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Thema: Neuheiten aus Österreich
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Brigitte Am: 14.08.2018 07:01:00 Gelesen: 65621# 583 @  
Sondermarke 100. Todestag Klimt – Schiele – Moser – Wagner

100. Todestag Klimt – Schiele – Moser – Wagner

Ein Schicksalsjahr für die Wiener Moderne

Im Jahr 1918 verstarben vier der bedeutendsten Künstler dieser Epoche: Gustav Klimt, Egon Schiele, Koloman Moser und Otto Wagner. Nun werden sie gemeinsam auf einem Markenblock gewürdigt.

Die Zeit um 1900 war eine besondere Blütezeit von Kunst und Kultur in Wien. 1897 wurde die Künstlervereinigung Wiener Secession gegründet. Das Motto Ver Sacrum – „Heiliger Frühling“, der Titel einer bedeutenden Kunstzeitschrift – versinnbildlichte die Hoffnung auf ein neues Erwachen in der Kunst. Im Kunsthandwerk war die Wiener Werkstätte um eine Verbreitung der Kunst in den Alltag bemüht. Der dekorative Jugendstil mit seinen geschwungenen Linien und floralen Elementen löste den Historismus ab, der Expressionismus begann sich zu entwickeln.

Die Künstler

Otto Wagner, 1841 geboren, prägt mit seinen Bauten die Stadt Wien bis heute. Während an der Wiener Ringstraße noch historistische Gebäude vorherrschen, zeigen sein Postsparkassengebäude, seine Kirche am Steinhof oder sein Kaiserpavillon das Aufkommen des Jugendstils. Wagner konzipierte auch die Wiener Stadtbahn, die großteils heute noch als U-Bahn in Betrieb ist. Der 1862 geborene Gustav Klimt war der erste Präsident der Wiener Secession, im Secessionsgebäude ist auch eines seiner Hauptwerke, der Beethovenfries, ausgestellt. Zu seinen weltweit berühmtesten Gemälden zählen u. a. „Der Kuss“, die „Goldene Adele“ oder seine Landschaftsbilder der Region Attersee. Koloman Moser, 1868 geboren, ist vor allem als Grafiker und Kunsthandwerker bekannt.

So gestaltete er etwa zahlreiche Plakate, Buchumschläge, Postkarten, Banknoten und auch Briefmarken. Zudem entwarf er Möbel, Gläser und Wohntextilien sowie Glasfenster, etwa für die Kirche am Steinhof. 1890 wurde Egon Schiele geboren. Er wandte sich bald vom Jugendstil ab und entwickelte den Expressionismus in Österreich maßgeblich mit. Vor allem seine Aktzeichnungen und Selbstporträts zeugen von seiner Genialität und seinem charakteristischen Umgang mit Farben und Formen.

Auf dem Markenblock zu sehen sind die Gemälde „Frühling“ von Koloman Moser sowie „Tod und Leben“ von Gustav Klimt, eine Stadtbahnstation von Otto Wagner und ein Selbstbildnis von Egon Schiele.





Nennwert: EUR 3,20
Ausgabetag: 24.08.2018
Markengröße: 34,80 x 34,80 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 160.000 Marken in Blöcken zu 4 Stück
MiNr. 3423-3426 (Block 101)
 
Brigitte Am: 16.08.2018 07:07:00 Gelesen: 64929# 584 @  
Sondermarke Basilika zu Mariä Geburt Frauenkirchen

Basilika zu Mariä Geburt Frauenkirchen

Religiöses Zentrum

Mit einer Sondermarke aus der Serie „Kirchen in Österreich“ wird eine der schönsten Barockkirchen im Burgenland gewürdigt: Die Basilika zu Mariä Geburt in Frauenkirchen.

Bereits im Mittelalter pilgerten Gläubige nach Frauenkirchen im Bezirk Neusiedl am See – damals in Ungarn gelegen –, um ein Bildnis der stillenden Maria in einer kleinen Kapelle zu verehren. Nach der Zerstörung während der Ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 wurde erst lange Zeit danach wieder eine Kirche errichtet, um 1678 wurde ein Franziskanerkloster angeschlossen. Kirche und Kloster wurden jedoch im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung 1683 wieder völlig zerstört. Fürst Paul I. Esterházy ließ jedoch bald darauf beides wieder neu erbauen, und Frauenkirchen entwickelte sich zum beliebten Wallfahrtsort für zahlreiche Pilger aus Österreich, Ungarn und der Slowakei. 1990 wurde Frauenkirchen zur Basilica minor erhoben.

Barockes Gesamtkunstwerk

Man schrieb das Jahr 1695, als Francesco Martinelli mit dem Bau der neuen Kirche beauftragt wurde. Das Ergebnis ist die prachtvolle barocke Basilika „Mariä Geburt“ oder „Maria auf der Heide“. Markant sind die beiden Türme mit den Doppelzwiebelhelmen und die Pilaster, die die Fassade gliedern. Die Mariensäule, die auf der Sondermarke hervorgehoben wird, steht links vor der Kirche und zeigt eine Statue der Maria Immaculata über einem Sockel mit vier Engeln. Rechts vom Kirchenbau befindet sich die Annasäule. Der Kalvarienberg Frauenkirchen führt zu einer steinernen Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1759.

Beeindruckend sind die acht Seitenkapellen des Langhauses und die darüber liegenden Emporen, die Seitenwände und das Gewölbe mit Stuckarbeiten von Pietro Antonio Conti und die kunstvollen Fresken des Malers Luca Antonio Colomba sowie der mächtige barocke Hochaltar, der die Gnadenstatue „Maria auf der Heide“ beherbergt. Diese Madonnenfigur aus Holz stammt aus der Zeit um 1240 und war ein Geschenk des Fürsten Esterházy an die Kirche. Die gotische Figur der Maria mit dem Kind am Arm ist heute in ein barockes Kleid gehüllt. Das ursprünglich verehrte Gnadenbild der „Maria lactans“ ist immer noch erhalten und befindet sich in einem Seitenaltar.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 08.09.2018
Markengröße: 38,80 x 46,00 mm
Grafikentwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 190.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3427
 
Brigitte Am: 13.09.2018 16:15:36 Gelesen: 50981# 585 @  
Sondermarke Klaus Maria Brandauer

Klaus Maria Brandauer

Von Bad Aussee nach Hollywood

Er gehört zu den herausragendsten und international erfolgreichsten Mimen Österreichs: Klaus Maria Brandauer. Zu seinem 75. Geburtstag wird er nun mit einem illustrierten Porträt auf einer Sondermarke aus der Serie „Österreicher in Hollywood“ geehrt.

Geboren wurde Brandauer als Klaus Georg Steng am 22. Juni 1943 im steirischen Bad Aussee, später nahm er den Mädchennamen seiner Mutter als Künstlernamen an. Das Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart brach er bald ab, um sich ganz dem Theaterspiel zu widmen. Sein Debüt gab der junge Schauspieler 1963 am Landestheater Tübingen, später war er unter anderem am Theater an der Josefstadt in Wien engagiert. Seit 1972 ist er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.

Seinen internationalen Durchbruch im Filmgeschäft hatte Brandauer 1981 mit der legendären Darstellung des Hendrik Höfgen in „Mephisto“, einem Oscar-prämierten Film von István Szabó. Weitere Erfolge folgten, etwa als Bösewicht Largo in der James-Bond-Verfilmung „Sag niemals nie“, im Spionage-Thriller „Das Russlandhaus“ oder im Drama „Jenseits von Afrika“ an der Seite von Meryl Streep. Für seine Rolle als Baron von Blixen wurde er mit einem Golden Globe und einer Oscar-Nominierung ausgezeichnet. Internationale Aufmerksamkeit erlangte der Schauspieler auch als Oberst Redl im gleichnamigen Film.

Der Bühnenkunst verbunden

Klaus Maria Brandauer blieb aber als wahrhaftiger „Theatermensch“ der Bühne bis heute sehr verbunden. So verkörperte er etwa den „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen oder den „Hamlet“ sowie den „King Lear“ am Wiener Burgtheater. Zudem unterrichtet er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Zunehmend betätigt Brandauer sich auch als Theater- und Opernregisseur, so inszenierte er 2006 Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ in Berlin sowie Richard Wagners „Lohengrin“ in Köln. Immer wieder ist er auch im Rahmen musikalisch-literarischer Programme zu erleben.

Brandauer erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit und sein gesellschaftliches Engagement. Dazu zählen u. a. der Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk, ein Ehrendoktorat der Paris-Lodron-Universität Salzburg und die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 20.09.2018
Markengröße: 32,50 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 350.000 Marken in Bögen zu 10 Stück
MiNr. 3428
 
Brigitte Am: 15.09.2018 07:08:00 Gelesen: 50500# 586 @  
Sondermarke Heilige Erentrudis

Heilige Erentrudis
Die „Landesmutter“ Salzburgs

Die heilige Erentrudis, auch „Landesmutter“ Salzburgs genannt, verstarb vor 1.300 Jahren. Diese Stichmarke aus der Serie „Sakrale Kunst in Österreich“ ist ihr gewidmet.

Als Geburtsjahr der heiligen Erentrudis wird das Jahr 663 vermutet, denn sie soll bei ihrem Tod 55 Jahre alt gewesen sein. Sie stammte aus einer Adelsfamilie in Worms und folgte ihrem Onkel, dem heiligen Rupert, nach Salzburg. Er war als Missionar in den Süden gereist und wurde um 696 der erste Bischof Salzburgs.

Bischof Rupert gründete in der Stadt Salzburg das Stift Sankt Peter. Für seine Nichte ließ er um 714 unterhalb der Festung Hohensalzburg das Stift Nonnberg errichten – Erentrudis wurde die erste Äbtissin des Frauenklosters, ihre Mitschwestern waren wie Erentrudis selbst adeliger Herkunft und sehr gebildet. Das Werk der Klosterfrauen war der Sorge für die Armen und Kranken sowie der Erziehung und Bildung von Erwachsenen und Kindern, vor allem auch Mädchen, gewidmet.

Erentrudis verstarb vermutlich am 30. Juni 718, dieser Tag ist heute ihr Gedenktag in der katholischen Kirche. Sie ist gemeinsam mit den beiden Heiligen Rupert und Virgil Diözesanpatronin von Salzburg und wird mit einem Stab und einer Kirche dargestellt. Das Bildnis der Erentrudis auf der Sondermarke stammt vom ehemaligen Altar der Margarethenkapelle von St. Peter, es wurde um 1500 von Georg Stäber geschaffen. Heute ist es im Museum des Stifts St. Peter zu sehen.

Das Kloster Nonnberg

Die Benediktinerinnenabtei Nonnberg ist das weltweit älteste noch bestehende Frauenkloster. Erst im 15. Jahrhundert wurden auch Nonnen aus nichtadeligen Familien aufgenommen. Das Gelände des Klosters grenzt an einer Seite an die Umfassungsmauer der Festung, an den anderen Seiten fällt es steil ab, daher war ein größerer Ausbau nicht möglich. Die Klosterkirche Mariae Himmelfahrt aus dem 11. Jahrhundert wurde bei einem Brand 1423 zerstört und im Laufe der folgenden Jahrzehnte wieder aufgebaut. Die Kirche und der Friedhof sind heute frei zugänglich. Bekannt wurde das Kloster auch durch die Geschichte der Familie von Trapp: Eine gewisse Maria Kutschera war zwar keine Nonne, aber sie wurde vom Kloster als Erzieherin zur Familie Trapp geschickt. 1927 heiratete sie schließlich Baron von Trapp 1927 in der Stiftskirche Nonnberg.





Nennwert: EUR 1,75
Ausgabetag: 21.09.2018
Markengröße: 35,00 x 35,00 mm
Grafikentwurf: Peter Sinawehl
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Kombidruck
Auflage: 160.000 Marken in Blöcken zu 50 Stück
MiNr. 3429
 
Brigitte Am: 17.09.2018 07:03:00 Gelesen: 50000# 587 @  
Steirerhut

Tradition und Innovation

Der klassische Steirerhut in einer völlig neuen Variante: Als gestickte Briefmarke ist er ein philatelistisches Highlight und eine spannende Kombination von österreichischer Tradition und Innovation.

Schon im 19. Jahrhundert wurde der Steireranzug in der Steiermark gerne getragen. Ein berühmter Steireranzugträger war Erzherzog Johann, der damit seine Verbundenheit mit dem einfachen Volk demonstrierte. So fand die ländliche Kleidung als Mode für die „Sommerfrische“ und für die Jagd auch Eingang in die adelige und bürgerliche Gesellschaft.

Zum grauen Lodenjanker mit dunkelgrünem Besatz gehört traditionell auch ein Steirerhut. Er wird vorwiegend aus dunkelgrauem oder dunkelgrünem Wollfilz oder Tierhaar hergestellt, das Hutband ist ebenfalls meist dunkelgrün und wird mit einem Gamsbart (aus dem grauschwarzen Nackenhaar der Gämsböcke gefertigt) oder mit Federn geschmückt.

Der Steirerhut als Briefmarke

Der Vorarlberger Traditionsbetrieb Hämmerle & Vogel mit Sitz in Lustenau befasst sich seit 60 Jahren mit Stickerei. Internationale Kunden wie etwa Chanel oder Oscar de la Renta vertrauen auf die Expertise der Stickereimanufaktur. Die Philatelie der Österreichischen Post setzt ganz bewusst immer wieder auf technische Innovationen – mit der Dirndl-Marke aus dem Jahr 2016 wurde die erste gestickte Briefmarke ausgegeben, die aktuelle Steirerhut-Marke ist die konsequente Fortsetzung.

Jede Steirerhutmarke wird mit rund 6.600 Nadeleinstichen aus 33 Metern Stickfaden gefertigt. Der Hut in speziellem „Steirergrün“ besteht aus exklusivem Merino-Schafwollgarn der Firma Schoeller aus Hard in Vorarlberg. Dieses Merinowollgarn „Shaminah“ besticht mit einer Wollfasereinheit von 14,5 Micron – die feinste und hochwertigste Wollfaser, die es gibt. Die dafür verwendete Schafwolle stammt von mehreren Farmen aus Australien, die aufgrund ihrer nachhaltigen Textilproduktion eine „Blue Sign“-Zertifizierung aufweisen. Der Gamsbart besteht aus zwei verzwirnten Fäden in Schwarz und Grau. Der Hut ist auf einem naturfarbenen Hintergrund mit Zähnung in Guipure-Stickerei aufgebracht.

Gemeinsam mit der Dirndlmarke und der Lederhosenmarke aus Alcantara-Leder bezeugt die Steirerhutmarke die Bedeutung der modischen Traditionen unseres Landes.





Nennwert: EUR 6,90
Ausgabetag: 22.09.2018
Markengröße: 35,00 x 35,00 mm
Entwurf: Hämmerle & Vogel
Druckart: Silhouettenstickerei
Auflage: 140.000 Marken
MiNr. 3430
 
Brigitte Am: 19.09.2018 07:01:00 Gelesen: 49708# 588 @  
Sondermarke 100 Jahre Flugpost:

100 Jahre Flugpost
Die Post erobert den Luftraum

Nachdem im Ersten Weltkrieg bereits Flugzeuge zur Beförderung von Feldpost eingesetzt worden waren, markiert das Jahr 1918 den Beginn der zivilen Luftpostbeförderung. Die Österreichische Post würdigt das runde Jubiläum mit einem Sondermarkenblock.

Ende März 1918 fanden Probeflüge zwischen Wien und Lemberg (heute die Stadt Lviv in der Ukraine) statt, die sich als erfolgreich erwiesen, und so konnte am 31. März 1918 die erste täglich verkehrende internationale zivile Fliegerkurierlinie zwischen Wien und Lemberg ihren Betrieb aufnehmen. Die Strecke führte vom Wiener Flugfeld in Aspern über Krakau nach Lemberg, ab Ende Juni dann auch weiter nach Proskurow und nach Kiew – 1.200 Kilometer Fluglinie in jede Richtung. Bis Lemberg dauerte der Flug von Wien aus inklusive Zwischenstopp etwa drei Stunden.
Im Juli 1918 wurde auch eine Flugverbindung zwischen Wien und Budapest eingerichtet, die zweimal täglich verkehrte. Schon wenige Wochen später wurde dieser Flugpostverkehr aufgrund zahlreicher Komplikationen und Unfälle jedoch wieder eingestellt.

Die Flugpostmarken

Für den Flugpostdienst wurden hauptsächlich Flugzeuge aus österreichisch-ungarischer Produktion eingesetzt, etwa Modelle von Hansa-Brandenburg – dieser Flugzeughersteller war aus der Brandenburgischen Flugzeugwerke GmbH hervorgegangen, die der österreichische Flugzeugpionier Igo Etrich gegründet hatte. Der Sondermarkenblock aus der Serie „100 Jahre VÖPh“, die bis zum Jubiläum 2021 laufen wird, zeigt ein historisches Hansa-Brandenburg C1-Flugzeug und die Route der ersten Flugpostlinie.

Die Flugpost wurde mit eigens ausgegebenen Flugpost-Aushilfsmarken auf Basis der Freimarken 1918 frankiert, die es in den Wertstufen 1,50 Kronen, 2,50 Kronen sowie 4 Kronen mit dem schwarzen Aufdruck „Flugpost“ gab. Die Flugpostmarken wurden zuerst auf grauem „Kriegspapier“, später auf weißem Papier gedruckt. Die Kosten für den Transport setzten sich aus der Postgebühr (in Freimarken), der Vermittlungsgebühr von 1 Krone pro Sendung für die Beförderung zum Flugfeld sowie der Fluggebühr von 1,50 Kronen für jede Teilstrecke pro 20 Gramm zusammen. Die letzten Zivilsendungen per Flugpost erfolgten im Oktober 1918, die Gültigkeit der Flugpostmarken endete mit 15. Oktober 1918.





Nennwert: EUR 0,90 + 0,45
Ausgabetag: 06.10.2018
Markengröße: 50,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 115.000 Marken in Bögen zu 1 Stück
MiNr. 3431
 
Brigitte Am: 20.09.2018 07:08:00 Gelesen: 49608# 589 @  
Sondermarke 30 Jahre VIER PFOTEN

30 Jahre VIER PFOTEN

Mehr Menschlichkeit für Tiere

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN feiert 2018 ihr 30-jähriges Bestehen. Den jahrzehntelangen Einsatz für das Wohl der Tiere würdigt die Österreichische Post AG mit einer Sondermarke.

1988 wurde VIER PFOTEN vom Österreicher Heli Dungler gegründet. Noch heute hat die internationale Organisation ihren Hauptsitz in Österreich, fünfzehn Niederlassungen weltweit sorgen für rasche Hilfe vor Ort. VIER PFOTEN hilft Tieren weltweit und setzt sich mit nachhaltigen Projekten für den Tierschutz ein. Mittels Aufklärungsarbeit und Kampagnen möchte die Organisation das Wohl der Tiere in das Bewusstsein der Menschen rücken. In Kooperation mit Experten werden konstruktive Lösungsmodelle entwickelt und mithilfe von Spenden und Patenschaften finanziert.

Respekt, Mitgefühl und Verständnis

Der Schwerpunkt der Arbeit von VIER PFOTEN liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen. Dazu zählen Heimtiere und Nutztiere, aber auch streunende Hunde und Katzen. Auch Wildtiere wie Bären oder Großkatzen, die nicht artgemäß gehalten werden, sind im Fokus der Tierschützer. So wurde 1998 im niederösterreichischen Arbesbach der „BÄRENWALD“ gegründet, ein Bärenschutzzentrum, in dem ehemalige Zirkusbären oder Bären, die in Gefangenschaft gehalten wurden, lebenslang ein artgemäßes Zuhause finden. In Südafrika bietet das Großkatzenrefugium „LIONSROCK“ Lebensraum für Löwen, Tiger, Leoparden und Geparden, die in winzigen Zoogehegen dahinvegetieren mussten oder zum Abschuss für Trophäenjäger vorgesehen waren. In Kenia kümmert sich die mobile Tierambulanz im Tsavo-Nationalpark um verletzte Tiere und verwaiste Elefantenkinder. In der „Waldschule“ in Borneo lernen junge verwaiste Orang-Utans alles, was sie zum Überleben brauchen. Im südostasiatischen Myanmar werden im Elefantenschutzzentrum „ELEPHANTS LAKE“ ehemalige Arbeitselefanten oder verwaiste Jungtiere auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Das Motiv der Sondermarke zeigt den Braunbären Erich. Er fand 2015 gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Schwester im BÄRENWALD in Arbesbach ein neues Zuhause, nachdem die Bären zuvor in einem 2012 behördlich geschlossenen Tierpark in Oberösterreich ein trauriges Dasein gefristet hatten.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 12.10.2018
Markengröße: 50,00 x 40,50 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3432
 
Brigitte Am: 21.09.2018 07:08:00 Gelesen: 49447# 590 @  
Sondermarke 300 Jahre Wiener Porzellan 1718-2018

300 Jahre Wiener Porzellan 1718–2018

Weißes Gold aus Wien

Im Jahr 1718 wurde die Wiener Porzellanmanufaktur in Wien-Alsergrund gegründet. Die Österreichische Post würdigt das Jubiläum „300 Jahre Wiener Porzellan“ nun mit einer Sondermarke.

Weißes Gold aus Wien

Wertvolle Objekte aus Porzellan, die auf abenteuerlichen Wegen zumeist aus China importiert wurden, galten schon im 16. Jahrhundert als absolute Kultobjekte. Als die sogenannten „Arkanisten“ im 18. Jahrhundert schließlich hinter das Geheimnis der Herstellung des „weißen Goldes“ kamen, überkam die europäische Oberschicht endgültig das „Porzellanfieber“. Kaiser, Könige, Fürsten, aber auch die aufstrebende Mittelschicht begannen selbst Manufakturen erbauen zu lassen.

Als eine der ersten eröffnete die Wiener Porzellanmanufaktur unter Leitung des Hofkriegsratsagenten Claudius Innocentius du Paquier ihre Pforten. Am 27. Mai 1718 unterzeichnete Kaiser Karl VI ein Spezialprivilegium, das der Manufaktur eine Monopolstellung im gesamten Reich zusicherte. 1721 verlegte man die Porzellanmanufaktur in jene Straße, deren Name bis heute davon Zeugnis ablegt: die Porzellangasse im 9. Wiener Gemeindebezirk. Nach Ablauf des Privilegiums nahm 1744 Kaiserin Maria Theresia die Manufaktur in das k. k. Aerarium auf. Seitdem trägt jedes Stück, das die Manufaktur verlässt, den kobaltblauen Bindenschild unter der Glasur – das Markenzeichen des Wiener Porzellans.

Porzellankunst

1864 musste die Wiener Porzellanmanufaktur ihre Pforten schließen. 1923 besannen sich Investoren aus dem Umfeld des großen Entwerfers und Gründers der Wiener Werkstätte – Josef Hoffmann – des reichen Erbes und eröffneten die „Neue Wiener Porzellanmanufaktur Augarten“ im gleichnamigen Barockpark. Seit dieser Zeit führt die Porzellanmanufaktur Augarten die Handwerkstradition weiter und lebt die Tradition der künstlerischen Innovation. So entstehen hier bis heute feine Porzellanwaren auf der Basis von Entwürfen aller Epochen – vom Dubskydekor auf barocken Formen über Teeservice und Figuren der wichtigsten Designer des Art Déco bis hin zu zeitgenössischem Interior- und Produktdesign.

Die Sondermarke ist die erste mit einem Nominale von EUR 4,20. Das Motiv zeigt eine im Druck mit Lack veredelte Teetasse in klassisch-barockem Design.





Nennwert: EUR 4,20
Ausgabetag: 24.10.2018
Markengröße: 32,25 x 42,00 mm
Grafikentwurf: Karin Klier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offset, UV-Lackierung
Auflage: 185.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 23.09.2018 07:03:00 Gelesen: 45876# 591 @  
Sondermarke Glückwunsch Blumenstrauß

Glückwunsch Blumenstrauß

Ein philatelistischer Blumengruß

Ein ganz besonderes Wertzeichen für einen besonderen Anlass – die Glückwunsch-Briefmarke ist ein farbenprächtiger Schmuck für jede Briefsendung.

Die neue illustrierte Glückwunsch-Briefmarke mit dem üppigen Blumenstrauß weist keinen Wertaufdruck auf, sondern gilt als Frankatur für den jeweiligen Inland-Standardtarif. Marken dieser Art gab es bereits zuvor für verschiedene Anlässe, etwa als „Dankeschön“ oder auch als Briefmarken für Trauersendungen.

Blumen sind immer passend

Rote und rosafarbene Rosen, weiße Margeriten, Knospen und grüne Blätter – ein hübsches Arrangement von Blumen in einem Strauß blüht da vor einem Hintergrund in Weiß und Himmelblau. Blumen sind zu vielen Anlässen passend, ob als Präsent bei einer Einladung, als Geburtstagsgeschenk oder einfach mal zwischendurch, um jemandem eine Freude zu bereiten. Ein bunt gemischter, duftender Blumenstrauß, ein kunstvolles Blumengesteck in einem geschmackvollen Farbton oder eine einzelne besonders exquisite Blume – man freut sich einfach über einen aufmerksamen Blumengruß.

Rosen sind seit jeher das Symbol der Liebe. In der Blumensprache, die in früheren Zeiten als subtiles Mittel zur Übermittlung geheimer Botschaften durchaus gebräuchlich war, sagt eine rote Rose: „Ich liebe dich von ganzem Herzen“. Rosafarbene Blumen stehen allgemein für eine zarte erwachende Liebe, während weiße Blüten als Zeichen der Reinheit und Unschuld gelten. Die einfache Margerite etwa symbolisiert Natürlichkeit und Scheu. Romantische Seelen greifen auch gerne auf das „Blumenorakel“ zurück: „Er liebt mich, er liebt mich nicht …“ – das letzte Blütenblatt der unschuldigen Blume offenbart das Schicksal der ungewissen Liebe.

Falls man einen Blumenstrauß nicht persönlich übergeben kann, so kann man mit dieser Glückwunsch-Briefmarke nun eine Postsendung schmücken und ihr damit eine ganz persönliche Note verleihen. Ob als Glückwunsch zum Geburtstag, zu einer bestandenen Prüfung oder zur Hochzeit – ein Blumengruß auf Briefmarke sorgt auf jeden Fall für ein Lächeln beim Empfänger.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 14.10.2018
Markengröße: 34,80 x 42,00 mm
Grafikentwurf: Roland Vorlaufer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 700 000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3433
 
Brigitte Am: 25.09.2018 07:01:00 Gelesen: 41025# 592 @  
Sondermarke Weststeiermark

Weststeiermark

Eine erlesene Weinregion

Einer ganz besonderen Weingegend ist diese Sondermarke aus der Serie „Weinregionen Österreichs“ gewidmet: dem Schilcherland in der Weststeiermark.

Der Name der Region ist vielleicht etwas irreführend: Die Weststeiermark liegt eigentlich im Südwesten des Bundeslandes – im nordwestlichen Teil, der gebirgigen Obersteiermark, ist das Klima für den Weinbau nicht geeignet.

Die Weststeiermark ist mit rund 500 Hektar das kleinste Weinbaugebiet der Steiermark, wurde aber schon von den Kelten für die Weingewinnung genutzt. Auf bis zu 600 Metern Seehöhe werden die Reben kultiviert. Das illyrische Klima – eine Übergangsform zwischen mediterranem, Alpen- und pannonischem Klima – mit viel Niederschlag, aber auch viel Sonne sorgt gemeinsam mit den Bodenverhältnissen für die Einzigartigkeit der regionstypischen Weinsorte Blauer Wildbacher, besser bekannt unter dem Namen Schilcher.

Die auch als „Steirische Toskana“ bezeichnete Weststeiermark kann man auf der rund 40 Kilometer langen Schilcher-Weinstraße erkunden. Zwischen Obst- und Getreidefeldern findet man hier verstreut kleine Weingärten und versteckte Buschenschanken, wo man die lokalen Köstlichkeiten und den hervorragenden Rebensaft probieren kann. Kulturgüter wie das Schloss Stainz oder die auf der Sondermarke abgebildete mittelalterliche Burg Deutschlandsberg sind beliebte Ausflugsziele.

Der schillernde Wein

Der gesetzlich geschützte Name „Schilcher“ kommt von „schillern“, charakteristisch ist die rosa bis hellrote Farbe des Weins. Die Sorte Blauer Wildbacher ist eine blaue Traube. Nur Roséweine, die ausschließlich aus in der Steiermark gewachsenen Trauben dieser Sorte gekeltert werden, dürfen den Namen Schilcher tragen. Seit 2018 gibt es die Bezeichnung Weststeiermark DAC, durch die gebietstypische Qualitätsweine gekennzeichnet werden.

Sein einzigartiger Geschmack macht den Schilcher unverwechselbar. Eine markante Säure und ein herzhaft trockener Geschmack werden von einem fruchtigen Bukett begleitet. Typisch ist ein feiner Duft nach Ribisel, Erdbeere oder Himbeere. Gerne wird der Schilcher auch im Herbst als Sturm getrunken oder zu feinem Schilchersekt verarbeitet.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 18.10.2018
Markengröße: 31,80 x 50,00 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 340.000 Marken in Bögen zu 10 Stück
MiNr. 3434
 
Brigitte Am: 27.09.2018 07:03:00 Gelesen: 40847# 593 @  
Sondermarke 150 Jahre Kronprinz Rudolf-Bahn

150 Jahre Kronprinz Rudolf-Bahn

Der Weg in den Süden

Diese Jubiläums-Sondermarke ist dem dritten Bahnübergang – nach der Südbahn über den Semmering und der Brennerbahn im Westen – über die österreichischen Alpen gewidmet.

Die auch Rudolfsbahn genannte Bahnstrecke von St. Valentin nach Tarvis sollte die Eisenindustriezentren in Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten an die Südbahn, die von Wien bis nach Triest führte, anbinden. Über weitere Zulaufstrecken sollte auch Transitverkehr aus Deutschland und Böhmen über die Strecke der Rudolfsbahn geleitet werden, um die Auslastung zu verbessern.

Die neu gegründete „k. k. priv. Kronprinz Rudolf-Bahn Gesellschaft“, kurz KRB, erwarb eine Konzession zum Bau der Bahn. Der Planer Ingenieur Franz Kazda passte die Streckenführung an das Gelände an und führte sie durch die Täler über den Schoberpass, den niedrigsten Übergang über den Alpenhauptkamm. Am 15. August 1868 wurde schließlich das erste Teilstück von St. Valentin nach Steyr eröffnet. Eine durchgehende Fahrt – mit einer Fahrtzeit von 14 Stunden – über die 407 Kilometer bis Tarvis war ab 1873 möglich. Ein Anschluss an die privatisierte Südbahn scheiterte jedoch an deren Einspruch. Aufgrund der Wirtschaftslage konnten die erhofften Transportmengen nie erreicht werden, und so wurde die Kronprinz Rudolf-Bahn 1884 schließlich verstaatlicht. Heute gehört sie zum Streckennetz der Österreichischen Bundesbahnen.

Die Rudolfsbahn

Die 114 Lokomotiven der KRB stammten vorwiegend aus österreichischer Produktion. Loks für Personenzüge trugen ungerade, jene für Güterzüge gerade Nummern. Auf der Sondermarke ist die KRB 6 Knittelfeld abgebildet, eine der ältesten Güterzuglokomotiven der KRB. Die Bahnstationen waren alle mit einem elektrischen Telegraphen ausgestattet, die Wärterstationen hatten über eigene Leitungen angeschlossene Läutewerke. Signale und Schrankenanlagen wurden mittels Seilzug bedient.

Der Verlauf der Strecke führt über Steyr nach Hieflau, durch das Gesäuse nach Selzthal, über den Schoberpass und durch das Murtal nach Knittelfeld und Judenburg. Dann geht es über den Neumarkter Sattel nach Kärnten, durch St. Veit an der Glan nach Villach und schließlich nach Tarvis im heutigen Italien.





Nennwert: EUR 1,35
Ausgabetag: 20.10.2018
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Peter Sinawehl, Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 250.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3435
 
Brigitte Am: 05.10.2018 11:25:24 Gelesen: 38505# 594 @  
Sondermarke Wirtschaftsuniversität Wien – Bibliothek

Wirtschaftsuniversität Wien – Bibliothek

Moderne Architektur

Aus der Markenserie „Moderne Architektur in Österreich“ stellt die Österreichische Post diesmal die Bibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien vor, die durch ihr außergewöhnliches Design besticht.

2013 übersiedelte die Wirtschaftsuniversität Wien an den Campus WU. Der neue Standort auf dem Gelände zwischen Messe Wien, Prater und Trabrennbahn Krieau ist ein barrierefreier Universitätsneubau mit sechs Gebäudekomplexen, die von internationalen Stararchitektinnen und -architekten geplant wurden. 2015 wurde ein weiteres Departmentgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnet.

Das Herzstück des Campus WU ist das Library & Learning Center, kurz LC genannt. Es wurde von Zaha Hadid Architects, Hamburg, entworfen und ist durch einen hellen und einen dunklen Baukörper geprägt, die durch eine Glasfuge getrennt sind. Markant ist das weit herausragende Dach, das an einen Monitor erinnert. Die große Glasfläche des „Monitors“ blickt in Richtung Prater. Vom öffentlichen Eingangsbereich aus wird man über zahlreiche Treppen und Rampen spiralförmig nach oben geführt. Dort erstreckt sich über sechs Stockwerke das Bibliothekszentrum, das einen spektakulären Ausblick über den Campus und den Prater bietet. Neben den Bibliotheksräumlichkeiten beherbergt das LC zusätzliche Serviceeinrichtungen für Studierende. Um das LC herum gruppieren sich die weiteren universitären Gebäudekomplexe auf rund 35.000 Quadratmetern bebauter Fläche. Am Campus finden sich auch öffentlich nutzbare Einrichtungen wie Gastronomie, ein Sportzentrum oder ein Kindergarten.

Ausbildung für die Wirtschaft

Rund 23.000 Studierende aus dem In- und Ausland nutzen das umfangreiche Angebot mit englisch- und deutschsprachigen Bachelor-, Master-, Doktorats- und PhD-Studiengängen. Die WU wurde 1898 als „k. k. Exportakademie“ gegründet, die eine umfassende Ausbildung für den Außenhandel bot. 1919 wurde sie zur staatlichen Hochschule für Welthandel umgewandelt, seit 1975 heißt sie Wirtschaftsuniversität Wien. Drei internationale hochrangige Akkreditierungen bescheinigen die hohen Qualitätsstandards der WU, die Teil eines Netzwerks von mehr als 200 internationalen Partneruniversitäten ist.





Nennwert: EUR 2,70
Ausgabetag: 09.11.2018
Markengröße: 42,00 x 34,80 mm
Grafikentwurf: Karin Klier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 250.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 08.10.2018 07:08:00 Gelesen: 37077# 595 @  
Sondermarke 800 Jahre Stift Schlägl

800 Jahre Stift Schlägl

Historisches Zentrum der Region

Das Stift Schlägl im Oberösterreichischen Mühlviertel feiert 2018 sein 800-jähriges Bestehen – die Österreichische Post gratuliert zu diesem großen Jubiläum mit einer Sondermarke.

Das Stift Schlägl wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts ursprünglich als Zisterzienserkloster errichtet. Nachdem die Mönche aufgrund der unwirtlichen Lebensbedingungen die Gründung wieder aufgegeben hatten, übernahmen einige Jahrzehnte später Prämonstratenser-Chorherren aus Böhmen das verlassene Kloster. Konflikte um die Neugründung führten dazu, dass man die Gründungsurkunde auf das Jahr 1218 datierte. Die Prämonstratenser ließen im 13. und 14. Jahrhundert große Teile der bis dahin nur dünn besiedelten Region roden und gründeten zahlreiche Ortschaften, aus denen sich später der Seelsorgebereich des Stiftes Schlägl bildete. Die Hussitenkriege, die Reformationswirren, der Dreißigjährige Krieg und schließlich die NS-Zeit brachten das Kloster zwar mehrfach an den Rand des Ruins, doch fand die klösterliche Gemeinschaft aus diesen Krisen immer wieder zu neuer Blüte. Die heutige frühbarocke Klosteranlage stammt zum größten Teil aus dem frühen 17. Jahrhundert. Sie wurde im 19. Jahrhundert um eine neubarocke Bibliothek und eine Gemäldegalerie erweitert.

Vom Gestern ins Heute

Heute ist das Stift Schlägl nicht nur geistliches und seelsorgliches, sondern auch kulturelles Zentrum der Region. Der Konvent besteht aus 38 Chorherren, die als geistliche Gemeinschaft in der Seelsorge, im Religionsunterricht, in Wissenschaft und Kultur sowie in der Verwaltung der klösterlichen Güter tätig sind. Das Stift Schlägl betreibt auch ein Seminarzentrum, mehrere Gaststätten sowie seit mehr als 400 Jahren eine erfolgreiche Stiftsbrauerei. Zum Kloster gehören auch rund 6.500 Hektar Wald, die nachhaltig bewirtschaftet werden.
Die gotische Stiftskirche wurde im 17. Jahrhundert mit barocken Elementen und einer heute noch erhaltenen Orgel ausgestattet. Aus dem 18. Jahrhundert stammen der Hochaltar und die Seitenaltäre in kunstvoller Intarsienarbeit sowie das geschnitzte Chorgestühl. Die Sakristei beherbergt wertvolle liturgische Gerätschaften wie etwa einen gotischen Abtstab aus der Zeit um 1490.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 11.11.2018
Markengröße: 31,90 x 42,00 mm
Grafikentwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 350 000 Marken in Bögen zu 10 Stück
 
Brigitte Am: 10.10.2018 07:03:00 Gelesen: 35816# 596 @  
Sondermarke Weihnachten 2018 – Modern – Weihnachtsbaum

Weihnachten 2018 – Modern – Weihnachtsbaum

Immergrünes Symbol

Ein schön geschmückter Christbaum gehört in unserem Kulturkreis zum Weihnachtsfest dazu. Besonders attraktiv ist das moderne grafische Design des Baums auf dieserer Weihnachtsmarke.

Der Weihnachtsbaum auf der illustrierten Briefmarke wird aus geometrischen Elementen gebildet: Kreise, Trapeze und Dreiecke formen den grünen Baum und die schneebedeckten Äste, gelbe Kugeln leuchten an den Zweigen, und ein großer Stern schmückt die Spitze des Baumes. Der Hintergrund der Marke ist in den traditionellen Weihnachtsfarben Rot und Grün gehalten.

Die Ursprünge des Weihnachtsbaums liegen wohl in heidnischen Religionen: Grüne Zweige waren ein Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Tannenzweige wurden ins Haus gehängt, um böse Geister fernzuhalten und um die Hoffnung auf den nächsten Frühling zu stärken. Im Mittelalter schmückten die Menschen Haus und Hof mit immergrünen Zweigen von Tannen, Wacholder oder Misteln, und im Laufe der Zeit wurde es üblich, diese Zweige mit Früchten zu dekorieren.

Die ältesten Belege von geschmückten Weihnachtsbäumen stammen vom Ende des 16. Jahrhunderts, als im Elsass mit Süßigkeiten, Nüssen und Äpfeln behängte Tannenbäume aufgestellt wurden, ein Brauch, der sich in bürgerlichen Häusern rasch ausbreitete. Ab 1730 wurde der Baum auch mit Kerzen beleuchtet, Schmuck aus Glas oder anderen Materialien ziert den Weihnachtsbaum erst seit dem 19. Jahrhundert. Mit den Auswanderern trat der Baum dann auch in Übersee seinen Siegeszug an.

Tradition zum Weihnachtsfest

In der katholischen Kirche war der Christbaum lange Zeit nicht gerne gesehen – er sollte die Weihnachtskrippe mit dem Jesuskind nicht in den Schatten stellen. Erst seit 1982 wird auf dem Petersplatz in Rom ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Heute gehört das Schmücken des Baumes mit glänzenden Kugeln, Sternen, Figuren und Lametta oder auch mit Strohsternen, Zapfen und Wachsfiguren zu den stimmungsvollen Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Ob echte Kerzen oder elektrische Beleuchtung, glitzernder farblich abgestimmter Schmuck oder Dekoration aus Naturmaterialien – der Weihnachtsbaum ist der Mittelpunkt der Festlichkeiten, um ihn versammelt sich die Familie am Heiligen Abend.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 16.11.2018
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Age de Carvalho
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 750.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 12.10.2018 07:01:00 Gelesen: 35705# 597 @  
Sondermarke Weihnachten 2018 – 200 Jahre Stille Nacht

Weihnachten 2018 – 200 Jahre „Stille Nacht“

Das neue Weihnachtslied

Auf der ganzen Welt ist dieses Weihnachtslied bekannt: „Stille Nacht, heilige Nacht“ erschallt in der Christnacht in vielen Sprachen weltweit. Vor 200 Jahren ertönte es erstmals in der Kirche von Oberndorf in Salzburg.

Bereits zwei Jahre zuvor, 1816, hatte der Hilfspfarrer Joseph Mohr in Mariapfarr ein Gedicht mit dem Namen „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ verfasst. Am 24. Dezember 1818, er war inzwischen an der Pfarre Oberndorf tätig, zeigte er sein Gedicht dem Organisten und Schullehrer von Arnsdorf, Franz Xaver Gruber, und ersuchte ihn um die Komposition einer Melodie dazu. Sie sollte für zwei Solostimmen, Chor und Gitarrenbegleitung passen. Der Organist erfüllte seinen Auftrag rasch, noch am gleichen Abend trugen Gruber und Mohr das neue Weihnachtslied bei der Christmette vor; es fand sofort großen Anklang bei der Bevölkerung. Die Legende sagt, dass das Lied nur deshalb entstand, weil die Orgel in der Oberndorfer Kirche St. Nikola nicht benutzbar war und daher ein Lied gefunden werden musste, das ohne Orgelbegleitung gesunden werden konnte.

Von Oberndorf in die Welt

„Stille Nacht“ wurde zunächst in den umliegenden Orten aufgeführt. Der Orgelbauer Carl Mauracher aus dem Zillertal lernte das Lied bei seinen Reisen nach Oberndorf und Arnsdorf kennen und brachte es in seine Heimat mit. Von dort aus wurde es durch die Sängerfamilie Rainer und die Geschwister Strasser weiter verbreitet: 1832 erklang es erstmals in Leipzig, 1839 bereits in New York. Zu Beginn hielt man das Lied für eine alte Volksweise, erst 1854 wurde durch Franz Xaver Grubers „Authentische Veranlassung“ seine und Joseph Mohrs Urheberschaft bekannt. „Stille Nacht“ wurde in mehr als 300 Sprachen übersetzt und wird heute weltweit zur Weihnachtszeit gesungen.

An der Stelle der damaligen Kirche in Oberndorf steht heute die Stille-Nacht-Gedächtniskapelle, das Sujet der illustrierten Weihnachtsmarke. Der Stille-Nacht-Bezirk in Oberndorf beherbergt auch ein Museum, das an die Schöpfer des Liedes erinnert, und auf dem Stille-Nacht-Platz finden alljährlich Gedenkfeiern sowie ein großer Adventmarkt statt.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 23.11.2018
Markengröße: 34,80 x 42,00 mm
Grafikentwurf: Anna Rastl
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 1.450.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 14.10.2018 07:07:00 Gelesen: 35418# 598 @  
Sondermarke Weihnachten 2018 – Sakral – Geburt Christi, Maria Rast

Weihnachten 2018 – Sakral – Geburt Christi, Maria Rast

Die Gnadenstätte im Zillertal

Die Wallfahrtskirche Maria Rast am Hainzenberg oberhalb von Zell am Ziller ist eine beliebte Pilgerstätte. Das Weihnachtsmotiv zeigt einen Ausschnitt aus dem Deckengemälde der Kirche.

Die Kirche liegt nahe der Gerlospassstraße, die den Salzburger Oberpinzgau mit dem Tiroler Zillertal verbindet. Zell am Ziller gehört nach wie vor zur Erzdiözese Salzburg, daher war diese Verbindung über den Gerlos seit jeher von großer Bedeutung und ein wichtiger Transportweg, als am Hainzenberg – bis ins 19. Jahrhundert – noch Gold abgebaut wurde.

Schon um 1300 soll es am Hainzenberg eine kleine Kapelle gegeben haben. 1659 wurde eine hölzerne Marienkapelle errichtet, die der Überlieferung nach auch als „Knappenkapelle“ bezeichnet wurde, weil die Knappen aus dem Bergwerk darin beteten. 1738 wurde die Kapelle schließlich durch die heutige Wallfahrtskirche ersetzt.

Die Kirche beherbergt einen aufwendigen Rokokoaltar mit dem „Gnadenbild unserer lieben Frau von Maria Rast“, einer geschnitzten Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind. Das Deckengemälde schuf Josef Michael Schmutzer, 1741 war es vollendet. Er stammte aus der Künstlerdynastie Schmutzer, die ihre Ursprünge im 17. Jahrhundert im oberbayerischen Wessobrunn hatte, und arbeitete vorwiegend im Zillertal und für das Kloster am Georgenberg. Das Deckenfresko zeigt Ereignisse aus dem Leben Marias, darunter das Sujet der Briefmarke: die Geburt Christi und die Anbetung durch die Hirten.

„Stille Nacht“ im Zillertal

Eine besondere Verbindung besteht zwischen dem berühmten Weihnachtslied und dem Zillertal: Der Zillertaler Orgelbauer Carl Mauracher lernte bei seinen Reisen nach Oberndorf und Arnsdorf das neue Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ kennen und brachte es in seine Heimat mit. Die Sängerfamilien Strasser aus Fügen und Rainer aus Laimach (unweit der Wallfahrtskirche Maria Rast) verbreiteten das Lied dann im Zuge ihrer Reisen nach Europa und Übersee. Nachweisbar ist etwa eine Aufführung der Familie Rainer am Weihnachtstag 1839 in New York. Lange Zeit dachte man sogar, das Lied stamme aus dem Zillertal, bis Franz Xaver Gruber 1854 in seiner „Authentischen Veranlassung“ seinen Ursprung darlegte.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 30.11.2018
Markengröße: 40,00 x 32,50 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 2.800.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 19.10.2018 07:08:00 Gelesen: 33179# 599 @  
Sondermarke Weihnachten 2018 – Vintage – Mädchen mit Katze

Weihnachten 2018 – Vintage – Mädchen mit Katze

Weihnachtsmotive mit Geschichte

Weihnachtliche Motive sind in Bezug auf Briefmarken und Ansichtskarten seit jeher beliebt – lädt doch die Weihnachtszeit besonders dazu ein, Post zu versenden.

Der Gestalter oder die Gestalterin dieses lieblichen Weihnachtsmotivs ist zwar unbekannt, fest steht aber, dass es erstmals im Jahr 1914 vom englischen Postkartenverlag Raphael Tuck & Sons auf einer Ansichtskarte publiziert wurde. Dieses Londoner Verlagsunternehmen war 1870 von Raphael Tuch (sic!), der 1821 im polnischen Breslau geboren wurde, gegründet worden und hatte sich auf Glückwunsch- und Kunstpostkarten spezialisiert. Die größten Erfolge feierte man in der viktorianischen Zeit. Das verwundert nicht weiter, denn sowohl die Briefmarke als auch die Ansichtskarte sind „Kinder" des 19. Jahrhunderts. Der Verlag war so erfolgreich, dass er den britischen Hof beliefern durfte und Adolph Tuck 1910 sogar zum Sir geadelt wurde. Die erste Weihnachtspostkarte gab das Unternehmen bereits im Jahr 1871 heraus.

Ein Hauch von Weihnachtsnostalgie

Das Motiv selbst zeigt ein blondes Mädchen mit roter Masche im Haar, in roten Schuhen und in rotem Kleid mit weißer Schürze; in den Armen hält es eine schwarze Katze – schöne farbliche Kontraste. Den einzigen bildlichen Verweis auf Weihnachten – mit Ausnahme des Schriftzugs „Frohe Weihnachten" – liefert die in einem Korb befindliche Stechpalme im Vordergrund des Bildes. Die Pflanze wird auch Hülsdorn, Stechhülse, Winterbeere, Schradler (in Österreich) oder auch – nomen est omen – Christdorn genannt. In Großbritannien, Frankreich und den USA werden die Zweige mit den roten Früchten seit jeher gerne als Weihnachtsdekoration verwendet, zunehmend werden sie aber auch bei uns populär. Die Szene erweckt den Anschein, als ob die Stechpalme soeben geerntet worden wäre, vielleicht war das Kind mit der Mutter im Garten, vielleicht auch auf dem Markt. Das Motiv wirkt vor allem deshalb, weil es Vintage ist. Vintage (vom engl. „altmodisch“, „aus einer bestimmten Zeit“) ist ein Verweis auf die Vergangenheit – egal, ob in Bezug auf Gebrauchsgegenstände oder eben Bilder. Vintage-Motive wie dieses lassen den Betrachter in eine versunkene Welt eintauchen und sind handwerklich oft meisterhaft gestaltet.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 30.11.2018
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Dr. Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 2.500.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 07.12.2018 13:25:01 Gelesen: 17086# 600 @  
Sondermarke 350 Jahre Universität Innsbruck

350 Jahre Universität Innsbruck

1669: Die Gründung

Vor 350 Jahren wurde die Universität Innsbruck als Tiroler Landesuniversität gegründet. Die Österreichische Post gratuliert zum großen Jubiläum mit einer Sondermarke.

Den Grundstein für die Errichtung der altehrwürdigen Alma Mater bildete der sogenannte „Haller Salzaufschlag". Diese im Jahr 1669 von Kaiser Leopold I. genehmigte Sondersteuer ermöglichte die Finanzierung der Universität. Die erste Fakultät war die Philosophische, ihr folgten 1671 die Theologische und die Juridische, später auch die Medizinische. 1673 wurde ein erstes Hauptgebäude eingerichtet.

Nach der Aufhebung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. übersiedelte die Universität 1776 an deren ehemaligen Standort in der Universitätsstraße, wo sich noch heute die Theologische Fakultät befindet. 1810 wurde die Universität – bereits zum zweiten Mal – zum Lyceum umstrukturiert, 1826 wurde sie unter Kaiser Franz I. dann wieder zur Universität, seither trägt sie den Namen „Leopold-Franzens-Universität“.

Die Universität wächst

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden weitere Institute gegründet, was den Raumbedarf bald erhöhte. Die erstmalige Zulassung von Frauen erfolgte im Studienjahr 1897/98, allerdings vorerst nur an der Philosophischen Fakultät. 1924 wurde ein neues Hauptgebäude eröffnet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs die Universität weiter und ist heute die größte Bildungseinrichtung Westösterreichs.

2004 erfolgte die Ausgliederung der Medizinischen Fakultät als eigene Universität, die übrigen Fakultäten wurden neu strukturiert. Im Zuge des Bologna-Prozesses kam es ab 2007 zur Einführung des internationalen Studiensystems mit Bachelor-, Master- und Doktoratsabschluss. Heute gibt es etwa 28.000 Studierende an der Universität Innsbruck, mehr als die Hälfte davon sind Frauen. In der Forschung setzt die Universität fünf Schwerpunkte: Mensch und Umwelt im alpinen Raum, kulturelle Begegnungen und Konflikte, molekulare Biowissenschaften, Physik und Scientific Computing.

Das Markenmotiv zeigt das Siegel der Universität aus dem Jahr 1673 mit einer Abbildung des Babenberger Markgrafen Leopold III., den Kaiser Leopold I. zum Landespatron erhoben hatte.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 25.01.2019
Markengröße: 31,80 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Karin Klier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 185.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 10.12.2018 07:08:00 Gelesen: 15537# 601 @  
Sondermarke Austro Fiat Typ 1C

Austro Fiat Typ 1C

Automobile aus Österreich

Man schrieb das Jahr 1907, als die italienischen Fiat-Werke eine österreichische Niederlassung gründeten: die Österreichische Fiat-Werke AG, kurz Austro Fiat. Die Sondermarke aus der Serie „Autos“ zeigt eines der dort erzeugten Fahrzeuge, den Typ 1C.
Im Austro-Fiat-Werk in Wien-Floridsdorf wurden anfangs zwar Fahrzeuge für Fiat produziert, aber bereits vor Beginn des Ersten Weltkriegs auch eigene Personen- und Lastkraftwagen sowie Omnibusse und verschiedene Motoren gefertigt. Eine kurzfristige Interessensgemeinschaft mit den Daimlerwerken und Puch wurde 1927 wieder beendet und das Werk in Österreichische Automobil-Fabriks-Aktiengesellschaft (ÖAF) umbenannt. Ab 1936 wurde die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG (MAN) Mehrheitseigentümerin des Unternehmens, die ÖAF fertigte nun Dieselmotoren unter MAN-Lizenz.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden vor allem Lkw produziert. Nach Kriegsende wurde die Fabrik, die in der sowjetischen Besatzungszone lag, in die USIA (Verwaltung des sowjetischen Vermögens in Österreich) eingegliedert. 1955 kam sie mehrheitlich in den Besitz der Republik Österreich. Nach Übernahme der Automobilfabrik Gräf & Stift in Wien-Liesing firmierte das Unternehmen als Österreichische Automobilfabrik ÖAF Gräf & Stift. Ab 1970 wurde die ÖAF privatisiert und gehört seitdem zur MAN-Nutzfahrzeuge-Gruppe, die am oberösterreichischen Standort Steyr Lkw, Schwer- und Sonderfahrzeuge herstellt.

Der Austro Fiat Typ 1C

Der auf der Sondermarke abgebildete wunderschöne Zweisitzer vom Typ 1C, Baujahr 1913, ist ein Stadt- und Tourenwagen von Austro Fiat, von dem nur wenige Exemplare erhalten sind. Der Vierzylinder-Blockmotor mit 2,2 Liter Hubraum erbringt eine Leistung von 24 PS bei 1.800 Umdrehungen und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 70 km/h.

Bemerkenswert bei der Type 1C war die geräuscharme Bauweise des Motors, der in ein mit einem Aluminiumdeckel verschlossenes Gehäuse eingebaut war. Der Doppeldüsenvergaser sorgte für einen geringen Treibstoffverbrauch. Der Austro Fiat Typ 1C war mit einer Thermosiphon-Kühlung, einer verbesserten Fiat-Lamellenkupplung und einem Vierganggetriebe ausgestattet. Ein elastisches Kardangelenk von spezieller Konstruktion ermöglichte ein sanftes Anfahren und Lenken des Wagens.





Nennwert: EUR 1,35
Ausgabetag: 30.01.2019
Markengröße: 42,00 x 34,80 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 12.12.2018 07:03:00 Gelesen: 14874# 602 @  
Sondermarke Lohner Sissy

Lohner Sissy

Mobilität auf zwei Rädern

Die Lohner Sissy aus 1957 war ein klassisches Nachkriegszweirad: ein leistbares, leicht bedienbares Moped mit 50 Kubikzentimetern. Ihren Namen verdankte die „Sissy“ den gleichnamigen Filmen mit Romy Schneider.

Die Sissy war als erstes österreichisches Moped von Beginn an für zwei Personen ausgelegt. Völlig neuartig war auch die Bauweise: Standardisierte Bauelemente konnten nach dem Baukastenprinzip zu unterschiedlichen Varianten miteinander kombiniert werden. Eine Trittbrettschürze, ein Gepäcktank, eine Bughaube aus Kunststoff, ein Tandemtretkurbelpaar – schon wurde daraus ein Mopedroller für zwei, und das mit Stauraum. Ein Sachs Typ 50 Dreigang-Einbaumotor, gefertigt von Rotax, sorgte für bis zu 40 km/h Geschwindigkeit.

Die Sissy avancierte rasch zum Verkaufsschlager vor allem bei Jugendlichen – sie war führerscheinfrei zu fahren, und man konnte die Freundin auf dem Sozius mitnehmen. Auch Frauen waren eine umworbene Zielgruppe für den Mopedroller. Mehr als 35.000 Exemplare wurden von der Reihe Sissy I bis 1960 verkauft. Das auf der Sondermarke abgebildete Modell aus 1957 zeigt die Luxusausführung mit Bughaube, in der sich ein Gepäckfach befindet. Im Volksmund wurde diese Version die „wamperte“ oder „schwangere“ Sissy genannt.

Lohner: Kraftfahrzeugbau mit Tradition

Die Firmengeschichte begann 1823 mit Heinrich Lohner, der als Kutschenbauer ein Unternehmen in Wien gründete. Sein Sohn Jakob machte daraus die Firma „Jakob Lohner & Co“, unter dessen Sohn Ludwig wurde das Unternehmen zur „k. k. Hofwagenfabrik“. Ludwig Lohner war es auch, der 1899 gemeinsam mit Ferdinand Porsche das erste Hybrid-Automobil der Welt baute, den Lohner-Porsche. Später fertigte man Flugzeuge, Straßenbahnwaggons und Spezialkarosserien. Der Firmenwortlaut wurde auf „Lohnerwerke GmbH“ geändert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Ära der Moped- und Rollerproduktion: Dem L 98 Motorroller folgten 1954 das Erfolgsmodell L 125 und 1957 die Sissy. 1970 wurde das Unternehmen an den kanadischen Bombardier-Konzern verkauft. 2010 kam es durch Andreas Lohner, einen Nachfahren der Familie, schließlich zur Neugründung der Lohnerwerke. Heute werden dort ein zweisitziges E-Bike sowie ein Elektro-Roller produziert.





Nennwert: EUR 2,30
Ausgabetag: 31.01.2019
Markengröße: 42,00 x 34,80 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 365.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 10.01.2019 18:26:34 Gelesen: 9527# 603 @  
Sondermarke Neue Wege – Brieftaube

Neue Wege – Brieftaube

Kommunikation und Mobilität der Zukunft

Das Thema des diesjährigen Markenwettbewerbs der Kooperation von „Die Presse“ und Österreichischer Post lautete „Neue Wege“. Aus zahlreichen Einsendungen wurde das Motiv „Brieftaube“ als Gewinner gekürt.

Der Entwurf zeigt eine weiße Taube auf grünem Hintergrund, allerdings in verfremdeter, stark reduzierter Form, sodass sie erst auf den zweiten Blick erkennbar ist. Die Brieftaube ist ein universelles Symbol zwischenmenschlicher Kommunikation – schon in frühester Zeit wurde sie als Überbringerin von Botschaften eingesetzt. Den Bezug zur Gegenwart stellt die Designerin durch digitale Bearbeitung des Motivs her, die an die Anfänge der Digitalisierung erinnert: Die starke Komprimierung „verpixelt“ das Sujet der Taube extrem, und die verwendete Schriftart, die im Jahr 1968 entwickelt wurde, war die erste Schrift, die von einem Computer gelesen werden konnte. Die grüne Farbe des Hintergrunds betont den Aspekt der Nachhaltigkeit, denn Ressourcenschonung und Umweltschutz sind auch für die Mobilität und die Kommunikation der Zukunft wesentliche Faktoren.

Zwar haben sich die Methoden der Informationsübermittlung seit den Zeiten der Brieftaube dramatisch verändert, als Zeichen für Kommunikation hat sie allerdings nichts von ihrer Symbolkraft verloren.

Der Wettbewerb

Alljährlich veranstaltet die Tageszeitung „Die Presse“ gemeinsam mit der Österreichischen Post einen Gestaltungswettbewerb für Briefmarken. Auf einer Fläche von 35 mal 35 Millimetern haben Designerinnen und Designer ihre Ideen zum Thema „Neue Wege“ gestaltet und eingesandt. Aus den zehn Finalisten wählte eine Fachjury schließlich die „Brieftaube“ von Theresa Radlingmaier als Siegermotiv aus.

Ihr Entwurf thematisiert die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft bei neuen Wegen der Kommunikation. Der Fokus der jungen Designerin aus Graz liegt in der Kreation von Markenidentitäten, der Entwicklung von Schriften sowie der Gestaltung und Konzeption von Magazinen und Büchern. Aus Sicht der Österreichischen Post AG trifft der Konnex zwischen der Brieftaube und Mobilität genau den Zeitgeist und geht daher verdient als Siegermarke hervor.





Nennwert: EUR 0,80
Ausgabetag: 13.02.2019
Markengröße: 42,00 x 42,05 mm
Grafikentwurf: Theresa Radlingmaier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 325.002 Marken in Bögen zu 6 Stück
 
Brigitte Am: 12.01.2019 07:08:00 Gelesen: 9188# 604 @  
Sondermarke Erwin Wurm – Fat House

Erwin Wurm – Fat House

Alles ist Skulptur

„Fat House“ ist eine außergewöhnliche Skulptur von Erwin Wurm, einem der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart, dem eine Sondermarke aus der Serie „Zeitgenössische Kunst in Österreich“ gewidmet ist.

Erwin Wurm wurde 1954 im steirischen Bruck an der Mur geboren, er lebt und arbeitet heute in Wien. Er studierte unter anderem an der Akademie der bildenden Künste und der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo er bis 2010 auch Professor für Bildhauerei/Plastik und Multimedia war. Wurms Werke umfassen Bildhauerei, Videokunst und Fotografie. Sie sind heute weltweit in renommierten Museen und Ausstellungen zu sehen, unter anderem im Museum of Modern Art in New York oder in der Tate Modern in London.

Erwin Wurm erweiterte den Skulpturenbegriff um interaktive, soziale und zeitliche Aspekte, zu Beginn der 1990er-Jahre begründete er den Begriff der „Performativen Skulpturen“. Gebrauchs- und Alltagsgegenstände wie Kleidung, Autos, Häuser oder auch Lebensmittel werden durch den Prozess des Schaffens und Verfremdens zum Kunstwerk. Der performative Eingriff hinterlässt Spuren, die den ursprünglichen Gegenstand zum Medium des künstlerischen Prozesses machen. Dabei verbirgt sich hinter den auf den ersten Blick skurrilen Ergebnissen ein tiefgründiger gesellschaftskritischer Ansatz.

„Ich denke, ich bin ein Kunstwerk“

„Zu- und Abnehmen ist Arbeit am Volumen. Also ist Zu- und Abnehmen auch Bildhauerei“, meint der Künstler. Volumen, Raum, Gewicht, Ausdehnung sind bestimmende Begriffe in seiner Kunst. Neben den Fat Cars und den Melting Houses entstand 2003 das Fat House. Das Haus scheint in seinen schwabbeligen, aufgequollenen Maßen aus den Fugen geraten zu sein. Betritt man es, wird man von einer Videoinstallation begrüßt, in der man das Haus zugleich von außen sieht und dieses auch selbst kommuniziert: „I think I‘m a piece of art“ („Ich denke, ich bin ein Kunstwerk“).

Das Fat House ist als Dauerleihgabe des Wiener Belvedere Museums im Österreichischen Skulpturenpark des Universalmuseums Joanneum im steirischen Premstätten südlich von Graz ausgestellt. Zwei weitere Exemplare stehen im Towada Art Center, Aomori, Japan sowie in der West Collection, Philadelphia, USA.





Nennwert: EUR 1,75
Ausgabetag: 13.02.2019
Markengröße: 50,00 x 34,50 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 135.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 14.01.2019 07:03:00 Gelesen: 8720# 605 @  
Sondermarke Haus der Geschichte Österreich

Haus der Geschichte Österreich

Ein Museum zum Geburtstag

Am 10. November 2018, zum 100. Jahrestag der Ausrufung der demokratischen Republik, wurde das Haus der Geschichte Österreich in der Hofburg am Wiener Heldenplatz eröffnet. Die Österreichische Post gratuliert mit einer Sondermarke.

„Wir wollen Geschichte erlebbar machen und ein Ort des Dialogs sein“, so Monika Sommer, die Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich, kurz hdgö. Als erstes zeitgeschichtliches Museum der Republik soll es eine Auseinandersetzung mit der wechselvollen Geschichte unseres Landes ab der Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichen, der Schwerpunkt liegt dabei im Moment auf der Zeit ab 1918 bis zur Gegenwart. Ausgehend von der Gründung der demokratischen Republik 1918 werden gesellschaftliche Veränderungen und politische Bruchlinien thematisiert sowie Fragen gestellt, die damals wie heute Österreich und Europa bewegen.

Besonderes Augenmerk wird im Haus der Geschichte Österreich auf die Vermittlung der Inhalte an Kinder und Jugendliche gelegt: Das Wissen um die Geschichte des Landes soll eine kritische und selbstständige Meinungsbildung fördern. Zu diesem Zweck stehen ein umfangreiches Führungs- und Veranstaltungsangebot zu unterschiedlichen Themengebieten sowie entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Von der Vergangenheit zur Gegenwart

Die Eröffnungsausstellung „Aufbruch ins Ungewisse – Österreich seit 1918“ läuft noch bis Mai 2020, die Wechselausstellung „Nur die Geigen sind geblieben. Alma und Arnold Rosé“ noch bis Mai 2019.

Ausgangspunkt sind die Erfahrungen der Menschen, die Hoffnungen, aber auch Ängste, die sich mit der Republikgründung verbanden. Sieben Themenschwerpunkte befassen sich dabei mit Fragen zu Wirtschaft, NS-Terror oder auch mit dem Kampf um rechtliche Gleichstellung. Wichtige Dokumente, Alltagsobjekte, digitale Exponate und interaktive Medienstationen machen es möglich, die damalige und die heutige Zeit nicht nur zu dokumentieren, sondern auch erlebbar zu machen. Als Diskussionsforum für ganz Österreich konzipiert, eröffnet das Museum mit vielfältigen Vermittlungsangeboten und einer innovativen Webplattform neue Perspektiven auf die Vergangenheit und Gegenwart Österreichs – mit Blick auf die Zukunft.





Nennwert: EUR 2,70
Ausgabetag: 19.02.2019
Markengröße: 34,50 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 150.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 16.01.2019 07:01:00 Gelesen: 8181# 606 @  
Sondermarke 70 Jahre SOS-Kinderdörfer

70 Jahre SOS-Kinderdörfer

„Ein Symbol, das die Welt eroberte“

Das Signet der SOS-Kinderdörfer ist vermutlich das Zeichen mit der weltweit größten Bekanntheit, das je von einem österreichischen Gestalter geschaffen wurde.

Am 25. April 1949 gründete ein Kreis engagierter Menschen rund um Hermann Gmeiner in Innsbruck die „Societas Socialis“ und leitete damit die Entwicklung von SOS-Kinderdorf ein. Mit der für die damalige Zeit revolutionären Idee der familiennahen Betreuung von Waisenkindern setzten sie der anonymen Unterbringung in Heimen etwas völlig Neues entgegen: Kinder sollen in Schutz und Geborgenheit einer Familie aufwachsen. Heute spannen die SOS-Kinderdörfer einen humanitären Bogen quer über 135 Länder, Religionen und Gesellschaften hinweg. Was mit dem Bau des ersten SOS-Kinderdorfs in Imst als „Dorf der 70 Kinder“ begann, hat sich heute zu einer internationalen Organisation entwickelt, die weltweit 600.000 notleidende Kinder, Jugendliche und Familien betreut.

Die Briefmarke ist eine Zuschlagsmarke und zeigt das Titelblatt des SOS-Kinderdorf-Kalenders von 1959, eine malerische Version des Logos der Organisation. Die grafische Sprache des Logos ist universell: spielende Kinder, zwischen dem Mädchen und dem Buben ein kleiner Baum, der das Wachsen einer Idee versinnbildlicht. Auf dem Briefmarkenmotiv tanzen drei Kinder um ebendieses Bäumchen, wie im alten Tanzspiel „Ringel, Ringel, Reihe, wir sind der Kinder dreie …“ (Melodie: Volksweise; Text: aus „Des Knaben Wunderhorn“, 1808). Der Zuschlag von 10 Cent kommt den SOS-Kinderdörfern zugute.

Der Schöpfer des Logos

Für die Entwicklung des Logos – ursprünglich Firmenzeichen für den SOS-Kinderdorf-Verlag – wurde 1949 ein Wettbewerb ausgeschrieben. Der Entwurf des Tiroler Grafikers Gustav E. Sonnewend (1927–2017) überzeugte Gmeiner, der sich persönlich für das Zeichen entschied und für dessen unveränderte Form einsetzte. Das Logo ging auch in die Geschichte des Bergsports ein, als es bei einer österreichischen Himalaja-Expedition 1978 auf dem Mount Everest auf einer Flagge im Wind flatterte. Für die „Gestaltung und unentgeltliche Überlassung der mittlerweile weltberühmt gewordenen Bildmarke“ erhielt Sonnewend 1994 das Goldene Ehrenzeichen der SOS-Kinderdörfer. (Anita Kern)





Nennwert: EUR 0,80 + 0,10
Ausgabetag: 21.02.2019
Markengröße: 32,50 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 125.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 18.01.2019 07:07:00 Gelesen: 7759# 607 @  
Sondermarke 150 Jahre Opernhaus am Ring

150 Jahre Opernhaus am Ring

Ein Haus mit Geschichte

Die Wiener Staatsoper feiert ihren 150. Geburtstag. Für die Österreichische Post ein willkommener Anlass, diese weltberühmte Kulturinstitution mit einer Jubiläumsmarke zu ehren. Das Markensujet ist eine Collage, die Vergangenheit und Gegenwart des markanten Gebäudes verbindet.

1857 beschloss Kaiser Franz Joseph I., anstelle der alten Stadtmauern einen Prachtboulevard – die heutige Ringstraße – errichten zu lassen. Als eines der ersten Gebäude wurde für das musik- und theaterverliebte Wien ein Opernhaus für Ballett- und Opernaufführungen errichtet.

Die Pläne des Hauses im Stil der Neorenaissance stammten von den Architekten Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg. Von den Wienern anfangs mit Kritik überhäuft – man sprach vom „Königgrätz der Architektur“ – wurde das Opernhaus am Ring schon bald als ideale Aufführungsstätte für Oper und Tanz erkannt.

Nach acht Jahren Bauzeit war es am 25. Mai 1869 soweit: Das Opernhaus wurde in Anwesenheit des Kaiserpaares mit einer Aufführung von Mozarts „Don Giovanni“ feierlich eröffnet. Ein Ereignis, das nicht nur in der Habsburgermonarchie, sondern weltweit große Beachtung fand. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg feierte das Haus im Jahr 1955 seine Wiedereröffnung und wurde zum Symbol für das wiedererstandene Österreich. Die Sondermarke zum runden Jubliäum wird am 28. Februar 2019 verausgabt – an jenem Tag, an dem auch der alljährliche traditionelle Opernball stattfindet.

Kulturinstitution von Weltrang

In der 150-jährigen Geschichte des Hauses am Ring prägten stets die größten Künstlerinnen und Künstler ihrer Zeit die Wiener Oper. Die Wiener Staatsoper zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern, in dem sich jede Spielzeit die maßgeblichen Künstlerinnen und Künstler die Klinke in die Hand geben. An 300 Abenden im Jahr werden rund 50 verschiedene Opern und 10 Ballette zur Aufführung gebracht. Die Kulturinstitution ist das international bestbesuchte Opernhaus (rund 99 Prozent Auslastung), und nicht wenige teilen die Meinung Giuseppe Verdis, der nach einem Besuch im Haus am Ring beglückt feststellte: „Man sagt, dass Wien das erste Operntheater der Welt hat – und dieser Meinung bin ich auch!“





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 28.02.2019
Markengröße: 50,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Karin Klier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 245.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 

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