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Thema: Kommt der Zusammenschluss Arge Notopfer mit Arge Bauten ?
Das Thema hat 42 Beiträge:
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DL8AAM Am: 16.01.2026 16:50:00 Gelesen: 2988# 18 @  
@ Altsax [#17]

Genau das war auch meine erste Idee. Jede ArGe lebt von der aktiven Mitarbeit und was viel wichtiger ist, von Artikeln im Mitgliedermagazin. Und ich gehe mal davon aus, dass nach 70-80 Jahren intensiver Forschung in so einem abgegrenzten Bereich fast alles bereits mal gesagt und geschrieben wurde. Natürlich bietet sich auch nach vielen Jahrzehnten immer noch ein Raum für Forschung, aber ... für ein aktives Leben dürfte es hier in jedem Fall trotzdem enger werden können.

Zumal womöglich heutige "Neuforschung" in vielen Fällen kaum noch mit Hobbyistenressourcen stattfinden dürfte, wer hat schon ein REM oder ähnliche Hightech-Gerätschaften im Hobbyzimmer stehen? ;-) ... und wer hat gleichzeitig dann auch noch das Händchen wissenschaftliche Ergebnisse publizistisch 'im modernen Style' darzustellen.

Zur Erinnerung, wir bewegen uns hier im ehrenamtlichen Hobbybereich 'ohne Bezahlung' und nicht im Profibereich mit entsprechenden, kostenintensiven Ressourcen (technisch, wie personell). TeeKay hat hier zwar inhaltlich (meist) vollkommen Recht, um heute unter den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin erfolgreich sein zu können, benötigen wir eine "Professionalisierung", ja richtig, kein Widerspruch, aber diese Erkennisse gehen an der Wirklichkeit von Vereinen mit Minimalstbeiträgen von 'Gleichgesinnten' zur gemeinsamen Freizeitgestaltung mit "Belanglosigkeiten" vorbei. Und das gilt nicht nur bei uns ...

Im Prinzip ist das Einzige, wenn wir mal ehrlich sind, was wir Hobbyisten mit unseren Hobbymitteln wirklich ändern können, das sich potentielle Interessenten aus der "Außenwelt" bei uns willkommen und wohl fühlen. Und dass man bereit und offen genug ist, sich diese Interessenten auch mal in der digitalen Welt zu suchen.

Beste Grüße
Thomas
 
TeeKay Am: 16.01.2026 17:00:31 Gelesen: 2974# 19 @  
Ich wurde außerhalb des Forums bzgl. der Beiträge in diesem Thread kontaktiert und kritisiert. Ehrenamtliches Engagement würde herabgewürdigt werden. Und es würden marktwirtschaftliche Begriffe wie Kund:innen, Konsum und Anbieter auf ehrenamtliche Strukturen übertragen werden. Vereine seien keine Dienstleister und Vorstände keine bezahlten Manager.

Der Gesetzgeber sieht den Vereinsvorstand als Vertreter des Vereins nach innen und außen, der die Geschäfte des Vereins im Sinne des Satzungszwecks führt und verantwortet. D.h. er hat eine aktive Rolle einzunehmen, den Satzungszweck zu verfolgen und nicht passiv darauf zu warten, dass der Satzungszweck schon irgendwie von allein erfüllt werden würde. Wer einen Vorstandsposten übernimmt, übernimmt die Verantwortung für das Gedeihen des Vereins. Das bedingt zwingend aktives Handeln, aktives Entwickeln von Strategien, aktives Vorantreiben selbiger Strategien. Wer das nicht will, soll sich nicht zum Vorstand wählen lassen.

Vereine konkurrieren mit gewinnorientierten Anbietern

Vereine sind Teil eines marktwirtschaftlich organisierten Wirtschaftsmodells und leben nicht parallel neben einem marktwirtschaftlichen Modell vor sich hin. Denn solange die Menschen mit einer einzigen Währung arbeiten, können sie ihr Geld nur einmal ausgeben. Entweder für Angebote gewinnorientierter Anbieter oder für ehrenamtlich tätige Anbieter. Würden wir uns in Deutschland entscheiden, eine Komplementärwährung einzuführen, z.B. ehrenamtlich tätigen Menschen ein Gehalt in Ehreneuro auszuzahlen, die auch nur bei ehrenamtlich tätigen Anbietern wieder ausgegeben werden können, dann gäbe es zwei parallel arbeitende Wirtschaftsmodelle. Solange das nicht so ist, konkurrieren ehrenamtlich tätige Vereine selbstverständlich mit gewinnorientierten Anbietern um die Gunst der Kund:innen.

Menschen kaufen Produkte, manchmal auch Ideen, keine Arbeitsbedingungen

Den Menschen da draußen ist es völlig egal, ob ein Verein(svorstand) ehrenamtlich arbeitet oder nicht. Die Menschen da draußen sehen ein Angebot, und je nach dem, wie attraktiv dieses Angebot angesehen wird, nehmen sie das Angebot an oder lassen es. In der Philatelie wird das Angebot in der Regel als so unattraktiv angesehen, dass es eher gelassen wird - darum sind so viele Vereine in der Lage, in der sie sind. Die meisten Menschen wollen nicht Vereinsmitglieder werden. Die wollen nicht forschen, nichts schreiben, an keinen Wahlen teilnehmen, sich nicht aktiv einbringen und schon gar nicht irgendwas verändern. Die meisten Menschen wollen einfach etwas konsumieren. Es geht um das, was die Vereine Rundbrief nennen. Es geht um ein Produkt.

Und je eher sich die Vereine dieser Realität stellen, je eher sie begreifen, dass sie aus Sicht des Marktes nur ein weiterer Akteur sind, der ein Produkt/Dienstleistung anbietet, umso besser für alle. Denn in dem Moment, in dem die Vereinsvorstände beginnen, in Produkten, in Kund:innen und Anbietern zu denken, beginnen sie auch, gute Produkte zu entwickeln und auf passenden Wegen zu vermarkten, um dem satzungsgemäßen Vereinszweck zu entsprechen.

Vereinsvorstände können gern Ersatz suchen, wenn sie ihre Aufgabe nicht können oder wollen

Und wenn das die aktuellen Vorstände nicht können oder wollen, dann wäre es ihre Pflicht, Menschen zu organisieren, die es können und wollen. Das sind in der Regel jedoch nicht die Menschen, die man zwangsweise zu Vereinsmitgliedern machte, obwohl sie nur ein Produkt konsumieren wollten. Um Menschen anzuziehen, die ein attraktives Produkt entwickeln und vermarkten möchten und können, um dem satzungsgemäßen Vereinszweck zu dienen, muss der Verein selbst sich erst einmal als attraktiver Chancenermöglicher präsentieren. Der Verein muss wahrgenommen werden als Vehikel zur Selbstverwirklichung. Denn auch die Menschen, die etwas verändern können und wollen, interessieren sich hauptsächlich für sich und nicht für irgendwelche noblen Ehrenämter.

Jammern hilft nicht, Kund:innen und Mitarbeiter:innen zu gewinnen

Solange die Philatelie im Bettelstatus verharrt, im Status des Jammerns und des Hoffens, dass da jemand kommen möge, der eine kaputte Struktur aufrechterhält, einfach weil es jemand tun muss, solange wird der Weg in den Untergang weiter unbeirrt beschritten. Solange wird es weiter Vereinsauflösungen, Beitragserhöhungen bei gleicherzeitiger Leistungsreduktion, schrumpfende Mitgliederzahlen, sinkende Nachfrage, Überalterung und mangelnden Nachwuchs geben. Sprich: Die Kund:innen bleiben einfach weg, weil es andere Anbieter gibt, die es verstehen, attraktivere Angebote zu machen. Anbieter, die mit Produkten begeistern und nicht mit Jammern auf Mitleid hoffen. Im Status des Jammernden ist man automatisch unattraktiv sowohl für Kund:innen als auch Mitarbeiter:innen.

Wer als Vereinsvorstand Dank und Wertschätzung erhalten möchte, muss etwas tun, das als Verbesserung, als Wachstum, als positive Veränderung wahrgenommen wird. Dank und Wertschätzung gibt es für Ergebnisse und nicht dafür, sich in den ehrenamtlich tätigen Vorstand wählen zu lassen und den Untergang zu verwalten.
 
Droenix Am: 16.01.2026 18:36:40 Gelesen: 2922# 20 @  
@ Altsax [#17]

Ist jeder Zusammenschluss möglich und erfolgreich? Würde sich die FG Sachsen mit der Arbeitsgemeinschaft Bezirksstempelaufdrucke SBZ 1948 e.V.zusammengehen? Wohl nicht, auch wenn damit der Horizont der Sachsen-Sammler sehr stark erweitert werden könnte!

Es ist notwendig, dass eine größere Übereinstimmung bei den Sammlern gibt. Am besten wäre natürlich, wenn es bereits eine starke Überschneidungen der Sammler bei den beiden ArGes vorliegt. Ich sammele NOB, aber nicht Bauten. Wäre ich Mitglied, würde ich einem Zusammenschluss nicht zustimmen, denn es würde sich für mich keine Vorteile geben.

Ich gebe TeeKay in vielen Aussagen recht. Der Vorstand sollte die Mitglieder früher ansprechen, mehr mitzuarbeiten. Der Vorstand sollte auch die Mitglieder auf so einen Vorstandsposten vorbereiten. Ich selbst habe mich bei einer ArGe, bei der ich Mitglied bin, für die Übernahme der Rundbriefe als Kandidat angemeldet. Der bisherige Vorstand dafür ist über 80 Jahre alt und es ist vorhersehbar, wann er zurücktritt. Mir ist klar, dass ich dafür einige Jahre Einarbeitung benötige, aber das hätte ich gerne gemacht. Ich bekam nicht einmal eine Antwort. Wenn dieses Mitglied diese Aufgabe nicht mehr ausüben wird, dann ist der Bestand auch dieser ArGe extrem gefährdet.
 
Altsax Am: 17.01.2026 11:34:57 Gelesen: 2747# 21 @  
@ Droenix [#20]

"Ist jeder Zusammenschluss möglich und erfolgreich? Würde sich die FG Sachsen mit der Arbeitsgemeinschaft Bezirksstempelaufdrucke SBZ 1948 e.V.zusammengehen? Wohl nicht, auch wenn damit der Horizont der Sachsen-Sammler sehr stark erweitert werden könnte!

Es ist notwendig, dass eine größere Übereinstimmung bei den Sammlern gibt. Am besten wäre natürlich, wenn es bereits eine starke Überschneidungen der Sammler bei den beiden ArGes vorliegt. Ich sammele NOB, aber nicht Bauten. Wäre ich Mitglied, würde ich einem Zusammenschluss nicht zustimmen, denn es würde sich für mich keine Vorteile geben."


Das ist selbstverständlich zutreffend. Man muß dafür keine Extrembeispiele heranziehen wie Altsachsen und die Bezirkshandstempel. Preußen und Sachsen wäre näherliegend, hätte aber auch nur wenige Überschneidungen. Entscheidend ist doch der Nutzen einer Arge für die Mitglieder, der sich im Wesentlichen aus der Wissensvermittlung, dem Wissensaustausch und der gemeinsamen Erarbeitung neuer Erkenntnisse ("Forschung") ergibt. Darüber hinaus kann schon die Geselligkeit mit Gleichgesinnten ein Wert an sich sein.

Daß aktive Vorstände im Laufe der Zeit zu inaktiven Bremsern und Blockierern mutieren können, ist keine seltene Erscheinung. Dem muß jeder Verein frühzeitig durch die Einbindung jüngerer Mitglieder in die Vorstandsarbeit entgegegnwirken. Das unterbleibt häufig aus Bequemlichkeit, solange "alles läuft".

Richtig ist in jedem Falle, daß ein Zusammenschluß für alle beteiligten Nutzen stiften muß. andernfalls wäre das nur eine "elegante" Form der Beerdigung einer Arge.
 
bovi11 Am: 17.01.2026 12:11:36 Gelesen: 2708# 22 @  
Mit der Fragestellung in der Überschrift hat so gut wie kein Beitrag etwas zu tun.
 
fdoell Am: 18.01.2026 10:02:58 Gelesen: 2530# 23 @  
@ bovi11 [#22]

Die Antwort auf die Frage wird es erst geben, wenn die beiden Arbeitsgemeinschaften darüber entschieden haben. Alles, was Philaseiten-Leser hier beitragen könnten, wenn sie nicht zu den Arbeitsgemeinschaften gehören, ist naturgemäß reine Spekulation.

Auch der Eröffnungsthread beinhaltete nicht diese Fragestellung. Da klagte nur ein Vorsitzender sein Leid. Die Überschrift ist also bereits das Aufzeigen eines möglichen Auswegs aus diesem Leid. Die Beiträge befassen sich abwechselnd mit der Situation in den ArGen und den Themen, die sich aus einem Zusammenschluss von Arbeitsgemeinschaften ergeben können. Es wurde also Schwarmwissen und Meinungen in Verbindung mit der Thematik aktiviert. So ist das nun mal in den so genannten sozialen Medien: nicht immer gibt es eine direkte Antwort auf die Frage. Manchmal bekommt man jedoch Hilfestellungen, nach denen man gar nicht gefragt hat.

Aber vielleicht hast du ja etwas Sinnvolles beizutragen, dann lass mal hören (bzw. lesen).

PS. Ich sehe, dass du Mitglied einer der genannten ArGen bist. Hast du denn eine Meinung zum Thema Fusion?
 
bovi11 Am: 18.01.2026 13:16:46 Gelesen: 2449# 24 @  
@ fdoell [#23]

Ich erinnere an Richards Beitrag unter [#7]

"Es geht hier ganz konkret NUR und AUSSCHLIESSLICH um die Arge Notopfer und Arge Bauten. Siehe Überschrift. In keiner bist Du Mitglied und wie es aussieht hast hast Du auch keine Insiderkenntnisse ("kann nichts dazu sagen"), genau wie ich, daher sollten wir beide lieber schweigen."

Ein Schreibzwang besteht nach meiner Kenntnis nicht.
 
fdoell Am: 18.01.2026 23:25:28 Gelesen: 2289# 25 @  
@ bovi11 [#24]

Nö, gibt es nicht.

Ich frage mich nur gerade, warum wohl der Vorsitzende Michael Hofmann den Eröffnungsbeitrag an Richard zur Veröffentlichung auf den Philaseiten geschickt hat.

Eine Idee dazu: weil zu viele Mitglieder nicht sagen oder schreiben was sie gerne hätten, was ihre Ideen dazu sind und ihre Befürchtungen usw. Würde jedenfalls ins Bild passen, das mit solchen Äusserungen wie „kein Schreibzwang“ gezeichnet wird.

Wenn es dir nicht recht ist, dass über etwas anderes als die Überschrift im engeren Sinne hier diskutiert wird, du selbst aber keine Meinung dazu äussern möchtest - vielleicht solltest du dann mal jenem Michael Hofmann sagen, dass dies womöglich das falsche Forum ist, so etwas zu diskutieren.

Aber halt, da müsstest du ja eine Meinung haben und äussern, geht also wahrscheinlich wieder nicht. Zu blöd.

Wenn ihr in eurer ArGe alle so vorgeht (keine Meinung oder Idee zur ArGe-Zukunft zu äussern), kann ich MH womöglich sogar verstehen…
 
Schimmel Am: 21.01.2026 09:50:33 Gelesen: 2035# 26 @  
Finde diese Diskussion, wie sie sich entwickelt hat, durchaus interessant und in vielen Punkten bedenkenswert.

Bin dort auch kein Mitglied, aber finde, man muß nicht alle Teilaspekte, die eine ArGe abdeckt, selbst sammeln, um sie interessant zu finden. Verweise da auf Beitrag [#14], wo eine Fusion offensichtlich geklappt hat, ohne daß jeder auf einmal ein neues Gebiet anfangen muß.

Auch in der ArGe, in der ich bin, gibt es nur prinzipiell miteinander verknüpfte Sammelgebiete, was es nicht immer einfach macht, alle unter einen Hut zu bekommen, aber trotzdem funktioniert es. Und auch dort sind max 10-20% wirklich aktiv dabei.

Und jüngere und Vorstandsarbeit kann auch an anderen Dingen als Unwillen scheitern. Ein Vollzeitjob beispielsweise oder andere persönliche Lebensumstände. Einbringen, Ideen haben und vielleicht auch die eine oder andere KLEINE Aufgabe ist meine Meinung nach meist drin, sollte aber auch nur übernommen werden, wenn man sich sicher ist, es auch hinzubekommen. So halte ich es jedenfalls.

Schimmel
 
ThomasB904 Am: 12.02.2026 09:44:07 Gelesen: 1580# 27 @  
Hallo,

grundsätzlich haben beide ARGEN eine ähnliche Struktur und damit auch ähnliche Herausforderungen.

Als "Bundesverein", auch noch mit ausländischen Mitgliedern, sind Treffen aufwendiger und damit seltener als z.B. bei einem großen regionalen Briefmarkenverein in Köln oder Aachen.

Dennoch haben wir von der ARGE Bauten regelmäßig drei unterschiedliche regionale Treffen. Erfahrungsgemäß ist dabei das Zeitfenster der "Jahreshauptversammlung" aus Sicht der Sammler das Langweiligste. Es geht vielmehr um Kommunikation/Austausch, Tausch, An- und Verkauf etc.

Der demographische Wandel, oder brutal das Altern der Mitglieder, führt dazu, dass die Teilnehmer der Treffen körperlich nicht mehr so fit sind. Mal eben 650 km zum Treffen fahren geht mit 60 leichter als mit 85. Auch wenn die Teilnehmerzahl unserer Treffen bislang zwischen 30 und 40 Personen liegt, ist die Projektion auf die nächsten 5 bis 10 Jahre schwierig, bzw. absehbar.

Diese Ausführungen sind füe die meisten kalter Kaffee. Aber als ARGE leben wir vor allem von den Treffen und dem Austausch, nicht von der Mitgliederzahl. Ein Treffen motiviert die Mitglieder und Besucher aber nur dann, wenn es lebendig zugeht. Viele Leute, viele Informationen, viele Briefmarken aus dem Sammelgebiet.

Die Sammelgebiete Bauten und Notopfer haben eine ähnliche Postgeschichte, daher gibt es sowieso viele Doppelmitgliedschaften. Im ersten Step hatte Herr Hofmann den Gedanken die Treffen gemeinsam abzuhalten. Dies wird nun im März in Baunatal ergebnisoffen fortgeführt.

Thomas Bramsiepe
 
TeeKay Am: 12.02.2026 13:28:13 Gelesen: 1493# 28 @  
@ ThomasB904 [#27]

Aber als ARGE leben wir vor allem von den Treffen und dem Austausch, nicht von der Mitgliederzahl.

Wisst ihr das oder glaubt ihr das nur zu wissen? Möglicherweise gibt es unter den 8 Mrd Menschen ein paar, für die ein persönliches Treffen völlig unwichtig ist und denen die Arge auf anderen Wegen Mehrwert bieten könnte.
 
DL8AAM Am: 12.02.2026 16:19:05 Gelesen: 1420# 29 @  
@ TeeKay [#28]

Dann zeige Du mir unter den annähernd 10 Mrd. Menschen doch mal ein paar dutzend neue Interessenten, die sich aktiv mit der "Erforschung" dieser Themen beschäftigen bzw. beschäftigen wollen.

Eine Arge ist, wie der Name es schon bezeichnet, eine Arbeitsgemeinschaft, d.h. eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die zusammenarbeitet. Das sind keine Dienstleistungsunternehmen, die ein Produkt anbieten, dass dann einfach nur konsumiert wird.

Auch die Rundschreiben sind keine kommerziellen Magazine, die für "den Markt" gemacht sind. Eine handvoll von Nurleser kann so eine Organisationsform puffern, so wie im Sportverein die üblichen Karteilleichen (die man gerne mitnimmt, da man hier Einnahmen generiert, ohne eine echte Leistung erbingen zu müssen). Nur wenn der Anteil der inaktiven Nurleser und Karteileichen zu groß wird, kippt das komplette System. Die Zeit dass unser Hobby ein lebendiges Massenphänomen war, bei denen "99%" inaktive Konsumenten waren und bei denen die Restgruppe der 1% groß genug war, dass System zu tragen, ist vorbei.

Ohne aktive Mitarbeiter, ohne aktive Sportler, keine Arbeitsgemeinschaft, kein Sportverein. Das heisst, wie bereits oben richtig angesprochen, die reine Mitgliederzahl ist für ein Überleben dieser Organisationsformen keine relevante Zahl mehr. Arbeitsgemeinschaften sind keine gewerblichen Verlagsredaktionen, die ihre Schreiber bezahlen und Sportvereine sind keine Fittnessstudios. Das sind alles Unternehmungen, in die vereinfacht gesagt jemand finanzielle Mittel investiert, um eine Rendite zu erzielen.

Und genau das sind Arge (und Sportvereine) eben nicht, sondern dieses sind im wesentlichen reine ehrenamtlich agierende soziale Gemeinschaften von aus Überzeugung 'für lau' aktiven Zusammenarbeitern. Diese Formen können deshalb prinzipiell auch nicht mit diesen gewerblichen Marktteilnehmern erfolgreich und nachhaltig konkurrieren. Deshalb ist Dein immer angeführter Ansatz mit Marktmechanismen grundsätzlich nicht zielführend, diese Mechanismen können nur von Unternehmungen bedient werden, die eher auf 'Gewerblichkeit' ausgerichtet sind, die entsprechende arbeitsteilige "fachfremde Abteilungen" nutzen können (der Buchhalter baut keine Autos, der geht zu Volkswagen, um Geld zu verdienen).

In einer freizeitkostenden Arbeitsgemeinschaft "Bauten" muss der ehrenamtliche "Kassenwart" zwingend auch ehrenamtlicher "Bautenforscher" sein.

Und hier kommen wir zu Deiner Frage des persönlichen Treffens. Für Arbeitsgemeinschaften bzw. diese Art der Organisationsformen ist die aktive Zusammenarbeit essentiell und für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind persönliche Beziehungen notwendig - und da wir als Menschen naturgemäß soziale Wesen sind, ist die direkte, persönliche inperson Interaktion ein sehr wichtiger Aspekt. Das ist die Motivation, das triggert den Antrieb "weiter mitzumachen". Hier kann eine virtuelle Unterstützung natürlich eine wertvolle Hilfe darstellen oder auch zur Verfestigung "für zwischendrin" dienen. Einen gewissen Anteil (warum auch immer) nur virtueller, unsichtbarer Teilnehmer, Mitarbeiter oder gar "egozentrischen Einzelkämpfer" kann eine gesunde Gemeinschaft natürlich abpuffern, tollerieren und kann die Gemeinschaft für sich nutzbar machen, aber auch hier ist irgendwann der Kipppunkt überschritten, bis das System, dass auf Gemeinschaft aufgebaut ist, kollabiert.

Und nein, "Zoom" oder "Teams" ist für eine Arbeitsgemeinschaft keine 'Stattdessen'-Alternative, sondern ist nichts anderes als eine zusätzliche Unterstützung. In gewerblichen Unternehmungen (mit abhängigen "Lohnknechten") funktioniert das besser, als in Arbeitsgemeinschaften (mit gleichgesinnten Freizeitehrenamtichen). Für definierte Projekte besser, als für freie oder sogar (primär) "ziellose" Prozesse.

Nicht ohne Grund fahren hier ja sogar inzwischen die 'Gewerblichen' den virtuellen Anteil (seit dem Coronapeak) auch immer weiter zurück, ebenso wie Homeoffice. Je nach "Aufgabengebiet". Geschäftsreisen, Meetings und Konferenzen sind zurück und erreichen bzw. übertrumpfen (je nach Sektor) sogar die präcoronalen Zeiten. Denn inzwischen hat sich gezeigt, dass man - als "menschliches, soziales Wesen" - sich die besten "Lösungen" immer noch im Rahmen einer echten inperson Interaktion erarbeitet - und sei es in der Kaffeeküche, an der Tischtennisplatte oder bei "Konferenzen" im abendlichen Kaminzimmer. Du gehst mit Deinen zeitgeistaktuellen Mindset- und Marketingtheorien irgendwie von einem falschen soziologischen Menschenbild aus. Viele Aspekte werden (teilweise) bleiben, andere werden (wie immer) wieder verschwinden und neuen Ideen Platz schaffen. Am Ende bleibt aber in jedem Fall die direkte inperson Interaktion.

Die Frage, die wir uns hier stellen müssen, ist nicht, wie kann eine Arbeitsgemeinschaft mit gewerblichen Marktteilnehmern mithalten (das kann so ein e.V. prinzipiell nicht) [natürlich stimmt, dass unsere Vereinigungen um die Freizeit/das Geld der Menschen da draussen konkurrieren. Eine Stunde Freizeit und ein Euro kann nur einmal verwendet werden], sondern ob diese Organisationformen, Arbeitsgemeinschaften, wie alle 'anderen' Freizeitvereine, im heutigen soziographischen Umfeld überhaupt noch zeitgemäß sind. Hier sage ich Ja. Wir sind halt Menschen. Trotzdem kommt hier natürlich auch die veränderte Gesellschaft zum Tragen, kursiv geschrieben: Früher ging der Arbeiter nach der Arbeit als Erstes in die Dorfkneipe, zum gemeinsamen Feierabendbierchen mit seinen Kumpels. Heute dürfte dieser Arbeiter von seiner Frau vor die Tür gesetzt werden, wenn er nicht gleich zur gemeinsamen Familienzeit heimkommt.

Die wirklich entscheidene Frage, die sich aus alldem ergibt, sind "unsere Themen" für die kommende/n Generation/en denn überhaupt noch von Interesse? Zumindest von so großem Interesse, dass man hierfür seine kostbare (Familien-) Freizeit einsetzt? Das ist "die" einzige Frage. Hier sage ich auch Ja, aber in einem sehr viel eingeschränkteren Maßstab bzw. Umfang (anzahlmäßig, zeitlich), d.h. wir müssen uns zukünftig sehr viel stärker konsolidieren, d.h. die verbliebene Kraft bündeln, sogar fachübergreifend. Deshalb macht in meinen Augen genau so eine Zusammenarbeit von artverwandten Arbeitsgemeinschaften, Vereinen und Verbänden (nicht einmal notwendigerweise fachverwandten ...), d.h. von aktiven Mitarbeitern absolut Sinn bzw. dass wird sogar zwingend notwendig werden. Je früher, desto besser, desto mehr von uns können wir in die Zukunft mitnehmen. Denn, wer einmal wegfällt, kommt selten wieder.

Am Ende bleiben bundesweit vielleicht ein paar 1000 aktive Philatelisten, die sich zur Gemeinschaftsbildung, für's Zusammengehörigkeitsfeeling bzw. zum feel good regelmäßig zu Conventions mit fachspezifischen Panels treffen. Philacon statt Comicon ;-) Und zwar in inperson! Das heisst sogar eher noch sehr viel mehr inperson, als daheim vor dem PC. Ansonsten sind wir doomt.


Beste Grüße
Thomas
 
Holzinger Am: 12.02.2026 16:52:48 Gelesen: 1395# 30 @  
Hallo Thomas,

kannst Du bitte einmal (in Deinem ansonsten guten Beitrag) einem über 80zig-jährigen die Kinder-/Jugendsprache dolmetschen. Bitte was ist
- ZOOM und doomt? TEAM kenne ich noch. :-) :-) Evtl. interessiert das auch noch andere Leser im gehobenen Alter. :-)

Danke
 
Markus_Holzmann Am: 12.02.2026 16:57:39 Gelesen: 1391# 31 @  
@ DL8AAM [#29]

Hallo,

zu Deinem Artikel passt für mich nur ein Wort:

BRAVO !!!!

Gruß

Markus
 
TeeKay Am: 12.02.2026 16:57:42 Gelesen: 1391# 32 @  
@ DL8AAM [#29]

"Zumindest von so großem Interesse, dass man hierfür seine kostbare (Familien-) Freizeit einsetzt? Das ist "die" einzige Frage."

Genau deshalb halte ich den Fokus auf persönlichen Treffen für nicht zielführend. Vielmehr müssten Formate der Einbindung gefunden werden, die Zeit sparen und die den Mitarbeitenden die Experience bieten, die die Arge für essentiell hält. Wenn Sammler:innen nicht mehr durch die halbe Republik touren müssen, um am Jahrestreffen teilzunehmen, sind vielleicht auch mehr bereit, sich aktiv einzubringen.

Deine Mails kamen übrigens an.
 
DL8AAM Am: 12.02.2026 17:22:34 Gelesen: 1360# 33 @  
@ Holzinger [#30]

Zoom = (allgemein) für Videokonferenz (als "Tesa/Tempo/Uhu"-Wort), kommend von "Zoom Communications" dem Marktführer für Videokonferenzen und weitdavon entfernt ein Jugendwort zu sein,
"doomt" ist das Adjektiv zu Doom (kommend von 'der Verdammnis', 'dem Untergang' - siehe auch Doomsday), und auch das gibts bereits seit über 30 Jahren

@ TeeKay [#32]

Das sind eben die unterschiedlichen Ansätze, Du siehst das im wesentlichen aus Gesichtspunkten des "Marketing", mit einem gewerblichen Blickwinkel, da mag das sogar Sinn machen. Hier hast Du recht. Scheinbar kommst Du beruflich aus dieser Richtung und transferierst das auf die Freizeit.

Ich sehe bei unseren "Unternehmungen" eher den soziologischen Aspekt, als Wesenszug des Menschens, was in meinen Augen für freiwillige Freizeit-Hobbygruppen (mit wenn man ehrlich ist eher 'sinnbefreiten' Beschäftigungen) eben sehr viel mehr Sinn macht. Wir arbeiten hier nicht wegen Lohn und Brot, dem "Überleben" zusammen. Und da ist eine rein auf eine nur virtuelle, entfremdete aufbauende Beziehung zu meinen Freizeitkollegen für die Mehrheit (...) der Mitmacher eben keine Alternative. Neben dem fachlichen Ziel ist die Gemeinschaft selbst ein Zweck einer solchen "Vereinigung". Genau das ist unsere Stärke, die Stärke des Vereinswesens. Wie gesagt, einzwei Einzelkämpfer, die nur aus ihren stillen Kämmerchen mitarbeiten wollen, können abgepuffert werden, die kann ich - als Ausnahme - mit durchziehen... und ja, hier hast Du Recht, auch diesen einzwei 'Soziophoben' (...) muss ich eine Chance zum Mitmachen auftun.

"Das Alles" kommt dem Wesen des Menschen auch sehr viel näher. Das sagt Dir auch jeder (Entwicklungs-) Psychologe. Für eine gesunde Psyche sind echte zwischenmenschliche inperson Interaktionen essentiell notwendig. Virtuell kann das nicht ersetzen. Augenkontakt ohne Bildschirmmauer. Und genau dieser Mechanismus greift für die Zusammenarbeit in freiwilligen Freizeit-Hobbyvereinigungen auch. In einer Arbeitsgemeinschaft, in einem Verein mitzuarbeiten ist "gut" für die Sache und ein Feel good für die "psychische Gesundheit" ...

Und wenn selbst Firmen inzwischen auch wieder vermehrt (je nach 'Bereich') auf inperson Meetings setzen, obwohl es teurer und aufwändiger ist, kann das für uns nicht falsch sein. Man könnte sogar sagen, die Wirtschaft lernt vom Vereinswesen, nicht umgekehrt ;-) Nein, nein, just kidding... ;-)
 
ThomasB904 Am: 12.02.2026 21:25:25 Gelesen: 1260# 34 @  
@ Teekay

Sorry, ich habe mich falsch oder mißverständlich ausgedrückt.

Selbstverständlich steht es jedem Mitglied frei sich irgendwie, irgendwo oder auch gar nicht an Aktivitäten, oder Treffen eines Vereins/einer ARGE zu beteiligen. "Gut" oder "Schlecht", "Richtig" oder "Falsch", diese Bewertung steht mir nicht zu. Oft ist eine Teilnahme gesundheitsbedingt auch gar nicht mehr möglich.

Mein Fokus liegt aber aus der Sicht des Veranstalters dieser Treffen. Die Teilnahme ist auch eine Art der Wertschätzung. Wenn viele Leute zu einem Treffen/Tauschtag etc. kommen, motiviert das den Veranstalter weiterhin diese Treffen zu planen, zu verbessern etc.

Für den Teilnehmer ist ein Kriterium für seine Teilnahme eben "da ist was los". Viel Material, viele Gespräche, geselliges Beisammensein, all dies führt zu einem "guten Ruf" des Treffens. Die Mitglieder kommen "weil 40 andere auch da sind", sie kommen aber nicht "weil nur sechs Leute da sind".

Aus Sicht unserer ARGE sind wir bemüht viele Mitglieder und Interessenten zum Besuch zu motivieren. In diesem Zusammenhang ist ein gemeinsames Treffen zweier ARGEN eine gute Option.
 
Klesammler Am: 28.02.2026 23:45:53 Gelesen: 776# 35 @  
Hallo zusammen,

ich wurde durch Richards Newsletter auf diesen Beitrag aufmerksam.

Das enorm geringe Interesse der Mitglieder der Arge Notopfer ist in der Tat bedenklich. Man muß sich aber vor Augen führen, dass besonders seit Covid verbreitet die Zahl der Teilnehmer an Treffen gesunken ist. Es ist daher absolut verständlich, dass ein Zusammenschluß mit den Bauten-Leuten beabsichtigt ist. Die ersten Kontakte waren ja anscheinend erfolgversprechend.

TeeKay fällt wieder einmal damit auf, dass er anscheinend allem negativ gegenüber steht, was nach analog riecht. Seine wiederholte Forderung nach virtuellen Treffen per Zoom, Teams o.ä. wird allmählich langweilig. Ich frage mich mittlerweile, ob er Freunde hat und wenn ja, ob er die nur virtuell trifft. Er will einfach nicht verstehen, dass rein virtuelle Treffen sowohl nicht gewollt als auch nicht möglich ist. Viele Sammler sind aus früheren Zeiten Freunde und wollen sich zusätzlich zu ihren Kontakten mit Hilfe der modernen Medien ab und zu auch persönlich treffen. Da zu gehören in gemütlicher Runde ein leckeres Essen und ein passendes Getränk. Das kann mir eine Internetverbindung nicht bieten.

Wie weiter oben mehrfach erwähnt, ist die Altersstruktur der Sammlerschaft ein Problem. Viele im Alter von über 75 Jahren sind damit zufrieden, dass sie einen Computer bedienen können. Manche sind aber auch mit über 80 Jahren noch fleißig online unterwegs.

Bekanntlich haben wir in der Arge Preußen seit 8 Monaten einen neuen Vorsitzenden, mit dem wir Schwung in den Laden bringen wollen. Daher habe ich im Herbst ca. 40 Leute (von 153) angerufen, von denen keine Email-Adresse vorlag. Erwartungsgemäß waren einige nicht mehr gültig. Zusammen mit den Leuten, von denen es auch keine Tel-Nr. gab, habe ich 15 Leute angeschrieben. Ergebnis: 3 haben ihre Mail-Adresse durchgeben, 2 zu Ende 2026 die Mitgliedschaft gekündigt und von 10 Leuten keine Reaktion. Von 3 Leuten habe ich telefonisch erfahren, dass sie keine Mail-Adresse haben (1 davon Jahrgang 1964). Von einem Mitglied in den 70ern wußte jemand, der hätte nicht einmal einen Computer. Immerhin fehlen nur noch ca. 20 Mail-Adressen (incl. Leute über 85).

Ich fürchte, bei den Notopfer-Leuten könnte es ähnlich aussehen.

Wie will TeeKay also Argen virtuell organisieren, wenn es solche Probleme gibt? Eine Hilfestellung gibt er Argen wie den Notopfern aber nicht. Ich hoffe allerdings, daß der Vorstand seine Hausaufgaben erledigt hat.

Mich würde mal interessieren, wie alt TeeKay, der Verfechter des Virtuellen, ist.

Dieter
 
filunski Am: 01.03.2026 00:21:42 Gelesen: 765# 36 @  
@ Klesammler [#35]

"Mich würde mal interessieren, wie alt TeeKay, der Verfechter des Virtuellen, ist."

Hallo Dieter,

dafür gibt es eine ganz einfache Lösung. ;-) Er hat ja seine E-Mail Adresse hinterlegt, über die kannst du ihn anschreiben und direkt mit ihm in Kontakt treten.

Und um noch eine weitere deiner Fragen zu ihm zu beantworten ("ob er Freunde hat und wenn ja, ob er die nur virtuell trifft."): Ja hat er. ;-)

Grüße,
Peter
 
TeeKay Am: 01.03.2026 00:29:39 Gelesen: 760# 37 @  
TeeKay macht sich vor allem keine Gedanken darüber, wie man ein paar Altmitglieder organisieren könnte, sondern wie man eine maximale Anzahl neuer Mitglieder gewinnen und halten kann.
 
nagel.d Am: 01.03.2026 10:55:33 Gelesen: 662# 38 @  
@ Klesammler [#35]

Ich (Jahrgang 1972) bin auch ein Verfechter von virtuellen Sitzungen. Aus beruflicher Erfahrung habe ich aber gelernt, dass virtuelle Sitzung eine Ergänzung zu Präsenzsitzungen sein kann. Gerade wenn Mitglieder weit auseinander wohnen (womöglich in verschiedenen Ländern) kann diese virtuelle Veranstaltung Sinn machen.
 
Wolfgang Lang Am: 01.03.2026 14:40:12 Gelesen: 591# 39 @  
@ Klesammler [#35]

Hallo Dieter,

falls Du zur Philatelia kommen solltest, kannst Du wahrscheinlich TeeKay kennenlernen. Und ich kann Dir meinen "Niederrhein" mitbringen; Du musst aber Dein Kommen bestätigen.

Wolfgang
 
Winni451 Am: 01.03.2026 15:05:55 Gelesen: 569# 40 @  
Hallo alle,

mich beschleicht der Eindruck, dass diese Diskussion hier, wie in vielen anderen Bereichen auch, in eine Schwarz/Weiß-Angelegenheit abgleitet die der Sache nicht gerecht wird. z.B. wie Herr Nagel geschrieben hat, ist eine Mischung das Optimum, weder die 100%-Digitalisierung noch die 100%-Präsenz. Wie die ideale Form/Mischung wirklich ausschaut, ist nur, ausschließlich nur, im Einzelfall ermittelbar.

Was mich hier stört ist, dass in einzelnen Posts der Eindruck erweckt wird: nur die, die keine Mailadresse hätten, dürfen bestimmen oder in anderen Posts: die ohne Mailadresse dürfen getrost aussterben.

Könnte mal jemand beide Gruppen ansprechen (zeitgleich, in einer Arge)? Die einen nicht vergessen und die anderen mitnehmen ist die Chance auf "Zukunft + enormes Fachwissen" (alle geht nie, aber vielleicht viele). Und ein bisschen Marketing von Profis lernen ohne gleich eine perfekte Konzernkampagne starten wäre auch mal gut.

Oder ganz einfach akzeptieren, dass die Arge verschwindet und deren Auflösung geregelt umsetzen.

Ich mag Präsenztreffen und bin auch schon 600 km dafür gefahren und ich mag Online-Formate, weil ich für das spannende Thema nur die 2 Stunden aufwenden muss und eben nicht 16h im Auto verschwende. Warum das eine gegen das andere ausspielen?

Eine Arge, die ein Fachgebiet bearbeitet und naturgemäß mindestens deutschlandweit aufgestellt ist, muss ganz ernsthaft überlegen ob Online-Meetings zusätzlich zur Präsenz nicht die Reichweite massiv erhöht. Und bei der Präsenz hatten wir hier im Forum ja auch schon die nutzlose Diskussion: "warum nicht in meiner Nähe?".

@ ThomasB904 [#27]
@ Klesammler [#35]

Im Wissen, dass der persönliche Austausch in Präsenz den höchsten Wert hat. Selbst die vom alten Schlag scheinen ja nicht die großen Entfernungen in Kauf nehmen zu wollen oder zu können (siehe Beitrag [#35]). Für diese speziell könnte das Online-Treffen zu einer neuen Einbindung führen, sicherlich nicht psychologisch so wertvoll, aber besser wie gar nicht. Und wenn diese keinen PC haben und nicht wissen wie es geht: vielleicht kann die Familie helfen. Ich habe mal (vor 30 Jahren) einen alten Herren kennengelernt. Mit seiner Pflegebedürftigkeit und der seiner Kumpanen wurde er zu 100% abgeschnitten vom gemeinsamen Kartenspielen (beste soziale Wirkung nicht mehr möglich). Nachdem die Enkel den Vieren das Onlinekartenspiel beigebracht hatten, hatten diese zumindest noch 50% soziale Kontakte und nach dem 3 der 4 verstorben waren hatte der Letzte wenigstens noch ein Hobby.

Bitte also nicht nur auf Gegenargumenten rumreiten, nicht auf Schwarz/Weiß bestehen. Für jede Idee die für und wieder aufstellen und dann aus dem Baukastensystem der Welt die Kombination heraussuchen, die für die Arge Notopfer und Bauten die insgesamt beste Option entstehen lässt bei der so viele als möglich mitgenommen werden.

Und nicht vergessen: unser Hobby ist ein Hobby, nicht das wichtigste in der Welt, nochnichtmal ein bisschen wichtig. Wenn die Arge weg ist, ist sie weg. Es gibt andere Möglichkeiten sich zu beschäftigen.

Einen schönen Sonntag
Winfried
 
drmoeller_neuss Am: 01.03.2026 16:14:28 Gelesen: 517# 41 @  
@ Klesammler [#35]

Bekanntlich haben wir in der Arge Preußen seit 8 Monaten einen neuen Vorsitzenden, mit dem wir Schwung in den Laden bringen wollen. Daher habe ich im Herbst ca. 40 Leute (von 153) angerufen, von denen keine Email-Adresse vorlag. Erwartungsgemäß waren einige nicht mehr gültig. Zusammen mit den Leuten, von denen es auch keine Tel-Nr. gab, habe ich 15 Leute angeschrieben. Ergebnis: 3 haben ihre Mail-Adresse durchgeben, 2 zu Ende 2026 die Mitgliedschaft gekündigt und von 10 Leuten keine Reaktion. Von 3 Leuten habe ich telefonisch erfahren, dass sie keine Mail-Adresse haben (1 davon Jahrgang 1964). Von einem Mitglied in den 70ern wußte jemand, der hätte nicht einmal einen Computer. Immerhin fehlen nur noch ca. 20 Mail-Adressen (incl. Leute über 85).

In der ArGe Preussen sind fast 90% der Mitglieder wenigstens über Email zu erreichen. Regelmäßigen Newslettern steht da nichts im Wege.

Persönlich würde mich interessieren, wie viele von den 40 Mitgliedern ohne Email am Leben der Arbeitsgemeinschaft in der letzten Zeit überhaupt aktiv teilgenommen haben.

In jedem Verein gibt es einen Bodensatz an Mitgliedern, die nur noch per automatischem Bankeinzug am Vereinsleben teilnehmen. Vom Tod erfährt man dann durch die Rücklastschrift, nachdem die Erben das Konto gekündigt haben. 😟

Ansonsten kann ich nur Winnie451 und nagel.d zustimmen. Die Mischung aus beidem macht es.

Und die Präsenzveranstaltungen dürfen nicht nur am Wohnort des Vorsitzenden stattfinden.
 
nagel.d Am: 02.03.2026 16:19:55 Gelesen: 349# 42 @  
@ drmoeller_neuss [#41]

"In jedem Verein gibt es einen Bodensatz an Mitgliedern, die nur noch per automatischem Bankeinzug am Vereinsleben teilnehmen." Aus meiner Sicht hast du diesen Satz etwas unglücklich formuliert.

Ich denke du meinst, daß es einen gewissen %-satz an Mitgliedern gibt die rein passiv sind.
 

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