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Thema: Förderung der BDPh Verbandszeitschrift „philatelie“ durch die Stiftung genehmigt
Richard Am: 02.02.2026 12:35:34 Gelesen: 1405# 1 @  
Förderung der Verbandszeitschrift „philatelie“ genehmigt

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1) Förderung der Verbandszeitschrift „philatelie“ genehmigt

Das Kuratorium der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte hat dem Bund Deutscher Philatelisten e.V. eine sehr hohe Fördersumme in Höhe für die Förderung von Heimat- und Postgeschichte zur Verfügung gestellt Im Antrag des BDPh war zudem die Förderung der Deutschen Philatelisten-Jugend (DPhJ) berücksichtigt.

Die Stiftung wurde am 3. Juni 1966 vom Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen unter Vorsitz des damaligen Bundespostministers Richard Stücklen gegründet und wird bis heute u. a. durch Philateliemarken mit Zuschlag („Plusmarke“) gestützt. Für BDPh Mitglieder stellt der jährliche Zuschuss einen hohen Vorteil und unschätzbaren Wert dar, wofür der BDPh und seine Mitglieder sehr dankbar sind.

Diese Entscheidung unterstreicht zugleich die derzeitige Finanzierungsrealität von philatelistischen Print-Produkten: Eine ohne ergänzende Fördermittel und zusätzliche Erlösquellen (z.B. Anzeigen/Kooperationen) vollständig „frei“ finanzierte philatelistische Zeitschrift ist faktisch kaum tragfähig.
Bewilligte Förderbeträge für Bibliotheken 2026 (gesamt): 13.000 EUR

Der Text dieses Beitrags wurde auf ausdrückliches Verlangen eines BDPh-Vorstandsmitglieds am 04.02. um 15:25 Uhr gegen einen geänderten Text ausgetauscht.
 
TeeKay Am: 02.02.2026 15:23:00 Gelesen: 1325# 2 @  
Ich finde es ehrlich gesagt seltsam, dass nach den Verwaltungskosten die Ausgabe einer Zeitschrift, zu der es auch kommerzielle Alternativangebote gibt, der mit Abstand größte Posten auf der Ausgabenseite der Stiftung ist. Gäbe es die Zeitschrift nicht mehr, könnten geneigte Leser:innen noch auf die DBZ zurückgreifen. Wenn es der BDPh nicht schafft, die Kernleistung ohne externe Förderung zu liefern, dann ist offenbar etwas grundsätzlich falsch am Finanzierungsmodell des Vereins. Durch die erdrückende Last der Zeitschriftensubvention und den enormen Selbstverwaltungskosten* der Stiftung bleiben kaum noch Mittel übrig, um echte unabhängige Philatelie-Förderung zu betreiben, die nicht lediglich in Konkurrenz zu kommerziellen Alternativ-Angeboten steht.

* 2024 hat die Stiftung 515.000 Euro ausgegeben, davon jedoch nur 150.000 Euro für den Stiftungszweck. Der Rest sind Selbstverwaltungskosten. Die werden sogar noch durch 48.000 Euro Abschreibungen auf Sachanlagen erhöht. Nur 26,6% der jährlichen Ausgaben fließen wirklich in die Philatelie, davon wiederum 86,6% in die Subvention einer Zeitschrift, die in Konkurrenz zu kommerziellen Alternativen tritt.
https://www.philatelie-stiftung.de/wp-content/uploads/sites/16/2025/10/Rechenschaftsbericht-2024.pdf
 
opti53 Am: 02.02.2026 16:00:34 Gelesen: 1301# 3 @  
@ TeeKay [#2]

Hallo Thomas,

Du schreibst Gäbe es die Zeitschrift nicht mehr, könnten geneigte Leser:innen noch auf die DBZ zurückgreifen. Aus unserem Verein weiß ich, dass für viele Mitglieder die "Philatelie" ein wesentlicher Grund dafür ist, im Verein zu bleiben, auch wenn sie nicht mehr fit genug sind, um an den Vereinstreffen teilzunehmen. Deswegen könnte es zu einer deutlichen Reduzierung der Mitgliederzahlen kommen, wenn es die "Philatelie" nicht mehr gäbe.

Ob die Aufteilung der Mitgliedsbeiträge auf LV und BDPh anders gestaltbar wäre, um nicht auf den Zuschuss angewiesen zu sein, steht auf einem anderen Blatt.

Viele Grüße

Thomas
 
TeeKay Am: 02.02.2026 16:55:49 Gelesen: 1250# 4 @  
Wäre es dann nicht Aufgabe des BDPh, ein Angebot zu schaffen, das die eigenen Mitglieder attraktiv genug finden zum Bleiben? Ich sehe hier nicht nur das Problem, dass der BDPh am Tropf der Stiftung hängt. Viel größer empfinde ich das Problem, dass die Stiftung jährliche Verwaltungskosten von 365.000 Euro erzeugt, um dann 135.000 oder dieses Jahr 150.000 Euro an den BDPh auszuschütten, damit der eine Zeitschrift drucken kann. Die Verwaltungskosten der Stiftung sind größer als der gesamte Etat des BDPh ohne Versandkosten der philatelie (2024 361.000 Euro). "Wir" Philatelist:innen leisten uns also eine Stiftung, die mehr Kosten erzeugt als die mit der Stiftung geförderte Verbandsorganisation selbst.
 
drmoeller_neuss Am: 02.02.2026 19:51:06 Gelesen: 1160# 5 @  
@ TeeKay [#4]

Die Verwaltungskosten decken im Wesentlichen die Verwaltung des Stiftungsvermögens. Sie betragen etwa 2 bis 3% des Stiftungsvermögen. Das ist durchaus im Rahmen von Stiftungen. Das heisst natürlich nicht, dass es günstiger geht.

Die Förderung der Verbandszeitschrift "Philatelie" geht in Ordnung. Pro Heft ist das weniger als ein Euro. Das Vermögen der "Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte" wurde im wesentlichen von Briefmarkensammlern aufgebracht, die sich Zuschlagsmarken gekauft hatten. In Form des Zuschusses zur "Philatelie" werden diese Gelder wieder den Sammlern zurückgegeben. Alternativ müssten der BDPh-Beitrag und in der Folge viele Vereinsbeiträge erhöht werden.

Viel kritischer sehe ich den Aufwand, der für die Vergabe der Fördermaßnahmen erbracht wird. Neben den gesetzten Beträgen für die BDPh Jahresförderung (130.000 EUR), die DPhJ Jahresförderung (10.000 EUR) und die Jahresförderung Bibliotheken (9.950 EUR) bleibt gerade ein Posten von 500 EUR für freie Projekte, das heisst, etwa 0.3%.

Darüber müssen 10 hochkarätige Personen entscheiden. Deren Stundensätze dürften ein Vielfaches der Fördersumme betragen.

Ich hatte mich einmal ausgiebig mit dem früheren Geschäftsführer Rüdiger Krenkel unterhalten. Die Stiftung könnte viel mehr kleine Projekte fördern, aber es kommen keine Anfragen aus philatelistischen Kreisen.

Natürlich kann man sich über die Zukunft und Sinn dieser Stiftung Gedanken machen. Die Stiftung könnte in die größere "Museumsstiftung Post und Telekommunikation" aufgehen [1]. Die Förderung der Bibliotheken und der Zeitschrift "Philatelie" wäre auch unter dem Dach der "Museumsstiftung Post und Telekommunikation" möglich. Langfristig wäre eine Zusammenarbeit der philatelistischen Bibliotheken und der Zeitschriften auch für die organisierte Philatelie eine Chance, dass die Briefmarke nicht ganz in Vergessenheit gerät.

[1] https://www.museumsstiftung.de/wp-content/uploads/MSPT_JB_2024_online.pdf
 
TeeKay Am: 02.02.2026 23:17:10 Gelesen: 1082# 6 @  
Du widersprichst dir doch selbst. Was du kritisierst, sind die absurden Verwaltungskosten, die du im erstem Abschnitt als völlig in Ordnung bezeichnetest. Wer kennt es nicht? 365.000 auszugeben, um eine Organisation mit 150.000 zu fördern, die ohne Förderung nur 361.000 ausgibt.

Im Übrigen kostet die Vermögens-Verwaltung des Stiftungsvermögens nur 60.000.
 
drmoeller_neuss Am: 02.02.2026 23:58:33 Gelesen: 1067# 7 @  
@ TeeKay [#6]

Im Übrigen kostet die Vermögens-Verwaltung des Stiftungsvermögens nur 60.000.

Das sind die Konto- und Depotgebühren und die Ankaufs-/Verkaufspesen der Bank(en).

In den 361.000 EUR steckt die ganze übrige Vermögensverwaltung inklusive die Verwaltung der Immobilie (ehemaliges "Haus der Philatelie"). Die Immobilie steht mit 1.6 Millionen in den Büchern, jährlich werden 3% abgeschrieben (48.000 EUR). Die Mieteinnahmen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Auf Wertpapiere wurden 424.000 EUR abgeschrieben, das geschieht erst einmal auf Papier, und heisst nicht, das reelle Verluste entstanden ist. Dagegen kannst Du die 123.000 EUR Zuschreibungen rechnen. Auch diese Wertpapier-Gewinne sind erst einmal nur auf dem Papier.

Die Personalkosten betragen 19.000 EUR, das sind zwei Minijob-Stellen und ein paar Aushilfen.

Die Stiftung hat etwa 750.000 EUR eingenommen, macht knapp 6% Rendite auf das Vermögen gerechnet. Die Einnahmen speisen sich aus den Mieteinnahmen und den Gewinnen aus Aktienverkäufen und Dividenden sowie aus den Zuwendungen (Spenden und Erlöse aus Zuschlägen). Um diese Einnahmen zu erzielen, wurden 320.000 EUR aufgewandt. Nach Abzug aller Ausgaben, Steuern und Abschreibungen bleiben 178.000 EUR über. Davon wurde die Philatelie mit 150.000 EUR gefördert.

Verschwendung sehe ich nicht, das heisst aber nicht, dass es nicht besser geht. Eine Verschmelzung der beiden ähnlichen Stiftungen würde Verwaltungskosten sparen.

Man könnte die Zahlen sicher besser darstellen, das würde einige Mißverständnisse vermeiden.
 
TeeKay Am: 03.02.2026 00:18:42 Gelesen: 1061# 8 @  
Wenn du denkst, dass die Verwaltung von 10 Mio Euro 60.000€ Transaktionskosten verursacht, würd ich dich gern als Kunden meiner Vermögensverwaltung haben.

Ich diskutiere das Thema nicht länger mit dir.
 
drmoeller_neuss Am: 03.02.2026 13:34:45 Gelesen: 915# 9 @  
@ TeeKay [#8]

Wenn Du meine alten Beiträge anschaust, weisst Du, dass ich den Gebaren der Stiftung Philatelie durchaus kritisch gegenüber stehe. Du scheinst aber grundsätzlich gegen alles zu sein. Wenn der BDPh beschliesst, in seine Toiletten graues Klopapier zu hängen, schreibst Du hier sofort, dass nur weisses Klopapier zeitgemäss ist, und die "Funktionäre" sowieso alles falsch machen.

Solche Leute sind in einem anderen Forum besser aufgehoben. :(

Nochmals: Die Zeitschrift "Philatelie" ist für viele Vereinsmitglieder das letzte Bindeglied zur organisierten Philatelie. Ohne diese Zeitschrift würden den Vereinen und auch dem BDPh die Mitglieder scharenweise weglaufen. Deswegen bin ich froh, dass die Stiftung Philatelie die Verbands-Zeitschrift "Philatelie" unterstützt. Wir haben nun einmal viele Senioren, die gedruckte Medien bevorzugen. Und nicht nur Senioren, auch ich lese in der Bahn lieber auf Papier (Papier bootet immer und braucht keinen Strom und keine Steckdose). Und das Geld wird niemanden weggenommen. Es gibt in der organisierten Philatelie genügend "Geldsammelvereine", da muss die Stiftung nicht auch noch dazugehören.

Noch einmal: Die Bankgebühren der Stiftung betragen etwa 0.6 % des Anlagevolumens. Wir wissen beide nicht, wie viele Transaktionen im Jahr 2024 stattgefunden haben und haben auch keine Detailinformationen, wie sich die Bankgebühren aufschlüsseln. In der Größenordnung passt das aber, siehe diesen Artikel des Handelsblatt. [1]

Im Vergleich zu den letzten beiden Jahren sind die Personalkosten der Stiftung auf ein Drittel geschmolzen und die Depotgebühren sind deutlich niedriger.

@ alle:

Ihr könnt nicht die Kosten für private Geldgeschäfte und Vermögensverwaltung als Maßstab nehmen.

Ich habe selbst zwei kostenlose Girokonten, und kann weltweit ohne weitere Spesen mit der Karte bezahlen und Geld abheben. Das Depot kostet keine Gebühren und für Festgeld suche ich den besten Anbieter über "Weltsparen by Raisin" aus. Im schlimmsten Fall muss ich einmal in die Lotto-Annahme, um dort Postident zu machen oder es gibt eine kurze Videokonferenz, wo ich zweimal den Ausweis in die Kamera halten muss. Dann ist das Konto eröffnet.

Wenn ich dagegen den Aufwand für ein Vereinskonto sehe, denke ich immer, die Bank hat Angst, dass ich ein Drogenkartell leite und mit dem Konto Geld wasche.

Von den Gebühren möchte ich gar nicht reden. Unser Vereinskonto kostet 10 Euro pro Monat und ohne Zinsen auf das Guthaben. In meiner Hausverwaltung das gleiche. Auf einem Hausverwaltungskonto sind naturgemäss immer mehrere tausend Euro Guthaben, natürlich unverzinst. Überziehen kann ich nicht, für die Bank null Risiko. Für das Rücklagenkonto gibt es gnädigerweise 0.5 Prozent Zinsen. Hausverwalter sind Profis und machen sonst der Bank keine Arbeit. Ich komme mir als Verwalter vor wie eine Weihnachtsgans vor, die ausgenommen wird.

[1] https://www.handelsblatt.com/finanzen/online-broker/depotkosten/
 
Richard Am: 04.02.2026 15:29:49 Gelesen: 702# 10 @  
Redaktioneller Hinweis:

Der Text im Einführungsbeitrag [#1] wurde auf ausdrückliches Verlangen eines BDPh-Vorstandsmitglieds am 04.02. um 15:25 Uhr gegen einen geänderten Text ausgetauscht.
 
drmoeller_neuss Am: 04.02.2026 16:16:43 Gelesen: 666# 11 @  
@ Richard [#10]

Was soll denn diese gehorsame Zensur? Zur Erinnerung und für alle: der gleiche Text wurde von Kirsten Schönherr an alle Vorstände der Arbeitsgemeinschaften am 1. Februar als Newsletter verschickt, mit der Bitte um Verteilung an die Mitglieder. Dieser Text war also zur Veröffentlichung vorgesehen, zum Beispiel in den Mitteilungsblättern der Arbeitsgemeinschaften.

Wenn die darin enthaltene Information offensichtlich unrichtig ist, kann sich ein BDPh-Vorstandsmitglied auf den Philaseiten anmelden und den Sachverhalt korrigieren oder Richard Ebert einen Beitrag mit der Bitte um Veröffentlichung in diesem Thema zuschicken.

Wenn die Pressemitteilung nur ungeschickt formuliert war (mir hat die Werbung für DHL darin auch nicht gefallen), dann kann man das kommentieren oder noch besser, auf sich beruhen lassen und macht es beim nächsten Mal besser.

Eine Gegendarstellung gegen die eigene Pressemitteilung dürfte wohl nicht gehen.

Als Philaseiten-Mitglied und Mitglied mehrere Arbeitsgemeinschaften kann ich schreiben, dass es sich bei der "sehr hohen Fördersumme in Höhe für die Förderung von Heimat- und Postgeschichte" um einen Zuschuss in Höhe von 170.000 Euro für die Verbandszeitschrift "Philatelie" handelt. Das wurde so öffentlich kommuniziert.

Über den Zuschuss und dessen Höhe kann man diskutieren, ich bleibe bei meiner Meinung, dass das Geld gut investiert ist, und die "Philatelie" zahlreiche Artikel zu Heimat- und Postgeschichtlichen Themen beinhaltet, was den Stiftungszielen entspricht. Und das Geld wird nicht woanders weggenommen.
 
nagel.d Am: 04.02.2026 21:23:28 Gelesen: 520# 12 @  
@ Richard [#10]

Hat man auch die Arbeitsgemeinschaften darüber informiert, der erste Text habe ich über eine ARGE bereits (ich denke zeitgleich mit der Veröffentlichung auf Philaseiten) erhalten, oder ist diese Gegendarstellung der eigenen Pressemitteilung nur an Philaseiten gegangen?
 
Richard Am: 04.02.2026 22:00:42 Gelesen: 489# 13 @  
@ nagel.d [#12]

Hat man auch die Arbeitsgemeinschaften darüber informiert

Hallo Dirk,

das ist mir nicht bekannt. Aber wenn, hätte ich vermutlich schon eine Nachricht von einer Arbeitsgemeinschaft erhalten. Ich werde von vielen Mitgliedern besonders schnell informiert. Frage einfach bei "Deiner Arbeitsgemeinschaft" an.

oder ist diese Gegendarstellung der eigenen Pressemitteilung nur an Philaseiten gegangen?

Es gibt keine Gegendarstellung. Diese muss immer von dem zuständigen Mitglied im BDPh Vorstand oder dessen Beauftragten erfolgen.

Ich habe von einem BDPh Vorstandsmitglied einen komplett neuen Text erhalten und werde diesen in den jewei8ls themenverwandten Forumthemen veröffentlichen.

Ich gehe davon aus dass die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften anderslautende Informationen als die der Leser dieses Portals bekommen haben.

Damit ist meinerseits alles dazu gesagt bzw. geschrieben und wir wollen es dabei belassen.

Schöne Grüsse, Richard
 
nagel.d Am: 05.02.2026 17:24:35 Gelesen: 297# 14 @  
@ Richard [#13]

Danke für die Rückmeldung, mehr wollte ich nicht wissen.
 
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