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Thema: Entgeltvermerke - sammelwürdig ?
Das Thema hat 220 Beiträge:
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DL8AAM Am: 25.11.2018 19:15:46 Gelesen: 44838# 196 @  
@ EdgarR [#194]

Vereinfacht gesagt, ist das ein UPU-genormter "Entgelt bezahlt der Empfänger"-Rückumschlag im internationalen, grenzüberschreitenden Verkehr.

Links steht in aller Regel die Vertrags- bzw. Genehmigungs- (Abrechnungs-) Nummer der übernehmenden Postverwaltung (des Empfängers). Die Annahme durch die Empfänger-Post (d.h. positive Verrechnung mit der abgebenden Post) wird garantiert. Die Annahme (d.h. die Rückrechnung) kann durch den Empfänger nicht verweigert werden.

Es ist aber kein "Entgelt(schon)bezahlt"-Vermerk, sondern nur ein Versprechen (für die abgebende Post aber bereits "bares" Geld, dass es von der annehmenden Post garantiert "bekommt").

Im Prinzip ist das das Gegenstück zu unseren Rückumschlägen/Antwortkarten mit dem Schriftzug "Antwort" ("Werbeantwort") über der Empfängeradresse. Auch dessen Annahme (und entsprechende garantierte Porto-Übernahme) können vom Empfänger grundsätzlich nicht mehr verweigert werden, egal ob er oben "Porto bezahlt Empfänger" oder "Bitte frankieren" in die Frankierzone eingedruckt hat (dafür wird aber auch kein volles Nachentgelt - zusätzlich zum Porto - fällig).

Gruß
Thomas
 
Journalist Am: 25.11.2018 19:36:07 Gelesen: 44831# 197 @  
@ EdgarR [#194]
@ DL8AAM [#196]

Hallo EdgarR,

es handelt sich hierbei um eine internationale Werbeantwort (abgekürzt oft CCRI genannt) die im Weltpostvertrag entsprechend geregelt ist. Der Absender muss diese Sendung nicht frei machen, die Post muss diese Sendung so annehmen. Im Auswechslungspostamt des Absendelandes wird diese Sendung in einen separaten Sendungsstrom umgeleitet, den hier muss die Stückzahl erfasst werden, damit das Empfängerland zum einen ein entsprechendes Entgelt an das Absendeland zahlt als auch die Transportkosten zahlt.

Weitere ergänzende Infos am Ende des folgenden Links:

http://www.jolschimke.de/2-d-barcode/werbeantwort-und-responseplus.html

Die von dir gezeigte Variante ist laut Weltpostvertrag gut gekennzeichnet, je nach Land und Empfänger, dieser CCRI ist diese mehr oder weniger deutlich gut gekennzeichnet. Wenn diese nicht so gut erkennbar ist, wie in dem von dir gezeigten Beispiel, kann es vorkommen, das der Absender doch Porto zahlen muss. Teilweise ist diese Versendungsart aber auch nicht bekannt und dann wird trotz guter Kennzeichnung wie in deinem Fall ein Entgelt verlangt, dies wäre aber nicht in Ordnung.

Viele Grüße Jürgen
 
Baber Am: 21.12.2018 15:23:24 Gelesen: 42129# 198 @  
Ich dachte, so etwas gibt es nur in Notzeiten, wenn Briefmarken knapp sind?



Gruß
Bernd
 
filunski Am: 21.12.2018 17:00:48 Gelesen: 42108# 199 @  
@ Baber [#198]

Hallo Bernd,

das Ganze sieht mir sehr "getürkt" aus! Der Hamburger Tagesstempel ist vom dortigen Schalter der Postphilatelie, und die haben zu jeder Zeit Briefmarken in Hülle und Fülle.

Vielleicht solltest du da mal beim Absender nachfragen, wie er das hingekriegt hat. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Postgeschichte Am: 21.12.2018 17:08:25 Gelesen: 42104# 200 @  
@ Baber [#198]

Hallo Bernd,

diese Frankierung ist realistisch Wenn ich einen Auslandsbrief mit einem Internationalen Antwortschein bezahle, sieht er genau so aus (allerdings ohne Hamburger Stempel). Vorschriftsmäßige Verwendung! Der IAS muß übrigens von der Poststelle in einem Umschlag nach Berlin gesandt werden.

Gruß
Manfred
 
Baber Am: 22.12.2018 10:10:56 Gelesen: 42051# 201 @  
@ Postgeschichte [#200]
@ filunski [#199]

Hallo Manfred, Hallo Peter,

danke für die Erklärung. Ich habe beim Absender nachgefragt. Er hat tatsachlich einen internationalen Antwortschein für den Brief abgegeben.

Frohe Weihnachten
 
filunski Am: 22.12.2018 12:08:04 Gelesen: 42027# 202 @  
@ Baber [#201]

Hallo Bernd,

danke auch für die Rückmeldung! ;-)

Interessant auch Manfreds Erklärung zu dem IAS (Internationaler Antwortschein). Ich wusste gar nicht, dass es die noch gibt. Sammelwürdig ist solch ein Beleg auf alle Fälle, allein schon weil er in der Praxis kaum mehr vorkommen dürfte.

Ich stelle mir gerade das Gesicht und die Reaktion der ganz rührigen "Postdamen" in meiner "Stamm-Postagentur" vor, wenn ich mit solch einem IAS ankäme! :-) Bestenfalls würden die ihn mir wohl in eine entsprechende 90 Cent Briefmarke zur Freimachung umtauschen. Solche Stempel wie auf Babers Beleg haben wohl nur noch die Philatelieschalter und eventuell die Postbanken (ehemalige Postämter).

Gestern habe ich bei einer Postagentur (nicht meine "Stamm-Filiale") nach solch einem "Entgelt bezahlt" Stempel gefragt und nur ungläubiges Staunen geerntet. Davon hatte man dort noch nie etwas gehört und auf meinen Hinweis auf den IAS erfolgte dieselbe (ungläubige) Reaktion.

Viele Grüße und frohes Fest,
Peter
 
Postgeschichte Am: 22.12.2018 12:17:44 Gelesen: 42023# 203 @  
@ Baber [#201]

Hallo Bernd,

ich zahle meine Auslandspost seit Jahren mit IAS. Sie sind also meiner Postfiliale bekannt. Bei kleineren Filialen dürfte es Probleme geben.

Nicht alles was einem fremd ist, ist ein Machwerk. Hier weitere Infos zu den IAS.

https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-ins-ausland/internationaler-antwortschein.html

Ein frohes Fest und einen Guten Rutsch
Manfred
 
Journalist Am: 22.12.2018 20:20:27 Gelesen: 41997# 204 @  
@ Postgeschichte [#203]

Hallo an alle,

ja das mit dem internationalen IAS stimmt, bei der Einlösung kann dann mit einem Tax percue Stempel die Entwertung erfolgen - es gibt dabei aber 2 wichtige Voraussetzungen:

a) die Wertangabe mit ordentlich angegeben sein

b) und noch wichtiger ohne den zugehörigen Tagesstempelabschlag des Postamtes ist alles nicht gültig und kann bzw. wird bei einer Kontrolle mit Nachentgelt belegt.

Viele Grüße Jürgen
 
Altmerker Am: 15.06.2020 19:17:03 Gelesen: 16362# 205 @  


Rechtschreibung ist manchmal Glückssache! Ein interessanter Beleg fast aus dem Papierkorb!

Gruß
Uwe
 
Pete Am: 01.09.2020 12:50:03 Gelesen: 10226# 206 @  
Ist der Briefdienstleister "Deutsche Postbank" aus Essen bekannt? :-) Dieser Hinweis findet sich in einem "Entgelt bezahlt"-Vermerk auf der nachfolgenden Sendung. Bei dem Absender handelt es sich um ein Möbelhaus aus Essen (Ruhrgebiet), welches eine Sendung zum sechsjährigen Bestehen verschickte.



"Deutsche Postbank / Entgelt bezahlt / 45127 Essen"

Ich gehe davon aus, dass sich jemand bei der Planung dieser Werbesendung vertan hat und anstelle "Postbank" eigentlich "Post" meinte.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 01.09.2020 20:22:39 Gelesen: 10161# 207 @  
@ Pete [#206]

Klingt wie die "schöne Legende" der Blauen Mauritius Post Office. Der Erzeuger des Mailings hatte wohl bemerkt, dass er die Charge in einer Postamt einliefern wollte, wo nun über dem Eingang der Schriftzug Postbank (für eine moderne "Postfiliale im Finanzcenter") hängt. Nach der Devise, wenn ich die Post "bei" einer Postbank einliefere, dann zahle ich das Entgelt dann ja auch "bei" einer Postbank. ;-)

Kuriosschöner Beleg, Pete ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
Araneus Am: 06.10.2020 17:18:22 Gelesen: 8332# 208 @  
Der Versender dieser Infopost gab sich international und schuf einen bilateralen Freimachungsvermerk, der wohl weder den deutschen noch den niederländischen Postvorschriften entspricht:



Vielleicht hielt man in der Druckerei den Ausdruck "Pays-Bas" für eine internationale Übersetzung von "Entgelt bezahlt"? Bei "paye" wurde zudem der Akzent vergessen.

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Ichschonwieder Am: 18.10.2020 19:26:48 Gelesen: 7640# 209 @  
Hier mal wieder einige Belege mit dem "ENTGELD BEZAHLT" bzw. "Entgeld bezahlt", finde ich immer wieder schön solche Belege in einer Kiste zu finden. Die Firmen haben ja schließlich auch mit "Geld" dafür bezahlt.



Klaus Peter
 
Altmerker Am: 03.11.2020 08:21:42 Gelesen: 6784# 210 @  
Mir ist gerade ein Stempel über den Weg gelaufen, der doch etwas seltener zu sein scheint. Er kommt aus einer Postagentur. Der Brief stammt aus einer Werbeaussendung einer Bildenden Künstlerin aus Jederitz, einem Örtchen in der Gegend um Havelberg.

Viele Grüße
Uwe


 
Ichschonwieder Am: 12.11.2020 20:55:16 Gelesen: 6031# 211 @  
Ich wollte hier diesen "Entgelt bezahlt" mit zugehöriger Firmenwerbung des Einlieferers zeigen.



VG Klaus Peter
 
Altmerker Am: 17.11.2020 10:54:19 Gelesen: 5581# 212 @  
Das ist ein recht seltenes Exemplar, denn die Porto-Stufe ist so wie das Kartenmaterial ungewöhnlich. Aber das hat seinen Zusammenhang, denke ich. Durch die Gestaltung in Holz kommt eine neue Portostufe für die Versendungsart hinzu.

Gruß
Uwe


 
Journalist Am: 17.11.2020 11:33:12 Gelesen: 5574# 213 @  
@ Altmerker [#212]

Hallo Uwe,

vermutlich hat es sich hier um einen Infobrief bis 20 Gramm gehandelt - siehe auch der folgende Link und dort eine Übersicht über die Portoentgelte zum Ende hin:

http://jolschimke.de/versendungsformen/infobrief-national.html

Viele Grüße Jürgen
 
Ichschonwieder Am: 21.11.2020 11:53:24 Gelesen: 5200# 214 @  
2 aktuelle "Entgelt bezahlt" Vermerke von der PIN Mail für Kataloge von "SPIELEMAX"



Klaus Peter
 
Angelika2603 Am: 21.11.2020 17:25:08 Gelesen: 5158# 215 @  
Guten Abend,

das müsste auch hier her passen.



LG
Angelika
 
GSFreak Am: 08.12.2020 12:30:20 Gelesen: 3788# 216 @  
Beim Durchsehen einer mindestens 10 Jahre nicht mehr angefassten Holzkiste einen " Entgeld"-Beleg entdeckt. Er stammt von der Fa. Elster Kromschröder GmbH in Osnabrück.



Beste Grüße
Ulrich
 
EdgarR Am: 08.12.2020 13:05:40 Gelesen: 3776# 217 @  
Die Zeit der vorweihnachtlichen Bettelbriefe

hat mir heute einen dickleibigen Umschlag in den Kasten gespült der einen extrem minimalistischen gedruckten Entgeltvermerk aufweist:



Der wurde von dem Privatpost-Dienstleister Postcon National GmbH (Meine Güte nee, die firmieren alle naselang um - wer soll da noch den Überblick behalten?) in Ratingen über das Netzwerk der Privatposten landesweit gestreut.

Und nein - oberhalb des Adressfelds ist KEINE minimalisierte Schrumpfform einer "DV-Freimachung im Fenster" vorhanden. Nur ein alfanumerischer Code der den ausliefernden Ziel-Postdienstleister (972-1 alias Brieflogistik OBERFRANKEN GmbH) angibt.

Immerhin: das nebengesetzte Bildchen in Form einer Briefmarke wird sowohl Pflanzen- wie Weihnachtsmotivsammler ansprechen!
 
Ichschonwieder Am: 04.01.2021 17:24:30 Gelesen: 1533# 218 @  
Hier noch ein paar "Entgelt Bezahlt" Varianten und 1x Gebühr bezahlt vom Postamt Herzberg



VG Klaus Peter
 
Altmerker Am: 12.01.2021 19:39:03 Gelesen: 996# 219 @  
So ein Beleg ist mir noch nicht untergekommen. Eine weiße Marke mit Aufdruck kam in Tangerhütte unweit von Magdeburg auf dem Briefumschlag.

Gruß
Uwe


 
DL8AAM Am: 25.01.2021 20:42:10 Gelesen: 48# 220 @  
@ Altmerker [#219]

Nicht zu ungewöhnlich. Diese Entgelt bezahlt-Vermerke konnten (und können) eingedruckt, gestempelt und auch aufgeklebt sein, solange sie die (eine) "postalisch vorgeschriebene" Form einhielten.

Hier zwei Eindrucke aus den 1990er Jahren, die optisch den "irrigigen" Eindruck von Poststempeln und sogar von ATM-Postwertzeichen als Eyecatcher erwecken sollten. Inwieweit das (noch) den damaligen Formvorschriften entsprach, kann ich aber nicht sagen... aber auch damals hat man wohl versucht, die Regeln auszureizen... und vielleicht auch mal überrissen?



33758 SCHLOSS-HOLTE (fälschlich mit Bindestrich geschrieben); Absender "SBZ-Reisen" (unbekannt)



78467 KONSTANZ; Absender "GHW Wallisellen" (Uhren-Markenname eines [auch Google] unbekannten Herstellers, wobei Wallisellen ein Ort in der Schweiz ist [Postleitzahl 8304, aber nicht 2687]). Umrandung des PPI-Eindrucks in sehr offensichtlicher ATM-Form.

Beste Grüße
Thomas
 

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