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Thema: Neuheiten aus Österreich
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Brigitte Am: 27.10.2017 07:08:00 Gelesen: 161640# 556 @  
Sondermarke „Weihnachten 2017 - Vintage Christmas“

Zur Weihnachtszeit denken viele Menschen wehmütig an ihre eigene Kindheit und an vergangene Zeiten. Die Weihnachtssondermarke mit dem nostalgischen Motiv erinnert ein wenig daran, wie es früher einmal war.

Das Markensujet stammt aus den 1910er-Jahren. Es zeigt zwei kleine Mädchen, modisch gekleidet in warme Mäntelchen mit Pelzbesatz, den Kopf mit schicken Hüten bedeckt und dazu Stiefelchen mit Gamaschen. Ob es das Christkind ist, das mit einer kleinen Helferin Geschenke verteilt und einen Weihnachtsbaum bringt? Denn der kleine Schubkarren, den die Kinder führen, ist vollbeladen mit feinem Lebkuchen – vielleicht als Schmuck für den Christbaum? – und Spielsachen: Eine Puppe, ein Kasperl, eine Trommel, ein Eichhörnchen, ein Ball, und sicherlich sind noch viele weitere Schätze darunter verborgen.

Das Wort „vintage“ bedeutet im Englischen so viel wie altmodisch oder auch klassisch, es wird üblicherweise in einem positiven Zusammenhang verwendet. Vintage heißt aber auch Weinlese bzw. ein bestimmter Jahrgang des Weins. In unserem Sprachgebrauch bezeichnet man als „Vintage“ vor allem Gegenstände, die aussehen, als wären sie aus einer längst vergangenen Zeit, z. B. Einrichtungsgegenstände, Accessoires, Autos oder Kleidungsstücke. Dabei kann es sich tatsächlich um alte, gebrauchte Dinge handeln oder um neue, die nur im Stil einer bestimmten Epoche gestaltet sind bzw. künstlich „gealtert“ werden. Auch Bilder, die das Leben in der früheren Zeit – wenn auch romantisiert – darstellen, sind „Vintage“, so wie auch das nostalgische Markensujet. Trends wie Vintage oder Retro sind immer mehr gefragt: eine Rückbesinnung auf die Vergangenheit („Retro“) oder eben das Wiederverwenden von Gebrauchtem.

Auch wenn es früher nicht immer einfach war, die „guten alten Zeiten“ erscheinen uns oft ruhig und unbeschwert, und dieses Gefühl versuchen wir heute mit alten Bildern und Traditionen wieder heraufzubeschwören. Nostalgische Erinnerungen an die eigene Kindheit kommen da auf – damals, als noch ganz andere Dinge von Bedeutung waren als heute in unserem stressigen Erwachsenenleben. Damals freuten wir uns noch auf Weihnachten, die Geschenke und den strahlenden Christbaum, heute machen wir uns Sorgen, ob uns das aufwendige Weihnachtsmenü gelingen wird oder ob das neueste elektronische Kommunikationsgerät, das wir verschenken, auch das richtige ist.

Vielleicht sollten wir uns wieder auf den „Geist der vergangenen Weihnacht“ besinnen und uns Zeit für die Familie nehmen, gemeinsam etwas basteln oder den (Enkel-) Kindern eine Geschichte vorlesen, anstatt vor dem TV-Gerät zu sitzen oder auf das Mobiltelefon zu starren. Vielleicht hat ein Kind auch heute noch mehr Freude mit einem Kuscheltier als mit einer elektronischen Spielkonsole, oder es möchte vielleicht lieber mit der Oma Kekse backen als im Gedränge am Weihnachtsmarkt Kinderpunsch trinken?





Nennwert: EUR 0,68
Ausgabetag: 1.12.2017
Markengröße: 42 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Kerndesign
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 1.750.000 Marken auf Rollen zu 50 Stück
MiNr. 3373
 
Brigitte Am: 21.12.2017 06:59:39 Gelesen: 137568# 557 @  
Sondermarke „Bugholzmöbel – Michael Thonet“
Serie „Österreichische Erfindungen“

Ein Kultmöbelstück aus Österreich

Wer kennt sie nicht, die klassischen Wiener Kaffeehausstühle mit der gebogenen Rückenlehne? Erfunden hat sie der Tischler und spätere Unternehmer Michael Thonet, der damit einen echten Klassiker erschaffen hat.

Michael Thonet wurde 1796 in Boppard am Rhein geboren. Als selbstständiger Möbeltischler begann er schon bald mit der Herstellung von Möbeln aus gebogenem Holz zu experimentieren. Die Holzteile für seine Bugholzmöbel wurden gekocht und dann mit einer Biegeform in die gewünschte Form gebracht und zusammengeleimt, ein Verfahren, das er ständig verbesserte. 1836 entwickelte er den „Bopparder Schichtholzstuhl“, mit dem er erste Erfolge feierte.

Die Gebrüder Thonet in Wien Fürst Metternich, den Thonet 1841 auf der Weltausstellung kennenlernte, holte ihn nach Wien, wo er dem Kaiserhof seine Entwürfe präsentierte und auch ein Patent dafür erwarb. Kurze Zeit später übersiedelte er mit einer Familie nach Wien und gründete gemeinsam mit seinen fünf Söhnen einen eigenen Betrieb, die Firma Gebrüder Thonet. Bei der Londoner Weltausstellung 1851 stellte Thonet seine Bugholzmöbel einem internationalen Publikum vor und schaffte so den Durchbruch. Der wachsende Betrieb übersiedelte 1857 in ein neues Werk im mährischen Koritschan.

1859 entwickelte Thonet den legendären Stuhl Nr. 14 (heute 214) aus massivem Buchenholz, für den er 1867 bei der Weltausstellung in Paris eine Goldmedaille erhielt. Dieser Wiener Kaffeehausstuhl ist heute eine Design-Ikone und gilt als der meistgebaute Stuhl der Welt, bis 1930 wurden über 50 Millionen Exemplare produziert. Das Besondere an ihm war, dass er in seine Einzelteile zerlegbar war und somit aus vorgefertigten Teilen einfach zusammengebaut werden konnte. Das machte ihn zu einem Massenkonsumartikel und nebenbei auch ideal für den Export in alle Welt. Ein weiteres erfolgreiches Design von Thonet ist u. a. auch der Stuhl Nr. 4, der auf der Sondermarke zu sehen ist.

Michael Thonet verstarb 1871 und wurde in einer Familiengruft auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt. Die Thonet GmbH hat heute ihren Sitz in Frankenberg in Deutschland, und immer noch sind Nachfahren Michael Thonets aktiv in die Geschäfte eingebunden.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 22.1.2018
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 350.000 Marken in Bögen zu 10 Stück
MiNr. 3375
 
Brigitte Am: 23.12.2017 07:23:00 Gelesen: 137466# 558 @  
Sondermarke „Steyr Typ 50 - Baby“
Serie „Autos“

Ein kleines Raumwunder für die Alpenrepublik

Der Steyr 50 Kleinwagen, liebevoll Steyr Baby genannt, war zu seiner Zeit ein echter österreichischer „Volkswagen“: ein sparsamer Wagen mit den Vorzügen eines großen Automobils.

Entwickelt wurde der Wagen von Ing. Karl Jenschke, der seit 1922 für die Steyr-Werke arbeitete: Planungsarbeiten für einen Flugmotor – gemeinsam mit dem Motorkonstrukteur Karl Wagner – führten schließlich zur Konstruktion eines kleinen wassergekühlten Vierzylinder-Boxermotors als Basis für einen Kleinwagen. Der Steyr 50 wurde von Steyr-Daimler-Puch von 1936 bis 1938 gefertigt, danach überarbeitet und mit stärkerem Motor als Steyr 55 auf den Markt gebracht. Von beiden Varianten wurden in Summe 13.000 Stück hergestellt. Der Steyr 50 kostete 4.500 Schilling, der 55er 5.000 Schilling, was damals nicht gerade preiswert war. 1940 wurde die Produktion kriegsbedingt eingestellt.

Klein, aber oho!

Vorgabe war, dass der Wagen vier Personen mit Gepäck ausreichend Platz bieten sollte. Weiters sollte er bergtauglich sein, was bei einer Testfahrt über den Katschberg auch hinreichend bewiesen wurde. Die dazu notwendige Leistung erbrachte der schon erwähnte Vierzylindermotor mit 978 Kubikzentimetern Hubraum und 22 PS bei 3.800 Umdrehungen; mit seinem Vierganggetriebe schaffte der Steyr 50 eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Die stromlinienförmige, selbsttragende Karosserie sorgte für ein niedriges Eigengewicht bei größtmöglicher Stabilität. Der Innenraum war für damalige Verhältnisse geräumig, die rückwärtigen Passagiere konnten wegen der großen, nach hinten zu öffnenden Türen bequem einsteigen. Das Reserverad in einem separaten Reserveradkasten und ein Schiebedach waren schon in der Serienausstattung dabei.

Das Steyr Baby wurde als geräumiger, sicherer, leistungsfähiger und praktischer Wagen gelobt, vor allem seine Fahrtüchtigkeit auf den steilen Alpenstraßen wurde gerne hervorgehoben. Zudem galt es als qualitativ hochwertig, sparsam im Verbrauch und günstig in der Erhaltung. Ein Kleinwagen als Vollautomobil – ein echter „Volkswagen“ eben, der heute noch eine Legende ist.





Nennwert: EUR 1,25
Ausgabetag: 27.1.2018
Markengröße: 42 x 34,8 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Foto: Wolfgang Buchta
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 130.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3376
 
Brigitte Am: 27.12.2017 07:08:00 Gelesen: 136398# 559 @  
Sondermarke „Wiener Tuba“
Serie „Musikinstrumente“

Blechblasinstrument mit tiefem Klang

Die Tuba ist ein Blechblasinstrument und gehört zu den Bügelhörnern. Die hier präsentierte Wiener Tuba liefert einen wichtigen Beitrag zum ganz besonderen Wiener Klangstil.

Allgemein charakteristisch für die Tuba ist ihre stark konische Form vom Mundrohr bis zum Schallstück, das bezeichnet man als weite Mensur. Wegen ihres tiefen Klangs ist sie das Bassinstrument unter den Bügelhörnern, dabei unterscheidet man zwischen Basstuba und der noch tieferen Kontrabasstuba. Die Tuba gibt es in verschiedenen Grundstimmungen, sie wird dann entsprechend F-Tuba, Es-Tuba, C-Tuba oder B-Tuba genannt. Je nach Art hat eine Tuba drei bis sechs Ventile.

Tuben – man verwendet auch die Mehrzahlform Tubas – werden sowohl in klassischen Orchestern und Bläserensembles als auch in der volkstümlichen Blasmusik und im Jazz eingesetzt. Mit ihrem tiefen Klang wird die Tuba im Orchester in der Bassfunktion einerseits zur Unterstützung der Kontrabässe bzw. des Posaunensatzes verwendet, andererseits erfüllt sie auch solistische Aufgaben, z. B. im Riesenmotiv oder im Wurmmotiv in Wagners „Ring des Nibelungen“.

Gespielt wird die Tuba vorwiegend im Sitzen, dabei ruht das Instrument auf dem Oberschenkel des Spielers oder auf dem Sessel. Der Trichter weist dabei nach oben. Für das Spielen im Stehen oder etwa beim Marschieren wird ein Tragegurt verwendet.

Die Wiener Variante der Tuba

Die schlanke Wiener Tuba ist eine F-Tuba ganz eigener Bauart. Sie hat sechs Ventile, von denen je drei mit der linken und der rechten Hand gespielt werden, das sogenannte Wiener Griffsystem. Durch ihren engeren Mensurverlauf hat die Wiener Tuba eine etwas hellere Klangfarbe als eine „normale“ F-Tuba. Damit schließt sie direkt an den Klang des Wiener Horns an und harmoniert optimal mit dem Posaunensatz.

Als „Wiener Klangstil“ bezeichnet man die spezifische Interpretation von Musikstücken in der Tradition der Wiener Klassik durch namhafte österreichische Orchester wie etwa die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich oder das Orchester der Volksoper Wien unter Verwendung von besonderen Instrumenten wie der Wiener Oboe oder des Wiener Horns.





Nennwert: EUR 2,10
Ausgabetag: 22.1.2018
Markengröße: 33,35 x 42 mm
Entwurf: Maria Schulz
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Kombinationsdruck Offset-Stich
Auflage: 130.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3374
 
Brigitte Am: 12.02.2018 17:03:26 Gelesen: 93656# 560 @  
Sondermarkenblock „Freimarken 1863/64“
Serie „Klassikausgabe“

Der „Doppeladler im Oval“

Der weiße Doppeladler der Freimarken 1863 und 1864 wird in einem farbigen, ovalen Rahmen mit einem geometrischen Muster dargestellt, in dem oben die Währung und unten der Wert angegeben ist.

Ein Beschluss des Deutsch-Österreichischen Postvereins, dass die meistbenötigten Wertstufen der beteiligten Postgebiete gleiche Farben aufweisen sollten, machte diese neue Markenserie bereits kurz nach der vorigen Ausgabe erforderlich. Als Stecher war wieder Josef Tautenhayn im Einsatz.

Auch bei diesen Freimarken gab es eine Ausgabe für das Kaisertum Österreich mit Kreuzer-Nominalen sowie eine gleich aussehende Ausgabe für Venetien mit Soldi-Werten. Die Marken wiesen folgende Farben auf: hellgelb für den Wert 2, hellgrün für 3, blassrosa für 5, blau für 10 und hellbraun für 15 Kreuzer bzw. Soldi.

Briefmarkenkenner achten auch besonders auf die Prägung des Doppeladlers: Je abgenutzter die Druckplatte war, desto weniger gut sind die farbigen Details des Adlers erkennbar.

Das Ende der Soldi-Freimarken Die Ausgabe erfolgte ab der zweiten Jahreshälfte 1863. Frankaturgültig waren die Marken in Österreich und der Militärgrenze bis 31. August 1869, in Kroatien-Slawonien bis 31. März 1868, in Ungarn infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs bis 15. Juni 1867 und in Venetien, das im Zuge der österreichischen Niederlage im Deutschen Krieg 1866 an Italien fiel, bis längstens Oktober 1866.

Die Soldi-Marken aus der Serie 1863/64 waren die letzten Freimarkenausgaben für Venetien. Marken in Soldi-Währung waren jedoch seit 1863 auch bei den Levantepostämtern gültig und daher auch nach der Abtretung Venetiens dort bis 1869 noch in Gebrauch.

Hergestellt wurde diese Freimarkenserie mittels Prägedruck auf Maschinenpapier mit Gummierung und einer Bogenzähnung 14. Ab 1864 wurde das Wort „BRIEF-MARKEN“ als Wasserzeichen angebracht, diese neuen Ausgaben hatten auch eine weitere Bogenzähnung (9 ½).

Der aktuelle Markenblock zeigt eine österreichische Marke in Hellblau im Wert von 10 Kreuzern mit enger Bogenzähnung sowie einen 5-Soldi-Wert mit weiter Zähnung in dunklem Rosa.





Nennwert: EUR 2,88
Ausgabetag: 3.3.2018
Markengröße: 32 x 40 mm
Blockgröße: 80 x 60 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 130.000 Blocks mit zwei Marken
 
Brigitte Am: 14.02.2018 07:08:00 Gelesen: 93176# 561 @  
Sondermarke „Treuebonusmarke 2017 - Gelber Rhododendron”

Ein blühendes Dankeschön

Ein strahlend gelber Blütengruß ist die diesjährige Treuebonusmarke: Der Gelbe Rhododendron, auch Gelbe Azalee oder Pontische Azalee genannt, besticht durch seine wunderschönen, großen, duftenden Blüten.

Rhododendron luteum gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Rhododendren. Er wird auch als Gelbe Alpenrose bezeichnet, weil er – wie die heimischen rosa blühenden Alpenrosen – zu den wenigen Rhododendronarten zählt, die in Europa vorkommen. Die meisten Arten gibt es in Asien, einige auch in Australien und Nordamerika. Rhododendronarten, die im Winter ihr Laub abwerfen, werden meist als Azaleen bezeichnet.

Strahlend gelb und duftend Zu den Azaleen wird auch der Gelbe Rhododendron gezählt. Er ist ein winterharter Strauch, seine länglichen Blätter verfärben sich im Herbst rot und gelb, bevor sie abfallen. Im Frühjahr erscheinen noch vor den neuen Blättern die Blütenknospen, traubige Blütenstände mit bis zu siebzehn Blüten. Die großen Blüten sind leuchtend gelb, das oberste der fünf Blütenblätter ist etwas dunkler. Fünf helle Staubblätter ragen weit aus der Blüte heraus. Der Gelbe Rhododendron blüht im Mai und Juni und duftet stark.

Die Wildart des Gelben Rhododendrons ist von Südosteuropa bis zum Kaukasus heimisch. Charakteristisch ist sie für die Flora im Pontischen Gebirge im Norden der Türkei, ihm verdankt sie auch ihren Namen als Pontische Azalee. Vereinzelt gibt es auch in westlicheren europäischen Gebieten Vorkommen, oftmals durch verwilderte Zierpflanzen entstanden.

Wegen seiner leuchtend gelben und duftenden Blüten ist der Gelbe Rhododendron ein beliebter Garten- und Parkstrauch, der bis zu vier Meter hoch werden kann. Zahlreiche Hybridvariationen in verschiedenen Farben werden als robuste, winterharte Zierpflanzen angeboten.

Die Pollen des Gelben Rhododendrons enthalten giftige Substanzen, die auch im daraus gewonnenen Honig enthalten sind: Der sogenannte Pontische Honig kann Vergiftungserscheinungen und Halluzinationen hervorrufen. Schon in der griechischen Antike wurde von seiner verheerenden Wirkung berichtet, der Soldaten außer Gefecht setzen und damit Kriege entscheiden konnte.





Nennwert: EUR 0,68
Ausgabetag: 3.3.2018
Markengröße: 33,35 x 42 mm
Entwurf: Brigitte Heiden
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 330.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 16.02.2018 07:03:00 Gelesen: 92439# 562 @  
Sondermarke „KTM R 125 Grand Tourist“
Serie „Motorräder“

Legendäre Zweiräder aus Österreich

Ein Klassiker von KTM – heute der einzige in Österreich beheimatete Motorradhersteller – ist die KTM R 125 Grand Tourist, die auf dieser Sondermarke abgebildet ist.

1934 gründete Hans Trunkenpolz im oberösterreichischen Mattighofen eine Schlosserwerkstatt und erweiterte diese später zu einem Kfz-Betrieb, der bis nach Kriegsende vor allem von Reparaturen und der Herstellung von Ersatzteilen lebte.

Weil der Bedarf für leistbare Zweiräder in den Nachkriegsjahren hoch war, entwickelte Trunkenpolz 1951 ein Leichtmotorrad mit einem 98er-Sachs-Motor von Rotax. Das Motorrad mit dem typischen Seilzugstarter hieß Moser-KTM 100, weil Trunkenpolz damals der Compagnon einer Firma namens Moser & Co war. Das Kürzel KTM stand für „Kraftfahrzeuge Trunkenpolz, Mattighofen“. 1953 wurden die ersten Prototypen der KTM R 100 präsentiert und schließlich die Serienproduktion gestartet.

Beeindruckende Qualität 1954 kam die erste 125-Kubikzentimeter-Maschine heraus: die KTM R 125 Tourist mit Zweitaktmotor, Teleskopgabel, Kickstarter, Dreiganggetriebe und Sitzkissen sowie 6,1 PS Leistung. Ernst Kronreif stieß als Finanzier zu KTM, der Name stand damit offiziell für „Kronreif & Trunkenpolz, Mattighofen“.

1955 folgte das Nachfolgemodell, die R 125 Grand Tourist, die nun wie die Rennmaschinen mit einer Langarmschwinggabel (Earles-Gabel) ausgerüstet war. Bis 1958 liefen davon etwa 6.000 Exemplare vom Förderband. Interessant ist auch, dass die KTM R 125 Grand Tourist Motorräder in den 1950er-Jahren auch als „Gelbe Engel“ unterwegs waren: Der Automobilclub ÖAMTC setzte Grand-Tourist-Beiwagengespanne als Pannenhilfsfahrzeuge ein. KTM konzentrierte sich schließlich auf die Entwicklung von (Roller)Mopeds und Fahrrädern, später auf Geländemotorräder.

Bis heute sind KTM-Maschinen im Motocross, Endurosport und Supermoto im Einsatz. Einige der erfolgreichsten Fahrer sind Heinz Kinigadner, der in den 1980ern zweimal Motocross-Weltmeister auf KTM wurde, oder Matthias Walkner, 2012 Weltmeister der MX3 Klasse. Die KTM AG ist heute eine Dachgesellschaft mit Sitz immer noch in Mattighofen.





Nennwert: EUR 2,20
Ausgabetag: 17.3.2018
Markengröße: 42 x 34,8 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 250.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 12.03.2018 17:31:49 Gelesen: 84256# 563 @  
Sondermarke „300. Geburtstag Kremser Schmidt”

Ein Künstler des Spätbarock

Das Selbstporträt der Alten Galerie in Graz ist das Motiv für die Sonderbriefmarke, die 2018 aus Anlass des 300. Geburtstages des Kremser Schmidt (1718–1801) aufgelegt wird. Am 25. September 2018 jährt sich der Geburtstag von Martin Johann Schmidt, genannt der Kremser Schmidt, zum 300. Mal. Der Maler ist einer der bedeutendsten und sowohl im In- als auch im Ausland bekanntesten Künstler des späten Barock und des beginnenden Klassizismus. Er schuf rund 1.100 Gemälde, hauptsächlich Altarbilder, die er an die großen Klöster und viele Pfarrkirchen lieferte. Aber auch Porträts, mythologische Darstellungen sowie Graphiken und Dekorationen von Palais zählen zu seinen Werken.

In einigen Museen Österreichs werden Gemälde des Kremser Schmidt aufbewahrt und präsentiert, z. B. im Belvedere und im Niederösterreichischen Landesmuseum St. Pölten. Die Alte Galerie im Universalmuseum Joanneum in Graz verfügt über eine umfangreiche Sammlung von 33 Gemälden, 11 Handzeichnungen und 10 Radierungen. Den Werken des Kremser Schmidt ist ein eigener Raum in der Alten Galerie gewidmet: Es sind große Heiligenbilder, einige mythologische Szenen sowie eine stattliche Anzahl von Ölskizzen (Bozzetti), mit denen Schmidt große Altarbilder in kleinem Maßstab vorbereitete.

Selbstporträt eines Meisters

Prominent und hervorragend ist das Selbstporträt des Kremser Schmidt, das er im Alter von etwa 30 Jahren schuf. Die Alte Galerie besitzt damit das größte und aussagekräftigste Selbstbildnis des Meisters. Er stellt sich in großer Pose in seinem Atelier mit über den Arm geworfenem Malermantel dar. Besonders interessant sind seine Werkzeuge – Pinsel, Palette mit Farbtupfen, Reibstein für die Farbpigmente – und nicht zuletzt das Porträt auf der Staffelei, das sehr wahrscheinlich sein Vorbild, den berühmten lothringischen Kupferstecher und Radierer Jacques Callot, zeigt. Hier wird ganz bewusst auf den angesehenen Status des Künstlers angespielt, der gute Beziehungen zur Wiener Akademie der bildenden Künste unterhielt. Erst 1768 wurde Schmidt in diese aufgenommen. Es ist überliefert, dass Schmidt bis zu seinem Tode produktiv war. (Dr. Christine Rabensteiner)





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 13.4.2018
Markengröße: 42 x 33,35 mm
Entwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 175.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 14.03.2018 07:08:00 Gelesen: 84164# 564 @  
Sondermarke „Straßenrad Weltmeisterschaften Innsbruck”

Top-Event im Straßenradsport

Vom 22. bis zum 30. September 2018 finden die UCI Straßenrad-Weltmeisterschaften in Tirol statt – die Österreichische Post AG widmet diesem internationalen Top-Sportereignis eine Sondermarke.

Der Dachverband des Radsports, die UCI (Union Cycliste Internationale), bringt 2018 die UCI Road World Championships in die Alpenregion und fordert damit die rund 1.000 Spitzenfahrerinnen und - fahrer ganz besonders. Insgesamt zwölf Rennen führen von vier verschiedenen Startorten ausgehend ins Herz der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck: Das Ötztal mit der AREA 47, Hall-Wattens mit den Swarovski Kristallwelten, Rattenberg im Alpbachtal Seenland sowie Kufstein sind die Startorte der Straßenrad-Weltmeisterschaften, die von rund zwei Millionen TV-Zusehern verfolgt werden.

„Riding the Heart of the Alps“ Tirol mit seinen traumhaften Gebirgsstraßen eignet sich ideal für WM-Strecken mit schwierigen Anstiegen. Das Straßenrennen der Herren Elite am 30. September sticht dabei ganz besonders heraus: 265 Kilometer mit rund 5.000 Höhenmetern sind dabei zurückzulegen. Die spektakuläre Strecke führt von Kufstein nach Innsbruck, dann wird der 24 Kilometer lange Innsbruck-Rundkurs, die „Olympiarunde“, siebenmal zurückgelegt. Als Höhepunkt folgt die Fahrt auf die Hungerburg durch die herausfordernde „Höll“, einen Streckenabschnitt mit bis zu 28 Prozent Steigung, bevor es ins Ziel vor der Hofburg in der Innsbrucker Innenstadt geht.

Innsbruck wird damit für einige Tage zum Zentrum des Straßenradsports. Aber auch abseits davon ist die Tiroler Landeshauptstadt eine Reise wert: Sie gilt als eine der schönsten alpin-urbanen Städte weltweit. Im Ötztal, einem der Startpunkte der WM-Rennen, haben viele unterschiedliche anspruchsvolle Radtouren wie etwa der Ötztaler Radmarathon ihren Ausgangspunkt. Die Region Hall-Wattens bietet Strecken für sportliche Fahrer und Genussradler und begeistert kulturell mit den Swarovski Kristallwelten. Die historische Stadt Rattenberg in der Region Alpbachtal Seenland ist die kleinste Stadt Österreichs und hat ein breites Angebot an abwechslungsreichen Radtouren. Kufstein mit seiner alten Festung verbindet städtisches Flair mit ländlicher Idylle und ist ideal für Rennradurlauber.



Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 13.4.2018
Markengröße: 40 x 32,5 mm
Entwurf: innsbruck-tirol sports GmbH
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 175.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 16.03.2018 07:03:00 Gelesen: 84064# 565 @  
Sondermarke „Altarbereich Passion 10, Heilig-Geist-Kirche in Wien-Ottakring“
Serie „Sakrale Kunst in Österreich”

Kunstvolles Altarmosaik

Die Sondermarke aus der Serie „Sakrale Kunst in Österreich“ zeigt den Hochaltar der Heilig-Geist-Kirche auf der Schmelz in Wien-Ottakring, den die sieben Gaben des Heiligen Geistes zieren.

Durch den Stich werden die überlebensgroßen Figuren über dem Hochaltar besonders hervorgehoben. Sie sind allegorische Darstellungen der Gaben des Heiligen Geistes: Frömmigkeit, Stärke, Einsicht, Weisheit, Rat, Wissenschaft und Gottesfurcht. Platziert sind sie in einem Altarmosaik mit floralen Ornamenten auf blauem Hintergrund über dem aufwendigen Hochaltar, der das Wirken des Heiligen Geistes zeigt. Der Entwurf des Altarmosaiks stammt von Ferdinand Andri, einem österreichischen Künstler, der auch Mitglied der Wiener Secession war. Den Hochaltar entwarf Adolf Otto Holub nach dem Vorbild der Kirche am Steinhof, die Metallreliefs sind eine Arbeit des Bildhauers Michael Six.

Eine Kirche wie ein Tempel

Die Heilig-Geist-Kirche ist ein beeindruckendes Sakralgebäude im historisierenden Stil – eine der ersten Kirchen Europas aus Eisenbeton. Die Hauptfassade erinnert an einen griechischen Tempel. Im Inneren besteht die Kirche aus einem einzigen offenen Raum, der durch zwei über zwanzig Meter frei gespannte Träger gegliedert ist.

Geplant wurde die Kirche vom slowenischen Architekten Jože Plečnik (auch Josef Plecnik geschrieben), einem Schüler Otto Wagners. 1910 fertigte er die ersten Skizzen, das Projekt wurde jedoch mehrfach umgeplant. Aus Geldmangel wurde es schließlich ein recht schlichtes Kirchengebäude ohne Turm aus dem kostengünstigen Werkstoff Eisenbeton. Im Juni 1911 erfolgte die Grundsteinlegung, bereits im Juli wurde in der Krypta unterhalb des Altarraums die Heilige Messe gefeiert. Zu Weihnachten 1913 war die Kirche fertiggestellt.

Herzogin Sophie, die Gattin des Thronfolgers Franz Ferdinand, übernahm die Patronanz über den Kirchenbau und ließ das Gotteshaus dem Heiligen Geist weihen. Franz Ferdinand soll – wie viele andere Wiener – von dem modernen Gebäude wenig begeistert gewesen sein und die Kirche als „eine Mischung von Venustempel, russischem Bad und Pferdestall“ bezeichnet haben.



Nennwert: EUR 1,75
Ausgabetag: 14.4.2018
Markengröße: 35 x 35 mm
Entwurf: Peter Sinawehl
Stichzeichnung: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Kombinationsdruck Offset-Stich
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 19.03.2018 07:03:00 Gelesen: 83703# 566 @  
Sondermarke „Hotel Sacher“
Serie „Gastronomie mit Tradition“

Familienunternehmen mit Klasse

Eine Wiener Institution erster Klasse wird auf einer Sondermarke aus der Serie „Gastronomie mit Tradition“ geehrt: das Hotel Sacher Wien in bester Lage unmittelbar vis-à-vis der Wiener Staatsoper.

Die Sondermarke zeigt den Eingang zum Hotel Sacher in Wien sowie ein Stück der namensgebenden Torte. Die Sacher-Geschichte begann 1832, als der damalige Lehrling Franz Sacher die Original Sacher-Torte am Hof des Fürsten Metternich erfand. Das Hotel Sacher Wien wurde 1876 von dessen Sohn Eduard Sacher gegründet. Als dieser 1892 starb, übernahm seine Ehefrau Anna Sacher – legendär war ihre Vorliebe für Zigarren und für Französische Bulldoggen – die Leitung des Luxushotels und führte es mit strenger Hand erfolgreich in das nächste Jahrhundert. Das „Sacher“ wurde zum exklusiven Treffpunkt für Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Nach dem Tod Anna Sachers 1930 übernahm die Familie Gürtler das in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Hotel. Bis heute ist das Sacher, übrigens als einziges 5-Sterne-Haus in Wien von einer Familie geführt, im alleinigen Besitz der Familien Gürtler und Winkler.

Heute ist das Hotel Sacher ein renommiertes, modernes Luxushotel und Mitglied der „Leading Hotels of the World“. Das Hotel Sacher in Salzburg gehört ebenso zum Unternehmen wie das Café Sacher in Innsbruck und jenes in Graz. Namhafte Gäste aus dem In- und Ausland – von Künstlern über Politiker bis hin zum Adel – genießen das besondere Ambiente des traditionsreichen Hotels.

Die Torte als Wahrzeichen Wiens

Die legendäre Original Sacher-Torte mit dem zartschmelzenden Schokoladeüberzug und der Marillenmarmeladefüllung war und ist ein großer Erfolg. Sie wurde nicht nur zum Markenzeichen des Hauses, sondern zu einem echten Wahrzeichen der Stadt.

Bis heute wird das Original täglich frisch und von Hand gefertigt. Im Jahr 2017 wurden rund 360.000 Torten und knapp eine Million Original Sacher Würfel verkauft und in die ganze Welt versandt. Für die streng limitierte „Artists‘ Collection“ gestalten Künstler die berühmte Holzkiste der Original Sacher-Torte, der Erlös aus dem Verkauf der süßen Kunstwerke wird wohltätigen Zwecken gespendet.



Nennwert: EUR 1,70
Ausgabetag: 20.4.2018
Markengröße: 42 x 34,8 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 130.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 10.04.2018 13:30:06 Gelesen: 77549# 567 @  
Sondermarke „650 Jahre Österreichische Nationalbibliothek“

Schatzkammer des Wissens

Die Österreichische Post AG würdigt den 650. Geburtstag der Österreichischen Nationalbibliothek mit der Ausgabe einer Sondermarke und präsentiert darauf den berühmten barocken Prunksaal.

Als Gründungsjahr der Österreichischen Nationalbibliothek gilt 1368: In diesem Jahr wurde das in Goldlettern geschriebene und reich illustrierte handgeschriebene Evangeliar des Johannes von Troppau fertiggestellt. Es stammt aus der Büchersammlung des Habsburger Herzogs Albrecht III. Seine Nachfolger erweiterten den Bestand der Sammlung um viele weitere wertvolle Stücke und bildeten so die Basis für die heutige Österreichische Nationalbibliothek als Ort des Wissens.

Die Österreichische Nationalbibliothek in der Wiener Hofburg sieht sich heute als zentrale wissenschaftliche Bibliothek der Republik Österreich und als dienstleistungsorientiertes Informations- und Forschungszentrum, Dokumentations-, Kultur- und Bildungseinrichtung. Die Bibliothek mit zahlreichen Lesesälen steht allen Studierenden, Forschenden oder Interessierten zur Verfügung. Als Erbe der Habsburgischen Hofbibliothek verfügt die Österreichische Nationalbibliothek über acht Sammlungen zu den Gebieten Bilder und Grafiken, Handschriften und alte Drucke, Karten, Literatur, Musik, Papyri, Plansprachen sowie Volkslieder und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung des schriftlichen Weltkulturerbes.

Prunksaal und Museen

Das Herz der Österreichischen Nationalbibliothek ist wohl der barocke Prunksaal, den Kaiser Karl VI. im 18. Jahrhundert von Johann Bernhard Fischer von Erlach und dessen Sohn errichten ließ. Die Deckenfresken stammen von Daniel Gran. Herausragend sind auch die Statuen der Habsburger Herrscher sowie vier venezianische Prachtgloben. Der Prunksaal beherbergt rund 200.000 Bücher aus den Jahren 1501 bis 1850 sowie die Sammlung von Prinz Eugen von Savoyen.

Zur Österreichischen Nationalbibliothek gehören aber auch Museen wie das Literaturmuseum, das Globenmuseum, das Papyrusmuseum, das Esperantomuseum und das Haus der Geschichte Österreich, das im Herbst 2018 eröffnet wird.





Nennwert: EUR 1,75
Ausgabetag: 6.5.2018
Markengröße: 31,80 x 50,0 mm
Grafikentwurf: Karin Klier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 12.04.2018 07:08:00 Gelesen: 77052# 568 @  
Sondermarke „Europa 2018 - Schemerlbrücke Wien“

Die „Löwenbrücke“

Die jährlich ausgegebene EUROPA-Marke ist heuer dem Thema „Brücken“ gewidmet. Anlässlich des 100. Todestags von Otto Wagner wurde die Schemerlbrücke am Nussdorfer Wehr in Wien als Motiv für die Sondermarke ausgewählt.

Die Brücke verbindet mit ihren 49 Metern Spannweite über den Donaukanal und den Treppelweg hinweg Nussdorf im 19. Wiener Bezirk mit dem Brigittenauer Sporn, der zum 20. Bezirk gehört. Ihren Namen verdankt sie dem Architekten und Wasserbauingenieur Joseph Maria Schemerl von Leythenbach, der 1810 als Hofbauratsdirektor einen ersten Plan einer Donauregulierung erarbeitete, der allerdings nicht verwirklicht wurde.

Errichtet wurde die Schemerlbrücke in den Jahren 1894 bis 1899 als Teil der Nussdorfer Schleusen und Wehranlage: Die Sperren befinden sich unterhalb der Brücke. Knapp vor der Brücke zweigt der Donaukanal von der Donau ab, das Wehr dient der Regelung der Wasserzufuhr in den Donaukanal.

Otto Wagner war der architektonische Planer der Wehranlage. Dazu gehören die Schemerlbrücke aus Stein und stählernen grünen Fachwerkbalken, das Jugendstil-Verwaltungsgebäude und ein Kettenmagazin. Schon aus der Ferne fallen die beiden gewaltigen bronzenen Löwen auf, die auf mächtigen Pfeilern an den beiden Enden der Brücke thronen und stromaufwärts blicken. Sie stammen vom Bildhauer Rudolf Weyr und sind auf der Sondermarke farblich besonders hervorgehoben. Auch der Wahlspruch Kaiser Franz Josephs, „Viribus unitis“ (mit vereinten Kräften), ist auf der Brücke verewigt. Die gesamte Brückenanlage steht heute unter Denkmalschutz.

PostEurop – die EUROPA-Marken

Mit den EUROPA-Marken sollen die gemeinsamen Ziele der europäischen Postgesellschaften gefördert und die Gemeinsamkeiten in der Kultur und der Geschichte hervorgehoben werden. Damit wird die Briefmarke zu einem Symbol für eine engere europäische Zusammenarbeit und Integration.

Die EUROPA-Marken gibt es seit 1956, seit 1993 koordiniert PostEurop, die Vereinigung der europäischen Postunternehmen, die jährlichen Ausgaben, die auch das offizielle EUROPA-Logo tragen. Eine Arbeitsgruppe wählt alle zwei Jahre die Themen für die kommenden EUROPA-Marken aus, die in den jeweiligen Ländern dann umgesetzt werden.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 9.5.2018
Markengröße: 42,0 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 185.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 14.04.2018 07:03:00 Gelesen: 76528# 569 @  
Sondermarkenblock „150 Jahre Bezirkshauptmannschaften“

Bezirksverwaltung in Österreich Vor nunmehr 150 Jahren wurden die Bezirkshauptmannschaften in ihrer heutigen Form als Bezirksverwaltungsbehörden durch ein kaiserliches Gesetz eingerichtet – dieses Jubiläum würdigt die Österreichische Post AG mit einer Sondermarke.

Das Gesetz Nr. 44 vom 19. Mai 1868 regelt in § 11: Die landesfürstlichen politischen Bezirksbehörden führen die Benennung „Bezirkshauptmannschaften“. An der Spitze einer jeden solchen Behörde steht ein Bezirkshauptmann. Mit dieser Einrichtung der Bezirkshauptmannschaften auf der Grundlage der Dezemberverfassung von 1867 erfolgte eine endgültige Trennung von Justiz und Verwaltung.

Eine Bezirkshauptmannschaft, meist mit den Buchstaben „BH“ abgekürzt, ist die niedrigste Verwaltungsbehörde der staatlichen Verwaltung in jenen Bezirken, die nicht im Bereich einer Stadt mit eigenem Statut liegen – die Bezirksverwaltungsbehörde einer Statutarstadt wird Magistrat genannt.

Die Organisation der Bezirkshauptmannschaften ist in jeweiligen Landesgesetzen geregelt. Die Leitung einer BH obliegt der Bezirkshauptfrau bzw. dem Bezirkshauptmann. Bezirkshauptleute müssen rechtskundige Personen sein und werden von der Landesregierung ernannt. In Österreich gibt es 79 politische Bezirke mit einer Bezirkshauptmannschaft und 15 Statutarstädte mit einem Magistrat sowie die „Politische Expositur“ der Bezirkshauptmannschaft Liezen in Gröbming. Ab 2012 wurden in der Steiermark einige Bezirke neu strukturiert, 2017 wurde der politische Bezirk Wien-Umgebung aufgelöst.

Aufgaben der Bezirkshauptmannschaft Bezirkshauptmannschaften erfüllen Aufgaben sowohl der mittelbaren Bundesverwaltung als auch der Landesverwaltung. In ihren Aufgabenbereich fallen etwa Gewerbe-, Wasser- und Verkehrsrecht, Gemeindeaufsicht, Gesundheits-, Veterinär- und Forstverwaltung, Sicherheitsverwaltung und Sozialhilfe. Auch für die Ausstellung einiger Dokumente wie z. B. eines Reisepasses ist die BH zuständig.

Das 150-jährige Jubiläum der Bezirkshauptmannschaften jährt sich im Mai und wird unter anderem mit einer Wanderausstellung in oberösterreichischen Bezirkshauptmannschaften und mit einem großen Festakt in der Alten Universität Graz gefeiert.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 18.5.2018
Markengröße: 120,00 x 90,0 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 160.000 Blöcke mit 2 Marken
 
Brigitte Am: 16.04.2018 07:01:00 Gelesen: 75865# 570 @  
Sondermarke „Sport und Wasser - "Wasserski"“
Serie „Sportarten“

Skifahren auf dem Wasser

Eine neue Sondermarkenserie der Österreichischen Post AG ist dem Sport gewidmet. Im Mittelpunkt sollen weniger bekannte Sportarten stehen, die in themenbezogenen Sätzen ausgegeben werden. Die ersten Marken thematisieren den Wassersport. Die ersten Versuche mit Wasserskiern werden dem US-amerikanischen Erfinder Ralph Samuelson zugeschrieben, der in den 1920er-Jahren erstmals auf zwei Holzskiern über das Wasser glitt.

Wasserski fährt man meist mit zwei Skiern, ähnlich wie beim Alpinskilauf. Die Skier sind an den Spitzen etwas aufgebogen. Die Füße stecken in Gummimanschetten, der Fahrer hält sich mit einem Haltegriff an dem Zugseil fest, mit dem ihn ein Motorboot oder ein Wasserskilift über das Wasser zieht. Besonders wichtig dabei ist die richtige Körperhaltung und -spannung, um die Balance halten zu können.

Geübte Fahrer steigen oft auf einen Monoski um. Dabei stehen beide Beine hintereinander auf einem einzigen Ski, der hintere Fuß wird nur in einer Schlaufe eingehängt. Eher dem Snowboarden ähnlich ist dagegen das Wakeboarden, eine Trendsportart, die auch bei uns immer populärer wird.

Wettkämpfe werden in den Sparten Wasserski oder Wakeboard mit Boot und mit Lift, Racing, Barfuß sowie Versehrtensport ausgetragen. Die Wettkampfdisziplinen umfassen Slalom, Trickski und Springen. Wasserski zählt allerdings bis heute nicht zu den olympischen Sportarten.

Wassersport auf Briefmarken Die Sondermarken der neuen Serie werden bei der ÖVEBRIA 2018 in Klagenfurt präsentiert – das Thema Wassersport passt da besonders gut, denn dieser spielt am Wörthersee naturgemäß eine wichtige Rolle.

Die kraftvollen, dynamischen Sportbilder in einer Mischtechnik aus Foto und grafischen Illustrationsarbeiten kommen auf dem für das Thema Wasser eher ungewöhnlichen blauvioletten Hintergrund besonders gut zur Geltung. Die Farbgebung im rechten Bereich ist dagegen auffällig bunt und bietet eine gute Unterscheidbarkeit der verschiedenen Wertstufen sowie einen hohen Wiedererkennungswert. Der kühle hellblaue Farbton der Wasserski-Marke steht symbolisch für Wasser und Skifahren.





Nennwert: EUR 0,68
Ausgabetag: 25.5.2018
Markengröße: 50,0 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Roman Lipner-Keck
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 210.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 18.04.2018 07:07:00 Gelesen: 75076# 571 @  
Sondermarke „Sport und Wasser - Kitesurfen"
Serie „Sportarten“

Surfen mit dem Drachen

Eine neue Sondermarkenserie der Österreichischen Post AG ist dem Sport gewidmet. Im Mittelpunkt sollen weniger bekannte Sportarten stehen, die in themenbezogenen Sätzen ausgegeben werden. Die ersten Briefmarken thematisieren den Wassersport.

Beim Kitesurfen, auch Lenkdrachensegeln genannt, muss man sowohl den Lenkdrachen, also den Kite, als auch das Surfboard beherrschen, mit dem man über das Wasser gleitet. Angetrieben wird der Surfer vom Wind. Mit dem Lenkdrachen ist er über ein bis zu 30 Meter langes Seil verbunden, die Steuerung erfolgt über eine Lenkstange („Kitebar“). Das Board ist meist ähnlich einem Wakeboard, der Surfer steht mit den Füßen in Schlaufen.

Wer das Kitesurfen erfunden hat, lässt sich kaum nachvollziehen. In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden Lenkdrachen aus Kunstfaser entwickelt, die mit aufblasbaren Luftschläuchen versehen waren, sogenannte „Tubekites“. Damit war es möglich, den Kite auch aus dem Wasser heraus zu starten, eine wichtige Voraussetzung für die heutige Form des Kitesurfens.

Das Kitesurfer-Paradies der Anfangszeit war Hawaii, wo auch die ersten Kitesurf-Schulen gegründet wurden und die ersten Wettbewerbe stattfanden. Geübte Kitesurfer vollführen über 100 Meter weite Sprünge in luftige Höhen, die wohl für einen ziemlichen Adrenalinstoß sorgen. Kitesurfen ist eine dynamische Sportart, die immer mehr Menschen begeistert und auch an vielen großen Seen in Österreich erlaubt ist.

Wassersport auf Briefmarken Die Sondermarken der neuen Serie werden bei der ÖVEBRIA 2018 in Klagenfurt präsentiert – das Thema Wassersport passt da besonders gut, denn dieser spielt am Wörthersee naturgemäß eine wichtige Rolle.

Die kraftvollen, dynamischen Sportbilder in einer Mischtechnik aus Foto und grafischen Illustrationsarbeiten kommen auf dem für das Thema Wasser eher ungewöhnlichen blauvioletten Hintergrund besonders gut zur Geltung. Die Farbgebung im rechten Bereich ist dagegen auffällig bunt und bietet eine gute Unterscheidbarkeit der verschiedenen Wertstufen sowie einen hohen Wiedererkennungswert. Der knallige Magenta-Farbton der Kitesurf-Marke symbolisiert Jugend und dynamischen Wagemut.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 25.5.2018
Markengröße: 5,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Roman Lipner-Keck
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 185.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 20.04.2018 07:08:00 Gelesen: 74329# 572 @  
Sondermarke „Sport und Wasser - Segeln"
Serie „Sportarten“

Gleiten mit dem Wind

Eine neue Sondermarkenserie der Österreichischen Post AG ist dem Sport gewidmet. Im Mittelpunkt sollen weniger bekannte Sportarten stehen, die in themenbezogenen Sätzen ausgegeben werden. Die ersten Marken thematisieren den Wassersport. Jahrhundertelang waren Segelschiffe die einzigen Transportmittel zur Meeresüberquerung.

Manchmal wurden Schiffe zusätzlich mit Rudern ausgestattet, um bei Windstille vorwärts zu kommen. Große Segelschiffe waren sowohl als Kriegsschiffe als auch zu Handelszwecken auf den Weltmeeren unterwegs.

Heute ist das Segeln vor allem eine beliebte Freizeitbeschäftigung und ein spektakulärer Wettkampfsport. Beim Segeln gibt es zahlreiche Bootsklassen mit unterschiedlichen Rumpfbauweisen, Masten und Segeln, von der kleinen Optimisten-Jolle – oft schon für Kinder der Einstieg in den Segelsport – bis zu großen Segelyachten mit Kajüten, die eher für Freizeitzwecke genutzt werden.

Österreich hat zahlreiche erfolgreiche Segelsportler hervorgebracht. Herausragende Erfolge feierten etwa die beiden Tornado-Segler Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher, die sowohl bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney als auch bei jenen 2004 in Athen die Goldmedaille erringen konnten. Der Tornado ist ein Katamaran mit zwei Rümpfen, der Spitzengeschwindigkeiten von über 30 Knoten erreichen kann. Tanja Frank und Thomas Zajac konnten bei den Olympischen Sommerspielen 2016 Bronze in der Nacra-17-Klasse erringen.

Wassersport auf Briefmarken Die Sondermarken der neuen Serie werden bei der ÖVEBRIA 2018 in Klagenfurt präsentiert – das Thema Wassersport passt da besonders gut, denn dieser spielt am Wörthersee naturgemäß eine wichtige Rolle.

Die kraftvollen, dynamischen Sportbilder in einer Mischtechnik aus Foto und grafischen Illustrationsarbeiten kommen auf dem für das Thema Wasser eher ungewöhnlichen blauvioletten Hintergrund besonders gut zur Geltung. Die Farbgebung im rechten Bereich ist dagegen auffällig bunt und bietet eine gute Unterscheidbarkeit der verschiedenen Wertstufen sowie einen hohen Wiedererkennungswert. Der elegante Goldfarbton der Segelmarke symbolisiert die großen Erfolge der beiden „goldenen“ Segelsportathleten Steinacher und Hagara.





Nennwert: EUR 1,70
Ausgabetag: 25.5.2018
Markengröße: 50,0 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Roman Lipner-Keck
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 190.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 23.04.2018 07:03:00 Gelesen: 73184# 573 @  
Sondermarke „Tag der Briefmarke 2018“

Die Briefmarke zur Förderung der Philatelie

Die diesjährige Marke zum Tag der Briefmarke 2018 ist dem Bundesland Kärnten gewidmet und zeigt Impressionen rund um den Wörthersee.

Alljährlich gibt die Österreichische Post AG eine Sondermarke zum Tag der Briefmarke heraus, deren Zuschlag von 1,44 Euro der Förderung der Philatelie zugutekommt. Seit 2010 widmete sich jedes Jahr ein anderes österreichisches Bundesland dem Thema dieser Briefmarke – 2018 schließt Kärnten die philatelistische Rundreise durch das Land ab. Die diesjährige Sondermarke zeigt kulturelle Highlights und touristische Attraktionen Kärntens. Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Landeshauptstadt Klagenfurt“ zieren bekannte Klagenfurter Sehenswürdigkeiten wie das Wörtherseemandl, der Lindwurm oder das Landhaus den Rand des Kleinbogens. Die Marke wird am 25. Mai im Rahmen der ÖVEBRIA 2018 in Klagenfurt ihren Ersttag haben.

Kärntner Impressionen

Der Wörthersee ist durch seine abwechslungsreiche Natur und reizvolle Landschaft eine der beliebtesten Tourismusregionen Österreichs. Der größte See Kärntens ist ein Relikt aus der Eiszeit und verdankt seinen Namen dem Ort Maria Wörth, der auf einer Halbinsel am Südufer des Sees liegt.

Auf dem höchsten Punkt der Halbinsel liegt die malerische spätgotische Wallfahrtskirche, die den Heiligen Primus und Felicianus geweiht ist. Im Inneren der Kirche dominieren der Hochaltar mit dem Gnadenbild der Muttergottes sowie die prachtvolle barocke Kanzel. Teil der Kirchenanlage ist auch die kleinere Winter- oder Rosenkranzkirche etwas unterhalb der Pfarrkirche, die berühmt für ihr Marienglasfenster und die romanischen Fresken ist.

Einen hervorragenden Rundblick auf den See bietet der moderne, 100 Meter hohe Sende- und Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel. 2013 wurde das spektakuläre Gebäude aus Holz und Stahl errichtet, der Entwurf stammt von den Klagenfurter Architekten Markus Klaura und Dietmar Kaden.

Mit dem letzten Schraubendampfer Österreichs, der DS Thalia, kann man eine nostalgische Ausflugsfahrt machen – ein außergewöhnliches Ereignis! Das Flaggschiff der Wörtherseeschifffahrt wurde 1909 gebaut und erlebte 1988 nach umfassenden Restaurierungsarbeiten seinen zweiten Stapellauf.





Nennwert: EUR 2,88 + 1,44
Ausgabetag: 25.5.2018
Markengröße: 42,0 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 201.000 Marken in Kleinbögen zu 6 Stück
 
Brigitte Am: 19.06.2018 11:32:05 Gelesen: 22887# 574 @  
Sondermarke 100. Geburtstag Leonard Bernstein

Ein Ausnahmekünstler

Mit einer Sondermarke zum 100. Geburtstag ehrt die Österreichische Post einen außergewöhnlichen Komponisten, Pianisten und Dirigenten, der sehr mit dem Musikland Österreich verbunden war: Leonard Bernstein.

Bernstein wurde als Sohn jüdischer Einwanderer am 25. August 1918 in Lawrence in Massachusetts in den USA geboren. Sein eigentlicher Vorname war Louis, als Jugendlicher änderte er diesen auf Leonard.

Schon als Kind lernte er Klavierspielen und gab bald erste öffentliche Auftritte. 1939 graduierte er an der renommierten Harvard Universität in Musik. Seinen ersten großen Auftritt als Dirigent hatte er bereits 1943, als er für einen erkrankten Kollegen einsprang und das New York Philharmonic Orchestra dirigierte – das verhalf ihm zunächst zu nationaler Bekanntheit und vielen weiteren Auftritten.

Dirigent, Pianist und Komponist.

Bald begann Bernstein auch mit eigenen Kompositionen, seine Symphonie Nr. 1 Jeremiah wurde 1944 uraufgeführt. Neben Orchester- und Bühnenwerken, Kammermusik und Klavierstücken sind vor allem seine Musicals weltberühmt, allen voran wohl die West Side Story aus 1957. Der gleichnamige legendäre Film wurde 1962 mit zehn Oscars ausgezeichnet. Auch sein erstes Musical On the Town aus 1944 wurde 1949 mit Gene Kelly und Frank Sinatra verfilmt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Bernstein auch in Europa, und Österreich spielte dabei eine wichtige Rolle: 1959 dirigierte er erstmals bei den Salzburger Festspielen, ab den 1960er-Jahren trat er regelmäßig als Gastdirigent bei den Wiener Philharmonikern und an der Wiener Staatsoper auf, und 1970 drehte er anlässlich Beethovens 200-Jahr-Jubiläum einen Film über den Komponisten in Wien. Einen seiner letzten großen Auftritte als Dirigent absolvierte Bernstein zu Weihnachten 1989, als er anlässlich der Feiern zum Fall der Berliner Mauer Beethovens Neunte Symphonie mit Musikern aus aller Welt im Ostberliner Schauspielhaus leitete.

Leonard Bernstein hätte auch das Neujahrskonzert 1992 dirigieren sollen, er verstarb jedoch am 14. Oktober 1990 in New York. Der Ausnahmekünstler hinterließ ein umfangreiches und vielfältiges Werk von Kompositionen und Tonaufzeichnungen. Die Sondermarke zeigt ihn auf einer Fotografie von Paul de Hueck in seinem Element – dem Dirigieren.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 06.07.2018
Markengröße 40,00 x 30,00 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 295.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 21.06.2018 07:08:00 Gelesen: 22812# 575 @  
Sondermarke Hubert Scheibl

Hubert Scheibl „Big Es“
Schöpfer mächtiger Bildwelten

„Big Es“ - das 2,90 mal 2 Meter große Gemälde ist das Motiv für diese Sondermarke. Es entstand 2014/2015, der Titel verweist auf die intellektuelle Beschäftigung des Künstlers mit Sigmund Freud, dem Erfinder der Psychoanalyse.

Hubert Scheibl wurde 1952 im oberösterreichischen Gmunden geboren. Von 1976 bis 1981 studierte er bei Max Weiler und Arnulf Rainer an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits 1985 nahm er gemeinsam mit Gunter Damisch als Repräsentant Österreichs an der Biennale im brasilianischen São Paulo teil. Es folgten zahlreiche internationale Ausstellungen, u. a. bei der Biennale di Venezia, in New York, Paris, Shanghai, Korea, Berlin oder Sydney. Scheibls Arbeiten sind weltweit in renommierten Sammlungen präsent, u. a.: Centre Pompidou Paris, Michael and Susan Hort Collection, New York, Leopold Museum Wien, Albertina oder Belvedere. Er zählt zu der in den 1980er-Jahren entstandenen Gruppe der Neuen Wilden, deren Hauptmerkmale großformatige Bilder mit gewollter Formlosigkeit, entschiedenem Pinselstrich und kräftiger Farbigkeit sind. Die Neuen Wilden sind Vertreter einer expressiven Abstraktion.

Von der Alchemie des Sehens

Hubert Scheibl ist einer der bedeutendsten österreichischen Künstler der Gegenwart. Über seine Arbeit sagt er: „In der Alchemie des Sehens ist die Grenze unserer Bilder die Grenze unserer Welt. Das Bild wirkt oft wie ein 'Gedächtnisrestl', eine Spur, die über das hinausweist, was zu sehen ist. Meine Arbeit ist eine forschende Bewegung, die sich mehr intuitiv unbekannten Energiefeldern und -formen nähert. Ein ständiges Oszillieren zwischen hüben und drüben."

Der US-amerikanische Kunstkritiker Donald Kuspit schreibt: „Scheibls Bilder sind authentische vorbildliche Werke, abstrakte Kunst im besten Sinn. Das bedeutet, dass in ihnen eine Fläche gestaltet wird, die weniger als Leinwand für die Projektion von Bildern dient, denn als Seismograph, der urzeitliche Empfindungen aufzeichnet.“

„Big Es" besticht vor allem auch durch seine Silberschicht. Die ersten Arbeiten mit dieser „Unfarbe" in der Geschichte der Malerei, „Nicotine on Silverscreen", entstanden 2009.





Nennwert: EUR 1,80
Ausgabetag: 06.07.2018
Markengröße: 31,80 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 190.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 23.06.2018 07:03:00 Gelesen: 19288# 576 @  
Sondermarke Rosenbauer HEROS-titan-Helm

Durch Design zu mehr Sicherheit und Erfolg

Das oberösterreichische Familienunternehmen Rosenbauer schrieb mit dem Helm HEROS-titan ein Stück österreichische Designgeschichte. Die Österreichische Post AG würdigt diese Innovation mit einer Sondermarke.

Design definiert die Schnittstelle zwischen Kreativität und Innovation und entscheidet damit nicht nur über die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen, sondern vor allem auch über deren wirtschaftlichen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit. Gutes Design ist ein Instrument zur strategischen Gestaltung eines Marktauftritts.

designaustria, 1927 gegründet, verleiht als Wissenszentrum und Interessenvertretung nicht nur den heimischen Designschaffenden und deren AuftraggeberInnen eine starke Stimme, sondern verdeutlicht auch das Designbewusstsein und den Nutzen von Design in Gesellschaft und Wirtschaft.

HEROS-titan: ein Feuerwehrhelm der Extraklasse

Sicherheitstechnisch und gestalterisch punktet dieses Produkt durch ganzheitliche Funktionalität. Der HEROS-titan verbindet allerhöchsten Schutz mit perfektem Sitz und Leichtigkeit. Das geringe Gewicht von nur 1,3 Kilogramm und die individuell adaptierbare Passform sorgen für maximalen Tragekomfort. Der Helm ist mit einer situationsabhängig verstellbaren Lampe, einem Schutzvisier und optional mit einer Wärmebildkamera ausgestattet.

Gestaltet wurde HEROS-titan von formquadrat, gegründet 1997 als Agentur für Industrial Design. Deren Inhaber Stefan Degn und Mario Zeppetzauer haben einiges gemeinsam: geboren 1970 in Gmunden, Abschluss des Designstudiums an der Kunstuniversität Linz und die Berufung, mit einzigartigen Designlösungen die Welt ein Stück lebenswerter zu machen. Mehr als 90 renommierte internationale Auszeichnungen zeugen unter dem Motto „uniqueness“ von außergewöhnlicher Kompetenz und kontinuierlichem Engagement.

Das börsennotierte Familienunternehmen Rosenbauer International AG besteht in der sechsten Generation und entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik und Ausrüstung für Feuerwehren sowie vorbeugende Brandschutzanlagen. Rosenbauer ist heute als weltumspannender Konzern Innovations- und Technologieführer für Feuerwehrtechnik und Ausstatter von Feuerwehren rund um den Globus.





Nennwert: EUR 2,70
Ausgabetag: 20.07.2018
Markengröße: 32,50 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Robert Sabolovic
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 260.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 11.07.2018 07:33:18 Gelesen: 7527# 577 @  
Sondermarke 100 Jahre Republik Österreich

100 Jahre Republik Österreich

Die junge Republik

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Untergang der Monarchie wurde 1918 die Republik Österreich ausgerufen. Die Österreichische Post widmet diesem großen Jubiläum eine Sondermarke.

Am 21. Oktober des Jahres 1918 konstituierte sich die provisorische Nationalversammlung, in der Folge wurden ein provisorisches Grundgesetz beschlossen und eine Staatsregierung eingerichtet. Erster Staatskanzler war der Sozialdemokrat Dr. Karl Renner.

Die Proklamation der Republik Deutsch-Österreich, wie sie damals noch hieß, erfolgte am 12. November 1918 vor hunderttausenden Menschen, die sich vor dem Parlament am Ring versammelt hatten. Kaiser Karl I. hatte am Tag zuvor auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften verzichtet.

Am gleichen Tag wurde zudem das Frauenwahlrecht beschlossen, das erstmals bei den Wahlen zur konstituierenden Nationalversammlung am 16. Februar 1919 zum Tragen kam. Im Zuge des Friedensvertrags von Saint-Germain im selben Jahr wurde „Republik Österreich“ als der neue Name des Staates festgelegt sowie ein Anschlussverbot an Deutschland beschlossen.

Das Jubiläum auf Briefmarke

Die Sondermarke zum 100-jährigen Jubiläum der Republik zeigt das Parlament in Wien – den zentralen Ort der Demokratie, zu der sich Österreich bekennt. Auf der Rampe vor dem Parlament war es auch, von wo aus 1918 der neue Staat ausgerufen wurde.

Besonders hervorgehoben wird auf der Briefmarke die Figur der Pallas Athene, sie sollte schon beim Bau des Parlaments (1874–1883) als Symbolfigur für den noch jungen Parlamentarismus dienen. Pallas Athene ist die griechische Göttin der Weisheit, des Krieges und des Friedens. Ihre Wehrhaftigkeit beruht nicht auf Kampf, sondern auf klarem und kühlem Verstand. Die marmorne Statue der Pallas Athene auf dem Monumentalbrunnen vor dem Parlament hält in ihrer rechten Hand einen goldenen Globus mit der Siegesgöttin Nike, in der linken Hand eine Lanze. Sie trägt einen goldenen Helm und ein goldenes Tierfell über den Schultern. Die Farbe Gold, die auf der Briefmarke besonders hervorsticht, galt schon in frühesten Zeiten als Farbe der Götter und symbolisiert Reichtum und Weisheit. Die Münze Österreich verausgabt anlässlich des Jubiläums eine 2-Euro-Sondermünze mit dem gleichen Motiv.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 23.08.2018
Markengröße: 34,50 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Helmut Andexlinger
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 350.000 Marken in Bögen zu 10 Stück
 
Brigitte Am: 13.07.2018 07:08:00 Gelesen: 6218# 578 @  
Sondermarke Vierspännige Personenpost auf der Tauernstraße

Vierspännige Personenpost auf der Tauernstraße

Die Tauernpostkutsche

Das diesjährige Motiv aus der nun bereits seit fünf Jahren ausgegebenen Serie „Historische Postfahrzeuge“ zeigt einen Personenpostwagen auf der Passhöhe der Tauernstraße. Der vierspännige Wagen transportiert neben Poststücken auch Passagiere und ihr Gepäck, das auf dem Dach befestigt ist. Die Kutsche scheint mit hoher Geschwindigkeit unterwegs zu sein – die Straße wirkt ungewöhnlich gut befestigt und wohl auch viel befahren. Der Postkutscher ist im Schatten des Vordachs des Wagens kaum zu sehen.

Postverkehr über die Tauern

Die Strecke über die Radstädter Tauernstraße und den Tauernpass verbindet den Salzburger Pongau mit dem Lungau. Schon die Kelten benutzten diesen Straßenzug, der einer der wenigen gut passierbaren Pässe über die Alpen war. In der Römerzeit war die Tauernstraße eine Hauptverkehrsroute, auf der Passhöhe befand sich eine Straßenstation namens In Alpe, an der die Pferde gewechselt werden konnten. Vermutlich befand sich diese Straßenstation ungefähr am Standort des heutigen Tauernfriedhofs, der 1515 geweiht wurde. Auf dem Markenblock ist im Hintergrund der von einer Mauer umgebene Tauernfriedhof mit der kleinen Kapelle zu sehen, an dem die Postkutsche gerade vorüberfährt.

Im Mittelalter dienten „Tauernhäuser“ Reisenden als Rastplatz und Herberge. Fürsterzbischof Sigismund Graf Schrattenbach ließ Mitte des 18. Jahrhunderts die Poststation Untertauern errichten. Die Post verkehrte nun regelmäßig zweimal wöchentlich über die Tauernstraße. Im 19. Jahrhundert wurde die Frequenz der Postfahrten weiter erhöht, ab 1885 fuhr die Postkutsche täglich über den Tauernpass. Die alte Poststation wurde später zum Post- und Telegraphenamt, heute beherbergt sie den „Gasthof zur Post“.
Lange Zeit waren Postkutschen – abgesehen von privaten Pferdewagen – das einzige Mittel zur Personenbeförderung. Diese „Fahrpost“ war wie die Brief- und die Paketpost dem Postmonopol unterstellt, Fahrtstrecken, Tarife und Abfahrtszeiten waren im Postkursverzeichnis vermerkt. Wichtige Straßenzüge wurden auch in den Rang von „Poststraßen“ erhoben, über deren Zustand die Postmeister wachten. Erst mit dem Aufkommen der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts verlor die Fahrpost allmählich an Bedeutung.





Nennwert: EUR 2,10
Ausgabetag: 24.08.2018
Markengröße: 52,00 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 130.000 Marken in Blöcken zu 1 Stück
 
Brigitte Am: 16.07.2018 07:03:00 Gelesen: 3584# 579 @  
Sondermarke 100. Todestag Klimt – Schiele – Moser – Wagner

100. Todestag Klimt – Schiele – Moser – Wagner

Ein Schicksalsjahr für die Wiener Moderne

Im Jahr 1918 verstarben vier der bedeutendsten Künstler dieser Epoche: Gustav Klimt, Egon Schiele, Koloman Moser und Otto Wagner. Nun werden sie gemeinsam auf einem Markenblock gewürdigt.

Die Zeit um 1900 war eine besondere Blütezeit von Kunst und Kultur in Wien. 1897 wurde die Künstlervereinigung Wiener Secession gegründet. Das Motto Ver Sacrum – „Heiliger Frühling“, der Titel einer bedeutenden Kunstzeitschrift – versinnbildlichte die Hoffnung auf ein neues Erwachen in der Kunst. Im Kunsthandwerk war die Wiener Werkstätte um eine Verbreitung der Kunst in den Alltag bemüht. Der dekorative Jugendstil mit seinen geschwungenen Linien und floralen Elementen löste den Historismus ab, der Expressionismus begann sich zu entwickeln.

Die Künstler

Otto Wagner, 1841 geboren, prägt mit seinen Bauten die Stadt Wien bis heute. Während an der Wiener Ringstraße noch historistische Gebäude vorherrschen, zeigen sein Postsparkassengebäude, seine Kirche am Steinhof oder sein Kaiserpavillon das Aufkommen des Jugendstils. Wagner konzipierte auch die Wiener Stadtbahn, die großteils heute noch als U-Bahn in Betrieb ist. Der 1862 geborene Gustav Klimt war der erste Präsident der Wiener Secession, im Secessionsgebäude ist auch eines seiner Hauptwerke, der Beethovenfries, ausgestellt. Zu seinen weltweit berühmtesten Gemälden zählen u. a. „Der Kuss“, die „Goldene Adele“ oder seine Landschaftsbilder der Region Attersee. Koloman Moser, 1868 geboren, ist vor allem als Grafiker und Kunsthandwerker bekannt.

So gestaltete er etwa zahlreiche Plakate, Buchumschläge, Postkarten, Banknoten und auch Briefmarken. Zudem entwarf er Möbel, Gläser und Wohntextilien sowie Glasfenster, etwa für die Kirche am Steinhof. 1890 wurde Egon Schiele geboren. Er wandte sich bald vom Jugendstil ab und entwickelte den Expressionismus in Österreich maßgeblich mit. Vor allem seine Aktzeichnungen und Selbstporträts zeugen von seiner Genialität und seinem charakteristischen Umgang mit Farben und Formen.

Auf dem Markenblock zu sehen sind die Gemälde „Frühling“ von Koloman Moser sowie „Tod und Leben“ von Gustav Klimt, eine Stadtbahnstation von Otto Wagner und ein Selbstbildnis von Egon Schiele.





Nennwert: EUR 3,20
Ausgabetag: 24.08.2018
Markengröße: 34,80 x 34,80 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 160.000 Marken in Blöcken zu 4 Stück
 
Brigitte Am: 18.07.2018 07:01:00 Gelesen: 1741# 580 @  
Sondermarke Basilika zu Mariä Geburt Frauenkirchen

Basilika zu Mariä Geburt Frauenkirchen

Religiöses Zentrum

Mit einer Sondermarke aus der Serie „Kirchen in Österreich“ wird eine der schönsten Barockkirchen im Burgenland gewürdigt: Die Basilika zu Mariä Geburt in Frauenkirchen.

Bereits im Mittelalter pilgerten Gläubige nach Frauenkirchen im Bezirk Neusiedl am See – damals in Ungarn gelegen –, um ein Bildnis der stillenden Maria in einer kleinen Kapelle zu verehren. Nach der Zerstörung während der Ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 wurde erst lange Zeit danach wieder eine Kirche errichtet, um 1678 wurde ein Franziskanerkloster angeschlossen. Kirche und Kloster wurden jedoch im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung 1683 wieder völlig zerstört. Fürst Paul I. Esterházy ließ jedoch bald darauf beides wieder neu erbauen, und Frauenkirchen entwickelte sich zum beliebten Wallfahrtsort für zahlreiche Pilger aus Österreich, Ungarn und der Slowakei. 1990 wurde Frauenkirchen zur Basilica minor erhoben.

Barockes Gesamtkunstwerk

Man schrieb das Jahr 1695, als Francesco Martinelli mit dem Bau der neuen Kirche beauftragt wurde. Das Ergebnis ist die prachtvolle barocke Basilika „Mariä Geburt“ oder „Maria auf der Heide“. Markant sind die beiden Türme mit den Doppelzwiebelhelmen und die Pilaster, die die Fassade gliedern. Die Mariensäule, die auf der Sondermarke hervorgehoben wird, steht links vor der Kirche und zeigt eine Statue der Maria Immaculata über einem Sockel mit vier Engeln. Rechts vom Kirchenbau befindet sich die Annasäule. Der Kalvarienberg Frauenkirchen führt zu einer steinernen Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1759.

Beeindruckend sind die acht Seitenkapellen des Langhauses und die darüber liegenden Emporen, die Seitenwände und das Gewölbe mit Stuckarbeiten von Pietro Antonio Conti und die kunstvollen Fresken des Malers Luca Antonio Colomba sowie der mächtige barocke Hochaltar, der die Gnadenstatue „Maria auf der Heide“ beherbergt. Diese Madonnenfigur aus Holz stammt aus der Zeit um 1240 und war ein Geschenk des Fürsten Esterházy an die Kirche. Die gotische Figur der Maria mit dem Kind am Arm ist heute in ein barockes Kleid gehüllt. Das ursprünglich verehrte Gnadenbild der „Maria lactans“ ist immer noch erhalten und befindet sich in einem Seitenaltar.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 08.09.2018
Markengröße: 38,80 x 46,00 mm
Grafikentwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 190.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 

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