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Thema: Absenderfreistempel: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 402 Beiträge:
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Cantus Am: 19.01.2018 00:50:30 Gelesen: 52679# 378 @  
Heute eine Karte, die am 19.5.1930 von der Berliner Niederlassung der Farbenfabrik der Gebrüder Schmidt GmbH innerhalb Berlins verschickt worden war.

Die Druckfarbenfabriken Gebrüder Schmidt GmbH (abgekürzt GS) wurden 1878 in Bockenheim, Solmsstraße 31 bei Frankfurt am Main gegründet. Das Unternehmen war ein bedeutender deutscher Hersteller von Druckfarben und stellte Buch-, Offset- und Tiefdruckfarben her. Später wurden auch Farben für den Siebdruck und den Flexodruck in das Produktionsprogramm aufgenommen [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Druckfarbenfabriken_Gebr%C3%BCder_Schmidt
 
Hornblower Am: 20.01.2018 18:04:42 Gelesen: 52236# 379 @  
Hallo zusammen,

einen der seltensten Absenderfreistempel Großbritanniens kann ich hier zeigen:



Diesen Abschlag habe ich bisher nur dreimal registriert, wobei ein Abschlag sich nur zur Hälfte noch auf dem Umschlag befindet, er also aus sammlerischer Sicht nicht unbedingt als vollwertig anzusehen ist. Er stammt von der Briefmarken-Handlung Sherry & Haycock in Bournemouth, die zum 100. Geburtstag der "Penny Black" ihre Maschine "Universal Midget" (daher das M im Wertstempel) mit diesem besonderen Jubiläumshinweis benutzte. Zwar "nur" eine Vorderseite, aber ein Diamant mit Fleck ist besser als ein Kieselstein ohne Fehler.

Gruß
Michael
 
Fips002 Am: 22.01.2018 18:31:09 Gelesen: 51443# 380 @  
Absenderfreistempel vom Turbinenschiff "Bremen" (1957-1971).

Die "Bremen" wurde 1939 als französische "Pasteur" in Dienst gestellt. Der Norddeutsche Lloyd Bremen kaufte 1957 das Turbinenschiff. Nach einem Umbau wurde das Schiff unter den Namen "Bremen" in Dienst gestellt und kam im Nordatlantikdienst zum Einsatz. Das Schiff wurde oft für Auswanderer nach den USA, Kanada und auch nach Australien und auch 1960 nach Südafrika eingesetzt. 1971 wurde die "Bremen" nach Griechenland verkauft.



Gruß Dieter
 
Hornblower Am: 22.01.2018 19:22:35 Gelesen: 51425# 381 @  
Hier kann ich noch einen sehr schönen Abschlag aus Jena zeigen:



Meines Wissens ist er der früheste AFS mit einer altdeutschen Marke. Er soll angeblich nur an den beiden Ausstellungstagen verwendet worden sein.

Einen schönen Abend
Michael
 
Fips002 Am: 25.01.2018 20:46:05 Gelesen: 48526# 382 @  
Von mir eine Telegramm Karte von der 1. Hapag-Nordlandfahrt des Vergnügungsdampfers "Oceana" mit Absenderfreistempel vom 16. Juli 1934 - Mit den Ballinschiffes in 7 Tagen über den Ozean, Schnell, Billig, Bequem.

Der Stempel zeigt die vier Scnelldampfer der Ballin-Klasse: "Albert Ballin", "Deutschland", "Hamburg" und "New York".



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 08.02.2018 17:12:11 Gelesen: 41316# 383 @  
Absenderfreistempel Werner von Siemens, Dresden 05.6.1996.

Werner von Siemens war ein deutscher Erfinder, Pionier der Elektrotechnik und Industrieller. Er gründete 1847 die heutige "Siemens AG" und entwickelte u.a. den Zeigertelegraphen und die Galvanotechnik.



Gruß Dieter
 
Cantus Am: 23.02.2018 02:41:04 Gelesen: 39529# 384 @  
Meine Oma fuhr früher jedes Jahr für mehrere Wochen nach Bad Nenndorf, zum Kuren und zum Canasta-Spielen mit anderen Kurgästen. Ich habe nie verstanden, was denn an Bad Nenndorf so Besonderes sein soll, dass man da immer wieder hinfährt, aber alte Leute ändern selten jahrzehntelange Gewohnheiten. Hier nun ein einfacher AFS der Gemeindeverwaltung vom 5.8.1975.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 02.03.2018 01:07:44 Gelesen: 38665# 385 @  
Den Beleg habe ich mir heute geschenkt, denn der Umschlag war nur ein Fensterumschlag ohne irgendwelche Zudrucke. Der AFS vom 18.2.1946 stammt von der Wintershall GmbH, dem heute größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten mit Sitz in Kassel und einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der BASF.

Das Unternehmen ist in der Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas in Europa, Nordafrika, Südamerika, Russland und im Mittleren Osten tätig. Weltweit arbeiten mehr als 2.000 Menschen bei Wintershall.

In der Nachkriegszeit verlor Wintershall durch die Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone die große Ölraffinerie in Lützkendorf, einen Teil ihrer NITAG-Tankstellen sowie die in Thüringen liegenden Kalischächte und -werke. 1969 wurde Wintershall von der BASF-Gruppe als wichtiger Lieferant von Rohstoffen und somit als Teil der Ressourcensicherung übernommen [1].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wintershall
 
volkimal Am: 05.05.2018 11:12:50 Gelesen: 30600# 386 @  
Hallo zusammen,

diesen ungewöhnlichen Absenderfreistempel aus Bad Ems(?) erhielt ich gestern beim Vereinsabend. Leider ist er etwas blass.



Warum wurde der Ortsstempel entfernt?

War es möglich, das Datum ohne den Rest des Ortsstempels in die Stempelmaschine einzusetzen oder wie ist das Datum aufgestempelt worden?

Ich tue mich schwer, so etwas als Aptierung zu bezeichnen, denn ein fehlendes Werbeklischee ist für mich auch keine Aptiertung. Wie seht ihr das?

Ich bin auf Eure Antworten gespannt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Baber Am: 06.05.2018 08:38:22 Gelesen: 30462# 387 @  
@ Fips002 [#370]

Hallo Dieter,

zum Absenderfreistempel "Deutscher Bundestag in Bonn" passt auch "Bundeskanzleramt in Bonn".



Gruß
Bernd
 
Pete Am: 06.05.2018 10:23:18 Gelesen: 30447# 388 @  
@ volkimal [#386]

Der Freistempler sieht so aus, als sei ein Teil der mechanischen "Druckplatte" herausgerutscht/herausgebrochen. Dies kommt im Einzelfall vor. Auch moderne Frankit können entsprechende Fehlstellen aufweisen.

Einzelne Teile des Freistemplers sind fest im Gerät integriert (Bsp. Datum, Nominalangabe), andere Teile lassen sich vom Kunden (Werbeinsatz) bzw. autorisiertem Techniker austauschen/reparieren.

Bei einem Modell des Herstellers Telefrank lässt sich aufgrund der Farbgebung besonders gut erkennen, welche Bestandteile fix und welche variabel sind [1] - Datumsangabe und Nominalwert gegen den Rest des Freistemplers. Für den Betrieb dieses Modells M wurden zwei Farbpatronen benötigt. Wenn diese nicht identisch waren, kamen zweifarbige Abschläge zustande.

Gruß
Pete

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=144718#M342
 
Cantus Am: 06.06.2018 14:47:04 Gelesen: 21933# 389 @  
Für unseren "Magdeburger" heute noch ein Stempel vom 23.10.1944 der Rex-Werke aus Magdeburg, die sich auf die Herstellung von Schrauben und Muttern spezialisiert hatten.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 14.07.2018 04:21:57 Gelesen: 15516# 390 @  
Seit der Gründung im Jahr 1956 hat sich Pelox auf die Herstellung und den Vertrieb von Produkten zur Behandlung von Edelstahloberflächen spezialisiert. Der Firmensitz befindet sich heute in der Wedemark in der Nähe von Hannover.

Hier ein AFS der Pelox AG vom 28.3.1983, aber nicht aus der Wedemark, sondern vom Standort Flughafen Hannover.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 19.07.2018 00:08:13 Gelesen: 14700# 391 @  
Heinrich August Schulte (auch: Heinr. Aug. Schulte) war eine durch den gleichnamigen Unternehmer 1896 in Dortmund gegründete Eisenhandlung, aus der über eine Aktiengesellschaft die ThyssenKrupp Schulte hervorging, der größte Werkstoffhändler in Deutschland und eine Tochtergesellschaft der Thyssen-Krupp Services AG, die 2003 eingerichtet worden war. Die ThyssenKrupp Schulte unterhielt 2007 bundesweit 50 Niederlassungen und Tochtergesellschaften für den Handel und die Verarbeitung von Edelstahl und Blechen mit einem Umsatz von rund 700 Millionen Euro [1].

Hier eine Karte mit AFS vom 21.1.1938, gelaufen von Dortmund nach Neubeckum.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_August_Schulte
 
iholymoses Am: 20.07.2018 20:09:27 Gelesen: 14406# 392 @  
Hallo,

hier ein Beleg aus Böhmen und Mähren, der vielleicht auch in die Kategorie "Schlechte Belege erzählen nette Geschichten" passen würde - der Umschlag ist nämlich schon vor Jahrzehnten als Briefmarkendepot (mit Beschriftung und Stempel) missbraucht worden.

Aber der Absenderfreistempel ist noch zu erkennen:

BÖHMISCHMÄHRISCHE Ein- UND AUSFUHRSTELLE FÜR ERZEUGNISSE DER ERNÄHRUNGS- UND LANDWIRTSCHAFT
PRAG 7 / PRAHA 7 - 21 11 44
Porto 120 Heller



Gruß,
Reinhard
 
Fips002 Am: 22.07.2018 16:27:21 Gelesen: 13996# 393 @  
AFS der Hapag-Lloyd AG, Hamburg 1, 17.7.1979 mit Nebenstempel des Container-Schiffes MS "Nürnberg Express".



Dieter
 
filunski Am: 03.08.2018 22:53:11 Gelesen: 11741# 394 @  
Liebe AFS Fans,

der hier scheint mir, obwohl es nicht so mein Gebiet ist, ein schönes Stück zu sein.

Brief des Ullstein Verlags in Berlin an einen bekannten Schweizer Sammler (Joseph Benz) in Luzern. Frei gemacht mit einer recht frühen Version einer Frankotyp Maschine:



Den Stempel nochmals im Detail:



Viele Grüße,
Peter
 
Totalo-Flauti Am: 03.08.2018 23:25:49 Gelesen: 11727# 395 @  
@ filunski [#394]

Lieber Peter,

das ist mal ein schöner Abschlag. Ich kann Dich nur zu dem Beleg beglückwünschen.

Wenn ich mich nicht irre, handelt es sich bei Deinem AFS um den Vorläufer der Francotyp B. Es handelt sich hierbei um eine Maschine aus der Versuchszeit zu AFS der Deutschen Reichspost Bei Dürst (mir liegt seine Ausarbeitung aus dem Jahr 1944 vor) wurde die Katalogisierung unter F vorgenommen. Danach gab es drei Maschinen, die ab März 1925 benutzt wurden. Die Maschinen wechselten häufig den Absender, die, soweit ich weiß, alle in Berlin waren. Vom Ullsteinhaus gab es noch eine weitere Variante, in der "Ullsteinhaus_Postzentrale" nicht im Rahmen steht. Eine der drei Maschinen soll sogar bis 1940 verwendet worden sein.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.
 
filunski Am: 03.08.2018 23:45:13 Gelesen: 11722# 396 @  
@ Totalo-Flauti [#395]

Lieber Michael,

herzlichen Dank für die Ergänzungen und wertvollen, zusätzlichen Informationen zu der Frankotyp-Versuchsmaschine! ;-)

LG, Peter
 
filunski Am: 14.08.2018 16:13:44 Gelesen: 10369# 397 @  
Verehrte "AFS-Freunde",

diesen Beleg (leider nur die Vorderseite) fand ich heute beim Aufräumen und halte ihn für sehenswert:



Einschreiben der Chemischen Fabrik von Heyden in Radebeul-Oberlössnitz an das Finanzamt in Dresden-Neustadt. Frei gemacht mit einem frühen Francotyp AFS.

Viele Grüße,
Peter
 
Angelika2603 Am: 21.08.2018 18:54:20 Gelesen: 9604# 398 @  
AFS aus dem Ausland



1929 von London nach Berlin-Siemensstadt



Von Calcutta/Indien nach Teheran/Iran mit britischer Zensur Abgang 13.12.1940 – Ankunft 13.01.1941

(aus der Sammlung SF Mausbach)

Viele Grüße
Angelika
 
Cantus Am: 12.10.2018 01:46:13 Gelesen: 1055# 399 @  
Von mir ein Stempel vom 30.11.1933 der Firma SANITAS aus Berlin. Auf dem Umschlag findet sich rückseitig die Abbildung eines Bootes, dessen Bedeutung mir unbekannt ist. Heute gibt es in Deutschland und der Schweiz verschiedene Unternehmen, die alle den Namen SANITAS tragen.





Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 12.10.2018 08:15:29 Gelesen: 1015# 400 @  
@ Cantus [#399]

Hallo Ingo,

das Schiff symbolisiert den Wind, den der "Fön" - die elektrische Heißluftdusche macht:



Dieser Original- Reklameausschnitt aus einer Zeitung ist gerade bei Ebay zu verkaufen [1]:

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.ebay.de/itm/BERLIN-Werbung-1919-Elektrizitaetsgesellschaft-Sanitas-Foen-alte-Reklame-126-/172887003142
 
Cantus Am: 13.10.2018 00:39:52 Gelesen: 899# 401 @  
@ volkimal [#400]

Hallo Volkmar,

vielen Dank, aber auf ein F und damit auch auf einen Fön bin ich beim Betrachten des Bildes nicht gekommen.

Viele Grüße
Ingo
 
skribent Am: 17.10.2018 10:27:06 Gelesen: 292# 402 @  
Hallo Zusammen,

am 30.8.1949 macht Fritz Böhme die Fa. Koch darauf aufmerksam, dass der Himbeer-Muttersaft zuneige geht.



Als ich diesen Absenderfreistempel vor "ewigen Zeiten" kaufte, dachte ich, dass es sich beim Werbeklischee um die Abbildung eines Biertransports handelte. Liegt bei Dortmund ja nahe! Zuhause habe ich dann herzlich gelacht!

MfG >Franz<
 

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