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Thema: Bleisulfidschäden: Die Folienproblematik in der Philatelie
Das Thema hat 145 Beiträge:
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Richard Am: 08.06.2017 13:21:07 Gelesen: 47991# 121 @  
@ bovi11 [#120]

Hallo Dieter,

das sollte schon bekannt sein, siehe Beitrag [#103]. Die dort gezeigte 70-er mit einem früheren und einem aktuellen Bild war total unbrauchbar.

Vielleicht kannst du von unseren Mitgliedern Herrn Geigle oder Herrn Feuser den Vortrag noch bekommen.

Schöne Grüsse, Richard
 
bovi11 Am: 08.06.2017 13:31:00 Gelesen: 47981# 122 @  
Die Wohnungsbaumarken sind auch von der Folienproblematik betroffen.



Bei einigen Marken früher katalogisierte unterschiedliche Aufdruckfarben wurden zwischenzeitlich aus dem Katalog/Handbuch entfernt.
 
petzdiekleine Am: 08.06.2017 16:45:13 Gelesen: 47922# 123 @  
@ hajo22 [#119]

Die gezeigten Marken sind unter "PVC"-Folienstreifen auf sogenanten Vordruckblätter. Es sind KEINE Hawid Taschen abgebildet. Unter Hawid-Taschen sind diese Marken gefahrlos und sicher bezüglich der Verfärbungen.
 
hajo22 Am: 08.06.2017 17:06:31 Gelesen: 47909# 124 @  
@ petzdiekleine [#123]

Aha. Sah aus wie in Hawid-Taschen unter Folie.

hajo22
 
Ron Alexander Am: 24.11.2017 15:26:02 Gelesen: 39292# 125 @  
Schönen Nachmittag zusammen,

eine neue Ausgabe ist heute erschienen.

RonAleX Briefmarkenecke Teil 41 (Aufbewahren von Briefmarken)

https://youtu.be/uaa3o9YC29w

In dieser Ausgabe möchte ich weniger auf die Briefmarken an sich eingehen, sondern viel mehr auf das Aufbewahren der kleinen gezackten Schätze. In diesem Zusammenhang hat mir der Leuchtturm Alben Verlag auch Material zur Verfügung gestellt, was ich auch in dieser Ausgabe vorstellen möchte.

Mal eine etwas andere Ausgabe aber die Frage der Aufbewahrung stellt sich schließlich immer wieder. Vor allem mit dem Hintergrund, was zu beachten ist.

Grüße,
Ron
 
Peter Feuser Am: 28.11.2017 19:22:14 Gelesen: 39075# 126 @  
@ ron

Mir persönlich stehen die Haare zu Berge angesichts dieses Videos. Bitte informiere Dich über die Bleisulfidproblematik und ziehe das Video zurück!

Auch die Firma Leuchtturm setzt noch in großem Umfange für die mit bleihaltigen Druck- oder Papierfarben hergestellten Marken gefährliches Hart-PVC ein. Du lobst Albensysteme wie Vario S u.ä. (schwarze Trägerfolie = Hart-PVC) über den Klee. Hier wären die Marken wegen der "weichmacher- und säurefreien Folie bestens geschützt". Die Titulierung "weichmacher- und säurefrei" lässt fast immer auf Hart-PVC schließen. Diese Folien sind weder völlig weichmacher- noch säurefrei. Das spröde Hart-PVC lässt sich ohne Weichmacher nicht zu Folien verarbeiten. Vor allem enthält handelsübliches Hart-PVC schwefelhaltige Stabilisatoren (die mutmaßliche Ursache für die Bleisulfidschäden), und sollte für die Aufbewahrung von Marken oder Briefen grundsätzlich nicht mehr verwendet werden.
 
Ron Alexander Am: 28.11.2017 20:04:57 Gelesen: 39052# 127 @  
@ Peter Feuser [#126]

Schönen guten Abend Peter,

die Diskussion ist mir bekannt (m.W. beginnend im Jahr 2008), auch Deine Beiträge hierzu in anderen Foren etc. Ich habe vor dem Dreh darüber auch noch mit der Firma Leuchtturm gesprochen und es wurde mir versichert die Produkte sind weichmacher und säurefrei. Ist auch vermerkt auf den Produktfolienbeschreibung.

Aber ich gebe Dir recht, dass Risiko besteht, aus diesem Grund habe ich die entsprechende Anmerkung in der Video Beschreibung mit entsprechenden weiterführenden Links vermerkt. So das jeder die Möglichkeit hat weiter darüber zu informieren.

Grüße,
Ron
 
Peter Feuser Am: 28.11.2017 20:45:46 Gelesen: 39033# 128 @  
@ ron

Die Versicherungen der Albenhersteller sind völlig wertlos angesichts der riesigen nicht mehr zu leugnenden Bleisulfidschäden, die große Teile unseres philatelistischen Kulturgutes in Mitleidenschaft gezogen oder zerstört haben. Handelsübliche Hart-PVC-Folien können bis zu 5 % Ölsäure-Ester als Weichmacher enthalten. Die Gefährdung durch derartige oder auch chemische Weichmacher wird weit übertrieben. Hingegen äußerst gefährlich sind die schwefelhaltigen Stabilisatoren im Hart-PVC. Lasse Dir doch bitte von den Albenherstellern bestätigen, dass ihre Produkte schwefelfrei sind, dann können wir weiter diskutieren.

Nach meinen Beobachtungen entstehen die meisten Schäden reihefolgemäßig 1.) unter Hart-PVC-Blattschutzhüllen (mit wertmäßig oft besonders "schutzbedürftigen" Sammlerstücken, Ausstellungsobjekten etc.), 2.) unter Transparent-Albumblättern aus Hart-PVC (in diesem Segment sind die PVC-freien Leuchtturm-/KABE-Vordruckblätter mit Klemmtaschen absolut vorbildlich und in jeder Beziehung empfehlenswert), 3.) in Albensystemen, die vollständig aus Hart-PVC bestehen (wie von Dir vorgestellt), auch Steckkarten, 4.) in Einsteckbüchern, bei denen die Streifen aus Hart-PVC bestehen (hier entstehen konstruktionsbedingt die wenigsten Schäden, weil in der Regel eine bessere Sauerstoffzufuhr gewährleistet wird).

Albenhersteller, die heute noch -15 Jahre nach dem Outing der höchstwahrscheinlichen Ursache der Bleisulfidschäden durch die Papiertechnische Stiftung PTS (München)- philatelistische Bedarfsartikel aus Hart-PVC vertreiben, handeln völlig verantwortungs- und rücksichtslos.
 
Ron Alexander Am: 28.11.2017 20:52:53 Gelesen: 39022# 129 @  
@ Peter Feuser [#128]

Schönen guten Abend Peter,

mir ist bekannt, dass Du in diese Richtung sehr viel Forschung etc. betreibst bzw. auch sehr viel geschrieben hast, ich kenne Deine Beiträge zu diesem Thema. Ich habe nur die Grundlagen erläutert, auf welcher Basis meine getätigten Aussagen beruhen. Zur Diskussion diesen Themas, gibt es ja schon viele Threads. Dieser hier ist dazu sicher nicht geeignet. Einen Hinweis über die Thematik zu geben aber sehr wohl. Aus diesem Grund habe ich Deine Anmerkung auch dankend aufgegriffen und die Beschreibung entsprechend angepasst.

Das Thema Schwefelfrei werde ich bei meinem nächsten Gespräch ansprechen, danke für den Hinweis.

Grüße,
Ron
 
bovi11 Am: 28.11.2017 21:06:39 Gelesen: 39014# 130 @  
Selbst die rechte Marke des Bombay-Briefes halte ich für bleisulfidgeschädigt:

https://aphv.de/wp-content/uploads/2016/08/Feldman_Bombay_cover_Mauritius.jpg

Dieter
 
marc123 Am: 28.11.2017 21:42:11 Gelesen: 38988# 131 @  
@ bovi11 [#130]

Hallo Dieter,

auch wenn wir hier vom Thema abschweifen, diesen Verdacht hatte ich auch schon. So sah der Brief noch auf der Dale-Lichtenstein Auktion (Harmer 21.10.1968, Los 1) aus:



Und so schon 1989: (Christie's, Robson Lowe22.11.1989).



Allerdings war die Qualität der Abbildungen nicht die Gleiche wie heute. Daher kann ich nur von einer Vermutung sprechen. Trotzdem wird 1989 bereits von "contrasting impressions-the right stamp verry sharp and the left a little heavier" berichtet. 1968 klang dies noch anders: "sharp Impression of rich brilliant Color and unbelivably fresh".

Liebe Grüße
Marc

[Beitrag [#125] redaktionell kopiert, Beiträge [#126] bis [#131] redaktionell verschoben aus dem Thema "Ron Pichlers Youtube Videos zur Philatelie"]
 
Meinhard Am: 04.12.2017 17:26:40 Gelesen: 38334# 132 @  
Hallo,

ich habe mal einen Selbstversuch gemacht und das Ergebnis zeige ich euch nachstehend. Bleiben weiterhin in den Folien und werde dann in ca. 1 Jahr wieder hier berichten. Bild 2 Original-Farben unter Hawid zum Vergleichen.

Gruß,
Meinhard




 
Saguarojo Am: 04.12.2017 17:44:59 Gelesen: 38320# 133 @  
@ Meinhard [#132]

Hallo,

ein Jahr reicht nicht aus, zehn Jahre sollte so ein Versuch laufen.

Gruß

Joachim
 
Meinhard Am: 04.12.2017 17:55:37 Gelesen: 38312# 134 @  
@ Saguarojo [#133]

Nach 10 Jahren kann ich dann die ganze Sammlung BH in die Abfalltonne befördern. Ich habe in Sindelfingen die Firma auf die Problematik dieser Folien hingewiesen. Die Antwort war: "Ist uns nicht bekannt", es muss an der Lagerung der Marken liegen. Also alles im grünem Bereich.

Gruß
Meinhard
 
johanneshoffner Am: 04.12.2017 18:42:09 Gelesen: 38268# 135 @  
In Stampsx habe ich es auch schon geschrieben:

Ich bin gerade wieder über Marken aus Liechtenstein gestolpert, deren orangener Farbton sich ins bräunliche verändert hat. Nach wie vor rate ich allen, solche alten und gefährdeten Marken entweder in Pergamintüten oder in Polyestertaschen aufzubewahren. Ich habe beste Erfahrungen mit den Taschen der Firma secol gemacht. Die British Library bewahrt ihre Briefmarken, Fotos, Banknoten auch darin auf. Diese Taschen sind nicht teurer als PVC Taschen. Aber viel leichter, dünner und sicherer. Wenn es für die British Library gut und sicher ist, ist es auch für mich gut und sicher.

Die Seite der Firma Secol ist http://www.secol.co.uk. Diese Taschen sind auch in Deutschland und der Schweiz erhältlich.
 
jmh67 Am: 05.12.2017 06:58:29 Gelesen: 38152# 136 @  
Ich benutze schon seit Jahren nur noch Einsteckbücher mit Pergaminstreifen und habe die Alben mit PVC-Streifen ausgemustert. Wenn ich hin und wieder ein altes Einsteckbuch mit PVC-Streifen geschenkt bekomme, dann kommen die Marken da auch heraus, und das Album geht ins Altpapier.

Neben der chemischen Problematik gibt es nämlich auch noch ein mechanisches Problem, indem die Kunststoff-Folien ungleichmäßig schwinden, sich die Albumblätter verziehen und dann die Marken auf einer Seite nur noch lose sitzen, während sie auf der anderen Seite so fest klemmen, dass man das Blatt fast knicken muss, um sie herauszubekommen. Je nach Fabrikat ist das nur eine Frage weniger Jahre, bis so ein Einsteckbuch/-blatt auf diese Weise unbrauchbar wird.

Jan-Martin
 
Richard Am: 03.05.2018 09:02:33 Gelesen: 23273# 137 @  
Verfärbte Marken: Wider die Zerstörung in der Philatelie

(wm) Der Titel eines Vortrags bei der Internationalen Briefmarkenmesse in Essen am 3. Mai lässt bereits aufhorchen, Abbildungen in aktuellen Auktionskatalogen noch mehr: Es geht um die durch falsche Lagerung, u.a. in ungeeigneten Plastikhüllen, hervorgerufenen Schäden an Briefmarken, die besonders durch Bleisulfidbildung eine nachhaltige Störung ihres Originalzustandes erfahren. Briefmarken können dabei ihre ursprünglichen Farben bis zu einem Schwarzton verändern, so dass sie kaum wieder zu erkennen sind.

In Auktionskatalogen werden solche Schädigungen nicht immer benannt. So wird beispielsweise eine Preußen MiNr. 1 zwar zutreffend als „ziegelrot“ in ihrer (ursprünglichen) Farbe beschrieben, aber der Blick auf ein angebotenes Paar zeigt bereits deutlich, was aus dem „ziegelrot“ geworden ist. Im Katalog heißt es dazu nur: „tadellos“! Das mag sich auf die Echtheit beziehen, vielleicht auf den Schnitt, sicherlich aber nicht auf die Farbe der Marke, denn diese ist nicht ursprünglich, sondern verfärbt, also alles andere als „tadellos“. Ein Vergleich mit gut erhaltenen Exemplaren macht dies deutlich.



Auch wenn so manche Marke mit Altattesten (z.B. Bühler) einher kommt – vor Jahrzehnten mochten die Marken noch in originaler Farbe vorgelegt worden sein –, muss dies heute nicht mehr zutreffen. Anbieter wären gut beraten, wenn sie den zwischenzeitlich eingetretenen Veränderungen Rechnung tragen und den tatsächlichen Zustand beschreiben, zumal dieser wertmindernd ist, was man spätestens beim Verkauf einer solchen Marke erfahren wird.


 
Richard Am: 26.05.2018 09:46:09 Gelesen: 22028# 138 @  
„Wider die Zerstörung in der Philatelie“: Berliner Auktionshaus Schlegel fördert die „Bewahrung philatelistischer Schätze”

(wm) Bei der 130-Jahr-Feier des Berliner Philatelisten-Klubs am 10. Mai 2018 gab der Vereinspräsident Michael Ehrig in Anwesenheit von Andreas Schlegel bekannt, dass dessen Auktionshaus eine Sonderausgabe der im Titel genannten Schrift von Wolfgang Maassen auflegt, die für Kunden des Hauses bereit stehen wird. Damit, so Maassen, der zuvor einen Vortrag zum gleichnamigen Thema gehalten hatte, engagiert sich – abgesehen von Peter Feuser, der Ähnliches mit einer eigenen Publikation vor Jahren bereits getan hatte – zum ersten Mal ein deutscher Auktionator mit einer umfangreicheren 50-Seiten-Informationsschrift, in der nicht nur die möglichen Schäden unter PVC-Hüllenaufbewahrung näher beschrieben, sondern auch Bezugsquellen für als unschädlich geltendes Material detailliert aufgewiesen werden.

In seinem Vortrag hatte Maassen betont, dass er es mit Blick auf den Auktionsmarkt wenig nachvollziehen könne, dass Versteigerer aus Eigeninteresse nicht mehr als bisher tun. Nur vereinzelt anzutreffende kleingedruckte Hinweise wie „dass die von uns verwendeten Kunststoffhüllen … nicht zur dauerhaften Aufbewahrung geeignet sind“ und dass Kunden „die Belege nach Erwerb aus den Hüllen nehmen“ sollten, seien nicht zielführend, weil sie selten gelesen und noch weniger beachtet würden. Es gäbe durchaus alternative und als unbedenklich geltende Möglichkeiten der Auslieferung von wertvollem Briefmarkenmaterial und gerade Auktionatoren, die naturgemäß ein Interesse haben, nicht nur gutes Material wieder zu verkaufen, sondern dieses später auch im ursprünglichen Zustand wieder zurückzukaufen oder erneut anzubieten, seien hier gefordert. Schlegels Schritt sei ein begrüßenswerter Anfang, der allerdings andere, auch Verbände, nicht aus der ständigen Verpflichtung nehme. Beim Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer findet man Warnhinweise auf der Internetseite http://www.bdb.net in der Rubrik „BDB-news“ (allerdings nur, wenn man ganz nach unten scrollt) und beim Bund Philatelistischer Prüfer BPP auf http://www.bpp.de (Rubrik Wissen/Folienproblematik). Dessen Verbandspräsident, Christian Geigle, hatte sich auch mit Vorträgen zum Thema engagiert und er stellte Wolfgang Maassen Aufsehen erregende Vergleichsbilder für dessen Vorträge zur Verfügung.


 
Markus Pichl Am: 21.10.2018 07:45:57 Gelesen: 11882# 139 @  
Hallo, liebe Leser,

heute möchte ich Ihnen die seltene Baden MiNr. 18 F vorstellen.

Links im Bild eine gewöhnliche Baden MiNr. 18 und rechts im Bild die neue Sensation "Baden 18 F" in der seltenen Fehlfarbe "rosa- bis dunkelrosakarmin (silberveredelt)". Die seltene Fehlfarbe besticht gegenüber den gewöhnlichen Marken auch durch einen deutlich bläulicheren Farbeindruck!



Sie erhalten gleich verschiedene Farbtönungen auf einer Marke und die dunklen Töne mit hochwertiger Silberveredelung!

Dieses begehrenswerte Sammlerstück sollte in Ihrer Fehlfarben-Sammlung nicht fehlen!

Bestellen Sie daher noch heute und vor allem schnell, da der Vorrat stark begrenzt ist und die Wiederbeschaffung bis zu einem Jahr oder länger dauern kann, denn die "Garzeit" in gewissen Folien ist noch nicht genau ausgemacht.

Beste Grüße
Markus
 
Peter Feuser Am: 21.10.2018 08:09:25 Gelesen: 11871# 140 @  
Wie auch dem Hinweis von Jürgen Kraft nebenan zu entnehmen ist, ist die Grundlage (nicht Ursache!) allen Übels die Farbe Chromrot, die ganz offensichtlich für rote und karmine Farbtöne noch bis ca. 1960 ohne hinreichende Ummantelung der Bleianteile beim Markendruck verwendet wurde. Die katastrophale Bleisulfidentwicklung durch den massiven und fast weltweiten Einsatz der Hart-PVC-Folien, insbesondere der Firmen X und Y, lässt sich bei roten bzw. karminen Farbtönen etwa beginnend mit der Preußen Nr. 10 nachweisen. Später dann beispielsweise Preußen und NDP Nr. 16, Preußen 24, Sachsen Nr. 16, TT, Dt. Reich Nr. 19, später die querformatigen Markwerte incl. Kolonien usw., Dienst Dt. Reich, Kontrollrat und dann auch Bund Helfer der Menschheit 20 Pfg. bis zu der 20 Pfg. Beethovenblock. Dann scheint Ruhe zu sein. Es sind viele hundertverschiedene Marken mit karminen Farbtönen betroffen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Chromrot
 
Peter Feuser Am: 21.10.2018 08:11:56 Gelesen: 11868# 141 @  
Siehe auch die Beschreibung der artverwandten Farbe chromgelb bei einem Farbenproduzenten.

http://kremerfarben.de/x-chromgelb.htm
 
Peter Feuser Am: 21.10.2018 08:18:49 Gelesen: 11861# 142 @  
Hier noch die Beschreibung des nicht zu Bleisulfidschäden neigenden Cadmiumgelbs, das vermutlich bereits ab ca. 1870 bei der Markenherstellung verwendet wurde, vgl. die farbbeständigen orangefarbigen Deutsches Reich Nr. 15, 18 und 24 usw.

http://kremerfarben.de/21010.htm
 
Markus Pichl Am: 21.10.2018 08:27:14 Gelesen: 11855# 143 @  
@ Peter Feuser [#140]

Die Verwendung von Chromrot hatte ich auch schon bei meinen Betrachtungen zu Sachsen MiNr. 15, zumindestens für einen Teil der Auflagen, in meinen dortigen Beiträgen in Erwägung gezogen.

Die in den Akten niedergelegte Angabe "Chromgelb/Rot" erachte ich nicht als eindeutig und an sulfidierten Exemplaren ist nicht wirklich eindeutig zu erkennen, welcher Farbton ursprünglich einmal vorhanden war. Durchaus kommen auch sulfidierte Marken mit späteren Daten vor, die wahrscheinlich nicht mit Mennige gedruckt wurden. Das aber nur nebenbei erwähnt.
 
Peter Feuser Am: 21.10.2018 08:46:00 Gelesen: 11844# 144 @  
@ Markus

Wie Analysen von Instituten, die im Auftrag der Albenhersteller X und Y Parteiengutachten erstellt haben, bestätigen, neigt auch die normale Sachsen 1/2 Ngr. orange (Mi. 15c) zu Bleisulfidschäden. "Ursache" dürfte bei allen Nr. 15 die Verwendung von Chromgelb bei der Markenherstellung sein.
 
Markus Pichl Am: 21.10.2018 09:03:16 Gelesen: 11827# 145 @  
@ Peter Feuser [#144]

Wie groß die Farbenvielfalt bei Sachsen MiNr. 15 ist, habe ich aufgezeigt. Zu der Marke gibt es 17 Bestellungen, welche sogar noch in Teilen ausgeliefert wurden.

Nach Aktenlage wurde bis einschließlich der Bestellung vom 23.11.1865 mit Mennige gedruckt und ab der Bestellung vom 15.03.1866 nicht mehr. "c" ist ein riesiger Sammeltopf, in den Marken aus enorm vielen Auflagen schwimmen. Die dunklen Farbtöne aus "c", welche deutlich roter sind, haben Verwendungsdaten aus 1866 und kommen in ungebraucht nur selten vor. Bei diesen dunkleren ziehe ich Chromrot in Betracht. Den helleren, deutlich gelblicheren Tönen aus "c", welche es noch Bogenweise gibt und vermutlich für die Gutachten verwendet wurden, denke ich Chromgelb an.

Faktum, auch hier wird man nicht ohne weitere Farbstoffanalysen weiterkommen und bis dahin sind es halt nur Annahmen aus Beobachtungen.

Beste Grüße
Markus

[Beiträge [#139] bis [#145] redaktionell verschoben aus dem Thema "Alliierte Besetzung Gemeinschaftsausgaben: Michel streicht 919 F aus Katalog"]
 

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