrücke vermitteln, Geschichte erlebbar machen, besondere Menschen in Erinnerung rufen, Märchen erzählen, Kindheitserinnerungen wecken, große Momente aufleben lassen und unser Allgemeinwissen gehörig aufbessern. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Als fantasievoller Baustein der Papierherstellung wie auch philatelistisches Kunstwerk darf das neue Postwertzeichen „Briefbaum“ gelten.

Die Urform des heutigen Papiers stammt aus dem alten China, wo das Verfahren der Herstellung aus Pflanzenfasern im Jahr 105 erstmals schriftlich dokumentiert wurde. Nachdem es lange Zeit eine handwerkliche Tradition geblieben war, erfand der Franzose Nicholas-Louis Robert Ende des 18. Jahrhunderts die erste Papiermaschine. 1843 gelang dem deutschen Weber Friedrich Gottlob Keller die mechanische Zerfaserung von Holz zu Holzschliff – ein Meilenstein in der Papierherstellung. Den chemischen Aufschluss von Holz zu Zellstoff entdeckten 1851 der US-Amerikaner Hugh Burgess und der Engländer Charles Watt. Noch heute stellen Holzschliff und Zellulose die Hauptrohstoffe der großindustriellen Papierproduktion dar. Das traditionelle Handwerk des Papierschöpfens existiert dennoch – vor allem Künstler schätzen das edle sogenannte Büttenpapier.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 45 Cent
Motiv: Baum, der voller Briefe hängt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 04.07.2022 07:25:00 Gelesen: 25271# 621 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Ballonpost“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Die ersten Luftfahrzeuge, die den uralten Traum des Menschen, fliegen zu können, in einem gewissen Umfang ermöglichten, waren Heißluft- und Gasballone. Schon bald nach ihrer Erfindung wurden sie für die Überbringung von Nachrichten genutzt. Das wohl berühmteste Beispiel für Philatelisten in aller Welt ist die Pariser Ballonpost während des Deutsch-Französischen Krieges. Um trotz der Belagerung der französischen Hauptstadt militärische Depeschen und Briefe übermitteln zu können, hoben zwischen dem 23. September 1870 und dem 28. Januar 1871 fast siebzig unlenkbare, zumeist bemannte Gasballone ab. Weil eine Rückkehr unmöglich war, fuhren bald auch Brieftauben in Käfigen mit, die dann Botschaften nach Paris brachten. Heute gehören die Briefe und Taubentelegramme der Pariser Ballonpost zu begehrten und teuren Sammlerstücken, da nur wenige erhalten geblieben sind.

Auch heute noch können Nachrichten mithilfe von Ballonen versendet werden. Die unbemannte Variante ist mit Wasserstoff oder Helium befüllt. Sie wird mit einer Postkarte, der eigenen Adresse und der Bitte, ein Finder möge antworten, dem Wind übergeben. Spektakulärer ist jedoch immer noch die Beförderung von Postsendungen mit bemannten Heißluftballonen. Die Briefe und Postkarten werden frankiert, adressiert und nach der Ballonfahrt von der Post weitertransportiert. Im Rahmen einer Veranstaltung gefertigte Vordrucke werden nummeriert, erhalten Sonderstempel und die Daten der Ballonfahrt. Mit einem farbenfrohen Motiv erinnert das neue Postwertzeichen der Dauerserie „Welt der Briefe“ an diese außergewöhnliche Möglichkeit, Botschaften auszusenden.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 95 Cent
Motiv: Briefe, die an Ballons schweben
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 06.07.2022 07:30:00 Gelesen: 24811# 622 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie „Für die Jugend“
zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.
Thema: Amphibien – Bergmolch, Laubfrosch und Feuersalamander

Der Bergmolch (oder Alpenmolch) ist vor allem von Nordfrankreich über weite Teile Mitteleuropas bis nach Nordgriechenland und in die Karpaten verbreitet. In Deutschland sind die Tiere überwiegend im mittleren und südlichen Teil anzutreffen, nach Nordwesten hin werden sie seltener, im Nordosten fehlen sie ganz. Bergmolche weisen eine Größe von acht bis zwölf Zentimetern auf. Im Frühjahr entwickeln die Männchen eine auffallende Blaufärbung des Rückens und der Seiten, die sich nach der Paarungszeit zurückbildet. Die Weibchen legen während der Laichzeit bis zu 250 Eier, die sie an Wasserpflanzen oder an Falllaub befestigen. 2019 wurde der Bergmolch zum Lurch des Jahres gewählt.

Der Laubfrosch gehört zu den bekanntesten heimischen Amphibien, mehrere Unterarten leben in weiten Teilen Europas. In Deutschland ist er fast überall verbreitet, gilt in einigen Gegenden jedoch als selten oder ausgestorben. Laubfrösche erreichen eine Größe von drei bis fünf Zentimetern und sind meist grasgrün gefärbt. Während der Paarungszeit legen die Weibchen bis zu 1000 Eier in Gewässern ab. Laubfrösche sind Kletterkünstler: An den Spitzen ihrer Zehen und Finger befinden sich Haftscheiben, mit denen die Tiere sogar an Fernstern hochklettern können. Auch die Lautstärke der Balzrufe von männlichen Laubfröschen, die knapp 90 Dezibel erreicht, ist beeindruckend.

Der Feuersalamander ist in mehreren Unterarten über weite Teile West-, Mittel-, Süd- und Südosteuropas verbreitet. Hierzulande sind die 14 bis 20 Zentimeter großen Tiere unter anderem im Westen, in mittleren und südwestlichen Landesteilen sowie im Erzgebirge und in Bayern anzutreffen. Ihre schwarze Haut zeigt auf der Körperoberseite ein auffälliges gelb-orangefarbenes Flecken- oder Streifenmuster. Die Weibchen setzen nach der Paarung keine Eier, sondern durchschnittlich 30 voll entwickelte, mit Kiemen ausgestattete Larven in Gewässern ab. Der Name „Feuersalamander“ rührt von dem Aberglauben her, dass die Tiere Feuer überleben können.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): Bergmolch 85+40 Cent Zuschlag / Laubfrosch 100+45 Cent Zuschlag / Feuersalamander 160+55 Cent Zuschlag
Motiv: Bergmolch (85+40 Cent): © Shutterstock / Ihor Hvozdetskyi / Laubfrosch (100+45 Cent): © Heike Lorbeer / Feuersalamander (160+55 Cent): © Stefan Schaub
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Annette Le Fort und Prof. André Heers, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 08.07.2022 07:12:00 Gelesen: 24228# 623 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „U-Bahn-Stationen“
Thema: „Heumarkt Köln“

Köln besaß schon vor dem Zweiten Weltkrieg ein dichtes Straßenbahnnetz, die Züge verkehrten jedoch ausschließlich oberirdisch. 1956 stimmte der Stadtrat dafür, ein unterirdisches Schienennetz bauen zu lassen, das die Innenstadt unterqueren sollte.

1968 wurde der erste, fast anderthalb Kilometer lange Streckenabschnitt eröffnet. Seitdem ist die Kölner Stadtbahn kontinuierlich ausgebaut und an sich wandelnde Mobilitätsbedürfnisse angepasst worden. Von Anfang an wurde das Verkehrskonzept nicht als reine U-Bahn geplant, sondern als streckenweise in den Untergrund verlegte Straßenbahn.

Die Haltestelle Heumarkt liegt an der Nord-Süd-Stadtbahn, die seit 2004 unter anderem deshalb gebaut wird, um die südlichen Stadtteile an die Kölner Innenstadt und den Hauptbahnhof anzubinden. Das innerstädtische Nahverkehrsdrehkreuz besteht aus einem ober- und einem unterirdischen Teil. Während oben Linien der Ost-West-Verbindung verkehren, fährt auf der untersten Ebene der vierstöckigen U-Bahn-Station die Linie 5 der Nord-Süd-Stadtbahn. Die unterirdische Haltestelle ist mit 78.100 Kubikmetern umbautem Raum die größte und zugleich auch die tiefste Kölner U-Bahn-Station. Sie wurde zwischen 2005 und 2013 errichtet und am 14. Dezember 2013 eröffnet. Neben der Größe der Station fällt auch ihre Form ins Auge: Über einem ovalen Grundriss öffnet sich eine weitläufige Kuppelhalle.

Der Bahnsteig der Nord-Süd-Ebene ist rund dreizehn Meter breit. Fahrtreppen und feste Treppen führen auf die Zwischenebene, die als Verteiler mit einem ebenfalls oval angelegten Verkaufspavillon genutzt wird, bis der Umbau zu einem Bahnhof für die zurzeit noch oberirdisch verkehrenden Verbindungen erfolgt. Weil ihre Architektur an ein Kirchenschiff erinnert, haben die Kölner der U-Bahn-Station Heumarkt den Beinamen „unterirdische Kathedrale“ gegeben. Erwähnenswert ist auch die Kunst-Installation „Ghosttrain“ des Österreichers Werner Reiterer, die jeden Abend einen unsichtbaren Geisterzug durch die Station fahren lässt.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Blick von den Rolltreppen auf die Zwischenebene
© Seelbach/KVB
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 11.07.2022 08:20:00 Gelesen: 23443# 624 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe“

Dem 1948 offiziell gegründeten Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der auch als Weltkirchenrat bezeichnet wird, gehören rund 350 orthodoxe, anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte sowie vereinigte und unabhängige Kirchen,
kirchliche Denominationen und kirchliche Gemeinschaften aus über 120 Ländern an, die insgesamt 580 Millionen Christinnen und Christen repräsentieren. Er definiert sich selbst als „eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen
Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zu Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Die Mitgliedschaft im ÖRK verpflichtet zu Offenheit und Solidarität gegenüber anderen Mitgliedskirchen und zum ökumenischen Austausch.

Das oberste Entscheidungsgremium des Ökumenischen Rates der Kirchen ist die Vollversammlung. Sie wird etwa alle acht Jahre einberufen und findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland statt: Unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 31. August bis zum 8. September in Karlsruhe über ökumenische, globale und gesellschaftsrelevante Themen wie Frieden und Gerechtigkeit, die Überwindung von Vorurteilen und Rassismus und den Klimawandel, beten und feiern gemeinsam Gottesdienste. Im Fokus stehen zudem die Bibelarbeit und der Austausch über biblische Texte.

Anlässlich der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen erscheint das vorliegende Sonderpostwertzeichen. Es spielt in seiner Gestaltung auf das Logo des Ökumenischen Rates der Kirchen an, das unter anderem ein stilisiertes Boot mit einem Mast in Kreuzform zeigt, das auf dem Weltmeer schwimmt. Auf der Briefmarke stehen die vielen Boote mit ihren unterschiedlichen Farben sinnbildlich für die Vielfalt der Christenheit und für die aus aller Welt stammenden Besucherinnen und Besucher der diesjährigen Vollversammlung.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 160 Cent
Motiv: Auf Wellen schwimmende Boote mit Schiffsmasten in Kreuzform
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Luzia Hein, Hamburg
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 28.07.2022 16:32:24 Gelesen: 18626# 625 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Schmetterlingsbrief“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Schmetterlinge gehören zu den wenigen Insekten, die wir als schön erachten. Prächtige Farben und faszinierende Muster kennzeichnen vor allem die Tagfalter. Bei vielen Arten dienen die Flügel neben dem Flugvermögen der Tarnung oder gar Abschreckung. Manche Flecken ähneln zum Beispiel den Augen von Raubtieren, um Fressfeinde abzuwehren. Andere signalisieren mit strahlenden Farben, sie seien ungenießbar oder gar giftig. Frei übersetzt könnte die Botschaft beider lauten: Achtung, ich bin gefährlich! Wieder andere Schmetterlinge verschmelzen lieber mit ihrer Umgebung.

Eine Schmetterlingsart aber leuchtet tatsächlich: Der afrikanische Schwalbenschwanz (Papilio nireus) verfügt über ein mehrschichtiges Biosystem, das sehr hohe Ausbeuten an Fluoreszenz erzielt und damit in den Bereich moderner Leuchtmittel kommt. Dessen Flügelschuppen sind nämlich von Pigmenten durchdrungene, zweidimensionale photonische Kristalle, die den tiefblauen Anteil des Sonnenlichts absorbieren und es als Fluoreszenz in intensivem Grün und Blau wieder aussenden. Darüber hinaus besitzen die Schmetterlinge eine natürliche Art von Reflektoren, die das Licht in eine bestimmte Richtung lenken und somit das Leuchten verstärken. Mithilfe dieses ausgeklügelten Mechanismus, der Licht und Farbe beeinflussen kann, sind die Tiere dazu in der Lage, mit den Artgenossen zu kommunizieren. Den Menschen helfen dagegen unter anderem Briefe und Postkarten dabei, sich untereinander zu verständigen, und so stellt das neue Postwertzeichen „Schmetterlingsbrief“ eine schön anzusehende und zugleich nützliche Erweiterung der Dauerserie „Welt der Briefe“ dar.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 50 Cent
Motiv: Schmetterlinge, die in Formation eines Briefes fliegen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 30.07.2022 07:50:00 Gelesen: 18030# 626 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Leuchtmarke“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Fluoreszenz ist eine Form des kalten Leuchtens, die durch Bestrahlung mit Licht entsteht und sofort wieder abklingt, sobald die Lichtquelle verschwunden ist. Der Mensch nutzt diesen Effekt in den verschiedensten Bereichen, etwa zum optischen Aufhellen von Briefmarken, um einem Gelbstich entgegenzuwirken. Doch nicht nur das: Bereits in den 1950er-Jahren wurden Versuche angestellt, fluoreszierende Stoffe auf oder in das Briefmarkenpapier zu bringen. Dies sollte Fälschungen erschweren, vor allem aber die Arbeitsabläufe optimieren. Mithilfe der Briefmarken, die unter UV-Licht aufleuchten, können nämlich die wahllos in Stempelmaschinen eingegebenen Postsendungen automatisch richtig positioniert und gestempelt werden.

Die ersten deutschen fluoreszierenden Briefmarken gehörten zu der Dauermarkenserie der Bundespost mit dem Porträt des Bundespräsidenten Theodor Heuss. Nachdem die ersten Marken der Serie 1954 noch ohne Fluoreszenz erschienen waren, wurden 1960 im Großraum Darmstadt, wo das Posttechnische Zentralamt der Deutschen Bundespost seinen Sitz hatte, einige der Werte erstmals auf fluoreszierendem Papier ausgegeben. Diese acht Briefmarken sind unter Sammlern als „Heuss lumogen“ bekannt, benannt nach dem verwendeten Farbstoff. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte gab es jedoch immer wieder Modifikationen, sodass geneigte Sammler heute auf die spannende Suche nach leuchtenden, nicht leuchtenden und sehr unterschiedlich weiß, gelb bis grün leuchtenden Briefmarken gehen können. Fantasievoll umgesetzt wurde diese Thematik mit dem neuen Postwertzeichen „Leuchtmarke“ der Dauerserie „Welt der Briefe“.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 370 Cent
Motiv: Eine Briefmarke, die den Raum erleuchtet
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 01.08.2022 08:00:00 Gelesen: 17619# 627 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Sehenswürdigkeiten in Deutschland“
Thema: „Schloss Neuschwanstein“

Die neue Sonderpostwertzeichen-Serie „Sehenswürdigkeiten in Deutschland“ knüpft an eine beinahe zwei Jahrzehnte zurückliegende Tradition an. Langjährige Sammler und Briefmarkenfreunde erinnern sich vermutlich an die Dauermarkenserie „Sehenswürdigkeiten“, die von November 1987 bis Februar 2004 herausgegeben wurde. Ähnlich wie damals werden mit der neuen Serie künftig besondere, sehenswerte Orte und Landschaften, Regionen und Bauwerke in Deutschland vorgestellt. Den Auftakt bildet die Briefmarke „Schloss Neuschwanstein“.

Das „Märchenschloss“ Neuschwanstein wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Auftrag von König Ludwig II. von Bayern (reg. 1864–1886) auf einem Felsrücken in der Nähe von Füssen errichtet. Am Bau der „Neuen Burg Hohenschwangau“ – denn so nannte König Ludwig II. die Anlage, die Bezeichnung „Schloss Neuschwanstein“ bürgerte sich erst nach seinem Tod ein – wirkten neben hunderten Arbeitern auch Architekten und Kunsthandwerker, Bühnenbildner und Theatermaler mit. Außen dem Vorbild einer mittelalterlichen Ritterburg nachempfunden, fehlte es im Innern des Schlosses, das keinen Repräsentationszwecken, sondern als privater Rückzugsort dienen sollte, nicht an Modernität und Komfort.

In der Gestaltung und der Einrichtung des Schlosses schlugen sich unterschiedliche Einflüsse nieder. Doch es waren vor allem die Sagen des Mittelalters sowie die Opern des Komponisten Richard Wagner, die Ludwig II. inspirierten. So finden sich auf den unzähligen Wandbildern die Könige und Ritter, Liebespaare, Dichter und Sänger der nordischen und deutschen Sagenwelt. Ein weiteres zentrales Symbol ist der Schwan – einerseits das Wappentier der Grafen von Schwangau, in deren Nachfolge sich Ludwig II. sah, und andererseits das christliche Symbol der Reinheit, nach dem der König strebte. Einige Wochen nach seinem Tod im Jahr 1886 wurde das Schloss Neuschwanstein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute zählt es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Schloss Neuschwanstein aus der Vogelperspektive
© Wirestock – stock.adobe.com
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 03.08.2022 07:12:00 Gelesen: 17094# 628 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Helden der Kindheit“
Thema: „Die Schlümpfe“

Die Schlümpfe gibt es schon seit beinahe 65 Jahren. Die kleinen blauen Wesen mit den weißen Hosen und Mützen stammen aus der Feder des belgischen Comiczeichners Peyo (Pierre Culliford, 1928–1992) und hatten ihren ersten Auftritt am 23. Oktober 1958 in der Comicreihe „Johann und Pfiffikus“. Die Schlümpfe, zunächst als Nebenfiguren angelegt, wurden schnell so populär, dass sie ab 1959 unter dem Titel „Les Schtroumpfs“ regelmäßig eigene Abenteuer erlebten. Internationale Bekanntheit erlangten sie durch die Zeichentrickserie, die ab 1983 auch im bundesdeutschen Fernsehen mitverfolgt werden konnte.

Die Schlümpfe wohnen in ihrem Dorf Schlumpfhausen, das im Verwunschenen Land liegt. Sie sind fleißige, liebenswerte Geschöpfe, die häufig das Wort „schlumpfen“ verwenden und sich vor allem von ihrer Lieblingspflanze Sarsaparille ernähren. Jeder Schlumpf ist nach seiner Aufgabe bzw. seinem Beruf oder nach einer hervorstechenden Eigenschaft benannt. So gibt es neben Handy, dem Handwerker und Erfinder, auch Poeti, den Dichterschlumpf, und Hefty, den stärksten aller Schlümpfe. Auch Schlumpfine, lange Zeit der einzige weibliche Schlumpf, und natürlich Papa Schlumpf mit seinem weißen Bart und seiner roten Kleidung zählen zur Schlumpfgemeinschaft. Die friedfertigen Schlümpfe müssen sich immer wieder gegen Bösewichte wie den Zauberer Gargamel und seine Katze Azrael zur Wehr setzen.

Die „Schlümpfe“-Comicserie kam Ende der 1960er-Jahre nach Deutschland und war auch hier auf Anhieb überaus beliebt. 1975 konnten die Abenteuer der Schlümpfe erstmals im Kino miterlebt werden, seit 2011 erschienen mehrere Filme in 3-D-Optik. Seit Kurzem wird eine neue, internationale Ko-Produktion der Fernsehserie „Die Schlümpfe“ ausgestrahlt. Die Figuren erfreuen sich großer Popularität, die Comics und Serien wurden inzwischen in mehr als 25 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für ihre Musik erhielten die Schlümpfe schon über 50 Goldene und mehr als 70 Platin-Schallplatten.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Papa Schlumpf mit musizierenden Schlümpfen
© Peyo -2022- Lic. I.M.P.S. (Brussels)
http://www.smurf.com
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 06.08.2022 08:20:00 Gelesen: 16159# 629 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Helden der Kindheit“
Thema: „Pumuckl“

Pumuckl wurde Anfang der 1960er-Jahre von der Hörspiel- und Kinderbuchautorin Elisabeth „Ellis“ Kaut (1920–2015) geschaffen. Der Name der Titelfigur war der Einfall ihres Mannes: Als seine Frau während eines Winterspaziergangs Schnee auf ihn herabfallen ließ, lachte er: „Du bist ein richtiger Pumuckl!“ Daran erinnerte sich Ellis Kaut, als sie die Hörspielserie um den lustigen, gleichermaßen frechen wie liebenswerten Kobold kreierte. Die Serie war so beliebt, dass die Hörspiele auf Schallplatten und Hörspielkassetten sowie in Büchern veröffentlicht wurden. Die Illustrationen steuerte die Malerin Barbara von Johnson bei, der Schauspieler Hans Clarin lieh dem Kobold seine Stimme. Ab Beginn der 1980er-Jahre entstand die TV-Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“ mit Gustl Bayrhammer als Meister Eder.

Pumuckl ist ein kleiner, von den Klabautermännern abstammender Kobold, der zunächst unsichtbar in der Werkstatt des Schreinermeisters Eder lebt und dort für allerhand Unerklärliches sorgt. Eines Tages klebt er an einem Leimtopf fest, wird dadurch für Meister Eder sichtbar und muss, „altes Koboldgesetz“, fortan bei ihm bleiben. Nachdem Meiser Eder sich davon überzeugt hat, dass das kleine Wesen mit den leuchtend roten Haaren, dem gelben Pullover und der grünen Hose wirklich vor ihm steht, freunden sich die beiden schnell miteinander an. Pumuckl, der für sein Leben gern dichtet und reimt, treibt auch weiterhin eine Menge Unfug, ist dabei jedoch ein herzensguter Kerl.

Die TV-Serien „Meister Eder und sein Pumuckl“ und „Pumuckls Abenteuer“ aus den 1980er-und 1990er-Jahren zählten zu den beliebtesten Kinderserien Deutschlands. Daneben entstanden mehrere Kinofilme. Seit März 2022 wird unter dem Titel „Neue Geschichten von Pumuckl“ wieder eine TV-Serie um den beliebten Rotschopf produziert, die inhaltlich an die Ursprünge seiner Fernsehauftritte anknüpft. Damit macht Pumuckl, pünktlich zu seinem 60. Geburtstag, sich und seinem Publikum das allerschönste Geschenk.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Pumuckl auf seinem Holzpferd in Meister Eders Werkstatt
© Ellis Kaut, Barbara von Johnson, Infafilm GmbH Manfred Korytowski
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 26.08.2022 14:22:29 Gelesen: 11381# 630 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Tag der Briefmarke“
Thema: „Schätze der Philatelie – Baden Fehldruck“

Seit der Einführung von Briefmarken im Jahr 1840 in Großbritannien haben fehlerhafte Exemplare ein außerordentliches Interesse geweckt – wenige solcher Abarten erzielen sogar Millionenbeträge. Die erste Briefmarke Deutschlands, die das geschafft hat, ist der weltberühmte Baden Fehldruck, der 2019 für 1,26 Millionen Euro versteigert wurde. In diesem Jahr ziert er zudem das neueste Motiv der Sonderpostwertzeichen-Serie „Tag der Briefmarke“. Um auf die vermeintliche Entstehungsgeschichte dieser philatelistischen Besonderheit aufmerksam zu machen, steht die Abbildung allerdings auf dem Kopf.

Am 1. Mai 1851 gab das Großherzogtum Baden die ersten eigenen Freimarken aus. Bei deren Produktion unterlief jedoch ein Fehler, denn für eine Teilauflage der Marken zu neun Kreuzern, die eigentlich rosa werden sollten, wurde blaugrünes Papier verwendet, das für die 6-Kreuzer-Marke vorgesehen war. Höchstwahrscheinlich hatte der Drucker die Ziffer verkehrt herum gelesen und daher das falsche Papier benutzt. Doch der Fehldruck blieb unbemerkt und ging in den Verkauf.

Erst 43 Jahre später sorgte er für große Augen, als 1894 im Berliner Philatelisten-Klub ein kleinformatiger Faltbrief vorgelegt wurde, der mit einer blaugrünen 9-Kreuzer-Marke versehen war. Entdeckt hatte ihn der Sohn des badischen Diplomaten Hans Freiherr von Türckheim, an den der Brief einst adressiert gewesen war. 2019 ersteigerte ein anonymer Sammler das fast tadellose Exemplar bei einer sensationellen Auktion in Wiesbaden. Auch ein zweiter Brief, der den blaugrünen Fehldruck trägt, war an Hans Freiherr von Türckheim in Karlsruhe adressiert und gehört seit mehr als einhundert Jahren dem Museum für Kommunikation in Berlin, dem ehemaligen Reichspostmuseum. Das dritte als Fehldruck bestätigte Exemplar ist Teil eines Briefstücks und heute ebenfalls in Privatbesitz. Sammler auf der ganzen Welt wagen zu hoffen, einmal selbst auf eine solche Rarität zu stoßen. Wer weiß schon, welche weiteren Schätze der Philatelie so mancher Dachboden bereithält?





Ausgabetag: 06.10.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Abbildung der historischen Briefmarke mit historischer Stempelung
Original Baden Fehldruck versteigert bei Heinrich Köhler, Sammlung ERIVAN
am 8. Juni 2019 © Heinrich Köhler GmbH & Co. KG
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Ruven Wiegert, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 29.08.2022 07:15:00 Gelesen: 10513# 631 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Superhelden“
Thema: „Black Panther“

Im Mai 1968 stößt ein bedeutsamer Charakter zum Team der MARVEL Superhelden hinzu: Black Panther. Geboren als T’Challa ist er zu Beginn in erster Linie der Sohn von König T’Chaka, der über das technologisch weit fortgeschrittene afrikanische Land Wakanda herrscht. Das daher größtenteils vom Rest der Welt abgeschirmte Volk Wakandas verehrt den Black Panther Krieger. Nachdem sich T’Challa als würdig erwiesen hat, setzt er sich als jener fortan für die Verteidigung seiner Heimat sowie auch der ganzen Erde ein. Nun ziert Black Panther als zweites Motiv die Sonderpostwertzeichen-Serie „Superhelden“.

Seit mittlerweile über 50 Jahren ist Black Panther ein integraler Bestandteil des MARVEL Universums. Zum ersten Mal vorgestellt in der 1966 erschienenen Ausgabe „Fantastic Four #52“, erschaffen Stan Lee und Jack Kirby mit ihm den ersten schwarzen Superhelden, der später in die Reihen der Avengers, der „Mächtigsten Helden der Welt“, aufgenommen wird. Während seines Kampfes für Gerechtigkeit ist T’Challa gewappnet durch seinen strategischen Verstand, seinen angeborenen Intellekt, aber auch durch den mit Vibranium ausgestatteten Black Panther Anzug. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt: Ab 09. November 2022 läuft der MARVEL STUDIOS Blockbuster BLACK PANTHER: WAKANDA FOREVER exklusiv in den Kinos.

Darin kämpfen Königin Ramonda (Angela Bassett), Shuri (Letitia Wright), M’Baku (Winston Duke), Okoye (Danai Gurira) und die Dora Milaje (u. a. Florence Kasumba) nach dem Tod von König T’Challa darum, ihre Nation vor intervenierenden Weltmächten zu schützen. Während die Wakandaner sich bemühen, ihr nächstes Kapitel aufzuschlagen, müssen sich die Helden mit Hilfe von Elitekriegerin Nakia (Lupita Nyong’o) und Everett Ross (Martin Freeman) zusammenschließen und einen neuen Weg für das Königreich Wakanda einschlagen. Neben Tenoch Huerta als Namor, dem König einer verborgenen Unterwassernation, sind außerdem Dominique Thorne, Michaela Coel, Mabel Cadena und Alex Livanalli zu sehen.

Text und Quelle: Dorling Kindersley (2018). Beatty, S., Cowsill, A., Dougall, A. & Scott, M.: MARVEL Avengers: Die größten Superhelden aller Zeiten. München.





Ausgabetag: 06.10.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Black Panther in Aktion
© 2022 MARVEL
am 8. Juni 2019 © Heinrich Köhler GmbH & Co. KG
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 31.08.2022 08:10:00 Gelesen: 9830# 632 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Zeitreise Deutschland“
Thema: „Köln“

Mit einem vergleichenden Damals-und-Heute-Blick auf den weltberühmten Kölner Dom und die in seiner unmittelbaren Umgebung über den Rhein gespannte Hohenzollernbrücke beginnt die neue Sonderpostwertzeichen-Serie „Zeitreise Deutschland“. Die Briefmarken dieser Serie animieren zu einer visuellen Reise in die Vergangenheit und führen jeweils anhand einer älteren und einer neueren Abbildung des gleichen Motivs vor Augen, wie sich sowohl Bauwerke und Plätze als auch das tägliche Leben in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland verändert haben.

Der im Zentrum der rheinischen Metropole gelegene Kölner Dom wird häufig als vollkommene gotische Kathedrale bezeichnet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 15. August 1248 durch Erzbischof Konrad von Hochstaden. Weil der Dom alle bisherigen Sakralbauten in den Schatten stellen sollte, arbeitete man über Jahrhunderte hinweg an den Grenzen dessen, was technisch möglich war. 1880 konnte die Kathedrale schließlich vollendet werden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ragte sie scheinbar unversehrt aus der vollkommen zerstörten Kölner Innenstadt in den Himmel empor. Dieses „Wunder“ wurde zum Symbol für den (Über-) Lebenswillen der Stadt. Heute erstrahlt der Kölner Dom nicht nur bei Anbruch der Dunkelheit in schönstem Licht und bestimmt mit seinen beiden weithin sichtbaren Türmen die Silhouette der Stadt.

Die nach dem deutschen Adels- und Herrschergeschlecht benannte Hohenzollernbrücke, die am Fuße des Doms den Rhein überquert, wurde zwischen 1907 und 1911 errichtet. Sie war die einzige Brücke Kölns, die während des zweiten Weltkrieges nicht der Zerstörung durch Bomben anheimfiel. Die auf der Fotografie aus dem Jahr 1947 zu sehende Beschädigung war das Werk der Wehrmacht, mit dem es den Truppen der Alliierten so schwer wie möglich gemacht werden sollte, den Rhein zu überschreiten. Heute ist die Hohenzollernbrücke auch wegen des modernen romantischen Brauchs, sogenannte „Liebesschlösser“ an ihr zu befestigen, überregional bekannt.





Ausgabetag: 06.10.2022
Wert (in Euro Cent): 70 Cent
Motiv: Dom und Hohenzollernbrücke in den Jahren 2015 und 1947
Farbfotografie: © r.classen/shutterstock.com
Schwarz-Weiß-Fotografie: Walter Dick-Archiv Köln © http://www.werkladen.de
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 03.09.2022 07:30:00 Gelesen: 8996# 633 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Postcrossing“

Das Postcrossing wurde im Juli 2005 in Portugal von Paulo Magalhães ins Leben gerufen. Nutzer:innen, die sich auf der Online-Plattform „Postcrossing.com“ registriert haben, können Postkarten an zufällig ausgewählte andere Mitglieder der Postcrossing-Gemeinschaft verschicken und selbst Postkarten aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt empfangen. Der Reiz liegt, neben den Kontakten zu Menschen aus aller Herren Länder, im Überraschungsmoment beim Öffnen des Briefkastens, denn die Postcrosser:innen wissen nicht, von wo und von wem sie Nachrichten erhalten werden.

Das Postcrossing besteht aus dem Dreiklang Schreiben – Versenden – Empfangen. Nach der Anmeldung erhält man zunächst fünf zufällig ausgewählte Adressen von anderen Mitgliedern und kann mit dem Schreiben der ersten Postkarten beginnen. Die Absender: innen haben die Möglichkeit, Informationen über die jeweiligen Empfänger:innen einzusehen, sodass sich beim Verfassen der Grußtexte darauf eingehen lässt. Zudem werden Postkarten-IDs vergeben, welche die Absender:innen auf den Postkarten notieren. Nach der ausreichenden Frankierung sollen sich die Karten baldmöglichst auf den Weg machen.

Sobald die Empfänger:innen die Karten erhalten und dies im Postcrossing-Portal vermerkt haben, beginnt die Vorfreude auf Postkarten von anderen Postcrosser:innen, die irgendwo auf der Welt leben. Denn für jede zugestellte Karte erhalten die Absender:innen einen Kartengruß von einem anderen Mitglied der Gemeinschaft. Inzwischen haben sich mehr als 800.000 Nutzer:innen aus über 200 Ländern und Territorien registriert. Seit dem Start wurden mehr als 67 Millionen Postkarten verschickt. Einige von ihnen haben grenzüberschreitende Freundschaften begründet, fast alle mehren das Wissen über unbekannte Orte und fremde Gepflogenheiten. Es scheint daher nicht übertrieben, das Postcrossing als Völkerverständigung im Kleinen zu beschreiben. Und was könnte in diesen Zeiten wichtiger sein? Happy Postcrossing!





Ausgabetag: 06.10.2022
Wert (in Euro Cent): 95 Cent
Motiv: Illustration Postkarten schreiben – versenden – empfangen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Greta Gröttrup, Hamburg
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 06.09.2022 07:15:00 Gelesen: 8279# 634 @  
Philatelieblock
Serie: „Tag der Briefmarke“
Thema: „Schätze der Philatelie – Baden Fehldruck“

Seit jeher wecken fehlerhafte Briefmarken ein besonderes Interesse – wenige solcher Abarten erzielen sogar Millionenbeträge. Die erste Briefmarke Deutschlands, die das geschafft hat, ist der weltberühmte Baden Fehldruck, der 2019 für 1,26 Millionen Euro versteigert wurde. In diesem Jahr ziert er zudem das neueste Motiv der Sonderpostwertzeichen-Serie „Tag der Briefmarke“. Um auf seine vermeintliche Entstehungsgeschichte aufmerksam zu machen, steht die Abbildung allerdings auf dem Kopf.

Am 1. Mai 1851 gab das Großherzogtum Baden die ersten eigenen Freimarken aus. Bei deren Produktion unterlief jedoch ein Fehler, denn für eine Teilauflage der Marken zu neun Kreuzern, die eigentlich rosa werden sollten, wurde blaugrünes Papier verwendet, das für die 6-Kreuzer-Marke vorgesehen war.

Höchstwahrscheinlich hatte der Drucker die Ziffer verkehrt herum gelesen. Doch der Fehldruck blieb unbemerkt und ging in den Verkauf. Drei gestempelte Exemplare sind heute als echt bestätigt. Aber wer weiß schon, welche weiteren solcher Schätze der Philatelie so mancher Dachboden bereithält?





Ausgabetag: 06.10.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Abbildung der regulären 9-Kreuzer-Freimarke
neben dem Fehldruck sowie Erläuterungen
Original Baden Fehldruck versteigert bei Heinrich Köhler, Sammlung ERIVAN
am 8. Juni 2019 © Heinrich Köhler GmbH & Co. KG
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Ruven Wiegert, Berlin / Bettina Walter, Bonn (Philatelieblock)
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm (PWZ) / 70,00 x 100,00 (Philatelieblock
 
Brigitte Am: 21.09.2022 09:47:44 Gelesen: 3613# 635 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Flaschenpost“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Kaum eine Versandart birgt so viele Emotionen und Fantasien wie die Flaschenpost: Sofort schürt sie die Gedanken an Abenteuer und Not. Enthält sie etwa den Hilferuf eines Schiffbrüchigen, der auf einer einsamen Insel gestrandet ist? Oder befindet sich darin eine Schatzkarte, die zu unermesslichen Reichtümern führt? Dass die Flaschenpost unsere Vorstellungskraft beflügelt, wird auch in den zahlreichen künstlerischen Verarbeitungen dieses Themas ersichtlich, sei es in der Musik, im Film oder in der Malerei, insbesondere aber in der Literatur. Schon Edgar Allan Poe, der Meister der Schauergeschichten, verwendete die Flaschenpost in der Kurzgeschichte „MS. Found in a Bottle“ (1833) als tragendes Handlungs- und Stilelement. Selbst als Motiv der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ weckt sie dieses ureigene Gefühl von Ungewissheit und Spannung.

Ein Versand- und Kommunikationsmittel war die Flaschenpost tatsächlich – und sie ist es noch heute. Während es früher üblich war, einen solchen Fund bei den lokalen Behörden abzugeben, fischt man dieser Tage Urlaubsgrüße oder Angebote für Brieffreundschaften aus dem Wasser beziehungsweise Sand. Darüber hinaus dient die Flaschenpost auch wissenschaftlichen Zwecken. Ein globales Experiment zur Strömungsforschung rief einst Georg Ritter Balthasar von Neumayer, der erste Leiter der Deutschen Seewarte in Hamburg, ins Leben.

Diesem verdanken wir heute sogar zwei Rekorde: die älteste Flaschenpost aus dem Jahr 1864, die drei Jahre später entdeckt wurde, sowie die am längsten gereiste, die 1886 über Bord ging, aber erst 2018 gefunden wurde.





Ausgabetag: 02.11.2022
Wert (in Euro Cent): 10 Cent
Motiv: Seepferdchen mit Nachricht in einer Flasche
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 23.09.2022 07:20:00 Gelesen: 2879# 636 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Weihnachten“
Thema: „Die Botschaft des Engels: Ich verkündige euch eine große Freude.“

Wie schon im letzten Jahr steht auch auf der diesjährigen Ausgabe der Sonderpostwertzeichen-Serie „Weihnachten“ die Verkündigung an die Hirten, eines der zentralen Ereignisse im Lukas-Evangelium des Neuen Testaments, im Mittelpunkt. In der sogenannten Weihnachtsgeschichte wird die Geburt des Heilands begleitet von der Erscheinung eines Engels, der zu in der Nähe lagernden Hirten spricht und mit den Worten „Ich verkündige euch eine große Freude“ die Botschaft Gottes überbringt, dass er nun den Menschen nahe kommt und den ersehnten Frieden bringt.

Das Motiv der Weihnachtsbriefmarke ist ein Ausschnitt aus dem Gemälde „Verkündigung an die Hirten“ (Öl auf Holz, 54 x 69 cm, vor 1450) des italienischen Künstlers Ansano di Pietro Mencio (1406–1481), der als Sano di Pietro bekannt wurde und dem Quattrocento, also der italienischen Frührenaissance, sowie der Schule von Siena angehörte, die sich vor allem durch harmonische, leuchtende Farben auszeichnete. Daneben war das Detailreichtum – elegant drapierte Kleider, gemusterte Stoffe oder aufwendig gestaltete Ausschnitte – außerordentlich. Insbesondere im Umgang mit Farben stach Sano di Pietro in der Schule von Siena meisterlich heraus.

Mit nur wenigen, sich ergänzenden intensiven Farben gelangen ihm beeindruckende Bildkompositionen. Auch das Gemälde „Verkündigung an die Hirten“, das in der Pinacoteca Nazionale in Siena ausgestellt wird, zeugt von dieser Fähigkeit.

In der überschaubaren Anzahl von eher gedeckten Farben scheint der Engel im Zentrum des Bildes regelrecht zu strahlen, ebenso der ornamentierte Heiligenschein. Neben dem schlichten Gewand in warmem Orange imponieren die feingliedrigen, verzierten Flügel umso mehr. Während die rechte Hand nach unten zeigt und damit auf das menschliche Kind, weist der Olivenzweig in der linken den Engel als Boten des Friedens und des Lebens aus. Auch vor dem hellen Hintergrund der Briefmarke zieht er immer noch die ganze Aufmerksamkeit auf sich und wirkt wie losgelöst von Raum und Zeit.





Ausgabetag: 02.11.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent + 40 Cent Zuschlag
Motiv: Ausschnitt aus dem Gemälde „Verkündigung an die Hirten“
des Malers Sano di Pietro oder Ansano di Pietro di Mencio (1406–1481),
entstanden vermutlich vor 1450
Bildvorlage: © akg-images GmbH / Rabatti & Domingie
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professorin Annette le Fort und Professor André Heers, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 26.09.2022 08:10:00 Gelesen: 1748# 637 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutsche Fernsehlegenden“
Thema: „Rockpalast“

„German Television proudly presents ...“ So begann die deutsche Fernsehsendung Rockpalast, die sich in den späten 1970er- und in den 1980er-Jahren den Ruf eines Kultprogramms für Rockfans auf der ganzen Welt erworben hat. Die legendären Rockpalast-Nächte wurden von 1977 bis 1986 live aus der Essener Grugahalle im TV und gleichzeitig im Radio übertragen. Und das nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in vielen anderen europäischen Ländern. Bekannte Bands gaben sich beim Rockpalast die Klinke in die Hand und Karrieren vieler Musiker, die später zu den Urgesteinen der Rockmusik gehörten, nahmen hier ihren Anfang.

Während Christian Wagner als Regisseur und Peter Rüchel als Redakteur im Hintergrund arbeiteten, waren die Moderatoren Albrecht Metzger, der den berühmt-berüchtigten Einleitungssatz prägte, welcher ihm mal mehr und mal weniger akzentfrei über die Lippen kam, und der britische Musikjournalist Alan Bangs, der Interviews mit englischsprachigen Musikern führte, die populären Gesichter des Rockpalasts. Von 1981 bis 1985 organisierte das Team auch Open-Air-Festivals, die ins Rheintal auf die Loreley einluden. Als sich die Musik- und Medienlandschaft in den 1980er-Jahren durch das Aufkommen privater Rundfunkanbieter und später mit den Angeboten im World Wide Web grundlegend veränderte, musste sich der Rockpalast an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Vor diese Herausforderung sieht sich Peter Sommer, der 2003 Peter Rüchel ablöste, bis heute gestellt. So wurde im Laufe der Jahrzehnte die Bandbreite der Musik, die im Rockpalast gezeigt wird, stetig erweitert und das Interview-Format „Rockpalast Backstage“ eingerichtet. Mit dem 2003 etablierten Crossroads-Festival, das zweimal jährlich in der Harmonie Bonn stattfindet, kommt die Sendung ihren Ursprüngen und ihrem Anspruch, die Atmosphäre eines Live-Konzerts zu den Zuschauern zu transportieren, so nah wie möglich. Der Rockpalast ist die am längsten existierende Musiksendung im deutschen Fernsehen.





Ausgabetag: 02.11.2022
Wert (in Euro Cent): 160 Cent
Motiv: Live-Konzertstimmung
Konzertfoto: © dwphotos/shutterstock.com
TV-Testbild: © xiver/shutterstock.com
Rockpalast-Logo: © WDR, WDR mediagroup GmbH
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 28.09.2022 07:15:00 Gelesen: 1099# 638 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „125 Jahre Deutscher Caritasverband“

Der Deutsche Caritasverband wurde am 9. November 1897 von sozial engagierten Bürgern als „Charitasverband für das katholische Deutschland“ in Köln gegründet. Damals wie heute bestand das Ziel des Verbandes darin, Not leidende Menschen zu unterstützen und verschiedene Hilfsangebote zu koordinieren, um in Deutschland eine flächendeckende katholisch-caritative Sozialarbeit gewährleisten zu können. 1916 erkannte die Deutsche Bischofskonferenz den Charitasverband als offiziellen Sozialdienst der katholischen Kirche an. 1921 erfolgte die Umbenennung in „Deutscher Caritasverband“.

Im gleichen Jahr kam es zur ersten internationalen Hilfsleistung: Um der dortigen Hungerkatastrophe zu begegnen, wurden Lebensmittel und Kleidung nach Sowjetrussland geliefert. Daraus entwickelte sich Caritas international, das von der Deutschen Bischofskonferenz beauftragte Hilfswerk für Not- und Katastrophenhilfe, das seit den 1950er-Jahren weltweit Wiederaufbauhilfe nach Naturkatastrophen leistet, in Krisen- und Kriegsgebieten anwesend ist und soziale Projekte fördert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vermittelte der Deutsche Caritasverband vor allem aus dem Ausland stammende Spenden an die Bevölkerung, sorgte für Flüchtlinge und Heimatlose und half bei der Zusammenführung von Familien.

Zeitgleich wurden ehemalige Einrichtungen wiedereröffnet, neue soziale Dienste aufgebaut und allmählich ein dichtes Netz von Ausbildungsstätten für soziale Berufe etabliert. Die rund 6200 rechtlich eigenständigen Träger, die in Deutschland rund 25.000 Einrichtungen und Dienste betreiben und unter dem Dach des Deutschen Caritasverbandes e. V. zusammengeschlossen sind, helfen nicht nur in Not geratenen oder Hilfe suchenden Menschen. Eine weitere zentrale Aufgabe des Caritasverbandes besteht in seiner Eigenschaft als größter Wohlfahrtsverband Deutschlands darin, die Sozialgesetzgebung mitzugestalten und sich für gesellschaftlich Benachteiligte einzusetzen und ihre Rechte zu stärken.





Ausgabetag: 02.11.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Botschaft des Briefmarkenthemas vor dem Logo des Verbands
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professorin Annette le Fort und Professor André Heers, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 30.09.2022 07:15:00 Gelesen: 515# 639 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Diversität – Vielfalt in Deutschland“

Das Wort „Diversität“ stammt aus dem Lateinischen (diversitas) und lässt sich unter anderem mit „Verschiedenheit“ übersetzen. Es bezieht sich auf die individuellen Unterschiede und mannigfaltigen Gruppenzugehörigkeiten der Menschen. Von zentraler Bedeutung sind dabei die ethnische Herkunft und die Nationalität, die Religion beziehungsweise die Weltanschauung, das Alter oder die Generation, körperliche sowie geistige Fähigkeiten und Behinderungen, das Geschlecht, die sexuelle Identität und die sexuelle Orientierung. Je nach Zusammenhang können noch weitere Faktoren wie der soziale Status, der Familienstand oder der Beruf hinzukommen.

Die deutsche Gesellschaft ist heute nicht nur inhomogener als je zuvor, es hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch ein immer stärkeres Bewusstsein für die Diversität entwickelt. Dabei ist die Wahrnehmung durchaus unterschiedlich: Während die einen die Vielfältigkeit der Gesellschaft und die Unterschiede zwischen den Menschen, ihrer Herkunft, Ansichten und Lebensformen als Vorteil und Chance empfinden, sehen andere darin vor allem Herausforderungen oder gar eine Bedrohung. Und in der Tat: In einer von zunehmender Diversität gekennzeichneten Gesellschaft braucht es für das friedliche Miteinander von allen Beteiligten Interesse und Offenheit, Toleranz und Solidarität, Dialogbereitschaft und Lernfähigkeit.

Diversität ist ein facettenreiches und vielschichtiges Thema. Im Alltag bedeutet es vor allem Antidiskriminierung, Chancengleichheit und Gleichberechtigung sowie das vorurteilsfreie und wertschätzende Zusammenleben ungeachtet ethnischer, religiöser, sexueller und sonstiger Unterschiede. Dies kann zu einem Schlüssel für den Zusammenhalt der Gesellschaft auch in schwierigen Zeiten werden. Dass die Verschiedenheit der Menschen weniger ein Problem, sondern eine Bereicherung darstellt, drückt auch das Sonderpostwertzeichen „Diversität – Vielfalt in Deutschland“ mit den zahlreichen Formen und farbenfrohen Symbolen aus.





Ausgabetag: 02.11.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Verschiedenfarbige Symbole und Formen ergeben ein buntes Deutschland
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 

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