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Thema: Landpoststempel / Poststellenstempel Schleswig-Holstein
Das Thema hat 130 Beiträge:
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sammler-ralph Am: 17.02.2026 19:24:14 Gelesen: 8885# 106 @  
Schmachthagen über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Schmachthagen war mit dem Ortsteil Schwienköben das dienstpflichtige Bauerndorf des adligen Gutes Schulenburg. Als der Gutsbezirk Schulenburg und der davon 1803 abgetrennte Gutsbezirk Hohenholz 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, wurde aus ihnen und der Gemeinde Schmachthagen (mit Schwienköben) die Gemeinde Schulenburg gebildet. 1925 hatte Schmachthagen 247 Einwohner. Nachdem die im Ortsteil Schmachthagen gelegene Schule noch 1961 um eine zweite Klasse erweitert und umfassend renoviert worden war, erfolgte 1973 der Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe. Seitdem dient das Schulgebäude kulturellen Zwecken. Seit 1976 ist Schmachthagen ein Ortsteil von Pölitz.



Postgeschichte:

08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Schmachthagen über Bad Oldesloe“ Posthalter ist der Gemeindevorsteher Friedrich Dose




07.04.1937: Franz Brandt wird Posthalter
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schmachthagen über Bad Oldesloe“
01.10.1945: Rotraud Studt (ab 01.11.1945 Brandt) wird Posthalterin



03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schmachthagen über Bad Oldesloe“
1966: Besondere Bestimmungen über das Dienstverhältnis der Posthalter



01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle; Umbenennung in „Pölitz, Kreis Stormarn 3“, Sitz Dorfstraße 3
nach 1984: Aufhebung der Poststelle

Belege:



Postkarte nach Kiel aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 412. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 16.7.31.



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schmachthagen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 10.3.1948



Postkarte nach Wasserburg/Inn aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 13.4.54.

Gruß

Ralph, der hofft, dass dieser Beitrag nicht zu lang geworden ist.
 
mumpipuck Am: 18.02.2026 01:17:11 Gelesen: 8825# 107 @  
@ sammler-ralph [#106]

Die Annahme Poststelle II Pölitz, Kr. Stormarn 3 (Schmachthagen)

- erhielt zum 01.07.1993 noch die neue Postleitzahl 23847.
- Geschlossen mit dem 31.01.1994 (Bezirksblatt Nr. 52/93 Direktion Postdienst Hamburg)

Wer findet den Stempel mit 5-stelliger Postleitzahl (7 Monate in Gebrauch) ?

Und diese Beiträge können nicht lang genug sein...

Burkhard
 
Cantus Am: 18.02.2026 21:36:24 Gelesen: 8690# 108 @  
@ mumpipuck [#104]

Hallo Burkhard,

1946 klingt logisch, ich konnte in dem Datum nur keine 4 lesen, sondern irgend etwas Rundes im unteren Teil. Ansonsten weiß ich inzwischen, dass die untere Zeile im Halbspatelstempel

"über Trittau (Bz Hamburg)" lautet.

Heute kamen die letzten Stempel von Schleswig-Holstein, die Angelika eingescannt hat, wieder bei mir an; ich kann nun also auch wieder nachschauen, falls irgend etwas unklar ist oder auch noch Stempel aus anderen Regionen gesucht werden.

Viele Grüße
Ingo
 
sammler-ralph Am: 01.03.2026 19:58:37 Gelesen: 7868# 109 @  
@ mumpipuck [#103]

Vor ein paar Tagen habe ich den folgenden Beleg bei einem Ansichtskartenversand gesehen und ihn gleich bestellt, auch wenn der Poststellen-Stempel "nicht das Gelbe vom Ei" ist. Es handelt sich um den letzten hier noch nicht vorgestellten Stempel aus Pölitz über Bad Oldesloe. Im Stempelhandbuch der ArGe hat dieser Stempel zwar eine Nummer 005 bekommen, lag damals aber wohl noch nicht vor und ist so bisher ohne Bild und Verwendungsdatum geblieben.



Postkarte nach Osnabrück aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 350. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe k 23.08.62, dieser aptiert: Postleitzahl (24a) entfernt.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 02.03.2026 20:58:38 Gelesen: 7736# 110 @  
Sehr gut! Wieder eine Lücke geschlossen!

Burkhard
 
sammler-ralph Am: 28.03.2026 19:07:59 Gelesen: 6477# 111 @  
Heute möchte ich eine Poststelle II vorstellen, die nur kurze Zeit bestanden hat:

Stegen über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Bargfeld-Stegen liegt nordöstlich von Hamburg, zwischen den Gemeinden Nahe und Elmen-horst an der Landesstraße 82. Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Bargfeld-Rögen, Bornhorst, Gräberkate und Viertbruch sowie das Gut Stegen. Zwischen Stegen und Sülfeld wurde 1526 bis 1529 der „neue Graben“ für die erste schiffbare Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck im Rahmen des Alster-Beste-Kanals gebaut. Stegen wurde 1872 gemeinsam mit Bornhorst und Schierenhorst aus dem Gut Stegen ausgegliedert und bildete mit diesen eine selbstständige Gemeinde. Der dem Gut verbleibende Teil wurde Gutsbezirk. Mit Gründung der preußischen Amtsbezirke kamen Bargfeld und Stegen 1889 zum Amtsbezirk Jersbek. Die Gemeinde Bargfeld-Stegen entstand 1928 als Zusammenschluss der beiden Gemeinden mit dem Gutsbezirk Stegen. Nach Auflösung der Amtsbezirke nach dem Zweiten Weltkrieg kam Bargfeld-Stegen zum Amt Bargteheide.

Postgeschichte:

08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Stegen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Ernst Prestin (im Stempelhandbuch der ArGe steht 1932)



nach 1936: Aufhebung der Poststelle (im Stempelhandbuch der ArGe steht nach 1934)

11.02.1973: Zustellung für Bargfeld-Stegen, Kayhude und Nienwohld wird durch neues Postamt Bargfeld-Stegen übernommen.

Belege:



Drucksache nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 410. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.11.31.



Postkarte P 226 nach Hann. Münden, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.2.36.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 28.03.2026 19:45:30 Gelesen: 6470# 112 @  
@ sammler-ralph [#105]

Hier nun - nach berufsbedinger Verzögerung die letzte Poststelle II, die heute zu Pölitz gehört:

Schulenburg über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Auf dem Gebiet des adligen Gutes Schulenburg stand noch im 15. Jahrhundert ein Bauerndorf mit Namen Schulendorf (verstecktes Dorf). Gutsuntertan waren die Dörfer Schmachthagen und Schwienköben. 1803 teilte Graf Luckner die Meierhöfe Hohenholz und Krummbek vom Gut ab und verkaufte sie als eigenständige adlige Güter. Dadurch verkleinerte sich das Gutsareal von ca. 600 auf 220 Hektar. Als die Gutsbezirke Schulenburg und Hohenholz 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, gingen sie zusammen mit der Gemeinde Schmachthagen (mit Schwienköben) in der neu geschaffenen Gemeinde Schulenburg auf. Am 1. Januar 1976 wurde Schulenburg nach Pölitz eingemeindet.

Postgeschichte:

08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Schulenburg über Bad Oldesloe“, Posthalterin ist Tierzuchtmeisterin Anita Scheele



01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schulenburg über Bad Oldesloe“
05.11.1946: Posthalter ist M. Goosmann
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schulenburg über Bad Oldesloe“
01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle, Umbenennung in Pölitz, Kreis Stormarn 2“, Sitz Am Teich 4
?: Aufhebung der Poststelle

Belege:



Brief nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle Schulenburg, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 519. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 16.5.35.



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schulenburg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 9. März 1948.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 31.03.2026 02:41:46 Gelesen: 6225# 113 @  
@ sammler-ralph [#111]

Hallo Ralph,

ein paar Ergänzungen zu Bargfeld-Stegen:

01.10.1895 Postagentur Bargfeld eingerichtet
01.10.1972 Umbenennung des Postamts in "2061 Bargfeld-Stegen". Ob zu diesem Zeitpunkt oder bereits vorher die Umwandlung von einer Postagentur/Posstelle I in ein Postamt erfolgte oder bereits vorher, kann ich nicht sagen. Da müsste man Ortsverzeichnisse wälzen.

Gemäß den vorliegenden Stempelabschlägen erfolgte die Schließung und Ersatz durch eine Partnerfiliale zwischen dem 14.09.1999 und dem 06.09.2002.

Per heute besteht laut Abfrage im Internet eine von der Posttochter Deutsche Post Shop Hannover GmbH betriebene Filiale in der Elmenhorster Straße 4 und in unmittelbarer Nähe in der Kayhuder Straße 2 bereits eine automatisierte Poststation, die wohl bald die Postfiliale ganz ersetzen soll. Bargfeld-Stegen ist mit per 31.12.2024 knapp 3.000 Einwohnern ein Pflichtversorgungsstandort.

Viele Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 31.03.2026 03:03:20 Gelesen: 6221# 114 @  
@ sammler-ralph [#112]

zu Schulenburg, ab 01.05.1977 Pölitz, Kr. Stormarn 2:

Das genaue Schließungsdatum liegt mir nicht vor. Ich kann es aber annähern:

Die beiden anderen Poststellen in Pönitz, nämlich die Poststellen II Pönitz, Kreis Stormarn 1 (Pönitz) und 2 (Schmachthagen) wurden mit Ablauf des 31.03.1997 bzw. 31.01.1994 geschlossen.

Für den Zeitraum 01.07.1993 bis Mitte 1997 liegen mir alle Schließungsdaten aus den Bezirksverfügungen vor. Pölitz 2 ist nicht dabei.

Lt. Landesdrucksachen des Schleswig-Holsteinischen Landtags 16/1848 und Umdruck 16/3954 aus 2008 hatte Pölitz zu diesem Zeitpunkt keine stationäre Posteinrichtung mehr. Auch in der in diesem Dokument enthaltenen Liste der Schließungen seit 01.01.2000 ist Pönitz nicht genannt.

-> Die Schließung ist also im Zeitraum Juli 1997 bis 31.12.1999 erfolgt.

Viele Grüße
Burkhard
 
preussen362 Am: 31.03.2026 09:40:27 Gelesen: 6190# 115 @  
@ mumpipuck [#113]

Hallo und guten Morgen,

Dein Wink mit dem Zaunpfahl ist angekommen:

zu 2061 Bargfeld, Kr. Stormarn (LPA 206 Bad Oldesloe) sagen die mir vorliegenden Ortsverzeichnisse (OV I):

Ausgabe 1970 + Ausgabe 1972 (Datenstand: April 1972), dass es sich um eine Poststelle I handelt, in der Ausgabe 1974 (Datenstand: April 1974) wird der Ort als "2061 Bargfeld-Stegen" mit einem Postamt nachgewiesen.

Das bringt leider nicht viel mehr Licht ins Dunkel, beim seinerzeit üblichen Zweijahres-Rhythmus der Ortsverzeichnisse ist die Lücke genau in dem von Dir gesuchten Zeitraum.

viele Grüße,
Andreas
 
mumpipuck Am: 01.04.2026 00:15:51 Gelesen: 6042# 116 @  
@ mumpipuck [#114]

Schmachthagen ist natürlich Pönitz, Kr. Stormarn 3!
 
mumpipuck Am: 01.04.2026 00:20:55 Gelesen: 6038# 117 @  
@ preussen362 [#115]

:-) ; Danke fürs Nachschauen!
 
Cantus Am: 02.04.2026 02:07:07 Gelesen: 5743# 118 @  
Offendorf und Kreuzkamp sind die beiden Wohnplätze der Gemeinde Ratekau. Ratekau ist eine Gemeinde und eine Dorfschaft im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen [1].

Von Offendorf eine Ansichtskarte, gelaufen am 15.7.1960 über Lübeck nach Hamburg.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau.
 
Cantus Am: 07.04.2026 23:50:36 Gelesen: 5043# 119 @  
Ich war Ostern mit einem Freund u.a. in Rangsdorf, um mich auf dem Flohmarkt ein wenig umzusehen. Viele waren zwar bereits beim einpacken, da Regenwolken in der Ferne auftauchten, aber ein Allerweltshändler zauberte auf spezielle Nachfrage aus seinem Lieferwagen dann doch noch einen Karton mit einer bunten Schüttung von allerlei Papierkram heraus, in dem ich endlich fündig wurde, u.a. mit diesem schönen Beleg, der noch sehr gut in meine Sammlung passt. So ein Fund zählt inzwischen leider zu den Seltenheiten, denn auf den meisten Floh- oder Trödelmärkten werden überhaupt keine Belege mehr angeboten.

Das Gut Weißenhaus liegt in der Gemeinde Wangels im Kreis Ostholstein in der Nähe des nach dem adligen Gut benannten Weißenhäuser Strandes. Den Mittelpunkt der ehemaligen Gutsanlage bildet das an einem weitläufigen Park gelegene sogenannte Schloss Weißenhaus, das frühere Herrenhaus des Besitzes. Das Gut Weißenhaus ist heute ein Luxushotel [1].

Von dort stammt mein Briefumschlag, der am 20.10.1951 von Weißenhaus über Lütjenburg nach Hamburg befördert wurde.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Wei%C3%9Fenhaus
 
volkimal Am: 09.05.2026 16:43:40 Gelesen: 3641# 120 @  
Hallo zusammen,

im Genesungsheim Kollow hat es eine Poststelle II gegeben. Für die Poststelle war das Postamt Schwarzenbek zuständig.





Stempel "24a Kollow Genesungsheim über Schwazenbek" vermutlich vom 06.02.1952.

Viele Grüße
Volkmar
 
mumpipuck Am: 10.05.2026 01:55:39 Gelesen: 3603# 121 @  
@ volkimal [#120]

Hallo Volkmar,

so ist es. Die Poststelle gab es von Landpostverkraftung beim Postamt Schwarzenbek am 25.11.1930 bis 30.09.1960. Da wurde sie in eine Posthilfsstelle umgewandelt die noch bis 31.03.1974 bestand. Bis etwa 1944 hieß die Poststelle (II) Genesungsheim Kollow, dann Kollow Genesungsheim.

Sie befand sich die gesamte Zeit aber nicht im Genesungsheim selbst, sondern im benachbarten Bauernhaus der Familie Schwabrow (Adresse: Am Genesungsheim 5). Posthalter war von der Einrichtung bis zum 30.09.1960 (Rente) der Landwirt Wilhelm Schwabrow sr., die Posthilfsstelle führte dann sein Sohn Wilhelm Schwabrow jr. .



Die Aufnahme zeigt das Gebäude der Poststelle im Jahre 2020.

Burkhard
 
Cantus Am: 15.05.2026 03:17:04 Gelesen: 3173# 122 @  
In unserer Stempeldatenbank sind schon drei verschiedene Poststellenstempel von Siebenbäumen vorhanden, ein entsprechender Beleg wurde aber bisher noch nicht gezeigt, weshalb ich heute eine vierte Variante vorstelle.

Siebenbäumen ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Das Gemeindegebiet von Siebenbäumen erstreckt sich im Naturraum Ostholsteinisches Hügel- und Seenland am Bach Grinau in ländlicher Umgebung Neben dem für die Gemeinde namenstiftenden Wohnplatz, einem Kirchdorf, befindet sich einzig der Ortsteil Bahnhof Kastorf im Gemeindegebiet {[1}.

Dazu eine Postkarte, gelaufen am 18.5.1933 von Siebenbäumen über Bad Oldesloe nach Hamburg.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%A4umen#
 
sammler-ralph Am: 15.05.2026 16:27:31 Gelesen: 3031# 123 @  
@ Cantus [#122]

Eine wundervolle Karte zeigst Du da. So schön kann ich diesen Stempel nicht zeigen. Ich möchte dann die folgenden Ergänzungen zu Siebenbäumen machen.

Siebenbäumen über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Siebenbäumen wurde im Jahr 1286 erstmals erwähnt und gehörte zur Vogtei Mölln der Herzöge von Sachsen-Lauenburg, und dem späteren Amt Steinhorst. Ein Teil des Ortes gehörte von 1401 bis 1747 zu Lübeck. Die Dorfkirche auf einem ovalen Hügel in der Ortsmitte ist seit 1304 unter dem Namen Marienkirche bekannt. Der zweite nachweisbare Kirchenbau wurde 1640–1646 neu errichtet. Es handelte sich dabei um einen Fachwerkbau, der 1864 niedergelegt wurde. Dabei kamen verkohlte Überreste eines Vorgängerbaus zu Tage, doch kann dies nicht den Kirchenbau direkt vor 1640 betreffen, denn diese Kirche ist nicht niedergebrannt, deutet also auf einen vierten Kirchenbau hin. 1741/1742 wurde der Turm durch den hannoverschen Hofbaumeister Jakob Heumann erneuert. Die heutige Marienkirche wurde in den Jahren 1864/1865 im Stil der Tudorgotik erbaut und ist die vermutlich vierte an gleicher Stelle. Siebenbäumen ist heute eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg.



Postgeschichte: Hier ist mein Wissen noch bruchstückhaft
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Siebenbäumen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Jul. Meyer
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Siebenbäumen über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Siebenbäumen über Bad Oldesloe“
?: Aufhebung der Poststelle

Weitere Belege:



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Siebenbäumen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 6. November 1946.



Brief nach Koblenz, aufgegeben bei der Poststelle II Siebenbäumen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 130. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 19.11.53.Landpoststempel rechts abgerundetes Rechteck.



Postkarte nach Pogeez, aufgegeben bei der Poststelle II Siebenbäumen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 183. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 28.3.59. Landpoststempel rechts rechteckig.

Gruß
Ralph
 
Cantus Am: 16.05.2026 00:18:34 Gelesen: 2971# 124 @  
@ sammler-ralph [#123]

Hallo Ralph,

vielen Dank für deine kenntnisreichen Ergänzungen. Leider ist das so, dass auch bei mir nicht alle Landpoststempel so sauber und komplett lesbar sind wie der hier von Siebenbäumen, aber ich bemühe mich, möglichst nur komplette und noch lesbare Stempel in meine Sammlung zu übernehmen. Heute ist aber erst einmal wieder ein anderes Bundesland an der Reihe, mit einem passenden Stempel vorgestellt zu werden.

Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 16.05.2026 10:59:40 Gelesen: 2939# 125 @  
@ mumpipuck [#121]

Hallo Burkhard,

danke für die Ergänzung.

Viele Grüße
Volkmar
 
Cantus Am: 24.05.2026 00:20:26 Gelesen: 1918# 126 @  
Duvensee ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde Duvensee besteht aus den drei Ortsteilen Duvensee, Duvenseer Wall und Bergrade [1].

Dazu ein Brief, gelaufen am 21.8.1931 von Duvensee per Bahnpost über Mölln nach Ratzeburg.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Duvensee
 
sammler-ralph Am: 24.05.2026 08:56:00 Gelesen: 1854# 127 @  
@ Cantus [#126]

Guten Morgen Ingo,

interessanter Beleg mit direkter Anlieferung an die Bahnpost.

Ist bekannt, ob diese Vorgehensweise bei Duvensee immer so war oder ob die Sendungen zeitweise auch über das Leitpostamt Mölln liefen?

Gruß
Ralph
 
Nordluchs Am: 24.05.2026 10:29:12 Gelesen: 1810# 128 @  
@ sammler-ralph [#127]

Hallo Ralph,
Hallo Cantus,

da meine Frau Angelika reichlich Belege für Cantus gescannt und bearbeitet hat und aktuell neues Futter von Cantus erhielt, bekomme ich so einiges unter die Nase gehalten.

Als gebürtiger Möllner ist mir die beschriebene Bahnstrecke bekannt. Zum Schluss fuhr ein Schienenbus (mit Dieselmotor) diese Strecke.

Alles nähere für Interessierte siehe Link.

Gruß

Hajo

https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Mölln-Hollenbek
 
Cantus Am: 25.05.2026 17:44:23 Gelesen: 1523# 129 @  
@ Nordluchs [#128]

Hallo Hajo,

vielen Dank für den interessanten Link. Er beantwortet zwar die Frage von Ralph nicht, die Beschreibung zu Sinn und Zweck dieser Bahnstrecke hin zum Anschluss an das kaiserliche Eisenbahnnetz lässt aber vermuten, dass Die Reichspost zumindest teilweise den Posttransport über diese Eisenbahnstrecke gegenüber anderen Transportmöglichkeiten favorisierte, um so einen schnelleren Posttransport gewährleisten zu können.

Viele Grüße
Ingo
 
mumpipuck Am: 02.06.2026 01:14:13 Gelesen: 678# 130 @  
@ Nordluchs [#128]

Hallo Hajo,

der gezeigte Bahnpoststempel gehört zur Stecke Lübeck-Lüneburg, die in Nord-Süd-Richtung ebenfalls durch Mölln führt. Auf der "Hein Hollenbek" genannten Stecke Mölln-Hollenbek gab es m.E. keine Bahnpost. Dieses Bahnstrecke liegt auch nicht in der Nähe von Duvensee.

Eventuell wurdest Du durch das zweite Hollenbek (bei Berkenthin) mißgeleitet, dass tatsächlich in der Nähe von Duvensee liegt. Die Strecke Mölln-Hollenbek liegt südlicher im Kreis. Nördlich an Duvensee führte die "Kaiserbahn" Hagenow-Neumünster entlang, aber die hatte eigene Bahnpoststempel.

Ich habe tatsächlich einen Beleg von Duvensee ebenfalls aus dem Jahre 1931 mit derselben Stempelkobination:



Mein Beleg von 1939 ist dagegen in Mölln gestempelt:



Vielleicht finden sich ja noch mehr Belege ?

Ich kenne aus der ersten Zeit der Landpostverkraftung von Mölln (01.09.1929) auch aus anderen Poststellen die Entwertung mit Bahnpoststempeln LÜBECK-LÜNEBURG und sogar mit Tagesstempeln vom Streckenendpunkt Lübeck. Ich gehe davon aus, dass die Landpostkraftwagen zumindest in der ersten Zeit einen Teil der Sendungen aus den Poststellen (bestimmte ?) in Mölln diekt auf die Bahn gegeben haben, vielleicht um eine schnellere Beförderung zu ermöglichen. Nach ca. 1936 meine ich so etwas nicht mehr gesehen zu haben.





Ein Scann eines Belegs der Möllner Poststelle Wentorf liegt mir noch aus 1932 vor mit Tagesstempel Lübeck 2.

Viele Grüße
Burkhard
 

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