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Thema: Neuheiten aus Deutschland
Das Thema hat 847 Beiträge:
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Brigitte Am: 09.04.2026 08:15:00 Gelesen: 84149# 823 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie „Europa“
70 Jahre EUROPA-Briefmarke

Als Symbol der übereinstimmenden Interessen und Ziele beschlossen die sechs Mitgliedsländer der 1951/52 gegründeten Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, auch Montanunion genannt, die gemeinschaftliche Herausgabe von Postwertzeichen. Die erste, motivgleiche Ausgabe mit insgesamt dreizehn EUROPA-Marken entstand nach einem Entwurf des französischen Künstlers Daniel Gonzague und erschien am 15. September 1956. Im folgenden Jahr durften die Länder den herausgegebenen Marken eine igene Form geben, während 1958 wieder ein einheitliches Motiv den Europa-Gedanken symbolisierte.

Im Jahr 1959 gründeten die Postverwaltungen von mittlerweile neunzehn Staaten in Montreux eine Dachorganisation der „Länder der Europäischen Konferenz für Post- und Fernmeldewesen – Conférence Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications“, kurz CEPT. Mit diesem Aufdruck erschienen in den folgenden mehr als dreißig Jahren die Gemeinschaftsausgaben.

Die EUROPA-Marken mit den identischen Motiven, die sich nur in der Währung und durch die Bezeichnung des Ausgabelandes unterschieden, wurden bis 1973 ausgegeben. Seit 1974 legen die Teilnehmerländer nur noch gemeinsame Themen fest, die national umgesetzt werden. Zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum von CEPT (1984) erschienen nochmals Marken mit einem einheitlichen Motiv.

1992 kam es zur Gründung einer neuen Organisation der Postunternehmen, der PostEurop, die seitdem für die Ausgabe der EUROPA-Marken verantwortlich ist. Damit entfiel der Aufdruck CEPT auf den Postwertzeichen, die nun einheitlich das Logo „EUROPA“ tragen.

Nur in wenigen Fällen entschied PostEurop, die EUROPA-Marken mit einem einheitlichen Motiv in allen Teilnehmerländern herauszugeben. So wurde unter anderem infolge des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine im Jahr 2023 eine Marke mit dem Titel „FRIEDEN – höchstes Gut der Menschheit“ emittiert und nun erscheint eine Marke anlässlich des siebzigjährigen Jubiläums der EUROPA-Briefmarke.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Gerasterte Farbflächen mit diagonaler Teilung der Marke durch sieben große Perforationslöcher
Motiv: Klaus Welp, Helsinki
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Hanno Schabacker, Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 11.04.2026 08:30:01 Gelesen: 82954# 824 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“
Eva Mamlok (1918–1944)

Eva Mamlok kam am 6. Mai 1918 in Berlin-Kreuzberg als Tochter des jüdischen Wein- und Spirituosenhändlerehepaares Albert und Martha (geborene Peiser) Mamlok zur Welt und stellte sich bereits in jungen Jahren unerschrocken gegen das nationalsozialistische Regime. Zum ersten Mal verhaftet wurde sie wohl schon vor ihrem vierzehnten Geburtstag, nachdem sie auf das Dach des Warenhauses Tietz (nach der Enteignung: Hertie) am Kreuzberger Belle-Alliance-Platz (heute: Mehringplatz) geklettert war und dort die mit Farbe aufgetragene Botschaft „Nieder mit Hitler!“ hinterlassen hatte. Vermutlich weil sie als noch nicht strafmündig galt, ließ man sie wieder frei.

Erst als sie im Rahmen einer Aktion der verbotenen Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) am 21. November 1934 auf den Gräbern von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht einige Blumen niederlegte, ist Eva Mamlok aktenkundig und, nach Wiederholung dieser Geste kurze Zeit später, in sogenannte Schutzhaft genommen worden. Am 27. November wurde ihre Überführung in das Frauenkonzentrationslager Moringen beschlossen, wo sie vom 20. Dezember 1934 bis zum 8. Mai 1935 inhaftiert war. Anfang September 1939 brachte Eva Mamlok ihre uneheliche Tochter Tana zur Welt, über deren Vater nichts bekannt ist.

Ab 1940 musste die junge Frau Zwangsarbeit leisten. An ihrem Arbeitsplatz leitete sie eine jüdische Frauengruppe, die antifaschistische Flugblätter verteilte, verbotene Literatur in Umlauf brachte und politische Parolen auf Hauswände schrieb. Im September 1941 ist Eva Mamlok denunziert und verhaftet worden. Am 13. Januar 1942 erfolgte die Deportation nach Riga. Auch dort, zuerst im Ghetto und später im Konzentrationslager Riga-Kaiserwald, setzte sie ihren Widerstand fort. Am 1. Oktober 1944 wurde sie in das Konzentrationslager Stutthof gebracht und starb dort am 23. Dezember an den Folgen von systematischer Unterernährung, schwerster körperlicher Arbeit, unzureichenden hygienischen Bedingungen und mangelnder medizinischer Versorgung.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Porträt Eva Mamlok (95 Cent) Foto: © Wolfgang Kaleck
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler (Cyan), Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 13.04.2026 08:30:00 Gelesen: 81348# 825 @  
Sonderpostwertzeichen
„125 Jahre Mathildenhöhe Darmstadt“

Die Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe ist ein einzigartiges Ensemble aus der Zeit des Jugendstils, das Kunstwerke und Gebäude umfasst. Sie wurde im Jahr 1899 von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein gegründet und nach Prinzessin Mathilde Karoline von Bayern benannt, die mit Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein verheiratet war, der im 19. Jahrhundert maßgeblich zur Ausgestaltung des Landschaftsparks beigetragen hatte, in dem die Künstlerkolonie ihre Heimat finden sollte. Zwischen 1901 und 1914 fanden vier international beachtete Ausstellungen statt, die Darmstadt zu einem Zentrum des Jugendstils und der beginnenden Moderne machten.

Nachdem sich 1899 die ersten Architekten und Künstler auf der Mathildenhöhe angesiedelt hatten, um neue Bau- und Lebensformen zu erproben, konnte die erste Ausstellung am 15. Mai 1901 eröffnet werden. Sie zeigte das als Ateliergebäude konzipierte Ernst-Ludwig-Haus, in dem heute das Museum Künstlerkolonie untergebracht ist, sowie acht Künstlerhäuser, darunter das Große Haus Glückert, das Haus Habich und das Haus Behrens, deren Inneneinrichtungen mitsamt vieler Gebrauchsgegenstände vom Mobiliar bis zum Tafelgeschirr inklusive Trinkgläsern von Mitgliedern der Künstlerkolonie entworfen worden waren.

Im Rahmen der drei folgenden Ausstellungen wurde die Künstlerkolonie um weitere Bauten und Anlagen ergänzt. Hierzu gehören das monumentale Ausstellungsgebäude, welches auf einem ehemaligen Wasserreservoir seinen Platz fand, sowie der fast fünfzig Meter hohe Hochzeitsturm, der mit seiner stilisierten Hand als Ikone der modernen Architektur und als eines der Wahrzeichen Darmstadts gilt. Auch der mit steinernen Skulpturen und Reliefwänden verzierte Platanenhain, der schon um 1830 von der großherzoglichen Familie gepflanzt wurde, ist Bestandteil der Künstlerkolonie. Seit dem 24. Juli 2021 ist die Mathildenhöhe Darmstadt als bedeutendes Ensemble der frühen Moderne in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.



Ausgabetag: 07.05.2026
Verkaufspreis (in Euro): 29,00 Euro
Motiv: Illustration verschiedener Symbole der Künstlerkolonie Mathildenhöhe
Vorlage Gläser: Joseph Maria Olbrich, Doppelseite zum Speisezimmer mit Vignetten
zu Gläsern und Veilchenvase aus dem Katalog „Das Haus Olbrich“, 1901,
Institut Mathildenhöhe / Städtische Kunstsammlung Darmstadt, Inv.Nr. 3189 BK
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Luzia Hein, Hamburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 05.05.2026 12:31:00 Gelesen: 65912# 826 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Beliebte Urlaubsziele der Deutschen“
Alpen

Wer einen Urlaub in den Alpen plant, kann zwischen diversen Freizeitaktivitäten wählen – angefangen von Wandern, Mountainbiken und Bergklettern über Ski- und Snowboardfahren bis zu Wellnesstagen in Hotels, Familienauszeiten auf Bauernhöfen sowie Kultur- und Städtereisen. In den Bayerischen Alpen sind die Region um die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen und der idyllisch zwischen den Berghängen von Watzmann und Hagengebirge im Berchtesgadener Land gelegene Königssee beliebte Urlaubsziele. Auch das Allgäu zieht zahlreiche Reisende an, die das Schloss Neuschwanstein und die Breitachklamm besuchen.

Wer seinen Alpenurlaub nicht in Deutschland, aber im deutschsprachigen Ausland verbringen möchte, kann sich in die Schweiz oder nach Österreich aufmachen. In den Schweizer Alpen ist das Wallis mit dem bei Zermatt zu bestaunenden Matterhorn und dem Aletschgletscher ein Touristenmagnet. Auch das Berner Oberland mit der auf dem Sonderpostwertzeichen abgebildeten Jungfrau-Region erfreut sich großer Beliebtheit. In den österreichischen Alpen locken die Hohen Tauern mit dem Großglockner, die Wintersporthochburg Zillertal in Tirol sowie das Salzburger Land mit seinen glasklaren Seen Urlauberinnen und Urlauber an.

In den französischen Alpen genießt das Urlaubsgebiet Chamonix am Fuße des Mont Blanc einen ausgezeichneten Ruf. Die im Südosten Frankreichs gelegene Stadt Annecy durfte sich im Jahr 2012 mit dem Titel „Alpenstadt des Jahres“ schmücken. In den italienischen Alpen wurden 2026 die XXV. Olympischen und die XIV. Paralympischen Winterspiele ausgetragen, unter anderem in Cortina d’Ampezzo, das neben Südtirol und dem Gardasee zu den beliebtesten Urlaubszielen in der italienischen Alpenregion gehört.

So schön ein Urlaub in den Alpen ist, der Massentourismus hinterlässt dort unweigerlich Spuren. Alle Besucherinnen und Besucher sollten dazu beitragen, die landschaftliche Vielfalt zu erhalten, damit sich auch künftige Generationen an den grandiosen Bergpanoramen erfreuen können.



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Murmeltiere vor dem Bergpanorama der Jungfrau Region
Murmeltiere © istockphoto.com / Christopher Broman Tak
Bergpanorama © istockphoto.com / JaySi
Gras © istockphoto.com / Wirestock
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: powerbrand marketing, Aaliyah Pauler, Wiesbaden und Bettina Walter, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 07.05.2026 15:31:00 Gelesen: 64544# 827 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Der Mensch als Entdecker“
Marianengraben

Mit der Sonderpostwertzeichen-Serie „Der Mensch als Entdecker“ werden künftig Ereignisse vorgestellt, die unser Verständnis der Welt erweitert und nachhaltig verändert haben. Ein Blick auf die Geschichte des Menschen legt den Gedanken nahe, dass es ein Grundbedürfnis unserer Spezies ist, zu fremden Ufern aufzubrechen, die höchsten Berge zu erklimmen und in die tiefsten Tiefen hinabzusteigen. Das Motiv der Briefmarke „Marianengraben“, die den Auftakt macht, wurde mithilfe einer Künstlichen Intelligenz gestaltet. Zudem erscheint, wie bei allen Marken der Serie, parallel zur traditionellen Ausgabe eine Krypto-Briefmarke mit einem „digitalen Zwilling“ in einer Blockchain.

Der Marianengraben ist eine Tiefseerinne, die sich zweitausend Kilometer östlich der Philippinen über eine Länge von zweitausendfünfhundert Kilometern im westlichen Pazifischen Ozean erstreckt. Sie wurde am 23. März 1875 entdeckt. An jenem Tag lotete das britische Forschungsschiff HMS Challenger mit achttausendeinhundertvierundachtzig Metern den bis dahin tiefsten Punkt der Erde aus. Dieses Gebiet im westlichen Teil des Marianengrabens trägt heute den Namen Challengertief. Doch damit war das Ende noch nicht erreicht: Spätere Messungen, die an anderen Stellen und mit jeweils modernster Technik vorgenommen werden konnten, führten immer weiter hinab bis zur derzeit gültigen Marke von knapp elftausend Metern.

Und weil der Mensch ein Entdecker ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis er versuchen würde, diesen tiefsten Punkt der Erde mit eigenen Augen zu sehen. Am 23. Januar 1960, als die Ozeanografen Jacques Piccard und Don Walsh in das Unterseeboot Trieste kletterten, war es so weit. Ihr Abstieg dauerte mehrere Stunden, bis sie schließlich in zehntausendneunhundertsechzehn Metern Tiefe auf dem Meeresboden aufsetzten. Dort machten sie die erstaunliche Entdeckung, dass es in dieser unwirtlichen Umgebung komplexe Lebensformen gibt – eine ebenso große Sensation wie die Tauchfahrt selbst!



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 18,00 Euro
Motiv: U-Boot beginnt Erforschung des Grabens
Illustration: DALL-E
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker und Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 09.05.2026 15:21:59 Gelesen: 62867# 828 @  
Sonderpostwertzeichen
„25 Jahre Frauen im Waffendienst der Bundeswehr“

Frauen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken aus der Bundeswehr. Sie fliegen, gleichberechtigt mit ihren männlichen Kameraden, Kampfjets und Hubschrauber, sie springen aus Flugzeugen und fahren Panzer, sie kommandieren Kriegsschiffe und Kampfkompanien.

Kurzum, ihnen stehen alle militärischen Laufbahnen offen. Doch das war nicht immer so. Tatsächlich durften, als im November 1955 die ersten Soldaten der Bundeswehr vereidigt wurden, Frauen laut Grundgesetz „auf keinen Fall Dienst mit der Waffe leisten“ und mithin nur in zivile Bereiche, nicht aber als Soldatinnen in die Streitkräfte eintreten.

Erst durch eine Änderung des Soldatengesetzes ist es Frauen im Sommer 1975 möglich geworden, sich auf freiwilliger Basis für den Sanitätsdienst der Bundeswehr zu bewerben. Noch am 1. Oktober desselben Jahres konnten in Bonn die ersten fünf weiblichen Sanitätsoffiziere ernannt werden. Als Ärztinnen übernahmen sie, gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen, Verantwortung für die Gesundheitsversorgung der Soldaten. Damit war ein erster Schritt für die Integration von Frauen in die Bundeswehr getan. Ein weiterer folgte 1991, als im Sanitäts- und Militärmusikdienst alle Karrierewege für Frauen geöffnet wurden.

Zu einer Grundgesetzänderung, die Frauen den Zugang zum Soldatenberuf ohne jegliche Einschränkung ermöglichte, kam es einige Jahre später, nachdem sich Tanja Kreil 1996 als Soldatin bei der Bundeswehr beworben hatte und mit Verweis auf Artikel 12 a Absatz 4, der Frauen den Dienst mit der Waffe verbot, abgelehnt worden war. Der Europäische Gerichtshof entschied am 11. Januar 2000, dass die bundesdeutsche Regelung gegen die EU-Richtlinie zur beruflichen Gleichstellung von Männern und Frauen verstieß und dass Frauen in der Bundeswehr zum Dienst an der Waffe zuzulassen seien. Seit 2001 stehen Frauen neben den zivilen auch alle militärischen Laufbahnen in der Bundeswehr offen, sie dürfen jedoch laut Grundgesetz weiterhin „auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden“.



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Farbiges Camouflage-Muster aus den Silhouetten von Frauen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Michael Menge, Duisburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 11.05.2026 15:22:12 Gelesen: 61833# 829 @  
Sonderpostwertzeichen
„Sommermärchen 2006“

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 war für Millionen Deutsche kein Turnier wie jedes andere. Nicht nur weil die WM in diesem Jahr im eigenen Land stattfand, sondern auch weil die beherzte Leistung der deutschen Nationalmannschaft, die vor Turnierbeginn keineswegs als Favorit galt, eine Welle der Euphorie in der Bundesrepublik auslöste.

Die DFB-Auswahl beeindruckte mit einer unerwartet offensiven und druckvollen Spielweise. Ganz besonders in Erinnerung blieb das Viertelfinalspiel gegen Argentinien, nicht zuletzt aufgrund der Leistung von Torhüter Jens Lehmann, der durch zwei gehaltene Strafstöße im Elfmeterschießen seiner Mannschaft den Einzug ins Halbfinale sicherte. Dort war nach einer Niederlage gegen Italien allerdings Schluss für die deutsche Elf.

Das hart umkämpfte Finale zwischen Italien und Frankreich konnte letztlich die Squadra Azzurra ebenfalls im Elfmeterschießen für sich entscheiden. Vor allem eine Szene blieb im kollektiven Gedächtnis mit diesem Spiel verbunden: Als Zinédine Zidane von seinem Gegenspieler Marco Materazzi nach einem Zweikampf provoziert wurde, brachte er den Innenverteidiger mit einem Kopfstoß zu Boden. Das Bild des wütenden Zidane, der seinen Kopf in Materazzis Brust rammte, ging danach weltweit durch die Medien.

In erster Linie aber war die Weltmeisterschaft ein gesamtgesellschaftliches kulturelles Ereignis. Von der Mehrheit der Deutschen wurde die WM als unbeschwertes und leidenschaftliches Fußballfest wahrgenommen, das nicht nur gefühlt das ganze Land in Feierstimmung versetzte, sondern auch ein gelasseneres Verhältnis zur deutschen Nation und zum Patriotismus ermöglichte. Insbesondere bei den allgegenwärtigen „Public Viewings“ kamen teilweise tausende Menschen zusammen, um ausgelassen zu feiern. Schnell etablierte sich der Begriff des „Sommermärchens“, der bis heute als Synonym für diesen außergewöhnlichen Monat steht. Das vorliegende Sonderpostwertzeichen erinnert anlässlich ihres zwanzigsten Jahrestages an die Fußballweltmeisterschaft 2006.



Ausgabetag: 11.06.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Auf grünem Rasen dargestellte Botschaften zum Briefmarkenthema
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Armin Lindauer, Mannheim
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 29.05.2026 12:21:37 Gelesen: 50326# 830 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Helden der Kindheit“
Familie Feuerstein

Die Feuersteins leben zwar in der Steinzeit, aber die Situationen, in die sie geraten, sind alles andere als primitiv! Zusammen mit ihren besten Freunden, den Geröllheimers, begeistern sie Jung und Alt mit prähistorischen Versionen moderner Annehmlichkeiten und Probleme. Erdacht vom Erfolgsduo William Hanna und Joseph Barbera, lief die erste Folge von „The Flintstones“ am 30. September 1960 im US-amerikanischen Fernsehen. Die Abenteuer der beiden Familien waren für die damalige Zeit neu und bahnbrechend, denn „Familie Feuerstein“ war die erste Zeichentrickserie, die zur Hauptsendezeit lief. Ab Juli 1966 wurde sie auch in der Bundesrepublik Deutschland gezeigt.

Die Idee einer „modernen“ Höhlengesellschaft, die Dinosaurier, Stein und Holz auf unglaublich erfinderische Weise nutzt, begeisterte immer wieder aufs Neue, sodass sich die Steinzeit-Sitcom im Laufe der Sechzigerjahre zur beliebtesten Zeichentrickserie überhaupt entwickelte und mit 166 Episoden als längste Serie ihres Genres in die Fernsehgeschichte einging. In den ersten beiden Staff eln dreht sich alles um die Ehepaare Feuerstein und Geröllheimer. Während der faule, aber liebenswerte und gutherzige Fred und sein treuer, naiver Nachbar Barney ständig in Schwierigkeiten geraten, kümmern sich ihre geduldigen, liebevollen Ehefrauen Wilma und Betty um den Haushalt. Die Frauen sind die wahrhaft starken Charaktere der Serie und ihrer Zeit damit weit voraus. In der dritten und vierten Staffel kommen die Kinder Pebbels und Bamm-Bamm dazu und sorgen für weiteres Chaos.

Zu einem internationalen popkulturellen Phänomen avanciert, erhielt „Familie Feuerstein“ nach ihrem offiziellen Ende 1966 zahlreiche Spin-offs und mehrere Kinofilme, darunter die erfolgreiche Realverfilmung „Flintstones – Die Familie Feuerstein“ aus dem Jahr 1994.

Nun schmückt die modern-prähistorische Familie – eine Ikone der Fernsehunterhaltung des 20. Jahrhunderts – auch die neueste Ausgabe der Sonderpostwertzeichen-Serie „Helden der Kindheit“.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Familie Feuerstein fährt zusammen mit den Geröllheimers im Flintmobil
THE FLINTSTONES and all related characters and elements © & ™ Hanna-Barbera. (s26)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 02.06.2026 15:30:00 Gelesen: 48896# 831 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Superhelden“
The Flash

Es gibt eine geheimnisvolle Kraft, ein Energiefeld mit dem Namen Speed Force, das im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Helden unglaubliche Geschwindigkeitskräfte verliehen hat. Der bedeutendste unter ihnen ist The Flash, der sich unfassbar schnell bewegen kann und seine Kraft nutzt, um Leben zu retten und diejenigen zu verteidigen, die sich selbst nicht verteidigen können – alles innerhalb von Sekunden. Drei Männer haben den Titel „Der schnellste Mann der Welt“ getragen: Jay Garrick, Barry Allen und Wally West. Jeder von ihnen definierte das Wort „Held“ neu.

The Flash gehört zu den frühen Schöpfungen des US-amerikanischen Comicverlags DC. Seinen ersten Auftritt hatte er 1940 in „FLASH COMICS #1“. Darin wird die Geschichte des Studenten Jay Garrick erzählt, der nach einem bizarren Laborunfall feststellt, dass er sich mit übermenschlicher Geschwindigkeit bewegen kann. Er trägt fortan ein blau-rotes Kostüm mit einem gelben Blitz auf der Brust und nutzt seine Kräfte, um Verbrechen zu bekämpfen. In den 1950er-Jahren wurde die Figur von The Flash überarbeitet und es entstand mit dem Gerichtsmediziner Barry Allen ein völlig neuer Charakter, der in einem feuerroten Kostüm mit einem gelben Blitz auf der Brust seine Heimatstadt und den Rest der Welt gegen das Böse verteidigt. Mit Kid Flash, der im wahren Leben Wallace „Wally“ West heißt, erhielt er einen Sidekick, der später seinen Platz einnehmen musste, als Barry Allen starb.

Weil er nicht nur unvorstellbare Geschwindigkeiten beherrscht, sondern auch die Zeit, hat er seine Kräfte oft genutzt, um durch verschiedene Epochen und in andere Dimensionen zu reisen. Obwohl The Flash nicht immer schnell genug war, um persönlichen Tragödien zu entkommen, tut er stets sein Bestes, um zu verhindern, dass dasselbe seinen Mitmenschen passiert. Damit hat er sich einen Platz unter den größten Superhelden verdient, die das DC-Universum je gekannt hat, und ziert nun die neueste Ausgabe der Sonderpostwertzeichen-Serie „Superhelden“.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: The Flash vor Comic-Panels
THE FLASH and all related characters and elements © & ™ DC. (s26)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger und Thomas Steinacker, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 04.06.2026 12:06:20 Gelesen: 48248# 832 @  
Sonderpostwertzeichen
„150 Jahre Bayreuther Festspiele“

Die Bayreuther Festspiele gehören zu den bekanntesten Musiktheaterfestivals der Welt. Sie wurden vom Komponisten und Librettisten Richard Wagner (1813–1883) ins Leben gerufen. Dieser hatte während seiner Jugendzeit begonnen Musikstücke zu komponieren und wenig später sein Interesse für die Oper entdeckt. In den 1830er-Jahren schuf er erste Werke dieser Gattung, die er später zum sogenannten Musikdrama weiterentwickeln sollte. Durch den Umgang mit König Ludwig II. von Bayern, der dieses Vorhaben finanziell unterstützte, konnte Wagner schließlich die Idee von einem Festspiel, bei dem seine Werke in gebührendem Rahmen aufgeführt werden sollten, in die Tat umsetzen.

Dafür ließ er zwischen 1872 und 1875 auf dem Grünen Hügel in Bayreuth ein Festspielhaus errichten, das er selbst entworfen hatte. Es wurde am 13. August 1876 mit Wagners Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“ feierlich eröffnet. Die zweiten Festspiele, diemit einer Inszenierung von Wagners „Parsifal“ begannen, fanden 1882 statt und waren gleichzeitig die letzten, die der Komponist noch erlebte. Nach seinem Tod führte seine zweite Ehefrau, Cosima Wagner, die Festspiele im Geiste ihres Mannes fort.

Infolge des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wurde der Spielbetrieb 1914 eingestellt und erst 1924 wieder aufgenommen. Zwischen 1933 und 1945 kam es zu einer unseligen Liaison der Bayreuther Festspiele mit der nationalsozialistischen Diktatur, in der sich beide Seiten gegenseitig befeuerten und voneinander profitierten. Nicht zuletzt deshalb haben die Festspiele nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1951 pausieren müssen. Seither sind sie ohne Unterbrechung alljährlich in der Sommerzeit ausgerichtet worden.

Lediglich 2020 mussten sie wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt werden. Interessierte warten oft lange auf Tickets und reisen teilweise von weither an, um den mehrstündigen und nicht selten kontrovers diskutierten Inszenierungen beizuwohnen.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Muster aus geometrischen Formen,
dem Mosaikfußboden der Königsloge nachempfunden
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Susann Stefanizen, Leipzig
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 06.06.2026 09:20:47 Gelesen: 47534# 833 @  
Sonderpostwertzeichen
„75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention“

Die Genfer Flüchtlingskonvention beziehungsweise das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“, wie das Dokument offiziell heißt, bildet die Grundlage des internationalen Rechts zum Schutz von Flüchtlingen und kann als Meilenstein des Völkerrechts gelten. Es wurde am 28. Juli 1951 als Konsequenz aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges auf einer Sonderkonferenz der Vereinten Nationen in Genf unterzeichnet und zielte zunächst darauf, den Rechtsstatus von vor allem europäischen Vertriebenen und Flüchtlingen zu klären und ihre Rechte zu schützen. Zudem definiert das Abkommen, wer ein Flüchtling ist, welchen rechtlichen Schutz, welche Hilfe und welche sozialen Rechte Flüchtlinge erhalten sollen, schreibt aber auch die Pfl ichten fest, die ein Flüchtling seinem Aufnahmeland gegenüber hat.

Nahezu zeitgleich wurde am 14. Dezember 1950 das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) gegründet. Ursprünglichauf drei Jahre angelegt, sollte es jene Menschen, für die das Abkommen geschaffen worden war, unterstützen und dafür Sorge tragen, dass die Genfer Flüchtlingskonvention umgesetzt und eingehalten würde. Weil die Zahl der Flüchtlinge jedoch zunahm, besteht das UNHCR mit erweiterten Aufgaben bis heute. Und da auch das Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge eine zeitliche Begrenzung enthielt, wurde am 31. Januar 1967 eine Ergänzung vorgenommen: Das „Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ hob alle Beschränkungen auf, sodass die Konvention seither zeitlich unbefristet und weltweit in allen einhundertneunundvierzig Vertragsstaaten gilt.

Die Genfer Flüchtlingskonvention erfährt immer wieder Kritik und bisweilen wird gegen ihre verbindlichen Bestimmungen verstoßen – dennoch war, ist und bleibt sie das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz von Flüchtlingen und hat vielen Millionen Menschen das Leben gerettet. Darauf verweist auch das Sonderpostwertzeichen, das Flüchtlinge zeigt, die zwischen den Seiten des Dokuments Schutz suchen.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 33,00 Euro
Motiv: Abstrahierte Darstellung des Rechtsdokuments, in das sich eine Gruppe von Menschen hineinbewegt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Sebastian König, Hamburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 08.06.2026 15:05:00 Gelesen: 45904# 834 @  
Sonderpostwertzeichen
„Deutschlands schönster Sonnenaufgang“

In einer Pressemitteilung vom 29. August 2025 gab die Deutsche Post bekannt, dass sie auf der Suche nach dem schönsten Sonnenaufgang Deutschlands sei, und lud alle Fotografinnen und Fotografen sowohl aus dem professionellen als auch aus dem Hobbybereich dazu ein, ihre Aufnahmen vom magischsten Sonnenaufgang in Deutschland bei einem Fotowettbewerb für die Gestaltung einer Briefmarke einzureichen. Aus den fast eintausendzweihundert Einsendungen wählte eine Jury, in der Expertinnen und Experten aus verschiedenen Kunst- und Wissenschaftsbereichen vertreten waren, die zehn schönsten Motive aus. Diese wiederum standen vom 23. Oktober bis zum 11. November 2025 im Internet zur Abstimmung.

Aus dem öffentlichen Online-Voting, an dem sich rund sechstausendachthundert Personen beteiligten, ging das von Banu Erkan aufgenommene Foto mit einundzwanzig Prozent aller abgegebenen Stimmen als strahlender Sieger hervor. Es zeigt Deutschlands schönsten Sonnenaufgang über den südlich von Hannover gelegenen „Koldinger Seen“ und ziert nun als Motiv die vorliegende 95-Cent-Briefmarke, welche in einer hohen Auflage erscheint. Die Gewinnerin hat offenbar nicht mit dem Ausgang des Wettbewerbs gerechnet: „Ein ganz spontanes Foto auf dem Schulweg meines Sohnes und jetzt wird es eine Briefmarke! Ich kann es kaum glauben. Der Sonnenaufgang an diesem Morgen war so magisch, dass ich es einfach festhalten musste. Dass daraus so etwas Großes entsteht, hätte ich nie gedacht.“

Wer sich ein eigenes Bild von den Koldinger Seen machen möchte, der sollte das Naherholungs- und Naturschutzgebiet Leineaue zwischen Hannover und Ruthe besuchen und auf einem knapp vier Kilometer langen Spaziergang den Großen Koldinger See umrunden, an dessen Westufer ein Beobachtungsturm reizvolle Ausblicke auf die umliegende Seenlandschaft bietet. Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher haben dabei vielleicht das Glück, in den Genuss einer Neuauflage des schönsten Sonnenaufgangs Deutschlands zu kommen.



Ausgabetag: 02.07.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Siegermotiv des Fotowettbewerbs „Deutschlands schönster Sonnenaufgang“
Foto: „Koldinger Seen“ © Banu Erkan
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Chayenn Gutowski, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 24.06.2026 14:59:00 Gelesen: 38703# 835 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie mit Zuschlag
„Für die Jugend“
Plattencover: Udo Lindenberg, Karat, BAP
zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.

Udo Lindenberg gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Musikern. Er kam am 17. Mai 1946 im westfälischen Gronau zur Welt und startete seine Musikkarriere in den 1970er-Jahren. 1973 wurde das legendäre Panikorchester gegründet, das kurz darauf seinen musikalischen Durchbruch erlebte. Es folgten zahlreiche Alben, auf denen Udo Lindenberg seinem Ruf als Panikrocker alle Ehre machte. Dass er sich auch politisch engagiert, zeigt sich im Plattencover der im Jahr 2018 veröffentlichten Single „Wir ziehen in den Frieden“. Das von Udo Lindenberg gestaltete Motiv in Form des Peace-Zeichens ruft dazu auf, für eine neue Friedensbewegung aufzustehen und Position für Abrüstung zu beziehen.

Karat, die 1975 in Ost-Berlin ins Leben gerufene Band, gehörte zu den populärsten Musikgruppen der DDR und ist bis heute mit anspruchsvoller deutscher Rockmusik erfolgreich. 1979 veröffentlichten sie mit „Über sieben Brücken“ ihr zweites Album. In der BRD erschien es mit leicht veränderter Songliste unter dem Titel „Albatros“. Der gleichnamige Song ist auf beiden Albumversionen vorhanden. Er kreist um das Thema Freiheit und die Abwesenheit von Grenzen, weshalb er schon seinerzeit, zum Beispiel wegen der nicht vorhandenen Reisefreiheit oder anderer Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der DDR, als durchaus politisch verstanden werden konnte.

BAP, die Kölschrockband um den Sänger und Songschreiber Wolfgang Niedecken, ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten deutschen Musikgruppen. Obwohl sämtliche Lieder in Mundart vorgetragen werden, erfreut sich die Band nicht nur weit über die kölsche Sprachgrenze hinaus größter Beliebtheit und füllt Konzertsäle in ganz Deutschland, auch anderswo auf der Welt finden sich treue Fangemeinden. Das Album „aff und zo“ (ab und zu) erschien 2001. Es zeigt eine So-da-Brücke in der Nähe von Euskirchen, die in den 1970er-Jahren errichtet, aber nie in Betrieb genommen wurde und seither als Brückenfragment verloren in der Landschaft steht.



Ausgabetag: 06.08.2026
Verkaufspreis:
Udo Lindenberg 95+40 Cent Zuschlag 13,50 Euro
Karat 110+45 Cent Zuschlag 15,50 Euro
BAP 180+55 Cent Zuschlag 23,50 Euro
Motive:
Udo Lindenberg: Plattencover „Wir ziehen in den Frieden“
vor farbigem Hintergrund (95+40 Cent)
© Udo Lindenberg / Warner Music
Karat: Plattencover „Albatros“ vor farbigem Hintergrund (110+45 Cent)
© Karat / Amiga
BAP: Plattencover „aff un zo“ vor farbigem Hintergrund (180+55 Cent)
© Wolfgang Niedecken/BAP
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 27.06.2026 15:10:18 Gelesen: 37780# 836 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Legenden der Pop-/Rockmusik“
Whitney Houston

Whitney Elizabeth Houston kam am 9. August 1963 in Newark, New Jersey zur Welt. Mit ihrer unvergleichlichen Stimme, die drei Oktaven umfasste und ihr den Beinamen „The Voice“ eintrug, ging die US-amerikanische Ausnahmesängerin in die Musikgeschichte ein. Mehr als 220 Millionen verkaufte Tonträger, über 400 Auszeichnungen, darunter sechs Grammy Awards, 22 American Music Awards, 16 Billboard Music Awards sowie zahlreiche BET-, MTV-, Soul Train- und NAACP Image Awards, machen die R&B-, Soul- und Pop-Sängerin zu einer der erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten.

Im Jahr 1985 kam ihr erstes Album „Whitney Houston“ auf den Markt und setzte neue Maßstäbe als eines der erfolgreichsten Debüts einer Künstlerin überhaupt. Mit ihrem zweiten Album „Whitney“ (1987) schrieb sie erneut Geschichte als erste Sängerin, die auf Platz 1 der US-Billboard-Albumcharts einstieg. Auch ihr drittes Album „I’m Your Baby Tonight“ (1990) wurde zum weltweiten Bestseller. Zu den Höhepunkten ihrer Karriere gehört ihr Schauspieldebüt im Kinofilm „The Bodyguard“ aus dem Jahr 1992, der nicht zuletzt durch den Titelsong „I Will Always Love You“ zum Publikumsliebling wurde. Der Song avancierte zur meistverkauften Single einer Künstlerin, während das Album noch heute als der meistverkaufte Filmsoundtrack gelistet wird.

Nach Whitney Houstons Studioalben „My Love Is Your Love“ (1998), „Just Whitney …“ (2002) und „One Wish: The Holiday Album“ (2003) wurde es aus privaten Gründen allmählich stiller um die Ikone. Mit ihrem siebten und letzten Studioalbum „I Look to You“, das 2009 erneut die Charts eroberte, gelang ein fulminantes Comeback. Doch ihr Leben endete im Alter von 48 Jahren tragisch, als sie am 11. Februar 2012 in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills ertrank. Diverse Ehrungen, unter anderem die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame, würdigen ihre einzigartige Verschmelzung von Pop, R&B und Gospel und unterstreichen ihren Status als eine der größten Künstlerinnen der Musikgeschichte.



Ausgabetag: 06.08.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Porträtfoto von Whitney Houston (95 Cent)
© 2026 WHIT NIP INC. Under license to Perryscope Productions LLC.
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 30.06.2026 12:25:00 Gelesen: 35992# 837 @  
Sonderpostwertzeichen
„Deutschland – Litauen / Künstlerkolonie Nidden“
(Gemeinschaftsmarke)

Die Gemeinschaftsausgaben, die Deutschland regelmäßig zusammen mit einem anderen Land herausgibt, gelten als „Botschafter der Freundschaft“. Sie erinnern an nationenverbindende Ereignisse und bedeutende Persönlichkeiten. Oder sie stellen, wie das vorliegende Sonderpostwertzeichen, kulturelle Errungenschaften in den Mittelpunkt. Litauen und Deutschland pflegen nicht nur in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur enge freundschaftliche Beziehungen miteinander. Auch historisch existiert, durch die frühere Zugehörigkeit des Memellandes zum Deutschen Reich, eine besondere Verbindung zwischen den beiden Ländern, die heute zahlreiche Städte- und Kreispartnerschaften unterhalten.

Im späteren 19. Jahrhundert zog es Lehrende und Studierende der Kunstakademie Königsberg in den Sommerwochen vorzugsweise in die außergewöhnliche Landschaft der Kurischen Nehrung, die sie wegen ihrer hohen Sand- und Wanderdünen und wegen des naturverbundenen Bauern- und Fischerlebens schätzten. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der kleine Fischerort Nidden, dessen Umgebung als „ostpreußische Sahara“ bezeichnet wurde. Hier fanden die Künstlerinnen und Künstler an den Stränden und in den Dünen, in den Kiefernwäldern sowie durch die Lichtverhältnisse am stillen Haff reichhaltige Inspirationen für ihre Werke.

Um 1900 etablierte sich Nidden als Ferienort für Sommerfrischler und als Schaffensort für deutsche Intellektuelle aus den unterschiedlichsten Kunstbereichen. Ein im Jahr 1867 eröffnetes Gasthaus wurde zum Zentrum der Kolonie. Dort diskutierten die Anwesenden oft bis spät in die Nacht, musizierten oder veranstalteten Lesungen. Nachdem Litauen das Memelland 1923 annektiert hatte, reisten auch litauische Kunstschaffende nach Nidden. Bis zur Auflösung der Künstlerkolonie im Jahr 1945 lebten und arbeiteten mehrere hundert Malerinnen und Maler zeitweilig oder länger auf der Kurischen Nehrung. Ihre Werke sind Zeugnisse des gemeinsamen kulturellen Erbes von Litauen und Deutschland.



Ausgabetag: 06.08.2026
Verkaufspreis (in Euro): 12,50 Euro
Motiv: Gemälde „Dünental mit totem Baum“ (1937) des Künstlers Karl Schmidt-Rottluff
mit einer Landschaft bei Nidden auf der Kurischen Nehrung in Litauen
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025 Foto: © akg-images
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 02.07.2026 09:10:00 Gelesen: 33932# 838 @  
Sonderpostwertzeichen
„Neue Deutsche Welle“

Die Neue Deutsche Welle (NDW) bezeichnet jene Musikrichtung, die zu Beginn der 1980er-Jahre dafür sorgte, dass plötzlich ganz neue und unerhörte Töne zu hören waren. Ende der 1970er-Jahre als Untergrundbewegung entstanden, war sie die deutsche Antwort auf den britischen Punk und die New-Wave-Bewegung und griff das düstere Lebensgefühl vieler Menschen in Deutschland auf. Dies schlug sich in gesellschafts- oder sozialkritischen Liedtexten nieder, die auf Deutsch zu minimalistischer, von Synthesizern getragener Musik gesungen wurden.

Durch die Plattenindustrie gefördert, war die Musik der Neuen Deutschen Welle innerhalb kürzester Zeit in aller Munde und erlebte eine zwei bis drei Jahre währende Hochzeit. Zu den erfolgreichsten Solokünstlerinnen und Solokünstlern sowie den bekanntesten Bands gehörten neben Nena („99 Luftballons“), Trio („Da Da Da“), Hubert Kah („Sternenhimmel“) und Peter Schilling („Major Tom“) auch Markus („Ich will Spaß“), Joachim Witt („Goldener Reiter“) und Extrabreit („Hurra, hurra, die Schule brennt“). Doch die intensive Vermarktung führte dazu, dass der ursprünglich gesellschafts- oder sozialkritische Anspruch und die originellen musikalischen Experimente im Mainstream verwässerten.

Zwar dominierten im Jahr 1983 in den deutschen Hitparaden die Lieder der kommerziell erfolgreichen NDW-Stars und das Medium des Musikvideos verhalf ihnen zu weiterer Popularität, doch das Interesse des Publikums ließ ob der Allgegenwart der Neuen Deutschen Welle nach, sodass sich die Musikrichtung Mitte der 1980er-Jahre in Wohlgefallen auflöste. Neben unzähligen Liedern, die auch nach über vierzig Jahren noch immer hörenswert sind, bleibt als Vermächtnis der Neuen Deutschen Welle, dass sie die Tür für deutschsprachige Popmusik geöffnet hat. Denn bis auf wenige Ausnahmen kamen deutsche Liedtexte bis dahin nur in Schlagern vor.



Ausgabetag: 06.08.2026
Verkaufspreis (in Euro): 11,00 Euro
Motiv: Schallplattencover mit dazugehörigem Vinyl
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Lynn Lehmann und Dennis Gärtner, ZEBU Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 30.07.2026 08:47:15 Gelesen: 23938# 839 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Für den Umweltschutz“:
Anpassung an den Klimawandel

Die Plusmarken aus der Sonderpostwertzeichen-Serie „Für den Umweltschutz“ erscheinen im zweijährlichen Turnus seit 1992 und haben schon viel Nützliches bewirkt. Denn der zusätzliche Erlös kommt seit jeher verschiedenen, zur jeweiligen Thematik der Briefmarke passenden Umweltschutzprojekten im In- und Ausland zugute. Die diesjährige, achtzehnte Ausgabe der Umweltmarke ist der Anpassung an den Klimawandel gewidmet. Eine intakte Natur und ein ausgeglichenes Klima sind die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Zustand der Umwelt und die klimatischen Bedingungen stehen in direktem Bezug zu unserer Lebensqualität und unserem Wohlbefinden, auch unser Wohlstand und die nationale Sicherheit hängen letztlich davon ab.

So haben etwa die extremen Wetterereignisse in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Sie bedrohen ganze Ökosysteme und können zu Missernten und in der Konsequenz zu Nahrungsmittelknappheit führen. Die Maßnahmen und Vorkehrungen zur Anpassung an den Klimawandel sind vielfältig und nehmen weltweit an Bedeutung zu. Das Motiv des Sonderpostwertzeichens führt einige dieser Vorsorgemaßnahmen am Beispiel einer grünen Stadt der Zukunft vor Augen: Begrünte Dächer und Fassaden sorgen für angenehme Kühle, Solarpanels gewinnen Strom aus Sonnenenergie, Bäume und Pflanzen spenden nicht nur wohltuenden Schatten für Mensch und Tier, sie binden zudem Kohlenstoffdioxid, fördern die Luftqualität und tragen zur Biodiversität bei. Die Entsiegelung von Flächen sowie die Renaturierung von Flusslandschaften dienen dazu, lokalen Starkregen aufzunehmen und vor Überschwemmungen, aber auch vor Dürre zu schützen.

Die Möglichkeiten der Anpassung an die Konsequenzen des Klimawandels können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Umwelt und das Klima unseres Schutzes bedürfen. Alle darauf abgestellten Maßnahmen und Vorkehrungen sind hilfreich, um den Fortbestand unseres Lebensraums für uns selbst und für künftige Generationen als lebenswerten Ort zu sichern.



Ausgabetag: 03.09.2026
Verkaufspreis (in Euro): 13,50 Euro
Motiv: Elemente einer grünen Stadt der Zukunft
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Constanze Hein, Kassel
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 01.08.2026 12:49:00 Gelesen: 23221# 840 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Tag der Briefmarke“ Schätze der Philatelie:
The Alexandria „Blue Boy“

Im Jahr 1845 wurden in den Vereinigten Staaten von Amerika die Posttarife standardisiert und vereinfacht – ein nationales Briefmarkensystem wurde allerdings erst am 1. Juli 1847 eingeführt. Um dennoch eine bequeme Möglichkeit der Vorauszahlung der Portokosten bieten zu können, entschieden sich die Postämter in elf Städten dazu, lokale Briefmarken herzustellen, die als „Provisorische Postmeistermarken“ bezeichnet werden. Eine dieser Städte war Alexandria in Virginia, wo unter Postmeister Daniel Bryan ab 1846 zwei leicht voneinander abweichende Typen einer runden 5-Cent-Briefmarke entstanden. Jeweils drei Exemplare, gedruckt auf beigefarbenem Papier, sind bekanntermaßen erhalten geblieben.

Ein siebtes Exemplar, das gestalterisch dem ersten Typ angehört, sticht dabei besonders heraus, denn es wurde als einziges auf blauem Papier gedruckt. Der Grund dafür ist nicht bekannt. Weil die Marken aber in Paaren hergestellt wurden, ist anzunehmen, dass es mindestens eine weitere blaue Ausführung vom Typ II gegeben haben muss. Auf einem Briefumschlag klebend, wurde die sogenannte „Blue Boy“ im Jahr 1907 entdeckt und sorgte schnell für Aufsehen als eine der seltensten Briefmarken der Welt. Zuletzt im Jahr 2019 versteigert, liegt der Wert aktuell bei 1,18 Millionen US-Dollar.

Etwas Besonderes ist die „Blue Boy“ aber auch wegen ihrer Geschichte, denn der Verfasser des Briefes, James Wallace Hooff, pflegte eine heimliche Liaison mit seiner Cousine zweiten Grades. In seinem Brief vom 24. November 1847 an Jannett Hooff Brown schrieb er von der Gefahr, dass ihre aus religiösen Gründen verbotene Liebschaft von der Familie entdeckt werden könnte, weshalb der Brief „wie üblich“ verbrannt werden sollte – was die Angebetete in diesem einen Fall allerdings nicht tat. Im Jahr 1853 konnte das Paar doch noch heiraten und bekam drei Kinder, darunter Jannett B. Fawcett, die den Brief ihrer Mutter fand und dessen Seltenheitswert erkannte. Heute gilt die Alexandria „Blue Boy“ als Ikone der Philatelie.



Ausgabetag: 03.09.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Ausschnitt eines Briefumschlags mit dem Postwertzeichen Alexandria Blue Boy
Bildquelle: © Bund Deutscher Philatelisten e.V.
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Hagen Verleger, Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 03.08.2026 09:35:53 Gelesen: 22600# 841 @  
Sonderpostwertzeichen
„75 Jahre Bundesverfassungsgericht“

Am 7. September 1951, vor nunmehr einem Dreivierteljahrhundert, nahm das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seine Tätigkeit auf. Es wurde mit bewusstem räumlichem Abstand zur seinerzeit in Bonn arbeitenden Bundesregierung in Karlsruhe angesiedelt und am 28. September 1951 feierlich eröffnet. Seither wacht das höchste deutsche Gericht als „Hüter der Verfassung“ über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, das seit dem 24. Mai 1949 in Kraft ist und unveräußerliche Grundrechte garantiert sowie die Organisation des Staates und die Kompetenzen von Bund und Ländern regelt.

Die Aufgaben des Bundesverfassungsgerichts gestalten sich vielfältig: So obliegt den Richterinnen und Richtern, deren charakteristisches Kennzeichen die rote Robe ist, die Entscheidung über Verfassungsbeschwerden, die von Bürgerinnen und Bürgern eingereicht wurden, weil sie ihre Grundrechte durch die öffentliche Gewalt oder Gesetze verletzt sehen. Denn alle im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechte können beim Bundesverfassungsgericht eingeklagt werden. Zudem prüft das Gericht, ob geltende oder geplante staatliche Maßnahmen mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Aus diesen und anderen Aufgaben ergibt sich der Doppelcharakter des Bundesverfassungsgerichts als Bürgergericht und Staatsgerichtshof. Das Bundesverfassungsgericht besteht aus zwei gleichberechtigten Senaten, denen jeweils acht Richterinnen und Richter angehören.

Sie werden, für eine Amtszeit von zwölf Jahren, zur einen Hälfte vom Bundestag und zur anderen Hälfte vom Bundesrat gewählt. Eine Wiederwahl ist ausgeschlossen. In den vergangenen Jahrzehnten sind vor dem Gericht in Karlsruhe nahezu alle gesellschaftsrelevanten Fragen erörtert und wegweisende Urteile „im Namen des Volkes“ gesprochen worden. Das Bundesverfassungsgericht setzt sich seit fünfundsiebzig Jahren für den Schutz von Demokratie und Rechtsstaat ein und genießt als Garant und Wächter des Grundgesetzes bei Bürgerinnen und Bürgern sehr hohes Ansehen.



Ausgabetag: 03.09.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Ausschnitt aus der Szene einer Urteilsverkündung, verbunden mit der Jubiläumszahl in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold
Bildnachweis: picture alliance/dpa / Uli Deck
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Rudolf Grüttner und Sabine Matthes, Oranienburg
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 05.08.2026 09:55:00 Gelesen: 21730# 842 @  
Sonderpostwertzeichen
„60 Jahre Star Trek“

Am 8. September 2026, dem unter Fans gefeierten Star Trek Day, begeht das legendäre Science-Fiction-Franchise sein sechzigjähriges Jubiläum. Schöpfer von Star Trek war der US-amerikanische Drehbuchautor, Fernseh- und Filmproduzent Eugene Wesley „Gene“ Roddenberry (1921–1991), der als Kriegsveteran in den 1960er-Jahren eine positive Zukunft für die Menschheit ersann. In seiner Erzählung gelingt es den Menschen durch moralische Weiterentwicklung und technische Errungenschaften im Jahr 2063, mit Warp-Antrieb zu den Sternen aufzubrechen, wo sie auf die tief intellektuelle und disziplinierte Spezies der Vulkanier treffen und deren Philosophie von „Unendlicher Vielfalt in unendlichen Kombinationen“ übernehmen – also die Idee, dass Wachstum und Fortschritt entstehen, wenn vielfältige Perspektiven zusammenkommen.

Star Trek ging am 8. September 1966 an den Start und brachte es auf 79 Episoden in drei Staffeln, ehe die Serie 1969 endete. Sie handelt von der Besatzung des Raumschiffs U.S.S. Enterprise NCC-1701 und deren Missionen im Weltraum des 23. Jahrhunderts. Kapitän James T. Kirk und seine Crew, die aus unterschiedlichsten Völkern besteht, stellen sich seltsamen Spezies, ob freundlich oder feindlich gesinnt, während sie unbekannte Welten erkunden. Die deutsche Erstausstrahlung unter dem Titel Raumschiff Enterprise war am 27. Mai 1972.

Auf die Originalserie folgten zahlreiche Live-Action- und animierte Abenteuer neuer sowie altbekannter Charaktere, die sowohl im Fernsehen als auch auf der Kinoleinwand große Erfolge feierten. Noch heute entstehen weitere Formate, die mittlerweile – abhängig von der Region – auf der Streaming-Plattform Paramount+ zu sehen sind. Die neueste Serie Star Trek: Starfleet Academy startete im Festjahr 2026 und hat den Anspruch, die ursprüngliche Idee von Star Trek in eine neue Generation zu tragen. Um das Jubiläum auch bei uns zu würdigen, erscheint das vorliegende Sonderpostwertzeichen mit dem Motiv des ikonischen Raumschiffs U.S.S. Enterprise NCC-1701.



Ausgabetag: 03.09.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Die U.S.S. Enterprise NCC-1701 erforscht den Weltraum
TM & © 2026 CBS Studios Inc. Star Trek and related marks
and logos are trademarks of CBS Studios Inc. All Rights Reserved.
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 07.08.2026 09:26:00 Gelesen: 20812# 843 @  
Sonderpostwertzeichen
„Aenne Burda“

Aenne Burda war die erfolgreichste deutsche Verlegerin nach dem Zweiten Weltkrieg. Die „Königin der Kleider“, wie sie später genannt wurde, kam am 28. Juli 1909 in Offenburg als Anna Magdalene Lemminger zur Welt. Sie besuchte auf eigenen Wunsch eine Klosterschule sowie die Höhere Handelsschule und absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Im Jahr 1929 lernte sie Dr. Franz Burda kennen, der die Druckerei und das Verlagsgeschäft seines Vaters übernommen hatte, aus denen sich der Medienkonzern entwickelte, der heute „Hubert Burda Media“ heißt. Das Paar heiratete im Sommer 1931 und bekam drei Kinder. Ende der 1940er-Jahre übernahm Aenne Burda einen defizitären Modeverlag und baute ihn schnell zu einem international agierenden Unternehmen aus. Das Herzstück bildete die Zeitschrift „Burda Moden“ (heute „Burda Style“) mit den berühmten Schnittmusterbögen.

Die Geschäftsidee, exklusive Mode als vereinfachtes Schnittmustermodell zum Nachschneidern anzubieten, gab den Frauen in Nachkriegsdeutschland die Möglichkeit, schöne Kleider preiswert selbst zu nähen. Und damit traf Aenne Burda offensichtlich einen Nerv: 1989 erschien die „Burda Moden“ in einhundertzwanzig Ländern und galt mit einer Auflage von vier Millionen Exemplaren als das größte Modemagazin der Welt. Aenne Burda wurde vielfach ausgezeichnet und zog sich 1994 im Alter von fünfundachtzig Jahren aus dem Verlagsgeschäft zurück.

Neben ihrer Tätigkeit als Unternehmerin war sie auch sozial engagiert und gründete 1991 eine Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur, des Umwelt- und Denkmalschutzes, der Altenhilfe und hilfsbedürftiger Personen. Die „Wirtschaftswunderfrau“ und Grande Dame der deutschen Nachkriegsmode starb am 3. November 2005 im Alter von sechsundneunzig Jahren in Offenburg. Mit ihrer Entschlossenheit, ihrer Zielstrebigkeit und ihrer Grundüberzeugung diente sie mehreren Generationen von Frauen als Vorbild und Inspiration: „Wichtig ist vor allen Dingen der Glaube an sich selbst und an die eigene Kraft.“



Ausgabetag: 03.09.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Aenne Burda in den 1950er Jahren
Foto Aenne Burda: © Roland Pfaff
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 27.08.2026 08:25:00 Gelesen: 8349# 844 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Der Mensch als Entdecker“
Himalaya

Nach dem Auftakt der Sonderpostwertzeichen-Serie „Der Mensch als Entdecker“ mit dem spektakulären Tauchgang zum tiefsten Punkt der Erde („Marianengraben“) folgt nun mit „Himalaya“ die nicht minder aufregende Entdeckung der Geheimnisse einer der beeindruckendsten Gebirgslandschaften der Welt. Das Motiv der Marke wurde mithilfe einer auf die Erstellung von Bildern spezialisierten künstlichen Intelligenz gestaltet. Zudem erscheint, wie bei allen Marken der Serie, parallel zur traditionellen Ausgabe eine Krypto-Briefmarke mit einem „digitalen Zwilling“ in einer Blockchain.

Der Himalaya, dessen Name sich aus dem Sanskrit von den Wörtern für „Schnee“ und „Ort“ ableitet, ist das höchste und jüngste Gebirge des Planeten. Es liegt zwischen dem indischen Subkontinent im Süden und dem tibetischen Hochland im Norden in Pakistan, Indien, China, Nepal, Bhutan sowie Myanmar und hat – je nach Ansatzpunkt der Vermessung – eine Länge von mindestens 2.500 und eine Breite von bis zu 330 Kilometern. Auf der Erde gibt es 14 Berge, die über 8.000 Meter hoch sind. Zehn davon befinden sich im Himalaya, seine Gipfel gelten als das „Dach der Welt“.

In den 1850er-Jahren entdeckte der indische Mathematiker Radhanath Sikdar (1813–1870), dass es sich bei jenem Berg, der später nach dem britischen Landvermesser George Everest (1790–1866) benannt wurde, um den höchsten der Welt handeln müsse.

Inzwischen, nach der wiederholten Vermessung mit modernster Technik, gilt der an der Grenze von Nepal und Tibet gelegene Berg mit 8.848 Metern als die höchste Erhebung über dem Meeresspiegel. Die Erstbesteigung gelang am 29. Mai 1953, als Edmund Hillary (1919–2008) und Tenzing Norgay (1914–1986) gemeinsam den Gipfel des Mount Everest erreichten. Dort nahmen sie jenes Foto auf, das kurz darauf um die Welt ging: Es zeigt Tenzing Norgay, der einen mit verschiedenen Fahnen geschmückten Eispickel in
der Hand hält.



Ausgabetag: 01.10.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Bergsteiger überblickt Berg-Panorama
Illustration: DALL-E
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker und Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Royal Joh. Enschedé, Haarlem (Niederlande) auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 28.08.2026 12:37:00 Gelesen: 7519# 845 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Helden der Kindheit“
Shaun das Schaf

Shaun das Schaf lebt mit seiner Herde auf der Weide eines schön gelegenen Bauernhofs namens Mossy Bottom. Neben den Schafen leben dort auch sein bester Freund Bitzer der Hütehund, der Farmer, die drei gefräßigen Schweine und noch einige andere Tiere.

Seine wissbegierige, fantasievolle und schlagfertige Art bringt Shaun oftmals in verzwickte Situationen. Dank seiner verrückten, schafstypischen Logik findet er jedoch immer wieder unerwartete und witzige Lösungen, unterstützt von den anderen Schafen der Herde. Die Serie „Shaun das Schaf“, die von dem in Bristol ansässigen Studio Aardman Animations stammt, ist in Claymotion (Stop-Motion aus Knete) produziert und ein Hit für die ganze Familie, zeigt sie doch eine einmalige Mischung aus britischem Humor, trickreichen Plots und dem Gemeinschaftsgefühl auf dem Bauernhof.

Seinen ersten Auftritt hatte Shaun im Jahr 1995 in dem „Wallace & Gromit“-Kurzfilm „Unter Schafen“. Seit 2007 ist er der Held seiner eigenen Serie, die von dem britischen Sender BBC sowie dem deutschen Sender WDR koproduziert wird. Zu sehen sind subtile Geschichten in einer aufwendig gestalteten Knet-Welt mit stets neuen verrückten Ideen, die vor allem Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren ansprechen, während deren Eltern über den Slapstick-artigen Humor oder überraschende Szenen lachen und den Zusammenhalt wie auch die Naturverbundenheit schätzen. Seit 2025 läuft die bereits siebte Staffel der Serie, in der die Bewohner der Farm dem alltäglichen Wahnsinn die Treue halten.

Seine Kinopremiere hatte Shaun im Jahr 2015 mit „Shaun das Schaf – Der Film“. Es folgten der Kurzfilm „Shaun das Schaf – die Lamas des Farmers“ (2015), der Kinofilm „Shaun das Schaf – UFO-Alarm“ (2019) und der Kurzfilm „Shaun das Schaf – Es ist ein Schaf entsprungen“ (2021). Seit dem 1. Oktober 2026 ist im dritten Kinofilm „Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld“ ein weiteres schaftastisches Abenteuer zu sehen – begleitet von der neuesten Briefmarke der beliebten Serie „Helden der Kindheit“.



Ausgabetag: 01.10.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Shaun mit Bitzer und seiner Herde
© &™ AARDMAN ANIMATIONS LTD (2026), ALL RIGHTS RESERVED.
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 
Brigitte Am: 31.08.2026 12:44:00 Gelesen: 5633# 846 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Immaterielles Kulturerbe“
Spitzenklöppeln

Die Sonderpostwertzeichen-Serie „Immaterielles Kulturerbe“ stellt in unregelmäßigen Abständen lebendige Traditionen vor, die von Menschen aktiv praktiziert und von Generation zu Generation weitergegeben werden, wie es etwa bei Handwerkstechniken oder Handarbeitskünsten sowie bei Bräuchen und anderen Ausdrucksformen der Fall ist, und die von der UNESCO als immaterielles kulturelles Erbe anerkannt wurden. Zu jenen besonders gewürdigten Traditionen gehört auch das Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald. Die vorliegende Briefmarke zeigt eine geklöppelte Spitzendecke mit einer Auswahl typischer Arbeitsutensilien wie Klöppel, Stecknadeln und Pikiernadel.

Die Ursprünge des Klöppelns, bei dem mithilfe spindelförmiger Spulen, den sogenannten Klöppeln, Garnfäden durch systematisches Kreuzen und Drehen zu kunstvollen Mustern und Geweben verflochten werden, lassen sich mindestens bis ins späte Mittelalter zurückverfolgen. Und auch in Deutschland ist das Spitzenklöppeln schon früh bekannt gewesen, im Erzgebirge etwa in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Eine Blütezeit erreichte die Herstellung im 17. und 18. Jahrhundert, obwohl Spitze bis ins 19. Jahrhundert hinein vorwiegend ein Prestigeobjekt der Herrschenden und Wohlhabenden blieb. Dies änderte sich, als der technische Fortschritt automatisierte Klöppelmaschinen hervorbrachte, mit denen Spitzenprodukte in kurzer Zeit und in großen Mengen hergestellt werden konnten.

Besondere Bedeutung hatte das Spitzenklöppeln im Oberpfälzer Wald. Hier reicht die Tradition des textilen Handwerks, das sich zu einem wichtigen Zweig der regionalen Hausindustrie entwickelte, bis ins 19. Jahrhundert zurück. Um das Spitzenklöppeln und seinen prägenden Einfluss auf die Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte herauszustellen, ist es im Jahr 2016 in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes und in das von der UNESCO geführte Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland eingetragen worden.



Ausgabetag: 01.10.2026
Verkaufspreis (in Euro): 29,00 Euro
Motiv: Geklöppelte Decke und eine Auswahl typischer Arbeitsutensilien
Vorlage Klöppeldecke © Sammlung Museum ehem. Klöppelschule Tiefenbach
Foto: Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx, Cham
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Daniela Burger, Berlin
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 46,40 x 34,60 mm
 
Brigitte Am: 02.09.2026 09:01:00 Gelesen: 4787# 847 @  
Sonderpostwertzeichen-Serie
„Superhelden“
Batman

Batman, der ikonische DC-Superheld im Fledermauskostüm, ist der ultimative Kämpfer gegen Ungerechtigkeit. Sein unvergleichlicher Intellekt, seine Entschlossenheit und körperlichen Fähigkeiten beweisen, dass Superkräfte nicht nötig sind, um ein DC-Superheld zu sein und einen jeden von uns zu inspirieren, eine gerechtere Welt zu erschaffen. Mit dem Ziel, über seine tragische Vergangenheit hinauszuwachsen und Unschuldige vor Verbrechen zu bewahren, setzt er auf seine Intelligenz und seinen Einfallsreichtum, geleitet von einem starken moralischen Kompass und einem höheren Gerechtigkeitsgefühl. Mit „Batman“ würdigt die neueste und zugleich letzte Ausgabe der beliebten Sonderpostwertzeichen-Serie „Superhelden“ einen der ältesten und populärsten Superhelden aus dem DC-Universum.

Ersonnen vom Comiczeichner Bob Kane (1915–1998) und dem Comicautor Bill Finger (1914–1974), debütierte Batman am 30. März 1939 in „Detective Comics #27“. Im Jahr 1940 erhielt der neu etablierte Superheld mit „Batman #1“ seinen ersten eigenen Comic, in dem bereits der Joker und Catwoman eingeführt wurden, die seither zu den bekannten Antagonisten gehören. Mittlerweile veröffentlicht DC jährlich in mehr als vierzig Ländern über sechs Millionen Batman-Comics und Graphic Novels, übersetzt in mehr als zwanzig verschiedene Sprachen. Zudem erscheint Batman in unzähligen Realfilmen, TV-Serien, Animationsfilmen, Videospielen oder Podcasts.

Hinter dem Dunklen Ritter, wie Batman auch genannt wird, verbirgt sich der Milliardär Bruce Wayne, der als Kind miterleben musste, wie seine Eltern brutal ermordet wurden. Traumatisiert von diesem Ereignis, schwor er, für Gerechtigkeit einzustehen und dem Verbrechen ein Ende zu setzen. Um den Gipfel geistiger und körperlicher Überlegenheit zu erreichen, widmete er mehrere Jahre seines Lebens einem intensiven Training. Schließlich nahm er eine überlebensgroße Persönlichkeit an, um als mysteriöser Batman in Erscheinung zu treten und Kriminelle in Gotham City das Fürchten zu lehren.



Ausgabetag: 01.10.2026
Verkaufspreis (in Euro): 9,50 Euro
Motiv: Batman vor Comic-Panels
Copyright: BATMAN and all related characters and elements © & ™ DC (s26)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jan-Niklas Kröger, Bonn
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach auf gestrichenem weißem und fluoreszierendem Postwertzeichenpapier DP 2
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 30,00 mm
 

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