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Thema: Absenderfreistempel: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 1399 Beiträge:
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Nordluchs Am: 03.04.2026 17:11:59 Gelesen: 53434# 1375 @  
Hallo,

ein Kommunaler Absenderfreistempel aus Schleswig-Holstein.



Uetersen (Holst), Uetersen in Holstein, die schöne Rosenstadt mit dem Norddeutschen Rosarium

Die Stadtverwaltung frankierte ihre Post mit einer Francotyp C.

Der Siedlungskern der Stadt Uetersen liegt mit der Altstadt am nördlichen Ufer des Flusses Pinnau auf dem Geestabschnitt Hamburger Ring, im Westen Hamburgs eine Übergangslandschaft von (relativ) großer Mächtigkeit zur benachbarten Barmstedt-Kisdorfer Geest.

Das östliche Stadtgebiet befindet sich auf einer ehemaligen Dünenlandschaft, die aus der Eiszeit stammt und sich von Wedel über die Holmer Sandberge bis nach Elmshorn erstreckt. Diese Dünenlandschaft war kaum bewaldet und nur mit Heide und Krüppelkiefern bewachsen und zudem ständig in Bewegung. Sie erstreckt sich von Wedel über die Holmer Sandberge bis nach Elmshorn.

Bekannt ist Uetersen für sein Rosarium, einen Rosenpark, der Kaffeefahrten von weit her anlockt. Im Rahmen einer Rosenschau anlässlich des 700. Stadtgeburtstags am 13. Juni 1934 wurde das Rosarium eröffnet. 1951 fand die erste norddeutsche Rosenschau nach dem Kriege statt, der 1952 sowie 1956 weitere folgten. Zwischenzeitlich wurde es mehrfach umgestaltet und 1961 die Bundes-Rosenschau dort präsentiert. Mit sieben Hektar Fläche ist es der größte Rosengarten Norddeutschlands und bildet den Mittelpunkt der deutschen Rosenzucht. In Uetersen werden mehr als 35.000 Rosen und 1020 verschiedene Rosensorten in allen farblichen Abstufungen und Duftnuancen vorgestellt. Im Juli 2009 feierte das Rosarium sein 75-jähriges Bestehen.
[1]

Gruß

Hajo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Uetersen
 
Cantus Am: 04.04.2026 02:30:05 Gelesen: 53295# 1376 @  
Aron Hirsch, auch Aaron (* 6. Februar 1858 in Halberstadt; † 22. Februar 1942 in Wiesbaden) war ein deutsch-jüdischer Buntmetall- und Hüttenindustrieller.

Hirsch war ein Philanthrop und engagierte sich in der Akademie für die Wissenschaft des Judentums und in der Berliner Jüdischen Gemeinde, deren Repräsentantenversammlung er mehrere Jahre angehörte. 1922 erhielt er die Ehrendoktorwürde der TH Darmstadt [1].

Dazu zeige ich einen Fensterbrief vom 5.3.1931, aufgegeben in Berlin.






Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Aron_Hirsch
 
Bessie Am: 11.04.2026 15:53:22 Gelesen: 49996# 1377 @  
@ Bessie [#1373]

auf Luftpost aus Brasilien 1931

Abs.: Deutsch-brasilianische Bank.


 
Nordluchs Am: 12.04.2026 10:46:16 Gelesen: 49738# 1378 @  
Hallo,

einen Absenderfreistempel mit wechselvoller Geschichte. [1]


Bad Warmbrunn, Linke-Hofmann-Busch - Füllnerwerk

In Benutzung eine Francotyp A.

1932 schied das Werk aus dem Verband der inzwischen als „Linke-Hofmann-Busch“ (LHB) firmierenden Aktiengesellschaft aus und wurde zunächst als Füllnerwerk GmbH weitergeführt, die mit der ebenfalls Anlagen für die Papier- und Zelluloseherstellung produzierenden Maschinenfabrik AG, vorm. Wagner & Co. , in Köthen eine Interessengemeinschaft einging, sodass die Fabrikanlagen von beiden Partnern genutzt werden konnten. Bei der 1934 erfolgten Zergliederung der LHB in Teilunternehmungen wurde das Füllnerwerk an die seit 1932 maßgeblich im Besitz von Otto Dörries befindliche Maschinenfabrik AG, vormals Wagner & Co., verkauft, die ihren Firmensitz daraufhin im Februar 1935 nach Warmbrunn-Herischdorf verlegte.

Die nachfolgende Firma siehe Beitrag von Cantus! [2]

Gruß
Hajo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Füllnerwerk
[2] https://www.philaseiten.de/beitrag/127414
 
Bessie Am: 17.04.2026 11:15:19 Gelesen: 45555# 1379 @  
Zwei weitere „Belege“ aus Brasilien. Sie datieren 10 Jahre später, aus1941.

Weil Hitler inzwischen den Zweiten Weltkrieg losgetreten hatte, konnte sich seine Lufthansa auf ihrer Südatlantikroute nicht mehr blicken lassen. Sie wurde an die Gesellschaft LATI des faschistischen Italien abgetreten, die sie bis Mussolinies Kriegseintritt im Dezember 1941 bediente. Die nur scheinbar neutralen USA versuchten, die Italiener/Deutschen schon vorher aus Südamerika zu verdrängen und durch ihre konkurrierende PanAm zu ersetzen, um so die Staaten Südamerikas auch im Luftverkehr in Abhängigkeit zu bringen. Doch es gab Widerstand, wofür der umgeänderte Firmenumschlag ein Beispiel ist. Auch der andere Umschlag hätte von der PanAm statt über Rom über Lissabon befördert werden können (und wahrscheinlich schneller!), aber der Absender blieb der LATI treu. Die Entscheidung für die LATI war zugleich eine politische Entscheidung!

Noch eine rein philatelistische Bemerkung: ich glaube inzwischen, dass beide Freistempler postamtlich sind.

Zwei weitere „Belege“ aus Brasilien. Sie datieren 10 Jahre später, aus1941. Weil Hitler inzwischen den Zweiten Weltkrieg losgetreten hatte, konnte sich seine Lufthansa auf ihrer Südatlantikroute nicht mehr blicken lassen. Sie wurde an die Gesellschaft LATI des faschistischen Italien abgetreten, die sie bis Mussolinies Kriegseintritt im Dezember 1941 bediente. Die nur scheinbar neutralen USA versuchten, die Italiener/Deutschen schon vorher aus Südamerika zu verdrängen und durch ihre konkurrierende PanAm zu ersetzen, um so die Staaten Südamerikas auch im Luftverkehr in Abhängigkeit zu bringen. Doch es gab Widerstand, wofür der umgeänderte Firmenumschlag ein Beispiel ist. Auch der andere Umschlag hätte von der PanAm statt über Rom über Lissabon befördert werden können (und wahrscheinlich schneller!), aber der Absender blieb der LATI treu. Die Entscheidung für die LATI war zugleich eine politische Entscheidung!

Noch eine rein philatelistische Bemerkung: ich glaube inzwischen, dass beide Freistempler postamtlich sind.


 
T1000er Am: 12.05.2026 08:41:17 Gelesen: 30284# 1380 @  
Hallo zusammen,

anbei eine Postkarte oder besser eine Drucksache wie der Handstempelabdruck zeigt aus dem Westteil der Stadt Berlin.

Diese Karte hat ihren Weg über Frankreich zurück nach Deutschland gefunden und befindet sich heute in meinem Fundus.



Wie ich finde ist dies ein recht interessantes Zeitdokument. Für mich als Freistempelsammler steht natürlich hier der Abdruck der Francotyp D Maschine im Vordergrund.

Sie trägt den bereits 1946 neu eingeführten Wertrahmen "Deutsche Post" der im Dürst/Eich Katalog als Typ E-18 bezeichnet ist.

Schöne Grüße,
Thomas
 
Nordluchs Am: 02.06.2026 11:40:16 Gelesen: 17442# 1381 @  
Hallo,

leider habe ich keine andere Heimat für diesen Brief gefunden und daher hier in der Masse untergebracht.

Zu sehen ist eine Drucksache (Brief hinten offen) nach Schweden vom Vogel-Verlag Pößneck.



Zu erkennen unten rechts der Briefstempel „Oberkommando der Wehrmacht“. Nach Riemer vermutlich der Handstempel 3 b.

Verwendet wurde eine Francotyp D mit Datum 5.10.1940.

Der Verlag benutzte schon seit 1926 eine Francotyp A. Die Abbildung zeigt demnach das nachfolgende verbesserte Gerät.

Gruß

Hajo
 
Freistempel26 Am: 02.06.2026 12:26:55 Gelesen: 17415# 1382 @  
@ HWS-NRW [#1361]

Hallo Werner,

ich habe da auch keine Ahnung- aber es könnten bei Zugvermerken vielleicht Kursbriefe sein.

Viele Grüße

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhofsbrief
 
Nordluchs Am: 02.06.2026 13:05:49 Gelesen: 17389# 1383 @  
Hallo,

dann muss man wohl nachlegen, aber das ist auch kein Problem.

Greife einfach in eine Kiste und das Ergebnis wie folgt.



Berlin NW 21, Der Bezirksbürgermeister des Verwaltungsbezirks Tiergarten der Stadt Berlin

Faltbrief mit Hauszinssteuer für ein Grundstück. Mit Absenderfreistempel einer Francotyp C.

Gruß

Hajo
 
becker04 Am: 23.06.2026 09:59:13 Gelesen: 8472# 1384 @  
@ Jürgen Witkowski [#71]

Guten Morgen,

bei der Suche nach Vergleichsstücken für meinen Beleg aus Liechtenstein kam ich über die Stempeldatenbank auf den Beitrag. Irritierend ist nur, bei Philastempel werden diese Absenderfreistempel als Postfreistempel beschrieben.

Hier ein Brief - bis 20g - von der Vertriebs-Union Vaduz nach Essen vom 8.12.1925. Für die Gebühr gab es den Abdruck der Hasler Maschine (A1. Hasler “D106”) 386. Nach dem International_Postage_Meter_Stamp_Catalog soll dies die erste Maschine in Liechtenstein gewesen sein.



MfG
Klaus
 
Reini46 Am: 23.06.2026 11:28:15 Gelesen: 8438# 1385 @  
Hallo,



Auslandsbrief vom 17.1.25 der Firma Gerngross A.G. in Wien.

Laut Peter Kroiss gab es nur 3 Firmen in Österreich, die Maschinen der Firma Hasler hatten - Gerngross, Wiener Bankverein und die Arbeiter Unfallversicherungsanstalt.

Belege dieser Art sind nicht häufig.

Grüße

Reini46
 
Post-Bote Am: 29.06.2026 13:57:05 Gelesen: 5786# 1386 @  
Hamburg - 22.11.39 - III


 
HWS-NRW Am: 29.06.2026 16:30:53 Gelesen: 5744# 1387 @  
@ Post-Bote [#1386]

Hallo,

ein schöner Beleg, aber Du bist im falschen Thread, hier geht es um Absenderfreistempel, nicht um Postfreistempel.

mit Sammlergruß
Wernerh
 
Post-Bote Am: 29.06.2026 17:23:09 Gelesen: 5726# 1388 @  
@ HWS-NRW [#1387]

Danke für den Hinweis.

Stimmt, ich bin im falschen Thread – ich denke ein Admin kann das verschieben.

Mit Sammlergruß Post‑Bote
 
Richard Am: 29.06.2026 23:12:33 Gelesen: 5670# 1389 @  
@ Post-Bote [#1388]

Kann er, wirklich. Nur raten, in welches Thema, möchte er nicht.

Bitte hier reinschreiben und dazu welche Beiträge es betrifft.

Bin morgen erst ab Nachmittag im Forum.

Grüsse von Admin Richard
 
HWS-NRW Am: 30.06.2026 00:00:05 Gelesen: 5653# 1390 @  
@ Richard [#1389]

Hallo Richard.

Es wäre ideal, wenn Du es in den Thread "Postfreistempel: Echt gelaufene Belege" rüberschieben würdest.

Liebe Grüße, auch an Brigitte
Werner
 
HWS-NRW Am: 08.07.2026 11:47:03 Gelesen: 3882# 1391 @  
Hallo,

bei dieser Portostufe bräuchte ich Unterstüzung.



Auslandsbrief nach Mallorca, versandt vom "Deutschen Sportverlag" Kurt Stoof GmbH & Co, das Porto von 105 Pfg freigemacht im Dezember 1979 mit einer Francotyp-Maschine. Ist es ein Brief im "Europa-Tarif" oder wie kommt die Summe zusammen?

mit Dank und Sammlergruß
Werner
 
Frankenjogger Am: 08.07.2026 13:03:57 Gelesen: 3847# 1392 @  
@ HWS-NRW [#1391]

M.M. nach wurde hier die Luftpostgebühr (15 Pf je 20 g) bezahlt, die jedoch innerhalb Europas gar nicht mehr erforderlich war. Der Auslandsbrief kostete 90 Pf.

Viele Grüße,
Klemens
 
HWS-NRW Am: 08.07.2026 15:35:28 Gelesen: 3810# 1393 @  
@ Frankenjogger [#1392]

Hallo Klemens,

Danke für Deine Hilfe, jetzt kann ich sie ordentlich beschreiben. Hatte auch irgendwas mit LP-Freiheit im Kopf gehabt, finde es aber nicht in meiner vorhandenen Literatur.

Bis in Bernau beste Grüße

Werner
 
Cantus Am: 09.07.2026 02:55:33 Gelesen: 3633# 1394 @  
Heute ein Fensterumschlag der C.J.Vogel Draht- und Kabelwerke A.G. in Berlin Köpenick, gelaufen am 28.4.1944.

Im Jahr 1967 erfolgte die Gründung des Kombinats VEB Kabelwerk Oberspree (KKWO). Gründungsbetriebe neben dem KWO waren die Betriebe Kabelwerk Meißen, Kabelwerk Vacha, das Kabelwerk Plauen, Kabelwerk Adlershof, Kabelwerk Schönow und das Kabelwerk Köpenick (KWK) ( ehemals C.J. Vogel Draht- und Kabelwerk AG, ab 1939 von Siemens übernommen und als Fa. Elektrische Licht- und Kraftanlagen weitergeführt) [1]





Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kabelwerk_Oberspree#Kombinat_VEB_KWO_bis_zum_Ende_der_DDR
 
HWS-NRW Am: 09.07.2026 12:41:41 Gelesen: 3549# 1395 @  
Hallo.



Heute lag ein kleines Post-Päckchen vor der Haustür, darin enthalten eine Mischsendung, versandt am 25.9.1933 durch die "Maggi-Gesellschaft - Abt. Speditions- und Lagerhaus", die sich in BERLIN-TEMPELHOF befand. Auf dem Karton (23,5 x 6 cm) (drinnen war ein Fischbesteck) aufgeklebt ein Adressträger, er ging an die Firma "Kieler Sanitätsmeierei", das Porto von 30 Rpf freigemacht mit einer Francotyp-Maschine mit Wertrahmen Bogenrechteck (E-1).

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 10.07.2026 11:34:00 Gelesen: 2015# 1396 @  
Hallo.



Heute ein Beleg, leider mit seitlicher Lochung (einfach nur ärgerlich). Aufgrund der Seltenheit, Ortskarte mit Einschreiben, habe ich sie gekauft, sie wurde von KÖLN 1 aus im April 1950 verschickt.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 13.07.2026 09:05:00 Gelesen: 1406# 1397 @  
Hallo.



Die Firma Siemens & Halske (im Wernerwerk [1]) in BERLIN-SIEMENSSTADT versandte im Juli 1935 diesen Brief per Luftpost ins ferne Australien.

Leider habe ich bei der Berechnung der Luftpost ein Problem, da ich keinerlei Literatur dazu habe, kann einer aus der Runde hier weiterhelfen ?

mit Dank und Sammlergruß
Werner

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wernerwerk-Hochhaus
 
ChristianSperber Am: 13.07.2026 21:44:06 Gelesen: 1248# 1398 @  
@ HWS-NRW [#1397]

Hallo Werner,

der Luftpostzuschlag nach Australien betrug 50 Pf je 5 g.
 
HWS-NRW Am: 13.07.2026 23:10:09 Gelesen: 1207# 1399 @  
@ ChristianSperber [#1398]

Hallo Christian,

herzlichen Dank für die Info, jetzt kann ich den Beleg gut beschreiben.

mit Sammlergruß
Werner
 

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