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Thema: Altdeutschland: Paketbegleitbriefe
Das Thema hat 225 Beiträge:
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BD Am: 01.11.2010 20:42:59 Gelesen: 101293# 51 @  
Hallo Ulf,

anbei ein Paketbegleitbrief von Dresden nach Frankenhausen zu einem Paket mit Platina? Geräten im Wert von 25 Thalern.

Ohne Ankunftsstempel oder Auslieferungsstempel. Warum 5 Neugroschen franko und was die anderen Zahlen bedeuten kann ich nichts sagen.

Beste Grüsse Bernd




 
Magdeburger Am: 01.11.2010 21:23:53 Gelesen: 101285# 52 @  
@ BD [#166]

Hallo Bernd,

ein wunderschöner Brief. Leider kann ich es auch nicht lesen. Ich musste erstmal den Bestimmungsort suchen. Erst nahm ich an, dass der Beleg innersächsisch war, jedoch der Durchgangsstempel von Merseburg gibt eine Richtung an. Ich hoffe, dass das heutige Bad Frankenhausen das Ziel war.

Siegelseitig wurde die preussische Vorderung notiert f(ranco) 2 - die Gesamttaxe setzt sich aus dem Sächsischen Teil knapp 20 Meilen (geschätzt) von 2 Ngr Mindestfahrposttarif + 1 Ngr Werttaxe und dem preussischen Teil jetzt knapp 10 Meilen von 1 Ngr Mindestfahrposttarif + 1 Ngr Werttaxe zusammen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
JohannesM Am: 20.02.2011 18:08:31 Gelesen: 99660# 53 @  
Hallo,

kürzlich habe ich diesen PBB erstanden, allerdings bin ich als Heimatsammler nicht gerade firm bei der Analyse des Briefes. Ich hab natürlich in diesem Thread gelesen und glaube folgendes zu erkennen:

- die "599" ist die Paketnummer?
- oben links steht 5 1/4 Pfund
- die Gebühr betrug 10 oder 10 1/2 Sgr?
- rechts steht 4 3/4 ? Was ist das für ein Zeichen?
- das Paket ging vom Preussischen Oberlandesgericht Halberstadt zum Königl. Land- u. Stadtgericht Osterwieck (ca. 28 km). Wieso war das keine portofreie Dienstsache ?
- weiterhin macht mich stutzig, daß der Inhalt sehr umfangreich ist, war es üblich "Romane" zu schreiben oder wurden eventuell alte Briefe nochmals verwendet?
- der Fingerhutstempel auf der Siegelseite mit der "6" ist ein Briefträgerstempel?

Die Abbildungen müssen in umgekehrter Reihenfolge gelesen werden.

Gruß Johannes






 
Magdeburger Am: 20.02.2011 19:06:22 Gelesen: 99651# 54 @  
@ JohannesM [#168]

Hallo JohannesM,

Gratulation zu diesem schönen Beleg. Leider kann ich nicht alles erkennen. Scans können gern per Mail an mich gesendet werden.

Was kann ich erkennen ?

Links oben steht das Gewicht des Briefes von 5 1/4 Loth und rechts das Gewicht des Paketes von 4 3/4 Pfund. Versendet wurden Acten in einem Paket. Die unten notierte "599" ist die Kartierungsnummer, als unter dieser Nummer wurde das Paket bei der Post registriert.

Die Taxberechnung ist teuflich, den hier kommt die sogenannte Actentaxe zu Anwendung. Diese beträgt bei Sendungen über 16 Loth (1/2 Pfund) die 4fache Brieftaxe bis die doppelte Pakettaxe höher ausfällt.

Der einfache Brief kostete 1 1/2 Sgr für 2 bis 4 Meilen - das 4fache also 6 Sgr für das Paket. (Nach Gewicht ergibt sich 3 Pfennige je Pfund je 5 Meilen - also 3 Pfennige * 4 Pfund = 12 Pfennige * 2 für die Acten = 24 Pfennige = 2 Sgr und damit ist die 4fache Brieftaxe anzuwenden)

Da der Begleitbrief mehr als 7/8 Loth wog, wird für das Übergewicht ebenfalls die Actentaxe angewendet, jedoch nur für die Gewichtsstufe 2 bis 8 Loth = die 3 fache Brieftaxe - also nochmals 4 1/2 Sgr.

Die Summe aus Pakettaxe von 6 Sgr + Begelitbrief 4 1/2 Sgr ergeben das Porto von 10 1/2 Sgr.

Mehr kann ich momentan nicht sagen, dazu bräuchte ich ein besseres Bild der Siegelseite, eventuell bitte anhängen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.04.2011 20:11:35 Gelesen: 98511# 55 @  
Liebe Sammelfreunde,

ich hole mal diesen Thread wieder aus der Versenkung mit einem Brief vom 21.10.1865 aus Magdeburg nach Quedlinburg. Das Paket wog 1 Pfund 6 Loth und hierfür wurde der Mindestfahrposttarif von 2 Sgr beim Empfänger erhoben.

Siegelseitig ist nur der Ausgabestempel für die Briefzustellung.



Vorderseitig signierte der annehmende Beamte mit einem "H?" unter dem Gewicht die korrekte Aufgabe. Möglicherweise vom Waagemeister? Weiterhin ist der normale Ortsstempel einen Tag später für die Paketausgabe verwendet wurden.



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
rostigeschiene Am: 06.06.2011 14:31:48 Gelesen: 97929# 56 @  
Hallo Ulf,

viele Paketbegleitbriefe sind mir bisher noch nicht durch die Finger gegangen, dieser ist einer der wenigen.









Und als ich Magdeburg gelesen habe, kam es mir in den Sinn, dass es einen zuverlässigen Tauschpartner aus dem Forum gibt.

Schau Dir diesen Brief doch einmal an, was ist bei diesem Beleg zu der Taxe und der Beförderung zu sagen.

Es ist nun einmal nicht mein Sammelgebiet, auch die rückseitigen Ausgabestempel werden Dir mehr sagen als mir. Zu guter letzt der kleine Schwarze, ist dieser ein Eigentumsstempel oder ein Prüferstempel, Klichow war nach Philatelic Experts.fi wohl ein Händler.

Meine Mailadresse ist in meinem Profil.

Werner
 
kauli Am: 06.06.2011 18:21:52 Gelesen: 97917# 57 @  
Hallo zusammen,

ein Wertpaket-Begleitbrief von Presznitz/Böhmen nach Potsdam. Für mich besonders interessant der rote R2 auf der Rückseite. Er wurde nur für solche Briefe benutzt. Leider ist der Brief ohne Inhalt, aber anhand des Verwendungsdatum des Berlin-Stempel kann ich den Zeitraum von 21.3.56-13.7.58 eingrenzen, immerhin. Wo ich natürlich völlig auf dem Schlauch stehe ist die Deutung der vielen Zahlen, vielleicht weiß jemand näheres dazu, würde mich freuen.

Grüße aus Berlin
kauli




 
Magdeburger Am: 06.06.2011 18:49:46 Gelesen: 97912# 58 @  
@ kauli [#57]

Hallo Kauli,

der Stempel links oben würde ich eher Poesneck zuordnen. Auch scheint mir der Stempel links neben Potsdam ein Ausgabestempel zu sein.

Allerdings paßt dann der siegelseitige Stempel nicht so richtig, denn laut meinen Unterlagen ist es ein Zollstempel.

Weiterhin wurde der Brief mehrfach gewogen. Links 2 1/2 Loth - rechts 2 1/2 darunter 2 13/20 Loth. Danach halte ich es für eine Wertbrief. Leider kann ich das "mit 15 N..." nicht lesen.

Auch scheint nur das Weiterfranco von 2 3/4 Sgr notiert worden zu sein - hier ist die spannende Frage für welche Posthoheit?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
kauli Am: 06.06.2011 20:21:10 Gelesen: 97903# 59 @  
@ Magdeburger [#58]

Hallo Ulf,

erstmal Danke für Deine Erläuterungen. Stimmt, nach gefühlten 25maligen angucken ist es Poesneck. Der rote Berlin-Stempel ist ein Zollstempel, im KBHW wird er als Wertpaket-Begleitbrief beschrieben, ist ja nicht das Problem. Vielleicht bekomme ich es noch raus was hinter der 15 steht. Der Stempel neben Potsdam hat große Ähnlichkeit mit einem Berliner Ausgabestempel, kann aber nicht sein, oder?

Beste Grüße
kauli
 
Magdeburger Am: 06.06.2011 21:06:20 Gelesen: 97896# 60 @  
@ kauli [#59]

Der Stempel neben Potsdam wird der Ausgabestempel von Potsdam sein. Unter den rechten Gewichten ist auch "Pr A" notiert worden - eventuell in Berlin. Zollstempel waren meines Wissens nur dann gegeben, wenn etwas versendet wurde, dass unter den entsprechenden Bestimmungen des Zoll fiel. Zumindestens ist mir bekannt, dass auch in Magdeburg neben der Packkammer eine entsprechende Zoll-Expedition vorhanden war. Allerdings habe ich nichts gefunden, wie hier weiter verfahren wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 16.06.2011 20:19:03 Gelesen: 97713# 61 @  
@ rostigeschiene [#56]

Hallo Werner,

den schönen Brief habe ich doch glatt übersehen. Entschuldige Bitte.

Gelaufen von Oebisfelde in das ca 7,5 Meilen entfernte Magdeburg um 1840. Versendet wurde ein Acten-Paket von 5 Pfund 2 Loth. Leider kann ich das nach Herrsch(aftliche) D... = M... Sache nicht entziffern.

Der Stempel A7 steht für den Kurs aus der Altmark - Siegelseitig der Stempel mit dem "A" + Posthorn fungierte als Paketausgabestempel.

Prinzipell ist es möglich, dass das Paket über Neuhaldensleben oder Gardelegen nach Magdeburg lief. Ein Inhalt wäre besser, da fast täglich ein Ankunft stattfand.

Die rote Zahlen sind definitiv keine Taxierungen, ich halte diese für Kartierungssnummern.

Nebenbei wäre er kostenpflichtig gewesen, wäre 10 Sgr Taxe angefallen.

Nehmen würde ich den Brief sehr gern - bräuchte ich für meine Spezialsammlung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 18.06.2011 13:59:57 Gelesen: 97650# 62 @  
@ rostigeschiene [#56]

Hallo Werner,

recht herzlichen Dank für den schönen Brief. Er hatte ja einen Inhalt, welcher in Wolfsburg am 09.07.1841 geschrieben wurde. Einen Stempel der "Wolfsburg" kenne ich nicht und z.Z. gehe ich auch davon aus, dass er eben auf dieser Burg auch geschrieben wurde.

Interessant ist auch der Inhalt, denn nur so versteht man den Vermerk links unten: Herrsch(aftliche) Dröml(inger)-Meli(orations)Sache. Es geht um den Naturpark Drömling, welcher sich auch in dieser Gegend erstreckte.

Ansonsten ändert sich erstmal nichts - ich bin noch auf weiterer Suche nach Daten. Dazu gehört auch, wie und wann kam der Brief von Oebisfelde nach Magdeburg.

Nochmals recht herzlichen Dank

Ulf
 
rostigeschiene Am: 18.06.2011 14:20:11 Gelesen: 97646# 63 @  
@ Magdeburger [#62]

Hallo Ulf,

den Inhalt des Briefes habe ich Dir absichtlich vorenthalten, als kleine Überraschung. Weiterhin viel Freude mit dem Brief.

Werner
 
Magdeburger Am: 18.06.2011 15:17:27 Gelesen: 97638# 64 @  
@ rostigeschiene [#63]

Hallo Werner,

dann ist Dir die Überraschung sehr gelungen. Glücklicherweise konnte ich den Brief lesen, ansonsten hätte ich wahrscheinlich dann auch im "Drömlinger Wald" gestanden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
volkimal Am: 08.10.2011 14:06:41 Gelesen: 95371# 65 @  
Hallo zusammen,

ich möchte heute diesen Paketbegleitbrief als „Herrschaftl. Domainen S.(ache)“ aus Querfurt vorstellen. Ganz nett ist links der kopfstehende Stempel „Nach Abgang der Post“, darüber ist in rot das Gewicht des Paketes „1 Pfund 2 Lot“ vermerkt.





Da mein Ur-ur-ur-Großvater Andreas Leps auf dem Schloss in Querfurt königlicher Domänen-Rentmeister war, habe ich die Frage, ob jemand den Brief anhand der Stempel genauer datieren kann. Von wann bis wann wurden die Stempel verwendet?

Ich besitze übrigens nach die Vorderseite eines Briefes an meinen Ur-ur-ur-Großvater. Sie ist auf den PhilaSeiten als Beitrag Nr. 4 beim Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte" zu sehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Magdeburger Am: 08.10.2011 17:22:00 Gelesen: 95348# 66 @  
@ volkimal [#65]

Hallo Volkmar,

im Posting [#137] hatte ich die Vorgehensweise bei solchen Belegen beschrieben. In meinem alten Feuser finde ich nichts zum Fingerhutstempel. Eingeführt wurden diese Anfang der 30er Jahre.

Hier hilft wirklich nur ein "Heimatsammler" weiter. Eventuell läßt sich noch was zum Zusatzstempel sagen.

Paketausgaben wurden anfangs auch nicht immer mit einem entsprechenden Stempel bestätigt - hier dann der Ortsstempel von Merseburg (Packkammerstempel sind erst Mitte der 50iger Jahre hier bekannt).

Eine Frage noch, gibt es siegelseitig noch Stempel oder irgendwelche Notizen?

Grob würde ich ihn Mitte der 30iger Jahre einordnen - was wahrscheinlich nicht wirklich hilft.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
kauli Am: 08.10.2011 18:24:10 Gelesen: 95338# 67 @  
Hallo zusammen,

der Thread ist gerade aktuell, da will ich mal meine letzte Errungenschaft zeigen. Zwei Gründe gabs dafür, der Stempel von der Post-Exp 8 und die französischen Steuermarken, die ich auf solchem Brief nich nicht gesehen habe (will aber nichts heißen). Das Porto war wohl 18 Gr.+ 45 Gr. Versicherung + französischem Portoanteil von 26 Gr. bis Paris. Ist nicht meine Interpretation, es lag noch ein Zettelchen mit den Angaben dabei.

Grüße aus Berlin
kauli


 
volkimal Am: 08.10.2011 18:35:08 Gelesen: 95334# 68 @  
@ Magdeburger [#66]

Hallo Ulf,

vielen Dank für die Antwort. Leider ist das Siegel entfernt worden. Auch sonst ist nichts auf der Rückseite zu sehen.

Da ein zweiter Paketbegleitbrief von mir besser ins Thema Packkammerstempel passt, werde ich ihn gleich dort eingestellen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Magdeburger Am: 08.10.2011 18:41:17 Gelesen: 95331# 69 @  
@ kauli [#67]

Hallo Kauli,

hierzu kann ich nichts beitragen, da ich für diese Zeit keine Taxen habe. Dass das Paket 11 Pfund 400 Gramm gewogen hat, wirst Du selbst herausbekommen haben. Der declarierte Wert von 2000 Thaler ist auch nicht schlecht.

Zum Paketzettel fällt auf, dass handschriftlich ein "W" notiert wurde. Auch hier muß ich ein wenig passen. Jedenfalls gab es spezielle Zettel für Wertpakete, wenn ich mich richtig erinnere.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
rostigeschiene Am: 08.10.2011 18:47:03 Gelesen: 95329# 70 @  
Hallo Ulf,

einen Paketbegleiter habe ich auch noch in meinen Beständen entdeckt.




Befördert von Berlin nach Sorau, ca. 190 km, entsprechend 25 Postmeilen. Waren dafür nur 4 Sgr. zu entrichten oder ist die rote 4 keine Taxangabe?

Das Frachtstück wog, so glaube ich zu lesen, 10 Loth. Datiert ist der Brief mit dem 9. November 1863.

Es ist gut möglich das ich total auf dem Holzweg bin, doch Du wirst bestimmt die richtige Erklärung haben.

Werner
 
Magdeburger Am: 08.10.2011 19:01:41 Gelesen: 95325# 71 @  
@ rostigeschiene [#70]

Hallo Werner,

laut http://www.entfernung.org sind es nur 155 km und somit ca 21 Meilen. Der Mindestfahrposttarif betrug bei innerpreussischen Sendungen über 20 Meilen 6 Sgr.

Gerade in Grenzbereichen der Entfernungen, können Abweichungen vorkommen. Die Ursachen lagen meistens in der nicht perfekten Entfernungsmessung.

Schön wäre natürlich jetzt, einen normalen Brief zu finden mit gleichem Laufweg. Dann kann mehr gesagt werden.

Auch ist es ja möglich, dass sich der Beamte vermacht hat.

Ehe ich es vergesse, 10 Loth lese ich auch.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
kauli Am: 08.10.2011 23:42:37 Gelesen: 95306# 72 @  
@ Magdeburger [#69]

Hallo Ulf,

das mit dem Zettel krieg ich noch raus. Packkammerspezie Stefan weiß das. Ist nur zur Zeit im Urlaub.

Grüße
kauli
 
Postgeschichte Am: 09.10.2011 01:03:42 Gelesen: 95302# 73 @  
@ Magdeburger [#71]

Hallo Ulf,

die Entfernungsangabe dürfte hinkommen. Nach meinen Unterlagen betrugen die Gebühren laut Postvereinsvertrag vom 18.8.1860 für Pakete über 16 bis 24 Meilen 4 Sgr. Danach wäre das Paket mit 4 Sgr korrekt freigemacht.

Gruß
Manfred
 
Magdeburger Am: 09.10.2011 07:45:31 Gelesen: 95297# 74 @  
@ Postgeschichte [#73]

Hallo Manfred,

diese Entfernungsangabe incl. Taxe galt innerhalb des DÖPV ab 01.01.1858. Der von Rostigeschiene gezeigte Brief lief jedoch innerhalb Preussens und da war schon bei über 20 Meilen 6 Sgr der Mindestfahrposttarif.

Innerhalb Preussens gab es nur 3 Mindestfahrposttaxen während dieser Zeit.

Auch wurde das Paket nicht franco, also vom Absender bezahlt versendet, sondern ist Porto gelaufen und somit zahlte der Empfänger die 4 Sgr.

@ kauli [#72]

Im Post- und Telegraphen- Handbuch Helft 30 Arge Norddeutscher Postbezirk sind die von Dir im Posting angegebenen Taxen zu finden. Ob diese hier noch galten, keine Ahnung. Erkennen kann ich hier auch nicht, ob dieser franco lief. Es wäre schön, wenn Du das Ergebnis zum Paketzettel uns mitteilen könntest.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Postgeschichte Am: 09.10.2011 12:29:15 Gelesen: 95269# 75 @  
@ Magdeburger [#74]

Hallo Ulf,

ist klar, daß der Empfänger zahlte. Freigemacht ist also nicht der richtige Ausdruck. Entschuldige. An den 4 Sgr. ändert sich nichts, sind also richtig.

Gruß
Manfred
 

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