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Thema: Sütterlin und andere Schriften - wer kann das lesen ?
Das Thema hat 4318 Beiträge:
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evwezel Am: 27.04.2026 19:30:11 Gelesen: 20318# 4294 @  
@ Gauss [#4293]

Hallo Gauss,

vielen Dank für Deine Korrektur. “Asam ist” passt viel besser! Und mit “Tuus” kann ich leben…😁

Einen schönen Abend wünscht Dir

Emiel
 
evwezel Am: 29.04.2026 17:16:52 Gelesen: 19646# 4295 @  
Liebe Sammelfreunde,

das Wort “strafens”:kommt mir in diesem Feldpostbrief merkwürdig vor und habe ich vermutlich falsch gelesen. Gibt es eine bessere Lösung? Und was könnte damals in Regensburg und Ingolstadt passiert sein?

Viele Grüße

Emiel



—-
Den 15. April 17

Liebe Rosa!

deinen Brief vom 12.IV. erhalten, besten Dank.
Es freud[1] mich, daß ich Euch mit den Bild[2] so-
viel Freude gemacht habe, aber noch mehr, würde
ich Euch machen, wenn ich selber kommen
könnte nicht wahr! Es wird wohl nicht
mehr all zulange dauern mit meinem
Urlaub. Wir sind jetzt auch wieder in Stellung.
Für mich, ist es aber nicht so schlimm, allerdings
muß mann[3] die ganze Nacht fahren
bei dem schlechten Wetter und Straßen.
Liebe Rosa! Du darfst dich nicht so offen
aussprechen, wie mit der Sache in Regens-
burg und Ingolstadt. Du meinst es sollen
alle so machen? Du hast schon recht, aber
man darfs[4] nicht sagen. Wenn dein
Brief geóffnet worden wäre, so wäre ich
meinen Posten los und dich strafens(?)
auch noch. Also wenn Du so etwas schreibst,
dann nicht so offen. Ich möchte von Euch auch
wieder eine Photographie, wir warten aber
bis ich komme dann laßen wir uns alle
3 machen nicht wa(h)r. Herzlichen
Gruß und Kuß
Euer Papa

Servus (…)
Ihr Pfeffercarl

[1] freut
[2] mit dem Bild
[3] man
[4] darf es
 
DERMZ Am: 29.04.2026 17:49:38 Gelesen: 19633# 4296 @  
Hallo Emiel

hier meine Lesung:

Den 15. April 17

Liebe Rosa!

deinen Brief vom 12.IV. erhalten, besten Dank.
Es freud[1] mich, daß ich Euch mit den Bild[2] so-
viel Freude gemacht habe, aber noch mehr, würde
ich Euch machen, wenn ich selber kommen
könnte nicht wahr? Es wird wohl nicht
mehr all zulange dauern mit meinem
Urlaub. Wir sind jetzt auch wieder in Stellung.
Für mich, ist es aber nicht so (das "so" steht da nicht!) schlimm, allerdings
muß mann[3] die ganze Nacht fahren
bei dem schlechten Wetter und Straßen.
Liebe Rosa! Du darfst dich nicht so offen
aussprechen, wie mit der Sache in Regens-
burg und Ingolstadt. Du meinst es sollen
alle so machen? Du haßt schon recht, aber
man darfs[4] nicht sagen. Wenn dein
Brief geóffnet worden wäre, so wäre ich
meinen Posten los und dich Strafens (= strafen, "bestrafen")
auch noch. Also wenn Du so etwas schreibst,
dann nicht so offen. Ich möchte von Euch auch
wieder eine Photographie, wir warten aber
bis ich komme dann laßen wir uns alle
3 machen nicht wa(h)r. Herzlichen
Gruß und Kuß
Euer Papa

Servus & Quartl (über die Bedeutung - wenn es den richtig ist - von Quartl bin ich mir nicht im klaren)
Ihr Pfeffercarl

[1] freut
[2] mit dem Bild
[3] man
[4] darf es

Viele Grüße Olaf
 
evwezel Am: 29.04.2026 18:00:24 Gelesen: 19627# 4297 @  
@ DERMZ [#4296]

Hallo Olaf,

vielen lieben Dank für Deine Korrekturlesung! Vermutlich hat mein Unterbewusstsein das Wort “so” eingefügt…😃

Emiel
 
Maria T. Am: 29.04.2026 18:33:07 Gelesen: 19613# 4298 @  
@ evwezel [#4287]

Hallo!

Ich bin beim Übersetzen. Ist recht einfach und deutlich geschrieben - sollte nicht lange dauern. Ein paar Wörter sind noch unklar.

Ist Gabelsberger Steno.

LG
Maria
 
evwezel Am: 29.04.2026 19:24:33 Gelesen: 19579# 4299 @  
@ Maria T. [#4298]

Hallo Maria,

ich bin sehr gespannt! Nimm Dir ruhig die Zeit, es eilt wirklich nicht. Du schreibst, diese Feldpostkarte sei “recht einfach und deutlich” geschrieben, aber für mich wirkt sie eher wie eine Art Geheimschrift. Ist Gabelsberger Steno einfach zu lernen? Es verwundert mich eigentlich, dass die Verwendung von Kurzschrift auf einer Feldpostkarte erlaubt war.

Liebe Grüße

Emiel
 
Gauss Am: 29.04.2026 19:24:41 Gelesen: 19578# 4300 @  
@ evwezel [#4297]

Strafens ist eine dialektale Verkürzung für "strafen sie". Eleganter wäre "Dich bestraft man".
 
evwezel Am: 29.04.2026 19:39:39 Gelesen: 19572# 4301 @  
@ Gauss [#4300]

Hallo Gauss,

vielen Dank! Das ist für mich auf jeden Fall viel verständlicher. Ich finde die deutsche Rechtschreibung schon schwierig genug.

Emiel
 
Gauss Am: 29.04.2026 19:53:06 Gelesen: 19560# 4302 @  
@ DERMZ [#4296]

Das könnte auch Servus 3 Quartl heißen, was ein Buchtitel ist. Vielleicht ein Insiderscherz unter den Korrespondenten.

https://www.amazon.de/s?k=servus+drei+quartl&crid=3FN9YHJL6YJYX&sprefix=servus+drei+quartl
 
evwezel Am: 29.04.2026 20:14:52 Gelesen: 19545# 4303 @  
@ Gauss [#4302]

“Die Phrase „Servus drei Quartl“ stammt aus dem bairisch-österreichischen Dialekt und ist eine umgangssprachliche, oft scherzhafte Begrüßung oder Ansprache, die meist im Kontext eines Wirtshausbesuchs verwendet wird.

Es handelt sich um eine höfliche, aber sehr lockere Bestellung oder Ansprache, bei der jemand (oft der Wirt oder eine Bedienung) mit „Servus“ begrüßt wird, gefolgt von der direkten Bestellung von drei Vierteln. Es bedeutet quasi: „Hallo, ich hätte gerne drei Viertel [Wein/Bier]“. [1]

[1] https://scholarsarchive.byu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1006&context=sophnf_nonfict, Seite 155
 
Gauss Am: 29.04.2026 20:20:55 Gelesen: 19537# 4304 @  
Danke, wieder was gelernt.
 
evwezel Am: 01.05.2026 15:03:05 Gelesen: 16362# 4305 @  
Liebe Sammelfreunde,

obwohl ich den Text auf dieser Postkarte ziemlich leicht entziffern konnte, bin ich mir beim Ortsnamen und dem unter "Sprache" erwähnten Text nicht ganz sicher.

Viele Grüße

Emiel


--
Textseite
Posenberg(?) den 19.8.47

Liebe Lotte, lieber Günther!
In die Nacht vom Montag auf Diens-
tag haben sie den Opa in der Schmie-
de überfallen. Anscheinend ein Pole.
Er hatte den Opa mit der Pistole
bedroht. Erichs und Opas Anzüge
sind weg. Außerdem Erichs sämtliche
Oberhemden. Opa hat ihn noch
seinen besten Anzug wieder weg-
genommen. Auch hat man ihn
den Trauring vom Finger gezogen.
Dem Opa ist eben sonst nichts
passiert, da könnt Ihr ganz beru-
higt sein.
Viele Grüße Grete

Absender
Frau Marg(arethe). Harde
Posenberg / Ergste
Schwall / Ruhr
German – Privat(?)

Anschrift
Frau
Charlotte Fröderking
Lengerich i / W[1]
Hohne[2] 68

Tagesstempel
ERGSTE[3]
SCHWERIN (RUHR)
19.8.47-18-19

[1] Nordrhein-Westfalen
[2] Ortsteil Hohne in Lengerich
[3] Ergste ist ein Stadtteil von Schwerte im Kreis Unna in Nordrhein-Westfalen.
 
DERMZ Am: 01.05.2026 16:41:01 Gelesen: 16272# 4306 @  
@ evwezel [# 43 05]

Hallo Emiel

ein paar kleien Korrekturen:

Tagesstempel:
ERGSTE
SCHWERTE (RUHR)
19.8.47-18-19

Absender
Frau Marg(arethe). Harde
Papenberg / Ergste
Schwall / Ruhr
German – Privat - das ist richtig gelesen von Dir

Papenberg liegt südöstlioch etwas außerhalb von Ergste, dort ist heute ein "Anglerparadies", Entfernung etwa 6 km

Hoffe, das hilft Dir wieder ein Stück weiter.

Beste Grüße Olaf
 
evwezel Am: 01.05.2026 18:46:01 Gelesen: 16219# 4307 @  
@ DERMZ [#4306]

Hallo Olaf,

Du bist großartig! Das hilft bestimmt weiter.

Viele Grüße

Emiel
 
Maria T. Am: 08.05.2026 10:10:20 Gelesen: 9854# 4308 @  
@ evwezel [#4299]

Hallo Emiel!

Es tut mir leid, ich hab es schon übersetzt aber familiär ging grad wieder alles drunter und drüber. Natürlich hab ich die Übersetzung jetzt auch Zuhause vergessen, aber ich werde versuchen sie heute online zu stellen.

Bezüglich deiner Fragen: Gut zu lesen ist die Karte einfach deswegen, weil der Schreiberling super sauber geschrieben hat. DEK und auch Gabelsberger-steno lässt sich mit entsprechender Begeisterung tatsächlich ganz gut selber lernen. Das hängt natürlich ein wenig vom Charakter ab und dauert seine Zeit, aber wenn man einmal verstanden hat worum es geht und die ganzen Zeichen halbwegs kann klappt es ganz gut. Vor allem alltägliches wie solche Karten. Schwieriger wären spezielle Themen bei denen dann einfach auch wirklich alle Zeichen und Kürzungen sitzen müssen. Auch kommt dann eben die Schwierigkeit der "Lesbarkeit" auf Grund der unterschiedlichen Handschriften. Verschiedene Schreiberlinge neigen dazu auch ihre eigenen Kürzungen zu verwenden. Wie ja auch wir beim normalen Schnellschreiben. Sicherlich hast du ebenfalls eigene Kürzungen. Diese Dinge werden in der Stenographie dann natürlich umso schwieriger. Grundsätzlich gibt es glaube ich die Regel, dass man gerade in der Stenographie die korrekten Regeln beibehalten soll. Aber wie bei allen Schriftstücken betrifft das eigene Gedankenmitschriften zb überhaupt nicht mehr.

Postkarten sind da generell besser, weil man ja für jemand anderen schreibt und selbst wenn man weiß, dass der andere Steno lesen kann hält man sich dann eher an die Regeln und schreibt sauber. Ich denke auch, dass zu der Zeit und vor allem auch in der Kriegszeit relativ viele Leute Steno konnten. Gerade auch Soldaten in organisatorischen Posten haben Steno des öfteren verwendet. Es geht ja so viel schneller wenn man es kann. Also so eine Art "Geheimschrift" war es damals nicht. Selbst wenn gebildete Leute sie nicht verwendet haben war die Wahrscheinlichkeit, dass sie Steno einmal gelernt hatten denke ich sehr groß. Ganz besonders in sekretariatsbezogenen Jobs.

Auf der Seite des Stenographen-Zentralvereins Gabelsberger in München "https://www.stzv.de/gabelsberger-stenographie/"; findest du unten das Lehrbuch der Gabelsbergerschen Stenographie, Stuttgart 1901 von Sckell Adolf. Das ist gut - mit dem hab ich dann auch weiter gearbeitet.

Auch dieses hier habe ich verwendet: https://archive.org/details/lehrundlesebuchd00rose/page/n11/mode/2up
Lehr- und Lesebuch der kaufmännischen Stenographie (System Gabelsberger), für Handelsakademien, zweiklassige Handelsschulen und andere kommerzielle Lehranstalten, sowie zum Selbstunterrichte

Im Grunde musst du die nur durcharbeiten. Ich habe sie mir ausgedruckt und dann über zugegeben mehrere Jahre inkl. Pausen bearbeitet. Zwischendurch habe ich arbeitsbedingt versucht Übersetzungen vorzunehmen, aber bis man nicht halbwegs durch ist war das recht mühsam. Ich hatte zuvor die DEK gelernt und bin dann auf Gabelsberger umgestiegen. Das würde ich nicht empfehlen, da die Zeichen leider zwar zu einem großen Teil identisch sind aber zu ca 50% eine andere Bedeutung haben.... dadurch ist die Verwirrung vorprogrammiert und es dauerte deutlich länger bis mein Hirn aus dem Knoten wieder rausgefunden hatte ;)

LG
Maria
 
evwezel Am: 08.05.2026 22:49:14 Gelesen: 9383# 4309 @  
@ Maria T. [#4308]

Guten Abend Maria,

vielen Dank für Deine Hinweise! Hoffentlich bist Du inzwischen wieder in ruhigeres Fahrwasser gekommen.

Für mich ist die Entzifferung der Stenoschrift nur ein Hobbyprojekt – im Alltag arbeite ich als Senior Technical Writer bei einer Softwarefirma. Es macht mir einfach Spaß, etwas „Neues“ zu lernen. Außerdem habe ich noch einen langen Brief von Philip (4 Seiten), der auch in Steno geschrieben wurde.

Das Buch von Rosenberg werde ich mir auf jeden Fall einmal genauer ansehen! Darf ich Dir eine E-Mail schicken, falls ich später noch Fragen dazu habe?

Der Schreiber meiner Feldpostkarte, Philipp Klein, hatte die Stenoschrift offensichtlich am Gymnasium Ettal gelernt. Ich habe gerade eine Kopie des „Jahres-Berichts des königlichen Gymnasiums über das Schuljahr 1913–1914“ erhalten; darin wird erwähnt, dass die Schüler auch in Kurzschrift unterrichtet wurden.



Ein schönes Wochenende wünscht Dir

Emiel
 
Maria T. Am: 09.05.2026 09:48:00 Gelesen: 9007# 4310 @  



Hier kommt die Übersetzung:


Ettal, den 15. Oktober 15

Lieber Philipp

Deine Karte habe ich erhalten besten Dank. Wagner und Kon(g)raz (?) müssen am 20. Oktober einrücken. Wagner kommt nach
Lindau in des 20. Infanterie Regiment. Die Gefühle des … (theoretisch „Bartal/ Bartel“) sind ganz zweierlei teils freut er sich, teils aber auch nicht.
Kon(g)raz (?) kommt nach Landsberg, dessen Freude fast zu groß ist; aber auch unsere Freude ist groß, denn es war die reinste
Tyrannei. Man darf keine Witze mehr machen und gar nichts mehr überhaben (?) es ist besser in Schweige (?). Die neue Tagesordnung ist
folgend. Fünf Uhr aufstehen, fünf Minuten nach Viertel Morgengebet mit Betrachtung im Museum, dann Studium bis halb sieben Uhr
dann müssen alle in Konvent mit Glück darf ich dann Austeilung der Halbkommunion, um halb acht Uhr ist Frühstück, dann
Bettmachen und dann geht es in die Schule (?). Die im großen Museum meist in der Kirche Ministrieren und zugleich Kommunizieren. Die Tagesordnung
ist in etwa so ganz gut, nur mit der Halbkommunion geht es halt hübsch geschwind. Bis auf wiedersehen sendet dir

die besten Grüße

dein Hans Fischer
 
evwezel Am: 09.05.2026 11:00:00 Gelesen: 8963# 4311 @  
@ Maria T. [#4310]

Hallo Maria,

Du bist der Wahnsinn! Vielen lieben DANK für Deine Hilfe! Ich habe den “Jahres-Bericht des königlichen Gymnasiums in Ettal über das Schuljahr 1913-1914” nochmals nachgeschlagen und die erwähnten Namen gefunden (könnte “Kon(g)raz” vielleicht Konrad sein?):





„Bartal/ Bartel“ könnte eventuell Barthel sein:



Nochmals vielen Dank!

Liebe Grüße

Emiel
 
Maria T. Am: 09.05.2026 15:54:32 Gelesen: 4912# 4312 @  
Ja Barthel passt auf jeden Fall auch! Das h muss man in dem Fall im Steno nicht schreiben. Man schreibt wie immer wie man hört außer es ist für die Wortbedeutung unumgänglich. Bzw. anders herum. Es muss theoretisch immer alles geschrieben werden, aber wenn die Wortbedeutung klar bleibt dürfen Dinge weggelassen werden.

Beim Namen Kongraz ist das schwieriger. Er kommt 2 mal vor.





Der erste Anstrich mit dem Bogen nach unten kann ein "kon" und ich denke auch "konr" oder "ong", "gon"/ "gonr", "og" und theoretisch auch ein "eig" sein...
am Ende kommt definitiv ein "z"

Im ersten Bild ist die erste silbe deutlicher ein "kon" als im 2. Bild. Da ist es etwas zu hoch und schaut mehr nach einem g mit den entsprechenden Lauten aus. Weils ein Name ist tendier ich schon sehr zu Konraz oder so.

Beim Gabesberger Steno müsste ein "a" durch Verstärkung im Z angezeigt sein. Das wäre ein dickerer Strich. Das fehlt hier. So ohne Verstärkung wäre es normalerweise ein "e". Allerdings glaube ich, dass vor allem bei gängigen Namen sofern klar ist welcher gemeint ist einiges weggelassen werden kann.

Also rein vom lesen her wäre es konz /ongz /ogz /eigz - das n und r denke ich kann man weg lassen, weil mir nur Konraz als Name in so einer Kombi einfällt.... ;) theoretisch steht da also nur konez/ eigez / ogez / gonez

Ich hoffe die Erklärung ist nicht verwirrendm wenn du eine ganze Namensliste hast könnte ich mal durchschauen ob ein anderer Name passt, mir würde nur Ignaz oder so einfallen und ich glaub den würde man anders schreiben.

LG
Maria
 
evwezel Am: 14.05.2026 18:12:04 Gelesen: 667# 4313 @  
@ Maria T. [#4312]

Hallo Maria,

meine Entschuldigung für diese verspätete Rückmeldung. Deine Erklärung war sehr deutlich! Vielen Dank für dein nettes Angebot.

LG

Emiel
 
evwezel Am: 14.05.2026 18:19:07 Gelesen: 663# 4314 @  
Liebe Sammlerfreunde,

obwohl ich Euch diesmal eine Feldpostkarte mit sehr wenig Text zeige, bin ich doch halbwegs gescheitert. Der Schreiber erwähnt einige Orte, die ich nicht so einfach entziffern beziehungsweise identifizieren kann.

Wenn er schreibt, dass er am 8. Februar 1915 „hier“ angelangt sei, ist damit vermutlich Saint-Quentin gemeint. Die Feldpoststation Nr. 45 war die Feldpostanstalt der Etappeninspektion der 2. Armee und befand sich zwischen dem 11.10.1914 und dem 22.11.1916 in St. Quentin (siehe „Die Standorte der deutschen Feldpoststationen Nr. 1 bis 559 im Ersten Weltkrieg (Band 1)“, S. 114).






Ich lese:

Sind heute v.[1] Peronne [2]
hier angelangt. Weiter
gehts in 2 ?[3] Richtung
Sa(…)ur - Coln(?) - ? -
Auf baldiges Wieder-
sehen dir u die lb. Eltern
Fritz

8.2.15.

Anschrift
Fräulein
Friedl Schachenmayr
Kronenstraße N10 [4]
Kempten i/ Allg(äu). [5]
Bayern

Feldpoststempel
KAIS. D. FELDPOST-
STATION
-8.2.15. 6-7N
* Nr. 45 C

[1] Auch hier bin ich mir nicht sicher. Dieser Buchstabe sieht genauso aus wie das „w“ in „weiter“ …
[2] Péronne. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9ronne.
[3] Ist das Zeichen neben der Zahl „2“ vielleicht ein altes Symbol für „Stunden“ oder „Minuten“?
[4] Der Text „R 12/2“ wurde hier eingefügt. „12/2“ könnte einfach für „den 12. Februar“ stehen, aber was bedeutet das „R“ hier?
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Kempten_(Allg%C3%A4u)

Viele Grüße

Emiel
 
volkimal Am: 14.05.2026 18:58:23 Gelesen: 530# 4315 @  
@ evwezel [#4314]

Hallo Emiel,

Der erste Ort dürfte Namur sein. Der zweite ist noch nicht klar.

Muss jetzt weg

LG Volkmar
 
Gauss Am: 14.05.2026 19:03:14 Gelesen: 523# 4316 @  
@ evwezel [#4314]

Kann das Namur sein? Auch wenn's ein bisschen weit weg ist?
 
volkimal Am: 14.05.2026 19:13:04 Gelesen: 507# 4317 @  
@ evwezel [#4314]

Hallo Emiel,

es dauert doch noch etwas. Namur liegt in Richtung Deutschland. Auf das Karte heißt es auf baldiges Wiedersehen. Da passt die Richtung nach Deutschland. Von der Himmelsrichtung her ist das etwa Richtung 2 Uhr. Vielleicht ist das gemeint.

Wenn der zweite Ort Ö-Punkte hätte, wäre es Cöln. Aber so ?

Jetzt geht's wirklich los,

LG Volkmar
 
evwezel Am: 14.05.2026 19:26:32 Gelesen: 468# 4318 @  
@ volkimal [#4315]
@ Gauss [#4316]
@ volkimal [#4317]

Hallo Volkmar und Gauss,

ich war so völlig darauf fixiert, dass der Anfangsbuchstabe ein „S” sein musste, dass ich diese alternative Lesung übersehen habe. „Namur” passt sehr gut!

Viele Grüße

Emiel
 

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