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Thema: Absenderfreistempel: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 389 Beiträge:
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Cantus Am: 07.11.2017 02:05:17 Gelesen: 47275# 365 @  
@ JohannesM [#364]

Hallo Eckhard,

ich denke, man sieht deutlich, dass da zuerst ein mit einer Briefmarke frankierter und beförderter Brief war. Dann wurde die Marke entfernt und der Umschlag mit AFS nochmals verwendet. Ab und zu, wenn auch sehr selten, sind solche Umschläge anzutreffen; die Doppelverwendung ist vermutlich auf akuten Papiermangel zurückzuführen.

Ich habe als Gegenbeispiel einen AFS herausgesucht, der zwar keine Doppelverwendung darstellt, bei dem aber beim Aufdruck auf den Umschlag offensichtlich irgend etwas zwischen Umschlag und Stempelmaschine geraten ist. Bemerkenswert dabei ist, dass der Umschlag wohl befördert worden war, obwohl der Frankaturwert nicht exakt zu entziffern ist.



Viele Grüße
Ingo
 
JohannesM Am: 07.11.2017 12:13:09 Gelesen: 47190# 366 @  
@ Cantus [#365]

Hallo Ingo,

bezüglich des Tagesstempel-Torsos stimme ich dir zu, diese Verwendung muß dann ja älter sein als der AFS-Stempel sein. Der zusätzliche Datumstempel ist aber 6 Wochen später und in derselben Farbe wie der AFS? Und was könnte das "P" bedeuten?

Beste Grüße
Eckhard
 
Altmerker Am: 19.11.2017 12:14:15 Gelesen: 45696# 367 @  
Hier kommt ein etwas ungewöhnlicher Beleg. Eilpostkarten sieht man schon nicht sehr oft. Diese hier wurde mit einem Absenderfreistempel ohne Textzusatz freigemacht. Hintergrund war eine Quaratäneaktion. 1973 grassierte im Januar eine ziemliche Grippewelle. Die Kinder in der Pionierrepublik am Werbellinsee waren ziemlich abgeschlossen und fast nicht betroffen. Ihnen war aber für den sechswöchigen Aufenthalt fernab der Heimat der einmalige Besuch ihrer Eltern avisiert worden, also so zur Mitte nach drei Wochen. Um die Grippe aber nicht aus der ganzen DDR über 1000 Gäste ins Lager einzuschleppen, wurde am Mittwoch vor Elternanreise eine große Absage-Aktion gestartet. Die Kinder bekamen eine Postkarte und ein Textgerüst, um ihre Eltern auszuladen. Die wohl rund 600 Karten wurden per Kurier nach Eberswalde gebracht und per Eilpost verschickt. Es kamen dann wohl auch keine oder minimal Eltern angereist.

Gruß
Uwe


 
Pete Am: 19.11.2017 17:30:00 Gelesen: 45646# 368 @  
@ Altmerker [#367]

Diese hier wurde mit einem Absenderfreistempel ohne Textzusatz freigemacht.

Eine interessante Begebenheit und die Portostufe ist tatsächlich kurios. :-)

Der Vollständigkeit halber: Bei dem gezeigten Stempelabschlag handelt es sich m.W. um einen Postfreistempel, daher auch kein Werbeeinsatz (dafür ein Unterscheidungsbuchstabe) vorhanden.

Gruß
Pete
 
Tuffi Am: 20.11.2017 11:07:53 Gelesen: 45560# 369 @  
@ Pete [#368]

Stimmt.

Gruß Walter
 
Fips002 Am: 20.11.2017 18:17:29 Gelesen: 45483# 370 @  
Absenderfreistempel DEUTSCHER BUNDESTAG BONN 12, 10.1.96



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 24.11.2017 11:29:09 Gelesen: 44938# 371 @  
Absenderfreistempel von Kiel-Wik 24.4.1970 zu 75 Jahre Nord Ostsee Kanal 1895-1970.



Gruß Dieter
 
hannibal Am: 24.11.2017 19:50:33 Gelesen: 44851# 372 @  
Im Beitrag [#352] wurde einige Freistempel der Leunawerke vorgestellt. Hier einer aus dem Jahr 1999 - Chemiestandort Leuna 21.12.99 als Einschreiben nach Spremberg.



Viele Grüße
Peter
 
Cantus Am: 25.11.2017 05:16:58 Gelesen: 44777# 373 @  
@ JohannesM [#364]

Hallo Eckhard,

die zeitliche Abfolge von AFS und Tagesstempel (auf inzwischen abgelöster Briefmarke) ist beiderseits möglich, also AFS zuerst oder auch zuletzt, das lässt sich jetzt nicht mehr genau feststellen. Zu dem oben zu sehenden Zusatzstempel mit dem P kann ich nichts sagen; ich vermute hier einen postunabhängigen Stempel des Postempfängers, denn rote Stempelfarbe konnte auch privat erworben und verwendet werden.

Von mir heute ein netter recht moderner AFS der Firma Hesse, die in Blumenau ansässig ist und von dort Stiefmütterchen anbietet.



Viele Grüße
Ingo
 
Fips002 Am: 28.11.2017 12:02:01 Gelesen: 44318# 374 @  
Absenderfreistempel Andreas Hansen, Seehafen Kontrolle, Hamburg 11, 14.3.1974.

Die Kaufleute Franz Albers und Andreas Hansen nutzten zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Getreide- und Futtermittelhandel im Hamburger Hafen. Nach dem 2. Weltkrieg wurden sie auch aktiv im Hafen- und Schifffahrtsgeschäft in den Geschäftsbereichen Kontrolle, Befrachtung, Klarierung und Spedition in Hamburg. Ab 1. Januar 2000 ist es das Unternehmen Albers-Hansen GmbH.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 05.12.2017 20:23:09 Gelesen: 43044# 375 @  
Absenderfreistempel Binnenschiffervereinigung des Unterwesergebietes Elsfleth/Unterweser 15.8.1973.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 12.12.2017 21:28:45 Gelesen: 42014# 376 @  
Der auf dem Brief vorhandene Absenderfreistempel ist wohl der einzige mit der Bezeichnung "DDR" im Tagesstempel und entsprach nicht der Postnorm.

Dieser Absenderfreistempel kann in vier Versionen über einen Zeitraum vom 04.03.1977 bis zum 01.12.1989 belegt werden.

Der von mir gezeigte Stempel 13.10.1977 ist der 1. Stempel vom Typ Postalia, Einsatz vom 04.03.1977 bis zum 18.04.1979. Die Ziffer im Wertrahmen ist immer 4-stellig, dünn.

Die anderen 3 Stempel sind Typ Frama.

Die Schiffsabbildung zeigt den Schnellfrachter "Karl Marx" bzw. "Friedrich Engels".



Gruß Dieter
 
Cantus Am: 07.01.2018 02:36:56 Gelesen: 36369# 377 @  
In Hannover-Linden gab und gibt es die Firma Orpil-Chemie, ein Unternehmen, das unter anderem Textilhilfsmittel anbietet [1]. Ich zeige dazu einen Beleg vom 3.2.1964, der genau dafür Werbung macht.



Viele Grüße
Ingo

[1] http://www.orpil.de/index.htm
 
Cantus Am: 19.01.2018 00:50:30 Gelesen: 32023# 378 @  
Heute eine Karte, die am 19.5.1930 von der Berliner Niederlassung der Farbenfabrik der Gebrüder Schmidt GmbH innerhalb Berlins verschickt worden war.

Die Druckfarbenfabriken Gebrüder Schmidt GmbH (abgekürzt GS) wurden 1878 in Bockenheim, Solmsstraße 31 bei Frankfurt am Main gegründet. Das Unternehmen war ein bedeutender deutscher Hersteller von Druckfarben und stellte Buch-, Offset- und Tiefdruckfarben her. Später wurden auch Farben für den Siebdruck und den Flexodruck in das Produktionsprogramm aufgenommen [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Druckfarbenfabriken_Gebr%C3%BCder_Schmidt
 
Hornblower Am: 20.01.2018 18:04:42 Gelesen: 31580# 379 @  
Hallo zusammen,

einen der seltensten Absenderfreistempel Großbritanniens kann ich hier zeigen:



Diesen Abschlag habe ich bisher nur dreimal registriert, wobei ein Abschlag sich nur zur Hälfte noch auf dem Umschlag befindet, er also aus sammlerischer Sicht nicht unbedingt als vollwertig anzusehen ist. Er stammt von der Briefmarken-Handlung Sherry & Haycock in Bournemouth, die zum 100. Geburtstag der "Penny Black" ihre Maschine "Universal Midget" (daher das M im Wertstempel) mit diesem besonderen Jubiläumshinweis benutzte. Zwar "nur" eine Vorderseite, aber ein Diamant mit Fleck ist besser als ein Kieselstein ohne Fehler.

Gruß
Michael
 
Fips002 Am: 22.01.2018 18:31:09 Gelesen: 30787# 380 @  
Absenderfreistempel vom Turbinenschiff "Bremen" (1957-1971).

Die "Bremen" wurde 1939 als französische "Pasteur" in Dienst gestellt. Der Norddeutsche Lloyd Bremen kaufte 1957 das Turbinenschiff. Nach einem Umbau wurde das Schiff unter den Namen "Bremen" in Dienst gestellt und kam im Nordatlantikdienst zum Einsatz. Das Schiff wurde oft für Auswanderer nach den USA, Kanada und auch nach Australien und auch 1960 nach Südafrika eingesetzt. 1971 wurde die "Bremen" nach Griechenland verkauft.



Gruß Dieter
 
Hornblower Am: 22.01.2018 19:22:35 Gelesen: 30769# 381 @  
Hier kann ich noch einen sehr schönen Abschlag aus Jena zeigen:



Meines Wissens ist er der früheste AFS mit einer altdeutschen Marke. Er soll angeblich nur an den beiden Ausstellungstagen verwendet worden sein.

Einen schönen Abend
Michael
 
Fips002 Am: 25.01.2018 20:46:05 Gelesen: 27870# 382 @  
Von mir eine Telegramm Karte von der 1. Hapag-Nordlandfahrt des Vergnügungsdampfers "Oceana" mit Absenderfreistempel vom 16. Juli 1934 - Mit den Ballinschiffes in 7 Tagen über den Ozean, Schnell, Billig, Bequem.

Der Stempel zeigt die vier Scnelldampfer der Ballin-Klasse: "Albert Ballin", "Deutschland", "Hamburg" und "New York".



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 08.02.2018 17:12:11 Gelesen: 20660# 383 @  
Absenderfreistempel Werner von Siemens, Dresden 05.6.1996.

Werner von Siemens war ein deutscher Erfinder, Pionier der Elektrotechnik und Industrieller. Er gründete 1847 die heutige "Siemens AG" und entwickelte u.a. den Zeigertelegraphen und die Galvanotechnik.



Gruß Dieter
 
Cantus Am: 23.02.2018 02:41:04 Gelesen: 18873# 384 @  
Meine Oma fuhr früher jedes Jahr für mehrere Wochen nach Bad Nenndorf, zum Kuren und zum Canasta-Spielen mit anderen Kurgästen. Ich habe nie verstanden, was denn an Bad Nenndorf so Besonderes sein soll, dass man da immer wieder hinfährt, aber alte Leute ändern selten jahrzehntelange Gewohnheiten. Hier nun ein einfacher AFS der Gemeindeverwaltung vom 5.8.1975.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 02.03.2018 01:07:44 Gelesen: 18009# 385 @  
Den Beleg habe ich mir heute geschenkt, denn der Umschlag war nur ein Fensterumschlag ohne irgendwelche Zudrucke. Der AFS vom 18.2.1946 stammt von der Wintershall GmbH, dem heute größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten mit Sitz in Kassel und einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der BASF.

Das Unternehmen ist in der Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas in Europa, Nordafrika, Südamerika, Russland und im Mittleren Osten tätig. Weltweit arbeiten mehr als 2.000 Menschen bei Wintershall.

In der Nachkriegszeit verlor Wintershall durch die Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone die große Ölraffinerie in Lützkendorf, einen Teil ihrer NITAG-Tankstellen sowie die in Thüringen liegenden Kalischächte und -werke. 1969 wurde Wintershall von der BASF-Gruppe als wichtiger Lieferant von Rohstoffen und somit als Teil der Ressourcensicherung übernommen [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wintershall
 
volkimal Am: 05.05.2018 11:12:50 Gelesen: 9944# 386 @  
Hallo zusammen,

diesen ungewöhnlichen Absenderfreistempel aus Bad Ems(?) erhielt ich gestern beim Vereinsabend. Leider ist er etwas blass.



Warum wurde der Ortsstempel entfernt?

War es möglich, das Datum ohne den Rest des Ortsstempels in die Stempelmaschine einzusetzen oder wie ist das Datum aufgestempelt worden?

Ich tue mich schwer, so etwas als Aptierung zu bezeichnen, denn ein fehlendes Werbeklischee ist für mich auch keine Aptiertung. Wie seht ihr das?

Ich bin auf Eure Antworten gespannt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Baber Am: 06.05.2018 08:38:22 Gelesen: 9806# 387 @  
@ Fips002 [#370]

Hallo Dieter,

zum Absenderfreistempel "Deutscher Bundestag in Bonn" passt auch "Bundeskanzleramt in Bonn".



Gruß
Bernd
 
Pete Am: 06.05.2018 10:23:18 Gelesen: 9791# 388 @  
@ volkimal [#386]

Der Freistempler sieht so aus, als sei ein Teil der mechanischen "Druckplatte" herausgerutscht/herausgebrochen. Dies kommt im Einzelfall vor. Auch moderne Frankit können entsprechende Fehlstellen aufweisen.

Einzelne Teile des Freistemplers sind fest im Gerät integriert (Bsp. Datum, Nominalangabe), andere Teile lassen sich vom Kunden (Werbeinsatz) bzw. autorisiertem Techniker austauschen/reparieren.

Bei einem Modell des Herstellers Telefrank lässt sich aufgrund der Farbgebung besonders gut erkennen, welche Bestandteile fix und welche variabel sind [1] - Datumsangabe und Nominalwert gegen den Rest des Freistemplers. Für den Betrieb dieses Modells M wurden zwei Farbpatronen benötigt. Wenn diese nicht identisch waren, kamen zweifarbige Abschläge zustande.

Gruß
Pete

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=144718#M342
 
Cantus Am: 06.06.2018 14:47:04 Gelesen: 1277# 389 @  
Für unseren "Magdeburger" heute noch ein Stempel vom 23.10.1944 der Rex-Werke aus Magdeburg, die sich auf die Herstellung von Schrauben und Muttern spezialisiert hatten.



Viele Grüße
Ingo
 

Das Thema hat 389 Beiträge:
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