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Thema: DDR Spezial: Dauerserie Walter Ulbricht: Schalterbogenentwertungen
Algebra Am: 26.06.2010 23:32:08 Gelesen: 17484# 1 @  
Für Exportzwecke wurden Marken der Walter Ulbricht Dauerserie bogenentwertet. Dazu wurden entweder schon im Rahmen des Herstellungsprozesses bogenweise gesetzte Klischeestempelentwertungen aufgedruckt oder es wurden Bogen von Hand entwertet. Der Stempelabschlag wurde dabei jeweils zentrisch auf einem Viererblock gesetzt, sodaß 25 Entwertungen für einen Bogen notwendig waren. Die aufgedruckten Entwertungen sind sehr sauber in der Farbe Schwarz. Die von Hand vorgenommenen Entwertungen sind dagegen ungleichmäßig. Bei dieser Bogenentwertung wurden auch die Typenbögen entwertet und es entstanden Zusammendruckviererblocks verschiedener Typen. In diesen Viererblocks entstanden waagrechte bzw. senkrechte Paare. Also in einem Viererblock 2 verschiedene Typenpaare. Mi.Nr.846 II/I3 Xx senkrecht und Mi.Nr.846 I3/II Xx waagrecht. Abgestempelt: 102 Berlin 2 22.6.71-10 af. Im Michel-Spezial 2010 ist dieser Viererblock noch nicht gelistet!


 
petzlaff Am: 27.06.2010 10:47:29 Gelesen: 17462# 2 @  
@ Algebra [#1]

Ja und ? Was willst du uns jetzt damit sagen ?

Warum sollte Michel so etwas listen - wenn überhaupt, gehört das in ein Handbuch für Esoteriker.

LG, Stefan
 
Algebra Am: 27.06.2010 14:47:11 Gelesen: 17447# 3 @  
Hallo "petzlaff"!

Was will ich wohl damit sagen? Der Michel-Spezial 2010 listet auf den Seiten 314/15 Viererblocks mit Klischeestempel auf. Das von mir gezeigte Stück ist ein Zusammendruckviererblock. In der Broschüre "Die Dauerserie Walter Ulbricht" von Rehfeld/Jasch S.50 ist so ein Teil abgebildet. Er ist relativ selten, gerade mit der Gummierung x. Außerdem enthält der Viererblock 2 Typenpaare, senkrecht oder waagrecht.

Wenn es nicht im Katalog steht, wie soll sonst eine Wertbestimmung erfolgen? Ähnliches gibt es auch bei den Viererblocks mit Klischeestempel bei der Mi.Nr. 848.

Mit freundlichem Gruß Algebra.
 
Henry Am: 27.06.2010 16:13:13 Gelesen: 17440# 4 @  
@ Algebra [#3]

Hallo Algebra,

ich möchte nicht in die Wertdiskussion einsteigen. Aber was Du gezeigt hast ist kein Zusammendruckviererblock, sondern ein ganz normaler Viererblock. Ein Zusammendruck setzt Marken mit verschiedenen Bildern voraus.

Durch das Vorhandensein von Typen ist das Stück zwar interessanter, aber es rutscht dadurch nicht in eine andere Gattung rein.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Algebra Am: 27.06.2010 19:21:52 Gelesen: 17429# 5 @  
Hallo Henry!

Wenn es nun nicht mehr Zusammendruckviererdruck heißen soll, dann Klischee gestempelter Viererblock mit waagrechter und senkrechter Typenkombination.

Im Michel sind nur Viererblocks mit Klischeestempel vermerkt. Dieser Viererblock ist ein ganz seltenes Stück mit der Gummierung x. Um das einschätzen zu können muß man allerdings in der Materie stehen.

Viele Grüße Algebra.
 
wulbri99 Am: 17.09.2010 22:47:12 Gelesen: 17243# 6 @  
Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage an die werte Sammlergemeinde: Beide Marken sind noch rückseitig gummiert, stammen aus der Erstauflage, also 1961, und sind offensichtlich mal im 4er Block Klischee-gestempelt, die Art des Stempelabschlags und die Stempelfarbe lassen darauf schließen.

Nun zu meiner Frage: Der UB (Unterscheidungsbuchstabe) "d" ist uns bislang unbekannt, der Rest des Stempels sowieso. Es gibt zwar den Stempel "LEIPZIG C1 (df)", jedoch sind bei dem Stempel beide Unterscheidungsbuchstaben eng zusammen, was bei den Abb. nicht zutrifft.



Die Archivunterlagen geben auch nichts her. Also Fragen über Fragen.

Beste Grüße
 
drmoeller_neuss Am: 19.09.2010 20:48:26 Gelesen: 17202# 7 @  
Wer sagt denn, dass dieser Stempel von einem "Klischeestempel" stammt? Auf der rechten Marke zu 10 Pfg. ist noch ein Fingerabruck zu sehen. Ich vermute, dass er von dem Schalterbeamten stammt, der diese Marken für einen Sammler gefälligkeitsentwertet hat.

Eckstempel waren der Standard der 60er und ich habe gerade eine Tüte Bund entsorgt, mit zarten Eckstempelchen und vollem Gummi auf der Rückseite. Ich wäre ja schon mit dem Einstandspreis ohne Verzinsung zufrieden. :-)
 
AfriKiwi Am: 20.09.2010 00:29:21 Gelesen: 17191# 8 @  
War das Druckvorfahren immer so mangelhaft oder liegt es beim scanner ?

@ drmoeller_neuss [#7]

Extra Graffierung (warum soll das ein Fingerabdruck sein !) und schon erzielt man besser Preise bei ebay. ;)

Erich
 
wulbri99 Am: 20.09.2010 22:17:55 Gelesen: 17167# 9 @  
Ja was soll's, ich ziehe meine Frage zurück. Hätte ja sein können, jemand befasst sich mit der DDR-Philatelie.

Trotzdem schönen Dank.

Beste Grüße
 
germaniafreund Am: 20.09.2010 22:27:09 Gelesen: 17164# 10 @  
@ wulbri99 [#9]

Ja was soll's, ich ziehe meine Frage zurück. Hätte ja sein können, jemand befasst sich mit der DDR-Philatelie.

Das tut mit Sicherheit hier jemand, Du mußt nur warten.

liebe Grüße Klaus
 
Jürgen Witkowski Am: 20.09.2010 22:29:48 Gelesen: 17163# 11 @  
@ wulbri99 [#9]

Ich habe meine Bestände an Ulbricht-Marken einmal durchgesehen, aber keinen passenden UB gefunden. Stutzig macht mich Dein Stempel auf der 15 Pf.-Marke. Dort wo das Datum stehen müsste, ist außer minimalen Flecken von Stempelfarbe nichts zu erkennen. Sollte das Datum nicht mit gestempelt worden sein?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
cowie Am: 21.09.2010 23:53:51 Gelesen: 17132# 12 @  
Hallo wulbri99.

Habe mal meine Bestände durchsucht und einen Kandidaten gefunden. Vom Stempel ist etwas mehr zu erkennen als bei deinen. Leider hat meine Marke keinen Gummi mehr.

Du als Fachmann für diese Marken wirst schon erkennen ob es der richtige Stempel auf der richtigen Marke ist.

Gruß Frank


 
wulbri99 Am: 22.09.2010 21:15:02 Gelesen: 17099# 13 @  
@ cowie [#12]

Genau, das kann schon weiterhelfen! Die Marke ist eindeutig der Erstauflage vom 29.08.1961 zuzuordnen. Nur dieser Stempel macht mir Kopfschmerzen. Er ist nirgendwo erwähnt. Der Anfangsbuchstabe der Postamtsbezeichnung (ganz oben links) deutet auf ein P hin, ev. Potsdam?

Na mal sehen, vielleicht findet ja doch noch jemand eine Ergänzung.

@ Concordia CA [#11]

Danke für Deine Hilfe.

Beste Grüße
 
ReinierCornelis Am: 23.10.2011 02:12:27 Gelesen: 15384# 14 @  
Genau, das kann schon weiterhelfen! Die Marke ist eindeutig der Erstauflage vom 29.08.1961 zuzuordnen.

Wieso Erstauflage ?

Gruss, Rein
 
wulbri99 Am: 23.10.2011 14:24:03 Gelesen: 15350# 15 @  
Hallo Rein,

http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/indexWU.html

dort unter Typen nachsehen.

Gruß



DV Ia



DV Ib
 
ReinierCornelis Am: 24.10.2011 01:59:05 Gelesen: 15333# 16 @  
Aber Frank's Marke war doch Ib aus 1962 und nicht Ia aus 1961 ? Oder sehe ich da falsch ?

Gruss, Rein
 
wulbri99 Am: 25.10.2011 12:25:58 Gelesen: 15292# 17 @  
@ ReinierCornelis [#16]

Ja, Entschuldigung habe mich selbst betrogen, aber gut aufgepasst, ist wirklich eine Ib.

Gruß
 
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