Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Landpoststempel / Poststellenstempel Schleswig-Holstein
Das Thema hat 119 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4   5  oder alle Beiträge zeigen
 
mumpipuck Am: 02.02.2026 03:32:34 Gelesen: 5888# 95 @  
@ Cantus [#94]

Hallo Ingo,

wieder ein sehr schöner Beleg!

Ich würde mich über ein Thema zu Deiner Heimatsammlung freuen!

Burkhard
 
sammler-ralph Am: 04.02.2026 06:38:37 Gelesen: 5637# 96 @  
@ mumpipuck [#93]

Alfred Meschenmoser nennt in "Die Postgebietszahlen im Nachkriegsdeutschland - eine philatelistisch-zeitgeschichtliche Darstellung" (PhilCreativ-Verlag 1995) den 25.10.1946 als Trennungsdatum von PLG 24 in 24a und 24b. Eine genaue Quelle wird nicht genannt.

Gruß
Ralph
 
rolfB Am: 04.02.2026 07:21:53 Gelesen: 5630# 97 @  
@ sammler-ralph [#96]

Moin Ralph,

die Aufteilung der Postleitgebiete 20, 22a und 24 wurde im Amtsblatt der Reichspost - Oberdirektion für die Britische Zone am 25.10.1946 bekannt gegeben mit Hinweis auf die sofortige Wirkung.



Viele Grüße
Rolf
 
sammler-ralph Am: 04.02.2026 14:37:07 Gelesen: 5596# 98 @  
@ rolfB [#97]

Vielen Dank

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 05.02.2026 00:03:50 Gelesen: 5530# 99 @  
@ rolfB [#97]

Hallo Rolf,

auch von mir ein herzliches Dankeschön. Diese Quelle habe ich schon lange gesucht.

Viele Grüße
Burkhard
 
Cantus Am: 09.02.2026 00:52:06 Gelesen: 5187# 100 @  
@ mumpipuck [#95]

Hallo Burkhard,

wenn ich mit der Bewältigung aller meiner gegenwärtigen Probleme so durch bin, vielleicht Ende Februar, dann mache ich mit meiner schon existierenden Heimatsammlung endlich weiter. Ich habe das so viele Jahre einfach schleifen lassen, weil ich nicht so recht wusste, wie ich fortfahren sollte. Ober dieses Thema und andere ähnliche Themen habe ich jetzt für mich den Entschluss gefasst, unkoordiniert fortzufahren, muss dazu aber noch allerlei sortieren und scannen. Bis dahin mache ich hier und anderswo weiter.

Viele Grüße
Ingo
 
sammler-ralph Am: 15.02.2026 16:05:42 Gelesen: 4727# 101 @  
@ Cantus [#94]

Damit sich der schöne Brief von Ingo nicht so einsam fühlt:

Pölitz über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Pölitz war seit 1472 ein Lübsches Stadtstiftsdorf und mit seinen dreizehn Voll-, fünf Halb-, sieben Viertelhufen und elf Katen das größte Dorf im Besitz des Lübecker Heiligengeist-Hospitals. Um 1900 gab es hier drei Ziegeleien, die den lehmhaltigen Boden nutzten. Nachdem die alte Schule zu klein geworden war, wurde 1962 ein Schulneubau errichtet, der bereits 1973 durch den Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe überflüssig wurde und seither als Gemeindezentrum dient. Am 01.01.1976 wurde die Gemeinde Schulenburg mit ihren Ortsteilen Hohenholz (Gut), Schmachthagen und Schwienköben eingemeindet.



Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Pölitz über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Tischlermeister Klaus Sengelmann



01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Pölitz über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Pölitz über Bad Oldesloe“
01.06.1973: Umwandlung in eine Poststelle I

Belege:
Den Stempel Pölitz Bad Oldesloe Land hat Ingo schon gezeigt.



Postkarte nach Böklund über Schleswig aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 15.8.41.



Einschreiben nach Hannover aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Bizone Mi.-Nr. 44 I (2x) und A49 II. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 15.7.48, rückseitiger Ankunftstempel (20) Hannover 1 dt 16.7.48.



Fernbrief nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 3.7.57.

Gruß
Ralph, der sich über Ergänzungen freut
 
Cantus Am: 16.02.2026 02:29:39 Gelesen: 4682# 102 @  
@ sammler-ralph [#101]

Hallo Ralph,

ich würde ja gerne etwas zu Pölitz ergänzen, aber zu diesem Ort habe ich nichts mehr. Und nachschauen geht momentan auch nicht, da sich mein Gesamtbestand zu Schleswig-Holstein derzeit in Ammersbek befindet, wo alle Belege aus Schleswig-Holstein für die Poststempelgilde eingescannt werden. Ich habe aber noch vereinzelte Scans, die ich vor dem Versand getätigt habe.

Heute also Witzhave, eine Gemeinde mit gut 1.500 Einwohnern im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Heinrichshof. Witzhave liegt etwa 20 km östlich von Hamburg. Die Corbek, die Witzhaver Au, die Hahnenbek und die Bille fließen durch die Fläche der Gemeinde [1].

Dazu eine Ansichtskarte, gelaufen vermutlich am 20.5.1946 (Stempelirrtum?) von Witzhave nach Hamburg. Das Motiv auf der Ansichtskarte finde ich merkwürdig, da wird zwar auf der Vorderseite der Karte auf die "Gaststätte zum Lindenhof" hingewiesen, dem Fotografen waren aber die Bäume neben dem Gasthof wichtiger als das Gebäude selber.

Beim Stempel aus Witzhave vermute ich in der unteren Zeile den Text "über Trittau (Ostholst), zur genaueren Bestimmung bin ich da aber auf dein Ortswissen angewiesen.







Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Witzhave
 
mumpipuck Am: 16.02.2026 20:40:14 Gelesen: 4542# 103 @  
@ sammler-ralph [#101]

Hallo Ralph,

zu Pölitz noch folgende Ergänzungen:

- Poststelle I "2061 PÖLITZ" wird zum 01.05.1977 in "2061 PÖLITZ, Kr. STORMARN 1" umbenannt. Gleichzeitig werden die Poststellen II in Schulenburg und Schmachthagen in "2061 PÖLITZ, Kr STORMARN 2" und "2061 PÖLITZ, Kr STORMARN 3" umbenannt.

- Zum 01.07.1993 neue Postleitzahl 23847.
- Geschlossen mit dem 31.03.1997 (Bezirksblatt Nr. 3/97 Direktion Postdienst Hamburg)

Hier noch der Stempel nach Umbenennung: 2061 PÖLITZ, Kr STORMARN 1 a



Viele Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 16.02.2026 21:24:03 Gelesen: 4531# 104 @  
@ Cantus [#102]

Hallo Ingo,

warum hältst Du den 20.05.1946 für einen Stempelirrtum ?

Der Stempel ist bei der ArGe Schleswig-Holstein derzeit nur vom 16.01.1945 belegt. Dein Abschlag ist also ein neues Spätdatum.
Der nachfolgende Stempel mit Postgebietsleitzahl "24a" ist ab 26.02.1947 belegt. Das passt doch alles gut.

Viele Grüße
Burkhard
 
sammler-ralph Am: 17.02.2026 18:35:31 Gelesen: 4441# 105 @  
@ mumpipuck [#103]

Hier dann noch eine Ergänzung zur Ergänzung: Die Umbenennung der Poststellen Pöitz, Schmachthagen und Schulenburg wurde am 22.03.1977 angekündigt:



Die Poststellen Schmachthagen und Schulenburg stelle ich noch vor.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 17.02.2026 19:24:14 Gelesen: 4400# 106 @  
Schmachthagen über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Schmachthagen war mit dem Ortsteil Schwienköben das dienstpflichtige Bauerndorf des adligen Gutes Schulenburg. Als der Gutsbezirk Schulenburg und der davon 1803 abgetrennte Gutsbezirk Hohenholz 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, wurde aus ihnen und der Gemeinde Schmachthagen (mit Schwienköben) die Gemeinde Schulenburg gebildet. 1925 hatte Schmachthagen 247 Einwohner. Nachdem die im Ortsteil Schmachthagen gelegene Schule noch 1961 um eine zweite Klasse erweitert und umfassend renoviert worden war, erfolgte 1973 der Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe. Seitdem dient das Schulgebäude kulturellen Zwecken. Seit 1976 ist Schmachthagen ein Ortsteil von Pölitz.



Postgeschichte:

08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Schmachthagen über Bad Oldesloe“ Posthalter ist der Gemeindevorsteher Friedrich Dose




07.04.1937: Franz Brandt wird Posthalter
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schmachthagen über Bad Oldesloe“
01.10.1945: Rotraud Studt (ab 01.11.1945 Brandt) wird Posthalterin



03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schmachthagen über Bad Oldesloe“
1966: Besondere Bestimmungen über das Dienstverhältnis der Posthalter



01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle; Umbenennung in „Pölitz, Kreis Stormarn 3“, Sitz Dorfstraße 3
nach 1984: Aufhebung der Poststelle

Belege:



Postkarte nach Kiel aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 412. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 16.7.31.



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schmachthagen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 10.3.1948



Postkarte nach Wasserburg/Inn aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 13.4.54.

Gruß

Ralph, der hofft, dass dieser Beitrag nicht zu lang geworden ist.
 
mumpipuck Am: 18.02.2026 01:17:11 Gelesen: 4340# 107 @  
@ sammler-ralph [#106]

Die Annahme Poststelle II Pölitz, Kr. Stormarn 3 (Schmachthagen)

- erhielt zum 01.07.1993 noch die neue Postleitzahl 23847.
- Geschlossen mit dem 31.01.1994 (Bezirksblatt Nr. 52/93 Direktion Postdienst Hamburg)

Wer findet den Stempel mit 5-stelliger Postleitzahl (7 Monate in Gebrauch) ?

Und diese Beiträge können nicht lang genug sein...

Burkhard
 
Cantus Am: 18.02.2026 21:36:24 Gelesen: 4205# 108 @  
@ mumpipuck [#104]

Hallo Burkhard,

1946 klingt logisch, ich konnte in dem Datum nur keine 4 lesen, sondern irgend etwas Rundes im unteren Teil. Ansonsten weiß ich inzwischen, dass die untere Zeile im Halbspatelstempel

"über Trittau (Bz Hamburg)" lautet.

Heute kamen die letzten Stempel von Schleswig-Holstein, die Angelika eingescannt hat, wieder bei mir an; ich kann nun also auch wieder nachschauen, falls irgend etwas unklar ist oder auch noch Stempel aus anderen Regionen gesucht werden.

Viele Grüße
Ingo
 
sammler-ralph Am: 01.03.2026 19:58:37 Gelesen: 3383# 109 @  
@ mumpipuck [#103]

Vor ein paar Tagen habe ich den folgenden Beleg bei einem Ansichtskartenversand gesehen und ihn gleich bestellt, auch wenn der Poststellen-Stempel "nicht das Gelbe vom Ei" ist. Es handelt sich um den letzten hier noch nicht vorgestellten Stempel aus Pölitz über Bad Oldesloe. Im Stempelhandbuch der ArGe hat dieser Stempel zwar eine Nummer 005 bekommen, lag damals aber wohl noch nicht vor und ist so bisher ohne Bild und Verwendungsdatum geblieben.



Postkarte nach Osnabrück aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 350. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe k 23.08.62, dieser aptiert: Postleitzahl (24a) entfernt.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 02.03.2026 20:58:38 Gelesen: 3251# 110 @  
Sehr gut! Wieder eine Lücke geschlossen!

Burkhard
 
sammler-ralph Am: 28.03.2026 19:07:59 Gelesen: 1992# 111 @  
Heute möchte ich eine Poststelle II vorstellen, die nur kurze Zeit bestanden hat:

Stegen über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:
Bargfeld-Stegen liegt nordöstlich von Hamburg, zwischen den Gemeinden Nahe und Elmen-horst an der Landesstraße 82. Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Bargfeld-Rögen, Bornhorst, Gräberkate und Viertbruch sowie das Gut Stegen. Zwischen Stegen und Sülfeld wurde 1526 bis 1529 der „neue Graben“ für die erste schiffbare Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck im Rahmen des Alster-Beste-Kanals gebaut. Stegen wurde 1872 gemeinsam mit Bornhorst und Schierenhorst aus dem Gut Stegen ausgegliedert und bildete mit diesen eine selbstständige Gemeinde. Der dem Gut verbleibende Teil wurde Gutsbezirk. Mit Gründung der preußischen Amtsbezirke kamen Bargfeld und Stegen 1889 zum Amtsbezirk Jersbek. Die Gemeinde Bargfeld-Stegen entstand 1928 als Zusammenschluss der beiden Gemeinden mit dem Gutsbezirk Stegen. Nach Auflösung der Amtsbezirke nach dem Zweiten Weltkrieg kam Bargfeld-Stegen zum Amt Bargteheide.

Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Stegen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Ernst Prestin (im Stempelhandbuch der ArGe steht 1932)

nach 1936: Aufhebung der Poststelle (im Stempelhandbuch der ArGe steht nach 1934)
11.02.1973: Zustellung für Bargfeld-Stegen, Kayhude und Nienwohld wird durch neues Postamt Bargfeld-Stegen übernommen.

Belege:


Drucksache nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 410. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.11.31.


Postkarte P 226 nach Hann. Münden, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.2.36.

Gruß
Ralph
 
sammler-ralph Am: 28.03.2026 19:45:30 Gelesen: 1985# 112 @  
@ sammler-ralph [#105]

Hier nun - nach berufsbedinger Verzögerung die letzte Poststelle II, die heute zu Pölitz gehört:

Schulenburg über Bad Oldesloe

Ortsgeschichte:

Auf dem Gebiet des adligen Gutes Schulenburg stand noch im 15. Jahrhundert ein Bauerndorf mit Namen Schulendorf (verstecktes Dorf). Gutsuntertan waren die Dörfer Schmachthagen und Schwienköben. 1803 teilte Graf Luckner die Meierhöfe Hohenholz und Krummbek vom Gut ab und verkaufte sie als eigenständige adlige Güter. Dadurch verkleinerte sich das Gutsareal von ca. 600 auf 220 Hektar. Als die Gutsbezirke Schulenburg und Hohenholz 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, gingen sie zusammen mit der Gemeinde Schmachthagen (mit Schwienköben) in der neu geschaffenen Gemeinde Schulenburg auf. Am 1. Januar 1976 wurde Schulenburg nach Pölitz eingemeindet.

Postgeschichte:

08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Schulenburg über Bad Oldesloe“, Posthalterin ist Tierzuchtmeisterin Anita Scheele



01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schulenburg über Bad Oldesloe“
05.11.1946: Posthalter ist M. Goosmann
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schulenburg über Bad Oldesloe“
01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle, Umbenennung in Pölitz, Kreis Stormarn 2“, Sitz Am Teich 4
?: Aufhebung der Poststelle

Belege:



Brief nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle Schulenburg, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 519. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 16.5.35.



Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schulenburg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 9. März 1948.

Gruß
Ralph
 
mumpipuck Am: 31.03.2026 02:41:46 Gelesen: 1740# 113 @  
@ sammler-ralph [#111]

Hallo Ralph,

ein paar Ergänzungen zu Bargfeld-Stegen:

01.10.1895 Postagentur Bargfeld eingerichtet
01.10.1972 Umbenennung des Postamts in "2061 Bargfeld-Stegen". Ob zu diesem Zeitpunkt oder bereits vorher die Umwandlung von einer Postagentur/Posstelle I in ein Postamt erfolgte oder bereits vorher, kann ich nicht sagen. Da müsste man Ortsverzeichnisse wälzen.

Gemäß den vorliegenden Stempelabschlägen erfolgte die Schließung und Ersatz durch eine Partnerfiliale zwischen dem 14.09.1999 und dem 06.09.2002.

Per heute besteht laut Abfrage im Internet eine von der Posttochter Deutsche Post Shop Hannover GmbH betriebene Filiale in der Elmenhorster Straße 4 und in unmittelbarer Nähe in der Kayhuder Straße 2 bereits eine automatisierte Poststation, die wohl bald die Postfiliale ganz ersetzen soll. Bargfeld-Stegen ist mit per 31.12.2024 knapp 3.000 Einwohnern ein Pflichtversorgungsstandort.

Viele Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 31.03.2026 03:03:20 Gelesen: 1736# 114 @  
@ sammler-ralph [#112]

zu Schulenburg, ab 01.05.1977 Pölitz, Kr. Stormarn 2:

Das genaue Schließungsdatum liegt mir nicht vor. Ich kann es aber annähern:

Die beiden anderen Poststellen in Pönitz, nämlich die Poststellen II Pönitz, Kreis Stormarn 1 (Pönitz) und 2 (Schmachthagen) wurden mit Ablauf des 31.03.1997 bzw. 31.01.1994 geschlossen.

Für den Zeitraum 01.07.1993 bis Mitte 1997 liegen mir alle Schließungsdaten aus den Bezirksverfügungen vor. Pölitz 2 ist nicht dabei.

Lt. Landesdrucksachen des Schleswig-Holsteinischen Landtags 16/1848 und Umdruck 16/3954 aus 2008 hatte Pölitz zu diesem Zeitpunkt keine stationäre Posteinrichtung mehr. Auch in der in diesem Dokument enthaltenen Liste der Schließungen seit 01.01.2000 ist Pönitz nicht genannt.

-> Die Schließung ist also im Zeitraum Juli 1997 bis 31.12.1999 erfolgt.

Viele Grüße
Burkhard
 
preussen362 Am: 31.03.2026 09:40:27 Gelesen: 1705# 115 @  
@ mumpipuck [#113]

Hallo und guten Morgen,

Dein Wink mit dem Zaunpfahl ist angekommen:

zu 2061 Bargfeld, Kr. Stormarn (LPA 206 Bad Oldesloe) sagen die mir vorliegenden Ortsverzeichnisse (OV I):

Ausgabe 1970 + Ausgabe 1972 (Datenstand: April 1972), dass es sich um eine Poststelle I handelt, in der Ausgabe 1974 (Datenstand: April 1974) wird der Ort als "2061 Bargfeld-Stegen" mit einem Postamt nachgewiesen.

Das bringt leider nicht viel mehr Licht ins Dunkel, beim seinerzeit üblichen Zweijahres-Rhythmus der Ortsverzeichnisse ist die Lücke genau in dem von Dir gesuchten Zeitraum.

viele Grüße,
Andreas
 
mumpipuck Am: 01.04.2026 00:15:51 Gelesen: 1557# 116 @  
@ mumpipuck [#114]

Schmachthagen ist natürlich Pönitz, Kr. Stormarn 3!
 
mumpipuck Am: 01.04.2026 00:20:55 Gelesen: 1553# 117 @  
@ preussen362 [#115]

:-) ; Danke fürs Nachschauen!
 
Cantus Am: 02.04.2026 02:07:07 Gelesen: 1258# 118 @  
Offendorf und Kreuzkamp sind die beiden Wohnplätze der Gemeinde Ratekau. Ratekau ist eine Gemeinde und eine Dorfschaft im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen [1].

Von Offendorf eine Ansichtskarte, gelaufen am 15.7.1960 über Lübeck nach Hamburg.





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau
.
 
Cantus Am: 07.04.2026 23:50:36 Gelesen: 558# 119 @  
Ich war Ostern mit einem Freund u.a. in Rangsdorf, um mich auf dem Flohmarkt ein wenig umzusehen. Viele waren zwar bereits beim einpacken, da Regenwolken in der Ferne auftauchten, aber ein Allerweltshändler zauberte auf spezielle Nachfrage aus seinem Lieferwagen dann doch noch einen Karton mit einer bunten Schüttung von allerlei Papierkram heraus, in dem ich endlich fündig wurde, u.a. mit diesem schönen Beleg, der noch sehr gut in meine Sammlung passt. So ein Fund zählt inzwischen leider zu den Seltenheiten, denn auf den meisten Floh- oder Trödelmärkten werden überhaupt keine Belege mehr angeboten.

Das Gut Weißenhaus liegt in der Gemeinde Wangels im Kreis Ostholstein in der Nähe des nach dem adligen Gut benannten Weißenhäuser Strandes. Den Mittelpunkt der ehemaligen Gutsanlage bildet das an einem weitläufigen Park gelegene sogenannte Schloss Weißenhaus, das frühere Herrenhaus des Besitzes. Das Gut Weißenhaus ist heute ein Luxushotel [1].

Von dort stammt mein Briefumschlag, der am 20.10.1951 von Weißenhaus über Lütjenburg nach Hamburg befördert wurde.






Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Wei%C3%9Fenhaus
 

Das Thema hat 119 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4   5  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.