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Thema: Neuheiten aus Deutschland
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Brigitte Am: 04.04.2022 10:01:00 Gelesen: 34095# 605 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Otl Aicher“

Otto (nach schwäbischer Mundart „Otl“) Aicher kam am 13. Mai 1922 als Sohn eines Handwerkers in Ulm zur Welt und wuchs mit zwei Geschwistern in einem stark religiös geprägten Umfeld auf. 1939 lernte er die Familie Scholl kennen, darunter auch Hans und Sophie Scholl (die späteren Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe Weiße Rose) sowie deren Schwester Inge. Von 1941 bis 1945 war Aicher Soldat und musste mehrere Verhöre durch die Gestapo über sich ergehen lassen.

Nach dem Ende des Krieges nahm er in München an der Akademie der Bildenden Künste das Studium der Bildhauerei auf. Weil er sich jedoch zunehmend für Gebrauchsgrafik und ihre kommunikativen Möglichkeiten interessierte, kehrte er in seine Geburtsstadt zurück und eröffnete 1948 ein eigenes Gestaltungsbüro. 1952 heirateten er und Inge Scholl. Im Jahr darauf gründeten sie zusammen mit dem Schweizer Architekten und Künstler Max Bill die hochschule für gestaltung ulm (hfg), eine Ausbildungsstätte für Industriedesign, die in der Tradition und Nachfolge des Bauhauses stand.

Otl Aicher wirkte dort bis 1968 als Dozent für Grafik, Fotografie, Typografie und technische Kommunikation. Parallel widmete er sich dem Ausbau der Lehre und der Organisation der Hochschule und amtierte zeitweise als Rektor. 1967 erhielt er den Auftrag, das Erscheinungsbild („Corporate Identity“) für die Olympischen Sommerspiele zu gestalten, die 1972 in München ausgetragen werden sollten. Von ihm und seinen Mitarbeiter*innen stammen unter anderem die schwarz-weißen Piktogramme für die einzelnen Sportarten, die noch heute international weit verbreitet sind. Ab 1972 lebte das Ehepaar Aicher in Rotis im Allgäu, wo mehrere Atelierhäuser entstanden. Otl Aicher, der als ambivalente und polarisierende Persönlichkeit beschrieben wurde, starb am 1. September 1991 im Alter von 69 Jahren in Günzburg. Er war ein Pionier des konsequenten Corporate Designs, dessen Arbeiten bis heute viele Kommunikations- und Grafikdesigner*innen beeinflussen.





Ausgabetag: 05.05.2022
Wert (in Euro Cent): 160 Cent
Motiv: Schwarzweißer Text vor hellblauem Hintergrund
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Frank Philippin, Brighten the Corners, Aschaffenburg
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 27.04.2022 09:43:29 Gelesen: 28050# 606 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Für den Umweltschutz“
Thema: Antarktis – Gemeinsam Einzigartiges schützen

Die Antarktis, die in ihrer heutigen Form vor rund 35 Millionen Jahren entstand, besteht aus dem Kontinent Antarktika sowie verschiedenen Inseln, Schelfeisflächen und dem Südpolarmeer, das die Landmassen ringartig umgibt. Laut dem 1961 in Kraft getretenen Antarktis-Vertrag umfasst die Antarktis das gesamte Gebiet, das südlich 60 Grad südlicher Breite angesiedelt ist. Ihr Name leitet sich von der nach dem nördlichen Sternbild des Großen Bären (altgriechisch „árktos“) benannten Arktis ab und zeigt an, dass die Antarktis gegenüber der Arktis liegt. Der Antarktische Eisschild ist die größte zusammenhängende Eismasse der Welt.

Auf Antarktika gibt nur zwei Jahreszeiten, Sommer und Winter, und auch sonst ist die Antarktis eine Region voller Extreme. Dies zeigt sich an der Temperatur, die im Jahresdurchschnitt minus 55 Grad Celsius beträgt, und an den starken Fallwinden, die mehr als 300 Kilometer pro Stunde erreichen können. Trotz der widrigen Umstände existieren in den eisfreien Gebieten der Antarktis einige wenige Pflanzenarten sowie zahlreiche Moose und Flechten. Auch Bärtierchen, Milben und Fadenwürmer finden sich dort. Während die Flora und Fauna des Inlandes stark reduziert sind, wimmelt es im Südpolarmeer und an den Küstenregionen von Leben. Überaus populär sind die Pinguine, vor allem die großen Kaiserpinguine.

Die Antarktis ist das größte Trinkwasserreservoir der Erde: Hier sind 70 Prozent des gesamten Süßwassers als Eis gebunden. Ein Abschmelzen der Eiskappen, das nicht nur ein hypothetisches Szenario ist, könnte den Meeresspiegel um bis zu 60 Meter ansteigen lassen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden verschiedene Anstrengungen zum Schutz der Antarktis unternommen, unter anderem mit dem Antarktis-Vertragssystem. Für die Forschung ist der „weiße Kontinent“ besonders interessant. Denn anhand der Gesteinsschichten lässt sich nicht nur die Geologie unseres Planeten nachvollziehen, die Region ist zudem eines der ergiebigsten Meteoritenfundgebiete der Welt.





Ausgabetag: 02.06.2022
Wert (in Euro Cent): 85+40 Cent Zuschlag
Motiv: Ein Kaiserpinguin blickt auf die kartografische Darstellung
des Eisschildes mit Längen- und Breitengraden
Foto Pinguin: © iStock.com/Keith Szafranski
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Ernst Jünger und Lorli Jünger, München
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 29.04.2022 07:15:00 Gelesen: 27288# 607 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutschland von oben“
Thema: Sylvensteinsee

Der Sylvensteinsee, der auch unter dem Namen Sylvensteinspeicher bekannt ist und nach einem markanten Felsrücken benannt wurde, befindet sich nahe der Grenze zu Tirol im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Südlich des ältesten staatlichen Wasserspeichers Bayerns erhebt sich die imposante Berglandschaft des Karwendels mit über 2000 Meter hohen Gipfeln. Einen Blick aus der Vogelperspektive auf den türkis-grünen Stausee im oberen Isarwinkel werfen die beiden als Zusammendruck erscheinenden Sonderpostwertzeichen der Serie „Deutschland von oben“.

Seit dem Bau der Stauanlage von 1954 bis 1959, für den nicht nur Straßen verlegt werden mussten, sondern gleich ein ganzes Dorf abgetragen und an höher gelegener Stelle wiederaufgebaut wurde, dient diese neben dem Hochwasserschutz vornehmlich der Niedrigwasser-Aufbesserung der Isar. Für die Feinregulierung des Wassers sorgt ein Kavernen-Kraftwerk, das gleichzeitig nachhaltigen elektrischen Strom erzeugt. Höchste Priorität hatte von Beginn an die Sicherheit. Demzufolge wurde die Speicheranlage zwischen 1994 und 2004 saniert, erweitert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Ihre zuverlässige Funktion stellte sie bei den schweren Hochwasserereignissen von 1999 und 2005 sowie im Jahrhundertsommer 2003 eindrucksvoll unter Beweis.

Trotz aller Eingriffe gilt die Isar als eine der besterhaltenen Wildflusslandschaften der nördlichen Kalkalpen. Zu einem attraktiven Lebensraum für Tiere und Pflanzen hat sich auch der Sylvensteinsee entwickelt. Seit Jahrzehnten sind weite Flächen der umliegenden Region als nationale wie internationale Schutzgebiete ausgewiesen. Als beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet mit einem Badegewässer wird der Stausee zudem regelmäßig auf seine Wasserqualität untersucht. Von der Faller-Klamm-Brücke, die ein Teil der Deutschen Alpenstraße ist, bietet sich bei strahlendem Sonnenschein eine besonders schöne Aussicht auf die fjordartige Landschaft des glasklaren Sylvensteinsees inmitten der bayerischen Berge.





Ausgabetag: 02.06.2022
Wert (in Euro Cent): je 100 Cent
Motiv: Luftaufnahme der Isarmündung am Sylvensteinsee
© istockphoto.com / Hermann Littich
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig
auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 03.05.2022 07:14:00 Gelesen: 26133# 608 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Weltumweltkonferenz von Stockholm“

In den 1960er-Jahren traten die Folgen, welche die Industrialisierung auf die Natur und die Umwelt zeitigten, in immer besorgniserregenderen Ausmaßen zutage. Die skandinavischen Länder waren von Belastungen, die beispielsweise der saure Regen mit sich brachte, besonders betroffen. Und so reichte die schwedische Regierung im Jahr 1968 bei den Vereinten Nationen einen Antrag zur Abhaltung einer internationalen Konferenz ein, auf der sich die Weltgemeinschaft mit den negativen Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt befassen sollte. Diese Zusammenkunft fand schließlich als Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (United Nations Conference on the Human Environment, UNCHE), kurz „Weltumweltkonferenz“, vom 5. bis zum 16. Juni 1972 in Stockholm statt. Es war die erste Weltkonferenz der Vereinten Nationen, die sich mit den Themen Umwelt und nachhaltige Entwicklung befasste.

Und obwohl sie von den Konflikten des Kalten Krieges geprägt war, verständigten sich die über 1200 Delegierten aus 113 Staaten auf 26 Prinzipien für Umwelt und Entwicklung (Declaration of the United Nations Conference on the Human Environment, auch: Stockholm Declaration) und beschlossen die Gründung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme, UNEP). Zudem wurde als internationaler Tag der Umwelt der 5. Juni festgelegt, der seither alljährlich und inzwischen in rund 150 Ländern begangen wird.

Nach der Weltumweltkonferenz wurden in vielen Ländern Umweltbehörden oder Umweltministerien geschaffen. Auch zahlreiche nationale und internationale Umweltabkommen, die in den folgenden Jahren und Jahrzehnten verabschiedet werden konnten, gingen direkt oder indirekt auf die Stockholmer Konferenz und die dort gefassten, für die internationale Umwelt- und Klimapolitik bis heute wegweisenden Beschlüsse zurück. Das Sonderpostwertzeichen erinnert an die Weltumweltkonferenz von Stockholm, die als Beginn der globalen Umweltpolitik gilt.





Ausgabetag: 02.06.2022
Wert (in Euro Cent): 370 Cent
Motiv: Schwarz-Weiß-Foto der Weltumweltkonferenz in Stockholm im Jahr 1972
mit farblicher Hervorhebung des Logos
Foto: © picture alliance / dpa | Pressensbild
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kym Erdmann, Kiel
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 05.05.2022 12:20:00 Gelesen: 25410# 609 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Organspende“

Immer noch werden wesentlich mehr Organe benötigt als gespendet. Das liegt unter anderem daran, dass viele Deutsche ihren Entschluss zur Organspende nicht schriftlich festhalten, sei es durch einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung. Wer sich zu Lebzeiten weder dafür noch dagegen ausspricht, der muss diese schwere Entscheidung den Angehörigen überlassen. Um die Bürgerinnen und Bürger intensiver auf die Thematik aufmerksam zu machen, trat am 1. März 2022 in Deutschland die Gesetzes änderung zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende in Kraft. Auch das Sonderpostwertzeichen „Organspende“ möchte einen Beitrag zur Aufklärung leisten.

Welche Organe gespendet werden können, ist streng geregelt. Postmortal sind die Nieren, die Leber, das Herz, die Lunge, die Bauchspeicheldrüse und der Dünndarm transplantierbar. Bei lebenden Menschen wird hauptsächlich die Nierentransplantation praktiziert, außerdem kommen Teile der Leber infrage. Eine Lebendspende der anderen Organe ist zwar ebenfalls möglich, dies wird in Deutschland jedoch kaum durchgeführt. Einzig das Herz kann lediglich mittels einer postmortalen Spende übertragen werden. Bei der Ermittlung geeigneter Empfänger*innen und bei der Koordination des postmortalen Spendeprozesses sind die beiden gemeinnützigen Institutionen Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) sowie die Stiftung Eurotransplant von besonderer Bedeutung.

Sowohl bei der postmortalen als auch der Lebendorganspende sind die Zustimmung bzw. die Freiwilligkeit sowie die Erfolgsaussichten wichtige Voraussetzungen. Eines der unabdingbaren Kriterien der postmortalen Organspende ist außerdem der unumkehrbare Ausfall der gesamten Hirnfunktion. Da die Operation bei einer Lebendorganspende gewisse Risiken birgt, ist diese nur dann eine Option, wenn kein postmortal gespendetes Organ zur Verfügung steht. Den langfristigen Erfolg und damit eine neue Lebensfreude nach der Transplantation unterstützen regelmäßige ärztliche Kontrollen und Immunsuppressiva.





Ausgabetag: 02.06.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Zwei sich überlappende Hände halten symbolisch dasselbe Herz
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Jens Müller, Düsseldorf
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 07.05.2022 11:22:00 Gelesen: 24136# 610 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „G7-Präsidentschaft Deutschland 2022“

Am 1. Januar 2022 hat die Bundesrepublik Deutschland für ein Jahr den Vorsitz in der Gruppe der Sieben (G7) übernommen. Die deutsche Präsidentschaft steht unter der erklärten Zielsetzung „Fortschritt für eine gerechte Welt“ und sieht sich, vor allem in Anbetracht der anhaltenden Corona-Pandemie und der Folgen des Krieges in Osteuropa, besonderen Herausforderungen gegenüber.

Die fünf Schwerpunkte der deutschen G7-Agenda lauten: 1. Nachhaltiger Planet, 2. Wirtschaftliche Stabilität und Transformation, 3. Gesundes Leben, 4. Investitionen in eine bessere Zukunft sowie 5. Starkes Miteinander.

Die G7 ist ein informelles Forum westlicher Industrienationen, die zum Gründungszeitpunkt des Formats (1975) weltweit führend waren. Heute stellen sie zusammen etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften rund 45 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens. Die Gruppe besteht aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Europäische Union nimmt als Beobachter an den Treffen teil. Die G7 versteht sich als Wertegemeinschaft, die sich zu Freiheit und Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung bekennt. Als die Streitkräfte der Russischen Föderation Ende Februar 2022 in die Ukraine einmarschierten, verurteilten die Staats- und Regierungschefs der G7 das russische Vorgehen aufs Schärfste.

Bei den ersten Zusammenkünften stand die Weltwirtschaft im Mittelpunkt des Interesses, erst in den 1980er-Jahren kamen vermehrt auch außen- und sicherheitspolitische Belange auf die Tagesordnung. Inzwischen werden von den Staats- und Regierungschef*innen der G7-Länder viele unterschiedliche Themen besprochen, etwa aus den Bereichen Klima- und Umweltschutz sowie Gesellschafts- und Bildungspolitik. Das diesjährige Gipfeltreffen ist für Ende Juni auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen geplant. Zu diesem Anlass erscheint das vorliegende Sonderpostwertzeichen.





Ausgabetag: 02.06.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: G7-Präsidentschaftslogo vor dunkelblauem Hintergrund,
umspielt von Halbkreislinen (85 Cent)
Gestaltung G7-Präsidentschaftslogo: Zum goldenen Hirschen Berlin
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 07.06.2022 11:42:32 Gelesen: 13625# 611 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
Serie: „Welt der Briefe“
Thema: „Brief im Abendlicht"

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Umhüllt von schönstem Abendrot verbreitet das neue Motiv „Brief im Abendlicht“ eine besonders friedliche Atmosphäre. Sonnenuntergänge gehören zu den alltäglichen Naturereignissen und rauben uns dennoch den Atem, wenn sie sich mal wieder so intensiv präsentieren, als stünde der Himmel in Flammen. Neben dem typischen Abendrot, das ein Spektrum von tiefem Rot über leuchtendes Orange bis hin zu zartem Rosa aufweisen kann, sind auch gelbe, violette oder sogar grüne Töne möglich. Auch der Sonnenaufgang kann mit einem außergewöhnlichen Farbenspiel verbunden sein. Darüber hinaus gibt es morgens und abends eine Reihe überwältigender optischer Phänomene, zu denen etwa das Alpenglühen gehört: Hierbei handelt es sich um dramatisch rotorange erleuchtete Hochgebirgsgipfel. Außergewöhnlich ist auch eine Luftspiegelung der Sonne, die kurz über dem Horizont völlig verzerrt, durchtrennt, eckig oder mehrfach zu sehen sein kann.

Wer solch flüchtige Momente festhalten will, muss Glück und Geduld mitbringen. Bei Fotografen beliebt ist außerdem die Goldene Stunde kurz nach dem Sonnenaufgang bzw. kurz vor dem Sonnenuntergang, da bei diesen warmen, diffusen Lichtverhältnissen einzigartige, magisch anmutende Bilder entstehen können. Doch schon lange vor den Fotografen haben Maler versucht, stimmungsvolle Szenerien einzufangen. Eines der beeindruckendsten Werke ist die „Abendstimmung in Venedig“ (1908) des französischen Impressionisten Claude Monet (1840–1926), dessen unscharfe Gemälde noch heute eine eigenartige Faszination auf den Betrachter ausüben und in der Alltagskultur als Kalender- und Postkartenmotive dienen.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 170 Cent
Motiv: Geöffneter Briefumschlag am Horizont
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 09.06.2022 07:20:00 Gelesen: 13519# 612 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Leuchttürme“
Thema: „Leuchtturm Friedrichsort“

Die rund 17 Kilometer lange Kieler Förde ist an ihrer schmalsten Stelle noch nicht einmal zwei Kilometer breit. Hier, an der Friedrichsorter Enge, befindet sich an der nordwestlichen Seite der Förde auf einer kleinen Insel der Leuchtturm Friedrichsort. Das imposante Leuchtfeuer, das die internationale Ordnungsnummer C 1230 trägt, ist nicht das erste, das an diesem exponierten Platz seinen Dienst verrichtet. Ab 1632 ließ König Christian IV. von Dänemark an der Friedrichsorter Enge eine Festung erbauen, die in den folgenden Jahrhunderten mehrfach umgestaltet wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Bereits im Jahr 1807 errichtete man auf der Prinz-Georg-Bastion der Festung eine aus Holz gefertigte Leuchtbake, zündete sie jedoch erst 1815 an.

Auf einer der Festung vorgelagerten Sandbank war ab 1853 eine eiserne Leuchtbake in Betrieb. Sie wurde 1864 durch Eisgang zerstört und zwei Jahre später wieder aufgebaut. Ende der 1880er-Jahre erfolgte ein Umbau des Leuchtturms und die Aufstockung auf 14,50 Meter. 1936 erhielt das Leuchtfeuer eine neue, große Laterne. Als der alte Leuchtturm Friedrichsort 1971 außer Betrieb ging, übernahm die Stadt Kiel das Turmhaus, um es als maritime Erinnerung zu erhalten. Der neue Leuchtturm wurde in den späten 1960er-Jahren an beinahe der gleichen Stelle, nur um wenige Meter nach Süden versetzt, erbaut.

Der runde, etwa 32 Meter hohe Leuchtturm Friedrichsort, der am 29. Oktober 1971 seinen Betrieb aufnahm, ist mit mehreren, 12 bis 36 Meter langen Bohrpfählen im Boden verankert. Er besteht aus Stahlbeton, hat eine weiße Fassade sowie eine grün-weiß gebänderte Galerie und einen ebenfalls waagerecht grün-weiß gestreiften Unterbau. Seine 400 Watt Halogen-Metalldampflampe mit Gürtellinse und Umlaufblende erzeugt eine Lichtstärke von 28.000 Candela. Die Feuerhöhe liegt bei 32,60 Metern. Das Feuer leuchtet in den Farben Weiß, Grün und Rot. Der Leuchtturm Friedrichsort und die zugehörige Insel sind eingetragene Kulturdenkmäler der Stadt Kiel.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 70 Cent
Motiv: Illustration des Leuchtturms Friedrichsort in Kiel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Hanno Schabacker, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 34,60 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 11.06.2022 08:10:00 Gelesen: 13301# 613 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Superhelden“
Thema: „Spider-Man“

Im August 1962 wurde zum ersten Mal einer der wohl populärsten Superhelden des MARVEL Universums der Öffentlichkeit vorgestellt: Spider-Man. In der fünfzehnten Ausgabe der „Amazing Fantasy“ Hefte kreierten Autor Stan Lee und Illustrator Steve Ditko einen gänzlich neuen Charakter, der zum Welterfolg werden sollte: Spider-Man, der mit bürgerlichem Namen Peter Parker heißt, ist kein erwachsener Held, sondern ein schüchterner Highschool-Schüler und Bücherwurm, mit dem sich besonders junge Leser bis heute identifizieren können. So erhielt der neue Superheld im März 1963 mit „The Amazing Spider-Man #1“ seine eigene Comic-Reihe, die bis heute fortgesetzt wird. 2022 feiert daher eine der beliebtesten MARVEL Comic-Figuren ihr 60-jähriges Bestehen und bildet zugleich den Auftakt der neuen Sonderpostwertzeichen-Serie „Superhelden“.

Seine Fähigkeiten erlangt Peter, als er beim Besuch einer Ausstellung zum Thema Radioaktivität versehentlich von einer radioaktiv verstrahlten Spinne gebissen wird. Er entwirft daraufhin einen ausgeklügelten Anzug und entwickelt eine Vorrichtung, mit der er Fäden oder gar ganze Netze abschießen kann. Als er in einem achtlosen Moment gleichgültig einen Räuber entkommen lässt, der später seinen Onkel ermordet, beschließt Peter, seine Kräfte – übermenschliche Stärke, herausragende Schnelligkeit und ein Spinnensinn, der ihn vor sich nähernder Gefahr warnt – fortan ausschließlich zum Ergreifen von Schurken aller Art zu nutzen, denn: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.

Als eine der bekanntesten MARVEL Figuren gelang dem nahbaren Helden auch in Medien außerhalb seiner Comic-Bücher der Durchbruch, zum Beispiel in Zeichentrickserien und Hollywood-Verfilmungen. Großen Erfolg hat Spider-Man auch nach seiner Einführung in das MARVEL CINEMATIC UNIVERSE (MCU), eine Reihe von Superheldenfilmen der MARVEL STUDIOS. Seit 2009 gehört das Unternehmen MARVEL zu THE WALT DISNEY COMPANY. Eine Vielzahl spannender Spider-Man Serien und Filme bietet der Streaming-Service DISNEY+.

Text und Quelle: Dorling Kindersley (2012). Manning, M. K.: SPIDER-MAN. Die spannende Welt des Superhelden. München.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Spider-Man schwingt sich durch die Häuserschluchten
© 2022 MARVEL
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 13.06.2022 07:50:00 Gelesen: 13196# 614 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „1000 Jahre Stendal“

Stendal wurde im Jahr 1022 erstmals urkundlich erwähnt. Allerdings ist dieser Teil der Stadtgeschichte nicht gänzlich unumstritten. Denn die Quellen zu dieser frühen Zeit sind widersprüchlich. Gesichert ist, dass Stendal um das Jahr 1160 das Markt- und Stadtrecht erhielt. Die günstige Lage an der Kreuzung zweier Handelsstraßen sowie die Nähe zur Elbe sorgten dafür, dass sich schon bald Kauf- und Handwerksleute im Ort niederließen. Ende der 1350er-Jahre wurde Stendal Mitglied der Hanse und stieg, vor allem durch den Handel mit flandrischen Tuchen, mit Waren von Tuchmachern und Gewandschneidern sowie durch Privilegien wie Zollfreiheiten und das Münzrecht, zur größten und reichsten Stadt in der Mark Brandenburg auf.

Stendals historische Altstadt mit Fachwerkhäusern und Backsteinbauten spiegelt bis in unsere Tage den früheren Reichtum und die einstige Bedeutung der Hansestadt wider. Auf dem Marktplatz steht der drittgrößte Roland Deutschlands. Dahinter wachsen die Gerichtslaube und das mit Renaissancegiebeln versehene Rathaus empor, dessen Anfänge auf das frühe 15. Jahrhundert datieren. Roland und Rathaus werden von den mehr als 80 Meter hohen Doppeltürmen der Marienkirche überragt, in der sich ein großer Flügelaltar aus dem Jahr 1471 befindet.

Mit der Errichtung des Doms St. Nikolaus wurde im Jahr 1188 begonnen. Vom ursprünglichen Bau sind nur noch die unteren Geschosse der Turmfront erhalten. Die heutige Stiftskirche entstand zwischen 1423 und 1463. In ihr finden sich 22 große spätmittelalterliche Glasmalereifenster, die den Dom zu einer international bekannten Sehenswürdigkeit machen. Auch die Jacobikirche aus dem 14. und 15. Jahrhundert und die um 1300 entstandene Petrikirche prägen das Stadtbild. Von den ehemals vier Stadttoren sind heute nur noch zwei erhalten: Das Tangermünder Tor ist das älteste Torgebäude einer Stadtbefestigung in Norddeutschland, das Uenglinger Tor zählt zu den schönsten aus Backstein erbauten gotischen Stadttoren im norddeutschen Raum.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Zeichnungen bedeutender Bauwerke der Hansestadt vor farbigen Hintergründen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 15.06.2022 07:30:00 Gelesen: 13071# 615 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200. Geburtstag Gregor Mendel“

Johann Mendel wurde am 20. Juli 1822 in Heinzendorf im damaligen Österreich-Schlesien als Sohn von Kleinbauern geboren. Er wuchs mit zwei Schwestern auf dem elterlichen Bauernhof auf und zeigte schon früh ein lebhaftes Interesse an Pflanzen und Tieren. Er studierte Philosophie an der Universität Olmütz und trat 1843 in das Augustinerkloster St. Thomas in Alt Brünn (heute Tschechien) ein. Dort erhielt er den Ordensnamen Gregorius (Gregor) und wurde 1847 zum Priester geweiht. Ab 1845 besuchte er die Brünner Bischöfliche Theologische Lehranstalt und hörte Vorlesungen über Landwirtschaft. Von 1851 bis 1853 studierte er an der Universität Wien Physik und verschiedene Naturwissenschaften. Anschließend wirkte er als Aushilfslehrer in Brünn.

Im Garten des Augustinerklosters züchtete Gregor Mendel systematisch mehrere Jahre lang verschiedene Pflanzen, vor allem die Garten- bzw. Speiseerbse (Pisum sativum), um herauszufinden, wie bestimmte Merkmale – zum Beispiel die Farbe der Blüten oder die Form der Samen – über Generationen hinweg vererbt werden. Nach der statistischen Auswertung seiner Kreuzungsexperimente, aus denen etwa 28.000 Erbsenpflanzen hervorgegangen waren, formulierte er einige Schlussfolgerungen, die heute als „Mendelsche Regeln“ (Uniformitätsregel, Spaltungsregel und Unabhängigkeitsregel) bekannt sind und die Grundlagen der modernen Genetik bilden.

Als Mendel seine Erkenntnisse 1866 unter dem Titel „Versuche über Pflanzen-Hybriden“ publizierte, wurden sie von der gelehrten Welt kaum zur Kenntnis genommen. Ihre bahnbrechende Bedeutung wurde erst um 1900, lange nach Gregor Mendels Tod – er starb am 6. Januar 1884 im Alter von 61 Jahren in Brünn an den Folgen eines Nierenleidens –, erkannt. Seither gilt der Autodidakt unbestritten als „Begründer der Vererbungslehre“ und „Vater der Genetik“. Die von ihm formulierten Regeln spielen bis heute eine wesentliche Rolle in der Pflanzenzucht und in der Analyse von Stammbäumen.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 110 Cent
Motiv: Das „Schöne Mendel-Portrait“ (1862), umrahmt von Stängeln,
Blüten, Staubblättern und Samen der Erbsenpflanze
Mendel-Porträt: © Universität für Bodenkultur Wien
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Julia Warbanow, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 17.06.2022 08:15:00 Gelesen: 12938# 616 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Hans-Jürgen Wischnewski“

Hans-Jürgen Wischnewski kam am 24. Juli 1922 im ostpreußischen Allenstein (heute Olsztyn in Polen) zur Welt. Nachdem er in Berlin das Abitur abgelegt hatte, kämpfte er während des Zweiten Weltkrieges an der Ostfront und geriet 1945 in amerikanische Gefangenschaft. 1946 zog er nach Straubing in Bayern und trat in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) sowie in die Industriegewerkschaft Metall (IG-Metall) ein. Nach einer Ausbildung in Arbeits- und Sozialrecht betreute er Betriebsräte und bekleidete von 1953 bis 1959 das Amt des Gewerkschaftssekretärs der IG-Metall in Köln.

1957 zog Wischnewski in den Deutschen Bundestag ein, dem er bis 1990 angehörte. Ende der 1950er-Jahre wurde er außerdem zum Vorsitzenden der Kölner SPD gewählt. Wischnewski reiste in nahezu alle europäischen Länder und richtete seinen Blick schon früh nach Afrika und in die arabische Welt. Er war Bundesvorsitzender der Jungsozialisten (JuSos) und Bundesgeschäftsführer der SPD, Mitglied des Vorstands sowie des Präsidiums und ab 1979 stellvertretender Parteivorsitzender. 1966 wurde er zum Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ernannt, zehn Jahre später kam er unter Helmut Schmidt als Staatsminister ins Kanzleramt. Wegen seines Verhandlungsgeschicks und seiner guten Kontakte in die arabische Welt, die ihm die Bezeichnung „Ben Wisch“ eingetragen hatten, betraute man Hans-Jürgen Wischnewski immer wieder mit diplomatischen Sondermissionen.

Besondere Bekanntheit erlangte er 1977, als im Deutschen Herbst der Terrorismus der Roten Armee Fraktion Westdeutschland erschütterte. Im Zusammenhang mit dem von palästinensischen Terroristen in die somalische Hauptstadt Mogadischu entführten Flugzeug „Landshut“ wirkte Wischnewski als Krisenmanager. Durch seine Verhandlungen konnten die Geiseln befreit werden. Auch in den kommenden Jahrzehnten trug er zur Entschärfung und Beilegung von internationalen Konflikten bei. Er starb am 24. Februar 2005 in seiner Wahlheimat Köln.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 100 Cent
Motiv: Porträt von Hans-Jürgen Wischnewski, aufgenommen am 17. Mai 1984
auf dem SPD-Bundesparteitag in Essen
Foto: © picture alliance / dpa | Horst Ossinger
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professorin Daniela Haufe und Professor Detlef Fiedler, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 20.06.2022 07:10:00 Gelesen: 12585# 617 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Kinder malen eine Briefmarke“

Anfang September 2021 rief die Deutsche Post zu einem Briefmarken-Malwettbewerb mit dem Thema „Schutz des Planeten“ auf, der sich an Kinder bis einschließlich 13 Jahre richtete. Der Gedanke dahinter war, praktische Tipps zu erhalten, wie unsere Erde geschützt werden kann. Das auf einer Malvorlage gestaltete Bild musste bis zum 15. Oktober eingereicht und mit einer Kurzbeschreibung, wie die Idee entstanden ist und warum sie zum Schutz der Umwelt beiträgt, versehen werden. Mehr als 6.000 Kinder, von denen die jüngsten gerade einmal zwei Jahre alt waren, folgten dem Appell. In vielen Schulen und Kindergärten wurde die Teilnahme sogar in den Kunst- und Zeichenunterricht integriert. Aus allen Einsendungen wählte eine Jury die zehn schönsten Motive und gab diese für ein Online-Voting frei.

Ende November standen die Gewinner schließlich fest: Mit 14 Prozent der Stimmen errang das Bild „Bienenhotel/Tomaten/Basilikum-Motiv“ der 11-jährigen Alana aus Baden-Württemberg den 3. Platz. „Das soll Basilikum und Tomaten sein, dann kann man sie selbst anbauen und sich Spaghetti mit Tomatensauce machen. So spart man Geld und Plastik. Ist natürlich auch gut für die Bienen“, beschrieb die junge Künstlerin ihre Idee. Auf dem 2. Platz landete die ebenfalls 11-jährige Abril aus Niedersachsen. Ihr Bild „Weltkugel mit Blumenhintergrund“ erhielt 20 Prozent der Stimmen. „Ich dachte, dass wenn man die Welt in ‚Hände‘ schützen kann, wäre vielleicht die Welt besser dran. Die Bienen sind dabei die Blüten zu bestäuben“, ging ihr hierbei durch den Kopf.

Am überzeugendsten aber war das Blumenmotiv des erst 7-jährigen Niklas aus Bayern. Rund 25 Prozent der über 18.000 Umfrageteilnehmer stimmten für das farbenfrohe Bild. Den meisten gefiel die Atmosphäre der Zeichnung besonders gut. Kurz und knackig war auch der Begleittext: „Ich gehe in eine Umweltgruppe und wir säen und pflanzen Blumen für die Insekten.“ Das Siegermotiv erscheint nun als offizielles Postwertzeichen der Bundesrepublik Deutschland.





Ausgabetag: 07.07.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Blonder Junge an Blumenwiese mit Insekten
© Niklas Dax
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 27.06.2022 19:28:29 Gelesen: 11312# 618 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Briefperle“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Seit am 6. Mai 1840 in Großbritannien mit der One Penny Black die erste Briefmarke der Welt erschien, gehören die kleinen Papierstücke zu den begehrtesten Objekten der Sammelleidenschaft. Viele sind heute allein aufgrund ihres Alters überaus wertvoll. Vor allem aber Platten-, Druck-, Farb-, Gestaltungs- oder Schreibfehler verleihen alten wie neuen Briefmarken einen Seltenheitswert. Manchmal ist es auch einfach die Geschichte hinter der Marke oder dem ganzen Brief, die so faszinierend ist. Eines aber ist ihnen allen gemein: Sie sind die Perlen der Philatelie. Symbolisch dafür steht die „Briefperle“, das neue Postwertzeichen der Dauerserie „Welt der Briefe“.

Selbst Laien ein Begriff ist die Blaue Mauritius, die 1847 zusammen mit ihrer roten Schwester ausgegeben wurde und heute – ebenso wie diverse Briefumschläge – ein Vermögen wert ist. Die derzeit teuerste Einzelbriefmarke ist dagegen die British Guiana 1 Cent magenta, eine Notfallausgabe aus dem Jahr 1856, von der lediglich ein Exemplar bekannt ist. Auch die gelbe Tre Skilling Banco (1855) aus Schweden, die eigentlich blau-grün werden sollte, existiert wohl nur ein Mal. Immerhin vier Briefmarken sind vom Baden-Fehldruck 9 Kreuzer (1851) verzeichnet, der rosa hätte werden sollen, jedoch grün herauskam. Kein Farb-, sondern ein Druckfehler ist die berühmte US-amerikanische Inverted Jenny (1918), die ein auf dem Kopf stehendes Flugzeug zeigt. In Umlauf kamen zudem einige Exemplare der deutschen Audrey Hepburn-Marke, die 2001 vor der Ausgabe zurückgezogen wurde und seither zu den Raritäten zählt, die das Herz eines jeden Philatelisten höherschlagen lassen.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 32 Cent
Motiv: Muschel mit einer Perlen-Briefmarke
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 29.06.2022 07:10:00 Gelesen: 11217# 619 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Briefmühle“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Als wichtiger Kommunikationsträger ist es aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: das Papier. Wir benötigen es für Zeitungen, Bücher und Plakate, für Briefe, Postkarten und Umschläge, aber auch als Zahlungsmittel in Form von Banknoten und Postwertzeichen.

Wie Gemälde, für die es in der Regel ebenfalls Papier braucht, sind Briefmarken kleine Kunstwerke, die Gefühle und Eindrücke vermitteln, Geschichte erlebbar machen, besondere Menschen in Erinnerung rufen, Märchen erzählen, Kindheitserinnerungen wecken, große Momente aufleben lassen, Staunen hervorrufen und unser Allgemeinwissen gehörig aufbessern. Als fantasievoller Baustein der Papierherstellung wie auch philatelistisches Kunstwerk darf das neue Postwertzeichen „Briefmühle“ gelten.

Die Urform des heutigen Papiers stammt aus dem alten China. Im Jahr 105 dokumentierte der kaiserliche Hofbeamte Tsai Lun das Verfahren der Papierherstellung, das im Grunde bis heute gleich geblieben ist, erstmals schriftlich. Von hier aus wanderte das Wissen erst nach Korea und Japan, später in die arabische Welt und schließlich über Spanien nach Europa. In Italien wurde die Methode im 13. Jahrhundert durch Stampfwerke in mit Wasserkraft betriebenen Papiermühlen entscheidend verbessert und breitete sich über Europa aus.

Die erste deutsche derartige Mühle baute 1390 der Nürnberger Handelsherr Ulman Stromer. Und selbst nach all den Fortschritten hin zur modernen Großindustrie gibt es auch heute noch produzierende, jahrhundertealte Papiermühlen sowie das traditionelle Handwerk des Papierschöpfens. Vor allem Künstler schätzen das edle sogenannte Büttenpapier.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 37 Cent
Motiv: Windmühle, deren Flügel aus Briefen bestehen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 01.07.2022 07:20:00 Gelesen: 11092# 620 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Briefbaum“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt. Als wichtiger Kommunikationsträger ist es aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: das Papier. Wir benötigen es für Zeitungen, Bücher und Plakate, für Briefe, Postkarten und Umschläge, aber auch als Zahlungsmittel in Form von Banknoten und Postwertzeichen.

Wie Gemälde, für die es in der Regel ebenfalls Papier braucht, sind Briefmarken kleine Kunstwerke, die Gefühle und Eindrücke vermitteln, Geschichte erlebbar machen, besondere Menschen in Erinnerung rufen, Märchen erzählen, Kindheitserinnerungen wecken, große Momente aufleben lassen und unser Allgemeinwissen gehörig aufbessern. Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Als fantasievoller Baustein der Papierherstellung wie auch philatelistisches Kunstwerk darf das neue Postwertzeichen „Briefbaum“ gelten.

Die Urform des heutigen Papiers stammt aus dem alten China, wo das Verfahren der Herstellung aus Pflanzenfasern im Jahr 105 erstmals schriftlich dokumentiert wurde. Nachdem es lange Zeit eine handwerkliche Tradition geblieben war, erfand der Franzose Nicholas-Louis Robert Ende des 18. Jahrhunderts die erste Papiermaschine. 1843 gelang dem deutschen Weber Friedrich Gottlob Keller die mechanische Zerfaserung von Holz zu Holzschliff – ein Meilenstein in der Papierherstellung. Den chemischen Aufschluss von Holz zu Zellstoff entdeckten 1851 der US-Amerikaner Hugh Burgess und der Engländer Charles Watt. Noch heute stellen Holzschliff und Zellulose die Hauptrohstoffe der großindustriellen Papierproduktion dar. Das traditionelle Handwerk des Papierschöpfens existiert dennoch – vor allem Künstler schätzen das edle sogenannte Büttenpapier.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 45 Cent
Motiv: Baum, der voller Briefe hängt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 04.07.2022 07:25:00 Gelesen: 10742# 621 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Ballonpost“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Die ersten Luftfahrzeuge, die den uralten Traum des Menschen, fliegen zu können, in einem gewissen Umfang ermöglichten, waren Heißluft- und Gasballone. Schon bald nach ihrer Erfindung wurden sie für die Überbringung von Nachrichten genutzt. Das wohl berühmteste Beispiel für Philatelisten in aller Welt ist die Pariser Ballonpost während des Deutsch-Französischen Krieges. Um trotz der Belagerung der französischen Hauptstadt militärische Depeschen und Briefe übermitteln zu können, hoben zwischen dem 23. September 1870 und dem 28. Januar 1871 fast siebzig unlenkbare, zumeist bemannte Gasballone ab. Weil eine Rückkehr unmöglich war, fuhren bald auch Brieftauben in Käfigen mit, die dann Botschaften nach Paris brachten. Heute gehören die Briefe und Taubentelegramme der Pariser Ballonpost zu begehrten und teuren Sammlerstücken, da nur wenige erhalten geblieben sind.

Auch heute noch können Nachrichten mithilfe von Ballonen versendet werden. Die unbemannte Variante ist mit Wasserstoff oder Helium befüllt. Sie wird mit einer Postkarte, der eigenen Adresse und der Bitte, ein Finder möge antworten, dem Wind übergeben. Spektakulärer ist jedoch immer noch die Beförderung von Postsendungen mit bemannten Heißluftballonen. Die Briefe und Postkarten werden frankiert, adressiert und nach der Ballonfahrt von der Post weitertransportiert. Im Rahmen einer Veranstaltung gefertigte Vordrucke werden nummeriert, erhalten Sonderstempel und die Daten der Ballonfahrt. Mit einem farbenfrohen Motiv erinnert das neue Postwertzeichen der Dauerserie „Welt der Briefe“ an diese außergewöhnliche Möglichkeit, Botschaften auszusenden.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 95 Cent
Motiv: Briefe, die an Ballons schweben
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 06.07.2022 07:30:00 Gelesen: 10282# 622 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie „Für die Jugend“
zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.
Thema: Amphibien – Bergmolch, Laubfrosch und Feuersalamander

Der Bergmolch (oder Alpenmolch) ist vor allem von Nordfrankreich über weite Teile Mitteleuropas bis nach Nordgriechenland und in die Karpaten verbreitet. In Deutschland sind die Tiere überwiegend im mittleren und südlichen Teil anzutreffen, nach Nordwesten hin werden sie seltener, im Nordosten fehlen sie ganz. Bergmolche weisen eine Größe von acht bis zwölf Zentimetern auf. Im Frühjahr entwickeln die Männchen eine auffallende Blaufärbung des Rückens und der Seiten, die sich nach der Paarungszeit zurückbildet. Die Weibchen legen während der Laichzeit bis zu 250 Eier, die sie an Wasserpflanzen oder an Falllaub befestigen. 2019 wurde der Bergmolch zum Lurch des Jahres gewählt.

Der Laubfrosch gehört zu den bekanntesten heimischen Amphibien, mehrere Unterarten leben in weiten Teilen Europas. In Deutschland ist er fast überall verbreitet, gilt in einigen Gegenden jedoch als selten oder ausgestorben. Laubfrösche erreichen eine Größe von drei bis fünf Zentimetern und sind meist grasgrün gefärbt. Während der Paarungszeit legen die Weibchen bis zu 1000 Eier in Gewässern ab. Laubfrösche sind Kletterkünstler: An den Spitzen ihrer Zehen und Finger befinden sich Haftscheiben, mit denen die Tiere sogar an Fernstern hochklettern können. Auch die Lautstärke der Balzrufe von männlichen Laubfröschen, die knapp 90 Dezibel erreicht, ist beeindruckend.

Der Feuersalamander ist in mehreren Unterarten über weite Teile West-, Mittel-, Süd- und Südosteuropas verbreitet. Hierzulande sind die 14 bis 20 Zentimeter großen Tiere unter anderem im Westen, in mittleren und südwestlichen Landesteilen sowie im Erzgebirge und in Bayern anzutreffen. Ihre schwarze Haut zeigt auf der Körperoberseite ein auffälliges gelb-orangefarbenes Flecken- oder Streifenmuster. Die Weibchen setzen nach der Paarung keine Eier, sondern durchschnittlich 30 voll entwickelte, mit Kiemen ausgestattete Larven in Gewässern ab. Der Name „Feuersalamander“ rührt von dem Aberglauben her, dass die Tiere Feuer überleben können.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): Bergmolch 85+40 Cent Zuschlag / Laubfrosch 100+45 Cent Zuschlag / Feuersalamander 160+55 Cent Zuschlag
Motiv: Bergmolch (85+40 Cent): © Shutterstock / Ihor Hvozdetskyi / Laubfrosch (100+45 Cent): © Heike Lorbeer / Feuersalamander (160+55 Cent): © Stefan Schaub
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Annette Le Fort und Prof. André Heers, Berlin
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 08.07.2022 07:12:00 Gelesen: 9699# 623 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „U-Bahn-Stationen“
Thema: „Heumarkt Köln“

Köln besaß schon vor dem Zweiten Weltkrieg ein dichtes Straßenbahnnetz, die Züge verkehrten jedoch ausschließlich oberirdisch. 1956 stimmte der Stadtrat dafür, ein unterirdisches Schienennetz bauen zu lassen, das die Innenstadt unterqueren sollte.

1968 wurde der erste, fast anderthalb Kilometer lange Streckenabschnitt eröffnet. Seitdem ist die Kölner Stadtbahn kontinuierlich ausgebaut und an sich wandelnde Mobilitätsbedürfnisse angepasst worden. Von Anfang an wurde das Verkehrskonzept nicht als reine U-Bahn geplant, sondern als streckenweise in den Untergrund verlegte Straßenbahn.

Die Haltestelle Heumarkt liegt an der Nord-Süd-Stadtbahn, die seit 2004 unter anderem deshalb gebaut wird, um die südlichen Stadtteile an die Kölner Innenstadt und den Hauptbahnhof anzubinden. Das innerstädtische Nahverkehrsdrehkreuz besteht aus einem ober- und einem unterirdischen Teil. Während oben Linien der Ost-West-Verbindung verkehren, fährt auf der untersten Ebene der vierstöckigen U-Bahn-Station die Linie 5 der Nord-Süd-Stadtbahn. Die unterirdische Haltestelle ist mit 78.100 Kubikmetern umbautem Raum die größte und zugleich auch die tiefste Kölner U-Bahn-Station. Sie wurde zwischen 2005 und 2013 errichtet und am 14. Dezember 2013 eröffnet. Neben der Größe der Station fällt auch ihre Form ins Auge: Über einem ovalen Grundriss öffnet sich eine weitläufige Kuppelhalle.

Der Bahnsteig der Nord-Süd-Ebene ist rund dreizehn Meter breit. Fahrtreppen und feste Treppen führen auf die Zwischenebene, die als Verteiler mit einem ebenfalls oval angelegten Verkaufspavillon genutzt wird, bis der Umbau zu einem Bahnhof für die zurzeit noch oberirdisch verkehrenden Verbindungen erfolgt. Weil ihre Architektur an ein Kirchenschiff erinnert, haben die Kölner der U-Bahn-Station Heumarkt den Beinamen „unterirdische Kathedrale“ gegeben. Erwähnenswert ist auch die Kunst-Installation „Ghosttrain“ des Österreichers Werner Reiterer, die jeden Abend einen unsichtbaren Geisterzug durch die Station fahren lässt.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Blick von den Rolltreppen auf die Zwischenebene
© Seelbach/KVB
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 11.07.2022 08:20:00 Gelesen: 8914# 624 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe“

Dem 1948 offiziell gegründeten Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der auch als Weltkirchenrat bezeichnet wird, gehören rund 350 orthodoxe, anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte sowie vereinigte und unabhängige Kirchen,
kirchliche Denominationen und kirchliche Gemeinschaften aus über 120 Ländern an, die insgesamt 580 Millionen Christinnen und Christen repräsentieren. Er definiert sich selbst als „eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen
Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zu Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Die Mitgliedschaft im ÖRK verpflichtet zu Offenheit und Solidarität gegenüber anderen Mitgliedskirchen und zum ökumenischen Austausch.

Das oberste Entscheidungsgremium des Ökumenischen Rates der Kirchen ist die Vollversammlung. Sie wird etwa alle acht Jahre einberufen und findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland statt: Unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 31. August bis zum 8. September in Karlsruhe über ökumenische, globale und gesellschaftsrelevante Themen wie Frieden und Gerechtigkeit, die Überwindung von Vorurteilen und Rassismus und den Klimawandel, beten und feiern gemeinsam Gottesdienste. Im Fokus stehen zudem die Bibelarbeit und der Austausch über biblische Texte.

Anlässlich der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen erscheint das vorliegende Sonderpostwertzeichen. Es spielt in seiner Gestaltung auf das Logo des Ökumenischen Rates der Kirchen an, das unter anderem ein stilisiertes Boot mit einem Mast in Kreuzform zeigt, das auf dem Weltmeer schwimmt. Auf der Briefmarke stehen die vielen Boote mit ihren unterschiedlichen Farben sinnbildlich für die Vielfalt der Christenheit und für die aus aller Welt stammenden Besucherinnen und Besucher der diesjährigen Vollversammlung.





Ausgabetag: 04.08.2022
Wert (in Euro Cent): 160 Cent
Motiv: Auf Wellen schwimmende Boote mit Schiffsmasten in Kreuzform
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Luzia Hein, Hamburg
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 28.07.2022 16:32:24 Gelesen: 4097# 625 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Schmetterlingsbrief“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Schmetterlinge gehören zu den wenigen Insekten, die wir als schön erachten. Prächtige Farben und faszinierende Muster kennzeichnen vor allem die Tagfalter. Bei vielen Arten dienen die Flügel neben dem Flugvermögen der Tarnung oder gar Abschreckung. Manche Flecken ähneln zum Beispiel den Augen von Raubtieren, um Fressfeinde abzuwehren. Andere signalisieren mit strahlenden Farben, sie seien ungenießbar oder gar giftig. Frei übersetzt könnte die Botschaft beider lauten: Achtung, ich bin gefährlich! Wieder andere Schmetterlinge verschmelzen lieber mit ihrer Umgebung.

Eine Schmetterlingsart aber leuchtet tatsächlich: Der afrikanische Schwalbenschwanz (Papilio nireus) verfügt über ein mehrschichtiges Biosystem, das sehr hohe Ausbeuten an Fluoreszenz erzielt und damit in den Bereich moderner Leuchtmittel kommt. Dessen Flügelschuppen sind nämlich von Pigmenten durchdrungene, zweidimensionale photonische Kristalle, die den tiefblauen Anteil des Sonnenlichts absorbieren und es als Fluoreszenz in intensivem Grün und Blau wieder aussenden. Darüber hinaus besitzen die Schmetterlinge eine natürliche Art von Reflektoren, die das Licht in eine bestimmte Richtung lenken und somit das Leuchten verstärken. Mithilfe dieses ausgeklügelten Mechanismus, der Licht und Farbe beeinflussen kann, sind die Tiere dazu in der Lage, mit den Artgenossen zu kommunizieren. Den Menschen helfen dagegen unter anderem Briefe und Postkarten dabei, sich untereinander zu verständigen, und so stellt das neue Postwertzeichen „Schmetterlingsbrief“ eine schön anzusehende und zugleich nützliche Erweiterung der Dauerserie „Welt der Briefe“ dar.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 50 Cent
Motiv: Schmetterlinge, die in Formation eines Briefes fliegen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 30.07.2022 07:50:00 Gelesen: 3501# 626 @  
Postwertzeichen-Dauerserie
„Welt der Briefe“
Thema: „Leuchtmarke“

Künstlerisch, fantasievoll, surreal – so lassen sich die Motive der Postwertzeichen-Dauerserie „Welt der Briefe“ in aller Kürze beschreiben. Auf spielerische Weise verbindet sie die unterschiedlichsten Lebenswelten mit dem Brief, dem persönlichsten Botschafter der Welt, und kreiert ein originelles Gesamtbild, das zum Sammeln einlädt und die Lust am Schreiben zu neuem Leben erweckt.

Fluoreszenz ist eine Form des kalten Leuchtens, die durch Bestrahlung mit Licht entsteht und sofort wieder abklingt, sobald die Lichtquelle verschwunden ist. Der Mensch nutzt diesen Effekt in den verschiedensten Bereichen, etwa zum optischen Aufhellen von Briefmarken, um einem Gelbstich entgegenzuwirken. Doch nicht nur das: Bereits in den 1950er-Jahren wurden Versuche angestellt, fluoreszierende Stoffe auf oder in das Briefmarkenpapier zu bringen. Dies sollte Fälschungen erschweren, vor allem aber die Arbeitsabläufe optimieren. Mithilfe der Briefmarken, die unter UV-Licht aufleuchten, können nämlich die wahllos in Stempelmaschinen eingegebenen Postsendungen automatisch richtig positioniert und gestempelt werden.

Die ersten deutschen fluoreszierenden Briefmarken gehörten zu der Dauermarkenserie der Bundespost mit dem Porträt des Bundespräsidenten Theodor Heuss. Nachdem die ersten Marken der Serie 1954 noch ohne Fluoreszenz erschienen waren, wurden 1960 im Großraum Darmstadt, wo das Posttechnische Zentralamt der Deutschen Bundespost seinen Sitz hatte, einige der Werte erstmals auf fluoreszierendem Papier ausgegeben. Diese acht Briefmarken sind unter Sammlern als „Heuss lumogen“ bekannt, benannt nach dem verwendeten Farbstoff. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte gab es jedoch immer wieder Modifikationen, sodass geneigte Sammler heute auf die spannende Suche nach leuchtenden, nicht leuchtenden und sehr unterschiedlich weiß, gelb bis grün leuchtenden Briefmarken gehen können. Fantasievoll umgesetzt wurde diese Thematik mit dem neuen Postwertzeichen „Leuchtmarke“ der Dauerserie „Welt der Briefe“.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 370 Cent
Motiv: Eine Briefmarke, die den Raum erleuchtet
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 31,80 x 30,13 mm
 
Brigitte Am: 01.08.2022 08:00:00 Gelesen: 3090# 627 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Sehenswürdigkeiten in Deutschland“
Thema: „Schloss Neuschwanstein“

Die neue Sonderpostwertzeichen-Serie „Sehenswürdigkeiten in Deutschland“ knüpft an eine beinahe zwei Jahrzehnte zurückliegende Tradition an. Langjährige Sammler und Briefmarkenfreunde erinnern sich vermutlich an die Dauermarkenserie „Sehenswürdigkeiten“, die von November 1987 bis Februar 2004 herausgegeben wurde. Ähnlich wie damals werden mit der neuen Serie künftig besondere, sehenswerte Orte und Landschaften, Regionen und Bauwerke in Deutschland vorgestellt. Den Auftakt bildet die Briefmarke „Schloss Neuschwanstein“.

Das „Märchenschloss“ Neuschwanstein wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Auftrag von König Ludwig II. von Bayern (reg. 1864–1886) auf einem Felsrücken in der Nähe von Füssen errichtet. Am Bau der „Neuen Burg Hohenschwangau“ – denn so nannte König Ludwig II. die Anlage, die Bezeichnung „Schloss Neuschwanstein“ bürgerte sich erst nach seinem Tod ein – wirkten neben hunderten Arbeitern auch Architekten und Kunsthandwerker, Bühnenbildner und Theatermaler mit. Außen dem Vorbild einer mittelalterlichen Ritterburg nachempfunden, fehlte es im Innern des Schlosses, das keinen Repräsentationszwecken, sondern als privater Rückzugsort dienen sollte, nicht an Modernität und Komfort.

In der Gestaltung und der Einrichtung des Schlosses schlugen sich unterschiedliche Einflüsse nieder. Doch es waren vor allem die Sagen des Mittelalters sowie die Opern des Komponisten Richard Wagner, die Ludwig II. inspirierten. So finden sich auf den unzähligen Wandbildern die Könige und Ritter, Liebespaare, Dichter und Sänger der nordischen und deutschen Sagenwelt. Ein weiteres zentrales Symbol ist der Schwan – einerseits das Wappentier der Grafen von Schwangau, in deren Nachfolge sich Ludwig II. sah, und andererseits das christliche Symbol der Reinheit, nach dem der König strebte. Einige Wochen nach seinem Tod im Jahr 1886 wurde das Schloss Neuschwanstein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute zählt es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Schloss Neuschwanstein aus der Vogelperspektive
© Wirestock – stock.adobe.com
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 03.08.2022 07:12:00 Gelesen: 2565# 628 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Helden der Kindheit“
Thema: „Die Schlümpfe“

Die Schlümpfe gibt es schon seit beinahe 65 Jahren. Die kleinen blauen Wesen mit den weißen Hosen und Mützen stammen aus der Feder des belgischen Comiczeichners Peyo (Pierre Culliford, 1928–1992) und hatten ihren ersten Auftritt am 23. Oktober 1958 in der Comicreihe „Johann und Pfiffikus“. Die Schlümpfe, zunächst als Nebenfiguren angelegt, wurden schnell so populär, dass sie ab 1959 unter dem Titel „Les Schtroumpfs“ regelmäßig eigene Abenteuer erlebten. Internationale Bekanntheit erlangten sie durch die Zeichentrickserie, die ab 1983 auch im bundesdeutschen Fernsehen mitverfolgt werden konnte.

Die Schlümpfe wohnen in ihrem Dorf Schlumpfhausen, das im Verwunschenen Land liegt. Sie sind fleißige, liebenswerte Geschöpfe, die häufig das Wort „schlumpfen“ verwenden und sich vor allem von ihrer Lieblingspflanze Sarsaparille ernähren. Jeder Schlumpf ist nach seiner Aufgabe bzw. seinem Beruf oder nach einer hervorstechenden Eigenschaft benannt. So gibt es neben Handy, dem Handwerker und Erfinder, auch Poeti, den Dichterschlumpf, und Hefty, den stärksten aller Schlümpfe. Auch Schlumpfine, lange Zeit der einzige weibliche Schlumpf, und natürlich Papa Schlumpf mit seinem weißen Bart und seiner roten Kleidung zählen zur Schlumpfgemeinschaft. Die friedfertigen Schlümpfe müssen sich immer wieder gegen Bösewichte wie den Zauberer Gargamel und seine Katze Azrael zur Wehr setzen.

Die „Schlümpfe“-Comicserie kam Ende der 1960er-Jahre nach Deutschland und war auch hier auf Anhieb überaus beliebt. 1975 konnten die Abenteuer der Schlümpfe erstmals im Kino miterlebt werden, seit 2011 erschienen mehrere Filme in 3-D-Optik. Seit Kurzem wird eine neue, internationale Ko-Produktion der Fernsehserie „Die Schlümpfe“ ausgestrahlt. Die Figuren erfreuen sich großer Popularität, die Comics und Serien wurden inzwischen in mehr als 25 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für ihre Musik erhielten die Schlümpfe schon über 50 Goldene und mehr als 70 Platin-Schallplatten.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Papa Schlumpf mit musizierenden Schlümpfen
© Peyo -2022- Lic. I.M.P.S. (Brussels)
http://www.smurf.com
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 06.08.2022 08:20:00 Gelesen: 1630# 629 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Helden der Kindheit“
Thema: „Pumuckl“

Pumuckl wurde Anfang der 1960er-Jahre von der Hörspiel- und Kinderbuchautorin Elisabeth „Ellis“ Kaut (1920–2015) geschaffen. Der Name der Titelfigur war der Einfall ihres Mannes: Als seine Frau während eines Winterspaziergangs Schnee auf ihn herabfallen ließ, lachte er: „Du bist ein richtiger Pumuckl!“ Daran erinnerte sich Ellis Kaut, als sie die Hörspielserie um den lustigen, gleichermaßen frechen wie liebenswerten Kobold kreierte. Die Serie war so beliebt, dass die Hörspiele auf Schallplatten und Hörspielkassetten sowie in Büchern veröffentlicht wurden. Die Illustrationen steuerte die Malerin Barbara von Johnson bei, der Schauspieler Hans Clarin lieh dem Kobold seine Stimme. Ab Beginn der 1980er-Jahre entstand die TV-Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“ mit Gustl Bayrhammer als Meister Eder.

Pumuckl ist ein kleiner, von den Klabautermännern abstammender Kobold, der zunächst unsichtbar in der Werkstatt des Schreinermeisters Eder lebt und dort für allerhand Unerklärliches sorgt. Eines Tages klebt er an einem Leimtopf fest, wird dadurch für Meister Eder sichtbar und muss, „altes Koboldgesetz“, fortan bei ihm bleiben. Nachdem Meiser Eder sich davon überzeugt hat, dass das kleine Wesen mit den leuchtend roten Haaren, dem gelben Pullover und der grünen Hose wirklich vor ihm steht, freunden sich die beiden schnell miteinander an. Pumuckl, der für sein Leben gern dichtet und reimt, treibt auch weiterhin eine Menge Unfug, ist dabei jedoch ein herzensguter Kerl.

Die TV-Serien „Meister Eder und sein Pumuckl“ und „Pumuckls Abenteuer“ aus den 1980er-und 1990er-Jahren zählten zu den beliebtesten Kinderserien Deutschlands. Daneben entstanden mehrere Kinofilme. Seit März 2022 wird unter dem Titel „Neue Geschichten von Pumuckl“ wieder eine TV-Serie um den beliebten Rotschopf produziert, die inhaltlich an die Ursprünge seiner Fernsehauftritte anknüpft. Damit macht Pumuckl, pünktlich zu seinem 60. Geburtstag, sich und seinem Publikum das allerschönste Geschenk.





Ausgabetag: 01.09.2022
Wert (in Euro Cent): 85 Cent
Motiv: Pumuckl auf seinem Holzpferd in Meister Eders Werkstatt
© Ellis Kaut, Barbara von Johnson, Infafilm GmbH Manfred Korytowski
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 

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