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Thema: Vermerk A.R. - Aviso de Recepcion = Rückschein
Holger Am: 01.07.2008 22:07:27 Gelesen: 65796# 1 @  
Eine Sonder-Postkarte mit Biene und Wabe im Wertstempel anlässlich der APIMONDIA 1978 in Bukarest.



Wenn ich es richtig deute erforderte die Sendungsform " Einschreiben" (s. unten links den handschriftlichen Vermerk "R 1674") die Zusatzfrankierung. Der Bestimmungsort ist "Bukarest", der Absendeort ist nicht erkennbar.

Interessant ist auch das Aufgabedatum: 19.12.1978. Der Bienenzüchterkongress APIMONDIA fand vom 12.-14.10.1978 statt. Deutlich vor dem Aufgabedatum.

Kann jemand den oberen Stempel "A.R." deuten ? Ist das eventuell ein Hinweis auf das Einschreiben ?

fragt mit summenden Grüssen
Holger

Anmerkung der Redaktion: Vom Thema Ganzsachen mit Zusatzfrankatur hierher kopiert.
 
AfriKiwi Am: 01.07.2008 23:29:26 Gelesen: 65794# 2 @  
@ Holger [#1]

Hallo Holger,

genau, es ist ein Einschreiben und A.R. = Aviso de Recepcion - ein (mit) Rückschein. Ging nur mit Einschreiben.

So wie auf diesem Brief aus der Sowjetunion.

Erich


 
Holger Am: 01.07.2008 23:32:02 Gelesen: 65794# 3 @  
@ AfriKiwi [#2]

Servus Erich,

danke für den Tipp.

Macht es denn Sinn eine Postkarte mit Einschreiben / Rückschein zu versenden ? Schade dass wir den Inhalt der Rückseite der Karte nicht kennen,

fragt sich wundernd
Holger
 
AfriKiwi Am: 01.07.2008 23:56:58 Gelesen: 65791# 4 @  
@ Holger [#3]

Servus Holger,

Die Art der Sendung war grundsätzlich zu versichern daß der Artikel erstens ankommt und zweitens daß der Sender benachrichtigt wurde von dem Empfang.

Wenn Du genau die Postkarte studierst sind da vielleicht Spuren zu erkennen wie die A.R.-Karte diese Karte begleitete.

Erich
 
stephan.juergens Am: 20.06.2010 00:09:53 Gelesen: 56128# 5 @  
@ Holger [#1]

Der Vermerk A.R. kann auch bedeuten, dass dies der Rückschein ist. O.K. nicht auf dem offiziellen Formular, aber da habe ich aus Italien einige Ganzsachen, die als Rückschein verwendet worden sind.

Wenn ich den Scan richtig sehe, hat die Karte oben links zwie Löcher im "Tackerabstand".

Dass die Einschreibnummer nur handschriftlich drauf steht, und nicht als "Label" unterstützt ebenfalls meine These. Interessant wäre die Rückseite. M.E. müßte dort eine, eventuell zwei Unterschriften vorhanden sein. Und ein Poststempel. Eventuell ein wenig Text.

Wenn Interesse besteht, zeige ich gerne einige Ganzsachen, die als Rückscheine verwendet worden sind.

Gruß Stephan
 
petzlaff Am: 20.06.2010 14:03:47 Gelesen: 56092# 6 @  
Hallo zusammen,

Stephan.Juergens liegt absolut richtig mit seiner Vermutung.

Um die Jahrhundertwende gab es in Kolumbien sogar spezielle Briefmarken für die Versendungsform "AR" (offiziell "Rückscheinmarken"). Hier ein Beispiel aus dem Teilstaat Antioquia von 1902:



LG, Stefan
 
stephan.juergens Am: 20.06.2010 18:57:29 Gelesen: 56066# 7 @  
Vorweg: Danke an die Redaktion, die "mir" dieses Thema eingerichtet hat.

Hoffe, das es den einen oder anderen interessiert.

Ansonsten: Fangen wir mit dem Formular an, welches ich aktuell (d.h vor 6-8 Wochen) aus dem Formularständer bei uns in der Postbankfiliale (vulgo: Hauptpost) gemopst habe.

Dies ist der "Rückschein international", es gibt auch noch einen "Rückschein National", denn ich bei Bedarf hier auch zeigen kann.

Weiter gehts nach dem Abendessen mit interessanteren Belegen.

Gruß Stephan


 
rostigeschiene Am: 20.06.2010 20:43:51 Gelesen: 56054# 8 @  
Einen Nationalen Rückschein habe ich gestern im Posteingang gehabt.

Leider ist kein AR vermerk zu erkennen.





Gruß Werner
 
stephan.juergens Am: 20.06.2010 21:00:50 Gelesen: 56051# 9 @  
Machen wir weiter mit einigen italienischen Formularen.

Oben zwei (verschiedene) Fassungen aus den 1950 Jahren, die untere ist von 1973.

Die beiden Fassungen aus den 1950 unterscheiden sich "nur" im Satz, der Text ist (mit Ausnahme der Jahreszahlen in den Druckvermerken) identisch. Darum zeige ich nur je eine Vorder und eine Rückseite.

Interessant für die folgenden Belege ist, dass diese Formulare zwei Unterschriften vorsehen, eine des Empfängers ("Firma del destinario") und eine des Leiters des Postamtes ("Firma del capo dell'Ufficio"). Und einen Poststempel des verteilenden Postamtes sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite.

Und: Alle diese italienischen AR-Formulare sind frankiert.

Die Deutsche Bundespost frankiert diese Gebühren auf dem "hinlaufenden" Brief und bedient sich auf dem Formular für den Rückschein des Vermerkes "Postsache".


 
stephan.juergens Am: 20.06.2010 21:05:02 Gelesen: 56049# 10 @  
@ rostigeschiene [#8]

Danke. Spart mir den Scan eines ungebrauchten.

Einen A.R.-Vermerk wird es in Deutschland auch wohl nur im internationalen Verkehr geben, weil die Deutschen Postbeamten - und andere sollten mit einem Rückschein national ja nicht in Berührung kommen - ja wohl genügend Deutsch verstehen sollten. :-)

Gruß Stephan

PS: Ich habe gerade mal bei eBay nach dem Wort "Rückschein" gesucht. Die Preise sind da teilweise recht happig.
 
stephan.juergens Am: 20.06.2010 22:14:34 Gelesen: 56042# 11 @  
Machen wir weiter mit dem "Not Einschreiben", welches als erstes den Weg in meine Sammlung gefunden hat.

Dieses habe ich schon an anderer Stelle veröffentlicht (http://groups.google.com/group/italien-philatelie/browse_thread/thread/cd1b6396f7457858#). In dem dortigen "Thread" habe ich gelernt, dass es in Italien seit 1867 gedruckte Formulare für das "RRR" (RICEVUTA DI RITORNO PER POSTA RACCOMANDATA) gibt.

Eine Anmerkung: Der weiße Zettel auf diesem Beleg ist die Quittung (auf dem offiziellen Formular) die der Absender bei Auflieferung des Einschreibens erhalten hat. Die Anbringung auf dem Rückschein dürfte wohl nach der Rückkehr des Rückscheines erfolgt sein.

Für heute eine gute Nacht. In den nächsten Tagen folgen weitere Belege, welche weitere philatelistische Aspekte des A.R. zeigen.




 
AfriKiwi Am: 21.06.2010 05:07:19 Gelesen: 56029# 12 @  
@ stephan.juergens [#11]

Hallo stephan,

die eingedruckte Marke L.20 kommt mir mehr so vor als ob eine Ganzsache gebraucht wurde. Mit Schreibmaschine die Beschriftung RICEVUTA DI RITORNO.

Eine Postkarte die Werbung macht für Clorodont und gebraucht wurde als AR.

Die gezeigte AR-Karte hat auch Briefmarken drauf. Grund dafür war, weil das Porto für die Sendung nicht genau ausreichte und kurz war von R4, was sehr hoch ist, weil es normalerweise nur Cent Beträge sein sollten.

Erich


 
stephan.juergens Am: 21.06.2010 20:49:17 Gelesen: 56013# 13 @  
@ AfriKiwi [#12]

Hallo Erich,

ich vergesse immer wieder, dass nicht alle in diesem Forum das gleiche Hintergrundwissen haben. Zumindest einige hier im Forum wissen, das italienische Ganzsachen und Stempel meine Hauptsammelgebiete sind.

Natürlich ist das eine Ganzssache (Filigrano, d.h. "der" italienische Ganzsachen Katalog, vergibt die Nummer R9/2). Die entsprechende Michelnummer müßte ich nachschlagen, den habe ich weit hinten in meinen Schrank verbannt.

Ich wollte diese Karte recht früh in diesem Thread zeigen, und habe mich zu sehr auf meine These gestürzt, dass als AR / Rückschein gebrauchte Ganzsachen durchaus häufiger vorkommen, dass ich glatt vergessen habe, daruf hinzuweisen, dass genau dies ist.

Danke dass Du mich darauf hinweist.

Als Illustration zu diesem Beitrag nochmal die gleiche Ganzssache, auch als Rückschein gebraucht, aber nicht ganz so schön wie die oben.

Gruß Stephan



PS: auf dieser Karte hat ein des italienischen Kundiger diese "besondere Verwendungsform" der Ganzssache hervorgehoben und dabei auf den AR Stempel verwiesen.
 
T-M 123 Am: 27.06.2010 00:59:00 Gelesen: 55978# 14 @  
Der Vollständigkeit halber zeige ich hier das in [#7] gezeigte deutsche Rückschein-Formular für internationale Sendungen auch einmal im verwendeten Zustand, für einen eingeschriebenen Brief von 69181 Leimen nach Kattowitz in Polen.

Man sieht, dass das Barcode-Label auf die falsche Seite geklebt wurde, weil am Postschalter der Rückschein erst am Brief befestigt und dann erst das Label gedruckt wurde.

Bei der Zustellung des Briefes am 4.6.2010 wurde der Rückschein vom Empfänger unterschrieben und vor der Rücksendung gestempelt: "KATOWICE 1 *MH* 0406101?". Die Uhrzeitangabe im Stempel ist nicht lesbar.

Gruß,

T-M



 
T-M 123 Am: 30.06.2010 00:34:51 Gelesen: 55931# 15 @  
Und einmal in die Gegenrichtung:



Ein Einschreiben mit Rückschein aus Kattowitz, Polen nach 69181 Leimen. Deutlich zu erkennen ist der Handschriftliche Vermerkt A. R. für avis de réception, also Rückschein. Auch auf dem Deutschen R-Label ist "Rückschein" angekreuzt worden.

Leider würde der an sich recht schöne Brief von der Deutschen Post so mit einem Benachichtigungslabel "verziert", dass dem 2 Marken zum Opfer gefallen sind.

Der Rückschein selbst war auf der Rückseite mit zwei Dreierstreifen nassklebender dreiseitig gezähnter Priority-Label angeklebt, wovon auf der Klappe noch einer zu erkennen ist, den anderen hat die Agenturmitarbeiterin leider zerstört, als sie den Rückschein abgerissen hat. Im Gegensatz zu den deutschen Rückscheinen war der polnische Rückschein nicht rosa, sondern orange, war anders aufgeteilt und enthielt auch andere Angaben, wie z. b. das Aufgabepostamt. Leider war er nur auf Polnisch und Französisch, zwei Sprachen, die ich nicht kann, und ich durfte ihn natürlich auch nicht behalten, um ihn genauer zu betrachten. Vielmehr wurde er, nachdem die Agenturmitarbeiterin ihn ordnungsgemäß ausgefüllt und ich ihn unterschrieben hatte, gestempelt und wieder zurückgeschickt.

Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass die internationalen Rückscheinformulare in allen Ländern bis auf die Sprache ziemlich gleich sind, aber es sind wohl doch deutliche Unterschiede erkennbar. Mich wundert es, dass sie Postmitarbeiter damit anscheinend keine Probleme haben, nicht einmal im kleinen St. Ilgen, wo sicherlich nicht allzu viele ausländische Einschreiben mit Rückschein ankommen.
 
FG Litauen Am: 04.07.2010 13:04:30 Gelesen: 55900# 16 @  
Hallo Freunde,

ich möchte Euch Rückschein-Belege aus Litauen vorstellen:




Rückschein für das Inland. In Litauen wird das Entgelt für einen Rückschein auf dem Rückschein verklebt. Heute wird das Entgelt bar entrichtet.



Briefe mit Rückschein werden mit einem entsprechendem Aufkleber oder Stempel versehen.



Rückschein-Formular für den Auslandsverkehr mit Eindruck AR. Dies Formular ist seit Mai 2005 im Verkehr.

Mal sehen, ob ich noch mehr aus dem Baltikum finde.

Es grüßt
Bernd
 
AfriKiwi Am: 16.07.2010 05:08:27 Gelesen: 55799# 17 @  
@ stephan,juergens [#13]

Hallo Stephan,

hier zwei Briefe je mit ein Sticker drauf.

Jeder Sticker hat die Verweisung nach einen Einschreibebrief mit schon A R dabei. Die Briefe waren sonst ohne Briefmarken und die AR Karte hinten auf dem Umschlag.

Ich gehe davon aus daß alles zusammen Einschreiben, Porto und AR € 3.10 kostete. Wenn es nicht so deutlich ist wurden die Briefe verschickt Jul/Aug 2002.

Erich
 


stephan.juergens Am: 16.07.2010 21:51:58 Gelesen: 55775# 18 @  
Hallo Erich,

schöner Bedarf. Die meisten R-Brief, die ich aus Italien bekomme sind mit Marken freigemacht, meisten mit vielen bunten Marken aus der Lire-Zeit. 3,10 könnte hinkommen für einen R-Brief nach Südafrika. Ich denke, dass der Rückschein ebenfalls noch ein Label aufgewiesen hat.

Gruß Stephan
 
DL8AAM Am: 09.01.2014 16:52:16 Gelesen: 35539# 19 @  
Hier ein Einschreibebrief aus Thailand, dass absenderseitig mit AR-Eindruck versehen wurde, auch scheint die Post einen weiteren A.R. Handstempel im Rechteck abgeschlagen haben, aber dann wohl doch nicht als Einschreibesendung mit Rückschein behandelt wurde?



Frankiert übrigens mit einem Schalterlabel (Postfreistempel) zu 130 Baht (knapp 3 Euro) des Postamts Sathon ("ไปรษณีย์ สาธร" - Sathorn City Tower / B Floor, 175 Sathon Tai Rd., Sathon, Bangkok 10341) der Thailand Post ("ไปรษณีย์ไทย") am 16.07.2013. Rückseitig das relativ neuerere 2D-Matrixcode-Erfassungslabel für Einschreiben aus dem Ausland der DPAG (Formularnummer "912-657-650", gedruckt von Novaprint "NP").

Gruß
Thomas
 
stephan.juergens Am: 19.10.2017 23:03:13 Gelesen: 10204# 20 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ich habe heute ein Einschreiben von der Post abgeholt, an welchem eine AR-Karte hing.

Die Vorderseite zeigt eindeutig: philatelistischer Bedarf :-)



Die Rückseite, noch im geschlossenen Zustand



und geöffnet:


Datum, Postamt und die Nummer des Einschreibens sind aufgedruckt, also würde ich erwarten, dass PosteItaliane das Einschreiben und den Rückschein richtig in den Computer eingespeist hat.

Seit einigen Monaten beobachte ich, dass Einschreiben aus dem Ausland nicht mehr mit Deutschen Einschreib-Nummern gelabelt werden, sondern dass die Postbotin die originalen italienischen Barcodes einliest.

Fragen:

Gibt es internationale Rückscheine noch? PosteItaliane scheint davon auszugehen, dass dieser Service noch existiert. Wann habt ihr den letzten Rückschein unterschrieben ?

Erklärungen ?
 
briefefan Am: 19.10.2017 23:53:08 Gelesen: 10193# 21 @  
@ stephan.juergens [#20]

Gibt es internationale Rückscheine noch?

Ja. Siehe aktuelle Preisliste der Deutschen Post.

Gruß von briefefan.
 
bignell Am: 20.10.2017 00:05:30 Gelesen: 10189# 22 @  
@ stephan.juergens [#20]

Hallo Stephan,

Wann habt ihr den letzten Rückschein unterschrieben ?

Den letzten internationalen vor circa einem Jahr, eBay-Los aus Israel ersteigert, der Absender wollte halt ganz sicher gehen.

Den letzten nationalen hatte ich vor einem halben Jahr im Briefkasten, Briefträger krank, Aushilfe hatte nicht verstanden, dass er den Rückschein zurücknehmen muss (naja sagt zwar der Name schon) - habe dann die Post angerufen, und der Briefträger hat ihn dann abgeholt.

Lg, harald
 
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