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Thema: Neuheiten aus Deutschland
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Brigitte Am: 09.01.2026 09:05:00 Gelesen: 79343# 810 @  
Sonderpostwertzeichen
„100. Geburtstag Hans-Jochen Vogel“

Hans-Jochen Vogel kam am 3. Februar 1926 in Göttingen zur Welt und wuchs mit seinem jüngeren Bruder Bernhard auf, der später als CDU-Politiker zuerst Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und danach von Thüringen werden sollte. 1943 wurde Hans-Jochen Vogel Wehrmachtssoldat und kämpfte in Italien. Er geriet in Kriegsgefangenschaft und nahm 1946 in Marburg das Studium der Rechtswissenschaften auf, das er 1950 abschloss. Noch im gleichen Jahr trat er in die SPD ein.

Nach einer juristischen Laufbahn im bayerischen Justizwesen gewann Hans-Jochen Vogel 1960 die Wahl zum Münchner Oberbürgermeister. In diesem Amt, das er bis 1972 innehatte, genoss Vogel große Popularität. Danach saß er von 1972 bis 1981 und von 1983 bis 1994 im Deutschen Bundestag. Seine Ernennung zum Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau erfolgte 1972, zwei Jahre später übernahm er das Amt des Bundesministers der Justiz. Von Januar bis Juni 1981 fungierte Vogel als Regierender Bürgermeister von West-Berlin und danach als Oppositionsführer im Berliner Abgeordnetenhaus.

Auch in der SPD sind diverse politische Ämter und Funktionen an ihn herangetragen worden. So war er seit 1970 Mitglied im SPD-Parteivorstand, seit 1972 im SPD-Präsidium und von 1972 bis 1977 Landesvorsitzender der bayerischen SPD. Im Oktober 1982 nominierte man ihn als Kanzlerkandidaten, zudem übernahm er den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1984 bis 1987 fungierte Vogel als stellvertretender Vorsitzender der Partei, 1991 wurde er in der Nachfolge Willy Brandts Vorsitzender der SPD.

Nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik engagierte sich Hans-Jochen Vogel auf vielfältige Weise in gesellschaftspolitischen Belangen. Als Gründungsvorsitzender der überparteilichen Initiative „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ setzte er sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für die Förderung der Demokratie ein. Hans-Jochen Vogel starb am 26. Juli 2020 im Alter von vierundneunzig Jahren in München.



Ausgabetag: 05.02.2026
Verkaufspreis (in Euro): 18,00 Euro
Motiv: Porträtfoto Hans-Jochen Vogels aus den 1990er Jahren (180 Cent)
Foto: © ullstein bild – Ebner
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler (Cyan), Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 12.01.2026 07:40:00 Gelesen: 78349# 811 @  
Sonderpostwertzeichen
„Blumengruß“

Blumen haben seit jeher eine faszinierende Wirkung auf den Menschen. Ihre leuchtenden Farben, zarten Blütenblätter und betörenden Düfte können unsere Sinne verzaubern und Emotionen wecken. Kein Wunder also, dass florale Motive häufig in der bildenden Kunst, insbesondere der Malerei und der Grafik, vorkommen. So haben exotische Pflanzen wie Hyazinthen, Narzissen und Tulpen mit dem Beginn der Entdeckungsreisen im 16. Jahrhundert nicht nur ihren Weg in die mitteleuropäische Gartenbaukunst gefunden, sondern auch in die ersten Blumenstillleben, die sich zu einem beliebten Genre entwickeln sollten und im 17. Jahrhundert in den Niederlanden
ihre Blütezeit hatten.

Als einer der frühesten und wichtigsten Vertreter gilt Jan Brueghel der Ältere, der detaillierte und luxuriöse Blumenarrangements schuf. Auch Ambrosius Bosschaert kreierte beinahe naturwissenschaftliche, symmetrische Darstellungen von Blumendekorationen.

Eine lebendigere Wirkung erzielten etwas später Jan Davidszoon de Heem oder Rachel Ruysch, indem sie sich überlagernde, üppige Arrangements bevorzugten. Weltbekannte Blumengemälde entstanden auch zur Zeit des Impressionismus, als es eher darum ging, mit Lichtverhältnissen, Stimmungen oder Farben zu experimentieren. Vincent van Gogh griff diese Techniken auf und entwickelte daraus seinen eigenen unverwechselbaren Stil, zum Beispiel bei seinen berühmten Sonnenblumen. Ebenso ikonisch sind die von Claude Monet vielfach festgehaltenen Seerosen.

Die Essenz der Pflanzen auf Bildern zu bannen, versuchte die US-Amerikanerin Georgia O’Keeffe. In großformatigen Nahaufnahmen malte sie vor allem in den 1920er-Jahren unzählige überdimensionierte Blumen. Wie auf einer Fotografie sind die äußeren Konturen oft abgeschnitten, was einen detaillierten Blick auf die individuelle Struktur der Blüte erlaubt. In ähnlicher Weise ist das Motiv des Sonderpostwertzeichens „Blumengruß“ dargestellt, das die Nahaufnahme einer stilisierten, in irisierenden, kräftigen Farben erstrahlenden Magnolienblüte zeigt.



Ausgabetag: 05.02.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Magnolienblüte - mit KI generierte, abstrakte Malerei
© felix_brönnimann / Adobe Stock
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Kombinierter Offset-/Flexodruck mit Perlglanz-Effekt „Colorstream® Viola Fantasy“ auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 14.01.2026 09:17:13 Gelesen: 77598# 812 @  
Sonderpostwertzeichen
„Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“

„Bis zum Mond und wieder zurück haben wir uns lieb“, lautet die schlichte und doch so bedeutsame Antwort eines großen Hasen auf die Bitte seines kleinen Sprösslings, zu erraten, wie lieb er ihn habe. Bis zu dieser Erkenntnis ist es allerdings ein weiter Weg: Immer wieder müssen neue Ideen her, um dem anderen zu zeigen, wie groß die Liebe zueinander ist. Erzählt wird diese gefühlvolle Geschichte in dem Bilderbuch „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“, das 1994 in Großbritannien erschienen und binnen kurzer Zeit zu einem globalen Phänomen avanciert ist. 2024 feierte der moderne Kinderbuch-Klassiker sein dreißigjähriges Jubiläum – ein Meilenstein, der nun mit einem Sonderpostwertzeichen gewürdigt wird.

Ersonnen wurde die Geschichte der zwei nussbraunen Hasen von dem irischen Autor Sam McBratney (1943–2020), der zuvor Bücher für junge Erwachsene geschrieben hatte. Um jene Hommage an die Liebe zwischen Eltern und deren Kindern in Szene zu setzen, wurde die englische Illustratorin Anita Jeram (* 1965) engagiert, deren zarte, kindgerechte Aquarelle den Figuren eine besondere Wärme verliehen, denn sie überführten den kurzen Text in eine einprägsame Körpersprache und ließen die Gefühle zwischen den Hasen spürbar werden.

Die einfache, aber tiefgehende Botschaft über bedingungslose Liebe und Vertrauen verstehen schon die Kleinsten, weshalb das Buch bereits ab einem Alter von zwei Jahren besonders gern vor dem Schlafengehen vorgelesen wird. Dabei werden auch die Erwachsenen daran erinnert, wie wertvoll es ist, die eigenen Gefühle in Worte zu fassen. Weil die wiederkehrenden Formulierungen die Geschichte vorhersehbar machen, werden die Kinder dazu angeregt, mitzusprechen und die Gesten der beiden Hasen zu imitieren, während die sanfte Erzählweise für eine ruhige Einschlafatmosphäre sorgt. In dieser Form ist es Sam McBratney und Anita Jeram gelungen, das Vorlesen in einen Moment der Zärtlichkeit zwischen Eltern und Kindern zu verwandeln, der jeden Abend erneuert werden kann.



Ausgabetag: 05.02.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Der große Hase hebt den kleinen Hasen hoch in die Luft
Bildrechte: Guess How Much I Love You ™,
© Sam McBratney and Anita Jeram 2026
Licensed by: EL Euro Lizenzen, D-80331 München,
On behalf of Walker Books Ltd, London
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Chayenn Gutowski, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 21.01.2026 16:15:33 Gelesen: 75195# 813 @  
Sonderpostwertzeichen
„800 Jahre Stadt Hamm“

Die Geschichtsschreibung Hamms beginnt mit der Stadtgründung am 4. März 1226 und berichtet vom Aufstieg der Ansiedlung zu einem wirtschaftlichen und industriellen Zentrum. Zudem war Hamm bisweilen Residenzstadt und diente als Gerichtssitz. Im Mittelalter gehörte Hamm als Prinzipalstadt der Hanse an, erlebte ab dem 16. Jahrhundert jedoch immer wieder schwierige Zeiten. Dies änderte sich, als gegen Ende der 1840er-Jahre die Industrialisierung Einzug hielt.

Die Geschichte der Stadt spiegelt sich zum Teil in den Gebäuden wider, die auf der Briefmarke abgebildet sind. So hatte der Hauptbahnhof für den Industriestandort Hamm seit jeher eine besondere Bedeutung. Der erste Bahnhof ist 1847 eingeweiht und Anfang des 20. Jahrhunderts durch das noch heute existierende Empfangsgebäude ersetzt worden. Die Sammlungen des überregional bekannten Gustav-Lübcke-Museums enthalten Objekte aus Kunst und Kunsthandwerk, altägyptischer Kulturgeschichte, Archäologie und Stadtgeschichte.

Der fünfunddreißig Meter hohe Glaselefant im Maximilianpark gilt als das weltweit größte Gebäude in Tiergestalt und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Er entstand anlässlich der ersten Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen, die 1984 in Hamm stattfand, und beherbergt einen Palmengarten mit Kunstobjekten. Die städtische Musikschule wurde 1940 gegründet und zählt zu den größten Musikschulen in Deutschland. Der Unterricht wird im modernen Musikschulgebäude abgehalten, dessen Eröffnung im Jahr 2012 erfolgte.

Das im Neorenaissancestil errichtete Gebäude, das seit 1959 als Rathaus fungiert, war zunächst Sitz des Oberlandesgerichts, bis der repräsentative Bau für diesen Zweck zu klein geworden ist. Die verheerenden Stadtbrände, die Hamm immer wieder heimsuchten, haben viele historische Quellen vernichtet. Umso bedeutsamer sind geschichtsträchtige Gebäude, darunter Schlösser und Herrenhäuser, die zu einem Besuch der Stadt einladen, die ihr achthundertjähriges Bestehen mit einem bunten Kulturprogramm feiert.



Ausgabetag: 02.03.2026
Verkaufspreis (in Euro): 11,00 Euro
Motiv: Ein handgeschriebener Schriftzug – angelehnt an den früheren Flusslauf
der Lippe durch Hamm – verbindet fünf markante Gebäude der Stadt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Barbara Dimanski, Halle an der Saale
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 23.01.2026 12:39:00 Gelesen: 74445# 814 @  
Sonderpostwertzeichen
„250. Geburtstag Luise von Preußen“

Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz kam am 10. März 1776 in Hannover zur Welt und lebte nach dem frühen Tod ihrer Mutter bei der Großmutter in Darmstadt, wo sie eine unbeschwerte Jugend verbrachte. Am 24. Dezember 1793 heiratete sie den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der am 16. November 1797 als Friedrich Wilhelm III. den Thron bestieg. Luise, die aufgrund ihres natürlichen Charmes und ihrer liebreizenden Erscheinung schon zuvor die Bewunderung der Bevölkerung für sich gewonnen hatte, wurde Königin von Preußen.

Schon bald als „Königin der Herzen“ verehrt, nahm sie zunächst die Rolle der treusorgenden Ehefrau und Mutter ein, die sich ungewöhnlich vertraut mit dem König zeigte und gern unter das Volk mischte. Später trat sie auch politisch an die Seite ihres stets unentschlossen wirkenden Mannes und avancierte so zum Symbol für Standhaftigkeit im Widerstand gegen den französischen Kaiser Napoleon Bonaparte. Nach der Niederlage Preußens in den Schlachten von Jena und Auerstedt im Jahr 1806 versuchte sie Napoleon bei den Friedensverhandlungen von Tilsit 1807 in einem persönlichen Gespräch zu mehr Milde gegen Preußen zu bewegen und festigte damit das Bild der beherzten Patriotin. Zudem setzte sich Luise verstärkt dafür ein, die längst überfälligen Reformen voranzutreiben, die Friedrich Wilhelm III. letztlich auch umsetzte und den Staat damit in die Moderne führte.

Luise von Preußen starb im Alter von nur 34 Jahren am 19. Juli 1810 an einer Lungenentzündung. Bereits zu Lebzeiten, aber besonders nach ihrem frühen Tod wurde sie mythisch verklärt: als bürgerliche Königin und Inbegriff von Schönheit, Anmut und Volksnähe, als Leitfigur der Befreiungskriege oder als preußische Madonna. Schließlich wurde sie als Mutter König Friedrich Wilhelms IV. und Kaiser Wilhelms I. zum Sinnbild für den Wiederaufstieg Preußens und die Entwicklung hin zum Deutschen Kaiserreich. Anlässlich ihres 250. Geburtstags erscheint das vorliegende Sonderpostwertzeichen.



Ausgabetag: 02.03.2026
Verkaufspreis (in Euro): 18,00 Euro
Motiv: Historisches Reliefbildnis Luise von Preußens in weißem Porzellan
auf blauem Grund, umrankt von stilisierten goldenen Kornblumen, den Lieblingspflanzen der Königin
Bildvorlage: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum /
Fotografie: Karen Bartsch
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Jens Müller, Düsseldorf
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 26.01.2026 15:01:23 Gelesen: 73300# 815 @  
Sonderpostwertzeichen
„200. Geburtstag Julie Hausmann“

Julie Katharina Johanna Hausmann kam am 7. März 1826 im lettischen Riga zur Welt und wuchs im kurländischen Mitau auf. Vieles über ihr Leben ist bis heute unbekannt. Als gesichert gilt, dass sie bereits als Kind gern allein war, dass sie sich in ihrer Jugend dem christlichen Glauben zuwandte und später zeitweise als Lehrerin und Erzieherin bei verschiedenen Familien in Russland und im Baltikum arbeitete. Ihre Gedanken und Wahrnehmungen schrieb Hausmann schon früh in Gedichten und Liedtexten nieder, die sie schließlich an den Pfarrer Gustav Friedrich Ludwig Knak sandte, der sie 1862 – auf Wunsch der Verfasserin anonym – unter dem Titel „Maiblumen. Lieder einer Stillen im Lande, dargereicht von G. Knak“ herausgab.

Der darin enthaltene Text „So nimm denn meine Hände“ ist vor allem durch die Verknüpfung mit einer Melodie populär und zu einem der bekanntesten deutschen Kirchenlieder geworden, die der Komponist und Musikpädagoge Philipp Friedrich Silcher ursprünglich für ein Kinder-Abendlied geschaffen und 1843 veröffentlicht hatte. Wann Hausmanns Verse und Silchers Melodie zueinanderfanden, konnte bislang nicht rekonstruiert werden. Fest steht, dass dies erst posthum, nach dem Tod des Komponisten im Jahr 1860, geschah. Andere musikalische Untermalungen, die für Hausmanns Liedtext ersonnen wurden, haben sich nicht durchgesetzt.

Auch die Entstehungsgeschichte von „So nimm denn meine Hände“ liegt im Dunkeln. Eine oft kolportierte Geschichte, laut der Julie Hausmann sich mit einem jungen Missionar verlobt hatte, zu ihm nach Afrika reiste und bei ihrer Ankunft erfahren musste, dass er gestorben war und daraufhin in tiefer Verzweiflung den Liedtext verfasste, gehört ins Reich der Legenden. Julie Hausmann lebte zunächst bei einer ihrer Schwestern im französischen Biarritz und zog 1870 nach Sankt Petersburg zu einer anderen Schwester. Sie verbrachte mehrere Kuraufenthalte in Europa und starb am 15. August 1901 im Alter von fünfundsiebzig Jahren im estnischen Erholungsort Wösso.



Ausgabetag: 02.03.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Darstellung einer geheimnisvollen floralen Struktur
mit einem Liedtext von Julie Hausmann
Fotografie: © Constanze Vogt, 2025
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: © Buero Beyrow Vogt, Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 28.01.2026 15:22:33 Gelesen: 71295# 816 @  
Sonderpostwertzeichen
„100. Geburtstag Siegfried Lenz“

Siegfried Lenz kam am 17. März 1926 im ostpreußischen Lyck zur Welt und wuchs bei seiner Großmutter auf. 1943 legte er das Notabitur ab und wurde zur Kriegsmarine eingezogen. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges desertierte Lenz und geriet in britische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung studierte er in Hamburg und arbeitete bei der Tageszeitung „Die Welt“. Nachdem bereits 1949 eine erste Erzählung von ihm, nämlich „Die Nacht im Hotel“, veröffentlicht worden war, erschien 1951 sein Debütroman „Es waren Habichte in der Luft“. Lenz arbeitete während dieser Zeit beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), verfasste Beiträge fürs Radio und sprach in einer eigenen Sendung mit Kulturschaffenden. Zudem nahm er an den Treffen der „Gruppe 47“ teil.

Siegfried Lenz galt als sehr produktiver Schriftsteller. Zu seinem ersten Bestseller avancierte der 1955 veröffentlichte Erzählband „So zärtlich war Suleyken“. Neben dem Thema Heimat beschäftigte sich Lenz vor allem mit der Erfahrung des Totalitarismus und setzte sich kritisch mit der deutschen Geschichte auseinander. Dafür steht besonders sein im Jahr 1968 publizierter Roman „Deutschstunde“, welcher von einem Dorfpolizisten handelt, der während der Zeit des nationalsozialismus das gegen seinen Künstlerfreund verhängte Malverbot überwacht, und zu Lenz’ größtem literarischen Erfolg im In- und Ausland wurde.

Seit Mitte der 1960er-Jahre engagierte sich Lenz auch politisch. Der Schriftsteller, den Gesprächspartner und Weggefährten nicht ohne seine Pfeife kannten, unternahm viele Lesereisen ins Ausland. Seit 1967 war er Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Für sein schriftstellerisches Werk und sein gesellschaftspolitisches Engagement ist Siegfried Lenz mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, etwa dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte. Siegfried Lenz starb am 7. Oktober 2014 im Alter von achtundachtzig Jahren in Hamburg.



Ausgabetag: 02.03.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Porträt des eine Pfeife rauchenden Schriftstellers Siegfried Lenz
auf einem Buchcover
Vorlage: © picture-alliance / dpa / Maurizio Gambarini
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Laucke Siebein, Offenbach am Main
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 30.01.2026 09:29:01 Gelesen: 70405# 817 @  
Sonderpostwertzeichen
„SpongeBob“

Wer wohnt in ’ner Ananas ganz tief im Meer? SpongeBob Schwammkopf! Und wer kann behaupten, diese Verse nicht innerlich mitgesungen zu haben? Ob es nun das englische Original oder die deutsche Adaption ist – das einprägsame Titellied der beliebten Zeichentrickserie „SpongeBob Schwammkopf“ ist rund um die Welt bekannt. Als Schöpfer Stephen Hillenburg (1961–2018) seine Figur entwarf, ahnte noch niemand, dass sich diese zu einer einzigartigen Ikone entwickeln würde. 1999 erhielt „SpongeBob Schwammkopf“ seine eigene Zeichentrickserie, die bis heute fortgesetzt wird und zahlreiche Kinofilme hervorgebracht hat. Die deutsche Premiere erfolgte am 23. August 2002 auf Super RTL.

SpongeBob ist ein gelber, kastenförmiger Schwamm und lebt in der am Meeresgrund gelegenen Stadt Bikini Bottom im Pazifischen Ozean. Er ist bekannt für seinen überschäumenden Frohsinn und Optimismus, seine Naivität und beinahe aufdringliche Hilfsbereitschaft.

Mit seinem Haustier, der miauenden Schnecke Gary, wohnt er in einer Ananas. Am liebsten hält er sich in der „Krossen Krabbe“ auf, wo er als passionierter Burgerbrater arbeitet. Mit seinem besten Freund, dem trägen Seestern Patrick Star, erlebt er viele Abenteuer. Ihre gemeinsame Freundin ist das texanische Eichhörnchen Sandy Cheeks, eine temperamentvolle Draufgängerin, die innerhalb einer Glaskuppel wohnt.

Dank der außergewöhnlichen Kombination aus kindgerechtem Humor und cleveren Anspielungen für Erwachsene gilt die Serie als ein echter Klassiker der Popkultur. Eine der zeitlosen Botschaften von „SpongeBob Schwammkopf“ ist die Bedeutung von Freundschaft, wie sie auf dem vorliegenden Sonderpostwertzeichen gefeiert wird. Darüber hinaus können Kinder mit einem tiptoi® Stift in die spannende Welt von SpongeBob eintauchen und sie zum Leben erwecken. Damit ist die Briefmarke nicht nur ein schönes Sammlerstück, sondern auch ein besonderes Hörerlebnis und eine Erinnerung daran, wie wichtig Freundschaften sind – ganz gleich, ob unter Wasser oder an Land.



Ausgabetag: 02.03.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: SpongeBob und Freunde
© Viacom. SpongeBob SquarePants created by Stephen Hillenburg
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Ingo Boehm, Berlin und Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 19.02.2026 13:03:43 Gelesen: 60591# 818 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Sehenswürdigkeiten in Deutschland“
Krämerbrücke in Erfurt

Die einhundertzwanzig Meter lange Krämerbrücke in Erfurt ist eines der Wahrzeichen der thüringischen Landeshauptstadt. Das architektonische Meisterwerk mit der seit vielen Jahrhunderten währenden Geschichte, welches sich im Herzen der Altstadt über die Gera spannt, gilt als das älteste profane Bauwerk der Stadt und als die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas.

Das geschützte, aus regionalem Sandstein errichtete Kulturdenkmal hat sechs sichtbare und einen nicht sichtbaren Brückenpfeiler. Diese tragen die malerische Brückengasse mit ihren zweiunddreißig Fachwerkhäusern, in denen kleine Läden, Werkstätten, Ateliers und Cafés untergebracht sind. Bereits im Mittelalter wurden erste Flussübergänge an der Gera geschaffen, darunter auch die hölzerne Vorgängerkonstruktion der Krämerbrücke, die im Jahr 1156 als „pons rerum venalium“ (Brücke der feilgebotenen Dinge) erstmals urkundliche Erwähnung fand.

Dies deutet auf die schon damals bestehende Nutzung als Marktfläche für wertvolle Waren hin. Die steinerne Krämerbrücke, die an der Via Regia lag und nach den Krämern benannt worden ist, die hier unter anderem mit edlen Stoffen, Gewürzen aus dem Orient und fein gearbeitetem Schmuck handelten, konnte 1325 fertiggestellt werden und hat 2025 ihr siebenhundertjähriges Bestehen gefeiert. Nach dem größten Brand der Erfurter Stadtgeschichte im Jahr 1472 wurde die Brücke umgebaut und mit festen Häusern versehen, die als Geschäfte für Händler oder Werkstätten für Handwerker und zum Wohnen dienten, was bis heute so geblieben ist.

In früheren Zeiten gab es an den beiden Brückenköpfen zwei Kirchen, von denen eine noch immer existiert. Durch die Tordurchfahrt der am östlichen Ende der Krämerbrücke gelegenen Ägidienkirche können Besucherinnen und Besucher die Brückengasse betreten und beim Flanieren dabei zusehen, wie die ansässigen Krämer die jahrhundertealte Tradition aus Handel, Handwerk und Leben auf der Krämerbrücke in einem „Dorf in der Stadt“ fortsetzen.



Ausgabetag: 02.04.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Die Krämerbrücke in Erfurt
Bildnachweis: © Rudolf Ernst / iStock
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Chayenn Gutowski, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 21.02.2026 15:21:54 Gelesen: 59546# 819 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Sehenswürdigkeiten in Deutschland“
Lüneburger Heide

Die nach der Hansestadt Lüneburg benannte Lüneburger Heide ist eine im Nordosten Niedersachsens gelegene Landschaft im Städtedreieck Hamburg – Bremen – Hannover. Mit ihren weiten Geest-, Heide-, Wiesen- und Waldbereichen gilt sie als wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen und mit zahlreichen Wander- und Radwegen auch als beliebtes Urlaubsziel. Vor allem im Spätsommer kommen Touristinnen und Touristen in das dünn besiedelte Gebiet, um die Farbenpracht der zart lila blühenden Heide, eines der schönsten Naturereignisse in Norddeutschland, zu erleben und die malerischen Dörfer der Umgebung zu besuchen.

Bei der Lüneburger Heide handelt es sich um eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft, deren Zentren der gut eintausend Quadratkilometer große Naturpark Lüneburger Heide und der knapp fünfhundert Quadratkilometer umfassende Naturpark Südheide bilden. Schon seit der Bronzezeit wurde in der Region vermehrt Ackerbau und Viehzucht betrieben. Doch erst im Mittelalter entstanden dauerhaft offene Flächen und lichte Wälder. Dies bot ideale Bedingungen für die Entstehung der Heide, die nährstoffarme und sandige Standorte bevorzugt. Um die Heidelandschaft zu erhalten, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, die das Ausbreiten des Waldes verhindern sollen. Dafür kommen Heidschnucken zum Einsatz, eine alte einheimische Schafrasse, die junge Baumtriebe frisst. Ein Besuch der Lüneburger Heide, zu der Wälder, Bäche sowie streng geschützte Moorflächen gehören, lohnt zu jeder Jahreszeit.

Besonders reizvoll ist die rund fünf Wochen dauernde Heideblüte im Spätsommer, während der hunderttausende Besenheide-Pflanzen die leicht hügelige Landschaft in ein hellviolettes Blütenmeer verwandeln. Die Heide lässt sich zu Fuß, mit dem Rad oder bei einer Kutschfahrt erkunden. Einen weiten Fernblick bietet der Wilseder Berg, der mit seinen einhundertneunundsechzig Metern die höchste Erhebung der Region darstellt und von den größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas umgeben wird.



Ausgabetag: 02.04.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Alter Schafstall in der blühenden Lüneburger Heide
Bildnachweis: © Gabriele Rohde / Adobe Stock
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Chayenn Gutowski, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 23.02.2026 15:17:09 Gelesen: 58613# 820 @  
Sonderpostwertzeichen
„100. Geburtstag Queen Elizabeth II“

Elizabeth Alexandra Mary Windsor, Prinzessin von York, kam am 21. April 1926 als älteste Tochter von Herzog Albert, dem späteren König George VI, und dessen Ehefrau Elizabeth (geborene Bowes-Lyon, später Lady Bowes-Lyon) in London zur Welt. Für die Thronfolge war sie ursprünglich nicht vorgesehen, rückte aber als Zehnjährige auf, nachdem ihr Onkel, König Edward VIII, 1936 seine Abdankung erklärt hatte und sein jüngerer Bruder, Prinzessin Elizabeth’s Vater, die Regentschaft übernahm. Während des Zweiten Weltkrieges schloss sich die Kronprinzessin der Frauenabteilung des britischen Heeres an und absolvierte eine Ausbildung zur Lastwagenfahrerin und Mechanikerin.

Am 20. November 1947 heiratete sie den Marineoffizier Philip Mountbatten, Prinz von Griechenland und Dänemark, nunmehr Herzog von Edinburgh, den sie mit dreizehn Jahren kennengelernt hatte. Als König George VI am 6. Februar 1952 starb, wurde Kronprinzessin Elizabeth, die sich zu dieser Zeit in Kenia aufhielt, im Alter von fünfundzwanzig Jahren zur Königin. Sie wählte den Namen Elizabeth II und konnte am 2. Juni 1953 in der Londoner Westminster-Abtei zur Königin gekrönt werden – ein Ereignis, das weltweit Millionen Menschen live im Fernsehen verfolgten.

Queen Elizabeth II war von Februar 1952 bis zu ihrem Tod Königin von Großbritannien und Nordirland sowie von weiteren Staaten des Commonwealth. Ihre über siebzig Jahre währende Regentschaft war die längste in der Geschichte des Königreichs. Die Monarchin erfüllte ihre repräsentativen Aufgaben als Staatsoberhaupt mit großem Pflichtgefühl und verkörperte Beständigkeit und Kontinuität.

Zu ihren privaten Vorlieben ist wenig bekannt. Doch dass die passionierte Reiterin und Pferdezüchterin eine Schwäche für die Hunderasse Welsh Corgi Pembroke und für farbenfrohe Kostüme mit passenden Hutkreationen pflegte, war kein Geheimnis. Queen Elizabeth II starb am 8. September 2022 im Alter von sechsundneunzig Jahren auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland.



Ausgabetag: 02.04.2026
Verkaufspreis (in Euro): 12,50 Euro
Motiv: Queen Elizabeth II in gelbem Outfit
Bildrechte: © NASA/Bill Ingalls
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn (Postwertzeichen)
Jan-Niklas Kröger, Bonn (Ersttagsstempel)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 25.02.2026 15:20:47 Gelesen: 57691# 821 @  
Sonderpostwertzeichen
„50 Jahre Georg-Forster-Station“

Die im Osten der Antarktis gelegene Georg-Forster-Station war die erste ganzjährig genutzte deutsche Forschungsbasis auf dem kältesten, trockensten und windigsten Kontinent der Erde. Sie wurde am 21. April 1976 von der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) als „Basislaboratorium der Akademie der Wissenschaften der DDR“ in Betrieb genommen und am 25. Oktober 1987 nach dem berühmten Naturforscher, Ethnologen und Reiseschriftsteller Georg Forster benannt, der von 1772 bis 1775 an der zweiten Weltumseglung von James Cook teilgenommen und als erster Deutscher die Antarktis betreten hatte. Die Polarstation bestand aus verschiedenen Containern, die als Labore, Energiezentrale, Funkstationen oder Unterkünfte eingerichtet waren.

An der Georg-Forster-Station sind zahlreiche wissenschaftliche Projekte durchgeführt worden, von Untersuchungen zur Physik der
polaren Hochatmosphäre über geophysikalische sowie geologische bis hin zu glaziologischen und meteorologischen Untersuchungen. Bereits seit 1976 und verstärkt ab 1985 wurden an der Station Ozonmessungen mittels regelmäßig aufsteigender Radiosonden vorgenommen, durch die es erstmals möglich war, die zeitliche Entwicklung und vertikale Ausdehnung des Ozonlochs in der antarktischen Stratosphäre zu beobachten. Damit leistete die Georg-Forster-Station einen grundlegenden Beitrag zur Entdeckung und Erforschung des Ozonlochs.

Der Betrieb endete nach knapp siebzehn Jahren im Februar 1993. Auf Grundlage des Umweltschutzprotokolls, auf das sich die Antarktis-Vertragsstaaten 1991 verständigt hatten, erfolgte die Demontage der Station. Insgesamt haben mehr als einhundert Wissenschaftler und Techniker dort gearbeitet, viele haben überwintert und einige erlebten dort sogar die Wende und die deutsche Einheit. Heute erinnert am ehemaligen Standort eine Bronzetafel an ein wichtiges Kulturerbe der Antarktis und schon 1988 hat die DDR-Postverwaltung eine Sonderbriefmarke mit einer Abbildung der Georg-Forster-Station herausgegeben.



Ausgabetag: 02.04.2026
Verkaufspreis (in Euro): 18,00 Euro
Motiv: Kennzeichnung der geografischen Lage der Georg-Forster-Station
auf einer Weltkugel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Laucke Siebein, Offenbach am Main
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 34,60 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 07.04.2026 08:00:00 Gelesen: 39700# 822 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie mit Zuschlag
„Für den Sport“ Olympische/Paralympische Winterspiele
Skispringen, Para Snowboard, Eishockey zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe

Wann die Geschichte des Skispringens begonnen hat, ist ungewiss. Vermutlich reichen die Anfänge bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals überwanden in der norwegischen Provinz Telemark lebende Bergbauern auf den Pisten liegende Hügel durch Sprungeinlagen.

Daraus entstanden das Abfahrtsrennen und das Skispringen. Die erste schriftliche Quelle über das Skispringen stammt aus dem Jahr 1796. Und auch als olympische Disziplin hat das Skispringen eine lange Tradition. Es war als Männersport bereits bei den I. Olympischen Winterspielen (1924) vertreten. Skispringerinnen können seit den XXII. Olympischen Winterspielen (2014) an olympischen Wettkämpfen teilnehmen.

Snowboarden wirkt wie eine Kombination aus Skifahren, Surfen und Skateboarden. Bewegliche Beinprothesen, das Anpassen der Ausrüstung sowie ein trainierter Gleichgewichtssinn sorgen dafür, dass auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen das Snowboarden ausüben können. Bei internationalen Wettkämpfen messen sich die Sportlerinnen und Sportler im Snowboardcross und im Banked Slalom. Snowboardcross gleicht einem Abfahrtsrennen, in das Hindernisse integriert sind. Banked Slalom findet ebenfalls auf einer präparierten Piste statt, die Kurven, Wellen und Sprünge enthält. Para Snowboard betrat die olympische Bühne bei den XI. Paralympischen Winterspielen (2014).

Ein wichtiger Teil der Geschichte des Eishockeys trug sich im 19. Jahrhundert in Kanada zu. Hier wurde das erste Regelwerk der Mannschaftssportart fixiert und das erste anerkannte Eishockey-Team gegründet. Auch das Spielen mit den „Puck“ genannten Scheiben stammt aus der kanadischen Variante des Spiels. Diese etablierte sich als Nationalsport und gelangte von Kanada in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Europa. Sein Debüt als olympische Sportart feierte Eishockey für Männer bei den VII. Olympischen Sommerspielen (1920), Eishockey für Frauen war erstmals bei den XVIII. Olympischen Winterspielen (1998) Teil des offiziellen Wettkampfprogramms.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro):
Skispringerin 0,95+0,40 Euro Zuschlag 13,50 Euro
Para Snowboarderin 1,10+0,45 Euro Zuschlag 15,50 Euro
Eishockeyspieler 1,80+0,55 Euro Zuschlag 23,50 Euro
Motiv:
Stilisierte Skispringerin in expressiver Farbgebung © Bettina Walter, Bonn
Stilisierte Para Snowboarderin in expressiver Farbgebung © Bettina Walter, Bonn
Stilisierter Eishockeyspieler in expressiver Farbgebung © Bettina Walter, Bonn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 33,00 mm
 
Brigitte Am: 09.04.2026 08:15:00 Gelesen: 38670# 823 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie „Europa“
70 Jahre EUROPA-Briefmarke

Als Symbol der übereinstimmenden Interessen und Ziele beschlossen die sechs Mitgliedsländer der 1951/52 gegründeten Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, auch Montanunion genannt, die gemeinschaftliche Herausgabe von Postwertzeichen. Die erste, motivgleiche Ausgabe mit insgesamt dreizehn EUROPA-Marken entstand nach einem Entwurf des französischen Künstlers Daniel Gonzague und erschien am 15. September 1956. Im folgenden Jahr durften die Länder den herausgegebenen Marken eine igene Form geben, während 1958 wieder ein einheitliches Motiv den Europa-Gedanken symbolisierte.

Im Jahr 1959 gründeten die Postverwaltungen von mittlerweile neunzehn Staaten in Montreux eine Dachorganisation der „Länder der Europäischen Konferenz für Post- und Fernmeldewesen – Conférence Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications“, kurz CEPT. Mit diesem Aufdruck erschienen in den folgenden mehr als dreißig Jahren die Gemeinschaftsausgaben.

Die EUROPA-Marken mit den identischen Motiven, die sich nur in der Währung und durch die Bezeichnung des Ausgabelandes unterschieden, wurden bis 1973 ausgegeben. Seit 1974 legen die Teilnehmerländer nur noch gemeinsame Themen fest, die national umgesetzt werden. Zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum von CEPT (1984) erschienen nochmals Marken mit einem einheitlichen Motiv.

1992 kam es zur Gründung einer neuen Organisation der Postunternehmen, der PostEurop, die seitdem für die Ausgabe der EUROPA-Marken verantwortlich ist. Damit entfiel der Aufdruck CEPT auf den Postwertzeichen, die nun einheitlich das Logo „EUROPA“ tragen.

Nur in wenigen Fällen entschied PostEurop, die EUROPA-Marken mit einem einheitlichen Motiv in allen Teilnehmerländern herauszugeben. So wurde unter anderem infolge des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine im Jahr 2023 eine Marke mit dem Titel „FRIEDEN – höchstes Gut der Menschheit“ emittiert und nun erscheint eine Marke anlässlich des siebzigjährigen Jubiläums der EUROPA-Briefmarke.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Gerasterte Farbflächen mit diagonaler Teilung der Marke durch sieben große Perforationslöcher
Motiv: Klaus Welp, Helsinki
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Hanno Schabacker, Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 11.04.2026 08:30:01 Gelesen: 37475# 824 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“
Eva Mamlok (1918–1944)

Eva Mamlok kam am 6. Mai 1918 in Berlin-Kreuzberg als Tochter des jüdischen Wein- und Spirituosenhändlerehepaares Albert und Martha (geborene Peiser) Mamlok zur Welt und stellte sich bereits in jungen Jahren unerschrocken gegen das nationalsozialistische Regime. Zum ersten Mal verhaftet wurde sie wohl schon vor ihrem vierzehnten Geburtstag, nachdem sie auf das Dach des Warenhauses Tietz (nach der Enteignung: Hertie) am Kreuzberger Belle-Alliance-Platz (heute: Mehringplatz) geklettert war und dort die mit Farbe aufgetragene Botschaft „Nieder mit Hitler!“ hinterlassen hatte. Vermutlich weil sie als noch nicht strafmündig galt, ließ man sie wieder frei.

Erst als sie im Rahmen einer Aktion der verbotenen Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) am 21. November 1934 auf den Gräbern von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht einige Blumen niederlegte, ist Eva Mamlok aktenkundig und, nach Wiederholung dieser Geste kurze Zeit später, in sogenannte Schutzhaft genommen worden. Am 27. November wurde ihre Überführung in das Frauenkonzentrationslager Moringen beschlossen, wo sie vom 20. Dezember 1934 bis zum 8. Mai 1935 inhaftiert war. Anfang September 1939 brachte Eva Mamlok ihre uneheliche Tochter Tana zur Welt, über deren Vater nichts bekannt ist.

Ab 1940 musste die junge Frau Zwangsarbeit leisten. An ihrem Arbeitsplatz leitete sie eine jüdische Frauengruppe, die antifaschistische Flugblätter verteilte, verbotene Literatur in Umlauf brachte und politische Parolen auf Hauswände schrieb. Im September 1941 ist Eva Mamlok denunziert und verhaftet worden. Am 13. Januar 1942 erfolgte die Deportation nach Riga. Auch dort, zuerst im Ghetto und später im Konzentrationslager Riga-Kaiserwald, setzte sie ihren Widerstand fort. Am 1. Oktober 1944 wurde sie in das Konzentrationslager Stutthof gebracht und starb dort am 23. Dezember an den Folgen von systematischer Unterernährung, schwerster körperlicher Arbeit, unzureichenden hygienischen Bedingungen und mangelnder medizinischer Versorgung.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Porträt Eva Mamlok (95 Cent) Foto: © Wolfgang Kaleck
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler (Cyan), Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 13.04.2026 08:30:00 Gelesen: 35869# 825 @  
Sonderpostwertzeichen
„125 Jahre Mathildenhöhe Darmstadt“

Die Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe ist ein einzigartiges Ensemble aus der Zeit des Jugendstils, das Kunstwerke und Gebäude umfasst. Sie wurde im Jahr 1899 von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein gegründet und nach Prinzessin Mathilde Karoline von Bayern benannt, die mit Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein verheiratet war, der im 19. Jahrhundert maßgeblich zur Ausgestaltung des Landschaftsparks beigetragen hatte, in dem die Künstlerkolonie ihre Heimat finden sollte. Zwischen 1901 und 1914 fanden vier international beachtete Ausstellungen statt, die Darmstadt zu einem Zentrum des Jugendstils und der beginnenden Moderne machten.

Nachdem sich 1899 die ersten Architekten und Künstler auf der Mathildenhöhe angesiedelt hatten, um neue Bau- und Lebensformen zu erproben, konnte die erste Ausstellung am 15. Mai 1901 eröffnet werden. Sie zeigte das als Ateliergebäude konzipierte Ernst-Ludwig-Haus, in dem heute das Museum Künstlerkolonie untergebracht ist, sowie acht Künstlerhäuser, darunter das Große Haus Glückert, das Haus Habich und das Haus Behrens, deren Inneneinrichtungen mitsamt vieler Gebrauchsgegenstände vom Mobiliar bis zum Tafelgeschirr inklusive Trinkgläsern von Mitgliedern der Künstlerkolonie entworfen worden waren.

Im Rahmen der drei folgenden Ausstellungen wurde die Künstlerkolonie um weitere Bauten und Anlagen ergänzt. Hierzu gehören das monumentale Ausstellungsgebäude, welches auf einem ehemaligen Wasserreservoir seinen Platz fand, sowie der fast fünfzig Meter hohe Hochzeitsturm, der mit seiner stilisierten Hand als Ikone der modernen Architektur und als eines der Wahrzeichen Darmstadts gilt. Auch der mit steinernen Skulpturen und Reliefwänden verzierte Platanenhain, der schon um 1830 von der großherzoglichen Familie gepflanzt wurde, ist Bestandteil der Künstlerkolonie. Seit dem 24. Juli 2021 ist die Mathildenhöhe Darmstadt als bedeutendes Ensemble der frühen Moderne in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro): 29,00 Euro
Motiv: Illustration verschiedener Symbole der Künstlerkolonie Mathildenhöhe
Vorlage Gläser: Joseph Maria Olbrich, Doppelseite zum Speisezimmer mit Vignetten
zu Gläsern und Veilchenvase aus dem Katalog „Das Haus Olbrich“, 1901,
Institut Mathildenhöhe / Städtische Kunstsammlung Darmstadt, Inv.Nr. 3189 BK
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Luzia Hein, Hamburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 05.05.2026 12:31:00 Gelesen: 20433# 826 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Beliebte Urlaubsziele der Deutschen“
Alpen

Wer einen Urlaub in den Alpen plant, kann zwischen diversen Freizeitaktivitäten wählen – angefangen von Wandern, Mountainbiken und Bergklettern über Ski- und Snowboardfahren bis zu Wellnesstagen in Hotels, Familienauszeiten auf Bauernhöfen sowie Kultur- und Städtereisen. In den Bayerischen Alpen sind die Region um die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen und der idyllisch zwischen den Berghängen von Watzmann und Hagengebirge im Berchtesgadener Land gelegene Königssee beliebte Urlaubsziele. Auch das Allgäu zieht zahlreiche Reisende an, die das Schloss Neuschwanstein und die Breitachklamm besuchen.

Wer seinen Alpenurlaub nicht in Deutschland, aber im deutschsprachigen Ausland verbringen möchte, kann sich in die Schweiz oder nach Österreich aufmachen. In den Schweizer Alpen ist das Wallis mit dem bei Zermatt zu bestaunenden Matterhorn und dem Aletschgletscher ein Touristenmagnet. Auch das Berner Oberland mit der auf dem Sonderpostwertzeichen abgebildeten Jungfrau-Region erfreut sich großer Beliebtheit. In den österreichischen Alpen locken die Hohen Tauern mit dem Großglockner, die Wintersporthochburg Zillertal in Tirol sowie das Salzburger Land mit seinen glasklaren Seen Urlauberinnen und Urlauber an.

In den französischen Alpen genießt das Urlaubsgebiet Chamonix am Fuße des Mont Blanc einen ausgezeichneten Ruf. Die im Südosten Frankreichs gelegene Stadt Annecy durfte sich im Jahr 2012 mit dem Titel „Alpenstadt des Jahres“ schmücken. In den italienischen Alpen wurden 2026 die XXV. Olympischen und die XIV. Paralympischen Winterspiele ausgetragen, unter anderem in Cortina d’Ampezzo, das neben Südtirol und dem Gardasee zu den beliebtesten Urlaubszielen in der italienischen Alpenregion gehört.

So schön ein Urlaub in den Alpen ist, der Massentourismus hinterlässt dort unweigerlich Spuren. Alle Besucherinnen und Besucher sollten dazu beitragen, die landschaftliche Vielfalt zu erhalten, damit sich auch künftige Generationen an den grandiosen Bergpanoramen erfreuen können.



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Murmeltiere vor dem Bergpanorama der Jungfrau Region
Murmeltiere © istockphoto.com / Christopher Broman Tak
Bergpanorama © istockphoto.com / JaySi
Gras © istockphoto.com / Wirestock
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: powerbrand marketing, Aaliyah Pauler, Wiesbaden und Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 07.05.2026 15:31:00 Gelesen: 19065# 827 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Der Mensch als Entdecker“
Marianengraben

Mit der Sonderpostwertzeichen-Serie „Der Mensch als Entdecker“ werden künftig Ereignisse vorgestellt, die unser Verständnis der Welt erweitert und nachhaltig verändert haben. Ein Blick auf die Geschichte des Menschen legt den Gedanken nahe, dass es ein Grundbedürfnis unserer Spezies ist, zu fremden Ufern aufzubrechen, die höchsten Berge zu erklimmen und in die tiefsten Tiefen hinabzusteigen. Das Motiv der Briefmarke „Marianengraben“, die den Auftakt macht, wurde mithilfe einer Künstlichen Intelligenz gestaltet. Zudem erscheint, wie bei allen Marken der Serie, parallel zur traditionellen Ausgabe eine Krypto-Briefmarke mit einem „digitalen Zwilling“ in einer Blockchain.

Der Marianengraben ist eine Tiefseerinne, die sich zweitausend Kilometer östlich der Philippinen über eine Länge von zweitausendfünfhundert Kilometern im westlichen Pazifischen Ozean erstreckt. Sie wurde am 23. März 1875 entdeckt. An jenem Tag lotete das britische Forschungsschiff HMS Challenger mit achttausendeinhundertvierundachtzig Metern den bis dahin tiefsten Punkt der Erde aus. Dieses Gebiet im westlichen Teil des Marianengrabens trägt heute den Namen Challengertief. Doch damit war das Ende noch nicht erreicht: Spätere Messungen, die an anderen Stellen und mit jeweils modernster Technik vorgenommen werden konnten, führten immer weiter hinab bis zur derzeit gültigen Marke von knapp elftausend Metern.

Und weil der Mensch ein Entdecker ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis er versuchen würde, diesen tiefsten Punkt der Erde mit eigenen Augen zu sehen. Am 23. Januar 1960, als die Ozeanografen Jacques Piccard und Don Walsh in das Unterseeboot Trieste kletterten, war es so weit. Ihr Abstieg dauerte mehrere Stunden, bis sie schließlich in zehntausendneunhundertsechzehn Metern Tiefe auf dem Meeresboden aufsetzten. Dort machten sie die erstaunliche Entdeckung, dass es in dieser unwirtlichen Umgebung komplexe Lebensformen gibt – eine ebenso große Sensation wie die Tauchfahrt selbst!



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 18,00 Euro
Motiv: U-Boot beginnt Erforschung des Grabens
Illustration: DALL-E
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker und Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 09.05.2026 15:21:59 Gelesen: 17388# 828 @  
Sonderpostwertzeichen
„25 Jahre Frauen im Waffendienst der Bundeswehr“

Frauen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken aus der Bundeswehr. Sie fliegen, gleichberechtigt mit ihren männlichen Kameraden, Kampfjets und Hubschrauber, sie springen aus Flugzeugen und fahren Panzer, sie kommandieren Kriegsschiffe und Kampfkompanien.

Kurzum, ihnen stehen alle militärischen Laufbahnen offen. Doch das war nicht immer so. Tatsächlich durften, als im November 1955 die ersten Soldaten der Bundeswehr vereidigt wurden, Frauen laut Grundgesetz „auf keinen Fall Dienst mit der Waffe leisten“ und mithin nur in zivile Bereiche, nicht aber als Soldatinnen in die Streitkräfte eintreten.

Erst durch eine Änderung des Soldatengesetzes ist es Frauen im Sommer 1975 möglich geworden, sich auf freiwilliger Basis für den Sanitätsdienst der Bundeswehr zu bewerben. Noch am 1. Oktober desselben Jahres konnten in Bonn die ersten fünf weiblichen Sanitätsoffiziere ernannt werden. Als Ärztinnen übernahmen sie, gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen, Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Soldaten. Damit war ein erster Schritt für die Integration von Frauen in die Bundeswehr getan. Ein weiterer folgte 1991, als im Sanitäts- und Militärmusikdienst alle Karrierewege für Frauen geöffnet wurden.

Zu einer Grundgesetzänderung, die Frauen den Zugang zum Soldatenberuf ohne jegliche Einschränkung ermöglichte, kam es einige Jahre später, nachdem sich Tanja Kreil 1996 als Soldatin bei der Bundeswehr beworben hatte und mit Verweis auf Artikel 12 a Absatz 4, der Frauen den Dienst mit der Waffe verbot, abgelehnt worden war. Der Europäische Gerichtshof entschied am 11. Januar 2000, dass die bundesdeutsche Regelung gegen die EU-Richtlinie zur beruflichen Gleichstellung von Männern und Frauen verstieß und dass Frauen in der Bundeswehr zum Dienst an der Waffe zuzulassen seien. Seit 2001 stehen Frauen neben den zivilen auch alle militärischen Laufbahnen in der Bundeswehr offen, sie dürfen jedoch laut Grundgesetz weiterhin „auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden“.



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Farbiges Camouflage-Muster aus den Silhouetten von Frauen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Michael Menge, Duisburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 11.05.2026 15:22:12 Gelesen: 16354# 829 @  
Sonderpostwertzeichen
„Sommermärchen 2026“

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 war für Millionen Deutsche kein Turnier wie jedes andere. Nicht nur weil die WM in diesem Jahr im eigenen Land stattfand, sondern auch weil die beherzte Leistung der deutschen Nationalmannschaft, die vor Turnierbeginn keineswegs als Favorit galt, eine Welle der Euphorie in der Bundesrepublik auslöste.

Die DFB-Auswahl beeindruckte mit einer unerwartet offensiven und druckvollen Spielweise. Ganz besonders in Erinnerung blieb das Viertelfinalspiel gegen Argentinien, nicht zuletzt aufgrund der Leistung von Torhüter Jens Lehmann, der durch zwei gehaltene Strafstöße im Elfmeterschießen seiner Mannschaft den Einzug ins Halbfinale sicherte. Dort war nach einer Niederlage gegen Italien allerdings Schluss für die deutsche Elf.

Das hart umkämpfte Finale zwischen Italien und Frankreich konnte letztlich die Squadra Azzurra ebenfalls im Elfmeterschießen für sich entscheiden. Vor allem eine Szene blieb im kollektiven Gedächtnis mit diesem Spiel verbunden: Als Zinédine Zidane von seinem Gegenspieler Marco Materazzi nach einem Zweikampf provoziert wurde, brachte er den Innenverteidiger mit einem Kopfstoß zu Boden. Das Bild des wütenden Zidane, der seinen Kopf in Materazzis Brust rammte, ging danach weltweit durch die Medien.

In erster Linie aber war die Weltmeisterschaft ein gesamtgesellschaftliches kulturelles Ereignis. Von der Mehrheit der Deutschen wurde die WM als unbeschwertes und leidenschaftliches Fußballfest wahrgenommen, das nicht nur gefühlt das ganze Land in Feierstimmung versetzte, sondern auch ein gelasseneres Verhältnis zur deutschen Nation und zum Patriotismus ermöglichte. Insbesondere bei den allgegenwärtigen „Public Viewings“ kamen teilweise tausende Menschen zusammen, um ausgelassen zu feiern. Schnell etablierte sich der Begriff des „Sommermärchens“, der bis heute als Synonym für diesen außergewöhnlichen Monat steht. Das vorliegende Sonderpostwertzeichen erinnert anlässlich ihres zwanzigsten Jahrestages an die Fußballweltmeisterschaft 2006.



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Auf grünem Rasen dargestellte Botschaften zum Briefmarkenthema
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Armin Lindauer, Mannheim
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 29.05.2026 12:21:37 Gelesen: 4847# 830 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Helden der Kindheit“
Familie Feuerstein

Die Feuersteins leben zwar in der Steinzeit, aber die Situationen, in die sie geraten, sind alles andere als primitiv! Zusammen mit ihren besten Freunden, den Geröllheimers, begeistern sie Jung und Alt mit prähistorischen Versionen moderner Annehmlichkeiten und Probleme. Erdacht vom Erfolgsduo William Hanna und Joseph Barbera, lief die erste Folge von „The Flintstones“ am 30. September 1960 im US-amerikanischen Fernsehen. Die Abenteuer der beiden Familien waren für die damalige Zeit neu und bahnbrechend, denn „Familie Feuerstein“ war die erste Zeichentrickserie, die zur Hauptsendezeit lief. Ab Juli 1966 wurde sie auch in der Bundesrepublik Deutschland gezeigt.

Die Idee einer „modernen“ Höhlengesellschaft, die Dinosaurier, Stein und Holz auf unglaublich erfinderische Weise nutzt, begeisterte immer wieder aufs Neue, sodass sich die Steinzeit-Sitcom im Laufe der Sechzigerjahre zur beliebtesten Zeichentrickserie überhaupt entwickelte und mit 166 Episoden als längste Serie ihres Genres in die Fernsehgeschichte einging. In den ersten beiden Staff eln dreht sich alles um die Ehepaare Feuerstein und Geröllheimer. Während der faule, aber liebenswerte und gutherzige Fred und sein treuer, naiver Nachbar Barney ständig in Schwierigkeiten geraten, kümmern sich ihre geduldigen, liebevollen Ehefrauen Wilma und Betty um den Haushalt. Die Frauen sind die wahrhaft starken Charaktere der Serie und ihrer Zeit damit weit voraus. In der dritten und vierten Staffel kommen die Kinder Pebbels und Bamm-Bamm dazu und sorgen für weiteres Chaos.

Zu einem internationalen popkulturellen Phänomen avanciert, erhielt „Familie Feuerstein“ nach ihrem offiziellen Ende 1966 zahlreiche Spin-offs und mehrere Kinofilme, darunter die erfolgreiche Realverfilmung „Flintstones – Die Familie Feuerstein“ aus dem Jahr 1994.

Nun schmückt die modern-prähistorische Familie – eine Ikone der Fernsehunterhaltung des 20. Jahrhunderts – auch die neueste Ausgabe der Sonderpostwertzeichen-Serie „Helden der Kindheit“.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Familie Feuerstein fährt zusammen mit den Geröllheimers im Flintmobil
THE FLINTSTONES and all related characters and elements © & ™ Hanna-Barbera. (s26)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 02.06.2026 15:30:00 Gelesen: 3417# 831 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Superhelden“
The Flash



Der Text zur Marke ist zur Zeit nicht verfügbar

Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: The Flash vor Comic-Panels
THE FLASH and all related characters and elements © & ™ DC. (s26)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 04.06.2026 12:06:20 Gelesen: 2769# 832 @  
Sonderpostwertzeichen
„150 Jahre Bayreuther Festspiele“

Die Bayreuther Festspiele gehören zu den bekanntesten Musiktheaterfestivals der Welt. Sie wurden vom Komponisten und Librettisten Richard Wagner (1813–1883) ins Leben gerufen. Dieser hatte während seiner Jugendzeit begonnen Musikstücke zu komponieren und wenig später sein Interesse für die Oper entdeckt. In den 1830er-Jahren schuf er erste Werke dieser Gattung, die er später zum sogenannten Musikdrama weiterentwickeln sollte. Durch den Umgang mit König Ludwig II. von Bayern, der dieses Vorhaben finanziell unterstützte, konnte Wagner schließlich die Idee von einem Festspiel, bei dem seine Werke in gebührendem Rahmen aufgeführt werden sollten, in die Tat umsetzen.

Dafür ließ er zwischen 1872 und 1875 auf dem Grünen Hügel in Bayreuth ein Festspielhaus errichten, das er selbst entworfen hatte. Es wurde am 13. August 1876 mit Wagners Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ feierlich eröffnet. Die zweiten Festspiele, diemit einer Inszenierung von Wagners „Parsifal“ begannen, fanden 1882 statt und waren gleichzeitig die letzten, die der Komponist noch erlebte. Nach seinem Tod führte seine zweite Ehefrau, Cosima Wagner, die Festspiele im Geiste ihres Mannes fort.

Infolge des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wurde der Spielbetrieb 1914 eingestellt und erst 1924 wieder aufgenommen. Zwischen 1933 und 1945 kam es zu einer unseligen Liaison der Bayreuther Festspiele mit der nationalsozialistischen Diktatur, in der sich beide Seiten gegenseitig befeuerten und voneinander profitierten. Nicht zuletzt deshalb haben die Festspiele nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1951 pausieren müssen. Seither sind sie ohne Unterbrechung alljährlich in der Sommerzeit ausgerichtet worden.

Lediglich 2020 mussten sie wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt werden. Interessierte warten oft lange auf Tickets und reisen teilweise von weither an, um den mehrstündigen und nicht selten kontrovers diskutierten Inszenierungen beizuwohnen.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Muster aus geometrischen Formen,
dem Mosaikfußboden der Königsloge nachempfunden
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Susann Stefanizen, Leipzig
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 06.06.2026 09:20:47 Gelesen: 2055# 833 @  
Sonderpostwertzeichen
„75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention“

Die Genfer Flüchtlingskonvention beziehungsweise das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“, wie das Dokument offiziell heißt, bildet die Grundlage des internationalen Rechts zum Schutz von Flüchtlingen und kann als Meilenstein des Völkerrechts gelten. Es wurde am 28. Juli 1951 als Konsequenz aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges auf einer Sonderkonferenz der Vereinten Nationen in Genf unterzeichnet und zielte zunächst darauf, den Rechtsstatus von vor allem europäischen Vertriebenen und Flüchtlingen zu klären und ihre Rechte zu schützen. Zudem definiert das Abkommen, wer ein Flüchtling ist, welchen rechtlichen Schutz, welche Hilfe und welche sozialen Rechte Flüchtlinge erhalten sollen, schreibt aber auch die Pfl ichten fest, die ein Flüchtling seinem Aufnahmeland gegenüber hat.

Nahezu zeitgleich wurde am 14. Dezember 1950 das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) gegründet. Ursprünglichauf drei Jahre angelegt, sollte es jene Menschen, für die das Abkommen geschaffen worden war, unterstützen und dafür Sorge tragen, dass die Genfer Flüchtlingskonvention umgesetzt und eingehalten würde. Weil die Zahl der Flüchtlinge jedoch zunahm, besteht das UNHCR mit erweiterten Aufgaben bis heute. Und da auch das Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge eine zeitliche Begrenzung enthielt, wurde am 31. Januar 1967 eine Ergänzung vorgenommen: Das „Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ hob alle Beschränkungen auf, sodass die Konvention seither zeitlich unbefristet und weltweit in allen einhundertneunundvierzig Vertragsstaaten gilt.

Die Genfer Flüchtlingskonvention erfährt immer wieder Kritik und bisweilen wird gegen ihre verbindlichen Bestimmungen verstoßen – dennoch war, ist und bleibt sie das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz von Flüchtlingen und hat vielen Millionen Menschen das Leben gerettet. Darauf verweist auch das Sonderpostwertzeichen, das Flüchtlinge zeigt, die zwischen den Seiten des Dokuments Schutz suchen.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 33,00 Euro
Motiv: Abstrahierte Darstellung des Rechtsdokuments, in das sich eine Gruppe von Menschen hineinbewegt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Sebastian König, Hamburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 08.06.2026 15:05:00 Gelesen: 425# 834 @  
Sonderpostwertzeichen
„Deutschlands schönster Sonnenaufgang“

In einer Pressemitteilung vom 29. August 2025 gab die Deutsche Post bekannt, dass sie auf der Suche nach dem schönsten Sonnenaufgang Deutschlands sei, und lud alle Fotografinnen und Fotografen sowohl aus dem professionellen als auch aus dem Hobbybereich dazu ein, ihre Aufnahmen vom magischsten Sonnenaufgang in Deutschland bei einem Fotowettbewerb für die Gestaltung einer Briefmarke einzureichen. Aus den fast eintausendzweihundert Einsendungen wählte eine Jury, in der Expertinnen und Experten aus verschiedenen Kunst- und Wissenschaftsbereichen vertreten waren, die zehn schönsten Motive aus. Diese wiederum standen vom 23. Oktober bis zum 11. November 2025 im Internet zur Abstimmung.

Aus dem öffentlichen Online-Voting, an dem sich rund sechstausendachthundert Personen beteiligten, ging das von Banu Erkan aufgenommene Foto mit einundzwanzig Prozent aller abgegebenen Stimmen als strahlender Sieger hervor. Es zeigt Deutschlands schönsten Sonnenaufgang über den südlich von Hannover gelegenen „Koldinger Seen“ und ziert nun als Motiv die vorliegende 95-Cent-Briefmarke, welche in einer hohen Auflage erscheint. Die Gewinnerin hat offenbar nicht mit dem Ausgang des Wettbewerbs gerechnet: „Ein ganz spontanes Foto auf dem Schulweg meines Sohnes und jetzt wird es eine Briefmarke! Ich kann es kaum glauben. Der Sonnenaufgang an diesem Morgen war so magisch, dass ich es einfach festhalten musste. Dass daraus so etwas Großes entsteht, hätte ich nie gedacht.“

Wer sich ein eigenes Bild von den Koldinger Seen machen möchte, der sollte das Naherholungs- und Naturschutzgebiet Leineaue zwischen Hannover und Ruthe besuchen und auf einem knapp vier Kilometer langen Spaziergang den Großen Koldinger See umrunden, an dessen Westufer ein Beobachtungsturm reizvolle Ausblicke auf die umliegende Seenlandschaft bietet. Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher haben dabei vielleicht das Glück, in den Genuss einer Neuauflage des schönsten Sonnenaufgangs Deutschlands zu kommen.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Siegermotiv des Fotowettbewerbs „Deutschlands schönster Sonnenaufgang“
Foto: „Koldinger Seen“ © Banu Erkan
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Chayenn Gutowski, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 

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