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Thema: Deutsches Reich Paketkarten
Das Thema hat 231 Beiträge:
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HWS-NRW Am: 17.09.2025 22:29:02 Gelesen: 27286# 207 @  
Hallo,

heute abend noch eine "Postgut-Karte".



Da zum Zeitpunkt des Versands dieser Sendung im November 1944 Postgüter nicht mehr angenommen wurden, nutzte man in RADEBEUL das Formular als einfache Selbstbucher-Paketkarte, das Porto von 60 Rpf war in der Fernzone über 75 km zu entrichten. Interessant, dass die Firma Ende 1944 immer noch den Wertrahmen "Bogenrechteck" in ihrer Maschine nutzte.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 26.09.2025 11:50:18 Gelesen: 26767# 208 @  
Hallo in die Runde.



Postgut-Sendung über 1,5 kg aus HANNOVER, das Porto entrichtet im Dezember 1942 auf einer Francotyp-AFS-Maschine mit Wertrahmen Reichsadler (E-5).

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 26.09.2025 17:57:59 Gelesen: 26738# 209 @  
Hallo,

am Abend noch ein Beleg.



Hier ging das Postgut im Gewicht von 2 kg im Dezember 1942 von HANNOVER aus an das Heeresbauamt in Hildesheim.

Hier gut zu sehen auch die interne Formblattnummer "C 20c" der Postverwaltung.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 05.10.2025 16:06:44 Gelesen: 26024# 210 @  
Hallo,

auch heute ein neuer Beleg.



Die Sendung ging von LEIPZIG W 38 aus in der Entfernungszone 3 (- 375 km) im September 1943 in Richtung Kallmünz, das Porto nebst Zustellgebühr entrichtet mit dem inzwischen umgearbeiteten Wertstempel (E-8) mit Antiqua-Schrift, muss man erst einmal finden.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 05.10.2025 16:38:34 Gelesen: 26010# 211 @  
Hallo noch einmal am Abend.



Wie schon bei meinem letzten eingestellten Beleg musste ich auch hier zweimal hinsehen und durfte dann feststellen, dass sich auch bei diesem Beleg, das Paket aufgegeben im Oktober 1943 in MAGDEBURG 1, der gesuchte Wertrahmen mit der Antiqua-Schrift (E-8) finden lässt, leider ziemlich abgedeckt vom aufgebrachten Ortstempel unterhalb des Wertrahmens.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 06.10.2025 10:18:30 Gelesen: 25943# 212 @  
Hallo in die werte Runde.



Paketkarte in die CSSR, versandt im April 1938 von WEINBÖHLA aus, das Porto entrichtet auf einer Francotyp-Maschine mit Wertrahmen Hakenkreuz (E-3 B), rückseitig verklebt die Zollgebühr mit tschechichen Fiskalmarken.

mit Sammlergruß
Werner
 
Reini46 Am: 06.10.2025 15:22:13 Gelesen: 25883# 213 @  
Hallo,

zwei Paketkarten, bei denen es um die Zustellgebühr geht



Ein Paket im Gewicht von 6 1/2 Kilo wurde von Wien am 15.8.42 nach Bad Ischl geschickt. In der 3.Zone betrug die Gebühr 1 Reichsmark dazu kam die Zustellgebühr von 15 Pfennig. Da das Paket vom Postamt abgeholt wurde, entfiel die Zustellgebühr und wurde zurückbezahlt.

Dies wurde durch den Stempel Paketzustellgebühr zurückbezahlt dokumentiert.

Ein Nachnahme Paket im Gewicht von 4 Kg wurde von Planegg am 6.9.44 nach Gars am Kamp geschickt. Die Gebühr in der Zone 2 betrug 60 Pf dazu kam die Nachnahmegebühr von 20 Pfennig. Obwohl die Zustellgebühr in Höhe von 15 Pfennig seit 14.8.44 entfallen war, wurde sie als Nachgebühr eingehoben. Da hat der Postler in diesem kleinen Ort die Änderung wohl verschlafen.

Grüße
reini46
 
ChristianSperber Am: 06.10.2025 21:57:00 Gelesen: 25816# 214 @  
@ HWS-NRW [#212]

Kleiner Hinweis: Das sind tschechoslowakische Portomarken, keine Fiskalmarken.

Gruß
Christian
 
HWS-NRW Am: 07.10.2025 10:18:33 Gelesen: 25717# 215 @  
Hallo Christian,

Danke für Deinen Hinweis.



Auch die Spezialfabrik für Verschlußbänder E. Girke, in LEISNIG tätig, nutzte für den Versand als Selbstbucher eine Francotyp-Maschine, zum Porto von 660 Rpf kam noch eine zusätzliche Zollgebühr, dargestellt mit jugoslawischen Gebührenmarken, die der Empfänger zu bezahlen hatte.

mit Sammlergruß
Werner
 
philast Am: 09.10.2025 16:19:31 Gelesen: 25538# 216 @  
Hallo,

anbei eine Paketkarte von Offenbach nach Basel 2.7.1928. Die Gebühr hat 4 Mk betragen die in 4 MiNr. 343 frankiert wurden.

Interessant ist auch die Anbringung einer 20Rp Marke der Schweiz. Ich vermute hier wurde eine Lagergebühr oder Bestellgebühr verrechnet.



Grüße
philast
 
count Am: 09.11.2025 14:55:39 Gelesen: 23938# 217 @  
Eine Paketkarte, die vom Postbeamten nach meinen Unterlagen falsch taxiert wurde. Ein Paket mit 2½ kg Gewicht von Blankenburg nach Philadelphia. Taxiert nach dem UPU-Einheitstarif in Höhe von 2,40 ℳ für Pakete von 1 bis 5 kg Gewicht, das allerdings seit dem 1. Juli 1903 nicht mehr gültig war. Das Paket wurde am 22. August 1903 aufgegeben und das Höchstgewicht für den Einheitstarif war auf 2 kg gesenkt worden. Für dieses Paket galt nun vielmehr der Postfrachttarif für Pakete von 1 bis 3 kg Gewicht an Orte außerhalb New York Citys in Höhe von 3,00 ℳ. Verklebt wurden 1 x MiNr. 75 und 2 x MiNr. 78B.

Sollporto: 3,00 ℳ
Frankiert: 2,40 ℳ
Fehlbetrag: 0,60 ℳ

Dieser Fehler ist in Bremen aufgefallen, wurde mit dem Vermerk „60 Pf zu… <Paraphe> 24./8.“ rechts neben der roten Taxierung vermerkt und der Fehlbetrag nachträglich vom Absender eingezogen.


 
Blacky_2002 Am: 20.11.2025 17:52:43 Gelesen: 23238# 218 @  
Hallo zusammen,

In den bisherigen Beiträgen auf dieser Seite vermisse ich eine Versendungsart für Paketkarten – nämlich die Beförderung per Luftpost.

Ich habe dazu ein aktuelles Beispiel aus der Zeit der Zeppelinpostbeförderung beigefügt.

In der aktuellen 185. Felzmann-Auktion vom 18.11.2025 wurde unter der Losnummer 1773 eine Paketkarte versteigert, die mit der 12. Südamerikafahrt am 07.12.1934 von Heidenheim nach Rio Negro (Brasilien) befördert wurde. Das Paket hatte ein Gewicht von 480 g, und die entsprechende Gebühr betrug 840 Rpf.

Hat jemand von euch eine Einschätzung, ob solche Zeppelin-Paketkarten besonders selten bzw. extrem selten sind?

Und wie viele Paketkarten dieser Art sind überhaupt bekannt?

Viele Grüße
Reinhold


 
HWS-NRW Am: 17.12.2025 23:28:08 Gelesen: 21326# 219 @  
Hallo am Abend.



Selbstbucher-Paketaufgabe (Firma UHU-Strumpf-Werke), das Entgelt (Porto 30 Rpf + Zustellgebühr) entrichtet im August 1943 auf einer Francotyp-Maschine.

mit Sammlergruß
Werner
 
Cantus Am: 24.02.2026 03:41:43 Gelesen: 16514# 220 @  
Von mir eine Paketkarte vom 12.12.1941, abgesandt vom Jugendgefängnis in Naugard [1] und gerichtet an einen Kriegsgefangenen in Bremen, der vermutlich zum Bau von Luftschutzanlagen herangezogen worden war [2].



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nowogard
[2] https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/JS6S5F2NFXPTSJ2WX36ZRJR3XXI7L3MS
 
ChristianSperber Am: 24.02.2026 10:58:48 Gelesen: 16468# 221 @  
@ Cantus [#220]

Hallo Ingo,

ich vermute, dass das Paket an die Dienststelle "Kriegsgefangenen-Bau- und Arbeits-Bataillon 22" und nicht an einen einzelnen Kriegsgefangenen gerichtet war. Das Bataillon wurde am 3. Januar 1941 in Neubrandenburg aufgestellt und auch im Raum Bremen eingesetzt.

Grüße
Christian

https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/KgfBauArbeitsBataillone/Gliederung-R.htm
 
Briefuhu Am: 03.03.2026 14:32:00 Gelesen: 15922# 222 @  
Paketkarte vom 03.08.1943 von Hinterstein im Allgäu nach Chemnitz, frankiert mit Michel Nr. 787 und 2x 800A, gesamt 4,10 Mark. Rosaroter Aufkleber Dringend Urgent. Das Paket hatte ein Gewicht von 13 Kg.



Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 17.03.2026 14:55:31 Gelesen: 14730# 223 @  
Paketkarte vom 15.09.1943 von Potsdam nach Osterode, dort Ankunft am 16.09.1943, frankiert mit gesamt 3,45 Mark, Michel Nr. 3x 799 B, 784 und 795. Rosaroter Aufkleber Dringend. Das Paket hatte ein Gewicht von 11,5 kg und einen Wert von 300 Mark.



Schönen Gruß
Sepp
 
HWS-NRW Am: 08.04.2026 17:38:53 Gelesen: 13099# 224 @  
Hallo am Abend.

Gerade ist ein weiterer Beleg eingetroffen:



Auch bei diesem Formular, verwendet in WETTER (RUHR) für einen 4,8 kg schweren Karton, wurde das Porto mit einer Frankotyp-Maschine mit dem "neuen" Wertrahmen "Reichsadler und Antiqua-Schrift" im August 1944 freigemacht.

mit Sammlergruß
Werner
 
Briefuhu Am: 12.04.2026 13:22:53 Gelesen: 12610# 225 @  
Paketkarte vom 07.09.1937 von Stuttgart-Untertürkheim nach Zagreb. Roter Stempel "Gebühr bezahlt", Aufkleber in rot Rechnung im Paket, Transitstempel München vom 09.09.1937. Auf der Rückseite Ankunftsstempel Zagreb vom 15.09.1937 sowie unleserlicher Stempel "Postcar Magazin" vom 13.09.1937 ???. Portomarke Jugoslawien Michel Nr. P67/II, 5 Dinar und zwei Stempelmarken je 2 Dinar.

Vorne noch eine blaue 15, die ebenfalls das Porto darstellen dürfte, sowie eine rote 3 die sich vermutlich auf die Anzahl der Kisten beziehen dürfte. Das Paket wog 2,67 Kg und an Zollgebühren fielen 7000, vermutlich Dinar, an.

Absender des Paket war die Daimler-Benz AG



Schönen Gruß
Sepp
 
Dulfen1 Am: 14.04.2026 21:17:55 Gelesen: 12396# 226 @  
Hier eine Paketkarte mit 3 Germania-Heftchenblätter.

Diese für ein 6,5 Kg schweres Paket von Waren a.d.Müritz nach Berlin.

Vorderseitig wurde eine Mich.Nr.:156 verklebt.

Rückseitig wurde 1 X das H-Blatt 25, 2 X das H-Blatt 26 sowie 2 X die Ni.Nr. 85II frankiert.

Daraus ergibt sich ein Gesamtporto von 8 Mark.



Gruß Ulf
 
HWS-NRW Am: 10.05.2026 17:16:39 Gelesen: 9495# 227 @  
Hallo in die Runde,

heute zwei Neuzugänge.



Von diesem Selbstbucher-Unternehmen habe ich schon Belege vorgestellt, diesmal halt Pakete in bei mir
noch nicht vorhandenen Portostufen, jeweils mit bezahlter Zustellgebühr in der 4. Entfernungsstufe versandt.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 11.05.2026 22:15:00 Gelesen: 9373# 228 @  
Hallo am Abend.



Im Selbstbucher-Verfahren versandte dieses Unternehmen im Betrieb hergestellte Produkte per Paket, das Gesamtentgelt von 165 Rpf (Porto 150 und Zustellgebühr 15) für eine Sendung in der 4. Entfernungsstufe (- 750 km) freigemacht mit einer Francotyp-Maschine.

mit Sammlergruß
Werner
 
philast Am: 25.06.2026 20:18:22 Gelesen: 5384# 229 @  
Hallo,

anbei eine Paketkarte im Wechselverkahr über ein unfreies Paket über 19kg von Werdau 18.2.1901 über Lindau 20.2.1901, Bregenz 20.2.1901, handschriftlicher Vermerk D(orn)birn + Z IV (meint Zug 4?), Egg im Vorarlberg 21.2.1901 an das Ziel Großdorf.



Portosoll war für diese Entfernung + Paketgewicht wohl 4,70 Mk.

Das wurde in Kronen + Heller umgerechnet (Postalischer Umrechnungskurs 1 Mk = 1,20 Kronen in Goldwährung 1,176 Kronen) ergibt 5,64 Kronen wie notiert.

Die außerdem notierten 20 Heller sind mutmaßlich die Bestellgebühr oder ein Zuschlag für das unfreie Paket.

Soweit meine Interpretation der Paketkarte. Korrekturen / Ergänzungen sind willkommen.

Die empfangende Firma Caspar Ignaz von der Thannen gibt es auch heute noch: https://vonderthannen.shop/pages/uber-uns

Der Empfang des Paketes wurde vom Chef persönlich bestätigt.

Viele Grüße
philast
 
Caius11 Am: 17.08.2026 19:41:20 Gelesen: 2176# 230 @  
Guten Abend,

etwas schwieriger ist m.E. die Portobestimmung für Paketkarten ins Ausland.

Hier eine Karte aus Radebeul-Oberlössnitz nach Arbon in der Schweiz vom 26.5.1923. Frankiert mit 15.500 Mark. In der Woche vom 21.5. bis 28.5. war der Umrechnungskurs des Goldfranken (GF) auf 10.000 Mark festgesetzt. Und für das Paket bis 5kg waren 1,55 GF zu entrichten. In der Woche darauf war der GF-Kurs schon auf 11.800 Mark gesprungen, dann 14.800.

Schon erstaunlich, dass die Postbeamten da hinterherkamen und für die korrekte Frankatur sorgten.



Viele Grüße, Matthias

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Infla Belege"]
 
HWS-NRW Am: 31.08.2026 11:59:48 Gelesen: 998# 231 @  
Hallo.



Paketkarte vom 22.08.1938 von GREIZ nach Kamnik. Transitstempel München vom 25.08.1938 unter dem Zettel, auf der Rückseite ein Ankunftsstempel. Vorderseitig aufgeklebt eine Einfuhrzollberechnung, rückseitig kamen eine Portomarke Jugoslawien Michel Nr. P67/II, 5 Dinar und zwei Stempelmarken je 2 Dinar zum Einsatz.

mit Sammlergruß Werner
 

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