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Thema: Internierte in der Schweiz
Bessie Am: 03.06.2026 16:11:59 Gelesen: 244# 1 @  


Abb. 1 An einen internierten französischen Soldaten

Als Folge des Einmarschs der Deutschen Wehrmacht in Polen am 1. Oktober 1939 erklärten Frankreich und England Deutschland den Krieg. In dieser ersten Phase des Zweiten Weltkriegs war Hitlers Wehrmacht zu Wasser, zu Land und in der Luft deutlich überlegen. Die Engländer hatten Mühe, ihre in Frankreich kämpfenden Soldaten über den Ärmelkanal zurückzuholen. Frankreich musste kapitulieren. Hitler versuchte, die Zeit zurückzusetzen und ließ die Waffenstillstandsurkunde in Compiegne in dem gleichen Eisenbahn-Salonwagen unterzeichnen, in dem 1918 das deutsche Kaiserreich kapituliert hatte. Manchen französischen Soldaten gelang es, nach England zu fliehen und in einer polnischen Legion weiter zu kämpfen. Im Süden Frankreichs traten zahlreiche Truppen geschlossen über die Schweizer Grenze und ließen sich dort internieren, um der deutschen Gefangenschaft zu entgehen.

An einen derart internierten Soldaten ist der Brief gerichtet Er wurde von Ussel/Correze, gelegen im unbesetzten (Vichy-) Frankreich, am 8. August 1940 in ein Interniertenlager in Winterthur geschickt.



Abb. 2 Aus dem Generalgouvernement an einen polnischen Soldaten. Rückseitig Stempel der deutschen Militärzensur.

Nach der Besetzung Polens durch Hitlers Wehrmacht gelang es vielen polnischen Soldaten unterzutauchen, nach Frankreich zu fliehen und dort gegen die Wehrmacht weiter zu kämpfen. Nach der Kapitulation Frankreichs flohen sie in die Schweiz und ließen sich dort internieren. In Neu Sandez (heute Novy Sacz) konnte der polnische Absender des eingeschriebenen Auslandsbriefes dies natürlich nicht angeben und wählte eine harmlose Schweizer Anschrift in Winterthur. Dort wusste man Bescheid, übergab ihn der Militärzensur und nach der Freigabe dem Interniertenlager.
 
Seku Am: 03.06.2026 20:27:36 Gelesen: 214# 2 @  
@ Bessie [#1]

Hallo Winfried,

Zum Thema Internierte in der Schweiz hatte ich in anderen Theman schon Beiträge gezeigt:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=277046
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=258356

Ich hoffe, die Links funktionieren.

Günther

Edit : Im zweiten gezeigten Link war ursprünglich die dort erwähnte Schweizer Marke gezeigt worden, die leider nicht mehr zu sehen ist. Deswegen zeige ich diese hier nochmals.



Mi.-Nr. 2699 von 2021
 
Reini46 Am: 04.06.2026 11:48:33 Gelesen: 168# 3 @  
Hallo,



Karte vom 26.1.42 aus Wien in das Campo di Lavoso ? in Nuova Locarno im Tessin. Der Absender wohnte in der Zirkusgasse im 2. Wiener Bezirk - dort waren fast ausschliesslich Juden wohnhaft. Der Empfänger Eugen Rosenfeld weist ebenfalls auf einen jüdischen Namen hin. War hier ein Campo di Lavoro gemeint ? Über dieses Lager in der Sxhweiz habe ich bei Wikipedia nichts gefunden. Die Frankatur war für eine eingeschriebene Karte frankiert - vielleicht waren Einschreiben nicht gestattet.

Die Karte wurde in Frankfurt zensuriert.

Vielleicht kann jemand mehr über diese Karte sagen.

Grüße

Reini46
 
merkuria Am: 04.06.2026 22:54:09 Gelesen: 135# 4 @  
@ Reini46 [#3]

Hallo Reini46,

Campo di Lavoro sollte das heissen und bedeutet Arbeitslager.

Ich habe im KI-Modus untenstehende Erläuterung bekommen.



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Reini46 Am: 05.06.2026 10:55:40 Gelesen: 90# 5 @  
@ merkuria [#4]

Hallo Jacques,

danke für die Information. Ich werde diese Erläuterung zum Beleg geben.

Grüße

Reinhard
 
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