Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (72) Wertbriefe
Das Thema hat 82 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3   4  oder alle Beiträge zeigen
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:13:28 Gelesen: 11437# 58 @  
@ alemannia [#55]

"Das Problem ist, dass Herr Schlegel zwar versichert versendet, aber eine Zusendung unversichert ist."

Wnn die Sendung zuvor abgestimmt und mit Angabe des Inhalts abgestimmt ist (Prüfsendung), ist sie auch auf dem Weg an Schlegel versichert.

Wichtig: Auf der Sendung darf kein Hinweis auf den Inhalt angegeben werden. Auch keine Hinweise wie "Briefmarkenhaus", "Prüfsendung" oder ähnliche Angaben.
 
alemannia Am: 03.02.2019 17:20:27 Gelesen: 11434# 59 @  
@ bovi11 [#58]

Habe keinerlei Hinweise auf den Inhalt bzw. Prüfsendung oder Prüfbüro gegeben.

Wo finde ich denn den Hinweis, dass die Sendung bei der Zusendung durch das Prüfbüro versichert ist?

Hat sich da etwas geändert?

Gruß
Gunram
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:22:42 Gelesen: 11432# 60 @  
@ alemannia [#59]

Information von Andreas Schlegel.

Dort anfragen wegen Prüfsendung und Anweisungen abwarten.
 
alemannia Am: 03.02.2019 17:40:27 Gelesen: 11420# 61 @  
@ bovi11 [#60]

Hatte an Herrn H.D. Schlegel versandt, gilt das an ihn auch?
 
bovi11 Am: 03.02.2019 17:49:38 Gelesen: 11410# 62 @  
@ alemannia [#61]

Einfach per E-Mail anfragen - bei Andreas Schlegel übrigens bis 25.000,00 Euro versichert.
 
alemannia Am: 03.02.2019 18:12:52 Gelesen: 11401# 63 @  
@ bovi11 [#62]

Danke bovi11,

diese Info hatte ich seinerzeit nicht.

Gruß und nochmals Dank von

Guntram
 
alemannia Am: 03.02.2019 19:39:34 Gelesen: 11374# 64 @  
@ Frankenjogger [#57]

Hallo Klemenz,

Danke für die Bemühungen, habe auch im Postbuch 1945 - 1992 von Werner Stevens und im Buch über die Postordnung vom 30. Januar 1929 von Peter Adamek versucht, etwas Konkretes zum Thema zu finden.

Naja, ich versuche es weiterhin und werde bei Erfolg hier darüber berichten.

Nochmals ein Dankeschön von

Guntram
 
Frankenjogger Am: 03.02.2019 20:47:06 Gelesen: 11340# 65 @  
@ alemannia [#64]

Hallo Guntram,

kannst du das Objekt deiner Forschungsbegierde mal zeigen, ggf. auch per Mail?

VG, Klemens
 
alemannia Am: 04.02.2019 14:33:14 Gelesen: 11281# 66 @  
@ Frankenjogger [#65]

Hallo Klemenz,

mir geht es eigentlich um das Grundsätzliche.

§ 18, II Postordnung 1929:

Wertsendungen sowie Wertpakete..., für die die höhere Behandlungsgebühr nach der Anlage entrichtet ist oder deren angegebener Wert den von der Post festzusetzenden Betrag (I) übersteigt, müssen so viele Abdrücke desselben Siegels in gutem Siegellack erhalten.

Die Frage für mich ist, was ist oder wie hoch ist dieser von der Post festzusetzende Betrag und ist eine wertmäßige Begrenzung in der Höhe zu berücksichtigen.

Mir liegen versiegelte Wertbriefe der Bizone mit Wertangabe von 100, 1.000 und 3.000 D-Mark vor.

Beispiel:



Gruß
Guntram
 
Frankenjogger Am: 04.02.2019 18:09:35 Gelesen: 11235# 67 @  
@ alemannia [#66]

Hallo Guntram,

da sich §18 auf Wertsendungen sowie Wertpakete bezieht, denke ich, dass die Angabe des festzulegenden Betrags für versiegelte Wertpakete galt. Denn die waren teurer als unversiegelte Wertpakete. Ich denke, dass Briefe immer versiegelt sein mussten.

Viele Grüße,
Klemens
 
Altmerker Am: 09.02.2019 12:16:56 Gelesen: 10999# 68 @  
Ich habe da einen interessant anmutenden Wertbrief aus Polen, der dann noch in München beim Zoll als Freigut ausgesondert wurde. Leider viel Stempelei, aber keine Marken außer den Siegelmarken auf der Rückseite.

Viele Grüße
Uwe


 
Michael Mallien Am: 06.03.2019 20:01:41 Gelesen: 10590# 69 @  
"Inhalt: Sammlermarken Prüf-Rücksendung" steht auf der Rückseite dieses Wertbriefs über 300,- Franken vom 19.12.1994 aus Braunwald nach Dillenburg. Ob das Anlass war für den Zoll den Brief zu öffnen?



Die Behandlung wurde vorderseitig dokumentiert:

Unter Zeugen geöffnet
Neu verplomt
ew. 100 gr. 21.12. ...




Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 16.08.2019 12:20:48 Gelesen: 8528# 70 @  
Aus aktuellem Posteingang kann ich diesen Wertbrief vom 8.8.2019 zeigen. Als Einschreiben gekennzeichnet trägt er trotzdem die korrekten 5,10 Euro als Frankatur (0,80 + 4,30 Euro).



In den Bestimmungen der Deutschen Post lese ich zu der Zusatzleistung Wert National:

Die Frankierung auf der Sendung darf nur das Beförderungsentgelt zzgl. EINSCHREIBEN NATIONAL (2,50 €) betragen.

Das würde ich so interpretieren, dass 0,80 + 2,50 = 3,30 Euro frankiert werden dürfen und die restlichen 1,80 Euro am Schalter zu entrichten gewesen wären. Ist das korrekt?

Viele Grüße
Michael
 
Christoph 1 Am: 28.09.2019 11:23:12 Gelesen: 7814# 71 @  
@ Michael Mallien [#70]

Hallo Michael,

genau so wie Du es beschreibst würde ich die Entgeltordnung der Post ebenfalls interpretieren. Hätte also in dieser Form als "Wert national" nicht von der Postfiliale angenommen werden dürfen. Meine Frage ist: Woher nimmst Du die Information, dass der gezeigte Beleg als Wertbrief gelaufen ist?

Gruß, Christoph
 
Christoph 1 Am: 28.09.2019 11:28:47 Gelesen: 7811# 72 @  
Hallo zusammen,

diesen Brief möchte ich euch mal zeigen. Ich habe ihn eigentlich nur wegen seinem blitzsauberen Tagesstempel aus einer Kiste gefischt. Und weil ich das Motiv der Briefmarke sehr schön finde.



Dann mal genauer nachgesehen: portorichtiger Wertbrief mit lupenreiner Mehrfach-Frankatur der Mi-Nr. 1845, gelaufen am 24.4.1996 (9,- DM Wertbrief in der Portoperiode von 1.9.1994 bis 1.7.1996 + 3 DM Großbrief = 12,- DM Porto). Mit dieser Portostufe und der speziellen Briefmarke (Ersttag 7.3.1996) also nur etwas mehr als 3 Monate möglich. Natürlich ist es philatelistischer Bedarf, der Absender ist ein Briefmarken-Auktionshaus.

Aber jetzt habe ich doch eine Frage dazu: Hätten die Briefmarken bei einem Wertbrief eigentlich nicht einzeln aufgeklebt werden müssen? Oder wurde diese Regelung irgendwann mal abgeschafft?

Viele Grüße
Christoph
 
Magdeburger Am: 22.01.2020 16:48:08 Gelesen: 5133# 73 @  
Liebe Sammelfreunde,

ein etwas älterer Beleg:



Der Wertbrief ist vom 21.11.1852 aus Dessau An das Kreisamt zu Leipzig. Der Brief wog 3 5/8 Loth und Innen befanden sich 21 Neugroschen 3 Pfennige. Unten links ist nur vermerkt: Herrschaftlich - darunter Schoch ./. Schoch

Nun wird es interessant!

Es sind nur 2 Ngr. Porto notiert worden, was jedoch nur die Hälfte des Gesamtportos ausmacht.

Normalerweise wären je 1 Sgr. Fahrpostporto + 1 Sgr. Assekuranzgebühr = 2 Sgr. jeweils für Preussen und Sachsen angefallen.

In Dessau war man höchstwahrscheinlich der Meinung, dass für den preussischen Teil gar nichts anfiel.

So wurde am Ziel oben notiert:

- 2 Sgr.-Porto ist von dem Herzogl. Kreisgericht zu Dessau zu zahlen Kreisamt Leipzig 26.11.52 Monnuk Casse.

Der Umschlag kehrte also nach Dessau zurück, wo er am 2.12. präsentiert wurde und man notiert unten Couop (Coupon?) 2 ?? Dessau.

Siegelseitig sehen wir nur ein Stadtpoststempel von Leipzig und einen Ankunftstempel von Dessau.

Zum Namen Schoch fällt mir die Gärtnerfamilie Schoch ein, welche in den verschiedenen herzoglichen Gärten tätig war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Kieskutscher Am: 17.04.2020 14:18:22 Gelesen: 3630# 74 @  


Der Wertbrief ist von Herrn Schüler BPP Hamburg nach Kauppen (heute ein Ortsteil von Neuhof Kr. Fulda) gelaufen am 05.11.72.
 
saeckingen Am: 03.06.2020 09:28:04 Gelesen: 2873# 75 @  
Wertbrief aus Mombasa/Kenya nach Knittelfeld/Österreich.



Wertbrief mit einem Gewicht von 23 1/2 g mit einer Wertangabe von 600 Shilling (750 Franc), am 12.7.1932 von Mombasa verschickt. Rückseitig Transitstempel Aden 18.7.32. Wertbriefe aus Kenya waren grundsätzlich Einschreibebriefe, die zusätzlich eine Versicherung über den angegeben Wert erhielten. Auf diese Wertangabe wurde mit dem roten Zettel INSURED (VALEUR DECLAREE) hingwiesen, die Wertangabe in Shilling und Franc gennant und auch wie international üblich die genaue Gewichtsangabe vermerkt. Auch in Kenia waren Wertbriefe zu versiegeln, was der Absender mit einem Siegel mit seinen Initialien P.L. vornahm.

Grüße
Harald
 
volkimal Am: 29.09.2020 19:26:46 Gelesen: 1378# 76 @  
Hallo zusammen,

habe gerade gesehen, dass ich vergessen habe, diesen Brief vorgestern als 150jährigen vorzustellen. Als Wertbrief passt er natürlich genauso gut in dieses Thema. Leider ist der Brief und vor allem die 10 Groschen Marke sehr schlecht erhalten.



Wertbrief über 1000 Thaler - was bedeutet das "CA" oder "OA" hinter der Wertangabe? Mit dem Porto komme ich nicht klar. Der Brief ging am 27.09.1870 von Forst (Lausitz) nach Berlin. Das sind etwa 150 km und damit ca. 20 preußische Meilen.

Die Gebühr für einen Wertbrief bis 1000 Taler und einer Strecke zwischen 15 und 25 Meilen kostete laut Postgebührenhandbuch 23 Groschen. Bei einer Entfernung zwischen 10 und 15 Meilen waren es nur 12 Groschen. Das passt zum aufgeklebten Porto und zum Rötelvermerk. Nach meiner Meinung aber nicht zur Entfernung. Wer kann das Porto erklären?



Der Empfänger des Briefes war der Kaufmann und Wollhändler A. Maaß Söhne in der Burgstraße 29 in Berlin [1].

Forst hatte früher eine bedeutende Tuchindustrie. Die beiden Tuchfabriken Pürschel bzw. Sauer lagen an der Heinrich-Werner-Straße. Wer der Absender Heinrich Werner selbst war, habe ich nicht herausfinden können.

Viele Grüße
Volkmar

[1] Allgemeiner Wohnungs= Anzeiger nebst Adreß= und Geschäftshandbuch für Berlin, dessen Umgebungen und Charlottenburg auf das Jahr 1870: https://digital.zlb.de/viewer/image/34111732_1870/505/
 
Manne Am: 03.11.2020 11:53:39 Gelesen: 762# 77 @  
Hallo,

aus Schwenningen ein Fern-Wertbrief vom 25.08.1944 nach Scharnebeck bei Lüneburg.

Portogerecht frankiert mit 10 Mark und 30 Pfg. für den Wert von 47.000 Mark.

Gruß
Manne


 
Christoph 1 Am: 03.11.2020 13:05:14 Gelesen: 743# 78 @  
Hallo zusammen,

gerade sehe ich durch Zufall, dass meine Frage in [#72] noch offen ist. Ich wäre nach wie vor an einer Information darüber interessiert, ob und wann die mir geläufige Regelung, dass Briefmarken auf Wertbriefen einzeln verklebt werden müssen, abgeschafft wurde. Oder gab es diese Regelung gar nie und ich habe das nur falsch irgendwo "aufgeschnappt"?

Danke und viele Grüße
Christoph
 
Uwe Seif Am: 03.11.2020 14:00:57 Gelesen: 731# 79 @  
@ Christoph 1 [#78]

Hallo Christoph,

ja, zu Bundespost-Zeiten mussten die Marken einzeln mit Abstand verklebt werden. Wäre dein Brief ein paar Jahre früher aufgegeben worden, hätte der Annahmebeamte den Vermerk "PWz vom Abs. verklebt" niederschreiben müssen. 1996 hatten wir bereits die Post AG mit AGB`s und die Dienstanweisungen der Bundespost waren außer Kraft.

Viele Grüße
Uwe
 
Manne Am: 03.11.2020 15:42:59 Gelesen: 707# 80 @  
Hallo,

ein Wertbrief von der Württembergischen Hypothekenbank Stuttgart vom 07.09.1892 an die Kirchenpflege in Hirsau bei Calw.

Hatte diesen Brief schon in einem anderen Thema gezeigt.

Gruß
Manne




 
Christoph 1 Am: 03.11.2020 16:19:00 Gelesen: 695# 81 @  
@ Uwe Seif [#79]

vielen Dank! Das hatte ich irgendwie im Hinterkopf.

Gruß
Christoph
 
hubtheissen Am: 03.11.2020 20:00:12 Gelesen: 667# 82 @  
@ Uwe Seif [#79]

Hallo,

so durchgehend wurde das aber auch von der Bundespost auch nicht gehandhabt.

In einem anderen Thread ("Portostufen Deutschland ab 1945: Wertbriefe") habe ich einige Wertbriefe aus den Jahren 1974 bis 1978 mit Einheiten gezeigt. Auf den Briefen befindet sich kein Vermerk.

Dazu auch hier portorichtiger Beleg vom 11.10.1985



und auch Blocks und Zusammendrucke wurden toleriert.



Ich habe von Wertbriefen mit Einheiten aus der Bundespost-Zeit noch einige Beispiele

Gruß

Hubert
 

Das Thema hat 82 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3   4  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.