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Thema: Bund Rasterversatz 110 c Lichtenberg
funnystamp Am: 04.12.2025 13:23:11 Gelesen: 10563# 1 @  
Eine interessante Variante zeigt die heutige Neuausgabe MiNr 3938, 150. Geburtstag von Bernhard Lichtenberg.

Es ist möglicherweise eine Druckzufälligkeit, allerdings erscheint mir bei näherer Untersuchung der Marke ein Passerproblem vorzuliegen.

Mir liegen mehrere Zehnerbögen vor, die deutliche Unterschiede bei den Marken links und rechts zeigen, also sind die Marken auf den Feldern 1,3,5,7,und 9 deutlich von den Marken der Felder 2,4,6,8, und 10 zu unterscheiden.

Die Unterschiede sind leicht und auch ohne Lupe festzustellen, sie betreffen die vertikalen Rasterstriche im Gesicht, besonders auffällig neben weiteren Abweichungen der Strichlänge sind diese im Mundwinkel, in der Brille oder an der Stirnlinie.

In folgender Abbildung ist das große Bild aus Feld 1, das kleine Bild aus Feld 2.



Näher betrachtet handelt es sich dabei um einen Passerverschub dieser vertikalen Linien. Die Linien wurden offenbar unabhängig von den Formlinien des Gesichts eingefügt. Ich habe die beiden Marken in einem Bildbearbeitungsprogramm im Sandwich übereinander gelegt und festgestellt, dass es für die senkrechten Linien einen definierten Bereich gibt, binnen dessen sie erscheinen. Verschiebt man das Linienraster dann leicht nach links oder rechts, werden an den Rundungen und Enden des Bereich dann deutliche Längenunterschiede der Linien sichtbar.

In folgender Abbildung habe ich einige dieser Bereiche farbig markiert und darunter die Marken von Feld 1 und Feld 2 gelegt. Während die formgebenden Linien des Gesichts passgenau übereinander liegen, kann man deutlich erkennen, wie die verschobenen Rasterlinien beider Marken unterschiedliche Ausprägungen an entsprechenden Stellen vorweisen. Also z.B. in der Brille einen punktförmigen oder linearen Schatten erzeugen.



Ob die beiden Marken eine eigene Nummer im Michel erhalten, bleibt abzuwarten.

Grüße
Hermann
 
Ben 11 Am: 11.12.2025 22:30:38 Gelesen: 7558# 2 @  
@ funnystamp [#1]

Guten Abend Hermann,

eine sehr interessante Entdeckung hast Du da gemacht. Ich habe jetzt auch meine zwei bestellten Bögen bekommen und diese in den letzten Tagen ausführlich untersucht.

Ich komme allerdings zu einer anderen Schlussfolgerung.

Die Linien wurden offenbar unabhängig von den Formlinien des Gesichts eingefügt.

Die Linien der senkrechten Schraffur und die Konturen des Gesichtes wurden alle von der gleichen Druckplatte gedruckt.

Während die dickeren Linien und Flächen der Gesichtskonturen ein kräftiges Schwarz zeigen, scheinen die dünneren Linien der Schraffur einen helleren Farbton zu haben. Der Eindruck entsteht, weil die Schraffurlinien dünner sind und durch die benachbarten weißen Flächen beeinflusst werden.

Wir unterliegen hier bei der Betrachtung einer optischen Täuschung.

Näher betrachtet handelt es sich dabei um einen Passerverschub dieser vertikalen Linien.

Ein Passerverschub kommt für die Ursache nicht in Frage. Würde ein solcher auftreten, müssten immer alle Marken davon betroffen sein. Enschedé druckt die Marken üblicherweise von der Rolle, das bedeutet, ein Passerverschub zur Seite tritt praktisch nicht auf.

Anhand der nachfolgenden Details lässt sich zeigen, dass die Ursache bereits im Layout der Druckplatten liegt.

Ich zeige hier die Augenpartie des linken Auges. Das linke Bild stammt von den linken Marken des Bogens und das rechte Bild von der rechten Seite. Man kann sehen, dass die Anzahl der Linien unterschiedlich ist.



Und als zweites die Partie um die Nase, wo man wieder unterschiedliche Anzahlen der Linien findet.



Es gibt sicher weitere Beispiele.

Interessant ist, dass die Gesichtsfläche der Marken nicht weiß ist. Hier liegt eine Lackierung auf dem Papier, in der sich die Seltenen Erden Pigmente befinden. So eine Art "Kodierung" als gestalterisches Element hatten wir schon lange nicht mehr.

Das Papier auf der rechten Seite der Marken mit der Schrift und dem Matrixcode ist weiß.

Viele Grüße
Ben.
 
funnystamp Am: 12.12.2025 20:55:05 Gelesen: 7301# 3 @  
Hallo Ben,

ich habe mich wohl etwas ungenau ausgedrückt. Folgendes kann man bei der Ausgabe erkennen. Die Farbe Schwarz bestimmt zwei Teile des Kopfes. Erstens sind die formgebenden Linien im Vordergrund und ergeben die Erkennungsmerkmale des Gesichts.

Darüber hinaus gibt es die vertikalen Linien für die Schattierungen im Gesicht. Natürlich wurden beide in einem Aufzug gedruckt. Entscheidend scheint vielmehr die Tatsache, dass hier die Schattenlinien bezüglich der formgebenden Linien eine kleine horizontale Verschiebung zwischen den linken und den rechten Marken des Bogens zeigen. Daraus lässt sich schließen, wie du richtigerweise anmerkst, dass Form- und Schattenlinien in zwei voneinander unabhängigen Schritten bei der Einrichtung der Druckform entstanden sind und beide Ebenen erst zur Erstellung der Druckform zusammengefügt worden sind. Und bei dieser Kombination ist wohl dieser "Passerverschub" entstanden.

Bei weiterer Betrachtung kann man erkennen, dass den Schattenlinien mittels einer Maske ein bestimmter Bereich im Gesicht zugewiesen wird. In meiner Abbildung ist das der braun markierte Bereich. Tritt eine Linie durch Verschub darüber hinaus, so verhindert die Maske, dass die Linie dort sichtbar wird. Verschiebt man die Ebene mit den Linien leicht nach links oder rechts, so werden die Linien dann durch die Maskierung dann in Teilen oder gänzlich abgedeckt. Somit kommt es auch zu der variierenden Anzahl an Linien in einzelnen Bereichen.

Die unterschiedliche Anzahl an Linien ist also darauf zurückzuführen, dass wohl die Rasterebene bei den Marken links etwas anders eingestellt wurde, als bei den Marken rechts.

Der Passerverschub ist also nicht dem eigentlichen Druckprozess zuzuordnen.

Somit wäre die Frage zu stellen, ob deswegen die Marken auch durch entsprechende Unternummern zu unterscheiden sind.

Grüße
Hermann
 
Ben 11 Am: 17.12.2025 15:19:16 Gelesen: 6047# 4 @  
@ funnystamp [#3]

Hallo Hermann,

Daraus lässt sich schließen, wie du richtigerweise anmerkst, dass Form- und Schattenlinien in zwei voneinander unabhängigen Schritten bei der Einrichtung der Druckform entstanden sind und beide Ebenen erst zur Erstellung der Druckform zusammengefügt worden sind. Und bei dieser Kombination ist wohl dieser "Passerverschub" entstanden.

Nur zum Verständnis, das war nicht meine Schlussfolgerung! Ich schrieb, dass die Ursache im Layout der Druckplatte liegt. Eine Druckplatte wird heute mittels Laser belichtet. Es gibt keine Ebenen oder Bildelemente, die in diesem Prozess zusammengefügt werden.

Es handelt sich auch nicht um einen "Passerverschub"! "In allen Druckverfahren bezeichnet der Passer das standgerechte Drucken bei mehreren aufeinanderfolgenden Druckgängen. Beim Vierfarbendruck werden die vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz nacheinander exakt übereinander gedruckt und ergeben das endgültige Druckbild." [1]

Bei weiterer Betrachtung kann man erkennen, dass den Schattenlinien mittels einer Maske ein bestimmter Bereich im Gesicht zugewiesen wird.

Die Verwendung einer "Maske", wie von Dir beschrieben, halte ich nicht für plausibel.

Nach meiner Einschätzung wurden die Schattenlinien über einen (einheitlichen) Rasterabstand definiert. Der Rasterursprung könnte in der Mitte des Druckbogens liegen und die Rasterrichtung einmal nach links und einmal nach rechts laufen. Zeigen lässt sich das anhand der individuellen Markennummern im Data-Matrix-Code.

Während sich bei Kleinbögen mit geraden Nummern auf der linken Marke eine verlängerte Schattenlinie am Mundwinkel zeigt, findet sich auf Kleinbögen mit ungeraden Markennummern diese verlängerte Linie auf der rechten Marke.

Hier der obere Teil eines Kleinbogens mit geraden Nummern.



Und hier der obere Teil eines Kleinbogens mit ungeraden Nummer.



Um das Verhalten der Schattenlinien genau zu erforschen, müsste man mal einen Druckbogen rekonstruieren. Dann würde man das wahrscheinlich recht gut sehen.

Somit wäre die Frage zu stellen, ob deswegen die Marken auch durch entsprechende Unternummern zu unterscheiden sind.

Die Frage, die Du beantworten musst, ist: wie entstanden ist, was Du hier siehst. Wenn die Entstehungsursache klar ist, kannst Du über unterschiedliche Unternummern nachdenken.

Allerdings dürfte eine solche Überlegung nicht mehr notwendig sein.

Viele Grüße
Ben.

[1] Zitat aus Wikipedia
 
funnystamp Am: 18.12.2025 15:42:00 Gelesen: 5774# 5 @  
@ Ben 11 [#4]

Hallo Ben,

ich kann deiner Argumentation in Teilen folgen.

Offensichtlich ist, dass Form- und Rasterlinien des Gesichts durch zwei Designelemente entstehen, die in irgendeiner Form (ich nenne diese einmal "Ebenen") zusammengefügt werden, wobei es hier durch fehlende Passgenauigkeit zu unterschiedlichen Erscheinungsformen kommt. Dieses Verschieben der Ebenen habe ich "Passerverschub" genannt, ohne dafür an den Passerverschub beim Drucken selbst anknüpfen zu wollen.

Eigentlich dürfte ein bloßes Verschieben des Rasters bezüglich eines mittigen "Rasterursprungs" (deine Formulierung) auch keine unterschiedlichen Längen in den Randbereichen der Rasterfelder erzeugen.

Betrachten wir die Augenpartie: Die rechte Rasterlinie im Brillenglas dient als Maß.

Je näher diese Linie an den Brillenrand rückt umso geringer wird die Lücke in der nächsten Linie links daneben. Ich kann bei meinen vorliegenden Marken drei unterschiedlich lange Linienfragmente am unteren Ende dieser zweiten Linie feststellen. Ähnliche Beobachtungen mit unterschiedlichen Längen kann man an weiteren Stellen leicht feststellen, auch hier sind jeweils drei Varianten zu beobachten.



Wenn die Sichtbarkeit der Rasterung nicht durch eine Maske zwischen den Ebenen im Gesicht bestimmt wird, wie ist dann das Zustandekommen der unterschiedlichen Längen dieser Linien zu erklären? Dann müssten die Linien doch eher individuell auf diese vorliegenden Längen durch den Bildautor gebracht worden sein. Sollte dies der Fall sein, so müsste man zumindest in diesem Fall zwei Unternummern vergeben.

Dein Argument mit den geraden und ungeraden Nummern trifft nicht zu, wie ich mit folgendem Beispiel nachweisen kann. Alle drei Zweierstreifen mit Feld 1 und Feld 2 weisen beim Auslesen der Markennummer eine gerade Nummer auf.

Im ersten Fall haben beide Marken eine verlängerte Schattenlinie am Mundwinkel. Im zweiten Streifen weist Feld 2 diese verlängerte Linie auf, im dritten Fall dann Feld 1. Die Einzelmarke mit ungerader Nummer darunter weist bei Feld 2 eine kurze Linie am Mundwinkel auf.



Ich hatte bisher nur die Gelegenheit Marken aus fünf Bogen zu untersuchen (zwei komplette Bogen und drei Teilbogen), die Spannweite lag von Nummer 199259 über Nummer 689942 bis 1012622. Aus dieser breiten Streuung konnte ich bisher nur diese drei vorgestellten Variationen nachweisen, Zwischenwerte bei den Längen gibt es bei meinen vorhandenen Marken nicht. Vielleicht kann jemand hier weitere Informationen liefern und zur weiteren Klärung beitragen.

Mit besten Grüßen

Hermann
 
Ben 11 Am: 28.12.2025 14:28:59 Gelesen: 1045# 6 @  
@ Richard,

Ich möchte die Redaktion bitten, die Beiträge zu den Verschiebungen auf der Lichtenberg-Marke in ein eigenes Thema "Bund: Rasterversatz 110 Cent Lichtenberg" zu verschieben. Hier handelt es sich nicht um Druckzufälligkeiten.

Vielen Dank
Ben.

[Beiträge [#1] bis auf Wunsch von Ben 11 in ein neues Thema kopiert]
 
Ben 11 Am: 01.01.2026 16:43:36 Gelesen: 532# 7 @  
@ Ben 11 [#4]

Guten Abend Zusammen und Allen ein gesundes Neues Jahr.

Um das Verhalten der Schattenlinien genau zu erforschen, müsste man mal einen Druckbogen rekonstruieren.

Wir wissen aus den Rollenmarken von R. Joh. Enschedé, dass der Plattenzylinder der Maschinen zur Briefmarkenproduktion einen Umfang von 697,6 mm haben könnte. Aus den Nummern im Data-Matrix-Code der Rollenmarken kann man zudem eine Bahnbreite von ca. 500 mm ableiten.

Die Kleinbögen der Lichtenberg-Ausgabe haben die Maße 170 mm x 130 mm. Bei der Anordnung von 4x4 Kleinbögen auf einem Druckbogen erhält man die Maße 680 mm x 520 mm.

Die Breite von 520 mm ist eine realistische Angabe für die Breite der zu verarbeitenden Papierbahn. Der Umfang passt auch.

Bei einer Lieferung aus Weiden habe ich zwei Kleinbögen erhalten, deren Nummern im Data-Matrix-Code sich um 80 unterscheiden. Ich gehe davon aus, dass diese übereinander in der Verpackung gelegen haben.



Mit der Teilung "80" kann man nun unter Beachtung von "geraden" und "ungeraden" Kleinbögen einen Druckbogen rekonstruieren, der auf das Format 4x4 passt.



Die Überlegung konnte ich mit weiteren Kleinbögen und Abbildungen aus dem Netz bestätigen. Es gibt noch ein paar Lücken im Bogen, zu denen ich bislang kein Material habe.

Mit der verlängerten Linie im linken Mundwinkel als Basis, ergibt sich eine recht interessante Anordnung.

Lediglich das Feld 22 ist mit einem Fragezeichen versehen, hier gibt es einen Widerspruch, den ich noch nicht erklären kann.

Falls jemand Kleinbögen oder Markenpaare aus dem Bogenoberrand hat, wäre ich an einem Scan interessiert. Der Scan sollte die verlängerte Linie im Mundwinkel gut zeigen und auch einen lesbaren Matrix-Code haben. Meine Mail-Adresse steht in meinem Kontakt.

Auch an weiteren Ideen oder anderen Überlegungen zu diesem Thema wäre ich durchaus interessiert.

Ich Danke schon mal für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 05.01.2026 11:33:08 Gelesen: 388# 8 @  
Hallo Zusammen,

Lediglich das Feld 22 ist mit einem Fragezeichen versehen, hier gibt es einen Widerspruch, den ich noch nicht erklären kann.

So, jetzt sind Berechnung und Grafik richtig :).



Die Positionen der verlängerten Mundwinkellinien sind:
Hellgelb: verlängerte Linien auf den linken Marken,
Hellblau: verlängerte Linien auf den rechten Marken und
Hellgrün: verlängerte Linien auf beiden Marken.

Die beiden Nummern aus dem Beitrag #7 lassen sich der Position 22 im Druckbogen zuordnen.

#4: Der Rasterursprung könnte in der Mitte des Druckbogens liegen und die Rasterrichtung einmal nach links und einmal nach rechts laufen.

Mit dem Bogenaufbau ergibt sich keine Symmetrie der Anordnung bezüglich eines mittigen Koordinatenursprungs, jedoch bislang eine interessante Verteilung und Anzahl der Varianten.

Viele Grüße
Ben.
 
funnystamp Am: 10.01.2026 13:43:23 Gelesen: 235# 9 @  
@ Ben 11 [#8]

Hallo Ben,

du gehst bei deinen Berechnungen von zwei Varianten aus. Tatsächlich sind es drei Varianten, die man unterscheiden kann. Ich habe bisher außer diesen drei Rastervariationen keine Weitere finden können. Jetzt wäre es interessant, mit welcher Verteilung die drei Typen vorkommen und mit wie viel Anteil an der Auflage man bei der jeweiligen Variante rechnen kann.

Ich habe nochmals die drei Typen nebeneinander gestellt. Dazu wurden exemplarisch vier markante Versionen der Rasterung ausgewählt. Ich könnte noch weiter Merkmale herausstellen, aber auch dann wird man nur auf drei Rastervarianten schließen können.

Diese sind:

A - Kinnwinkel - fünf oder sechs Linien (5/6) mit unterschiedlichen Ausprägungen der Linie rechts
B - Mundwinkel - kurze oder lange Linie (k/l)
C - Linie in der Brille nahe des Brillenbügels - punktförmig, mittellang, lang (p/k/l)
D - rechte Stirnlinie - kurz, mittellang, lang (k/m/l)



Meine Liste:

Zweierstreifen
6 - l - k - m mit Nummer 1012630
5 - l - p - l mit Nummer 1012640

Zweierstreifen
6 - l - k - m mit Nummer 13509
5 - l - p - l mit Nummer 13519

Zweierstreifen
5 - k - l - k mit Nummer 689944
6 - l - k - m mit Nummer 689954

Zweierstreifen
5 - l - p - l mit Nummer 627762
5 - k - l - k mit Nummer 627772

Zweierstreifen
5 - l - p - l mit Nummer 627770
5 - k - l - k mit Nummer 627780

Zweierstreifen
6 - l - k - m mit Nummer 222704
5 - l - p - l mit Nummer 222714

Zweierstreifen
6 - l - k - m mit Nummer 222624
5 - l - p - l mit Nummer 222634

Einzelmarke
5 - k - l - k mit Nummer 527911

Einzelmarke
6 - l - k - m mit Nummer 199259

Einzelmarke
6 - l - k - m mit Nummer 344251

Vielleicht hast du Lust und Muße für eine weitergehende Bestimmung.

Mit besten Grüßen
Hermann
 
Ben 11 Am: 14.01.2026 11:23:35 Gelesen: 134# 10 @  
@ funnystamp [#9]

Hallo Hermann,

Ich habe nach meiner Strukturierung des Druckbogens erst begonnen, die Einzelmerkmale der Marken zu untersuchen. Deine Darstellung im Bild kann ich bestätigen. Auch die Reihenfolge der einzelnen Marken ist plausibel.

Hier mal die Zuordnung Deiner Beispiele.

Zweierstreifen 6 - l - k - m mit Nummer 1012630 und 5 - l - p - l mit Nummer 1012640

Es handelt sich hier um die Marken aus Feld 9 und 10 des Kleinbogens. Feld 1 links oben hat die Nummer ...622. Damit ergibt sich die Position 062 im Druckbogen.

Zweierstreifen 6 - l - k - m mit Nummer 13509 und 5 - l - p - l mit Nummer 13519

Hier handelt es sich ebenfalls um die Felder 9 und 10 des Kleinbogens. Feld 1 links oben hat die Nummer ...501. Damit ergibt sich die Position 061 im Druckbogen.

Zweierstreifen 5 - k - l - k mit Nummer 689944 und 6 - l - k - m mit Nummer 689954

Hier handelt es sich um die Felder 3 und 4 des Kleinbogens. Feld 1 links oben hat die Nummer ...942. Damit ergibt sich die Position 022.

Zweierstreifen 5 - l - p - l mit Nummer 627762 und 5 - k - l - k mit Nummer 627772
Zweierstreifen 5 - l - p - l mit Nummer 627770 und 5 - k - l - k mit Nummer 627780


Die Marken sind aus dem selben Kleinbogen, jeweils die Zeile 1 und 10. Aus dem Feld 1 ergibt sich die Position 002 im Druckbogen.

Zweierstreifen 6 - l - k - m mit Nummer 222704 und 5 - l - p - l mit Nummer 222714
Zweierstreifen 6 - l - k - m mit Nummer 222624 und 5 - l - p - l mit Nummer 222634


Die beiden 10er-Bögen befinden sich auf zwei aufeinanderfolgenden Druckbögen jeweils auf Position 062.

Einzelmarke 5 - k - l - k mit Nummer 527911

Die Einzelmarke stammt von Feld 2 des Kleinbogens, welcher auf Position 061 einzuordnen ist.

Einzelmarke 6 - l - k - m mit Nummer 199259

Hier ist die Marke vom Feld 10 des Kleinbogens, der mit ...241 beginnt und der Position 041 zugeordnet werden kann.

Einzelmarke 6 - l - k - m mit Nummer 344251

Und zum Schluss eine Marke aus Feld 2 des Kleinbogens, der der Position 001 im Druckbogen zugeordnet wird.

Ich schicke Dir mal eine Mail mit den detaillierten Ergebnissen.

Deine Überlegungen zu den "Ebenen und Masken" kann ich jetzt nachvollziehen.

Ich habe das Ganze mal mit einem Grafikprogramm ausprobiert. Man kann die senkrechten Rasterlinien einer Marke in allen Teilbereichen verbinden. Ich gehe also derzeit davon aus, dass der/die Designer/in recht früh im Layout auf einer Zeichenebene die komplette(n) Marke(n) mit dem senkrechten Raster versehen hat. Auf weiteren darüber liegenden Zeichenebenen folgen dann die einzelnen Bildelemente. Die weißen Flächen werden mit einer Skizze gezeichnet und ausgeschnitten. Die Randlinien der Skizze, die ausgeblendet und nicht sichtbar ist, stellt die Begrenzung zu andern Elementen und auch zum Raster dar. Man kann die Ebene mit dem Raster unabhängig von den anderen Zeichenebenen verschieben und würde damit auf das gezeigte Ergebnis kommen.

Viele Grüße
Ben.
 
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