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Thema: Deutsches Reich Paketkarten
Das Thema hat 139 Beiträge:
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bovi11 Am: 02.05.2020 10:25:24 Gelesen: 4085# 115 @  
Auslandspaketkarte mit 2 x Deutsches Reich Nr. 50 vermulich c-Farbe

Nachnahmepaket 5 kg von Neuruppin nach Kirchberg bei Burgdorf im Canton Bern/Schweiz vom 1.9.99

Rückseitig Stempel FRANKFURT 3/9/99 - Basel Transit 4-IX.99 I-0000 und Ankunftsstempel KIRCHBERG (BERN) 4.IX.99


 
bovi11 Am: 02.05.2020 10:58:32 Gelesen: 4076# 116 @  
Und noch eine Auslandspaketkarte aus dem Deutschen Reich der Frankfurter Bank an die Herren de Rothschild Frères in Paris - gemeint ist wohl das Bankhaus Rothschild Frères.

Wertpaket mit 4 x DR Nr. 50 und 1 x DR Nr. 48

Entwertungen FRANKFURT 15.9.1891

Stempel "PAYE 17 SEPT 1891"

Rückseitig keine Empfangsquittung - mit den "Kringeln" in roter Schrift auf der Vorseite soll wohl der Empfang quittiert werden.


 
dr31157 Am: 13.06.2020 13:11:02 Gelesen: 3057# 117 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier eine Paketkarte von Nürnberg, bar bezahlt, nach Zagreb in Jugoslawien von 1937.

Ich kenne mich leider mit Paketsendungen nicht gut aus. Laut Stempel ist das Porto für das Paket in Nürnberg bar bezahlt worden. Rückseitig befinden sich 3 jugoslawische Marken, wohl Portomarken. Warum? Warum wurden keine Marken der Reichspost verklebt? Auch wo die Mi-Nrn. im Katalog stehen finde ich leider nicht heraus.

Kann mir bitte erklären, wie hier der Ablauf war. Wie war hier in der Zeit der postalische Verkehr mit Jugoslawien, bzw, Kroatien oder Ungarn mit dem Deutschen Reich geregelt gewesen.



Würde mir bitte jemand weiterhelfen ?

Viele Grüße
Detlef
 
dr31157 Am: 14.06.2020 08:48:26 Gelesen: 3028# 118 @  
@ dr31157 [#117]

An die Experten der Paketkartenbestimmung,

ich bin mir bewußt, das meine Paketkarte kein Highlight ist. Trotzdem würde ich auf diesem Gebiete gern etwas dazulernen und diese Karte gut beschrieben in meine Sammlung aufnehmen.

Ich bitte euch nochmals um Hilfestellung bei der Bestimmung.

Viele Grüße
Detlef
 
inflamicha Am: 14.06.2020 11:24:49 Gelesen: 3017# 119 @  
@ dr31157 [#118]

Hallo Detlef,

ich bin zwar auch nicht der Experte für Auslandspaketkarten, aber ein bisschen kann ich Dir schon weiterhelfen. Zunächst ist zu sagen, dass die deutsche Paketgebühr voll in bar bezahlt wurde, wofür der rote Gebühr bezahlt-Stempel steht. Deutsche Marken waren also nicht nötig. Die rückseitige jugoslawische Portomarke, eine P 67 II, wurde für die Ausgabegebühr verklebt, die beiden braunen Marken sind Steuermarken (Taksena Marka) und somit in keinem Briefmarkenkatalog zu finden.

Gruß Michael
 
dr31157 Am: 14.06.2020 11:52:30 Gelesen: 3010# 120 @  
@ inflamicha [#119]

Hallo Michael,

ich freue mich ja über kleinste Hilfe, denn ich lerne gerne dazu.

Also, ich nehme jetzt mit, dass das Paket nur bis Grenze (Deutsches Porto) in bar bezahlt wurde und mit der jug. Portomarke der Empfänger in Zagreb das Porto im Ausland zahlte. Ich nehme an, dass das gesplittete Porto zu keiner Nachgebühr führte.

Vielen Dank für Deine Hilfe. Leider bleibt noch die Frage mit den Steuermarken offen:

Ich bitte die Experten mir zu erklären, wofür die beiden Steuermarken verklebt wurden. Auch für weiteres Wissenswertes, auf das ich nicht von alleine komme, wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße
Detlef
 
Magdeburger Am: 14.06.2020 12:21:57 Gelesen: 3001# 121 @  
@ dr31157 [#120]

Hallo Detlef,

die Steuermarken könnten für einen Eingangszoll stehen, was ebenfalls vom Empfänger bezahlt werden mußte.

Mit freundlichem Gruß

Ulf
 
dr31157 Am: 14.06.2020 18:26:56 Gelesen: 2972# 122 @  
@ Magdeburger [#121]

Hallo Ulf,

vielen Dank für die Info.

Viele Grüße
Detlef
 
Wolf Becker Am: 18.06.2020 11:23:54 Gelesen: 2916# 123 @  
Hallo Detlef,

die Paketkarte war bis zum Empfangspostamt bezahlt, Weltpostvereinstarif 1.7.1930 - 15.6.38, > 1 - 5 kg: 2,25 M; die Marken auf der Rückseite stellen die Zustellgebühr dar.

Mit bestem Gruß
Wolf Becker
 
dr31157 Am: 18.06.2020 12:17:21 Gelesen: 2905# 124 @  
@ Wolf Becker [#123]

Hallo Wolf,

vielen Dank für die prima Erklärung.

Du schreibst, dass die Marken auf der Rückseite die Gebühr für die Zustellung sein sollen.

inflamicha [#119] Michael schreibt, das die eine Marke eine Portomarke für die Ausgabe ist und Magdeburger [#121] Ulf schreibt, dass die beiden anderen Marken Steuermarken für den Zoll sein könnten.

Kannst Du bitte vielleicht hierzu etwas beitragen?

Viele Grüße
Detlef
 
Wolf Becker Am: 24.06.2020 11:15:58 Gelesen: 2770# 125 @  
Hallo Detlef,

die Steuermarken sind vermutlich die Zollbehandlungsgebühr, nur die Portomarken sind gewichtsabhängig und stellen die Zustellgebühr dar.

mit bestem Gruß

Wolf Becker
 
dr31157 Am: 24.06.2020 15:39:17 Gelesen: 2753# 126 @  
@ Wolf Becker [#125]

Hallo Wolf,

alles klar. Vielen Dank.

Viele Grüße
Detlef
 
dr31157 Am: 29.06.2020 23:11:11 Gelesen: 2641# 127 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier eine Paketkarte nach Belgien, bei der ich die beiden Rechteckstempel nicht bestimmen kann.

Wobei handelt es sich bei dem Stempel HERBESTHAL POSTAUX? Der Stempel LIER??? FACTAGE No. 4 kann ich nicht komplett lesen, und welche Funktion hatte er (Ankunftsstempel)?



Kann mir bitte jemand weiterhelfen?

Viele Grüße
Detlef
 
mumpipuck Am: 29.06.2020 23:27:24 Gelesen: 2637# 128 @  
Interessant finde ich auch den Tagesstempel von Köln 4 mit den zwei unterschiedlichen "3". Offensichtlich wurde hier die Walze für das Jahrzehnt "nachgerüstet".

Burkhard
 
dr31157 Am: 30.06.2020 16:01:25 Gelesen: 2610# 129 @  
@ mumpipuck [#128]

Ja, in dieser Zeit wurde noch alles repariert und aufgebraucht.

Hallo zusammen,

ich bitte noch einmal die Spezialisten für belgische Stempel mir meine Frage zu den belgischen Rechteckstempeln zu beantworten. Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße
Detlef
 
preussen362 Am: 30.06.2020 20:03:39 Gelesen: 2586# 130 @  
Naja, Spezialist bin ich zwar nicht, aber ich versuche es mal.

Zunächst: in Belgien war die Paketbeförderung vornehmlich Sache der Eisenbahn. Das klingt für uns zunächst einmal seltsam - wir sind seit Urzeiten bei der Post Brief- und Fahrpostsendungen, bzw. heute wohl eher Briefzentren und Paketzentren gewohnt.

Wenn man aber berücksichtigt, dass die Bahn früher auch bei uns einmal Stückgut befördert hat, wird einem das Ganze schon einmal etwas klarer. In Belgien war es seit (Ur-)zeiten eben so, dass die Post Briefe und Zeitungen, die Bahn alles Sperrige transportiert hat, eben auch Pakete (bis wann eigentlich?).

Bei den beiden belgischen Stempeln handelt es sich - soweit ich weiß (Korrekturen und Ergänzungen immer gerne!) um Stationsstempel der Belgischen Staatsbahn.

Zunächst zum Stempel "Herbesthal Postaux": Herbesthal ist - von Aachen kommend - der erste größere belgische Eisenbahnknoten. Das war schon zur Kaiserzeit so und blieb es auch, nachdem das zwischen Herbesthal und Aachen liegende Eupen zu Belgien kam. Alle mögliche Post Richtung Belgien wurde seinerzeit i.d.R. per Bahnpost befördert und ging dann meistens in Herbesthal von deutscher in belgische Hand über.

Das ist hier mit dem Stempel bestätigt. Der Zusatz "Postaux" - also grob übersetzt "Postsachen" - weist auf die Übergabe des Paketes von der deutschen Post an die belgische Bahn hin.

Der unten abgeschlagene Stempel hat mit Liers nix zu tun, da lese ich "LIÈGE MEUSE / FACTAGE NO. 1" oder "NO. 4". Liège = Lüttich, Meuse = Maas. Mir ist jetzt nicht bekannt, ob es einen Bahnhof "Meuse" in Lüttich gab (Guillemins sagt mir eher was...), aber die Maas fließt ja durch Lüttich und da wurden auch in den letzten Jahrzehnten etliche Haltestellen / Bahnhöfe aufgegeben.

Als Ankunftsstempel würde ich den jetzt durchaus ebenfalls bezeichnen.

Insgesamt: Das ist für mich das Schöne an Paketkarten - oft kann man da noch Transportwege nachvollziehen.

Viele Grüße,
Andreas
 
dr31157 Am: 30.06.2020 21:11:04 Gelesen: 2572# 131 @  
@ preussen362 [#130]

Hallo Andreas,

wenn Du kein Spezialist bis, wer dann ?

Deine Ausführungen lassen keinen Wunsch offen. Einfach perfekt.

Vielen Dank für Deine Bemühungen und

viele Grüße
Detlef
 
Captain Damuck Am: 07.08.2020 11:04:19 Gelesen: 1528# 132 @  
Hallo zusammen,

gerne zeige ich euch eine Paketkarte, gelaufen im Juli 1925 von Hamburg via Basel nach St. Gallen. Sehr wahrscheinlich wurden Bücher versendet, da die Lieferung an die Buchhandlung der Evang. Gesellschaft St. Gallen ging.

Kann mir jemand etwas zu dem Stempel rechts unten von Basel sagen?

Vielen Dank und schöne Grüsse,
Manuel


 
Marcello Am: 07.08.2020 13:33:26 Gelesen: 1502# 133 @  
@ Captain Damuck [#132]

Servus,

zu deiner Frage:

Die "Deutsche Kartierungsstelle Basel" im Badischen Bahnhof Basel war die Um- und Weiterleitungsstelle für Postsachen von und nach der Schweiz und der weiter südlich gelegenen Länder.

Pakete in die Schweiz, die über den Badischen Bahnhof in die Schweiz gelangten sind bis ca. 1910 ausschließlich an den Zollstempeln zu erkennen. Ab ca. 1911 erscheinen die ersten Paketkarten mit dem Stempel der Kartierungsstelle Basel. Der Stempel hatte die Inschrift "Kais. Deutsches B.P.A. Kartierungsstelle Basel"

Nach dem verlorenen Krieg wurde der alte Stempel zunächst weiter verwendet. Allerdings wurden die Buchstaben "Kais." ausgekratzt. Später hieß der Stempel: "Deutsche Kartierungsstelle Basel".

Es gab dazu auch ein Bericht im Heft 78 der Arge Germania. Muss mal schauen, ob ich den hier hochgeladen bekomme.

Gruß
Marcel
 
dr31157 Am: 22.09.2020 16:38:36 Gelesen: 139# 134 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier eine Paketkarte von Marienberg nach Budapest mit der ich überhaupt nicht zurecht komme.

Kann mir bitte jemand vom Fach weiterhelfen und alles erklären?



Der Aufgabestempel von Marienberg datiert vom 24.12.1916. Rückseitig ein Stempel vom "9.6-DEC.27-E1"? Ist es der Ankunftsstempel? Wie passt das Aufgabe- und das Ankunftsdatum zusammen? Was bedeutet der blaue Langstempel "BORE...? rückseitig? Was bedeutet die blaue "0" und "10" vorderseitig. Ist das Porto portogerecht oder handelt es sich hierbei um eine Nachgebühr?

Gruß Detlef
 
volkimal Am: 24.09.2020 09:33:28 Gelesen: 106# 135 @  
@ dr31157 [#134]

Hallo Detlef,

der Ankunftsstempel ist leicht zu erklären. In ungarischen Stempeln aus der Zeit steht links die Jahreszahl (dreistellig). Es folgen der Monat abgekürzt und der Tag. Der Stempel aus Budapest ist also vom 27.12.1916. Die "1" der Jahreszahl ist unvollständig abgeschlagen. Hier ein anderer derartiger Stempel:



Der blaue Stempel auf der Rückseite fängt mit dem ungarischen Wort Borbély = Babier an. Es könnte ein privater Stempel des Empfängers Marossi Bela sein. Weiter unten hat er auch unterschrieben.

Viele Grüße
Volkmar
 
doktorstamp Am: 24.09.2020 10:36:44 Gelesen: 92# 136 @  
Kann wer mir bitte behilflich sein und die unten abgebildete Paketkarte erläutern ?



mfG

Nigel
 
Magdeburger Am: 24.09.2020 13:30:58 Gelesen: 65# 137 @  
@ doktorstamp [#136]

Hallo Nigel,

die Schweizer Gebühr betrug für das Paket 1,60 GF (Goldmark). Der Kurs war 1 GF = 48 Mark und damit ergibt sich ein Wert von 76,80 Mark. Der deutsche Anteil war 16 Mark (über 75 km bis Grenzpunkt), so dass sich total 92,80 Mark ergeben, was auch verklebt wurden.

Über eventuelle Zollgebühren kann ich nichts sagen, also zu den Werten 34,95 usw.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
doktorstamp Am: 24.09.2020 13:37:59 Gelesen: 61# 138 @  
@ Magdeburger [#137]

Hallo Ulf,

vielen Dank für Deine Mühe.

mfG

Nigel
 
dr31157 Am: 24.09.2020 16:19:44 Gelesen: 33# 139 @  
@ volkimal [#134]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für die Infos.

Gruss Detlef
 

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