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Thema: Kleiner Brief: Damenbrief oder Visitenkartenbrief ?
Das Thema hat 35 Beiträge:
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Lars Boettger Am: 25.01.2011 22:52:11 Gelesen: 9711# 11 @  
@ Postgeschichte [#4]

Hallo Manfred,

diese Minibriefchen wurden in vielen Ländern extra für Visitenkarten hergestellt. Das gezeigte Beispiel verdeutlicht das. Die Marke wurde am 30.12. abgestempelt, mit der Visitenkarte wurde gleichzeitig der Neujahrsgruss versandt. Unter einem "Damenbrief" verstehe ich einen (farbig) verzierten Brief in kleinem Format, wie er ab ca. 1840 langsam Mode wird. Visitenkartenbriefe sind dagegen schnörkellos und einfach gehalten, schliesslich wurden sie massenhaft versandt und sollten deshalb billig sein. Die Portostufe sollte nur verdeutlichen, dass für diese Versendungsform postseitig Vorsorge getroffen wurde. Ein "Damenbrief" wäre normal als Brief zu frankieren gewesen.

Ich weiss, dass sich der Begriff "Damenbrief" für kleinformatige Briefe eingebürgert hat. Im Anhang ein Briefbeispiel für einen klassischen Damen- oder Zierbrief.

Beste Sammlergrüsse!

Lars


 
ostsee63 Am: 01.02.2011 18:23:28 Gelesen: 9585# 12 @  
Hallo miteinander,

jetzt schreibe ich hier meinen ersten Beitrag, denn das Thema Minibriefe begegnet mir in meinem Sammelgebiet Skandinavien recht häufig.

In Schweden gab es Ganzsachen für den Versand von Visitenkarten. Der Nennwert entsprach dem Drucksachenporto.

Die Verwendung um den Jahreswechsel und in der Weihnachtszeit ist fast die Regel bei den Stücken die man findet. Besonders nett finde ich die Verwendung der Jul-Marken.

Auf den Rückseiten der neueren Briefe kann man die verschiedenen Klappenformen sehen und auch das in Görlitz selbst dieser kleine Brief einen Ankunftsstempel erhielt.



Gruß Dirk
 
DL8AAM Am: 01.02.2011 18:44:41 Gelesen: 9576# 13 @  
Bereits in einem anderen Thread, dort aber nur als Deko, schon einmal gezeigt:

Ein "Streichholzschachtelbrief":



aus "Emils Kreativität" in "Alte Schachtel, Vereinszeitschrift der Phillumenistische Gesellschaft e.V.", Ausgabe 4/09 vom April 2009, Seite 1.
Leider ist diese Ausgabe zwischenzeitlich nicht mehr online abrufbar, schade.

Die Phillumenisten sind übrigens "Steichholzschaltelsammler" > http://www.matchcover.de

Gruß
Thomas
 
ligneN Am: 02.02.2011 21:00:31 Gelesen: 9519# 14 @  
Hallo,

Lars hat recht - Visitenkartenbriefchen und Damenbriefe sind zwei Paar Stiefel.

Nur am Rande, diese Miniformate fielen der Automatisierung durch Stempelanlagen zum Opfer (wie die beliebten Bierdeckel verhedderten sie sich oder plumpsten durch die Zuführungen) und wurden von der UPU ab 1.7.1966 untersagt.

Quelle habe ich mir nicht notiert. Wer es bestätigt haben will, sollte das DBP-Amtsblatt konsultieren. Bzw. die Auszüge aus "Postbuch" u. ä. Publikationen.

Ausnahme- oder Übergangsregelungen scheint es aber in einigen Ländern gegeben zu haben.

So habe ich zB ein Visitenkartenbriefchen Spanien-Schweiz vom Jahreswechsel 1968 gesehen, daß von der korrekten Schweizerpost keinen Nachportovermerk bekam. Frankatur war 1 P. Franco = Auslandsdrucksachenporto.

Visitenkartenbriefchen sind ein sehr attraktives kleines :-) Sammelgebiet.

Gruß
ligneN
 
Cantus Am: 10.02.2011 22:45:26 Gelesen: 9397# 15 @  
Von mir ein kleines Briefchen aus dem Senegal, gelaufen nach Frankreich.

Als Frankatur wurde 2 x Mi. 56 verwendet.

Viele Grüße
Cantus


 
Pilatus Am: 20.05.2011 23:11:16 Gelesen: 8652# 16 @  
Ich habe in meiner Krabbelkiste einige Kleinbriefe von noch vor 1900 gefunden. Sie sind allerdings alle an die gleiche Anschrift gerichtet. Vielleicht hat jemand Interesse daran, dann bitte melden.

Beste Grüße Pilatus


 
AfriKiwi Am: 21.05.2011 06:17:23 Gelesen: 8630# 17 @  
@ Cantus [#15]

Hallo Cantus,

warum sehen wir nicht die Marken bei dem Bild mit der Rückseite oder ist es halt ein anderen Brief ?

Erich
 
rostigeschiene Am: 21.05.2011 06:53:45 Gelesen: 8625# 18 @  
@ AfriKiwi [#17]

Hallo Erich,

der Brief hat einen breiten, schwarzen Rand auf dem die Marken aufgeklebt sind darum kann man sie von der Rückseite nicht sehen.

Werner
 
Cantus Am: 21.05.2011 10:22:02 Gelesen: 8608# 19 @  
Hallo Werner,

danke für die Richtigstellung. Ja, das ist ein Trauerbrief mit schwarzem Rand.

Viele Grüße
Ingo
 
AfriKiwi Am: 21.05.2011 23:30:29 Gelesen: 8554# 20 @  
@ rostigeschiene [#18]
@ Cantus [#19]

Danke für die Richtigstellung. Die kopfstehenden Marken können dazu auch eine Bedeutung haben.

Bestimmt nicht ein häufiger Brief von dieser Gegend.

Erich
 
joschka Am: 22.05.2011 18:48:11 Gelesen: 8525# 21 @  
Hallo Pilatus,

zu den, von Ihnen vorgestellten 4 Briefchen, möchte ich Kaufinteresse anzeigen.
Erbitte Ihr freundliches Angebot per E-mail an meine unter den Nutzerdaten hinterlegten Emailadresse.

LG aus Genshagen --- krauseklatt---
 
Sachsendreier53 Am: 12.07.2018 13:42:50 Gelesen: 585# 22 @  
Vorphilatelie - Kleinbrief (10 x 7,2 cm) aus HEILIGENSTADT vom 16.4.1841 nach Stadtworbis.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Saguarojo Am: 12.07.2018 15:12:36 Gelesen: 558# 23 @  
Hier mal einen Visitenkartenbrief aus Italien vom 26.6.1953



Viele Grüße

Joachim
 
Pete Am: 12.07.2018 21:39:39 Gelesen: 517# 24 @  
Vor einigen Wochen fand sich etwas in einer Kiloware, was sich nicht großartig von den umliegenden Briefstücken unterschied, sich allerdings bei näherer Betrachtung als vollständiger Briefumschlag entpuppte:



Sendung vom 22.06.1989 aus München nach Berlin (West), Frankatur zu 100 Pf für eine Sendung bis 20 g

Die Maße des Briefumschlags belaufen sich auf 7,2 x 5,4 cm und ist damit ca. einen Zentimeter schmaler als eine handelsübliche Visitenkarte. Die Sendung wurde mit einem Exemplar der Mi-Nr. 1390 aus der Dauerserie Bund "Frauen der deutschen Geschichte" frankiert.

Gruß
Pete
 
Bund-Briefe Am: 12.07.2018 22:07:34 Gelesen: 505# 25 @  
@ Pete [#24]

Auch für Briefe gibt es Höchst- und Mindestmaße, da dieser Brief kleiner als das Mindestmaß ist, hätte er nicht angenommen werden dürfen.

Falls er über den Briefkasten eingeliefert wurde (24 Uhr) hätte er wohl mit Nachgebühr belegt werden müssen. Ich bin aber nicht der Fachmann für postinterne Anweisungen.



Frdl. Grüße, Bund-Briefe - Klaus Pietsch
 
Pete Am: 13.07.2018 19:00:30 Gelesen: 420# 26 @  
@ Bund-Briefe [#25]

Es ist mir bekannt, dass seitens der Deutschen Post AG Mindestanfoderungen für Sendungsgrößen existieren. Ich gehe davon aus, dass diese bereits zu Behördenzeiten im Jahr 1989 vorhanden waren. Umso überraschter war ich, den Winzling aus Beitrag [#24] in den Händen zu halten. ;-)

Die betroffene Sendung ist weder vorder- noch rückseitig codiert, was dafür spräche, dass der Brief bei der Deutschen Bundespost manuell absortiert wurde (unter der Maßgabe, dass es sich bei dem gezeigten Stück nicht um eine Gefälligkeitsentwertung handelt, welche den Postsack nie von Innen gesehen hat).

Ich gebe dir recht, dass man den Brief am Schalter nicht hätte annehmen dürfen bzw. bei Briefkasteneinwurf im Bedarfsfall mit einer Nachgebühr hätte belegen können (sofern seinerzeit bereits ein entsprechender Paragraph für Sonderbehandlungen existierte). Rückseitig ist auf der Sendung kein Absender vorhanden. Der Briefinhalt lag dem Umschlag nicht bei.

Gruß
Pete
 
Angelika2603 Am: 13.07.2018 19:09:29 Gelesen: 414# 27 @  
Damenbrief



Dieses Brieflein (102 x 63 mm) lief 1930 vom persischen Recht ins deutsche Neumünster als Frankatur fanden Verwendung die MiNr. 581, 582 und 588 aus der 1929 verausgabten Freimarkenserie Reza Schah Pahlavi im Zierrahmen.

LG Angelika

(Belege und Text aus der Sammlung unseres SF Mausbach)
 
Angelika2603 Am: 14.07.2018 12:57:24 Gelesen: 361# 28 @  
Diese Karten gehören zwar nicht zu den Damen- bzw. Visitenkarten-Briefchen, doch haben diese Stücke auch nur geringe Abmessungen – so passen sie in etwa hier hin.

"Bienenfleiß-Karten"



Karte mit der Ordnungsnummer 2 100 x 63 mm



Karte mit der Ordnungsnummer 3 108 x 66 mm

Wer kennt sie nicht – diese kleinen Bestellkarten des Honighauses Bienenfleiß? M.W. existiert die Firma nicht mehr. Beim Räumen fiel mir auf, daß die Karten unterschiedliche Größen haben. Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sie sich durch – ich nenne es mal – Ordnungsnummern – siehe Abbildungen. Eine Nummer 1 bzw. 4 oder höher ist bei den mir vorliegenden neun Exemplaren nicht dabei. Alle Stücke wurden in den Jahren 1954 und 1955 in Berlin verwendet.

Ich gebe die Stücke auch ab – Kontaktdaten sind hinterlegt.

(Aus der Sammlung von SF Mausbach)

LG
Angelika
 
GSFreak Am: 14.07.2018 15:26:50 Gelesen: 346# 29 @  
Hier drei kleinformatige Briefe:

Frankreich 1931 (104 x 66 mm) mit Mi.-Nr. 259, von TAIN L'HERMITAGE/DROME am 14.01.1931 nach SIX-FOURS-LA PLAGE (Ankunftstempel vom 15.01.1931)



Frankreich 1946 (117 x 72 mm) mit Mi.-Nr. 758, von ROSSELANGE/MOSELLE am 28.12.1946 nach Köln-Sülz



Schweiz 1932 (111 x 73 mm) mit Mi.-Nr. 250, von BASEL 2 am 01.08.1932 nach Pforzheim (nachträglich beschriftet ??).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 16.07.2018 17:38:19 Gelesen: 234# 30 @  
Hier ein weiterer Beleg aus der Schweiz:

Briefchen (104 x 66 mm) aus Zürich vom 28.12.1934 nach Meilen am Zürichsee, mit Freistempel. Nimmt nicht viel Platz in einer Sammlung weg.



Gruß Ulrich
 
Mondorff Am: 16.07.2018 20:48:34 Gelesen: 202# 31 @  
Hier ein Beleg vom 11.09.1989 aus Luxemburg, der mit dem weißen Aufkleber, auf die Regulierung durch Art. 17 des Weltpostvertrags hinweist:

Sendungen mit Abmessungen unter 140 mm x 90 mm waren nicht mehr zugelassen.

In den Luxemburger Portotabellen vom 1.1.1986 taucht der Begriff Visitenkarten wohl noch auf; die Sendungen mussten jedoch zum Drucksachentarif oder zum Tarif für Briefsendungen frankiert sein.



Der Tarif vom 1.7.1983 verlangte für einen Umschlag im Visitenkärtchen-Format ohne handschriftliche Mitteilungen 4 Fr..

Der hier angefügte kleine Umschlag wurde mit 4 Fr. Nachporto belegt.

Schönen Gruß
DiDi
 
Heinrich3 Am: 17.07.2018 07:54:46 Gelesen: 164# 32 @  
Hallo,

von mir ein Briefchen aus der Umgebung von Paris nach Bern in der Schweiz. Rückseitig kein Absender, auch kein Inhalt. Format 100 mm x 71 mm. Ein sehr schöner Maschinenstempel in Anbetracht des Miniformats.

Einen schönen Tag noch
von Heinrich


 
volkimal Am: 17.07.2018 17:38:39 Gelesen: 128# 33 @  
Hallo zusammen,

meine beiden kleinsten sind schon etwas älter:



Hamburg 1793: 9,1 cm x 7,2 cm
Carlsruhe 1812: 8,7 cm x 6,1 cm

Ich denke, dass es damals noch keine Größenbegrenzung nach unten gab.

Der private Brief aus Hamburg hat einen sehr interessanten Inhalt. Siehe:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=64128#M34

zum Brief aus Karlsruhe siehe die Beiträge 232 bis 235:

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=153128#M232

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 17.07.2018 19:00:10 Gelesen: 112# 34 @  
@ volkimal [#33]

Salue Volkmar,

Du wirst mir zustimmen, dass diese Formate bei Faltbriefen der Vormarkenzeit zur Regel gehörten. Selbst ich kenne einige davon. Nach meiner Meinung gehören die nicht zur Fragestellung des Themas.

Freundlichen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 17.07.2018 19:19:02 Gelesen: 107# 35 @  
@ Mondorff [#34]

Hallo DiDi,

ich hatte keine Ahnung, ob solche Formate bei Vorphialbriefen üblich waren oder nicht.

Dank Deiner Information weiß ich es jetzt.

Viele Grüße
Volkmar
 

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