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Thema: Neuheiten aus Österreich
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Brigitte Am: 20.05.2019 07:01:00 Gelesen: 40554# 625 @  
Konditorei Zauner

Konditorkunst mit Tradition

Seit beinahe 200 Jahren wird in der Konditorei Zauner in Bad Ischl Süßes produziert – die Österreichische Post würdigt das traditionsreiche Unternehmen nun mit einer Sondermarke aus der Serie „Gastronomie mit Tradition“.

1821 gründete der Wiener Zuckerbäcker Johann Zauner in Bad Ischl im Salzkammergut eine Trattoria. Elf Jahre später eröffnete er die Konditorei Zauner, das heutige Stammhaus in der Pfarrgasse, das auf der Sondermarke zu sehen ist. Sein Enkel Viktor Zauner übernahm das Unternehmen in dritter Generation und führte es in eine erfolgreiche Blütezeit. 1927 kam zum Stammhaus das Café Esplanade am Ufer der Traun dazu, das heute als Grand-Café und Restaurant geführt wird. 1958 wurden die Ischler Törtchen bei der Weltausstellung in Brüssel mit einer Goldmedaille ausgezeichnet, der im Laufe der Jahrzehnte noch viele weitere Auszeichnungen für verschiedene Zauner-Produkte bei internationalen Konditoreibewerben folgten.

Josef Zauner führt heute in sechster Generation die Geschäfte der Konditorei Zauner. 1980 wurde der ehemaligen k. u. k. Hofzuckerbäckerei und heutigen Konditorei Zauner das Recht zur Führung des österreichischen Staatswappens zuerkannt. Neben den Klassikern Zaunerstollen, Zaunerkipferl und Zauner Oblaten bietet die Konditorei auch exklusive Torten und Törtchen wie die Kaisertorte sowie feine Schokoladen und Pralinen wie etwa das Zauner Baronesserl an.

Der berühmte Zaunerstollen

Im Jahr 1905, unter der Leitung von Viktor Zauner, wurde nach einer originellen Entstehungsgeschichte der berühmte Zaunerstollen entwickelt: Der Konditor Josef Nickerl kreierte für Zauner die feinen Ischler Oblaten, die bis heute eines der beliebtesten Produkte der Konditorei Zauner sind. Beim Backen wurden alle Oblaten, die nicht perfekt in Form waren, aussortiert. So entstand eine große Menge an qualitativ einwandfreiem Oblatenbruch, den Nickerl nicht einfach wegwerfen wollte. Er vermischte die Brösel mit einer Haselnuss-Schoko-Masse und formte kleine Makronen daraus, die rasenden Absatz fanden. Gemeinsam mit Viktor Zauner optimierte Nickel noch die Form der neuen Spezialität, überzog das Ganze mit Schokoladeglasur, und so war der Zaunerstollen erfunden, der heute noch ein Symbol für höchste Konditorkunst ist.





Nennwert: 1,80 Euro
Ausgabetag: 29.06.2019
Markengröße: 42,00 x 35,00 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3473
 
Brigitte Am: 04.06.2019 17:33:04 Gelesen: 37081# 626 @  
Sondermarkenausgaben Juli 2019
MAM-Schnuller

Ergonomisches Design und nachhaltige Produktinnovation

Das von Peter Röhrig 1976 in Wien gegründete Unternehmen MAM Babyartikel setzte von Anfang an auf Design und ist heute mit mehr als 70 Millionen verkaufter Babyartikel einer der bedeutendsten Marktteilnehmer dieses Segments.

Bei Design geht es nicht nur um Neuheit und Äußeres. Als elementarer Bestandteil jedes Produkts geht es um das Schaffen neuer Produktwerte und darum, wie Dinge verwendet, produziert und der Gesellschaft gegenüber kommuniziert werden. In enger Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus Medizin und Forschung kreiert MAM Produkte, die in Funktion und Design so einzigartig sind wie die kleinen Menschen, für die sie gemacht werden. Das oberste Ziel ist es, die individuelle Entwicklung jedes Kindes optimal zu unterstützen.

Engagement für die Kleinsten

Gestalter der ersten Stunde ist Ernst W. Beranek, geboren 1934: Er zählte Ende der 1950er-Jahre zu den ersten AbsolventInnen des damals neu gegründeten Studiengangs für Industrial Design an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und begann selbst bereits 1963, später als Professor für Produktentwicklung, ebendort zu lehren. Beranek prägte nicht nur Generationen von Designstudierenden, sondern auch Produkt- und Innovationsprozesse bei der Entwicklung von Babyschnullern.

Wesentliche Faktoren sind neben den richtigen Maßen und kiefergerechten Formen – korrekte Proportionen gepaart mit der richtigen Emotion – vor allem die intuitive Fokussierung auf das Wohlbefinden und die gedeihliche Entwicklung von Babys, die den Erfolg der MAM Babyartikel ausmachen – eine Haltung, die bis heute das Unternehmen prägt.

Der Produktionsstart des Schnullers START als Weiterentwicklung des finalen Produktdesigns durch Ernst W. Beranek erfolgte 2006, seither wurden mehr als 10 Millionen dieser Schnuller produziert. Heute ist MAM Babyartikel in vielen Ländern Marktführer im Schnuller-Marktsegment, beschäftigt weltweit rund 1.000 MitarbeiterInnen und verkauft seine Produkte in 58 Ländern auf allen Kontinenten. (Prof. Severin Filek)





Nennwert: 2,30 Euro
Ausgabetag: 15.07.2019
Markengröße: 32,50 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Robert Sabolovic & Christian Rukower
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 365.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3474
 
Brigitte Am: 06.06.2019 07:08:00 Gelesen: 36955# 627 @  
50 Jahre Mondlandung

Die Erkundung des Weltalls

Der sprichwörtliche „Wettlauf zum Mond“ ging am 21. Juli 1969 zu Ende, als zum ersten Mal ein Mensch den Mond betrat. Diesem großen Ereignis widmet die Österreichische Post einen spektakulären Markenblock mit einem „Glow in the Dark“-Effekt auf der Mondoberfläche.

In den 1950er-Jahren begann der Kampf der beiden Supermächte USA und UdSSR um die Vormachtstellung im Weltraum. 1957 gelang es den Russen, mit Sputnik 1 den ersten Satelliten ins All zu schießen, wenig später folgte mit der Hündin Laika das erste Lebewesen im Weltall, und 1961 flog Juri Gagarin als erster Mensch ins All. Ein sowjetischer Kosmonaut – Alexei Leonow – war es auch, der erstmals außerhalb eines Raumschiffs, nur durch einen Raumanzug geschützt, im Weltall schwebte. Am Ende des Wettlaufs hatten jedoch die USA die Nase vorne: 1968 konnte Apollo 8 erstmals den Mond umrunden und den Aufgang der Erde am Mondhorizont fotografieren. Weitere Tests verliefen erfolgreich – der Mondlandung stand nichts mehr im Wege.

Ein großer Sprung für die Menschheit

Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins brachen am 16. Juli 1969 im Rahmen der Mission Apollo 11 mit dem Raumschiff Columbia zu ihrer Mission auf. Während Collins in der Columbia verblieb, flogen Armstrong und Aldrin mit der Mondlandefähre Eagle zur Mondoberfläche. Am Abend des 20. Juli landete der „Adler“, am 21. Juli – nach US-Zeit war es noch der 20. Juli – setzte Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf die Mondoberfläche und sprach die legendären Worte: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“ Dieser erste Schritt wurde von Millionen Fernsehzuschauern weltweit in einer Live-Übertragung verfolgt. Rund zweieinhalb Stunden dauerte der erste Ausflug auf dem Mond, bevor die Astronauten als Helden auf die Erde zurückkehrten. Die Mondlandung und vor allem die Aufnahmen der Erde aus dem Weltall veränderten den Blick auf unseren Planeten nachhaltig. Ein neues Bewusstsein setzte ein, die ersten Umweltschutzbewegungen wurden gegründet. Fünf weitere Mondlandungen folgten noch, seit 1972 betrat jedoch kein Mensch mehr den Erdtrabanten.

Der „Glow in the Dark"-Effekt auf der Sondermarke zeigt sich, wenn man sie ins Licht hält und anschließend in einem abgedunkelten Raum betrachtet.





Nennwert: 4,20 Euro
Ausgabetag: 20.07.2019
Blockgröße: 90,00 x 120,00 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 150.000 Marken in Blöcken zu 1 Stück
MiNr. 3475 / Block MiNr. 106
 
Brigitte Am: 06.07.2019 07:08:00 Gelesen: 31816# 628 @  
Sondermarkenausgaben August 2019
125 Jahre Gmundner Straßenbahn

Gmundens „steilster Stolz“

Eine der ersten elektrischen Bahnen in Österreich feiert ihr 125-jähriges Bestehen: Die Gmundner Straßenbahn ist auch heute eine wichtige Verkehrsverbindung, die 2018 sogar zur Traunseetram ausgebaut wurde.

Gmunden war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Eine der ersten Eisenbahnstrecken auf dem Kontinent, die Pferdeeisenbahn Gmunden–Linz–Budweis, hatte seit 1836 hier ihren Ausgangspunkt, und 1877 wurde die Stadt durch die Kronprinz-Rudolf-Bahn an das normalspurige Eisenbahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof Gmunden lag jedoch weit außerhalb des Zentrums, und damit wurde der Bau einer Lokalbahn unumgänglich. Der Gmundner Bürgermeister Alois Kaltenbruner plädierte für eine moderne elektrische Bahn – eine solche würde auch die Elektrifizierung der Stadt wirtschaftlich sinnvoll machen. Somit begann 1894 die Firma Stern & Hafferl mit der Errichtung eines Dampfkraftwerks zur Stromversorgung sowie mit dem Bau der Straßenbahnanlagen. Bereits am 13. August 1894 wurde die Gmundner Straßenbahn eröffnet.

Die meterspurige eingleisige Bahnlinie mit einer Länge von rund 2,5 Kilometern hatte eine Steigung von 10 % zu bewältigen und zählt damit zu den steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Die Fahrzeit betrug rund 15 Minuten. Der auf der Sondermarke abgebildete Jugendstil-Triebwagen GM 5 aus 1911 ist heute noch in Betrieb, die angegebene Bezeichnung ELBG wurde jedoch nur auf den allerersten Wagen der Gmundner Bahn verwendet. Zum Zeitpunkt der Beschaffung des Triebwagens 5 war die GEAG Eigentümerin der Straßenbahn, wie auch am GM 5 ersichtlich ist.

Die Tram der Zukunft

Viele Jahrzehnte hindurch wurden Einheimische und Gäste mit der Gmundner Straßenbahn befördert. Im Jahr 1975 wurde die Strecke zugunsten des Autoverkehrs verkürzt, und 1989 schien die Einstellung der Bahn unausweichlich. Engagierte Bürgerinnen und Bürger verlangten stattdessen die Wiederverlängerung der Straßenbahn ins Zentrum und gründeten den Verein „Pro Gmundner Straßenbahn“. Viele Aktivitäten führten über die Jahrzehnte dazu, dass die Gmundner Straßenbahn nun seit 1. September 2018 als moderne Traunseetram die Gemeinden Gmunden, Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf miteinander verbindet.





Nennwert: 2,70 Euro
Ausgabetag: 23.08.2019
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Peter Sinawehl; Stich: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Kombinationsdruck
Auflage: 215.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3476
 
Brigitte Am: 09.07.2019 07:03:00 Gelesen: 31238# 629 @  
k. k. Eilpost – Mariahilfer-Linie

Die schnelle Reiseverbindung

Der diesjährige Markenblock aus der beliebten Serie „Historische Postfahrzeuge“ zeigt in einer winterlichen Szene eine Kutsche der k. k. Eilpost, die gerade nach Wien einfährt.

Die k. k. Eilpost wurde 1823 nach englischem Vorbild gegründet, erste Routen führten von Wien aus nach Brünn, Prag und Pressburg, ab 1824 dann auch nach Graz und in weitere Städte. Die Kutschen waren mit vier Pferden bespannt und waren für den Transport von bis zu zwölf Personen konzipiert. Die 19 Postmeilen von Wien nach Brünn (das sind heute zirka 140 Straßenkilometer) konnten damit inklusive einer Stunde Pause in 14 Stunden zurückgelegt werden.

Vor dem Antritt einer solchen Eilpostfahrt mussten ein Vormerkschein für die Buchung der Kutsche sowie ein Passierschein gelöst werden. Das Aufkommen der Eisenbahn führte schließlich zum Ende der Eilpostkutschen als Reiseverbindung.

Der Markenblock zeigt das Motiv einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1852. Der Postillon auf dem Kutschbock kündigt mit seinem Posthorn das Eintreffen der Kutsche an. Die Eilpost – im Winter mit Kufen anstelle von Rädern ausgestattet – durchfährt gerade das Tor der Mariahilfer-Linie, das durch die schwarz-gelben Balken und das Eisengitter zu erkennen ist.

Der Linienwall

Die Mariahilfer Straße war einst eine Poststraße, auf der Postsendungen und Passagiere befördert wurden. 1704 ließ Kaiser Leopold I. eine Befestigungsanlage errichten: den Linienwall, der die Stadt in einem Halbkreis vom Donaukanal bei St. Marx bis Lichtental im heutigen 9. Bezirk umschloss. Ursprünglich war dies ein Erdwall mit Gräben, später wurde er mit Ziegeln befestigt. An den Ausfallsstraßen wurden Tore und Ämter, die „Linien“, errichtet, an denen Mauten und ab 1829 auch die Verzehrungssteuer für in die Stadt eingeführte Lebensmittel eingehoben wurden – dazu zählte auch die genannte Mariahilfer-Linie.

Der Linienwall sollte Wien und die Vorstädte vor allem vor Einfällen ungarischer Aufständischer, der Kuruzzen, schützen, er war aber auch eine soziale Grenze, da das Leben innerhalb des Walls wegen der eingehobenen Steuern teurer war als außerhalb. Die Gräben des Walls wurden später aufgeschüttet, nach der Eingemeindung der Vorstädte wurde der Linienwall ab 1894 abgerissen und der heutige Gürtel mit Grünflächen sowie die Stadtbahn errichtet.





Nennwert: 2,10 Euro
Ausgabetag: 24.08.2019
Blockgröße: 100,00 x 60,00 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 130.000 Marken in Blöcken zu 1 Stück
MiNr. 3477 / Block MiNr. 107
 
Brigitte Am: 11.07.2019 07:03:00 Gelesen: 30690# 630 @  
Ruder-Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim

Rudern auf der Donau

Von 25. August bis 1. September 2019 findet in Linz-Ottensheim erstmals die Ruder-Weltmeisterschaft statt – eines der wichtigsten internationalen Ruder-Großevents, das die Österreichische Post mit einer Sondermarke würdigt.

Die oberösterreichische Marktgemeinde Ottensheim mit ihrem historischen Marktkern liegt unweit von Linz und bietet nicht nur Ruderern und Kanuten, sondern auch Wanderern und anderen Erholungssuchenden eine idyllische Landschaft und vielseitige Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

Linz-Ottensheim ist eine der beliebtesten Regattastrecken der Welt, die unter anderem mit fairen Windverhältnissen punktet. Seit bereits fast 50 Jahren werden hier nationale und internationale Rudergroßveranstaltungen durchgeführt. Für die Ruder-WM 2019 wurde die Infrastruktur an der Regattastrecke ausgebaut sowie ein modernes Bundesleistungszentrum für Ruderer und Kanuten errichtet. Die Weltmeisterschaft ist als „Green Event“ ausgelegt: Besonderes Augenmerk wird auf eine nachhaltige Nutzung der Infrastruktur, auf regionale und saisonale Gastronomie, auf ein Abfallwirtschaftskonzept und viele weitere soziale und ökologische Maßnahmen gelegt.

Die Sondermarke zur Ruder-WM ist im Event-Design gestaltet und zeigt in stilisierter Form einige der bei der Weltmeisterschaft vertretenen Bootsklassen.

Feiern und rudern

Am 24. August wird die Ruder-Weltmeisterschaft mit einem umfangreichen Rahmenprogramm im Zeichen von „Rhythm on Water“ offiziell eröffnet. Rhythmus spielt auch im Rudersport eine wesentliche Rolle, denn dabei gilt es, die Bewegungen des Teams in einem gemeinsamen Rhythmus zu koordinieren und zu choreographieren.
Ein gut zwei Kilometer langer Seitenarm der Donau bildet die Rennstrecke für die WM, zu der rund 1.400 Sportlerinnen und Sportler aus 80 Nationen in etwa 500 Booten erwartet werden. Bei den Rennen geht es nicht nur um WM-Medaillen, sondern auch um Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Gefahren werden verschiedene Bootsklassen vom Einer bis zum Achter mit Steuermann für Frauen und Männer sowie Para-Rowing-Bewerbe. Hoffnung auf eine WM-Medaille können sich auch österreichische Athletinnen und Athleten machen.





Nennwert: 0,90 Euro
Ausgabetag: 26.08.2019
Markengröße: 40,50 x 50,00 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 180.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3478
 
Brigitte Am: 13.07.2019 07:01:00 Gelesen: 30191# 631 @  
Constantin Luser – Stille Post

Kunst in der Post

Ein Kunstwerk, das der Österreichischen Post besonders „nahesteht“, ist auf der diesjährigen Sondermarke aus der Serie „Junge Kunst in Österreich“ zu sehen: „Stille Post“ schmückt den Veranstaltungsraum der neuen Unternehmenszentrale in der Post am Rochus.

Mit einem traditionellen Posthorn, wie wir es kennen, hat dieses markante Kunstwerk aus dem Jahr 2017 optisch nicht mehr allzu viel gemeinsam, thematisch passt es jedoch hervorragend in die Zentrale der Österreichischen Post. Die Skulptur „Stille Post“ ist eigentlich alles andere als „still“: Das acht Meter lange, von der Decke schwebende Objekt besteht aus Messingrohren und überlangen Mundrohren von Waldhörnern, an denen 37 schwarze Blasbälge von Hupen wie Noten auf einer Linie aufgereiht sind. Die Mundstücke einer Trompete, einer Posaune und einer Tuba ergänzen das überdimensionale Musikinstrument und laden zum Spielen ein. Betrachter können durch ihre Mitwirkung das Kunstwerk aktiv mitgestalten und werden so selbst zu einem Teil des Klangkörpers und gleichzeitig zu Künstlern.

Der Künstler

Constantin Luser wurde 1976 in Graz geboren. Nach dem Studium des Industriedesigns an der FH Joanneum in Graz setzte er seine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste und an der Universität für angewandte Kunst in Wien fort. Seine Werke waren bereits in zahlreichen internationalen Ausstellungen, Galerien und Museen zu sehen, mit Soloausstellungen war er unter anderem im Kunsthaus Graz und in der Kunsthalle Krems zu Gast.

In Zeichnungen hielt der Künstler schon früh seine Ideen und sein Leben wie in einem Tagebuch fest. Lose von der Decke hängende Drahtskulpturen folgten als eine Art dreidimensionale Zeichnungen, die durch die Bewegung und Drehung um die eigene Achse ständig ihre Erscheinung änderten. Musikinstrumente spielen eine große Rolle in der Kunst Constantin Lusers. Viele seiner Werke wie etwa das Trommeliglu, der Vibrosaurus, der Baum oder das Rotationsquintett sind aus Instrumenten hergestellt und laden das Publikum dazu ein, sich selbst damit musikalisch zu betätigen: „Sobald jemand aktiv wird, beschäftigt er sich auf einer anderen Ebene mit der Arbeit. Es wird ein haptisches sowie ein akustisches Erlebnis.“





Nennwert: 0,80 Euro
Ausgabetag: 27.08.2019
Markengröße: 31,80 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Theresa Radlingmaier
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 250.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3479
 
Brigitte Am: 02.08.2019 07:01:00 Gelesen: 26404# 632 @  
Abtstab St. Lambrecht

Ein kunstvoller historischer Abtstab aus dem Benediktinerstift St. Lambrecht in der Steiermark ziert die neue Stichmarke aus der beliebten Serie „Sakrale Kunst in Österreich“.

Der barocke Hirtenstab

Von alters her ist der Abtstab ein Zeichen des äbtlichen Amtes und der Hirtensorge des Klostervorstehers für seine Gemeinschaft. Die aus dem Lateinischen kommende Bezeichnung „Pastorale“ – in ihrer Eindeutschung „Hirtenstab“ – verweist auf diese Funktion. Im Verlauf der Kunstgeschichte erfuhr dieses äbtliche Amts- und Würdezeichen eine sehr vielfältige Ausgestaltung.

Das aktuelle Markemotiv zeigt eine hochbarocke Interpretation des äbtlichen Hirtenstabes, die Abt Benedikt Plank folgendermaßen beschreibt: Aus einem vasenförmigen Knauf wächst die schneckenförmig gebogene Krümme des Pastorale. Auf dem mit dünnem, vergoldetem Blech überzogenen Holzkern ist ein reich gestaltetes, silbernes Filigranblattwerk montiert, das sich in großen eingerollten Blättern entfaltet und einen sehr dekorativ wirkenden Besatz mit bunten Glassteinen umrahmt. Der Knauf des Pastorale ist mit Silberfiligrandekor, bunten Glasflüssen und emaillierten Wappenschildern des Stiftes St. Lambrecht und des Abtes Eugen Graf von Inzaghi, dessen Amtszeit in die Jahre 1737 bis 1760 fällt, dekoriert. Beschau- und Meisterzeichen sind an dem Kunstwerk nicht erhalten. Stilistische Gründe lassen auf eine Augsburger Arbeit aus der Zeit um 1740 schließen.

Die Abtei

Das Benediktinerkloster St. Lambrecht ist mit seiner Lage auf 1.028 Metern Seehöhe eines der höchstgelegenen Stifte im Alpenraum. Es wurde 1076 von Markgraf Markward von Eppenstein gegründet. Ein Brand zerstörte 1471 die Klosteranlage, im 17. Jahrhundert wurde sie unter Baumeister Domenico Sciassia im barocken Stil wieder aufgebaut. Die Stiftskirche ist eine dreischiffige gotische Hallenkirche, das Renaissanceportal stammt aus der Zeit des Wiederaufbaus.
Joseph II. hob das Stift 1786 auf, 1802 wurde es jedoch wieder eingerichtet. Bis 1932 führte das Kloster ein Gymnasium und ein Sängerknabenkonvikt. Heute betreut das Stift mehrere Pfarren und betreibt unter anderem eine Land- und Forstwirtschaft, eine Fernwärmeanlage, die den gesamten Ort versorgt, sowie ein Seminarzentrum namens „Schule des Daseins“.





Nennwert: 1,75 Euro
Ausgabetag: 13.09.2019
Markengröße: 35,00 x 35,00 mm
Grafikentwurf: Peter Sinawehl
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Kombinationsdruck
Auflage: 140.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3480
 
Brigitte Am: 06.08.2019 07:01:00 Gelesen: 25238# 633 @  
100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich

Im Mittelpunkt der seit 2018 laufenden Serie „100 Jahre VÖPh“ steht diesmal die Einführung des Wahlrechts für Frauen in Österreich vor 100 Jahren. Diesem Erfolg ging ein langer Kampf der Frauen für ihre Gleichberechtigung voran.

Der Weg zum Wahlrecht

Im Jahr 1848 wurde in Österreich erstmals „vom Volk“ indirekt über Wahlmänner ein Reichstag gewählt. Wahlberechtigt waren jedoch nur Männer, und auch unter ihnen waren viele vom Wahlrecht ausgeschlossen. Nach der Revolution von 1848/49 war es nur wenigen privilegierten Frauen gestattet, ihre Stimme über einen Bevollmächtigten abzugeben. Das Stimmrecht war dabei von Bildung, Einkommen und Grundbesitz (Kurien- und Zensuswahlrecht) abhängig. Am Ende des 19. Jahrhunderts stellten Frauenrechtsbewegungen vermehrt die Forderung nach einem Wahlrecht für Frauen, Vorbild dabei waren die Suffragetten um Emmeline Pankhurst, die in England für das Frauenwahlrecht kämpften.

1907 wurde das allgemeine Wahlrecht zur Reichsratswahl für Männer eingeführt – die Frauen waren wieder vom Wahlrecht ausgeschlossen. Als der Erste Weltkrieg mit dem Zerfall der Monarchie und der Ausrufung der Republik endete, wurde im Zuge der politischen Neuordnung am 12. November 1918 auch das allgemeine Wahlrecht – aktiv wie passiv – für Frauen beschlossen.

Die erste Wahl für Frauen

Bei der Wahl zur Konstituierenden Nationalversammlung am 16. Februar 1919 konnten Frauen erstmals wählen bzw. kandidieren. Acht Frauen schafften dabei auch den Einzug in die Nationalversammlung: Anna Boschek, Emmy Freundlich, Adelheid Popp, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amalie Seidel und Maria Tusch für die Sozialdemokratische Partei und Hildegard Burjan, die Gründerin der Caritas Socialis, für die Christlichsoziale Partei. Die Wahlbeteiligung der Frauen war bei dieser ersten Wahl kaum geringer als jene der Männer. 1920 wurden für Frauen und Männer verschiedenfarbige Wahlkuverts eingeführt, um das Wahlverhalten der Frauen statistisch erfassen zu können.

Der Markenblock zeigt im Hintergrund ein Plakat von Karl Maria Stadler zum Frauentag am 8. März 1914 sowie einen Ausschnitt aus der Zeitung „Die Wählerin“ und das Titelblatt der „Wiener Bilder – illustriertes Familienblatt“ zur Wahl vom 16. Februar 1919.





Nennwert: 0,90 + 0,45 Euro
Ausgabetag: 17.09.2019
Markengröße: 50,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 115.000 Marken in Blöcken zu 1 Stück
MiNr. 3481
 
Brigitte Am: 08.08.2019 07:08:00 Gelesen: 24335# 634 @  
Kamptal DAC

In der Serie „Weinregionen Österreichs“ steht diesmal das idyllische Kamptal im niederösterreichischen Waldviertel im Mittelpunkt. Der Kamptal DAC ist ein frischer trockener Weißwein mit unverwechselbarem Geschmack.

Der Wein aus dem Kamptal

Die Symbiose von klimatischen Einflüssen und Bodeneigenschaften – das sogenannte „Terroir“ – prägt den Charakter und die Stilistik der Weine. Typisch für das Klima im Kamptal sind relativ heiße Tage und kühle Nächte im Sommer sowie lange, sonnige Herbsttage. Vielfältig sind auch die Böden: Urgestein, Löss, Lehmböden, Sandstein und Schotter sorgen je nach Zusammensetzung und Lage für unterschiedliche geschmackliche Ausprägungen der Weine.

Nur die Sorten Grüner Veltliner und Riesling dürfen als gebietstypische Qualitätsweine seit 2008 die Bezeichnung Kamptal DAC (Districtus Austriae Controllatus) tragen. Der Grüne Veltliner Kamptal DAC ist fruchtbetont und feinwürzig, während der Riesling einen aromatischen, eleganten und mineralischen Geschmack aufweist. In einem mehrstufigen System unterscheidet man zwischen Kamptal DAC ohne nähere Bezeichnung und jenen Weinen, die zusätzlich noch eine Ortsangabe oder eine Riedenbezeichnung tragen, sowie den kräftigen Reserve-Weinen. Einige der bekanntesten Rieden im Kamptal sind etwa der Heiligenstein, der Wechselberg oder der Käferberg.

Die Landschaft

Das Weinbaugebiet Kamptal ist nach dem Weinviertel die zweitgrößte Weinregion Niederösterreichs. Namensgebend ist der Fluss Kamp, der östlich von Krems in die Donau mündet. Rund 3.900 Hektar Weinberge werden im Kamptal in teils steilen Terrassen kultiviert. Eine besondere Attraktion ist das Loisium in Langenlois, das mit einer Erlebniswelt rund um den Wein und mit seiner architektonischen Extravaganz punktet.

Abseits vom Wein bietet die Region um den Kamp beliebte Ausflugsziele wie etwa den Ottensteiner Stausee und die Burg Ottenstein, das Renaissanceschloss Rosenburg oder das romantische Schloss Grafenegg mit seinem bekannten Kultursommer, das auch die Sondermarke ziert. Die nostalgische Kamptalbahn lädt zum Erkunden der Umgebung per Eisenbahn ein, und zahlreiche Wanderwege, etwa im Naturpark Kamptal-Schönberg, führen durch die markante Flusslandschaft und die bewaldeten Hänge des Manhartsbergs.





Nennwert: 0,80 Euro
Ausgabetag: 19.09.2019
Markengröße: 31,80 x 51,00 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
MiNr. 3482
 
Brigitte Am: 10.08.2019 07:03:00 Gelesen: 23726# 635 @  
Freimarken 1890

Neue Nominalwerte

Ab 1. September 1890 wurden neue Freimarken ausgegeben, das Motiv zeigt – nach dem Doppeladler der Ausgabe von 1883 – nun wieder den Kopf Kaiser Franz Josephs in einem Oval.

Die neuen Wertstufen waren notwendig geworden, weil ab diesem Zeitpunkt die Gebühren für Wert- und Geldbriefe sowie auch für Postpakete mit Briefmarken entrichtet werden mussten. Aufgelegt wurden folgende Nominalwerte: 1, 2, 3, 5, 10, 12, 15, 20, 24, 30 und 50 Kreuzer sowie 1 und 2 Gulden. Einige Werte wurden im September 1890 ausgegeben, die restlichen am Ende des Jahres. Frankaturgültig waren die Freimarken von 1 bis 15 Kreuzer bis 30. September 1900, jene von 20 bis 50 Kreuzer bis 31. August 1891 und die Guldenwerte bis 31. Jänner 1896.

Unterschiedliche Gestaltung

Auffällig an dieser Freimarkenausgabe ist, dass die beiden Guldenwerte anders gestaltet sind: Sie zeigen zwar ebenfalls den Kopf des Kaisers von der Seite, jedoch im Gegensatz zu den Kreuzerwerten nach rechts gedreht und mit einer zusätzlichen dekorativen Bordüre innerhalb des Ovals. Insgesamt sind sie etwas größer und wirken schmäler. Am unteren Rand ist nochmals der Nominalwert in Worten angegeben. Zudem wurde auch eine andere Druckart verwendet: Während die Kreuzerwerte wie die Ausgabe von 1883 in zwei Druckvorgängen hergestellt wurden (die schwarzen Wertziffern wurden in einem zweiten Druckvorgang aufgebracht), wurden die beiden Werte zu 1 und 2 Gulden erstmals bei österreichischen Briefmarken in einem Tiefdruckverfahren produziert.

Die Marken gibt es mit unterschiedlichen Zähnungsvarianten, neben Bogenzähnung 10 auch mit Linienzähnung in verschiedenen Varianten sowie mit zahlreichen Mischzähnungen. Als Fälschungsschutz wurde ein spezielles Papier verwendet, das mit braun-schwarzen Fasern durchzogen ist, jedoch kein Wasserzeichen hat. Die Papierart änderte sich mehrmals: Anfangs eher hart, gelblich-grau und durch den dicken Gummiauftrag glasig, wurde ab 1894 wurde glatteres, weicheres Papier und dünnerer Gummi benutzt. Ab 1898 waren Papier und Gummi weiß. Für die Guldenmarken gab es ein eigenes Kupferdruckpapier.

Der aktuelle Markenblock zeigt Freimarken der Wertstufen 2 Gulden sowie 3 Kreuzer auf einem Hintergrund, der das Design der Marken widerspiegelt.





Nennwert: 3,10 Euro
Ausgabetag: 27.09.2019
Markengröße: 32,00 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 130.000 Marken in Blöcken zu 2 Stück
MiNr. 3483-3484 / Block 109
 
Brigitte Am: 12.08.2019 07:03:00 Gelesen: 23190# 636 @  
Anna Jermolaewa – Good Times, Bad Times

Eine schlichte Uhr an einer Fassade zeigt das diesjährige Markenmotiv aus der Serie „Fotokunst Österreich“. Auf den Uhrzeigern sitzen Tauben – man könnte meinen, ein typisches Stadtbild, das die Künstlerin Anna Jermolaewa auf diesem Foto darstellt.

Die „Taubenuhr“

Untitled (Good Times, Bad Times) ist eine Fotoserie aus dem Jahr 2007, die im Grau des städtischen Alltags Tauben auf den Zeigern einer Uhr an der Fassade eines Gebäudes zeigt. So simpel und friedlich die Szenerie erscheint, so symbolisch aufgeladen ist sie. Den Tauben, die um Viertel vor fünf Uhr noch gesellig auf dem Minutenzeiger Platz finden, ist schon zehn Minuten später regelrecht der Boden unter den Füßen weggezogen. Viertel vor drei – wie auf der Briefmarke – ist offenbar eine besonders gute „Taubenzeit“, denn hier bevölkern zahlreiche Vögel die fast waagrecht positionierten Zeiger und Stundenmarkierungen.

Die Künstlerin

Anna Jermolaewa wurde 1970 im russischen St. Petersburg geboren. 1989 musste sie Russland aufgrund ihrer politischen Aktivitäten verlassen und ließ sich schließlich in Wien nieder. 2002 graduierte sie an der Akademie für bildende Künste in Wien, wo sie unter Peter Kogler studiert hatte. Seit 2018 ist sie Professorin für experimentelle Kunst an der Universität für Kunst und Design in Linz.

Die Künstlerin arbeitet vorwiegend in den Medien Fotografie, Video und Installationen. Ihr Hauptinteresse gilt der Analyse funktionaler Strukturen der Gesellschaft, komplexe politische und gesellschaftliche Sachverhalte werden mithilfe präziser filmischer Kompositionen zu eindringlichen Metaphern verdichtet. Ein oft hintergründiger Humor ermöglicht eine vermeintlich leicht zugängliche Rezeption, dahinter verbirgt sich jedoch stets ein äußerst kritisches Potenzial.

Ein häufig wiederkehrendes Motiv in Anna Jermolaewas Arbeiten sind Tiere – wie etwa die Tauben auf der Fotoserie, aus der das Markenmotiv stammt. Die sorgfältige und genaue Beobachtung des Verhaltens der Tiere setzt die Künstlerin in Metaphern über das Leben und die Wechselhaftigkeit der menschlichen Existenz poetisch ins Bild, sodass jede und jeder sich damit identifizieren kann.





Nennwert: 0,90 Euro
Ausgabetag: 27.09.2019
Markengröße: 50,00 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 160.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3485
 
Brigitte Am: 23.08.2019 17:49:27 Gelesen: 20820# 637 @  
Mariazellerbahn – Himmelstreppe

Eine Stichmarke aus der Serie „Eisenbahnen“ präsentiert die schmalspurige Mariazellerbahn. Bei einer Fahrt mit der modernen „Himmelstreppe“ lässt sich die wunderschöne Landschaft besonders komfortabel genießen.

Mit der Bahn nach Mariazell

Mariazell mit der berühmten Basilika war schon im 19. Jahrhundert einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte Österreichs, der Bau einer Bahnstrecke war daher unumgänglich. Ideen dazu gab es bereits 1858, aber erst 1896 wurde mit dem Bau des ersten Abschnitts von St. Pölten durch das Pielachtal bis Kirchberg an der Pielach begonnen. Dieser Teil der schmalspurigen Mariazellerbahn wurde 1898 eröffnet, im Jahr 1907 wurde die Verlängerung bis Mariazell fertiggestellt. Der erste Teil der 84 Kilometer langen Strecke, die Talstrecke, verläuft durch das idyllische Pielachtal, auch Dirndltal genannt. Der Abschnitt ab dem Bahnhof Laubenbachmühle über Puchenstuben und Annaberg bis Mariazell wird als Bergstrecke bezeichnet: Neben Tunnels wie den fast 2,5 Kilometer langen Gösingtunnel und spektakulären Viadukten bietet diese Strecke auch einen grandiosen Blick auf den Ötscher und in die Erlaufschlucht mit den Zinken. Die Stichmarke zeigt eine Himmelstreppe auf dem Weg über die Raingrabenbrücke.

Von historisch bis modern

Anfangs erfolgte der Betrieb der Mariazellerbahn mit Dampflokomotiven. Die historische Dampflok Mh. 6 aus 1908 wird heute noch für Nostalgiefahrten eingesetzt. Bereits 1911 wurde jedoch die gesamte Bahnstrecke mit Wechselstrom elektrifiziert, sie wird von einem eigenen Bahnstromnetz versorgt. Gleichzeitig wurden Elektroloks der Reihe 1099 entwickelt, die teilweise bis 2013 im Einsatz waren. Der Nostalgiezug „Ötscherbär“ wird heute noch von einer Elektrolokomotive aus dieser Reihe, der ältesten Elektro-Schmalspurlokomotive weltweit, gezogen und verfügt auch über einen eleganten Salonwagen erster Klasse.

2010 übernahm die NÖVOG, die Niederösterreichische VerkehrsorganisationsgesmbH, die Mariazellerbahn von den ÖBB. Seit 2013 erfolgt der Betrieb der Bahn mit den neuen Gelenktriebwagen „Himmelstreppe“. Panoramawagen der ersten Klasse mit großen Panoramafenstern sind an Wochenenden und Feiertagen von Mai bis Oktober und zur Adventzeit zusätzlich im Einsatz.





Nennwert: 2,30 Euro
Ausgabetag: 12.10.2019
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Peter Sinawehl
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Kombinationsdruck
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 26.08.2019 07:01:02 Gelesen: 20285# 638 @  
150 Jahre Österreich – Japan

Japan und Österreich feiern heuer das Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern vor 150 Jahren. Diese langjährige Zusammenarbeit würdigt die Österreichische Post mit einem wunderschönen Markenblock.

Der Weg zum Vertrag

Auf Druck der USA begann das japanische Kaiserreich nach einer jahrhundertelangen Abschottung erst 1853, wieder Beziehungen zu anderen Ländern aufzunehmen. Als eines der letzten Länder brach 1868 eine österreichische Delegation unter Konteradmiral Anton von Petz mit den beiden Schiffen Donau und Erzherzog Friedrich von Triest nach Ostasien auf, um dort Handelsbeziehungen aufzubauen. Am 18. Oktober 1869 konnte schließlich ein Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag mit Japan abgeschlossen werden, der am 1. Dezember 1871 in Kraft trat. Ein als Gastgeschenk mitgebrachter Bösendorfer-Flügel, auf dem dem Kaiser österreichische Klassik vorgespielt wurde, trug der Legende nach nicht unwesentlich zum guten Abschluss der Verhandlungen bei.

Vielfältige Beziehungen

1873 war Japan bereits auf der Weltausstellung in Wien vertreten. Japanische Kunst war ein großes Thema und inspirierte um die Jahrhundertwende zahlreiche Künstler – so veranstaltete etwa die Wiener Secession 1900 eine Ausstellung über japanische Holzschnitte. Auf dem umgekehrten Weg brachte der Österreicher Theodor von Lerch Anfang des 20. Jahrhunderts den alpinen Skilauf nach Japan. Und bis heute verbinden die zahlreichen Gäste aus Japan Österreich, vor allem Salzburg und Wien, mit dem Genuss klassischer Musik.
Nach den beiden Weltkriegen nahmen Japan und Österreich erst 1953 wieder diplomatische Beziehungen auf. 1957 wurden die diplomatischen Gesandtschaften in Tokio und Wien in den Rang einer Botschaft erhoben. Heute ist der pazifische Inselstaat Österreichs drittwichtigster Wirtschaftspartner in Übersee. Zahlreiche Kooperation im universitären, schulischen und kulturellen Bereich sowie rund 30 Städtepartnerschaften zeugen von den guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Der attraktive Markenblock zum 150-Jahr-Jubiläum zeigt unter anderem die Korvette SMS Erzherzog Friedrich, mit der die Wirtschaftsdelegation 1869 nach Japan gereist war, und einige Zeilen aus dem Vertrag zwischen Österreich und Japan.





Nennwert: 2,70 Euro
Ausgabetag: 15.10.2019
Markengröße: 40,00 x 33,00 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 180.000 Marken in Blöcken zu 1 Stück
 
Brigitte Am: 28.08.2019 07:03:02 Gelesen: 20048# 639 @  
Tag der Briefmarke 2019

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des BSV Wiener Neustadt wird die diesjährige ÖVEBRIA in ebendieser Stadt veranstaltet. Einen besonderen historischen Bezug hat Wiener Neustadt zu Kaiser Maximilian I., dessen Todestag sich heuer zum 500. Mal jährt.

Die Kaiserresidenz

1459 kam Maximilian in der Wiener Neustädter Burg zur Welt. Schon lange davor, im Jahr 1194, wurden die Stadt und die Burg zu Wiener Neustadt von Herzog Leopold V. als Verteidigungsbastion gegen die Ungarn gegründet. Finanziert wurde der Bau teilweise aus dem Lösegeld, das Leopold von England für König Richard Löwenherz erhalten hatte. Nach einem Erdbeben wurde die völlig zerstörte Burg im 14. Jahrhundert neu errichtet, Kaiser Friedrich III., der Vater Maximilians, ließ sie weiter ausbauen und machte sie zu einer seiner Hauptresidenzen.

1751 beschloss Maria Theresia, in der Burg zu Wiener Neustadt die von ihr eingerichtete Militärakademie unterzubringen. Ein schweres Erdbeben richtete 1768 große Schäden an, und gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Burg völlig zerstört. Sie wurde jedoch in ihrer historischen Form wieder aufgebaut und ab 1958 auch wieder als Militärakademie genutzt. Auf vielen der alten Mauerteile findet sich noch die Inschrift AEIOU, die Friedrich III. häufig verwendete und deren Bedeutung bis heute unklar ist.

Die St.-Georgs-Kathedrale

Historisch bedeutend ist auch die St.-Georgs-Kathedrale, die um 1440 unter Kaiser Friedrich III. errichtet wurde. An ihrer Außenwand sind rund um ein lebensgroßes Standbild von Friedrich III. 107 teilweise fiktionale Wappen angeordnet, die Österreichs glorreiche Abstammung darstellen sollen. Friedrichs Sohn Maximilian I., der „letzte Ritter“, wurde nach seinem Tod 1519 in einem Sarkophag unter dem Hauptaltar der Kirche beigesetzt, sein Herz ist jedoch in Brügge im Grab seiner Ehefrau Maria von Burgund bestattet. Das Grabmal Maximilians, das sein Enkel Ferdinand I. in der Innsbrucker Hofkirche errichten ließ, ist leer.

Die Sondermarke zum Tag der Briefmarke hat ihren Ersttag im Rahmen der ÖVEBRIA 2019. Sie zeigt die Burg zu Wiener Neustadt mit der St.-Georgs-Kathedrale, die heute die Kathedrale für den österreichischen Militärbischof ist. Der Zuschlag von 1,55 Euro kommt wie jedes Jahr der Förderung der Philatelie zugute.





Nennwert: 3,10 + 1,55 Euro
Ausgabetag: 18.10.2019
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 200.000 Marken in Kleinbögen zu 6 Stück
 
Brigitte Am: 30.08.2019 07:03:00 Gelesen: 19894# 640 @  
Sport und Luft – Paragleiten

Die 2018 begonnene Serie „Sportarten“ stellt populäre und auch weniger bekannte sportliche Disziplinen in den Mittelpunkt. Im heurigen Jahr sind die drei Marken Sportarten gewidmet, die in luftigen Höhen ausgeübt werden.

Gleiten vom Berg

Die Geschichte des Paragleitens, auch Gleitschirmfliegen genannt, begann in den 1940er-Jahren mit Forschungsarbeiten der NASA zu Fallschirmen. In den 1960er-Jahren wurde mit verschiedenen Formen von Gleitschirmen experimentiert. David Barish veranstaltete in amerikanischen Skigebieten mit seinem selbstentwickelten Schirm Vorführungen im „Slope Soaring“ und machte den Sport so erstmals öffentlich bekannt. Es dauerte aber bis in die 1980er-Jahre, bis sich, beginnend im Alpenraum, Paragleiten zu einer eigenständigen Sportart entwickelte. Ging es anfangs vor allem darum, möglichst rasch von einem Berg ins Tal zu gleiten, so sind heute durch die Verbesserung des Materials, der Technik und der Nutzung der Thermik bereits lange Flüge mit großen Steigungen und sogar Kunstflugfiguren möglich.

Die Ausrüstung

Paragleiter brauchen keinen Motor und keine sperrigen Fluggeräte. Die gesamte Ausrüstung, bestehend aus Gleitschirm, Gurtzeug, Rettungsfallschirm und Helm, wird in einem Rucksack verstaut und kann einfach transportiert werden. Der elliptische Gleitschirm mit einer Fläche von etwa 20 bis 35 Quadratmetern besteht aus zweilagigem, beschichtetem Nylonstoff. Fangleinen verbinden den Schirm mit dem Gurtzeug, das ist ein Sitz, in dem der Sportler mit Gurten angeschnallt ist. Gesteuert wird mit den beiden Steuerleinen, die mit dem Gleitsegel verbunden sind. Das Anziehen an einer Leine bremst den Schirm auf dieser Seite ab und ermöglicht so das Fliegen von Kurven, beidseitiges Ziehen führt zum Abbremsen des Gleitschirms. Der Gleitschirm erreicht eine Eigengeschwindigkeit von rund 30 km/h und kann auf etwa 50 km/h beschleunigt werden.
Die Flugtechnik muss in Österreich wie auch in vielen anderen Ländern in einer Grundausbildung erlernt werden, Sicherheit und eine realistische Selbsteinschätzung sind dabei oberstes Gebot. Die Sondermarke zeigt in einem „luftigen“ Design mit dynamischem Farbkontrast eine Paragleiterin in ihrem Gurtzeug sowie eine Gesamtansicht des Fluggeräts.





Nennwert: 0,80 Euro
Ausgabetag: 19.10.2019
Markengröße: 50,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Roman Lipner-Keck
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 250.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 02.09.2019 07:05:07 Gelesen: 19401# 641 @  
Sport und Luft – Fallschirmspringen

Die 2018 begonnene Serie „Sportarten“ stellt populäre und auch weniger bekannte sportliche Disziplinen in den Mittelpunkt. Im heurigen Jahr sind die drei Marken Sportarten gewidmet, die in luftigen Höhen ausgeübt werden.

Der Sturz in die Tiefe

Fallschirmspringen ist der Sprung aus einem Luftfahrzeug wie einem Flugzeug, Hubschrauber oder Ballon. Schon Leonardo da Vinci fertigte Konstruktionszeichnungen eines funktionsfähigen Fallschirms an, und im Laufe der Zeit unternahmen zahlreiche Menschen Versuche, mit selbstkonstruierten Schirmgespannen von Türmen und Dächern zu springen. Als erster dokumentierter Fallschirmsprung gilt der Absprung des Franzosen Louis-Sébastien Lenormand, der sich 1783 mit einem stoffbespannten Weidengeflecht erfolgreich vom Turm eines Observatoriums stürzte. 1797 wagte André-Jacques Garnerin über Paris als Erster den Absprung aus einem Ballon. Seine Frau Jeanne Labrosse ging zwei Jahre später als erste Fallschirmspringerin in die Geschichte ein.

Die Idee des faltbaren Paketfallschirms stammte von der deutschen Fallschirmpionierin Käthe Paulus, die ab 1893 hunderte Sprünge absolvierte und im Ersten Weltkrieg auch das deutsche Heer beriet. Fallschirme etablierten sich schnell im militärischen Bereich, anfangs vor allem als Rettungsgerät, erst seit den 1950ern finden sie als ziviles Sportgerät Verbreitung.

Fallen und schweben

Fallschirmspringer haben einen Hauptfallschirm, einen Reservefallschirm und ein Gurtzeug. Ein Öffnungsautomat öffnet automatisch in einer gewissen Höhe den Reserveschirm, falls sich der Hauptschirm nicht geöffnet haben sollte. Nach dem Ausstieg aus dem Luftfahrzeug, meist in rund 4.000 Metern Höhe, folgt der freie Fall, der je nach Geschwindigkeit rund 60 Sekunden dauert. Bei einer Höhe von etwa 1.000 Metern wird der Fallschirm händisch geöffnet, die Landung erfolgt nach etwa fünf Minuten „Schirmfahrt“.
Der Einstieg ins Fallschirmspringen ist oft ein Tandemsprung gemeinsam mit einem geübten Springer. Erfahrene Springer versuchen sich im Zielspringen oder in anderen Disziplinen wie Figurenspringen oder Formationsspringen in einer Gruppe. Dabei werden im Freifall verschiedene Figuren geformt. Das Markenmotiv im luftig-grünen Design zeigt eine Fallschirmspringerin im freien Fall und bei der Schirmfahrt.





Nennwert: 0,90 Euro
Ausgabetag: 19.10.2019
Markengröße: 50,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Roman Lipner-Keck
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 220.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 04.09.2019 07:01:08 Gelesen: 19246# 642 @  
Sport und Luft – Segelfliegen

Die 2018 begonnene Serie „Sportarten“ stellt populäre und auch weniger bekannte sportliche Disziplinen in den Mittelpunkt. Im heurigen Jahr sind die drei Marken Sportarten gewidmet, die in luftigen Höhen ausgeübt werden.

Fliegen ohne Motor

Otto Lilienthal machte Ende des 19. Jahrhunderts erste Versuche mit einem Gleitflugzeug. Die Gebrüder Wright entwickelten ein Doppeldecker-Gleitflugzeug, das sie 1903 schließlich mit einem Motor versahen. Der Vertrag von Versailles untersagte nach Ende des Ersten Weltkriegs den unterlegenen Nationen aber den Motorflug, was schließlich das Interesse am Segelfliegen wieder anfachte. Im Rhön-Gebirge in Deutschland fanden in dieser Zeit auch die ersten Segelflugwettbewerbe statt. Ab den 1920er-Jahren gewann der Segelflug auch in Österreich an Bedeutung, einer der bedeutendsten Flugpioniere dieser Zeit war Robert Kronfeld, der zahlreiche Rekorde erzielen konnte.

Die Kräfte der Natur

Segelfliegen ist, vereinfacht gesagt, Fliegen ohne Motor. Die Form von Segelflugzeugen ist daher besonders aerodynamisch und zum Gleiten optimiert. Allerdings braucht ein Segelflugzeug Hilfe beim Aufstieg in die Lüfte: Mittels Seilwinde oder mit Hilfe eines Motorflugzeugs wird das Segelflugzeug in die Höhe gezogen. Nach dem Abkoppeln gleitet das Segelflugzeug nach den Gesetzen der Physik abwärts. Wind und Sonne sorgen dafür, dass das Flugzeug nicht rasch wieder zu Boden sinkt: Die von der Sonne erwärmte Luft steigt auf, und den durch diese Thermik entstandenen Aufwind oder etwa auch einen Hangaufwind kann die Pilotin oder der Pilot nutzen, um durch Kreisen wieder an Höhe und auch an Geschwindigkeit zu gewinnen.

Die hier wirkenden Kräfte können ein Segelflugzeug bei Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h mehr als tausend Kilometer weit bringen. Die Beherrschung des Fluggerätes erfordert eine gründliche Ausbildung mit sowohl praktischen als auch theoretischen Aspekten und entsprechenden Abschlussprüfungen. Gute Kenntnisse der Aerodynamik sind dabei ebenso wichtig wie Wissen über Meteorologie und die Auswirkungen der Geländeform.

Auf der Sondermarke sind eine Pilotin sowie ein Segelflugzeug in der Luft zu sehen. Der Farbkontrast und das Design der Marke erinnern – passend zum Thema „Sport und Luft“ – an Luftströmungen.





Nennwert: 1,80 Euro
Ausgabetag: 19.10.2019
Markengröße: 50,00 x 31,80 mm
Grafikentwurf: Roman Lipner-Keck
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 190.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 06.09.2019 07:04:05 Gelesen: 19058# 643 @  
Flachgauer Tracht

Im Mittelpunkt der Serie „Klassische Trachten“ steht diesmal das Dirndl aus dem Salzburger Flachgau. Die Alltagstracht besticht durch ihre frischen Farben und den typischen Schnitt.

Das Alltagsdirndl

Die Flachgauer Tracht ist eine erneuerte Tracht, die bewusst sehr frei in der Gestaltung angelegt ist, um die Kreativität und Vielfalt zu fördern und die Tracht optimal in den Alltag integrieren zu können. Charakteristisch sind der eckige Ausschnitt auf der Vorderseite des Oberteils sowie die aufgesetzte schmale Patte, die mit Druckknöpfen befestigt ist. Verwendet werden Stoffe aus Leinen, Baumwolle oder Mischgewebe in uni oder mit Blümchen- oder Karomuster, der Rock wird farblich mit dem Oberteil abgestimmt. Je nach Stoffmuster sind die Patte oder die Bordüre am Saum oft mit einer einfarbigen Paspelierung verziert. Alternativ wird auch in Anlehnung an die Festtracht statt des Oberteils mit Patte ein Leinen-Schnürmieder mit einer breiten Blende, einer Rückenteilungsnaht und eingefassten Trägern getragen. Die Schnürhaken des Mieders werden oft aufwendig aus Gold- oder Silberlegierungen gefertigt. Für feierliche Anlässe gibt es die Flachgauer Festtracht aus Seide oder Brokat, deren Leib mit floralen Motiven bestickt und mit Samt besetzt ist.

Das auf der Sondermarke abgebildete Flachgauer Dirndl besteht aus einem roten Leinenoberteil in Fischgrätbindung und einem farblich abgestimmten, bedruckten Rock mit einer Bordüre in der Farbe des Oberteils. Dazu wird mit einer breiten Schleife eine hellgrüne Baumwollschürze mit Streublümchen gebunden. Eine einfache weiße Dirndlbluse mit kurzen Ärmeln und einer roten Paspelierung am eckigen Ausschnitt und an den Ärmeln komplettiert das Dirndl.

Vielfältig wie die Region

Der Flachgau ist der nördlichste Gau und umringt die Landeshauptstadt Salzburg. Mit seinen Seen, Becken und Bergen bietet er viel Abwechslung, und so vielfältig wie die Landschaft sind auch die regionalen Dirndlvarianten. Eines der bekanntesten Dirndln aus dem Flachgau ist das Henndorfer Dirndl. Es wird gern aus blau kariertem Stoff („Bettzeugkittel“) genäht und hat eine geknöpfte Patte. Die Schürze wird nicht wie sonst üblich mit einer Schleife gebunden, sondern mit Knöpfen am Dirndl befestigt.





Nennwert: 0,80 Euro
Ausgabetag: 25.10.2019
Markengröße: 31,80 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 350.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
 
Brigitte Am: 28.10.2019 10:12:22 Gelesen: 4268# 644 @  
Weihnachten 2019 – Weihnachtsbaum mit Kristall

Ein besonderer Weihnachtsbaum

Ein glitzernder geschliffener Kristall schmückt die Spitze dieses außergewöhnlichen, typografisch gestalteten Weihnachtsbaums und zaubert festliche Stimmung auf Ihre Weihnachtspost.

Auf dem grünen Hintergrund der Briefmarke zeichnet sich der Umriss eines Weihnachtsbaums ab. Der Baum ist nur durch die ikonische Form angedeutet – kein Stamm, keine Nadeln, keine Zweige sind zu sehen, und dennoch weiß man sofort, was dargestellt ist.

Das Außergewöhnliche an diesem Weihnachtsbaum ist, dass er ausschließlich aus weißen typografischen Ornamenten gebildet ist, die wie zarter Schmuck die unsichtbaren Äste des Baums zieren und gleichzeitig seine Silhouette bilden. Die filigranen Elemente erinnern ein wenig an luftiges Engelshaar oder an feinen Schnee. Typografische Schnörkel, Schlaufen, stilisierte Ranken – die Vielfalt der schmückenden Formen ist groß.

Ornamentik und Typografie

Verzierende Elemente aus der dekorativen Kunst nennt man Ornamente. Sie dienen der Ausschmückung von Bildern, Büchern, Vasen, Bauwerken oder Möbelstücken und spiegeln dabei das Verständnis von Schönheit der jeweiligen Kultur und Epoche wider: Aus der griechischen Antike kennt man etwa die Mäander, während der Jugendstil für seine floralen Elemente und geschwungenen Linien bekannt ist.

Bücher werden seit jeher gerne verziert, etwa mit aufwendig gestalteten Initialen in mittelalterlichen Handschriften oder mit prachtvollen Buchumschlägen. Ornamente spielen eine große Rolle in der Typografie, der Gestaltung eines Druckwerks mit Schrift, die weit über die bloße Auswahl einer Schriftart hinausgeht. Im Druckwesen bezeichnet man Lettern, die keine Schriftzeichen, sondern Ornamente tragen, als typografische Ornamente oder Zierrat. Typografische Schnörkel werden an Buchstaben am Anfang oder Ende eines Wortes angehängt. Elemente wie Vignetten, Fleurons (stilisierte Blumen) oder Schlussstücke zeigen meist das Ende eines Textabschnitts oder den Beginn eines neuen Kapitels an, kunstvolle Ornamente schmücken Titelblätter und Vorsatz. In der gegenwärtig erkennbaren „Renaissance der klassischen Typografie“ werden diese Ornamente auch in modernen digitalen Schriften wieder angeboten.





Nennwert: 2,70 Euro
Ausgabetag: 08.11.2019
Markengröße: 32,50 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 190.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 30.10.2019 07:04:05 Gelesen: 3913# 645 @  
Gemeinschaftsausgaben Luxemburg – Kaiser Karl V.

Der Weltenherrscher

Kaiser Karl V. war jener Habsburger Monarch, in dessen Reich „die Sonne nie unterging“. Dieser Markenblock in einer Gemeinschaftsausgabe mit der Post Luxembourg erinnert an den machtvollen Herrscher.
Karl wurde 1500 als Sohn Philipps I. von Habsburg in Burgund geboren. Sein Großvater Kaiser Maximilian I. hatte durch die Verheiratung Philipps mit Johanna von Kastilien den Anspruch der Habsburger auf Spanien gesichert.

Als Philipp I. bereits 1506 verstarb, wurde der sechsjährige Karl von seiner Tante Margarete, der Statthalterin in den Niederlanden, als künftiger Herrscher aufgezogen. 1515 erklärte Kaiser Maximilian seinen Enkel für mündig, Karl wurde somit Herzog von Burgund und der Burgundischen Niederlande und damit auch von Luxemburg, das 1441 an das Haus Burgund gefallen war. Nach dem Tod des spanischen Königs wurde Karl 1516 König von Spanien. Mit Maximilians Tod 1519 erbte er auch den Titel Erzherzog von Österreich und wurde zum römisch-deutschen König sowie in weiterer Folge zum Kaiser.

Kaiser Karl V.

Karl V. verstand sich als Bewahrer des Friedens und des Glaubens, gleichzeitig war er bestrebt, seine Herrschaft in den reichen neuen Kolonien in Südamerika auszudehnen. Zeit seines Lebens war Karl V. in Konflikte mit Frankreich verstrickt, und innerhalb seines Reiches trat die Reformation unter Martin Luther ihren Siegeszug an. 1556 trat Karl von seinen Ämtern zurück und überließ seinem Sohn Philipp II. die spanischen Gebiete. Sein Bruder Ferdinand war bereits seit 1521 Erzherzog von Österreich. Karl V. verstarb 1558 in einem spanischen Kloster.

Als Herrscher über ein Weltreich beherrschte Karl V. neben Französisch, Flämisch und Latein auch ein wenig Deutsch, Italienisch und Spanisch. Seine Aussage „Quot linguas calles, tot homines vales“ („So viele Sprachen du kannst, so oft bist du Mensch“) wird heute gerne als Sinnbild einer globalisierten Gesellschaft verwendet, während Karl es wohl eher als Ausdruck seines Machtanspruchs sah. Der Markenblock zeigt ein Gemälde Karls V. mit seinem Hund, es stammt von seinem Zeitgenossen Jakob Seisenegger, der als Schöpfer der habsburgischen Repräsentationsbildnisse mit Darstellung der ganzen Figur gilt. Das Werk war Vorbild für ein berühmtes Porträt Karls V. von Tizian.





Nennwert: 1,75 Euro
Ausgabetag: 08.11.2019
Markengröße: 43,00 x 51,00 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 120.000 Marken in Blöcken zu 1 Stück
 
Brigitte Am: 01.11.2019 07:01:02 Gelesen: 3491# 646 @  
Weihnachten 2019 – 70 Jahre Postamt Christkindl selbstklebend

Die Wallfahrtskirche Christkindl

Zum Jubiläum 70 Jahre Postamt Christkindl verausgabt die Österreichische Post zwei attraktive Weihnachtsbriefmarken in unterschiedlichem Design, die beide ein winterliches Aquarell der Wallfahrtskirche von Christkindl zeigen.

Auf der Weihnachtsbriefmarke im modernen Design steht die Zahl 70 im Vordergrund, die auf die diesjährige 70. Saison des Postamts Christkindl verweist. In winterlich-weihnachtlichem Blau und Gold umrahmt die Zahl das von Altbischof Dr. Reinhold Stecher geschaffene Aquarell mit der schneebedeckten barocken Wallfahrtskirche Christkindl in Steyr, die unmittelbar neben dem Postamt Christkindl liegt.
Der Bau der Kirche „Zum Christkindl unterm Himmel“, wie sie auch genannt wird, wurde 1702 nach Plänen des Barockbaumeisters Carlo Carlone begonnen und unter der Leitung von Jakob Prandtauer vollendet. Die kleine Wachsfigur des Christkindls, das der Steyrer Ferdinand Sertl um 1695 in den Fichtenstamm gestellt hatte, befindet sich heute in einem kleinen Schrein am Hochaltar oberhalb des vergoldeten Tabernakels in Form einer Weltkugel.

Das Postamt Christkindl

Am 15. Dezember 1950 öffnete das Postamt Christkindl erstmals seine Pforten. Der improvisierte Postschalter befand sich damals in der Küche des Mesners der Kirche, wo die Postexpedientin Johanna Zeilinger rund 42.000 Postsendungen mit dem ersten Christkindl-Sonderstempel versah. Im zweiten Jahr übersiedelte das Postamt in das nebenan liegende Gasthaus „Zur schönen Aussicht“, das heute als Hotel und Restaurant „Christkindlwirt“ geführt wird. Seitdem ist dort in der Post Stube das Postamt Christkindl untergebracht. Seit 1951 werden neben inländischen Postsendungen auch solche aus dem Ausland abgestempelt.

1953 verausgabte die Österreichische Post erstmals eine eigene Weihnachtsbriefmarke. Rund 1,8 Millionen Briefsendungen, die „über Christkindl“ an das Postamt Christkindl verschickt werden, werden dort alljährlich mit dem Weihnachtsstempel oder mit dem Dreikönigsstempel, der vom 27. Dezember bis zum 6. Jänner verwendet wird, abgestempelt. Im Weihnachtspostamt Christkindl werden auch viele tausende Briefe beantwortet, die Kinder aus aller Welt an das Christkind schicken.





Nennwert: 0,90 Euro
Ausgabetag: 15.11.2019
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Agnes Steiner
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 600.000 Marken auf Rollen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 04.11.2019 07:01:01 Gelesen: 2906# 647 @  
Weihnachten 2019 – Goldene Sams-Krippe

Die „Sams-Krippe“

Die Weihnachtsmarke zeigt Maria und Josef mit dem Jesuskind als geschnitzte Figuren der historischen Goldenen Sams-Krippe aus dem Schlossmuseum Linz.

Die Weihnachtskrippe hat bereits eine lange Geschichte hinter sich. Sie war ursprünglich zur Weihnachtszeit in der Pfarrkirche von Bad Ischl im oberösterreichischen Salzkammergut aufgestellt. Später erwarb der Bad Ischler Johann Bramberger, vulgo Sams, die Krippe und gab ihr in seinem Haus am Fuße des Siriuskogels eine neue Bleibe. Als einem der ersten Bad Ischler wurde Bramberger im Ersten Weltkrieg die Goldene Tapferkeitsmedaille verliehen, was ihm im Ort den Namen „Goldener Sams“ einbrachte. Die ehemalige Pfarrkirchenkrippe konnte man in seinem Haus „hinterm Hundskogel“, wie der Siriuskogel im Volksmund immer noch heißt, besichtigen, und bald wurde der Name des Besitzers auf die Krippe übertragen, die fortan „Goldene Sams-Krippe hinterm Hundskogel“ hieß. 1955 erwarb das Oberösterreichische Landesmuseum die Krippe, sie ist heute im Schlossmuseum Linz ausgestellt.

Die Krippenfiguren

Die Landschaftskrippe besteht aus mehr als 160 Einzelfiguren und einer Darstellung der Stadt Bethlehem im Stil der typischen Bad Ischler Bürgerhäuser aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. In der jetzigen Aufstellung hat sie eine Breite von fast 4 und eine Tiefe von 1,45 Metern. Die Figuren stammen aus der Zeit von 1780 bis 1860, der Bestand wurde immer wieder ergänzt und erweitert. So können auch Wechselszenen dargestellt werden, etwa die Herbergssuche, der Kindermord von Bethlehem und die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige mit ihrem großen Gefolge. Bis heute gehört das Aufstellen der Krippenfiguren im Salzkammergut zu den eifrig gepflegten Familienbräuchen und ist auch als immaterielles Kulturerbe der UNESCO geschützt.

Die Krippenfiguren wurden von Schnitzern aus der Region gefertigt, die jedoch namentlich nicht bekannt sind. Das Krippenschnitzen – im Salzkammergut „Schnegern“ genannt – war für die Forstarbeiter ein beliebtes Zubrot im Winter. Die einzelnen Figuren sind zum Teil aufwendig bemalt. Dabei präsentieren sich die Hirten in der landesüblichen Tracht, und in manchen kleinen Szenen gibt es viel aus der näheren Umgebung zu entdecken.





Nennwert: 0,90 Euro
Ausgabetag: 22.11.2019
Markengröße: 32,50 x 40,00 mm
Grafikentwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 1.000.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 06.11.2019 07:03:04 Gelesen: 2326# 648 @  
Weihnachten 2019 – 70 Jahre Postamt Christkindl nassklebend

Weihnachtsbriefmarken von Bischof Stecher

Zum Jubiläum 70 Jahre Postamt Christkindl verausgabt die Österreichische Post zwei attraktive Weihnachtsbriefmarken in unterschiedlichem Design, die beide ein winterliches Aquarell der Wallfahrtskirche von Christkindl zeigen.

Dieses Aquarell stammt vom Innsbrucker Altbischof Dr. Reinhold Stecher, der nicht nur Briefmarkensammler, sondern auch Hobbymaler war und von 2005 bis zu seinem Tod 2013 sieben Weihnachtsbriefmarken für die Österreichische Post gestaltete. Bereits im Jahr 2006 war dieses Aquarell von Christkindl das Motiv einer Weihnachtsbriefmarke.

Dr. Reinhold Stecher verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in seiner Heimat Tirol. Er war begeisterter Bergsteiger, Autor, Zeichner und Maler, was in den stimmungsvollen Motiven der von ihm geschaffenen Adventmarken auch zum Ausdruck kommt: „Ich steuere ja zum Geheimnis der Weihnacht nur ein wenig Stimmung bei. Aber da kein christliches Fest in unsere Gesellschaft emotional tiefer eingebettet ist als Weihnachten, kann die kleine Erinnerung auf der Briefecke doch dazu beitragen, dass da nicht nur der Brief, sondern auch das Herz auf die Reise geht in Richtung des großen Friedens.“

Berühmt ist Christkindl nicht nur für die malerische Wallfahrtskirche, sondern auch für sein Weihnachtspostamt, das heuer seine 70. Saison feiert: Am 15. Dezember 1950 öffnete das Postamt Christkindl erstmals seine Pforten. Millionen Menschen schicken seitdem ihre Weihnachtspost mit der Zusatzmarke „Über Postamt Christkindl“ und lassen sie dort mit dem alljährlichen Sonderstempel versehen. Tausende Briefe, die Kinder ans Christkind schicken, werden ebenfalls im Postamt Christkindl beantwortet.

„Zum Christkindl unterm Himmel“

So wird die Wallfahrtskirche in Christkindl, einem Stadtteil von Steyr in Oberösterreich, auch genannt. Die Legende sagt, dass 1695 Ferdinand Sertl aus Steyr eine Wachsfigur des Jesuskinds in einen hohlen Baum stellte und dort für seine Heilung betete. Als er tatsächlich gesund wurde, sprach sich das rasch herum. Immer mehr Menschen pilgerten zum Christkind im Baum. Bald wurde eine Holzkapelle um den Baum errichtet, und im 18. Jahrhundert gab schließlich der Abt des Stifts Garsten den Auftrag zum Bau der heutigen Barockkirche.





Nennwert: 0,80 Euro
Ausgabetag: 29.11.2019
Markengröße: 34,50 x 50,00 mm
Grafikentwurf: Agnes Steiner
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 2.100.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Brigitte Am: 08.11.2019 07:05:07 Gelesen: 1848# 649 @  
Weihnachten 2019 – Kinder mit Schlitten

Eine Schlittenfahrt im Schnee

Ein nostalgisches Motiv ziert die selbstklebende Weihnachtsmarke: Zwei Kinder führen auf dem Schlitten einen kleinen Tannenbaum, der wohl am Heiligen Abend zuhause in der Stube als Christbaum aufgeputzt werden soll.

Die Kinder haben viel Spaß bei ihrer Fahrt mit dem Schlitten: Der Bub schiebt die Rodel an, das Mädchen hält das Bäumchen fest in den Händen, um es nicht zu verlieren. Warm angezogen sind sie, mit Jacken und Mützen, Schal, Stiefeln und dicken Strümpfen, damit sie nicht frieren.

Das Briefmarkensujet stammt von einer Farblithografie auf einer Weihnachtspostkarte aus der Zeit um 1900. Damals konnten sich die wenigsten Menschen große Geschenke leisten. Ein geschmückter Baum, ein festliches Mahl – und der Besuch der Weihnachtsmesse mit der Familie war für viele der Höhepunkt des Heiligen Abends. Wenn es etwas Besonderes gab, dann waren das meist kleine Naschereien wie Zuckerwerk, Lebkuchen, vergoldete Nüsse oder Äpfel auf dem Baum – festliche Köstlichkeiten, die es sonst kaum gab.

Oh Tannenbaum!

Der Brauch, zu Weihnachten einen geschmückten Baum aufzustellen, hat lange Tradition. Grüne Zweige sind ein Symbol für Fruchtbarkeit und das Wiedererwachen der Natur. Schon die Römer schmückten zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen als Zeichen des Lebens. Im Mittelalter stellte der Baum bei Krippenspielen in der christlichen Kirche den Paradiesbaum dar, von dem Eva den Apfel pflückte. Im Laufe der Zeit wurde der Baum nicht nur mit Äpfeln, sondern auch mit Süßigkeiten und anderen Früchten geschmückt, und schließlich wurden auch außerhalb der Kirche immer aufwendiger dekorierte Tannenbäume aufgestellt. Der geschmückte Weihnachtsbaum wurde sowohl in der protestantischen als auch in der katholischen Bevölkerung zum weihnachtlichen Brauch, der sich im 19. Jahrhundert in allen gesellschaftlichen Schichten verbreitete und mit den Auswanderern auch nach Übersee gelangte. Heute sind der Fantasie beim Schmücken keine Grenzen gesetzt – allerorts glitzert es in bunten Farben, Sprühkerzen funkeln und Süßes verlockt zum Naschen. Alternativ verzieren manche ihren Baum auch mit Strohsternen, Zapfen und anderen Naturmaterialien.





Nennwert: 0,80 Euro
Ausgabetag: 29.11.2019
Markengröße: 42,00 x 33,35 mm
Grafikentwurf: Anita Kern
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. / Offsetdruck
Auflage: 2.000.000 Marken auf Rollen zu 50 Stück
 

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