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Thema: (?) (234) Altdeutschland: Paketbegleitbriefe
Das Thema hat 252 Beiträge:
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Magdeburger Am: 17.06.2019 16:51:45 Gelesen: 26184# 228 @  
@ hajo22 [#226]

Hallo Hajo22,

der Brief selbst wog auch 1 Loth und damit war er nicht mehr frei wie auch die Taxierung zeigt. Die Entfernung beider Orte beträgt 6 Meilen, so dass 2 Sgr. für den Brief und 6 Sgr. für das Paket berechnet wurden. Allerdings erschliesst sich mir nicht, wofür noch 4 1/4 Shilling L.M. gezahlt werden sollte. Siegelseitig sieht es fast aus, als wenn Zoll4 1/4 dort notiert wurden, jedoch sicher bin ich mir nicht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 17.06.2019 18:22:27 Gelesen: 26177# 229 @  
@ bayern klassisch [#227]
@ Magdeburger [#228]

Danke sehr. Dann habe ich doch richtig gelesen. Den Vermerk auf der Siegelseite kann weder ich noch der Verkäufer deuten. Ein Ankunftsvermerk/-stempel wäre mir lieber gewesen. Man kann (leider) nicht alles haben.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 17.06.2019 18:49:05 Gelesen: 26171# 230 @  
@ hajo22 [#229]

Ich lese hinten "Zoll 4 1/4", kann das aber sonst in keinen Zusammenhang bringen. Im Brief selbst lag der Schlüssel und das Frachtstück war der Koffer.

Das hat man oft so gemacht, weil man nicht haben wollte, dass einer Koffer und Schlüssen zusammenbringen konnte - da wäre der Koffer wohl schnell geleert worden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 21.06.2019 16:16:57 Gelesen: 26089# 231 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute eine leider etwas unvollständige Briefhülle:



Gelaufen am 31.10. aus Neuhaldensleben, welche An Ein Köngliches Wohllöbliches Land und Stadtgericht zu Magdeburg gerichtet wurde.

Unten ist vermerkt:

mit Akten in Wachsleinen gez: L.G. nro 28. - etwas weiter oben das Gewicht von 7 Pfund 20 Loth. Das ganze war als portofreie LandesCulturSache declariert wurden. Siegelseitig erkennt man noch deutlich den Ausgabestempel vom 01.11.

Vorderseitig ist die Paketausgabe durch den Einkreiser A+Posthorn zu sehen. Das Einführungsjahr dürfte 1836 gewesen und es spricht auch dafür dass die Hülle aus diesem Jahr ist.



Etwas ungewöhnlich ist ein Stempel, wo mit etwas Fantasie auch der 1 11 zu erkennen ist. Der Form nach zu urteilen sieht er wie ein Ovalstempel aus. Gesehen habe ich so etwas noch nicht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 13.07.2019 10:54:23 Gelesen: 25394# 232 @  
Liebe Sammelfreunde,

es gibt so vieles, was einer Klärung bedarf, so wie dies hier:



Der Brief ist zwar nur eine Hülle, jedoch läßt er sich an Hand der rückseitigen Paketzettel auf das Jahr 1857 datieren. Wer hat Ideen, was die beiden Taxierungen bedeuten könnten.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 21.07.2019 12:58:34 Gelesen: 25112# 233 @  
Liebe Sammelfreunde,

leider hatte niemand etwas zu dem Beleg [#232] zu sagen.

Deshalb nun die Auflösung.

Laut Declaration wurde 1 Reisetasche sign, H.M.H.#1 und 1 Packet sign. H.M.H.#2 versendet.

Das Gewicht der Tasche betrug 6 Pfund 5 Loth und des Paketes 12 Pfund 20 Loth.
Jedes Paket mußte einzeln berechnet werden. Der Mindestfahrposttarif je Paketes betrug 2 Sgr. und so ergibt sich die 4 Sgr.

Allerdings wurde nicht die Gewichtstaxe berücksichtig, denn wenn diese höher als der Mindestfahrposttarif ausfiel, war diese auch anzuwenden. Die Entfernung Magdeburg - Bernburg beträgt 6 Meilen (Nach Taxquadraten sind es nur 4!) und die tatsächliche Entfernung war auch in die Berechnung einzusetzen.

Für die Tasche ergibt sich:

1,5 Pfennige * 7 Pfund * 2 (5-10Meilen) = 21 Pfennige = 1 3/4 Sgr. und damit sind 2 Sgr. anzuwenden.

Für das Paket:

1,5 Pfennige * 13 Pfund * 2 (5-10Meilen) = 39 Pfennige = 3 1/4 Sgr. - was nun auch einfliessen mußte.

In Summe ergibt sich somit 2 Sgr. für die Tasche + 3 1/4 Sgr. für das Paket = 5 1/4 Sgr., was hier fehlerhafter weise siegelseitig notiert wurde. Richtig wäre es gewesen, wenn es vorderseitig geschehen wäre. Siegelseitig wäre nur ein Bestellgeld anzugeben gewesen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 10.08.2019 14:26:44 Gelesen: 24127# 234 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal ein Beleg, mit dem ich ein wenig auf Kriegsfuss stehe, auch was die Datierung (02.August 17?4) angeht:



Soweit ich lese:

Per Faveur.
A Monsieur
Monsieur Duglas
Tres Reverend
Ministre In St.
Evanglie a L' Eesife
Reforme a Jerichou

Nebst einem grau brauen Beutel mit 64 rt: Kirchen= und Collecten=Geld

Siegelseitig:
Das Herrn Ganfauges
................: werden
ergebenst ersuchet um
güthige Eihändigung
durch B...... und ...........
............

Hier noch der Inhalt, welcher für mich fast nicht zu lesen ist:



Über jede Hilfe wäre ich sehr dankbar!

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.09.2019 12:27:49 Gelesen: 22443# 235 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute eine nette Hülle:



Diese dürfte etwa aus dem Jahre 1820 stammen. Es handelt sich um ein Wertpaktbegleitbrief von Magdeburg nach Völpke für ein Paket in Leinen worin sich 22 Thaler 15 Gute Groschen 6 Pfennige Courant befanden. Das Gewicht ist mit 1 Pfund 18 Loth angegeben worden.

Pakete mit Geld bzw. werthabenden Papieren oder Edelsteinen sollten eigentlich nicht in Magdeburg mit einem Stempel des Packmeisters versehen werden. Hier ist jedoch einer zu sehen und zwar das kleinere Schreibschrift "E". Der Irrtum wurde bemerkt und es wurde durchgekreuzt, also ungültig gemacht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
mausbach1 Am: 01.10.2019 09:51:49 Gelesen: 22193# 236 @  
1864 von Freudenberg nach Siegen





Rechteckstempel 3z - fast unleserlicher Packkammerstempel

Herrschaftliches? Siegel - Ausgabestempel geprüft FLEMMING BPP
 
mausbach1 Am: 01.10.2019 09:54:52 Gelesen: 22191# 237 @  
Zu [#236]

MiNr. U 26 A auf MiNr. 16a
 
Magdeburger Am: 14.10.2019 17:00:23 Gelesen: 21312# 238 @  
Liebe Sammelfreunde,

Heute ein Beleg, welchen ich schon lange gesucht habe:



Er ist vom 27.07.1826 von Magdeburg nach Salzmünde gelaufen. Versendet wurde ein Paket von 14 5/8 Loth mit 400 Reichstaler in CassenCoupons. Bei Inlandsgeld wurde die halbe Taxe erhoben.

Nach Salzmünde sind es 10 Meilen und hier galt je 100 Thaler 4 Sgr je 5 Meilen, also 4(00) Thaler * 4 Sgr. * 2 (5 bis 10) Meilen / 2 (halbe Taxe) = 16 Sgr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
iholymoses Am: 19.10.2019 15:29:01 Gelesen: 20979# 239 @  
Hallo,

nachdem ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, hier ein Beleg mit zwei Fragen:

1) wieso ist die Nummer auf dem Aufkleber durchgestrichen?
2) was bedeutet das 3 H (?) 13 Sg (?) - Sg = Silbergroschen?



Unten lese ich: "Hierbei ein Paket sign. R.P. Königl. Dienstsache 1491. U."
Der Brief ging von Berlin nach Perleberg / Kr. Prignitz in Brandenburg.



Auf der Rückseite ein vollständig erhaltenes Siegel mit der Inschrift:
MINISTERIUM D. GEISTL. UNTERR. U. MEDIC. ANGELEG. (Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten)

Danke für Aufklärung,
Reinhard
 
Magdeburger Am: 19.10.2019 15:44:01 Gelesen: 20974# 240 @  
@ iholymoses [#239]

Hallo Reinhard,

da das Paket als Königliche Dienstsache declariert war, war dies somit portofrei. Links oben ist das Gewicht vermerkt und zwar 3 Pfund 15 L(o)hat. Was du als "H" liest, ist das Pfundzeichen.

Warum die Paketzettel-Nummer gestrichen wurde, kann ich nicht sagen. Für ein "Beutelstück" war es eigentlich zu schwer (bis 2 Pfund), jedoch gab es auch Ausnahmen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 27.10.2019 08:13:18 Gelesen: 20662# 241 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier noch ein weiterer portofreier Beleg, ebenfalls als Königliche Dienst Sache declariert:



Ein Paket von 1 Pfund 15 Loth, aufgegeben am Magdeburger Bahnhof Fürstenwallufer, wurde am 08.06.1868 nach Stettin gesendet. Interessant ist hier, dass der "alte" Paketzettel aus preussischer Zeit stammt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 04.01.2020 15:07:18 Gelesen: 17875# 242 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein kleiner Paketbegleitbrief vom 04.08.1847 aus Dessau an Seiner hochehrwürden Herrn Meister-Inspector Prediger Blech (in) Berlin Sebastiansstr. No 16.



Laut Declaration: Hierbei 1 Paquet sign: H.B. Sogleich zu besorgen.

Das Paket wog 7 Pfund 12 Loth und die Entfernung betrug 15 Meilen.

Nach Gewicht ergibt sich:

7 Pfund (überschiessende Lothe wurden nicht berücksichtigt!) * 3 Pfennige * 3 (10-15 Meilen) = 63 Pfennige = 5 1/4 Sgr. < Mindestfahrposttarif von 6 Sgr., welcher somit anzuwenden war.

Siegelseitig roter Packausgabestempel vom 06.08. aus Berlin. Der Rote Krakel ließt sich eher als "W" und mit Fantasie könnte es auch 1/2 sein, was dem Briefbestellgeld entspricht.

Ein expresser Beleg ist es nicht, da bis 31.12.1849 diese Gebühr vom Absender hätte im voraus bezahlt werden müssen. Eher ist zu vermuten, dass der Brief regulär zugestellt wurde und das Paket zwei Tage später vom Empfänger auch abgeholt wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.02.2020 13:17:27 Gelesen: 16726# 243 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute gibt es dies:



Neben einem Paket von 5 Pfund wurde auch ein Postvorschuß von 2 Thaler 8 Sgr. entnommen. Aufgegeben wurde dies am Bahnhof Magdeburg und als Ziel ist Schleusingen angegeben. Der Paketzettel gleicht dem in [#241] und auch die Taxierung spricht für die Zeit ab 1868.

Der Postvorschuß wurde in 68 Sgr. "umgerechnet" - dies sind auch die 3 Gulden 58 Kreuzer.

Insgesamt sind noch 5 3/4 Sgr. an Porto + Procura erhoben wurden. Die Entfernung dürfte bei 25 Meilen liegen und entspricht der Progressionsstufe 5. Der Mindestfahrposttarif waren 4 Sgr. - nach Gewicht ergibt sich 5 Pfund * 2 Pfennige * 5 (Progressionsstufe) = 50 Pfennige aufzurunden auf 4 1/4 Sgr. Dazu kommen noch 1 1/2 Sgr. ProCura für den Postvorschuß und wir sehen das Gesamtporto.

Etwas verwunderlich sind die beiden Stempel von Themar - ganz in der Nähe von Schleusingen, wo jedoch auch das Paket abgeholt wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 09.02.2020 14:11:37 Gelesen: 16412# 244 @  
Liebe Sammelfreunde,

von mir heute ein sehr kleiner Begleitbrief mit den Maßen von 9,7 x 5,2 cm.



Aufgegeben am 17.10.1852 in Magdeburg und adressiert an Fräulein Lina von Rosenberg zu Gotha.

Zuerst wurde das Gewicht mit 7 Loth, darunter mit 6 2/10 Loth angegeben.

Taxiert ist es mit 2 Sgr. für die Strecke bis Erfurt + 1 Sgr. für Gotha (war hier sogar Grenzpostamt TuT), was auch bar bezahlt wurde.

Siegelseitig Paketaufkleber - vorderseitig noch Packkammerstempel C.No 6.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 01.08.2020 12:10:57 Gelesen: 10349# 245 @  
Liebe Sammelfreunde,

ein leider nicht ganz vollständiger Beleg vom 14.06.1841 aus Wolmirstädt an die etwa 2 Meilen entfernte "An Eine Wohllöblichen Regierungs-Gebühren Kasse II. Abtheilung zu Magdeburg."



Möglicherweise wurde dies als portofreie "Herrsch(aftliche) Schul S(ache)" declariert. Weiter heißt es: "anbei ein Paket in blauen Papier sign R.G.K Magdeburg worin 4 Rheichsthaler 2 Sgr. 6 Pfennige Courant".

Am Aufgabeort wurde dies mit 9 Loth bestimmt - in Magdeburg jedoch mit 9 1/8 Loth - auch der Brief selbst ist mit 7/8 Loth dort bestimmt worden. Taxiert wurde er mit 5 Sgr. Porto, also als nicht portofrei anerkannt.

Für Geldsendungen galt über 1 bis 5 Reichsthaler das doppelt Briefporto, hier somit 3 Sgr. Der Brief selbst wog über 3/4 Loth und das Übergewicht von 1/8 Loth wurde nun mit weiteren 1 1/2 Sgr. berechnet. Der restliche 1/2 Sgr. dürfte das Bestellgeld sein.

Der kurze Inhalt stammt aus Magdeburg, wo es um die Erstattung der 5 Sgr. gebeten - leider bleiben die ersten beiden Zeilen etwas rätselhaft.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 05.09.2020 16:11:02 Gelesen: 8748# 246 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg 16.08.1852:



Gesendet von Magdeburg an "Herren Gebrüder Köhne & Höckelmann (in) Gross-Ottersleben".

Laut Declaration wurde "Beifolgend 1 Schachtel signiert HK #1" von nur 2 Loth Gewicht versendet. Gross-Ottersleben ist heute ein Stadtteil von Magdeburg und so reichten die 2 Sgr bar frankiertes Franco selbstverständlich. Der grosse Paketzettel wurde ausnahmsweise siegelseitig angebracht, da die Schachtel hierfür zu klein war. Der kleine kam auf das Paket.

Ein Packkammerstempel wurde nicht angebracht, da das Paket unter 1 Pfund wog.

Ein Ausgabestempel ist auch nicht vorhanden - normalerweise hätte ein Ausgabe von Sudenburg erfolgen sollen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 06.09.2020 12:28:17 Gelesen: 8720# 247 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein weiterer Beleg:



Aufgegeben am 07.07.1866 in Neinstedt (heute Ortsteil von Thale) an "Herren J. J. Schwartz Soehne & Comp. für Herrn Edward Werner (in) Magdeburg". Versendet wurde laut Declaration "Hierbei 1 Kistchen blos gezeichnet J. C. W. #160. von 7 Pfund 20 Loth"

Interessanterweise ist hier der Mindestfahrposttarif = dem Gewichttarif von 2 Sgr.

Siegelseitig Ankunftsstempel vom gleichem Tage mit der Nr. 7, was meist für einen der Vororte stand. Auch das Franco von 2 Sgr. scheint hier wiederholt worden zu sein.

Sicher ist, dass das Paket am Folgetag abgeholt wurde.

Der vorderseitige Paketzettel hat auch den Fehler, dass dort nicht Neinstedt sondern Neinstebt steht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 24.10.2020 11:24:13 Gelesen: 6385# 248 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg vom 27.01.1857 aus Wolfenbüttel, wo eine Kiste von 36 Pfund 15 Loth an "Herrn Carl Buttenberg in Wanzleben (Wansleben wäre es) by Halle a/S. by Langenbogen".



Hier galt sogar noch die Grenzposttaxierung.

Für Hannover + Braunschweig fiel an:
2 Pfennige * 37 Pfund * 1 Progressionsstufe (0-5 Meilen) = 74 Pfennige = 6 Sgr. 2 Pfennige aufzurunden auf 6 1/4 Sgr. welche eigentlich in Magdeburg in Auslage genommen werden müßte.

Für Preussen fiel an:
2 Pfennige * 37 Pfund * 3 Progressionsstufe (10-15 Meilen) = 222 Pfennige = 18 1/2 Sgr.

In Summe ergibt sich somit 24 3/4 Sgr. Porto.

Siegelseitig werden die 24 3/4 Sgr. wiederholt jedoch auch noch 31 3/4 Sgr. Porto notiert, was möglicherweise ein Gesamtporto für mehrere Sendungen sind.

Die Paketausgabe erfolgte in Langenbogen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.11.2020 09:47:36 Gelesen: 5385# 249 @  
Liebe Sammelfreunde,

letztes Wochenende gab es zwei Belege in der Bucht. Leider konnte ich nur einen davon bekommen.



Beide liefen von Jena, laut Siegel vom "Expedition Siegel der Iuristischen Facultaet zu Iena" der hier dürfte aus der Zeit zwischen 1863 bis 1867 stammen, der "verlorene" aus 1862.

Beide wurden "An das Hochgreißliche Ober-Appellationsgericht der vier freien Städte Deutschlands zu Lübeck" adressiert.

Unten rechts wurde notiert: "Sechs und Sechzig Thaler 23 Sgr. 6 Pfennige Preussisch Courant Postvorschuß. Nebst 1 Packet Acten in Wachstuch sig. H.A.G. Lübeck".

Eigentlich sollte ein Postschuß auf 50 Reichsthaler begrenzt sein. Möglicherweise sind irgendwelche Spesen oder andere Auslagen darin mit enthalten, was dann zulässig wäre.

Das Paket wog 4 Pfund 22 Loth, der Begleitbrief 1 1/10 Loth. Siegelseitig finden wir die Progressionsstufe P12 (44-48 Meilen) sowie den Transitstempel Magdeburg-Stadt und den Ausgabestempel.

66 Reichsthaler 23 Sgr. 6 Pf, entsprechen 2003 6 Sgr. (fehlerhaft 1903 6 - deshalb gestrichen). Das ProCura war betrug 1/2 Sgr. je angefangenen Thaler, also hier 33 1/2 Sgr.

Weiterhin ist das Paket mit 2 Pfennige * 5 Pfund * 12 Progressionsstufe = 120 Pfennige = 10 Sgr. Dazu noch der Mindestfahrposttarif für den Brief von 6 Sgr.

Jetzt wird alles in Shillinge reduziert, wobei auf 1/2 bzw. 1 aufzurunden ist:

PV 2003 1/2 Sgr. aufgerundet 2671 1/2 Shillinge
ProCura 33 1/2 Sgr. aufgerundet 45 Shillinge
Paket 10 Sgr. aufgerundet 13 1/2 Shillinge
Brief 6 Sgr = 8 Shillinge

Addiert werden jetzt die Shillinge und es ergeben sich die 2738 Shillinge. Dazu kommen noch 2 Shillinge Bestellgeld und so ergeben sich auch die 171 Mark 4 Shillinge siegelseitig.

Die siegelseitig reduzierten 67 Reichsthaler in Mark entsprechen fast den Postschuß, allerdings ist dies momentan genauso rätselhaft wie sich fehlenden 3 Mark 12 Shillinge ergeben sollen um die Gesamtsumme zu erreichen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 09.11.2020 14:55:22 Gelesen: 5295# 250 @  
Liebe Sammelfreunde,

ein Beleg vom 28. März 1831 von Magdeburg, welcher "An Einer Könglichen Hochlöblichen General-Commission von Preussen Salarien-Casse zu Stendal" gesendet wurde.



Unten Links: "Hierbei 4 Reichsthaler 24 Sgr. 8 Pfennige in Leinwand genäht, mit 3 Siegeln versehen, und signiert K.H.G.C.St." von 8 Loth Gewicht als (portofreie) "Herrschaftliche Kirchen- und Pfarr-Sache"

Eigentlich würde man denken, dass er wirklich portofrei war, was hier nicht (in Stendal) der Fall scheint. Die Entfernung beträgt etwa 7,5 Meilen und somit wären dann 5 Sgr. Geldporto angefallen. Eine Schnellpost habe ich jetzt auf der Strecke nicht gefunden, würde jedoch erklären, warum 7 1/2 Sgr. angeschrieben wurden, da dann ein Aufschlag von 50% erfolgte.

Die "7" wurde gestrichen. Eine neue "7" wurde angeschrieben und ret(our) Magdeburg notiert - später die 1/2 mit schwarz gestrichen. Ein roter Strich zieht sich diagonal durch.



Siegelseitig finden wir leider etwas unvollständig, folgendes:

"..dieses ist der Kirchen Vorstand zu Suden-
burg-Magdeburg, welches aufgefordert ist, die
4 Rt 24 _ 8 Pf. portofrei einzureichen.
Stendal d. 31. März 1831
Königliche General Comissions Kasse.
Hüller?"

Der Ankunftsstempel sollte von Magdeburg sein - 4.4. 1.Tour.

Leider ist der Brief nicht mehr vollständig, so dass ich mich frage, warum die Portofreiheit in Stendal nicht anerkannt wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 10.11.2020 09:38:35 Gelesen: 5210# 251 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg vom 31.05.1817:



Portofreie "Herrschaftliche Geistliche Sache mit 1 Vol. Acta sign. B.S." "An den Herrn Superintendenten Bischoff hochwürden zu Sangerhausen". Gewogen hat es 1 Pfund 2 Loth und der Packwaagemeister Eisfeld stempelte auch korrekt mit seinem Stempel- siegelseitig nichts.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.01.2021 16:02:19 Gelesen: 648# 252 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein Beleg ohne Magdeburger Bezug:



Aufgegeben am 15.06.1852 in Leipzig ging es an den "Herrn Oberlandesgerichtspräsident Mohs in Dessau".

Unten links: "anbei 1 Kiste gez(eichnet) H.M. Dessau", bar bezahlt mit 2 Ngr.
Die Kiste wog 1 Pfund. Das Franco wird jeweils hälftig zwischen Sachsen und Preussen geteilt.

Siegelseitig wurde die Paketausgabe mit den Ortsstempel bestätigt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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