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Thema: Landpoststempel / Poststellenstempel Schleswig-Holstein
Das Thema hat 53 Beiträge:
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Cantus Am: 01.01.2026 22:26:57 Gelesen: 2465# 29 @  
Die Gemeinde Stockelsdorf liegt am nordwestlichen Stadtrand von Lübeck. Östlich grenzt sie an Bad Schwartau. Das Gemeindegebiet ist naturräumlich der Haupteinheit Ostholsteinisches Hügel-und Seenland zugeordnet, einem Teilgebiet des Schleswig-Holsteinischen Hügellandes. Zur Gemeinde gehören neben dem namensgebenden Kernort die Dorfschaften Arfrade, Curau, Dissau, Eckhorst, Horsdorf, Klein Parin, Krumbeck, Malkendorf, Obernwohlde und Pohnsdorf [1]

Weitere, wenn auch sehr spärliche Informationen zu Eckhorst findet man hier [2].

Dazu eine der vielen bekannten Honigbestellkarten, gelaufen am 14.5.1957 von Eclhorst über Lübeck nach Niendorf.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Stockelsdorf
[2] https://www.orte-in-deutschland.de/106631-gemeinde-eckhorst.html
 
mumpipuck Am: 03.01.2026 01:53:31 Gelesen: 2280# 30 @  
@ sammler-ralph [#22]

Ergänzend zu Seth:

- auch im Ortsverzeichnis Post aus 1944 bereits Poststelle I.

- Den Halbspatelstempel von 1961 im Handbuch halte ich für einen Innendienststempel. Es gibt von mehreren Orten auch in meinem Sammelgebiet, die zu diesem Zeitpunkt Poststellen I waren und Tagesstempel führten solche Halbspatelstempel, die wie die Stempel der Poststellen II aussehen. Auffällig ist, dass auf allen diesen Abbildungen im Handbuch Punktreihen zu sehen sind. Die Abschläge stammen also aus Formularen. Andere Belege kenne ich nicht. Beispiele wären: Sierksrade (über BAd Oldesloe oder Bz. Hamburg), Steinhorst (Bad Oldeloe), Wakendorf (Bad Oldesloe), Berkenthin (ohne Leitpostamt), Gudow (Ratzeburg), Mustin (Ratzeburg).

Falls jemand Belege mit diesen Stempeln hat wäre ich daran sehr interessiert!

Burkhard
 
mumpipuck Am: 03.01.2026 01:58:28 Gelesen: 2277# 31 @  
@ sammler-ralph [#23]

Herzlichen Dank. Habe ich erhalten.

Betreffend einer zweiten Auflage der Handbücher:

Wir sammeln derzeit Daten und Scanns. Über die Form und den Zeitpunkt der Verarbeitung ist noch nichts beschlossen. Das ist auf jeden Fall ein sehr langfristiges Projekt.

Viele Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 03.01.2026 02:08:50 Gelesen: 2275# 32 @  
@ sammler-ralph [#27]

Ergänzend zu Vinzier:

- Nach meinen Unterlagen gab es vor der Landpostverkraftung keine Posteinrichtung dort.
- Die Poststelle II in 2060 Travenbrück 2 (Vinzier) wurde zum 01.10.1986 aufgehoben.

Burkhard
 
Cantus Am: 03.01.2026 18:48:23 Gelesen: 2171# 33 @  
@ Cantus [#29]

Ich fahre mit dem Zeigen von Stempeln fort.

Elmenhorst ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Nach Google-map liegt der Ort nur etwa 30 Minuten Autofahrt südwestlich vom (ehemaligen) Leitpostamt Bad Oldesloe entfernt, sollte also nicht mit dem Wlmenhorst im Kreis Lauenburg verwechselt werden.

Siedlungsplätze der Gemeinde sind die beiden Dörfer Elmenhorst und Fischbek sowie Mönkenbrook [1].

Am 10.3.1937 wurde eine Geburtstagskarte von Elmenhorst über Bad Oldesloe nach Ahrensburg geschickt.







Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Elmenhorst_(Stormarn)
 
sammler-ralph Am: 04.01.2026 14:36:30 Gelesen: 2029# 34 @  
@ mumpipuck [#30]
@ mumpipuck [#32]

Hallo Burkhard,

vielen Dank für die Ergänzungen zu Seth und Vinzier. Ich habe meine Unterlagen ergänzt.

Ich halte Deine Vermutung, dass es sich um einen Innendienststempel einer PSt I handelt, für plausibel.

Poststellen II (und vermutlich auch Poststellen I) mussten den Wertzeichen- und Bargeldbestand mit dem Leitpostamt abgleichen, ein entsprechendes Formular habe ich Beitrag [#9] für Barkhorst gezeigt. Dort ist auch zu sehen, wie die Punkte in den Stempel kommen. :) Ich konnte einen größeren Posten dieser Formulare erwerben, wenn jemand etwas sucht, bitte ich um Nachricht. Die von Dir genannten Orte sind allerdings nicht dabei.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 04.01.2026 15:53:01 Gelesen: 2020# 35 @  
@ Cantus [#33]

Hallo Ingo,

vielen Dank für das Zeigen des Beleges. Ich erlaube mir, ein paar Ergänzungen zu Elmenhorst über Bad Oldesloe anzufügen.

Ortsgeschichte:
Im Jahre 1346 wurde Elmenhorst erstmals zweifelsfrei urkundlich erwähnt. Bis zu dessen Aufteilung 1588 gehörte der Ort zu den Besitzungen des Adligen Gutes Borstel, anschließend zum Adligen Gut Jersbek. 1873 wurde Elmenhorst Landgemeinde im Kirchspielvogteibezirk Bargteheide im Kreis Stormarn. Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam Elmenhorst zum Amtsbezirk Jersbek. Seit 1948 gehört es zum Amt Bargteheide-Land. Am 1. Januar 1978 wurde Fischbek nach Elmenhorst eingemeindet.



Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung der vorhandenen Post-Einrichtung in „Poststelle Elmenhorst über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Postschaffner Krohn



01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Elmenhorst über Bad Oldesloe“
Zwischen 1948 und 1951: Umwandlung in eine Poststelle I
01.02.1962: Martin Fründ wird Posthalter



01.03.1985: Umbenennung in Poststelle I 2061 Elmenhorst 1

Belege:



Brief nach Bargteheide aufgegeben bei der Poststelle Elmenhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 445. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 3.10.1931.

Den Poststellen II - Stempel Elmenhorst über Bad Oldesloe hatte Ingo in [33] schon gezeigt.



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Elmenhorst an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.



Postkarte von Elmenhorst nach Porz bei Köln, Aufgabestempel (24a) Elmenhorst über Bad Oldesloe a 15.7.55. Dieser Stempel wurde nach Umwandlung in eine Poststelle I verwendet.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 06.01.2026 00:11:53 Gelesen: 1855# 36 @  
@ sammler-ralph [#34]

Hallo Ralph,

ich kann bestätigen, dass auch die Poststellen I diesen Abgleich vornehmen mussten. Ich verfüge über erhebliche Bestände dieser Formulare der Leitpostämter Hamburg-Bergedorf und Trittau. Darin sind auch die Poststellen I und die Posthilfsstellen enthalten.

Solltest Du solche Formulare der folgenden Leitpostämter haben, setze Dich bitte per E-Mail mit mir in Verbindung:
Bad Oldesloe, Bergedorf, Büchen, Geesthacht, Hamburg-Bergedorf, Lauenburg (Elbe), Lübeck, Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek und Trittau.

Viele Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 06.01.2026 00:30:15 Gelesen: 1851# 37 @  
@ sammler-ralph [#35]

Ergänzend zu Elmenhorst, Kreis Stormarn:

- Nach meinen Unterlagen gab es vor der Landpostverkraftung keine Posteinrichtung.
- Gleichzeitig mit der Umbenennung in 2061 Elmenhorst, Kr. Stormarn 1 zum 01.03.1985 wurde die ebenfalls seit 08.04.1931 bestehende Poststelle II in Fischbek in Elmnhorst, Kr Stormarn 2 umbenannt.
- Mit Schließung der Poststelle II 2061 Elmenhorst, Kr Stormarn 2 (Fischbek) zum 01.02.1994 entfiel bei der Poststelle I in Elmenhorst die Filialnummer "1" wieder.
- Die Filiale in Elmenhorst schloss mit dem 31.05.1997 (Verf. 7/97 der OPD Kiel).

Viele Grüße
Burkhard
 
sammler-ralph Am: 06.01.2026 18:26:31 Gelesen: 1701# 38 @  
@ mumpipuck [#37]

Danke für Ergänzungen zu Elmenhorst und Fischbek.

Gruß
Ralph
 
Cantus Am: 10.01.2026 14:40:55 Gelesen: 1005# 39 @  
@ sammler-ralph [#38]

Hallo Ralph,

du kannst gerne jeden Beitrag von mir hier ergänzen, denn außer dem gezeigten Beleg verfüge ich kaum über weitere Informationen zu den gezeigten Orten. Natürlich könnte ich Reiseführer wälzen, in besseren Landkarten nachschlagen, Ortsverzeichnisse verschiedener Jahrgänge oder Handbücher vom Deutschen Reich durchstöbern, das alles ist mir aber zu zeitaufwändig, denn meine Hauptinteressen liegen woanders. Heute geht es ganz bis ans Ufer der Elbe.

Juliusburg ist eine Gemeinde mit etwa 180 Einwohnern im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Das Dorf wurde 1230 im Ratzeburger Zehntregister als Abenthorp erstmals urkundlich erwähnt und hieß bis 1678 Abbendorf, ehe es in Juliusburg umbenannt wurde [1].

Am 31.7.1935 wurde ein Brief von Juliusburg über Lauenburg nasch Bad Oldesloe geschickt.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Juliusburg
 
mumpipuck Am: 11.01.2026 02:37:28 Gelesen: 942# 40 @  
@ Cantus [#39]

Guten Abend Ingo,

Juliusburg liegt ja in "meinem" Kreis Herzogtum Lauenburg. Deswegen gebe ich mal meinen Senf dazu:

- Poststelle Juliusburg des Postamts Lauenburg (Elbe) eingerichtet im Rahmen der Landpostverkraftung am 15.05.1930.
- Postgebietsleitzahl zunächst 24, dann 24a.
- Postleitzahl 1962: 2059
- 01.10.1980 dem Postamt (V) Hamburg 80 (Bergedorf) zugeteilt.
- Postleitzahl 01.07.1993: 21483
- Filiale II aufgehoben mit dem 04.01.1997 (Verf. OPD Hamburg Nr. 1/97)

Eingesetzte Stempel (Bekanntes Früh-/Spätdatum):

- Juliusburg Lauenburg (Elbe) Land, R2 antiqua (22.05.1931/19.08.1932)
- Jüliusburg über Lauenburg (Elbe), R2 Fraktur (31.07.1935/13.08.1943)
- 24 Juliusburg über Lauenburg (Elbe), Halbspatel (21.05.1947/09.12.1949)
- 24a Juliusburg über Lauenburg (Elbe), Halbspatel (10.08.1950)
- 2059 Juliusburg, R1 (nur undatierter Blankoabschlag)
- 2059 JULIUSBURG a D4 (01.12.1963/30.06.1993)
- 21483 JULIUSBURG a D5 (01.07.1993)


Nachfolgend noch zwei ergänzende Bilder:



Abschlag vom ersten Tag aus dem Inventar des Leitpostamts:



Und Ingo, falls Du diesen wunderschönen Beleg mit dem derzeit bekannten Frühdatum (Stempel wurde im Juli 1933 eingeführt) mal nicht mehr leiden magst...

Burkhard
 
sammler-ralph Am: 11.01.2026 14:02:03 Gelesen: 852# 41 @  
@ Cantus [#39]
@ mumpipuck [#40]

Prima, so kommt das verteilte Wissen an einer Stelle zusammen.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 11.01.2026 14:12:31 Gelesen: 848# 42 @  
In diesem und einem folgende Beitrag stelle ich Poststellen zweier Orte vor, die räumlich dicht beieinander liegen, jedoch durch eine Kreisgrenze (Stormarn, Herzogtum Lauenburg) getrennt sind.

Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Gegründet wurde Klein Schenkenberg wahrscheinlich Ende des 12.Jahrhunderts vom Kloster Reinfeld. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1428. Mit der Reformation gelangte der Ort zum landesherrlichen Amt Reinfeld. 1671 wurde es dem landesherrlichen Amt Rethwisch zugeordnet. Die Leibeigenschaft wurde 1743 aufgehoben. Mit Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde Klein Schenkenberg 1867 dem neuen Kreis Stormarn zugeordnet. Die Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 brachte die Zugehörigkeit zum Amtsbezirk Klein Wesenberg. Nachdem das Dorf 1948 zum Amt Reinfeld-Land gekommen war, wechselte es 1972 zum Amt Nordstormarn. Am 1. Januar 1974 erfolgte die Eingemeindung von Klein Schenkenberg nach Klein Wesenberg.



Postgeschichte:

08.04.1931: Neu-Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Paul Rahlf



01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe“

01.06.1943: Aufgehoben und durch Poststelle (II) in Groß-Schenkenberg ersetzt



Quelle: BzBl 11, 1.6.43

Beleg:



Postkarte Deutsches Reich P 226 I nach Lübeck, aufgegeben bei der Poststelle Klein Schenkenberg. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 1.12.35.

Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 11.01.2026 14:30:03 Gelesen: 841# 43 @  
@ sammler-ralph [#42]

Hier nun der zweite Teil:

Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Groß Schenkenberg ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein südwestlich von Lübeck. Der Ort wurde 1194 zum ersten Mal urkundlich als „Pukentorpe“ erwähnt. Der Name „Scenkenberge“ erschien erstmals im Jahr 1230. Das mit der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen zunächst dem Amt Bliestorf angehörende Gut Groß Schenkenberg wurde 1929 zur Siedlung. 1936 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Ort Rothenhausen.



Postgeschichte:

01.06.1943: Einrichtung der „Poststelle II Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe“ als Ersatz für die gleichzeitig geschlossene Poststelle II Klein Schenkenberg.

Quelle: BzBl 11, 1.6.43

03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe“
nach 1984: Aufhebung der Poststelle

Belege:



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Groß Schenkenberg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 3. Mai 1944.



Einschreiben nach Plön, aufgegeben bei der Poststelle II Gross Schenkenberg, freigemacht mit AM-Post Mi.-Nr. 31. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 31.10.45, rückseitiger Ankunftstempel Plön (Holst) d 01.11.45.

Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 11.01.2026 15:10:20 Gelesen: 830# 44 @  
@ wheilmann [#28]

Hallo Wolfgang,

ich habe den ersten Stempel eingestellt (703702, Ahrensfelde über Bad Oldesloe). Bitte prüft, ob das so richtig ist. Ich werde dann weitere Stempel ergänzen; dies wird aber nur nach und nach geschehen können.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 12.01.2026 02:09:37 Gelesen: 652# 45 @  
@ sammler-ralph [#42]

Hallo Ralph,

ja, das macht wirklich Spaß hier!

Zu Klein Schenkenberg kann ich leider nichts weiter beitragen. Es gehört zum Kreis Stormarn und wurde zum 01.01.1974 nach Klein Wesenberg eingemeindet.

Groß Schenkenberg erhielt 1962 die Postleitzahl 2061 und per 01.07.1993 die 23860.
Das Schließungsdatum ist mir nicht bekannt. Es liegt nach dem 01.07.1993 und sehr wahrscheinlich im Zeitraum 1997-2000. Das ist der Zeitraum für den ich keine Unterlagen habe.
Groß Schenkenberg liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Stempelhistorie (Früh-/Spätdstum)

Groß=Schenkenberg über Bad Oldesloe R2 Fraktur (03.05.1944)
24 Gross Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (31.10.1945/04.03.1949)
24a Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (18.11.1951/30.11.1960)
Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (24a entfernt) (03.05.1962)*
Hier müsste ein R1 mit Postleitzahl 2061 folgen, der bisher nicht belegt ist.
2061 GROSS SCHENKENBERG a D4 (22.11.1988)
Hier müsste der D5 mit Postleitzahl 23860 folgen, der bisher nicht belegt ist.

* Im Handbuch der ArGe Schleswig-Holstein noch nicht registriert. Aptierter Halbspatelstempel nach Entfernung der Postleitgebietszahl "24a" im Rahmen der Einführung der 4-stelligen Postleitzahlen 1962.

Da vom Leitpostamt Bad Oldesloe bereits von mehreren Poststellen II solche aptierten Stempel vorliegen, ist davon auszugehen, dass es hierzu eine Initiative des Leitpostamtes gab. Das war nicht allgemein üblich die Gummistempel der Poststellen II zu aptieren.

Ergänzend drei Bilder nicht gezeigter Stempel:

24a Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel vom 26.05.1953. Tagesstempel BAD OLDESLOE LAND KBS



Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (24a entfernt) vom 03.05.1962; Tagesstempel (24a) BAD OLDESLOE k



2061 GROSS SCHENKENBERG a D4 vom 22.11.1988



Viele Grüße
Burkhard
 
sammler-ralph Am: 12.01.2026 17:57:06 Gelesen: 579# 46 @  
@ mumpipuck [#45]

Vielen Dank für die Ergänzung, den aptierten Landpoststempel kannte ich noch nicht. Wieder eine Lücke mehr auf der Fehlliste. :)

Ich zeige hier noch einen weiteren Beleg von Groß Schenkenberg



Notpostkarte PA 26 (Urkarte Hitlerkopf P 314 II, Wertstempel schräg ausgeschnitten, Propagandaspruch nur kreuzweise durchgestrichen) gelaufen von der Poststelle (II) 24 Gross Schenkenberg über Bad Oldesloe nach Hamburg-Bramfeld, Ausgabekontrollstempel BAD OLDESLOE „Gebühr bezahlt“ Datum geblockt, Aufgabestempel (24) HAMBURG 1c 11.07.45. In der RPD Hamburg mussten vom 25.06.45 bis zum 22.10.45 alle Sendungen ungestempelt den Leitämtern Hamburg 1, Stade, Lübeck 1 oder Lüneburg 1 zugeführt werden. Dort standen die Sendungen der Zensur zur Verfügung, wurden anschließend durch diese Leitämter gestempelt und weiterbefördert.

Gruß
Ralph
 
Cantus Am: 13.01.2026 02:24:03 Gelesen: 550# 47 @  
Guten Abend,

zu den von euch vorgestellten Orten kann ich leider nichts beitragen. Als Ortsfremder bin ich schon froh, überhaupt Stempel aus allen möglichen Ecken von Schleswig-Holstein zu besitzen.

Für heute habe ich eine Karte von Ovendorf vorbereitet.

Ratekau ist eine Gemeinde und eine Dorfschaft im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein, zehn Kilometer nördlich von Lübeck gelegen. Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen. Ovendorf ist mit 252 Einwohnern eine der insgesamt 13 Dorfschaften innerhalb der Gemeinde Ratekau [1].

Von dort eine Ansichtskarte, gelaufen am 28.7.1938 über Lübeck-Travemünde nach Altona an der Elbe.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau#Dorfschaften
 
Cantus Am: 16.01.2026 23:26:18 Gelesen: 252# 48 @  
Heute habe ich wieder einen Beleg aus dem Herzogtum Lauenburg.

Kittlitz ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. In der Gemeinde liegen die Güter Goldensee und Niendorf am Schaalsee sowie die Siedlungen Butz, Vogtstemmen und Rosenhagen. Der Ort liegt im Gebiet der Schaalsee-Seenplatte des Naturparks Lauenburgische Seen an der Grenze zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern [1].

Aus dem Schullandheim eine Ansichtskarte, gelaufen am 13.9.1957 von Kittlitz über Ratzeburg nach Hamburg.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kittlitz
 
mumpipuck Am: 17.01.2026 03:36:07 Gelesen: 242# 49 @  
@ Cantus [#48]

Hallo Ingo,

und schon wieder ein Lauenburger! Da möchte ich gerne wieder meinen Senf dazugeben!

Die Poststelle II in Kittlitz wurde nach dem Mai 1944 (nicht im Ortsverzeichnis) und vor dem 17.10.1952 (frühestes Stempeldatum) eingerichtet. Das genaue Datum kenne ich nicht. Der von Dir gezeigte Stempel ist der erste Stempel der Poststelle. Er ist auf Grund des gezeigten Schullandheims auf vielen Ansichtskarten der Kinder erhalten und daher - anders als viele Lauenburger Landpoststempel aus reinen Bauerndörfern - relativ leicht zu finden.

Leitpostamt war Ratzeburg und ab 01.06.1979 Lübeck 1.
Postleitzahl (24a), ab 1962: 2419 und ab 01.07.1993: 23911

Stempelhistorie (Früh-/Spätdatum):
24a Kittlitz über Ratzeburg (geschlossene 4) Halbspatel (17.10.1952/28.08.1960)
24a Kittlitz über Ratzeburg (offene 4) Halbspatel (25.08.1961/27.02.1962)
2419 Kittlitz R1 (20.06.1962/18.07.1963)
2419 KITTLIZ a D4 D4 (28.05.1964/05.12.1988)
Es muss auch einen D5 gegeben haben, der aber nicht belegt ist.

Die Filiale II schloss mit dem 28.02.1995 (Bezirksverfügung 8/95 der OPD Hamburg)

Hier bei mir verfügbare ergänzende Bilder:



Die Poststellen II des Postamts Ratzeburg verfügten abweichend zu vielen anderen Leitpostämtern nicht über eigene R-Rautenzettel. Die Einschreiben wurden in ein Verzeichnis (hier Bl. 23) eingetragen und erst in Ratzeburg mit einem R-Zettel versehen. Das blieb auch so, als Lübeck 1 Leitpostamt war.

Viele Grüße
Burkhard
 
sammler-ralph Am: 17.01.2026 15:44:34 Gelesen: 177# 50 @  
Bühnsdorf über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Bühnsdorf wurde 1142 erstmals erwähnt. Im Jahr 1359 ging das zunächst freie „Buenestorpe“ mit Feldmark und Wassermühle in den Besitz des Klosters Reinfeld über. Während der Reformationszeit wurde das Kloster 1582 an das dänische Königshaus verkauft. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort fast vollständig verwüstet. Einen Aufschwung nahm der Ort, als ab 1746 die Möglichkeit für die Bevölkerung gegeben war, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Folge kam es dann auch zur Ansiedlung einiger Handwerksbetriebe. Bühnsdorf ist heute eine Gemeinde im Kreis Segeberg. In Bühnsdorf leben heute ca. 350 Einwohner auf einer Fläche von rund 415 ha.

Postgeschichte:

08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Bühnsdorf über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Stellmacher Heinrich Ralf



01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Bühnsdorf über Bad Oldesloe“
Stand 05.11.1946: Posthalter ist Adolf Stamp (auch noch 04.03.1949)
01.04.1950: Umwandlung in eine Poststelle (I)

Belege:



Postkarte nach Bahrenhof aufgegeben bei der Poststelle (II) Bühnsdorf, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 10.4.34.



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Bühnsdorf an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 4. Mai 1944.



Brief nach Bahrenhof aufgegeben bei der Poststelle (II) Bühnsdorf, freigemacht mit 2x Bizone Mi.-Nr. 75. Da die Sendung direkt vom Fahrer der Landkraftpost zugestellt werden konnte - in Bahrenhof gab es seit dem 07.12.1937 keine Poststelle mehr -, wurde sie nicht über das Leitpostamt geleitet. Die Entwertung der Frankatur erfolgte - abweichend von der Vorschriften - durch den Landpoststempel (24) Bühnsdorf / über Bad Oldesloe.

Gruß
Ralph, der sich über Ergänzungen freuen würde
 
wheilmann Am: 17.01.2026 17:53:08 Gelesen: 162# 51 @  
@ sammler-ralph [#44]

Hallo Ralph,

ich freue mich, dass Du Dich ans "Stempel einstellen" in die Philaseiten-Datenbank herangewagt hast.

Ich denke, Du hast ihn noch nicht "FREIgeGEBEN", denn er wurde noch nicht in die Datenbank übernommen, so dass ich ihn mir auch anschauen kann, ggf. musst Du noch den Button "FREIGEBEN" (links neben "ÄNDERN" in der Eingabeübersicht) anklicken.

Ich wünsche Dir viel Freude mit unserem FORUM, der Stempeldatenbank usw.

Es ist eine wunderschöne Freizeitbeschäftigung neben dem Sammeln von Briefen, bzw. Briefmarken.

Gruß Wolfgang
 
sammler-ralph Am: 17.01.2026 20:18:37 Gelesen: 107# 52 @  
@ wheilmann [#51]

Hallo, ich habe den Freigabeknopf jetzt gefunden.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 18.01.2026 03:16:28 Gelesen: 43# 53 @  
@ sammler-ralph [#50]

Wie erbeten noch ein paar Ergänzungen. Belege kann ich hier nicht zeigen, da Bühnsdorf im Kreis Bad Segeberg liegt und damit nicht in meinem Sammelgebiet Kreis Herzogtum Lauenburg:

- Postleitzahl 1962: 2061
- Postleitzahl 01.07.1993: 23845
- 01.05.1994 Umwandlung in Poststelle II

Das Schließungsdatum habe ich nicht genau. Ich habe aber Unterlagen zu Schließungen bis Mitte 1993 - Mitte 1997. Da bestand die Poststelle noch. In einer Aufstellung der Orte ohne Posteinrichtung von 2008 ist Bühnsdorf aufgeführt, nicht aber in einer Liste der Schließungen in Schleswig-Holstein vom 01.01.2000 bis zu diesem Zeitpunkt (beides in SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 16/1848 16. Wahlperiode vom 12.02.2008). Somit erfolgte die Schließung im Zeitraum 1997-1999.

Übrigens ein sehr schöner Beleg mit der Landpoststempelentwertung von Bühnsdorf nach Bahrenhof!

Viele Grüße
Burkhard
 

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